Galerie zur Tätigkeit von Regula Staempfli, Bestsellerautorin, Politphilosophin, KI-Forensikerin. August 2026. Themen: Codes, Menschenbilder, Geschichte, Philosophie, Literatur, Ökonomie und Schwerpunkte: VR China und EU. Neu auch die UNO – als klare Kritik an der Pervertierung öffentlicher Institutionen.

China does not spy, It thinks in Empires and acts in Codes by Regula Staempfli.

CV: PD Dr. Regula Stämpfli ist Politphilosophin, Bestsellerautorin, Publizistin und KI-Forensikerin. Sie lehrte viele Jahre an der Schweizer Journalistenschule. leitete jahrelang als Intendantin das IFG ULM (International Forum for Design), ist bis heute als unabhängige wissenschaftliche Expertin für die EU-Kommission gelistet, begründete an der Universität St. Gallen die Hannah Arendt Lectures, die sie bis 2025 leitete. 2021 wurde sie zu den wichtigsten Intellektuellen der Schweiz gezählt; als „Lara Croft der Politologie“ verbindet laStaempfli politische Theorie mit publizistischer Streitlust und digitaler Gegenwartsanalyse – dazu gibt es Kolumnen und die Essays in ENSUITE und Weiterdenken Quarterly. 2025 erhielt sie gemeinsam mit Dr. Isabel Rohner den Frauenheldinnen-Preis für „Die Podcastin“, den feministischen Wochenrückblick für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Regula Stämpfli ist Mutter dreier erwachsener Kinder und lebt in München.

Abortion as an Industrial Quality Control. A progressive, feminist critique of Massachuttes’new law. August 13th 2026 By Regula Staempfli, AI Forensic, Politphilosopher, Author of “The Algorithmic Age.” -sorry the Spelling Mistake in Picture… it is Massachusetts’ New Law – but hey, laStaempfli decided on authenticity.

In August 2026, Massachusetts quietly abolished every remaining time limit on abortion. Under bill H.5595, a pregnancy may now be ended at any point up to the fortieth week, solely at the discretion of a physician and the pregnant woman. The New York Times reported the fact with the usual calm. The political class responded with the usual script.

Republicans called it radical. Democrats called it healthcare. Public broadcasters and progressive outlets dutifully framed the dispute as another round in the endless war between religious conservatives and defenders of individual choice. The framing is convenient. It is also false.

What happened in Massachusetts is not merely an expansion of reproductive rights. It is the formal adoption of a biopolitical logic that treats the human being, at its most dependent stage, as manageable biological material. The fetus becomes data—flesh that can be measured, evaluated, and, if it fails the current medical standard, discarded. The woman who has carried it for nine months is recast as a temporary vessel whose decisions are guided, often decisively, by professional authority. Few patients, after all, contradict a doctor who has just diagnosed a severe disability and recommended termination. For years I have argued that moving fundamental moral questions into the neutral-sounding category of “healthcare” would eventually strip them of political and ethical weight. Massachusetts has now taken that logic to its extreme. Once the continued existence of a viable fetus is redefined as a medical service rather than a matter of public concern, the democratic state performs a quiet abdication. It transfers its protective responsibility to the medical-industrial complex and calls the transfer empowerment.

The familiar liberal phrase—“a decision between a woman and her doctor”—sounds intimate and respectful. In practice it conceals an economic reality. In a market-driven healthcare system the physician is not a disinterested moral guide. He or she is a service provider operating inside constraints of cost, liability, insurance, and institutional protocol. Remove legal boundaries and the logic of optimization fills the vacuum. Bodies are scanned, probabilities calculated, outcomes ranked. What remains is an industrial conception of the human: life assessed according to projected productivity and freedom from defect.

Criticism of this development is routinely dismissed as conservative or theocratic. That is a failure of imagination. There is a coherent progressive argument against treating disability as a problem best solved by elimination. A society that claims solidarity with the vulnerable cannot simultaneously offer their non-existence as the preferred technical solution. Jürgen Habermas, hardly a reactionary, warned that selecting future human beings according to functional specifications destroys the moral symmetry between generations. A person whose right to exist depends on meeting someone else’s quality standards is no longer an end in themselves. They become a product.

The same logic that turns the late-term fetus into disposable data quietly converts the mother into a service provider within a healthcare market. Motherhood is reframed as a temporary logistical function. If the product does not meet specifications, the process can still be terminated.

This is not liberation. It is the extension of market rationality into the one domain that was supposed to resist it. Massachusetts has not expanded freedom. It has refined a system of industrial quality control and called it care.

Image: Heart behind Bars by Regula Staempfli

Regula Stämpfli über Abtreibung bis zur Geburt in Massachusetts

Frau Stämpfli, Sie sind Feministin und pro life. Wie passt das zusammen? Interview für Corrigenda: Lukas Steinwandter fragt Politphilosophin Regula Staempfli. 13.8.2026

Regula Stämpfli über Abtreibung bis zur Geburt in Massachusetts, verabschiedet am 11.9.2026 unter Applaus von unterzeichnenden Gouverneurin und Dutzenden von Frauen. Zum Artikel see https://www.corrigenda.online/leben/abtreibung-bis-zur-geburt-massachusetts-frau-staempfli-sie-sind-feministin-und-pro-life-wie

Frau Stämpfli, Sie sind Feministin und pro life. Wie passt das zusammen?

Ein US-Bundesstaat erlaubt Abtreibungen bis zur Geburt. Linke und Feministinnen jubeln, Konservative sind empört. Doch so einfach ist es nicht: Regula Stämpfli ist progressiv, gebildet und feministisch. Und kritisiert das neue Gesetz scharf. Im Interview erklärt sie, warum das sehr wohl zusammenpasst.

Von Lukas SteinwandterEin US-Bundesstaat erlaubt Abtreibungen bis zur Geburt. Linke und Feministinnen jubeln, Konservative sind empört. Doch so einfach ist es nicht: Regula Stämpfli ist progressiv, gebildet und feministisch. Und kritisiert das neue Gesetz scharf. Im Interview erklärt sie, warum das sehr wohl zusammenpasst.

Einleitung: Der kurze Clip sorgt für Fassungslosigkeit, Kopfschütteln und Entsetzen – und Wut. Die Gouverneurin des US-Bundestaats Massachusetts, Maura Healey (Demokratische Partei), unterzeichnet am Montag im State House in Boston den „Prioritizing Patient Access to Care Act“ (H.5595). Das harmlos klingende Gesetz hebt die bisherige 24-Wochen-Frist für Abtreibungen auf und erlaubt sie bis zur Geburt, sofern ein Arzt ein entsprechendes „fachliches Urteil“ abgibt. 

Neben Healey, die angeblich katholisch ist und vor zwei Jahren noch schrieb, ihr lägen die Schwächsten am Herzen, befinden sich rund ein Dutzend weiterer Frauen in dem Regierungsbüro, darunter Ärzte und Abtreibungsaktivisten. Nachdem die Politikerin die Unterschrift gesetzt hat, lachen und klatschen die Frauen, was nicht nur unter Christen und Lebensschützern für Empörung gesorgt hat

Bereits vor der neuen Regelung waren Abtreibungen nach der 24. Schwangerschaftswoche möglich. Allerdings mussten dafür bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Ein Arzt musste beispielsweise feststellen, dass der „Schwangerschaftsabbruch“ zur Erhaltung des Lebens der Frau oder ihrer psychischen und physischen Gesundheit notwendig ist. Diese Bedingungen sind nun weggefallen. 

„Als Gouverneurin verspreche ich: Ganz gleich, was Donald Trump oder die Republikaner im Kongress oder am Obersten Gerichtshof tun, wir werden dafür sorgen, dass Frauen ihre eigenen Entscheidungen in ihrer Gesundheitsversorgung treffen können – und nicht die Regierung“, sagte Healey. Und die Gouverneurin versprach: „Abtreibungen werden hier in Massachusetts weiterhin sicher, legal und zugänglich sein.“ 

In sozialen und klassischen Medien feierten linke und feministischeGruppen das Gesetz. Konservative äußerten schwere Kritik. Aber nicht nur sie. Denn es gibt auch Feministinnen, die ein tiefes Störgefühl haben angesichts der sich brutal ausbreitenden Kultur des Todes. Eine von ihnen ist die promovierte Historikerin und Politikwissenschaftlerin Regula Stämpfli. 

Die Schweizerin ist Privatdozentin, Kolumnistin, Designerin und betreibt zusammen mit Isabel Rohner den feministischen Wochenrückblick „Die Podcastin“. Im Interview mit Corrigenda erklärt die in München lebende Autorin, warum sie als progressive Frau und Feministin für das Lebensrecht ungeborener Kinder und gegen eine nur vermeintlich liberale Politik ist, wie sie von den Demokraten in den USA gerade gemacht wird.

Frau Staempfli, Sie bezeichnen sich als feministisch und progressiv, sind aber pro life. Wie passt das zusammen?

Es ist total logisch! Frauen kämpfen seit Jahrhunderten dafür, Frauen und Kinder vor Gewalt, Ausbeutung, Vergewaltigung, Mord und ökonomischer Sklaverei zu beschützen. Lassen Sie sich von den sogenannten neuen Feministinnen nicht verwirren! Die haben so viel mit Feminismus zu tun wie der Islamismus mit der Katholischen Kirche! (lacht) Ich stehe in einer langen Tradition von Frauen, die sich weigern, Schwangerschaft, Mutterschaft und Kinder den Mächtigen zu überlassen. Früher waren dies die Adeligen, heute ist es eine neue technokratische Elite und eine Gesundheitsindustrie, deren Optimierungszwang in vielen Fällen zu einem regelrechten Totenkult mutiert ist. Eine wirklich fortschrittliche und feministische Gesellschaft huldigt der Mutterschaft und behandelt sie nicht als Optimierungs- und Störfall.

