dr. regula stämpfli

my world is not pink

dr. regula stämpfli

“Die unverstandenen Staaten. Amerika hat gewählt.” Von Regula Staempfli zur Wahl von Donald Trump im Jahr 2024 mit einem Update anlässlich der Fussball WM 2026. “Wer 2026 immer noch glaubt, Donald Trump sei die Geschichte, hat die Geschichte nicht verstanden. Trump ist nicht die Ursache. Trump ist die Störung im System. Die Fehlermeldung. Die paradoxe Intervention einer politischen Klasse, die sich in ihren eigenen Narrativen verfangen hat.”

Die Medien haben sich geirrt. Wieder einmal. Nicht weil Donald Trump ein Genie wäre, sondern weil die Wirklichkeit hartnäckiger ist als Narrative. LASTAEMPFLI

UPDATE Als ich diesen Essay nach den US-Wahlen 2024 schrieb, war die Aufregung über Donald Trump so gross, dass viele Beobachter übersahen, worum es eigentlich ging: nicht um eine Person, sondern um den Zusammenbruch alter politischer und medialer Gewissheiten. Eineinhalb Jahre später zeigt sich ein paradoxes Bild. Donald Trump bleibt eine disruptive Figur, oft erratisch, manchmal grössenwahnsinnig, häufig unberechenbar. Doch die entscheidenden politischen Konfliktlinien verlaufen nicht entlang seiner Person, sondern entlang von Themen, die Medien, Universitäten und Kulturinstitutionen lange ignorierten. Dazu gehört definitiv das Thema MIGRATION. UND ZWAR NICHT als abstrakte Menschenrechtsfrage, sondern als konkrete Frage von Sicherheit, Integration, Wohnraum, Löhnen und vor allem der Stellung von Frauen. Wer durch europäische Städte geht, erkennt rasch: Die Folgen einer fehlgeleiteten Migrationspolitik tragen häufig Frauen zuerst – im öffentlichen Raum, in Schulen, im Sport und in den sozialen Institutionen. Punkto “Frauen im Sport” – ein von den Medien völlig vernachlässigtes Thema ist nach wie vor festzuhalten: In den USA DAUERPRÄSENT. Mädchen und junge Frauen verlieren massenhaft Stipendien und Auszeichnungen an junge Männer, die sich per Sprechakt zu Frauen erklären. Geht dies so weiter, wird die Sparte “Frauensport” durch Transfrauen besetzt – mit ein paar Frauen so nebenbei. Die Verteidigung des Frauensports bleibt unter Frauen, die wählen, ein wirklich wichtiges Thema und wird zur zentralen demokratischen Frage: Haben Frauen als Frauen das Recht auf eigene Räume, eigene Wettbewerbe und eigene politische Vertretung? Millionen Wählerinnen beantworteten diese Frage anders als Medien, Universitäten und Verbände. Dann Stichwort Geopolitik. Die grösste Bedrohung für westliche Demokratien geht heute nicht von alten Gespenstern des 20. Jahrhunderts aus, sondern von autoritären Regimen und ideologischen Bewegungen, die Freiheit, Gleichberechtigung und Rechtsstaatlichkeit offen bekämpfen. Die islamische Republik Irans und ihre Proxies, die Europa und Israel regelmässig in Terrorattacken bedrohen, in Israel mit Dauer-Raktenbeschuss operieren, gehören sicher dazu. Weshalb ausgerechnet die brave Sozialdemokratie, die sich über ein Jahrhundert um die Verbesserung von Arbeitsbedingungen und Wohlstand in Demokratien gekümmert hat, nun die Islamofaschisten symbolisch und mit Kandidierenden unterstützt, wird die grosse Herausforderung künftiger Historikerinnen und Historiker sein. Oder es ist so simpel, wie es im “Archipel Gulag” beschrieben wurde: Kommunismus endet in Listen, Theorie und Mordpraktiken. Vielleicht ist der Islamismus ja auch nur eine Variante davon. Punkto Trump zeigt auch Venezuela, dass Autokratien nicht einfach durch gutes Zureden verschwinden: Geopolitisch hat Donald Trump die Weltpolitik neu gemischt, die VR China von ihren Allianzen mit Iran und Venezuela entfernt und naja: Als Frau im Westen gegen Taliban aller Art zu kämpfen, war noch nie falsch. Ein Blick auf Afghanistan, wo ein totalitäres Mordregime gegen Mädchen und Frauen als Religion verkauft wird und von der UNO toleriert, sollte eigentlich reichen.

Zur Amtszeit von Donald Trump ist deshalb festzuhalten: Trump bleibt eine paradoxe Intervention. Er zwingt politische Eliten, sich mit Realitäten auseinanderzusetzen, die sie zu lange moralisiert, ignoriert oder wegdefiniert haben. Seine grösste Wirkung besteht nicht darin, neue Antworten zu liefern. Seine Wirkung besteht darin, Fragen wieder sichtbar zu machen, die nicht verschwinden, nur weil man sie tabuisiert.

Deshalb bleibt die wichtigste Erkenntnis meines Essays dieselbe wie 2024:

Nicht die Menschen haben sich radikal verändert. Die Codes haben sich verändert. Und wer die Gegenwart verstehen will, muss lernen, zwischen Narrativ und Wirklichkeit zu unterscheiden.

Trumpism. The Algorithmic Age by Regula Staempfli.
Trumpism. The Algorithmic Age by Regula Staempfli.

(Die aktuelle Sendung zum Thema im Servus TV: https://www.derpragmaticus.com/tv-sendungen 7.6.2026: In der aktuellen Folge Der Pragmaticus geht es um die Frage wie das „Land of the free“ seine Spitzenposition halten kann? Zu Gast sind Schriftsteller und Kulturphilosoph Leon De Winter, Professor für Politikwissenschaft (Uni Salzburg) Reinhard Heinisch und Politikwissenschaftler Ralph Schöllhammer und als Expertin Dr. Regula Staempfli zum Thema Kulturkampf.)

