NÄCHTE DER PHILOSOPHIE 2026 IN WIEN: REGULA STAEMPFLI MIT “KRIEG, PORNO UND DIE STRATEGISCHE MACHT DER NARRATIVE.”

KRIEG, PORNO UND DIE STRATEGISCHE MACHT DER NARRATIVE

Nächte der Philosophie 2026
27.5., 19.00 Uhr, Das Dorf
Obere Viaduktgasse 2, 1030 Wien

Die Epstein-Files haben es wieder vor Augen geführt: Pornographie, sexuelle Gewalt, Menschenhandel und die Warenwerdung von Menschen sind kein Randphänomen, keine Klassenfrage, sondern eine neue Art von Kriegsführung gegen Kinder, Mädchen und Frauen. Pornographie und Krieg operieren seit über 150 Jahren mit Bildern, die emotionalisieren, entmenschlichen und damit Ideologien, Haltungen, Narrative transportieren. „Im Zeitalter der digitalen Reproduktion“ sind die ikonografischen und philosophischen Bilderrevolutionen algorithmisch verstärkt. Es verschränken sich Narrative und Politik: Der Körper wird zur Ware, das Schlachtfeld zum Content, Gewalt zur ästhetischen Oberfläche. Künstliche Intelligenz, Plattformen wie Grok, Gemini, ChatGPT beschleunigen diesen Prozess und produzieren Informationen, die auf Deepfakes, KI-generierten Bildern, basierend auf codierten pornographischen Menschenbildern bauen und Krieg inszenieren, lange bevor die Fakten überprüft sind.

Die Politphilosophin analysiert Pornokratie, Krieg, Menschenbildern und den entsprechenden zeitgeschichtlichen Narrativen. Es ist eine Triggerwarnung angebracht: Es werden Inhalte von Gewalt, Sexualität und propagandistischer Sprache als Beispiele verhandelt. Podcaster: www.regulastaempfli.eu

#HannahArendtLectures by laStaempfli 2026. Informationen zur HSG, Universität St. Gallen und wie es mit den Hannah Arendt Lectures weitergeht.

#HannahArendtLectures by Regula Staempfli an der HSG, Universität St. Gallen 2024.
#HannahArendtLectures by Regula Staempfli an der HSG, Universität St. Gallen 2024.

Information zur Hannah Arendt Lectures by Regula Staempfli, Universität St. Gallen, HSG. Die Leitung der öffentlich-rechtlichen Vorlesung ist in Rente gegangen und die Nachfolge von Prof. Dr. Dieter Thomä, die neue Professorin Abt, wollte explizit die von laStaempfli initiierten und durchgeführten #HannahArendtLectures nicht mehr weiterführen. Die #HannahArendtLectures werden in den nächsten Monaten als Buch bestellbar sein. 12.4.2026

Die von der Politphilosophin PD Dr. Regula Stämpfli initiierten und geleiteten #HannahArendtLectures an der Universität St. Gallen (HSG) finden seit 2018 statt und sind als öffentliche Vorlesungsreihe konzipiert. Im Zeitraum 2018–2024 (bzw. bis 2025 geplant) widmet sich Stämpfli intensiv der Verbindung von Arendts politischer Philosophie mit den Herausforderungen der digitalen Moderne. Aufgrund der neuen personellen Aufstellung an der HSG wurden ausgerechnet die sehr beliebten #HannahArendtLectures von Regula Staempfli nicht weitergeführt. Hier ein Beispiel, wie die Hannah Arendt Lectures an der HSG 2024 ausgesehen haben:

Hannah Arendt Lectures HSG 2024

Die Vorlesungsreihe im Frühjahrssemester 2024 (FS/SS 2024) trug den Schwerpunkt: „Elemente und Ursprünge digitaler Totalitarismen“

  • Inhalt: Analyse des Zerfalls westlicher Demokratien, Kampf um Wahrheitsfindung, Einfluss von Social-Media-Plattformen (TikTok, Twitter/X, Facebook, etc.) auf die Politik, und Analysen zu „Media Wars“.
  • Themen: Die Vorlesungen behandeln Themen wie „Algorithmische Öffentlichkeit“ und die Infrastruktur der Sichtbarkeit.
  • Termine/Ort (Beispiele 2024):
    • 18.04.2024: „Codes, Terror und Kriege: Wie Algorithmen unsere Welt verändern“.
    • 02.05.2024: „Demokratisiert Euch! 12 goldene Regeln für die Demokratie hierzulande und weltweit“.
    • Zeit/Ort: Donnerstag, 18:15–19:45 Uhr, Universität St.Gallen, Raum A 09-110 (Bibliotheksgebäude).
  • Anmeldung/Ausschreibung: Die Vorlesungen sind öffentlich. Für das FS 2024 wurde ein Semesterpass für 20 Franken angeboten. Eine Einschreibung über das HSG-Veranstaltungsprogramm ist möglich. 