Wie kommen Sie mit dieser Position bei anderen Feministinnen an?

(lacht) Wie kommen Sie als Pro-Life-Journalist bei Ihren vornehmlich linken Kollegen an? Frauen werden nur in der Unterdrückung zu einer Kategorie. Ansonsten sind Frauen immer vielstimmig. Heute machen Medien, Unis und Kultureliten ausgerechnet die Abtreibung zum feministischen Loyalitätstest. Dies ist ideologisch verblendet, unerquicklich misogyn und außerordentlich dumm. Mit Frauen- und Kinderschutz hat das woke Geschrei rund um den „Feminismus“ eh schon lange nichts mehr zu tun. Es geht mit der Abtreibung bis zur Geburt auch nicht um politisch links oder rechts, sondern es geht um die Abtreibung des würdigen, liberalen, freiheitlichen und in Demokratien geschützten Menschenlebens. 

„Die Frau ist. Nur noch ‘Warenträgerin’ – das kennen wir aus kommunistischen Ländern“

Am Montag hat die demokratische Gouverneurin von Massachusetts, Maura Healey, unter großem Applaus und Lachen ein Gesetz unterzeichnet, das keine gesetzliche zeitliche Obergrenze für Abtreibungen mehr vorsieht. Sie sprechen von „industrieller Qualitätskontrolle“. Warum?

Regula Stämpfli© Regula Stämpfli

Weil es genau das ist. Das werdende Kind wird zwischen Arzt und „Auftraggeber“ verhandelt. Das neue Gesetz, von Dutzenden von ideologisch verblendeten Frauen beklatscht, ist der Triumph der biopolitischen Logik, den Menschen zur ökonomischen Verfügungsmasse zu erklären. Das Kind wird zu „Menschenfleisch-Daten“ und entsprechend gültiger medizinischer und sozial kompatibler Praxis abgetrieben oder geboren. Die Frau ist in diesem Zusammenhang nur „Warenträgerin“. 

Dies kennen wir übrigens auch aus den kommunistischen Ländern, wo Kinder aus ideologischen Gründen massenweise abgetrieben, und nach der Geburt, ebenfalls aus ideologischen Gründen, sofort als sogenannte „Wochenkinder“ den Eltern entrissen wurdenDass die Unterzeichnung eines solchen Gesetzes mit Lachen und Applaus von Frauen inszeniert wird, halte ich für eine nihilistische Entgleisung. Selbst wer Abtreibungsrechte verteidigt, müsste angesichts einer Abtreibung im letzten Schwangerschaftsdrittel verstummen. Eine Gesellschaft, die hier jubelt, hat ihr Gewissen entfernt.

Sie sagen, Mütter würden zu „Sklaven eines Gesundheitsmarktes“, der Mutterschaft zur Dienstleistungstätigkeit pervertiere. Kinder würden zu Produkten. Was meinen Sie damit?

Exakt das, was ich sage. Schauen Sie auf die semantischen Verschiebungen der vergangenen Jahre. Mütter werden u.a. von ARD, ZDF, WDR, SRF, ORF etc. nicht mehr Mütter genannt. Oder Schwangere als schwangere Frauen bezeichnet. Weshalb? So entledigt sich die neue globale Medien-, Kultur- und Wissenschaftselite der Leiblichkeit des Menschen. Gemäß herrschender Sprechaktideologie gibt es keine Körper oder gar Menschenseelen, sondern verwertbare Fleischstücke, die auf dem kapitalistischen Markt der Influencer, Selfies, „Ich Ich Ich“-Religionen wie zum Beispiel „Only Fans“ verkauft werden können. Menschen sind keine Lebewesen mehr, sondern codierte Kategorien – hören Sie doch endlich mal dem Jargon der Zoomer richtig zu! In meiner Vorlesungsreihe „Hannah Arendt Lectures“ traf ich bspw. auf Studentinnen, die außer ihrer Produktidentität nichts anderes mehr kannten. Sie wussten nicht, wer sie waren oder wer sie sein könnten – aber ihren Marktwert kannten sie auf die zweite Kommastelle genau.

Es ist entsetzlich und selbst die Evangelische Kirche in Deutschland hat sich vergangenes Jahr zu einer Revision von Paragraf 218 Strafgesetzbuch bekannt, ohne zu realisieren, welchen ethischen Rückschritt dies für uns alle bedeuten würde. 

„Abtreibung ist keine Freiheit, sondern aus der Not geboren. Auch heute noch“ Regula Stämpfli.

Ist Abtreibung, die von vielen Feministinnen als Selbstbestimmung glorifiziert wird, nicht genau das, was Generationen von Feministinnen wollten?

Das war doch eine ganz andere Zeit als heute! Die große französische Politikerin Simone Veil, Auschwitz-Überlebende und damalige französische Ministerin, hat 1974 für die Entkriminalisierung der Abtreibung gekämpft. Sie argumentierte, dass keine einzige Frau leichten Herzens abtreibt. Dass Abtreibung keine Freiheit ist, sondern immer aus der Not geboren ist. Dies ist übrigens auch heute noch so. Das, was in Massachusetts unter „Abtreibung“ propagiert und beklatscht wird, ist Warenpolitik im Menschenfleischpark. Das hat schon längst nichts mehr mit dem Recht von Frauen in Notlagen zu tun, nicht in den Hinterzimmern einer Engelsmacherin zu verbluten. 

Dieses Zitat von Ihnen könnte auch von einem Papst stammen: „Der Mensch wird nur noch nach seiner künftigen ökonomischen Produktivität und Fehlerfreiheit bemessen.“ Sie sprechen damit eugenische Abtreibungen an. Die Mehrzahl der abgetriebenen Kinder ist jedoch gesund.

Das widerlegt meine Kritik nicht. Es erweitert sie. Bei diagnostizierbaren Krankheiten oder Behinderungen tritt die Selektionslogik einfach besonders brutal hervor. Bei gesunden Kindern greift dieselbe Verwertungslogik auf einer anderen Ebene: Passt dieses Kind zu meinem Partner, meinem Studium, meiner Karriere, meinem Zeitplan, meinem Lebensentwurf? 

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Das Kind wird nicht mehr als neues Gegenüber begriffen, sondern als kalkulierbares Projekt. Es gilt als Störung, weil das schützende Umfeld aus Tanten, Großmüttern, Schwestern, Nachbarinnen und gelebter Großfamilie weitgehend verschwunden ist. Der neoliberale Mensch soll autonom sein – also allein. Und was allein nicht zu bewältigen ist, wird beseitigt oder an einen Markt delegiert.

Wenn ein Papst diese Entwicklung ebenfalls erkennt, wird meine Analyse dadurch nicht falsch. Der Kampf gegen Eugenik und Menschenvermessung gehört weder der Kirche noch einer bestimmten politischen Seite. Er gehört allen, die Frauen und Kindern, den Menschen insgesamt, nicht auf Sprechakte, Codes, Fehlerfreiheit und Verwertbarkeit reduzieren wollen

Unbedingt. Beides gehört zur selben Verschiebung des Menschenbildes. Wir leben im Zeitalter der algorithmischen Reproduktion. Bei der Leihmutterschaft wird der Körper einer Frau als Produktionsort benutzt. Das Kind ist Gegenstand eines Vertrags. Bei der selektiven Abtreibung entscheidet die Qualitätskontrolle darüber, welches Leben den Erwartungen entspricht. Das eine Kind wird bestellt, das andere verworfen. Dazwischen liegen Tests, Verträge, Plattformen, Kliniken, Agenturen und sehr viel Geld. Ich spreche deshalb von Sklavenmutterschaft. Denn wo ein Mann (oder zwei Männer, das ist ja meist die Praxis) den Körper einer Frau für die Produktion eines Kindes beansprucht, verwandelt sich Mutterschaft in eine käufliche Dienstleistung und einen neuen Menschenfleischmarkt.

China does not spy. It thinks in Empires and acts in Codes, by Regula Staempfli.

China Doesn’t Spy. It Thinks in Empires and acts in Codes, by Regula Staempfli (Politphilosopher/Bestselling Author/ AI Forensics/ Germany) see article published on X https://x.com/laStaempfli/status/2086816834355917092

The story that broke in The Daily Telegraph last week was, on its face, a security scare of the familiar kind. Cameras fitted to the Royal Navy’s K3 Scout drones—small, fast, unmanned vessels already in use by British special forces—had been sending regular “heartbeat” signals to an IP address in China. The components were Chinese-made. The Ministry of Defence promptly cut the cameras off from the internet. Officials insisted that no operational data had been compromised. The technical details were almost reassuring. And yet the episode left a deeper unease. Once again, critical military equipment had been assembled without anyone bothering to follow the supply chain all the way down to the last chip.

The real failure was not Chinese ingenuity. It was Western assumption.

For decades the West has treated technology as a commodity: something one buys, installs, and then largely forgets. China has never shared that illusion. In Beijing, technology is not a product. It is an instrument of sovereignty. Economy, technology, state, military, and Party are not separate spheres. They form a single continuum of power. We purchase cameras; China builds infrastructure. We license software; China cultivates influence. We optimize supply chains for cost; China designs them for leverage. The difference is not merely strategic. It is philosophical. The West still imagines that code is neutral—that a sensor is just a sensor, a chip just a chip. China understands that every piece of technology carries a political architecture inside it. Codes do not only shape individual lives. They embed themselves in states, in logistics networks, in standards, in the quiet protocols that determine who can see, who can listen, and who can decide. While Western capitals continue to debate data protection as a matter of individual privacy, China has long been constructing data sovereignty as a matter of national power. These are not the same conversation. One is about rights. The other is about control. The drone cameras that whispered their presence to a server in China are therefore less a scandal than a symptom. They reveal a persistent Western refusal to accept what has been obvious for twenty years: that critical infrastructure cannot safely rest on supply chains whose geopolitical logic runs in the opposite direction.