Hier der Essay von damals im Original, siehe https://ensuite.we-are.gmbh/die-unverstandenen-staaten-amerika-hat-gewaehlt/: “Von Dr. Regula Stämpfli – Unsere Essayistin hat zu Donald Trump ein enges Verhältnis. Als Erste prägte sie 2017 den Begriff «Trumpismus», schrieb dazu zwei Jahre später einen Bestseller und rechnete mit den mit Personalisierung, Brands und Polarisierung operierenden Medien ab. Dies nehmen ihr die Journalisten bis heute übel. Weshalb sie 2024 mit dem «Case against Kamala Harris» die US-Wahlen ganz anders sieht als alle anderen – wie, lesen Sie hier. 

«Ich glaube, ich hätte einen verflucht guten Hitler abgegeben.» Dieses Zitat stammt nicht etwa von Donald Trump, sondern von David Bowie aus dem Jahr 1976. Es ist im Kultbuch «Sex Revolts» über Musik und Politik der USA zu finden. Von «Hitler» war 2024 auch viel die Rede. Es war leider die einzige Wahlmobilisierung der unterirdisch schlechten Kampagne der Demokratischen Partei. «Hitler» wurde gewählt, und zwar mit einem Erdrutschsieg, der in der Geschichte der USA fast einmalig ist.

Wie konnte es so weit kommen?

«It is the codes, stupid!» Barack Obama war der erste Smartphone-Präsident, Donald Trump der erste Twitter-Präsident, Joe Biden der letzte klassische Präsident. Seit dem 5. November 2024 sind wir nicht mehr bei den Medienpräsidenten, sondern im neuen «Zeitalter digitaler Reproduktion» angekommen. Dieses kombiniert Codes und «real world» in Echtzeit. Donald Trump bespielte im Wahlkampf alle codierten Medien und kombinierte sie mit realen Auftritten: Podcasts, soziale Netzwerke, Youtube, Tiktok, ein bisserl Facebook, viel Truth Social, noch mehr X/Twitter, ab und an Fox. Gleichzeitig tourten er und sein designierter Vize J.D. Vance durchs Land wie Rockstars. Diese Kombi, «codes and reality», brachte den Erdrutschsieg. Kamala Harris verfügte zwar über ein fünffaches Budget, unglaubliche 1 Milliarde Dollar, doch die Wahlen verlor sie haushoch, und das Wahlkampfteam schreibt bis zum Redaktionsschluss rote Zahlen. Wo sind denn diese Millionen hingeflossen? Das Team Harris, von den Obamas installiert – die Wahlkampfleiterin, die Pollster, die Social-Media-Fütterer sind seit 2008 für die Demokratische Partei engagiert –, hat auf klassische Medien gesetzt. Und zwar fast vollständig. Kein Wunder, berichteten die Fernsehsender alle so wohlwollend über Kamala Harris! Sie machten mit der Kandidatin der Demokraten ein Vermögen. Das letzte wohl in einem US-Präsidentschaftswahlkampf.

Das Harris-Team soll sogar einige Interviews gekauft haben. Dokumentiert sind Spenden an Oprahs Produktionsfirma – die wird es ja auch nötig haben – und an «Call Her Daddy». Letzteres ist ein Sex-Podcast, dem Kamala Harris die Zusage gegeben hat, weil sie nicht zum bekanntesten Podcaster, Joe Rogan, einem Neurechten mit linker Vergangenheit, wollte. Während Joe Rogan mit Donald Trump über 30 Millionen Zuhörende erreichte, plauderte Kamala Harris im Sex-Podcast – wirklich, echt jetzt? – übers «Frausein» und andere Beschwerden. Sie erreichte damit eine sich selbst völlig überschätzende Female Community mit den üblichen Frauenthemen, die ganz normale Frauen echt beleidigen. Meinen die Pop-up-Girls jungen und mittleren Alters echt, dass «Abtreibung» das einzig wichtige Thema von Frauen ist? Was ist mit Lohngleichheit und Karriereposten? Wo blieb die Diskussion um strukturelle Gewalt? Und überhaupt: Weshalb war die Gender-Apartheid im Iran, in Afghanistan, in Saudi-Arabien bspw. kein Thema? Was sollen die Attacken junger, postkolonial indoktrinierter Frauen bspw. auf die bürgerlichen Sufragetten? Ohne diese Heldinnen der Geschichte könnten die gestylten Influencerinnen von heute immer noch nicht studieren, ein eigenes Konto führen, arbeiten und das Geld davon auch behalten! Punkto Frauen haben die meisten Frauen leider immer noch keine Ahnung – and it shows. Die ganze Unterhaltung war oberpeinlich. Wo blieb die substanzielle Diskussion darüber, dass Frauen auch im Westen wenig medienpräsent sind, ausser sie bedienen «Body-Politics» – Stichwort Kim Karda-shian? Weshalb sind die Ärmsten der Armen alleinerziehende Mütter? Weshalb ist der Finanzsektor immer noch ein Boys’ Club mit alltagspornografischer Gesprächskultur? Wo bleiben all die «self-made female millionaires»? Was in aller Welt ist eigentlich im Macho-Silicon-Valley los? Fragen über Fragen, keine gestellt, keine thematisiert. Das Gespräch von Harris bei «Call Her Daddy» – allein der Titel dieses Podcasts ist frauenbeleidigend – gab auch den hinterletzten Frauen das Gefühl: Kamala Harris hat keine Politik, sie kann nichts anderes als Kamala Harris. Welch Schande für die Frauen! Denn wie schon bei Hillary Clinton, auch eine fehlplatzierte Kandidatin, werden amerikanische Möchtegern-Präsidentinnen von der Presse hochgejubelt, um dann umso tiefer zu fallen. Und zwar so, dass sich die Männer ziemlich primitiv gegenseitig auf die Schenkel klopfen können. Oder wird von Frauen einfach mehr erwartet als von Männern? Mit Blick auf den Erfolg von «Call Her Daddy» in den USA möchte ich dies zwar vehement verneinen, trotzdem: Daran ist etwas. Vor allem in Amerika. Denn wenn Amis die Wahl zwischen einer Frau und einem Clown haben, dann gewinnt immer der Clown.