Kontext und Ausrichtung 2018–2024

  • Initiatorin: Regula Stämpfli (laStaempfli).
  • Fokus: Verknüpfung von Arendts Werken (insb. „Elemente und Ursprünge totalitärer Systeme“) mit aktuellen digitalen Entwicklungen.
  • Charakter: „Denken ohne Geländer“ – kritische Analysen von KI, Überwachung und Plattformlogiken. 

Hinweis: Da die Kurssuche der HSG oft semesterweise erfolgt, sollten aktuelle Ausschreibungen für kommende Semester direkt über das HSG-Vorlesungsverzeichnis oder die Website von Regula Stämpfli (regulastaempfli.eu) abgerufen werden.

“Algorithmische Öffentlichkeit” – wie Demonstranten zu Datensätzen werden. Von Regula Stämpfli. 10. April 2027

#HannahArendtLectures Artikel und Bild Copyright © by Regula Stämpfli 2026 Bild (c) von Regula Staempfli KI-generiert, laStaempflis Denkmaschine, 2026. Wikipedia: Regula Staempfli leitete von 2018-2025 die Hannah Arendt Lectures an der HSG. Die Politphilosophin war ausserdem Intendantin am IFG Ulm, International Forum for Design. Ein Wikipedia-Troll korrigiert ständig die Einträge von laStaempfli zwecks Misogynie. Es handelt sich dabei um einen sehr prominenten Schweizer Journalisten by the way. Ausserdem fehlt das neuste Buch von Regula Stämpfli: “Trumpism. The Algorithmic Age.” Doch nun zum Artikel:

“Es ist ein Bild unserer Zeit: Nicht die Wirklichkeit, in unserem Beispiel hier, die Barrikade, entscheidet über politische Wirksamkeit, sondern das Bild der Barrikade. Nicht der Protest selbst erzeugt Öffentlichkeit, sondern seine algorithmische Verwertbarkeit. Hier ein aktuelles Beispiel: Nach den Ausschreitungen an der unbewilligten Pro-Palästina-Demo vom Oktober 2025 veröffentlicht die Berner Kantonspolizei im März 2026 unverdeckte Bilder, weil sie 31 gewalttätige Täter identifizieren will. Weitere 101 vermummte mutmassliche Täter und Täterinnen wurden schon durch den Öffentlichkeitsaufruf identifiziert. Während die staatlichen Stellen gewisse Datensätze aufgrund geltender Rechtsgrundlagen und zu Recht, NICHT verwenden konnten, taten dies Private.

Und genau deshalb ist die Entscheidung der Berner Polizei, unverpixelte Bilder von Demonstranten zu veröffentlichen, mehr als eine polizeiliche Massnahme. Sie ist ein Symptom unserer Zeit. Sie zeigt, wie sehr wir bereits in einer algorithmischen Öffentlichkeit leben, in der Menschen nicht mehr zuerst Bürger sind, sondern visuelle Datensätze – ein Thema, dass ich im Hinblick auf die Demokratie schon längst diskutiert habe.

Demonstrationen sind Bildmaterial. Teilnehmende sind Identifizierungsmerkmale. Politische Konflikte sind Narrative und Datenpakete. Die Veröffentlichung der Bilder ist deshalb nicht einfach ein Akt der Strafverfolgung. Sie ist ein Moment, in dem sich die Logik unserer Gegenwart offenbart: Politik wird zum Bildereignis, Strafverfolgung wird zur Öffentlichkeitsstrategie, und die Gesellschaft wird zum digitalen Fahndungsraum.