The interesting question is not why China behaves this way. The interesting question is why the West keeps acting as though it has only just discovered the fact. This is not, in the end, a story about Chinese espionage. It is a story about Western absent-mindedness—about a civilization that still believes technology can be bought without consequence.

Die Historikerin und Politphilosophin (Bestseller “Trumpism. The Algorithmic Age” und “Mit der Schürze in die Landesverteidigung. Frauen, Krieg und Staat 1914-45”) mit einer Medienkritik zur gegenwärtigen NS-Geschichtsverfälschung: “War Oma auch eine Nazi?” Und was dies alles mit der sog. Leihmutterschaft der Gegenwart zu tun haben könnte.

Medienkritik SZ/BAZ: “War OMA Nazi?” ÜBER GESCHICHTSVERFÄLSCHUNG DURCH POSTKOLONIALISTINNEN oder Biopolitik damals und heute. NS-Forschung ist gegenwärtig ideologisch motivierte Forschung. Statt zu sagen, was war, wird geschrieben, was gewesen sein soll. Dies gilt besonders für Frauengeschichte.

Die Schweizer Medien erhalten aus Deutschland seit Jahren nicht nur Nachrichten, sondern auch erstaunlich viel publizistisches Abfallobst. So titelte die Süddeutsche Zeitung am 14. Juli 2026: «War auch Oma ein Nazi?» Wenige Tage später erschien dieselbe Denkfigur in der Schweiz: «War auch Grossmutter ein Nazi? Die Rolle der Frauen in der NS-Zeit.» Schon der Titel verrät das Problem. Er übernimmt unkritisch eine Kategorie, die es im Nationalsozialismus nur als Rassen- und nicht als Geschlechterpolitik gab.

Es gab im Nationalsozialismus nämlich keine Frauen als historische oder politische Kategorie. Es gab ausschliesslich rassifizierte Frauen. Der Nationalsozialismus unterschied nicht zwischen Männern und Frauen, sondern zwischen «erbgesund» und «erbkrank», zwischen «arisch» und «nicht arisch», zwischen reproduktionswürdig und vernichtungswürdig.

Wer deshalb 2026 über «Frauen im Nationalsozialismus» schreibt, ohne diese grundlegende Differenz bereits im Titel sichtbar zu machen, beschreibt nicht die historische Wirklichkeit, sondern reproduziert ungewollt die Sprache der Täter.

Der Artikel reiht alles auf, was seit Jahrzehnten zum Standardwissen gehört: Mutterkreuz, NS-Frauenschaft, Gertrud Scholtz-Klink, Winifred Wagner, Helene Bechstein, zwölf Millionen Frauen in NS-Verbänden. Alles richtig. Alles bekannt. Alles unerquicklich oberflächlich. Das Entscheidende fehlt. Denn während sogenannte arische Frauen als Gebärerinnen der «Volksgemeinschaft» ausgezeichnet wurden, wurden jüdische Frauen, Sinti- und Roma-Frauen, Frauen mit Behinderungen, politische Gegnerinnen, Lesben und und und, entrechtet, zwangssterilisiert, in Konzentrationslager verschleppt, medizinischen Experimenten unterzogen und millionenfach ermordet. Wer diesen Gegensatz unter der Kategorie „Frauen“ ausblendet, schreibt nicht über „Frauen im Nationalsozialismus.“ Er/Sie schreibt über die Privilegierung einer rassisch definierten Minderheit und erklärt sie anschliessend zur allgemeinen Frauengeschichte.

Ebenso unerquicklich ist die Behauptung, die Nationalsozialisten hätten ein «traditionelles Frauenbild» vertreten. Nein. Genau das ist historisch falsch. Die Nationalsozialisten waren in ihrer Frauenpolitik keineswegs restaurativ. Sie waren revolutionär. Sie machten den weiblichen Körper zum Gegenstand einer bis dahin ungekannten staatlichen Biopolitik. Nicht die Frau interessierte sie, sondern ihre reproduktive Funktion. Nicht Mutterschaft, sondern Bevölkerungspolitik. Nicht Familie, sondern Eugenik. Das sogenannte Mutterkreuz war deshalb keine Ehrung der Mutterschaft, sondern eine staatliche Auszeichnung für die Produktion rassisch erwünschter Kinder. Ideologie entschied darüber, welche Schwangerschaft gefeiert und welche vernichtet wurde.

Gerade deshalb wirkt es befremdlich, wenn ausgerechnet Hans-Ulrich Wehlers Formulierung einer «indirekten Emanzipationsförderung» unkritisch wiederholt wird. Frauen arbeiteten im Krieg nicht deshalb ausser Haus, weil die Nationalsozialisten plötzlich emanzipatorisch geworden wären, sondern weil der totale Krieg Arbeitskräfte verschlang. Von Emanzipation zu sprechen, wo Zwang, Vernichtung und totale staatliche Kontrolle herrschten, verharmlost die Logik eines Regimes, das Leben nach biologischen Kategorien organisierte.

Der eigentliche blinde Fleck solcher Artikel liegt jedoch tiefer. Sie sprechen ständig von «Frauen», ohne zu fragen, wie Ideologien Frauen überhaupt erst definieren. Genau darin lag die Radikalität des Nationalsozialismus. Frau war keine anthropologische, sondern eine politische Kategorie. Wer zur richtigen Rasse gehörte, wurde zur Mutter verklärt. Wer nicht dazugehörte, wurde vernichtet. Der Begriff «Frau» bedeutete im Nationalsozialismus niemals dasselbe für alle Frauen.

Diese Einsicht ist auch deshalb bedeutsam, weil Sprache bis heute Wirklichkeit schafft. Begriffe sind nie unschuldig. Sie ordnen die Welt, lange bevor Gesetze oder Institutionen handeln. Wenn heute selbstverständlich von «Reproduktion», «genetischem Material», «Matching», «Eizellspende», «Leihmutterschaft» oder «optimierten Embryonen» gesprochen wird, lohnt sich ein genauer Blick auf die Sprache. Denn auch hier werden Frauen zunehmend über ihre reproduktive Funktion definiert. Eine Frau, die vierzig Wochen ein Kind unter ihrem Herzen trägt und zur Welt bringt, ist keine «Leihmutter». Sie ist Mutter. Der Begriff «Leihmutter» beschreibt keinen biologischen Sachverhalt, sondern eine juristische und ökonomische Konstruktion, die Mutterschaft sprachlich neu codiert.

Zwischen der nationalsozialistischen Rassenpolitik und den bioethischen Debatten der Gegenwart bestehen selbstverständlich fundamentale historische Unterschiede. Wer Geschichte ernst nimmt, verwischt diese Unterschiede nicht. Doch ebenso wenig darf übersehen werden, dass Ideologien immer zuerst an der Sprache arbeiten. Sie verändern Begriffe, bis die Wirklichkeit anders erscheint. Genau deshalb genügt es nicht, Grossmütter nachträglich in Täterinnen oder Mitläuferinnen einzuteilen. Historische Aufklärung beginnt nicht mit moralischen Etiketten. Sie beginnt mit der Analyse jener Begriffe, durch die Macht den Menschen überhaupt erst definiert.

Wer 2026 über „Frauen im Nationalsozialismus“ schreibt, betreibt ideologische Reproduktion, klischiert Geschichte und verharmlost die biopolitische Gegenwart, die gerade in sog. progressiven Kreisen ihr entsetzliches Unwesen treibt.

Regula Staempfli: CODIERTE REPRODUKTION. FALL SPAHN UND DAS VERSAGEN VON WISSENSCHAFT, MEDIEN UND PHILOSOPHIE. ALTER ESSAY, NEUE ERGÄNZUNGEN. ARTIKEL zu codierten Frauen: “Heute besonders günstig. Frauenfleisch. Ein verführerisches Kiloangebot.” Der Essay wurde zwei Jahre VOR JENS SPAHNS SOG “LEIHMUTTERSCHAFT” (der Begriff lügt schon, es gibt nur Mutterschaft) geschrieben. Es geht um Codierung, Menschenbilder und Frauen-wie Kinderausbeutung.

Hier direkt zum PDF des ARTIKELS AUS DEM JAHRE 2024. https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2026/07/ensuite_257_Mai_2024-Regula.pdf

Update und Copyright. by Regula Stämpfli im Juli 2026: “Codierte Reproduktion – oder: Warum Leihmutterschaft mehr ist als ein moralisches Problem

Die Debatte über Jens Spahn, Leihmutterschaft und den verständlichen Kinderwunsch homosexueller Paare wird in Medien und an den Universitäten mit erstaunlicher Urteilslosigkeit geführt. Personalisierung ersetzt Denken. Wer Kritik an der Leihmutterschaft übt, gilt als homophob. Wer sie verteidigt, gilt als fortschrittlich. Genau diese binäre Mechanik verhindert die entscheidende Frage: Was geschieht mit unserem Menschenbild, wenn Schwangerschaft zum Gegenstand eines Vertrages wird? Seit Jahren, 2016 um genau zu sein, ist Regula Stämpfli involviert in den weltweiten Kampf gegen die sog. Leihmutterschaft. Die Verträge, die Agenturen, die medizinischen Vorgaben, die ökonomischen Abhängigkeiten und die globale Logistik reproduktiver Dienstleistungen sind keine Randerscheinungen. Sie bilden längst einen milliardenschweren Markt.