Die krachende Niederlage von Kamala Harris muss dennoch Weckruf bleiben. Frauen haben für die wichtigsten Ämter dieser Welt nur dann eine Chance, wenn sie tatsächlich ebenso qualifiziert sind wie ihr männlicher Konkurrent. Nun werden die meisten einwerfen, Kamala Harris sei ja wohl tausendmal besser qualifiziert gewesen als der orange Clown und Reality-TV-Star Trump. Nun, so einfach sollten wir es uns nicht machen. Donald Trump hat an einer besseren Uni studiert als Kamala Harris. Donald Trump hat mehr Exekutiverfahrung als Harris. Donald Trump wurde in mehreren Wahlverfahren gewählt, Harris immer zuerst ernannt und dann einfach bestätigt. Donald Trump war in diesem Wahljahr überall präsent, Harris versteckte sich in Elitezirkeln. Es kommt noch eines hinzu: Frauen in den USA sind einer derart starken Pornografisierung des Alltags durch Sprache, Memes und Kultur ausgesetzt, dass sie sich dieser Dominanz meist unterwerfen: in Gestus, Frisur, Figur, Kleidung und Stimme. Tja. Harris war definitiv keine gute Kandidatin, andererseits zeigt ihr Beispiel wieder: Auf eine US-Präsidentin müssen wir wohl noch Jahrzehnte warten. Am ehesten wird das Rennen wohl eine Transfrau machen – was eigentlich alles sagen würde über den Zustand der Gleichstellungspolitik.

Was lief denn so schief?

Obwohl mit Kamala Harris die erste schwarze Frau für das höchste Amt in den Vereinigten Staaten kandidierte, waren «Frauen als Frauen» kein Thema. Ging es um Sex, Verhütung, Familie und Karriere, benutzte die demokratische Wahlmaschine das Gender-Speak einer Minderheit. Dieses Neusprech mögen die meisten Unter- und Mittelschichtsamis nicht. Latinx? Eine abstruse Fehlkonstruktion extrem linkstotalitärer Sprachfetischisten. Der Begriff hatte in den Wahlen keine Chance. Frauen wählten Kamala Harris nicht – daran gibt es nichts zu rütteln. Frauen wählten Kamal Harris nicht nicht, weil sie eine Frau war – das haben sicherlich viele Männer getan –, sondern weil Harris keine Themen ausser «Abtreibung» bewarb. Die erste Euphorie für Kamala Harris als erste nicht weisse weibliche Präsidentschaftskandidatur legte sich dann nach den ersten Wochen auch sofort. Vor allem auch deshalb, weil Kamala Harris kaum öffentliche Auftritte pflegte und wenn, diese dann in peinlichen Wortsalat-Antworten, Nervosität und Inkompetenz endeten. Harris war ständig überfordert, und das könnte, unbekannt in der Öffentlichkeit, damit zu tun haben, dass Joe Biden Kamala Harris hinter ihrem Rücken enorm schadete. Erinnern Sie sich an die Müll-Geschichte? Richtig. Da beschimpfte Biden Trumps Wähler als «Müll». Später wurde dieser Ausspruch mit «Klammern» korrigiert, doch bis dahin war Trump schon als Müllmann verkleidet bei den Müllmännern auf der Strasse. Zudem wirkte noch ein anderer Faktor zuungunsten von Kamala Harris:

Von Joe Biden erzählt man sich, er habe die Kandidatur von Harris bewusst hintertrieben. Biden war bis zum Schluss der Überzeugung, dass nur er Donald Trump besiegen könne. Nach dem desaströsen TV-Duell mit Trump wurde Biden aber von Nancy Pelosi und den Obamas, den führenden Kräften der demokratischen Parteimaschine, gegen seinen Willen zum Rücktritt als Präsidentschaftskandidat gezwungen. Deshalb schwärmte Obama nach dem Statement von Joe Biden auf X sofort vom «kommenden Parteitag als Chance eines Neubeginns». Doch Barack Obama hatte die Rechnung ohne den alten Haudegen Biden gemacht. Denn dieser verkündete zur grossen Überraschung aller, dass seine Delegiertenstimmen direkt an seine herausragende Vizepräsidentin Kamala Harris gehen würden. Pelosi und den Obamas blieb gar nichts anderes übrig, als die Kröte zu schlucken und schnell auf heile demokratische Welt zu machen.

So war das Desaster vorprogrammiert, und siehe da: Die lauten Querelen innerhalb der Partei der Demokraten nach dem Erdrutschsieg von Donald Trump scheinen diese These zu stützen. Statt in den Spiegel zu schauen, beschimpfen sich nun die Demokratinnen und Demokraten gegenseitig.

Kamala Harris’ Kandidatur könnte also von Beginn weg die Chronik eines angekündigten Versagens gewesen sein.

Zurück zu den Frauen, denn die entschieden über die US-Elections 2024. Die weiblichen Normies – normale, nicht genderbewegte Frauen – verweigerten sich dem politmechanischen Kalkül der Obamas vollständig. Dieses lautete: Frauen wählen immer Frauen – Bullshit. Frauen und Männer wählen generell weniger Frauen, doch wer will schon die Wahrheit, wenn die Ideologie besser klingt? Die Mehrheit der amerikanischen Frauen wählte nicht die «Dea ex Machina»-Kandidatin von der Parteielite Gnaden, sondern sie wählten Themen: Inflation, Migration und Anti-Woke und somit das Programm von Donald Trump. Dieser, clever wie eh und je, erfand die Welt nicht neu, sondern bediente sich bei seinen Slogans gewissenlos am alten Programm der Partei der Demokraten der USA. Deshalb widersetzte sich Trump so vehement einem ungezügelten Freihandel – für ihn waren die Arbeiter wichtig. Auch direkt aus den Wahlprogrammen der ehemaligen Demokraten stammt Trumps Analyse der «Kriegsmüdigkeit der Amerikanerinnen und Amerikaner». Trump klang zwischendurch wie ein Antikriegshippie, wenn er über die Kriege der Welt sprach. Trump setzte sich für Schutzzölle, gegen die Migration in die Unterschichten, für die Bekämpfung von Kriminalität und für den klassischen Wohlstand aufgrund von Leistung ein. Alles Themen, die ehemals die Demokraten bewirtschafteten. Trump konnte auch extrem leicht den Kulturkampf innerhalb der Linken zu seinen Gunsten verkehren. Das Motto Trumps war immer: gegen die Funktionäre, für die Basis. Über zwei Drittel der Gewerkschaftsangehörigen sollen laut Exit-Polls für Trump und nicht für Kamala Harris gestimmt haben. Ein schon fast erdrückender Anteil.