Dabei zeigt sich eine interessante Dialektik: Die gleichen Milieus, die jahrelang die totale Sichtbarkeit gefordert haben, die Transparenz, die Dokumentation, die moralische Überwachung, die Cancel Culture, die öffentliche Anklage – sie sind nun selbst Teil genau dieser Sichtbarkeitsmaschine geworden. Wer jahrelang den digitalen Pranger normalisiert, darf sich nicht wundern, wenn er selbst einmal darauf landet. Das ist keine moralische Feststellung. Es ist eine strukturelle. Denn die algorithmische Öffentlichkeit kennt keine Freundschaften. Sie kennt nur Muster.

Das eigentlich Interessante an diesen Bildern ist deshalb nicht, wer darauf zu sehen ist. Sondern wie sie funktionieren. Sie zeigen eine neue Form politischer Ästhetik. Man erkennt sofort die visuelle Grammatik der Gegenwart: Keffiyeh als globaler Protestcode, schwarze Kleidung als urbanes Widerstandszeichen, Kapuzen als Symbol der anonymisierten Aktivität. Diese Bilder sind nicht zufällig. Sie sind Teil einer globalisierten Bildsprache des Protests.

Protest ist heute nicht Handlung. Protest ist Design. Protest ist ein Datenpaket.

Das wäre an sich nicht neu. Schon die Französische Revolution hatte ihre Symbole, ihre Kokarden, ihre Farben. Aber der Unterschied liegt in der Geschwindigkeit und in der totalen Reproduzierbarkeit. Heute wird jedes Symbol sofort Teil eines globalen Bilderstroms. Jede Demonstration ist gleichzeitig Content und Datenpaket. Und genau hier beginnt das eigentliche Problem. Denn wer Content produziert, wird selbst zum Content.

Die Demonstranten wissen das. Die Polizei weiss das. Die Medien wissen das. Und trotzdem tun alle so, als würden sie noch in einer klassischen Öffentlichkeit handeln. Dabei ist diese längst verschwunden. An ihre Stelle ist ein Raum getreten, den ich „algorithmischen Öffentlichkeitsautomatismus“ nenne: ein Raum, in dem Sichtbarkeit nicht durch Argumente entsteht, sondern durch Bildlogiken, in dem Aufmerksamkeit nicht durch politische Inhalte entsteht, sondern durch visuelle Codierung.

Die Berner Polizei handelt deshalb nicht nur als Strafverfolgungsbehörde. Sie handelt als Akteur in dieser Bildökonomie. Sie nutzt dieselbe Logik wie soziale Medien: Sichtbarkeit erzeugt Reaktion. Veröffentlichung erzeugt Information. Öffentlichkeit erzeugt Daten. Man kann das kritisieren. Man kann es verteidigen. Aber man kann nicht mehr so tun, als wäre es nicht Realität. Denn die entscheidende Veränderung unserer Zeit ist nicht politisch. Sie ist epistemisch und algorithmisch. Wir leben nicht mehr in einer Welt, in der Wirklichkeit zuerst erfahren wird. Wir leben in einer Welt, in der Wirklichkeit zuerst gesehen wird. Wer gesehen wird, existiert. Wer nicht gesehen wird, verschwindet. Digitalisierung gibt einerseits Sichtbarkeit, andererseits vernichtet sie die reale Welt, indem sie sie neu beschriftet.

Das ist die eigentliche Machtverschiebung unserer Zeit.

Hannah Arendt hat einmal beschrieben, dass Politik dort entsteht, wo Menschen einander erscheinen. Was sie nicht wissen konnte: dass dieses Erscheinen einmal durch Plattformlogiken vermittelt werden würde, durch Kameras, durch Uploads, durch Gesichtserkennung, durch Datenbanken. Das Problem ist deshalb nicht die Polizei. Das Problem ist die Infrastruktur der Sichtbarkeit.Denn diese Infrastruktur verändert alles. Sie verändert, wie Protest organisiert wird. Sie verändert, wie Gewalt dokumentiert wird. Sie verändert, wie Schuld zugeschrieben wird. Sie verändert, wie Öffentlichkeit funktioniert. Die wirkliche Frage lautet deshalb nicht: Darf die Polizei das? Die wirkliche Frage lautet: Können wir noch zwischen Rechtstaat und digital konstruierter Sichtbarkeit, d.h. Codierung, Fiktion, Narrativ, unterscheiden?