Wir befinden uns in einer digitalen Revolution, die alles verändert. Sie verändert unsere Sprache, unsere Institutionen und schließlich unser Denken. Schwangerschaft erscheint nicht länger als leibliches Beziehungsgeschehen zwischen Mutter und Kind, sondern als steuerbarer biologischer Prozess. Aus einer Frau wird eine reproduktive Ressource. Aus dem Kind wird das Ergebnis eines planbaren Herstellungsprozesses. Aus Elternschaft wird ein Bündel einklagbarer Ansprüche.

Hier begegnen sich Biotechnologie und Digitalisierung.

Seit Jahren wird Künstliche Intelligenz als Bedrohung beschrieben, weil Maschinen angeblich menschlich werden könnten. Das ist eine faszinierende Erzählung – und möglicherweise die falsche. Die eigentliche Gefahr besteht nicht darin, dass Computer Gefühle entwickeln. Die eigentliche Gefahr besteht darin, dass Menschen beginnen, sich selbst nach der Logik der Maschine zu verstehen. Codierung ersetzt Erfahrung. Und vertragliche Verfügbarkeit ersetzt Beziehung: Wie beispielsweise der sog. “Leihmutterschaft.” Mutter-Kind-Beziehung über 40 Wochen ist kein automatischer, sondern ein höchst komplexer Prozess. Gefühle, Gerüche, Musik, Stimmen, der Klang der Welt wird 40 Wochen in einem Körper geteilt – egal ob die Eizelle und der Samen fremd sind (was übrigens zu furchtbaren und gefährlichen Gesundheitsschäden vor allem der Mutter führen kann, also die Fremdheit von Eizelle und Samen.)

Doch Medien, Universitäten, Politik legitimieren in einer selten dagewesenen Hybris die technische Reproduktion von Menschen. Dies nicht zuletzt, weil Menschen wie Maschinen zu argumentieren beginnen.

Die sog. Leihmutterschaft ist deshalb kein isoliertes bioethisches Thema. Sie gehört zur gleichen kulturellen Bewegung wie algorithmische Steuerung, datenbasierte Bewertung, Social Scoring und die vollständige Vermessung des Menschen. Immer steht dieselbe Vorstellung dahinter: Der Mensch ist letztlich ein organisierbares System. Was berechnet werden kann, kann geplant werden. Was geplant werden kann, kann produziert werden. Was produziert werden kann, kann gekauft werden. Seit Jahren nennt dies Regula Staempfli die codierte Reproduktion auf allen Ebenen. Computer, Codes ersetzen Politik, machen alles zur persönlichen Entscheidung, Meinung und reproduzierbaren Ideologie. So wird menschliche Fortpflanzung zunehmend in Codes, Verträge, Datenbanken, Qualitätskontrollen und globale Lieferketten übersetzt Die Sprache verrät den kulturellen Wandel. Es ist von genetischem Material die Rede, von Embryonenqualität, Erfolgsraten, Matching, Auswahlverfahren, Eizellprofilen und Wunschmerkmalen. Das Vokabular stammt längst nicht mehr aus der Anthropologie, sondern aus Logistik, Verwaltung und Datenmanagement.

Wer darin ausschliesslich individuelle Freiheit erkennt, unterschätzt die Macht kultureller Paradigmen. Denn Märkte verändern nicht nur unser Verhalten. Sie verändern unsere Vorstellung davon, was ein Mensch überhaupt ist. Deshalb greift auch die Gegenüberstellung von konservativ und progressiv zu kurz. Die entscheidende Trennlinie verläuft heute zwischen zwei Menschenbildern.

Das eine versteht den Menschen als leibliches Wesen, dessen Würde gerade dort beginnt, wo sich nicht alles kontrollieren, berechnen und verfügen lässt. Das andere macht aus Frauen und Kindern optimierbare Projekte (siehe auch Elon Musk und Peter Thiel). Diese Entwicklung betrifft uns alle. Denn dieselbe Logik, die den weiblichen Körper zur reproduktiven Infrastruktur macht, verwandelt auch Öffentlichkeit in Datenströme, Demokratie in Plattformarchitektur und Bürger in berechenbare Profile. Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht, ob Maschinen menschlicher werden. Die eigentliche Frage lautet, warum wir Menschen uns selbst immer häufiger als Maschinen begreifen.

Und genau darin liegt die grosse Herausforderung unserer Zeit.

Die hybride Kriegsführung neuer Totalitarismen: Regula Staempfli in einer ganzseitigen Rezension in der Die Weltwoche 27/2026 über das neue Buch von Heiko Heinisch, Nina Scholz und Gustav E. Gustenau. “Politischer Islam – eine hybride Bedrohung Europas. Der ‘Civilization Jihad’ der Muslimbruderschaft. Nomos.

Politischer Islam: Eine hybride Bedrohung des Westens

Ein Junge verblutet, von Messerstichen aufgeschlitzt, der Täter steht daneben und ruft die Polizei: „Kommen Sie schnell. Ich wurde rassistisch beleidigt.“ Die Polizei rückt an. Legt dem sterbenden 18-jährigen Mordopfer Handschellen an während sein Mörder von der Polizei gekuschelt wird. Dies ist keine Fiktion, sondern im Dezember 2025  in Grossbritannien geschehen und erschüttert, seit Bekanntwerden des Falles, die Politik. 

Willkommen in der erfolgreichen, hybriden Kriegsführung der Islamisten, von der nun auch ein Sikh, normalerweise eine sehr gut integrierte Religionsgruppe, profitiert hat. Die Agenda der britischen Polizei heisst zwar nicht „Civilization Jihad“, aber ihre Richtlinien passen in dieses Konzept. Weshalb ich das weiss? Ich habe das neue Buch von Heiko Heinisch, Nina Scholz und Gustav E. Gustenau gelesen: Politischer Islam – eine hybride Bedrohung Europas. Der ‚Civilization Jihad‘ der Muslimbruderschaft.

Das Buch gehört zu einer der präzisesten und unbequemsten Analysen, die in den letzten Jahren zum Thema „politischer Islam“ erschienen sind; es ist eine strategische Entschlüsselung. Die Autoren nehmen die Muslimbruderschaft (MB) beim Wort – beim eigenen Wort – und zeigen, dass hinter der zivilgesellschaftlichen Fassade ein langfristig geplantes und sehr durchdachtes Projekt zur kulturellen und institutionellen Transformation Europas steht. Der zentrale Begriff des Buches ist „hybride Bedrohung“. Die Autoren übertragen das Konzept moderner hybrider Kriegführung auf einen nicht-staatlichen, ideologisch kohärenten Akteur. Die islamistischen Gruppen agieren schon längst nicht mehr mit Bomben und offener Gewalt, so wie damals im IS-Staat. Sie setzen auf  legale Mittel, zivilgesellschaftliche Strukturen, Bildung, Kultur, Medien, Politik und Netzwerke. Und auf Subventionen von Europa, wie im Fall des unter dem IS-Terroristenführer und neuen Staatsmann in Syrien zu beobachten ist. Islamisten haben viel Zeit, viel Geld und nur ein einziges Ziel, dem sie in Europa immer näher kommen: Die Errichtung einer islamischen Ordnung. Der  „Civilization Jihadist Process“, formuliert von von Hasan al Banna (1906-1949) und Yusuf al-Qaradawi (1926-2022) zielt auf kulturelle Hegemonie, die die militärische Niederschlagung quasi unnötig macht. Die Autoren lesen die Texte der Muslimbrüder als Erste nicht als blosse Propaganda, sondern als ernstzunehmende, operative Pläne. Dadurch wird klar, dass entgegen der Meinung aller Integrationsbeauftragten, die Aktivitäten der Muslimbruderschaft nicht als zufällige oder rein religiöse Phänomene beschreibt, sondern als Teil einer kohärenten, adaptiven Strategie interpretiert. Eine hybride Kriegführung eben – eine, die Medien, Kultur und Wissenschaft bis heute vehement verneinen. 

Die hybride Kriegführung besteht in der Migration, respektive “Settlement”, also Niederlassung, in der Einflussnahme (via Vereine, Verbände & sog. Ökumene), geht dann zur Destabilisierung über bis hin zur massiven Konfrontation und schliesslich zur Übernahme der ehemaligen Mehrheitsgesellschaft. Die Destablisierung findet über die Aushöhlung der demokratischen Institutionen statt: Laizismus, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Religionsfreiheit, öffentliche Versammlungsfreiheit werden durchlöchert bis der Hijab hip, die Scharia zur Kultur und öffentlichen Plätze durch betende Muslime (Frauen haben dort nichts zu suchen) besetzt werden. Mittäter der hybriden Kriegführung sind die westlichen Eliten in Medien, an den Universitäten, in den Kulturinstitutionen sowie in der Politik.  Der „Dialog mit dem Islam“ oder wie der schweizerische Bundesrat Beat Jans auch meinte „Der Ramadan gehört zu der Schweiz“ ist im Buch kein Ausdruck von Toleranz, sondern gehören zu den Instrumenten bspw. der Muslimbruderschaft, um die eigenen antidemokratischen Strukturen unter dem Schutz der demokratischen Öffentlichkeit auszubauen. Die hybride Natur der Bedrohung besteht darin, legal aufzutreten, während parallel eine unumstössliche alternative Ordnung etabliert wird.  

Der ermordete Junge in England heisst Henry Nowak. Er musste sein Leben lassen, weil unser westliches Rechtsystem durch den Einfluss, durch die hybride Kriegführung der Islamisten in Zusammenarbeit mit den sozialistischen Revolutionären so pervertiert wurde, dass alle Opfer von nicht-weissen Täter zunächst als Täter vernommen werden und über diese ideologisch motivierte Sachlage elendiglich ihr Leben verlieren. Oder ihre brutale Vergewaltigung – wie jüngst der Fall einer 12-Jährigen in einem Sozialheim in Berlin – nicht verfolgt werden durfte, weil es sonst zu „rassistischen Stereotypen“ kommen könnte.