Und dennoch schreien Medien, Wissenschaft und demokratische Partei immer noch «Faschismus». Die Weigerung der Liberalen, Linken und Progressiven, in den absurden Spiegel von «gutem Krieg» (Ukraine), «schlechtem Krieg» (gegen Israel), von Sprech- und Denkgeboten bei gleichzeitiger Bevormundung von Nichtintellektuellen oder Andersdenkenden zu schauen, ist grotesk. Und an die Adresse der Linken gewandt habe ich schlechte Nachrichten: Der Erdrutschsieg von Donald Trump war kein «faschistischer Feldzug», sondern ein gelungener Wahlkampfmix von Themen, die Instrumentalisierung von Codes und die gleichzeitige Präsenz mit Tausenden von Menschen. Title 9 war innenpolitisch ein wirklich wichtiges Thema. Die Biden-Harris-Administration hat damit, grad zu Beginn ihrer Amtszeit, Transmädchen und Transfrauen im Frauensport zugelassen. Tausende von Podcasts, Tiktok-Beiträgen und Diskussionen innerhalb der Frauengruppen berichteten daraufhin von der Gefahr für Mädchen im Schulsport und vom «Diebstahl» unzähliger Medaillen durch Transfrauen. Während die «NY Times», MSNBC und CNN die Olympiade in Paris als gelungenes Fest feierten, inklusive Bejubeln der Boxerin aus Algerien, die sehr eindrücklich und mit höchster Brutalität ihre Konkurrentinnen wegboxte, liefen die sozialen Medien heiss. Die «Legacy-Media» beschimpfte alle Kritikerinnen von Transen im Frauensport als «Faschistinnen», «Terfs» und als «Republikanerinnen». Diese Medien ahnten nicht, dass sie damit allen Frauen schaden. So wählten denn am 5. November 2024 die Frauen auch nicht wie üblich die Demokratische Partei, sondern Donald Trump! Ausgerechnet! Wechselwählende, so die Exit-Polls, wurden nicht durch Inflation und Migration, sondern durch Kulturthemen überproportional mobilisiert.

Medien, Wissenschaft und Kultur scheren sich jedoch nicht um Realität, sondern beharren auf ihrem hegelianischen Weltbild: Driften Theorie und Realität auseinander, umso bedauerlicher für die Realität. Deshalb verstehen auch europäische Medien den Aufstieg von Georgia Meloni und Marine Le Pen nicht. Es waren die Frauen als Wählerinnen, die ihre üblichen Parteien – Grüne, Linke, Liberale – abwählten. Statt sich mit den Frauen auseinanderzusetzen, poltern indessen alle Medien und Experten über den in ihren Augen angeborenen US-amerikanischen Rassismus und Sexismus. Schon 2022 entwickelte ich in «Die Podcastin» die Theorie des «Nationalfeminismus», damals für die «Neue Zürcher Zeitung». Dies auf die empörte Frage des Journalisten, weshalb denn Frauen «immer» gegen ihre eigenen Interessen wählen würden. Well: Frauen wählen nicht gegen ihre eigenen Interessen, weil «eigene Interessen» vielfältiger sind als die Geschlechtszugehörigkeit. Und wie gesagt: Männer und Frauen wählen einfach immer weniger Frauen. Georgia Meloni, Marine Le Pen, Geert Wilders – sie alle werden, wie Donald Trump, in einer Mehrheit von Frauen (und Männern) gewählt. Vielleicht ist es nicht einmal ein «dafür wählen», sondern eher ein «dagegen»: gegen Parteien, die Frauen in den letzten Jahren so explizit betrogen («es gibt keine Frauen»), ausgebeutet («Sexarbeit und Leihmutterschaft sind ganz normale Jobs») und beschimpft (Terfs, Nazi, Faschistin) haben.

Die Wahlen in den USA zeigen: Frauen spielen in den westlichen Demokratien eine so viel wichtigere Rolle, als dies der Mainstream erkennt. Dabei wäre es höchste Zeit, mal bei den Frauen nachzufragen, weshalb sie wann wen wie wählen.

Bari Weiss, die Gründerin der Free Press, hat es in ihrem TED-Talk erst kürzlich so formuliert: Sie sei, als sie zum letzten Mal genau hingeguckt habe, eine Feministin, eine klassische Dem-Wählerin, eine Befürworterin der «Ehe für alle», für die Entkriminalisierung von Drogen und für eine allgemeine Gesundheitsversicherung gewesen. All dies sei ihr immer noch wichtig, doch für die demokratische Partei, für eine linke Bubble und in den «Legacy-Media» gelte sie trotzdem als Rechtsextreme, weshalb? Weil Bari Weiss Frauen nicht als Sprechakte sieht, den Islam als Todfeind für die Demokratie benennt und nicht etwa Israel und die Pronomen ihres Gegenübers nicht wichtiger findet als dessen Aussagen.

Kurz: Anfang November 2024 haben entgegen dem Geschrei in Medien, Kultur und an den Universitäten die Normies gewonnen. Sie werden zwar als Faschisten beschimpft, doch wenn alle wie Hitler sind, spielt es ja auch keine Rolle mehr, oder?”

Twitter/X hat unter Elon Musk eine Milliarde Downloads, d.h. Nutzung und Aktivierung der App, überschritten. Vor zwei Wochen haben in einer konzentrierten Aktion die SPD, DIE GRÜNEN & DIE LINKE den Nachrichtendienst, die soziale Plattform, verlassen, um auf TIKTOK (liegt in chinesischer Hand & dient im Westen der Desinformation & Unterhaltung, im Osten ist TikTok eine Lern-App) aktiv zu bleiben. SRF, ARD, ZDF berichteten alle breit und positiv darüber. Regula Staempfli vertritt die Gegenposition bei “indubio”, der rechten Plattform der “Achse des Guten” in einem sehr spannenden Gespräch unter der genialen Moderation von Gerd Buurmann.