Wie meinte noch Mephisto bei Goethes Faust? “Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.” Grossbritannien zeigt in diesen Tagen, wie der Kampf gegen „strukturellen Rassismus“ der Geist ist, der im Bemühen um das Gute, das entsetzlichste Böse schafft und die hybride Kriegsführung des politischen Islam zu einer Erfolgstory macht. Lesen Sie das Buch von Heiko Heinisch, Nina Scholz und Gustav E. Gustenau und verteilen Sie es dem Amt und Amtsleiter Ihres Vertrauens!

MEDIENMITTEILUNG und Audio-Aufzeichnung der Live-Pressekonferenz: “Komitee Transparenz” (Sama Schwarz, Valerian Maly, Regula Stämpfli) über die Berner Kulturpolitik und die Wahrung des Öffentlichkeitsprinzips. 26.6.2026.

Hier das Audiofile der Konferenz eins zu eins: Pressekonferenz, 26.6.2026 Komitee Transparenz fordert Aufklärung, Transparenz und ein öffentliches Stadt- Landgespräch über die Berner Kulturpolitik.

MEDIENMITTEILUNG

Das „Komitee Transparenz“ fordert Aufklärung, Transparenz und ein öffentliches Stadt- und Landgespräch über die Berner Kulturpolitik

Bern, 26. Juni 2026

An der heutigen Medienkonferenz hat das Komitee Transparenz seine Bedenken zum Umgang der Stadt Bern mit mehreren Einsichts- und Auskunftsbegehren dargelegt. Im Zentrum stehen weder kulturpolitische Geschmacksfragen noch persönliche Auseinandersetzungen. Im Zentrum steht die demokratische Grundfrage, ob öffentliche Behörden ihrer gesetzlichen Auskunfts- und Rechenschaftspflicht nachkommen und ob das Öffentlichkeitsprinzip tatsächlich gewährleistet wird.

Ausgangspunkt sind mehrere voneinander unabhängige Einsichts- und Auskunftsbegehren sowie parlamentarische Vorstösse zur Ausschreibung der Dampfzentrale Bern. Die Eingaben befassen sich mit denselben Kernfragen: Wurden mögliche personelle und institutionelle Verflechtungen zwischen Bewerbungen geprüft? Wurden Vorentscheide ausgeschlossen? Welche Unterlagen dokumentieren diese Prüfungen? Weshalb wurden zentrale Besprechungen nicht protokolliert? Und weshalb wurden zahlreiche Nachfragen während Monaten entweder nicht beantwortet oder als «nicht zielführend» bezeichnet?

Während mehr als sechs Monaten erhielten die Gesuchsteller keine substantiellen Antworten. Erst wenige Tage vor der Medienkonferenz stellte die Stadt Bern zwei Mitgliedern des Komitees Transparenz umfangreiche Akten zu. Das Komitee Transparenz begrüsst ausdrücklich, dass inzwischen eine erste Reaktion der Behörden vorliegt. Gleichzeitig hält es fest:

Eine Antwort ist noch keine Aufklärung und genügt dem Öffentlichkeitsprinzip nicht per se.

Denn nach Auffassung des Komitee Transparenz bleiben wesentliche Fragen unbeantwortet. Die übermittelten Unterlagen enthalten überwiegend bereits bekannte oder öffentlich zugängliche Dokumente, ohne die zentralen Fragen nach Entscheidungsprozessen, Dokumentation und institutioneller Verantwortung und Verflechtung abschliessend zu beantworten.

An der Medienkonferenz wurde zudem darauf hingewiesen, dass sich insgesamt fünf voneinander unabhängige Verfahren überschneiden: mehrere Gesuche nach Transparenz im Sinne des Öffentlichkeitsgesetz sowie parlamentarische Vorstösse und journalistische Recherchen wurden lange nicht oder nur unzureichend beantwortet. Gerade diese Häufung von Gesuchen nach Einsicht begründet nach Auffassung des Komitee Transparenz ein erhebliches öffentliches Interesse an einer nachvollziehbaren Aufarbeitung.

Über den konkreten Vergabefall hinaus versteht das Komitee Transparenz die Entwicklungen in Bern als Anlass für ein längst überfälliges öffentliches Stadtgespräch.

Im Zentrum steht nämlich auch die Frage, wie sich hegemoniale kulturpolitische Narrative auf Institutionen, Verfahren und demokratische Kontrolle auswirken. Nach Auffassung des Komitees haben sich in Teilen der Berner Kulturpolitik politische Deutungsmuster verfestigt, die zunehmend institutionelle Entscheidungsprozesse prägen. Wo personelle Netzwerke, politische Narrative und öffentliche Förderentscheide eng ineinandergreifen, besteht die Gefahr, dass Transparenz, Wettbewerb, Pluralismus und rechtsstaatliche Verfahren geschwächt werden.

Diese Entwicklung betrifft längst nicht mehr nur kulturpolitische Debatten. Sie berührt Grundfragen demokratischer Öffentlichkeit und kann – wie aktuelle politische Vorstösse auf kantonaler Ebene zeigen – bis in sicherheitspolitische Fragestellungen hineinwirken.

So hat etwa der Grosse Rat des Kantons Bern am 4. Juni 2026 eine Motion für ein Antifa-Verbot überwiesen, die nun an den Bund weitergeleitet wird – nach Auffassung des Komitees ein Beispiel dafür, wie eine überzogene Ideologisierung der lokalen Kulturpolitik bis in kantonale und nationale sicherheitspolitische Entscheide ausstrahlen kann.

Kulturpolitik ist deshalb keine Nische. Sie ist Teil der demokratischen Infrastruktur einer offenen Gesellschaft.

An der Medienkonferenz kamen zudem zahlreiche Berichte über Einschüchterungen, Drohungen, Ausgrenzungen, Sanktionierungen im Kulturbereich zur Sprache. Das Spektrum reicht von dokumentierten physischen Übergriffen und strafrechtlich geahndeten Vorfällen bis hin zu psychischem Druck, beruflicher Ausgrenzung, administrativer Zermürbung und einer Atmosphäre der Angst, die nach Aussagen zahlreicher Kulturschaffender zunehmend das öffentliche Klima prägt. Nach Auffassung des Komitees dürfen solche Entwicklungen weder tabuisiert noch individualisiert werden. Sie verdienen eine öffentliche demokratische Debatte.

Das Komitee Transparenz betont ausdrücklich, dass Demokratie nicht davon lebt, dass alle dieselben Narrative teilen. Demokratie lebt davon, dass Institutionen auch dann rechtsstaatlich funktionieren, wenn unterschiedliche politische und kulturelle Auffassungen miteinander konkurrieren. Gerade deshalb müssen Öffentlichkeit, Transparenz und demokratische Kontrolle gestärkt und nicht geschwächt werden.

Das Komitee Transparenz fordert deshalb:

  • die vollständige Beantwortung sämtlicher hängiger Einsichts- und Auskunftsbegehren;
  • die Offenlegung der tatsächlich vorgenommenen Prüfungen zu personellen und institutionellen Verflechtungen beziehungsweise – falls solche Prüfungen nicht erfolgt sind – eine klare Erklärung gegenüber der Öffentlichkeit;
  • vollständige Transparenz über die Dokumentation behördlicher Entscheidungsprozesse;
  • den uneingeschränkten Zugang der Medien zu den relevanten Unterlagen, damit eine unabhängige journalistische Aufarbeitung möglich wird;
  • sowie ein breites öffentliches Stadtgespräch über Transparenz, demokratische Kultur, institutionelle Verantwortung, dokumentierte physische und psychische Übergriffe sowie die Auswirkungen hegemonialer Narrative auf die politische Kultur der Stadt Bern.

Das Komitee wird die weiteren Verfahren aufmerksam begleiten und sich weiterhin für Transparenz, rechtsstaatliche Verfahren, demokratische Öffentlichkeit und die Freiheit von Kunst, Wissenschaft und Journalismus einsetzen.

Hinweis an die Medien

Die in der Medienkonferenz erwähnten Dokumente – unter anderem die Kommunikationskette der Stadt Bern mit dem kurdischen Kulturverein, der geschwärzte Strafbefehl, die eingereichten Einsichts- und Auskunftsbegehren sowie Hintergrundberichte anderer Medien – können beim Komitee Transparenz angefordert und eingesehen werden.

Anfragen bitte an:

auskunftsbegehrenbern@gmail.com

“Die unverstandenen Staaten. Amerika hat gewählt.” Von Regula Staempfli zur Wahl von Donald Trump im Jahr 2024 mit einem Update anlässlich der Fussball WM 2026. “Wer 2026 immer noch glaubt, Donald Trump sei die Geschichte, hat die Geschichte nicht verstanden. Trump ist nicht die Ursache. Trump ist die Störung im System. Die Fehlermeldung. Die paradoxe Intervention einer politischen Klasse, die sich in ihren eigenen Narrativen verfangen hat.”