“Von Achgut.tv • Was bringt die neue europäische Plattform „W Social“, und wie unabhängig ist sie? Wie chaotisch ist der Platzhirsch X? Darüber spricht Gerd Buurmann mit der Politikwissenschaftlerin Regula Stämpfli vom Podcast „Die Podcastin“, mit dem Medienmacher Vadim Derksen von der Jungen Freiheit und mit dem Achse-Autor Thilo Schneider, Autor des Buches „The Dark Side of the Mittelschicht“.

Nachdem SPD, Grüne und Die Linke ihren Rückzug von der Plattform X angekündigt haben und diesen mit wachsender Desinformation sowie chaotischen Debattenstrukturen begründen, rückt eine neue europäische Alternative in den Fokus. Die Plattform „W Social“ wirbt mit einem verifizierten Nutzerzugang, europäischem Hosting und dem Anspruch, einen digitalen Debattenraum ohne Bots und Falschinformationen zu schaffen. 

Technischer Hinweis: INDUBIO kann man auch über die gängigen Podcast-Apps (Apple, Deezer, Soundcloud, Spotify usw.) anhören.” Text von Gerd Buurmann für Achtut.tv. Hier der Link: https://www.achgut.com/artikel/indubio_10_05_2026_der_verlust_der_empoerungshoheit

Hier die Thesen von laStaempfli als Vorbereitung für dieses Gespräch:

10 Gründe, warum der koordinierte X-Abschied von SPD, Grünen und Linken eine der dümmsten politischen Selbstverstümmelungen der letzten Jahre ist: Demonierung einer gemeinsamen demokratischen Öffentlichkeit (und ARD und ZDF applaudieren dabei noch.)

  1. Sie überlassen das Schlachtfeld kampflos. X ist immer noch die größte, schnellste und unkontrollierbarste öffentliche Agora. Wer sie verlässt, gibt sie komplett den AfD, Rechten und allen anderen frei. Gratulation zum strategischen Eigentor.
  2. Sie ziehen sich in ihre eigene Bubble zurück. Statt sich der harten Debatte zu stellen, flüchten sie zurück in die kuscheligen Echokammern von Instagram, Bluesky und Mastodon. Das ist kein Widerstand – das ist Verweigerung von Realität.
  3. Sie zerstören ihre eigene Reichweite. Millionen von Menschen (auch Nicht-Wähler) erreichen sie nur noch über Filterblasen. Die eigene Position wird unsichtbar für alle, die nicht schon längst überzeugt sind.
  4. Sie bestätigen das Narrativ der „feigen Eliten“. Wer vor einem freien Diskursraum wegrennt und „Chaos“ und „Desinformation“ schreit, während er gleichzeitig die Hoheit über die Narrative behalten will, wirkt einfach nur schwach und ängstlich.
  5. Sie ignorieren, dass X unter Musk objektiv offener geworden ist. Mehr Meinungsvielfalt, weniger Zensur – genau das, was sie früher immer gefordert haben. Jetzt, wo es wirklich passiert, hauen sie ab. Heuchlerischer geht’s nicht.
  6. Sie verschenken die direkte Kommunikation mit Bürgern. Früher hieß es immer „Wir müssen mit den Menschen reden“. Jetzt sagen sie: „Mit denen reden wir lieber nicht mehr.“ Toll.
  7. Sie machen die AfD stärker. Jeder vernünftige Beobachter sieht: Die Linken räumen das Feld. Die AfD feiert das als Sieg – und zu Recht.
  8. Sie widersprechen ihrem eigenen Demokratie-Geschwafel. „Demokratie lebt vom Streit“ – außer wenn der Streit auf einer Plattform stattfindet, die sie nicht kontrollieren. Dann plötzlich nicht mehr.
  9. Sie isolieren sich selbst von der Wirklichkeit. Die Plattform ist voller normaler Menschen mit echten Sorgen. Wer sie verlässt, verliert den Kontakt zur gesellschaftlichen Mitte.
  10. Es ist schlicht feige. Statt sich der Debatte zu stellen, laufen sie weg und nennen das „Haltung“. Das ist keine Haltung – das ist Rückzug ins sichere Eck.

Was das für den Diskurs bedeutet Der öffentliche Diskurs wird noch stärker gespalten. Die eine Seite (rechts/konservativ) dominiert den freien, unzensierten Raum. Die andere Seite (links/grün/rot) zieht sich in ihre kontrollierten, freundlichen Parallelwelten zurück. Das Ergebnis: Zwei getrennte Realitäten, die sich kaum noch berühren. Genau das, was sie angeblich verhindern wollten. Am Ende gewinnen nicht die Argumente, sondern die, die bleiben und aushalten. Die Linken haben gerade freiwillig das Spielfeld geräumt

Regula Staempflis Essay on ISRAEL: A Civilization That Refuses To Be A Narrative. May 2026. This is the version of an English Translation of laStaempflis Article on Israel “Reisen Sie nach Israel” in Die Weltwoche, January 2026. The author thanks her various AI assistants with the English Version.

See Link also for X/Twitter: https://x.com/laStaempfli/status/2051214239256195492?s=20

A Civilization That Refuses To Be A Narrative

By Regula Staempfli – laStaempfli. This is a free translation of an article that was first published in DIE WELTWOCHE 2026/1. The Author & Political Philosopher (Professor at the Swiss Journalist School for over 20 years) went on her first paid media trip to Israel, after she had visited the country numerous times. Read here what she experienced.

The first thing you notice in Israel is not conflict. It is intensity.

At Ben-Gurion Airport, a young woman in military uniform laughs, holding her phone, balancing an automatic rifle against her shoulder as casually as a Parisian might carry a handbag. Nearby, a father lifts his daughter high into the air as if he had just recovered her from history itself. Three languages collide in one sentence. Someone argues. Someone embraces someone else with the urgency of people who understand that existence is never guaranteed.

Nobody pretends not to see one another. To a European, that alone feels revolutionary.

In Western Europe, we have perfected the art of polite invisibility. We move through public spaces like well-trained ghosts. We do not stare. We do not interfere. We do not ask questions. Israel runs on the opposite principle: attention is survival.

You feel it immediately at passport control. The questions are direct, personal, intelligent. Not bureaucratic rituals but human inquiries. Where have you been? Why are you here? Who do you know?

The officer is not checking documents. He/She is checking reality.

Ten minutes later, I step into Mediterranean sunlight and realize something unexpected: you do not simply arrive in Israel geographically. You arrive existentially. I did not travel to Israel to form an opinion. The world produces an excess of opinion about Israel—fine desert dust, impossible to remove, constantly reapplied by media, universities, activists, and people who have never been there.

I traveled to understand something else.

What does it mean to live where history is not the past? What does it mean to build a future when the past refuses to disappear? How does a society function when survival is not theoretical?

The first thing I understood was this: Israel offers no moral comfort. Anyone arriving here in search of ethical reassurance leaves intellectually disoriented. For many Germans, Israel still functions as a moral landscape shaped by historical guilt. Watching that framework collapse can be revealing. During one guided visit, a participant asked when Israel had been created “because of Germany.”

The guide paused, then answered simply.

Israel did not begin in 1948. Israel did not begin in 1933. Israel did not begin in Auschwitz.

Israel began thousands of years ago.

You could almost hear the architecture of belief giving way. The guide continued. Ancient Judea. Roman destruction. Renaming into Palestina. Continuous Jewish presence. European Zionism. Herzl. Basel. Agriculture. Migration. Technology. War. Survival. No moral fairy tale. No narrative closure. Just history.

Israel did not emerge from guilt. It emerged from continuity.

From survival against probability, from argument as method, from technological stubbornness, from religious imagination, from the improbable meeting of European political theory and Middle Eastern geography—from something the contemporary West increasingly struggles to understand: civilization-building. Since October 7, 2023, I have returned to Israel several times. This time it was an official press visit. The reactions at home were predictable.

“Are you Jewish?” “Why would anyone go there?” “Isn’t it dangerous?”

Eventually I began answering symmetrically. When someone mentioned traveling to Vietnam, I asked whether they were Vietnamese, had family there, or perhaps sympathized with communism.

The outrage was immediate. “That’s completely different!”

Is it?

Or is Israel simply the one country people believe requires moral permission to visit? Traveling to Israel teaches something simple: people do not react to Israel. They react to their own narratives about it. Even a trip to the Moon would provoke less projection.

But luckily I realised on my trip: Israel, finally, has stopped caring. Because no matter what the country does, defend itself, accept terror just for peace – the ancient antisemitisms are being served at all times. The country no longer seems particularly interested in managing its image abroad. Only the diaspora continues to obsess over moral positioning—often unaware that similar distancing mechanisms once helped exclude Jews from professional life in Berlin in 1933 and Vienna in 1938. So finally: Israel has stopped caring but has really understood surviving – as it had to for thousands of years.

The only institutions that care about Israel obsessively are Western Universities, anticapitalist NGOs, antisemitic NGOs, Western Media, intellectual circles who are on the crusade against everything our Western democracies stand for. Ach, all these institutions which had provided me with a home – until the latest October 7th 2023.

The Israeli response can be summarized in two words:

Let them.

Israel is not interested in branding. Israel is interested in survival. And survival produces a very different psychology from reputation management. Israel’s younger generation does not seek European approval. They are too sophisticated, too hardened, too ironic, too experienced with reality. They do not believe in narrative identity. They believe in competence. This may be what unsettles Western observers most. Israel does not perform existence. Israel practices it. No staged fear. No curated chaos. Israel is a society in motion. Religion here is not aesthetic decoration. It is lived structure. Even atheists are immediately recognizable. And that clarity is oddly refreshing: you know what people believe, and often who is trying to improve life not only in heaven, but on earth. “Skyscrapers?” my friend Ariel laughs. “My dear, these are built ideas.” That may be Israel’s true paradox: one of the oldest and most future-oriented societies on earth. Few people understand how deeply Israel is embedded in global systems—water desalination, agriculture, medicine, cybersecurity, digital infrastructure. If boycotts against Israel were ever fully implemented, the consequences would not be symbolic. They would be immediate. Israel demonstrates a simple political truth the West increasingly forgets: Nations become what they invest in.

Invest in people, education, technology, and freedom—and democracy becomes possible. Invest in ideology, repression, and corruption (like Iran, Gaza) —and you destroy first your own population, then the stability of others.

On my last evening in Tel Aviv, I sat in a small café near the sea. Plastic chairs. Strong coffee. Young people speaking Hebrew so fast it sounded like jazz. At the next table, three soldiers discussed software. Not war. Software. One explained a start-up idea. Another complained about his mother. The third texted someone he was clearly in love with.

War and life existed in the same conversation without hierarchy. Israel does not live in fiction – it lives in reality. It struck me then that this might be the deepest cultural divide between Europe, the USA and Israel. In the West, we debate representations. In Israel, people deal with consequences. In Western universities, identity has become performance. In Israel, identity remains existence. We analyze. Israel builds. We interpret. Israel repairs. We debate. Israel prepares.

On my flight back to Europe, I realized something uncomfortable. Perhaps the real question Israel poses to the West is not political. It is civilizational. What happens when representation becomes more important than survival? When performance replaces responsibility? When saying something replaces doing something? Israel offers no easy answers. But it offers something more valuable: A reminder. A reminder that civilization is not sustained by discourse alone. It is sustained by people willing to build, defend, repair, argue, innovate—and sometimes fight for its survival. And as the plane crossed back into European airspace, I found myself thinking:

“In an age obsessed with narrative, Israel may be one of the last places still insisting on reality.”

Reality, unlike narrative, cannot be edited.

Wenn Folterer Medienschaffende werden und dafür Journalistenpreise einkassiert werden. Ein Kommentar von Regula Staempfli zu den Journalistenpreisen am Beispiel der Nahostberichterstattung, Dezember 2025.