Die Medien haben sich geirrt. Wieder einmal. Nicht weil Donald Trump ein Genie wäre, sondern weil die Wirklichkeit hartnäckiger ist als Narrative. LASTAEMPFLI

UPDATE Als ich diesen Essay nach den US-Wahlen 2024 schrieb, war die Aufregung über Donald Trump so gross, dass viele Beobachter übersahen, worum es eigentlich ging: nicht um eine Person, sondern um den Zusammenbruch alter politischer und medialer Gewissheiten. Eineinhalb Jahre später zeigt sich ein paradoxes Bild. Donald Trump bleibt eine disruptive Figur, oft erratisch, manchmal grössenwahnsinnig, häufig unberechenbar. Doch die entscheidenden politischen Konfliktlinien verlaufen nicht entlang seiner Person, sondern entlang von Themen, die Medien, Universitäten und Kulturinstitutionen lange ignorierten. Dazu gehört definitiv das Thema MIGRATION. UND ZWAR NICHT als abstrakte Menschenrechtsfrage, sondern als konkrete Frage von Sicherheit, Integration, Wohnraum, Löhnen und vor allem der Stellung von Frauen. Wer durch europäische Städte geht, erkennt rasch: Die Folgen einer fehlgeleiteten Migrationspolitik tragen häufig Frauen zuerst – im öffentlichen Raum, in Schulen, im Sport und in den sozialen Institutionen. Punkto “Frauen im Sport” – ein von den Medien völlig vernachlässigtes Thema ist nach wie vor festzuhalten: In den USA DAUERPRÄSENT. Mädchen und junge Frauen verlieren massenhaft Stipendien und Auszeichnungen an junge Männer, die sich per Sprechakt zu Frauen erklären. Geht dies so weiter, wird die Sparte “Frauensport” durch Transfrauen besetzt – mit ein paar Frauen so nebenbei. Die Verteidigung des Frauensports bleibt unter Frauen, die wählen, ein wirklich wichtiges Thema und wird zur zentralen demokratischen Frage: Haben Frauen als Frauen das Recht auf eigene Räume, eigene Wettbewerbe und eigene politische Vertretung? Millionen Wählerinnen beantworteten diese Frage anders als Medien, Universitäten und Verbände. Dann Stichwort Geopolitik. Die grösste Bedrohung für westliche Demokratien geht heute nicht von alten Gespenstern des 20. Jahrhunderts aus, sondern von autoritären Regimen und ideologischen Bewegungen, die Freiheit, Gleichberechtigung und Rechtsstaatlichkeit offen bekämpfen. Die islamische Republik Irans und ihre Proxies, die Europa und Israel regelmässig in Terrorattacken bedrohen, in Israel mit Dauer-Raktenbeschuss operieren, gehören sicher dazu. Weshalb ausgerechnet die brave Sozialdemokratie, die sich über ein Jahrhundert um die Verbesserung von Arbeitsbedingungen und Wohlstand in Demokratien gekümmert hat, nun die Islamofaschisten symbolisch und mit Kandidierenden unterstützt, wird die grosse Herausforderung künftiger Historikerinnen und Historiker sein. Oder es ist so simpel, wie es im “Archipel Gulag” beschrieben wurde: Kommunismus endet in Listen, Theorie und Mordpraktiken. Vielleicht ist der Islamismus ja auch nur eine Variante davon. Punkto Trump zeigt auch Venezuela, dass Autokratien nicht einfach durch gutes Zureden verschwinden: Geopolitisch hat Donald Trump die Weltpolitik neu gemischt, die VR China von ihren Allianzen mit Iran und Venezuela entfernt und naja: Als Frau im Westen gegen Taliban aller Art zu kämpfen, war noch nie falsch. Ein Blick auf Afghanistan, wo ein totalitäres Mordregime gegen Mädchen und Frauen als Religion verkauft wird und von der UNO toleriert, sollte eigentlich reichen.

Zur Amtszeit von Donald Trump ist deshalb festzuhalten: Trump bleibt eine paradoxe Intervention. Er zwingt politische Eliten, sich mit Realitäten auseinanderzusetzen, die sie zu lange moralisiert, ignoriert oder wegdefiniert haben. Seine grösste Wirkung besteht nicht darin, neue Antworten zu liefern. Seine Wirkung besteht darin, Fragen wieder sichtbar zu machen, die nicht verschwinden, nur weil man sie tabuisiert.

Deshalb bleibt die wichtigste Erkenntnis meines Essays dieselbe wie 2024:

Nicht die Menschen haben sich radikal verändert. Die Codes haben sich verändert. Und wer die Gegenwart verstehen will, muss lernen, zwischen Narrativ und Wirklichkeit zu unterscheiden.

Trumpism. The Algorithmic Age by Regula Staempfli.
Trumpism. The Algorithmic Age by Regula Staempfli.

(Die aktuelle Sendung zum Thema im Servus TV: https://www.derpragmaticus.com/tv-sendungen 7.6.2026: In der aktuellen Folge Der Pragmaticus geht es um die Frage wie das „Land of the free“ seine Spitzenposition halten kann? Zu Gast sind Schriftsteller und Kulturphilosoph Leon De Winter, Professor für Politikwissenschaft (Uni Salzburg) Reinhard Heinisch und Politikwissenschaftler Ralph Schöllhammer und als Expertin Dr. Regula Staempfli zum Thema Kulturkampf.)

Hier der Essay von damals im Original, siehe https://ensuite.we-are.gmbh/die-unverstandenen-staaten-amerika-hat-gewaehlt/: “Von Dr. Regula Stämpfli – Unsere Essayistin hat zu Donald Trump ein enges Verhältnis. Als Erste prägte sie 2017 den Begriff «Trumpismus», schrieb dazu zwei Jahre später einen Bestseller und rechnete mit den mit Personalisierung, Brands und Polarisierung operierenden Medien ab. Dies nehmen ihr die Journalisten bis heute übel. Weshalb sie 2024 mit dem «Case against Kamala Harris» die US-Wahlen ganz anders sieht als alle anderen – wie, lesen Sie hier. 

«Ich glaube, ich hätte einen verflucht guten Hitler abgegeben.» Dieses Zitat stammt nicht etwa von Donald Trump, sondern von David Bowie aus dem Jahr 1976. Es ist im Kultbuch «Sex Revolts» über Musik und Politik der USA zu finden. Von «Hitler» war 2024 auch viel die Rede. Es war leider die einzige Wahlmobilisierung der unterirdisch schlechten Kampagne der Demokratischen Partei. «Hitler» wurde gewählt, und zwar mit einem Erdrutschsieg, der in der Geschichte der USA fast einmalig ist.

Wie konnte es so weit kommen?

«It is the codes, stupid!» Barack Obama war der erste Smartphone-Präsident, Donald Trump der erste Twitter-Präsident, Joe Biden der letzte klassische Präsident. Seit dem 5. November 2024 sind wir nicht mehr bei den Medienpräsidenten, sondern im neuen «Zeitalter digitaler Reproduktion» angekommen. Dieses kombiniert Codes und «real world» in Echtzeit. Donald Trump bespielte im Wahlkampf alle codierten Medien und kombinierte sie mit realen Auftritten: Podcasts, soziale Netzwerke, Youtube, Tiktok, ein bisserl Facebook, viel Truth Social, noch mehr X/Twitter, ab und an Fox. Gleichzeitig tourten er und sein designierter Vize J.D. Vance durchs Land wie Rockstars. Diese Kombi, «codes and reality», brachte den Erdrutschsieg. Kamala Harris verfügte zwar über ein fünffaches Budget, unglaubliche 1 Milliarde Dollar, doch die Wahlen verlor sie haushoch, und das Wahlkampfteam schreibt bis zum Redaktionsschluss rote Zahlen. Wo sind denn diese Millionen hingeflossen? Das Team Harris, von den Obamas installiert – die Wahlkampfleiterin, die Pollster, die Social-Media-Fütterer sind seit 2008 für die Demokratische Partei engagiert –, hat auf klassische Medien gesetzt. Und zwar fast vollständig. Kein Wunder, berichteten die Fernsehsender alle so wohlwollend über Kamala Harris! Sie machten mit der Kandidatin der Demokraten ein Vermögen. Das letzte wohl in einem US-Präsidentschaftswahlkampf.

Das Harris-Team soll sogar einige Interviews gekauft haben. Dokumentiert sind Spenden an Oprahs Produktionsfirma – die wird es ja auch nötig haben – und an «Call Her Daddy». Letzteres ist ein Sex-Podcast, dem Kamala Harris die Zusage gegeben hat, weil sie nicht zum bekanntesten Podcaster, Joe Rogan, einem Neurechten mit linker Vergangenheit, wollte. Während Joe Rogan mit Donald Trump über 30 Millionen Zuhörende erreichte, plauderte Kamala Harris im Sex-Podcast – wirklich, echt jetzt? – übers «Frausein» und andere Beschwerden. Sie erreichte damit eine sich selbst völlig überschätzende Female Community mit den üblichen Frauenthemen, die ganz normale Frauen echt beleidigen. Meinen die Pop-up-Girls jungen und mittleren Alters echt, dass «Abtreibung» das einzig wichtige Thema von Frauen ist? Was ist mit Lohngleichheit und Karriereposten? Wo blieb die Diskussion um strukturelle Gewalt? Und überhaupt: Weshalb war die Gender-Apartheid im Iran, in Afghanistan, in Saudi-Arabien bspw. kein Thema? Was sollen die Attacken junger, postkolonial indoktrinierter Frauen bspw. auf die bürgerlichen Sufragetten? Ohne diese Heldinnen der Geschichte könnten die gestylten Influencerinnen von heute immer noch nicht studieren, ein eigenes Konto führen, arbeiten und das Geld davon auch behalten! Punkto Frauen haben die meisten Frauen leider immer noch keine Ahnung – and it shows. Die ganze Unterhaltung war oberpeinlich. Wo blieb die substanzielle Diskussion darüber, dass Frauen auch im Westen wenig medienpräsent sind, ausser sie bedienen «Body-Politics» – Stichwort Kim Karda-shian? Weshalb sind die Ärmsten der Armen alleinerziehende Mütter? Weshalb ist der Finanzsektor immer noch ein Boys’ Club mit alltagspornografischer Gesprächskultur? Wo bleiben all die «self-made female millionaires»? Was in aller Welt ist eigentlich im Macho-Silicon-Valley los? Fragen über Fragen, keine gestellt, keine thematisiert. Das Gespräch von Harris bei «Call Her Daddy» – allein der Titel dieses Podcasts ist frauenbeleidigend – gab auch den hinterletzten Frauen das Gefühl: Kamala Harris hat keine Politik, sie kann nichts anderes als Kamala Harris. Welch Schande für die Frauen! Denn wie schon bei Hillary Clinton, auch eine fehlplatzierte Kandidatin, werden amerikanische Möchtegern-Präsidentinnen von der Presse hochgejubelt, um dann umso tiefer zu fallen. Und zwar so, dass sich die Männer ziemlich primitiv gegenseitig auf die Schenkel klopfen können. Oder wird von Frauen einfach mehr erwartet als von Männern? Mit Blick auf den Erfolg von «Call Her Daddy» in den USA möchte ich dies zwar vehement verneinen, trotzdem: Daran ist etwas. Vor allem in Amerika. Denn wenn Amis die Wahl zwischen einer Frau und einem Clown haben, dann gewinnt immer der Clown.

Die krachende Niederlage von Kamala Harris muss dennoch Weckruf bleiben. Frauen haben für die wichtigsten Ämter dieser Welt nur dann eine Chance, wenn sie tatsächlich ebenso qualifiziert sind wie ihr männlicher Konkurrent. Nun werden die meisten einwerfen, Kamala Harris sei ja wohl tausendmal besser qualifiziert gewesen als der orange Clown und Reality-TV-Star Trump. Nun, so einfach sollten wir es uns nicht machen. Donald Trump hat an einer besseren Uni studiert als Kamala Harris. Donald Trump hat mehr Exekutiverfahrung als Harris. Donald Trump wurde in mehreren Wahlverfahren gewählt, Harris immer zuerst ernannt und dann einfach bestätigt. Donald Trump war in diesem Wahljahr überall präsent, Harris versteckte sich in Elitezirkeln. Es kommt noch eines hinzu: Frauen in den USA sind einer derart starken Pornografisierung des Alltags durch Sprache, Memes und Kultur ausgesetzt, dass sie sich dieser Dominanz meist unterwerfen: in Gestus, Frisur, Figur, Kleidung und Stimme. Tja. Harris war definitiv keine gute Kandidatin, andererseits zeigt ihr Beispiel wieder: Auf eine US-Präsidentin müssen wir wohl noch Jahrzehnte warten. Am ehesten wird das Rennen wohl eine Transfrau machen – was eigentlich alles sagen würde über den Zustand der Gleichstellungspolitik.

Was lief denn so schief?

Obwohl mit Kamala Harris die erste schwarze Frau für das höchste Amt in den Vereinigten Staaten kandidierte, waren «Frauen als Frauen» kein Thema. Ging es um Sex, Verhütung, Familie und Karriere, benutzte die demokratische Wahlmaschine das Gender-Speak einer Minderheit. Dieses Neusprech mögen die meisten Unter- und Mittelschichtsamis nicht. Latinx? Eine abstruse Fehlkonstruktion extrem linkstotalitärer Sprachfetischisten. Der Begriff hatte in den Wahlen keine Chance. Frauen wählten Kamala Harris nicht – daran gibt es nichts zu rütteln. Frauen wählten Kamal Harris nicht nicht, weil sie eine Frau war – das haben sicherlich viele Männer getan –, sondern weil Harris keine Themen ausser «Abtreibung» bewarb. Die erste Euphorie für Kamala Harris als erste nicht weisse weibliche Präsidentschaftskandidatur legte sich dann nach den ersten Wochen auch sofort. Vor allem auch deshalb, weil Kamala Harris kaum öffentliche Auftritte pflegte und wenn, diese dann in peinlichen Wortsalat-Antworten, Nervosität und Inkompetenz endeten. Harris war ständig überfordert, und das könnte, unbekannt in der Öffentlichkeit, damit zu tun haben, dass Joe Biden Kamala Harris hinter ihrem Rücken enorm schadete. Erinnern Sie sich an die Müll-Geschichte? Richtig. Da beschimpfte Biden Trumps Wähler als «Müll». Später wurde dieser Ausspruch mit «Klammern» korrigiert, doch bis dahin war Trump schon als Müllmann verkleidet bei den Müllmännern auf der Strasse. Zudem wirkte noch ein anderer Faktor zuungunsten von Kamala Harris:

Von Joe Biden erzählt man sich, er habe die Kandidatur von Harris bewusst hintertrieben. Biden war bis zum Schluss der Überzeugung, dass nur er Donald Trump besiegen könne. Nach dem desaströsen TV-Duell mit Trump wurde Biden aber von Nancy Pelosi und den Obamas, den führenden Kräften der demokratischen Parteimaschine, gegen seinen Willen zum Rücktritt als Präsidentschaftskandidat gezwungen. Deshalb schwärmte Obama nach dem Statement von Joe Biden auf X sofort vom «kommenden Parteitag als Chance eines Neubeginns». Doch Barack Obama hatte die Rechnung ohne den alten Haudegen Biden gemacht. Denn dieser verkündete zur grossen Überraschung aller, dass seine Delegiertenstimmen direkt an seine herausragende Vizepräsidentin Kamala Harris gehen würden. Pelosi und den Obamas blieb gar nichts anderes übrig, als die Kröte zu schlucken und schnell auf heile demokratische Welt zu machen.

So war das Desaster vorprogrammiert, und siehe da: Die lauten Querelen innerhalb der Partei der Demokraten nach dem Erdrutschsieg von Donald Trump scheinen diese These zu stützen. Statt in den Spiegel zu schauen, beschimpfen sich nun die Demokratinnen und Demokraten gegenseitig.

Kamala Harris’ Kandidatur könnte also von Beginn weg die Chronik eines angekündigten Versagens gewesen sein.

Zurück zu den Frauen, denn die entschieden über die US-Elections 2024. Die weiblichen Normies – normale, nicht genderbewegte Frauen – verweigerten sich dem politmechanischen Kalkül der Obamas vollständig. Dieses lautete: Frauen wählen immer Frauen – Bullshit. Frauen und Männer wählen generell weniger Frauen, doch wer will schon die Wahrheit, wenn die Ideologie besser klingt? Die Mehrheit der amerikanischen Frauen wählte nicht die «Dea ex Machina»-Kandidatin von der Parteielite Gnaden, sondern sie wählten Themen: Inflation, Migration und Anti-Woke und somit das Programm von Donald Trump. Dieser, clever wie eh und je, erfand die Welt nicht neu, sondern bediente sich bei seinen Slogans gewissenlos am alten Programm der Partei der Demokraten der USA. Deshalb widersetzte sich Trump so vehement einem ungezügelten Freihandel – für ihn waren die Arbeiter wichtig. Auch direkt aus den Wahlprogrammen der ehemaligen Demokraten stammt Trumps Analyse der «Kriegsmüdigkeit der Amerikanerinnen und Amerikaner». Trump klang zwischendurch wie ein Antikriegshippie, wenn er über die Kriege der Welt sprach. Trump setzte sich für Schutzzölle, gegen die Migration in die Unterschichten, für die Bekämpfung von Kriminalität und für den klassischen Wohlstand aufgrund von Leistung ein. Alles Themen, die ehemals die Demokraten bewirtschafteten. Trump konnte auch extrem leicht den Kulturkampf innerhalb der Linken zu seinen Gunsten verkehren. Das Motto Trumps war immer: gegen die Funktionäre, für die Basis. Über zwei Drittel der Gewerkschaftsangehörigen sollen laut Exit-Polls für Trump und nicht für Kamala Harris gestimmt haben. Ein schon fast erdrückender Anteil.

Und dennoch schreien Medien, Wissenschaft und demokratische Partei immer noch «Faschismus». Die Weigerung der Liberalen, Linken und Progressiven, in den absurden Spiegel von «gutem Krieg» (Ukraine), «schlechtem Krieg» (gegen Israel), von Sprech- und Denkgeboten bei gleichzeitiger Bevormundung von Nichtintellektuellen oder Andersdenkenden zu schauen, ist grotesk. Und an die Adresse der Linken gewandt habe ich schlechte Nachrichten: Der Erdrutschsieg von Donald Trump war kein «faschistischer Feldzug», sondern ein gelungener Wahlkampfmix von Themen, die Instrumentalisierung von Codes und die gleichzeitige Präsenz mit Tausenden von Menschen. Title 9 war innenpolitisch ein wirklich wichtiges Thema. Die Biden-Harris-Administration hat damit, grad zu Beginn ihrer Amtszeit, Transmädchen und Transfrauen im Frauensport zugelassen. Tausende von Podcasts, Tiktok-Beiträgen und Diskussionen innerhalb der Frauengruppen berichteten daraufhin von der Gefahr für Mädchen im Schulsport und vom «Diebstahl» unzähliger Medaillen durch Transfrauen. Während die «NY Times», MSNBC und CNN die Olympiade in Paris als gelungenes Fest feierten, inklusive Bejubeln der Boxerin aus Algerien, die sehr eindrücklich und mit höchster Brutalität ihre Konkurrentinnen wegboxte, liefen die sozialen Medien heiss. Die «Legacy-Media» beschimpfte alle Kritikerinnen von Transen im Frauensport als «Faschistinnen», «Terfs» und als «Republikanerinnen». Diese Medien ahnten nicht, dass sie damit allen Frauen schaden. So wählten denn am 5. November 2024 die Frauen auch nicht wie üblich die Demokratische Partei, sondern Donald Trump! Ausgerechnet! Wechselwählende, so die Exit-Polls, wurden nicht durch Inflation und Migration, sondern durch Kulturthemen überproportional mobilisiert.