Zwischen Filterblasen und KI-Journalismus. Ein Plädoyer für Demokratie, Diskurs und Urteilskraft im Medienzeitalter. „Träumen Algorithmen von Demokratie? Nur mit folgenden Vorschlägen:“ Literaturliste/Linkliste zum 26. Österreichischen Journalistinnenkongress 2024
Zwischen Filterblasen und KI-Journalismus. Ein Plädoyer für Demokratie, Diskurs und Urteilskraft im Medienzeitalter. „Träumen Algorithmen von Demokratie? Nur mit folgenden Vorschlägen:“ Literaturliste/Linkliste zum 26. Österreichischen Journalistinnenkongress 2024

Die Beispiele sind zahlreich: Desinformation der BBC, der ARD, von SRF – keine Entschuldigungen, nur weitere Hamas-PR. Hungersnot, Bombardierung von Spitälern, Zerstörung von Gaza wird als Genozid durch Israel herbegelogen statt wirklichkeitsnah als Resultat des islamofaschistischen Regimes der Hamas darzustellen.Kein Mensch bei der BBC wäre jemals auf die Idee gekommen, 1944 von Goebbels direkt die Kriegsberichte in die eigene Redaktion zu tragen. Doch 2025 ist dies offensichtlich für die Agenturen und Nahost-Journalisten völlig normal: Gaza, der Nahe Osten sowie die Schlachten werden allein von der Hamas, der Hisbollah und den Islamogauchisten unter den Reportern beschrieben, gezeigt, besprochen, analysiert. Israel hat diesem ideologischen Bilderhaufen als einzig existierende Demokratie in der Region, als politisch zerstrittene Nation, als schwerst traumatisierte Menschen in der Region, keine Chance. 55 mal häufiger wird mörderische, antisemitische Hamas/Hisbollah/Iran/Postkoloniale-PR auf TikTok geteilt als dass es ein Statement gibt, dass sich für den Westen, für Israel und gegen antisemitische Terroranschläge ausspricht. Die Codierung von Unrecht findet in der Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien LAUTEN WIDERHALL, wird ergänzt durch eigenen Antisemitismus und/oder Israelhass, der an allen westlichen Universitäten seit “Bologna” eifrig gelehrt wurde (siehe Algorithmic Age von Regula Staempfli.) In Zeiten, in denen Bilder schneller wirken als Fakten und Emotionen lauter sind als Recherche, verlieren Medien ihre wichtigste Aufgabe: Wahrheit sichtbar zu machen: Sagen, was ist. Immer häufiger übernehmen deutsche und schweizerische Redaktionen Informationen, ohne ihre Herkunft offenzulegen, und lassen Täterorganisationen wie die Hamas als scheinbar neutrale Quellen auftreten. So wird aus Journalismus ein ideologisches Echo — und aus Berichterstattung eine gefährliche Verzerrung.

2024 kriegte ausgerechnet die SRF Nahost-Korrespondentin Susanne Brunner von ihren Kollegen den „Journalistin des Jahres“-Preis. Eine schallende Ohrfeige für alle, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und den Service Public noch retten wollen und entsetzt sind über die islamo-gauchiste Präferenzen bspw. von SRF online und den Nachrichten, sowie eben der Korrespondenten aus dem Nahen Osten. SRF hat mehrere Klagen wegen der Desinformations-Kampagne und ideologischen Berichterstattung am Halse, Klagen, die „Popularbeschwerden“ heissen, und denen zum Teil schon stattgegeben wurden. Fehlerkompetenz ist leider bei SRF keine festzustellen und so wird wohl der Service Public wegen der ideologisch fehlgesteuerten und den Qualitätsjournalismus verletzende Berichterstattung einiger weniger Dominanter, abgebaut werden. Eine Schande, die der Demokratie massiv schadet.

Überall gilt: Was fehlt, ist Transparenz. Was fehlt, ist Kontext. Was fehlt, ist Urteilskraft.
Und genau darum geht es im Folgenden: um die Mechanismen, die unsere öffentliche Wahrnehmung formen — und deformieren.

Deshalb hier auch das Beispiel von Sophie von der Tann, die am 4.12.2025 ausgerechnet den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises (er würde sich im Grabe umdrehen) erhalten soll. Hier konkrete Gründe, weshalb dies den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, den Preis und die Berichterstattung der ÖRR insgesamt massiv entwertet:

Hamas ist keine Quelle, sondern eine Täterorganisation — jede Information von ihr ist Propaganda, keine Nachricht.

Wenn Journalisten und Journalistinnen Hamas-Angaben übernehmen, ohne dies offen auszuweisen, betreiben sie Desinformation im Namen der Objektivität.

Es gibt wenig journalistische Berichterstattung in Gaza, sondern unglaublich viel TERROR & JUDENHASS-PR, ein Umstand, den die ARD- und ZDF-Zuhörenden und Zuschauenden unbedingt vernehmen sollten.

Dazu kommt: Wer nicht vor Ort ist und dennoch den Eindruck erweckt, er wisse, was in Gaza geschehe, fabuliert Wirklichkeit statt sie zu prüfen. Eine Berichterstattung, die Täter zu Quellen macht und eigene Recherche ersetzt, zerstört die Urteilskraft des Publikums.

Die ständige Wiederholung der immer gleichen Bilder und Narrative schafft keine Wahrheit, sondern emotionale Steuerung, die gezielt antisemitische Gefühle bedient. Das Weglassen entscheidender Fakten — Hamas-Strategien, Terrorakte, Missbrauch der eigenen Bevölkerung — erzeugt ein völlig verzerrtes Bild, das Demokratien im Gegensatz zum islamofaschistischen Regime der Hamas als Täter darstellt. Dies ist nicht nur journalistisch völlig falsch, sondern demokratisch verheerend.

Regula Stämpfli & Isabel Rohner zu Bundesrätinnen-Wahl in der Schweiz, Frauenhass beim ZDF: Klein Report & #diepodcastinroyale. Das Bild heute stammt von der grossen Malerin&Transfrau Danielle Pamp.

Die Medienexpertin Regula Stämpfli hat für den Klein Report die unterirdische #turds Sendung von Jan Böhmermann kommentiert: https://www.kleinreport.ch/news/medienkritik-mit-kackhaufen-gegen-frauen-100839/ Statt die hohe Einschaltquote des ZDF MAGAZIN ROYALE für #IranRevolution2022 und #Afghanistan sowie die Aktionswoche “Gewalt gegen Frauen” zu nutzen, ruft Jan Böhmermann zum Hass auf Frauen auf, setzt wie die Rechtsextremen einzelne Frauen auf die Liste, damit die Meute diese Frauen zum Verstummen bringen. Dies alles unter dem Vorwand, Transphobie zu bekämpfen. Leute: Frauen können für Frauenrechte und Transrechte gleichzeitig sein. Doch das Patriarchat spielt gerne das Eine gegen das Andere aus. Zudem: Sprechhoheit. Sagt ein Mann zu einer Frau: Ich bin eine Frau. Die Frau antwortet zögerlich: “Da bin ich mir nicht so sicher.” Der Mann bekommt immer recht. Und beschimpft die Frau als #Terf.

Danielle Pamp, Das wunderbare Bild der “Woman shaving her legs”. laStaempfli sammelt die zauberhafte Transfrau Pamp, von deren Werke sie nicht genug kriegen kann (ausser dass es das Budget nicht zulässt). Zudem ist Danielle Pamp eine gute Freundin von laStaempfli. Hier der Link zu Danielle Pamp: http://artisapieceofcake.art/2022/04/04/danielle-pamp-memory-fragments-and-interactions-an-intimate-exploration-between-the-artist-lastaempfli/
https://twitter.com/laStaempfli/status/1601551402936827904?s=20&t=cBwFIdGAuC7GaVlJDQN8yA

#diepodcastin royale: Isabel Rohner & Regula Staempfli über die Heldinnen des Jahres, Masih Alinejad, Iranerinnen, Afghaninnen, Frauenrechte, über den fleischgewordenen Twitterer Jan Böhmermann, Pinkwashing bei Tagesspiegel & great TWEETS.Das Times Magazine hat die Frauen Irans zu den Heldinnen des Jahres gekürt 2022! So positiv dies ist, Regula Stämpfli problematisiert zu recht, dass Frauen oft nur im Kollektiv ausgezeichnet werden. Masih Alinejad hätte es verdient, Frau des Jahres zu werden. Für uns ist sie es.Dann sprechen Regula Stämpfli und Isabel Rohner über die letzte Folge des “ZDF Magazin Royale” von Jan Böhmermann, das leider völlig unterkomplex über das geplante sog. Selbstbestimmungsgesetz in Deutschland berichtet hat.

Hier der Link zur 130. Folge #diepodcastin von Isabel Rohner & Regula Stämpfli: https://diepodcastin.de/2022/12/10/diepodcastin-royale-isabel-rohner-regula-staempfli-uber-die-heldinnen-des-jahres-masih-alinejad-iranerinnen-afghaninnen-frauenrechte-uber-den-fleischgewordenen-twitterer-jan-bohmermann-pinkw/

https://twitter.com/diepodcastin/status/1601527121469648896?s=20&t=cBwFIdGAuC7GaVlJDQN8yA

Regula Stämpfli: Die Konkordanz hat gewonnen: Weshalb der Abstimmungssonntag vom 13.2.2022 good news sind.

Regula Stämpfli in der Abstimmungsanalyse

Regula Stämpfli: Die Konkordanz hat gegen Trumpism & Polarisierung gewonnen.

Die Politologin Dr. Regula Stämpfli analysiert für den Klein Report den Abstimmungssonntag sowie die Kommentare von Journalisten, Pollsters und Regierung. 

Ihr Fazit: Die Stimmenden haben die Polarisierung satt. Eine Polarisierung, die offenbar Experten, Medien und Politiker weiter pushen wollen.

In Zeiten von «Trumpism» (laStaempfli), der politischen Polarisierung, die alle Menschen in ideologische Klickmaschinen umwandelt, verlieren Polit-Profis immer mehr das Augenmass. Die Korrespondentin der «Süddeutschen Zeitung» (12. Februar 2022) – der TX-Group mittels Kooperation eng verbunden – behauptet mit dem Politologen Adrian Vatter, dass «nur noch finanz- und zahlungskräftige Organisationen» das Sammeln von Unterschriften leisten können und «die Menge an Abstimmungen» die «Einheimische nerven» würde. 

Mit Verlaub, woher kommen derart absurde Interpretation? Weiterlesen auf http://www.kleinreport.ch/news/konkordanz-demokratie-durchs-stimmvolk-98912/

Regula Stämpfli: Von Menschen und Daten. Vorlesung #HSG St. Gallen 2021

Von Menschen und Daten

Philosophie

Dozentin / Dr. Regula Stämpfli, Dipl. Coach, Politische Philosophin siehe www.regulastaempfli.eu & www.diepodcastin.devorlesung st gallen frühjahr 2021 menschen&daten 

Die Vorlesungen beschäftigen sich mit der Macht der Computer und der Ohnmacht der Lebewesen. Es gibt viele nicht-erzählte Geschichten rund um Datenlöcher und Automatisation. So reden viele gerne von «digitaler Demokratie»: Ein Unsinn. Denn «digital» ist künstlich, «Demokratie» hingegen weltlich. Solche methodisch angelegten Lückenwerke sind für das Zeitalter digitaler Reproduktionen (Zitat Regula Stämpfli) strukturell und bleiben unentdeckt. Die codierte Voreingenommenheit konstruiert methodische, kommunikative, politische sowie kulturelle Lückenwerke, welche die Demokratie wie einen Emmentaler löchern. So wird die reale Welt auf zahlenbasierte ideologische Krücken gestellt. Höchste Zeit, die Datenlöcher, die religiösen Elemente der Datenherrschaft, die neuen Zahlmasters und mit ihnen die 4.0-Eroberung der Welt philosophisch neu zu denken.

Regula Stämpfli über Umfragewerte: Wie Demokratien scheitern in Persönlich – Onlinemagazin für Entscheider&Meinungsführer

schlagende zeilen

Regula Stämpfli im TeleBasel über “Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt”

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Regula Stämpfli während ihrer Booktour in Wien: Louise Deininger (Künstlerin, Aktivistin) Doris Kittler und Regula Stämpfli holding “Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt”

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