Medien, Wissenschaft und Kultur scheren sich jedoch nicht um Realität, sondern beharren auf ihrem hegelianischen Weltbild: Driften Theorie und Realität auseinander, umso bedauerlicher für die Realität. Deshalb verstehen auch europäische Medien den Aufstieg von Georgia Meloni und Marine Le Pen nicht. Es waren die Frauen als Wählerinnen, die ihre üblichen Parteien – Grüne, Linke, Liberale – abwählten. Statt sich mit den Frauen auseinanderzusetzen, poltern indessen alle Medien und Experten über den in ihren Augen angeborenen US-amerikanischen Rassismus und Sexismus. Schon 2022 entwickelte ich in «Die Podcastin» die Theorie des «Nationalfeminismus», damals für die «Neue Zürcher Zeitung». Dies auf die empörte Frage des Journalisten, weshalb denn Frauen «immer» gegen ihre eigenen Interessen wählen würden. Well: Frauen wählen nicht gegen ihre eigenen Interessen, weil «eigene Interessen» vielfältiger sind als die Geschlechtszugehörigkeit. Und wie gesagt: Männer und Frauen wählen einfach immer weniger Frauen. Georgia Meloni, Marine Le Pen, Geert Wilders – sie alle werden, wie Donald Trump, in einer Mehrheit von Frauen (und Männern) gewählt. Vielleicht ist es nicht einmal ein «dafür wählen», sondern eher ein «dagegen»: gegen Parteien, die Frauen in den letzten Jahren so explizit betrogen («es gibt keine Frauen»), ausgebeutet («Sexarbeit und Leihmutterschaft sind ganz normale Jobs») und beschimpft (Terfs, Nazi, Faschistin) haben.

Die Wahlen in den USA zeigen: Frauen spielen in den westlichen Demokratien eine so viel wichtigere Rolle, als dies der Mainstream erkennt. Dabei wäre es höchste Zeit, mal bei den Frauen nachzufragen, weshalb sie wann wen wie wählen.

Bari Weiss, die Gründerin der Free Press, hat es in ihrem TED-Talk erst kürzlich so formuliert: Sie sei, als sie zum letzten Mal genau hingeguckt habe, eine Feministin, eine klassische Dem-Wählerin, eine Befürworterin der «Ehe für alle», für die Entkriminalisierung von Drogen und für eine allgemeine Gesundheitsversicherung gewesen. All dies sei ihr immer noch wichtig, doch für die demokratische Partei, für eine linke Bubble und in den «Legacy-Media» gelte sie trotzdem als Rechtsextreme, weshalb? Weil Bari Weiss Frauen nicht als Sprechakte sieht, den Islam als Todfeind für die Demokratie benennt und nicht etwa Israel und die Pronomen ihres Gegenübers nicht wichtiger findet als dessen Aussagen.

Kurz: Anfang November 2024 haben entgegen dem Geschrei in Medien, Kultur und an den Universitäten die Normies gewonnen. Sie werden zwar als Faschisten beschimpft, doch wenn alle wie Hitler sind, spielt es ja auch keine Rolle mehr, oder?”

Die Podcastin über Freiheit: Regula Staempfli /Regula Stämpfli/ laStaempfli und Isabel Rohner/Die Rohnerin mit einer XXL-Folge zu den entscheidenden Frauenthemen der Gegenwart: Menschenfleischverkauf, der sich als “Sexarbeit” tarnt, die Sprechakt-Gerichtsentscheide in Australien im Fall Tickle vs Giggle, Cancel-Unkultur von Deutschlandfunk-Kultur (Horror-Medienbias, Sind die ÖRR die neuen Propagandastürmer?), Tabu-Sprech über Islamismus und dessen schreckliche Frauenfeindlichkeit, das Schweigen über Massaker der islamischen Republik im Iran, die Medien-Obsession mit Israel sowie die Vernichtung der afghanischen Frauen durch völliges Vergessen in UNO, EU, Medien, Universitäten. Eine schreckliche Bilanz der Die Podcastin – aber keine Sorge. Gute Nachrichten gibt es dann doch noch.

Die Schrumpelgurke der Woche verlieht die Rohnerin diese Woche an den Deutschlandfunk Kultur: Eine freie Journalistin des DLF hatte sie um ein Interview über Hedwig Dohm und den Begriff des Antifeminismus gebeten, der auf Dohm zurückgeht – und die Rohnerin dann wieder ausgeladen. Warum? “Wie ich der weiteren Recherche entnehmen konnte scheint mir Ihre Definition von Feminismus und Antifeminismus zu eng und auch nicht dem Forsschungsstand entsprechend.” schreibt die Journalistin der Rohnerin am 4. Mai 2026. Wenn das mal keine Cancel Culture ist! Übrigens, lieber DLF Kultur und liebe namenlose Journalistin, die wir hier aus Anstand nicht namentlich nennen: Eine solche Mail würden Sie einem Mann niemals schreiben, der für die Forschung zu irgendeinem Gebiet so relevant ist wie Isabel Rohner für die Hedwig Dohm-Forschung. Wetten? 

Ein weiterer Akt des Cancelns traf in dieser Woche den linksliberalen Club Volantaire: https://club-volantaire.de/ Eine Veranstaltung mit Inge Bell, Till Randolf Amelung, Prof. Dr. Ilse Jacobsen und Marie-Luise Vollbrecht am 29.5.2026 muss kurzfristig in einen anderen Veranstaltungsort verlegt werden. Der Grund: Verfassungsfeinde (nichts anderes sind die Gegnerinnen und Gegner der Meinungsfreiheit!) haben den ursprünglichen Veranstaltungsort bedroht. Sie wollen nicht, dass eine Veranstaltung mit dem Titel “Was ist eine Frau? Feminismus außer Rand und Band” stattfindet. Wetten, dass das Event trotzdem steigt?

Eine wichtige Dokumentation lieferte diese Woche der Journalist Marcel Trocoli-Castro für den RBB: In “Prostitution unterm Pentouse” (https://www.rbb-online.de/doku/o-r/rbb24-reportage/prostitution-unterm-penthouse.html) berichtet er schonungslos von der Realität auf der Kurfürstenstraße, dem bekanntesten Straßenstrich Berlins. Frauen gibts dort schon ab 5 Euro zu kaufen. Diese Doku hätte sich der DGB mal anschauen müssen. Vielleicht hätte der Deutsche Gewerkschaftsbund dann nicht seinen frauenverachtenden Beschluss gefasst, in dem er sich “nachdrücklich gegen ein Sexkaufverbot (auch im Rahmen des sogenannten Nordischen Modells)” ausspricht. 

Medienkritik: Der ideologisch motivierte Realitätsverlust der Medien zeigte sich erneut sehr schmerzlich bei der Terrorattacke in Modena, Italien, wo ein Terrorist mit muslimischen Hintergrund in die Menschenmenge raste. Sämtliche Medien redeten von einem “Auto, das in die Menge fuhr” und spekulierte wieder von “pschischen Schwierigkeiten” des “Fahrers.” Diese totalitäre und immer wiederkehrende Pathologisierung von Terrorattacken verletzt die Rechte und die Würde der Opfer und entpolitisiert die Terrorattacken. Dies einzig und allein zum Zweck, über mögliche islamistische Motive nicht mehr sprechen zu dürfen, Terror als ganz normale Verbrechen zu verharmlosen sowie aktiven Täterschutz zu betreiben. Dies muss aufhören.

laStaempfli war in San Francisco und plädiert für mehr San Francisco in der internationalen Berichterstattung statt den Fokus auf den islamo-gauchist Mamdani zu legen.

Und zum Schluss: Australien zeigte diese Woche, was passiert, wenn Gesetze auf Ideologien gründen anstatt auf Realität. Im Fall “Giggle v Tickle” verlor die australische Unternehmerin ihren Berufungsfall vor dem Federal Court gegen einen Mann (Jason Tickle), der ihre App “Giggle for Girls” ebenfalls nutzen will. Das Gericht entschied auf Diskriminierung und eine satte Schadenersatzzahlung. Die Botschaft ist verheerend: Wegen des ideologischen “Sex Discrimination Act” von 2013 fallen auch “Diskriminierungen” aufgrund von “Sprechakten”, d.h. Genderidentitäten unter dieses Gesetz. Frauenrechte werden neu als Männerrechte verhandelt: Es braucht nur einen Mann, um allen Mädchen und Frauen zu befehlen, was Mädchen und Frauen sind. laStaempfli hat schon beim erstinstanzlichen Gerichtsfall rund um Sall Grover, die mutige und nun weltweit unterstützte Feministin, davor gewarnt, dass dieser australische Präzendenzfall global die Mädchen- und Frauenrechte bedroht.

Bild von laStaempfli aus American Asia Museum San Francisco: Daoist goddess Magu 1800-1911.

Und hier noch der alte Artikel als der Fall Giggle bekannt wurde: Australia really has gone mad.

Screenshot von Artikel von Regula Stämpfli über Sall Grover, die in Australien Prozesse gegen einen Mann verliert, weil sie ihn Mann nennt und aus ihrer Lesben-Dating-Plattform rausgeschmissen hat. Die Welt ist tatsächlich wahnsinnig geworden. Wie meinte Regula Staempfli schon 2023? “Wer immer noch meint, die Transdiskussionen seien ein Nebenschauplatz, irrt gewaltig. Denn sollte Sall Grover den Prozess verlieren, ist global die Lawine losgetreten, die Frauen in westlichen Demokratien per Sprechakte wie unter den Taliban in Afghanistan unsichtbar, rechtlos und unfrei macht und die Definition, was eine Frau ist, wieder den Männern obliegt. Horror.