Die algorithmische Öffentlichkeit kennt keine Unschuld. Sie kennt nur Mustererkennung.”

SRF hat nachgezogen: KI-Tools für die Polizei? Mit männlichen Experten natürlich. Algorithmen sind bei SRF Männersache oder dürfen nur von Nicht-Schweizerinnen beantwortet werden…. Ironiedetektor gewünscht, hier der Link: https://www.srf.ch/play/tv/10-vor-10/video/bald-ki-tools-fuer-schweizer-polizei?urn=urn:srf:video:48e5ef5f-1824-418d-a981-6259e3c41d48

Jurist Emrah Erken und Historikerin Regula Stämpfli über die öffentlich-rechtlichen Medien am Beispiel der SRG und der Abstimmung vom 8. März 2026. Es geht um die Liebe zum öffentlichen Rundfunk und der grossen Sorge um seine Zukunft.

Hier direkt zur Audiofile des Gespräches, das nach dem 8. März via Zoom stattgefunden hat.

Emrah Erken und Regula Stämpfli im Gespräch. Mäerz 2026
Emrah Erken und Regula Stämpfli im Gespräch. Mäerz 2026

Jurist Emrah Erken und Politphilosophin Regula Stämpfli im Gespräch über die SRG und die Abstimmung vom 8. März 2026

Die Abstimmung vom 8. März 2026 über die Zukunft der SRG war mehr als eine medienpolitische Entscheidung. Sie war auch ein Signal der Bevölkerung: Der öffentliche Rundfunk soll bleiben. Und zwar deutlich. Die Initiative wurde mit grossem Mehr verworfen – sehr zur Freude vieler internationaler Beobachter, etwa bei ARD, ZDF oder ORF, die das Resultat als klares Bekenntnis zur öffentlich-rechtlichen Medienordnung interpretierten. Auch wir, Jurist Emrah Erken und Politphilosophin Regula Stämpfli, gehören zu jenen, die sich klar zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk bekennen. Nicht aus Nostalgie, sondern aus demokratischer Überzeugung. Eine Demokratie braucht Institutionen, die nicht allein von Marktlogiken, Klickzahlen oder Plattformalgorithmen gesteuert werden. Sie braucht Medien, die Wirklichkeit abbilden, einordnen und Verantwortung übernehmen. Gerade deshalb erfüllt uns die aktuelle Entwicklung mit Sorge. Denn parallel zu diesem klaren Volksentscheid beobachten wir eine zunehmende ideologische Verengung in Teilen des öffentlich-rechtlichen Diskurses. Polarisierung, wie wir sie aus den sozialen Medien kennen, scheint zunehmend auch die klassischen Institutionen zu erfassen. Die Stärke des öffentlichen Rundfunks war jedoch immer seine Fähigkeit zur Differenzierung, zur Ambivalenz und zur Darstellung widersprüchlicher Perspektiven. Diese Stärke droht verloren zu gehen. Im Vorfeld der Abstimmung haben wir uns deshalb bewusst für eine kritische Diskussion eingesetzt – nicht gegen die SRG, sondern für sie. Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk darf nicht automatisch als Angriff verstanden werden. Im Gegenteil: Gerade wer diese Institution erhalten will, muss Fehlentwicklungen benennen dürfen. Besonders deutlich zeigen sich diese Spannungen in der Berichterstattung zu hoch emotionalisierten Themenfeldern wie dem Nahostkonflikt oder aktuellen identitätspolitischen Debatten. Hier versagt die SRG erschreckend: Antisemitische Narrative paaren sich mit Klimaaktivismus und einer ideologischen Hetzkampagne gegen jüdische Institutionen, Künstlerinnen und Künstler, gegen das Existenzrecht Israels. Gleichzeitig werden Sprechaktpolitiken der Transaktivisten ohne Gegenpositionen mit einer Gewalt gegen die klassischen Feministinnen gepuscht, die eine unschweizerische Cancel-Unkultur hervorgebracht haben. Eine solche Entwicklung widerspricht jedoch dem eigentlichen Auftrag öffentlich-rechtlicher Medien: der möglichst umfassenden Darstellung gesellschaftlicher Wirklichkeit. Öffentlich-rechtlicher Journalismus darf weder Aktivismus noch Gegenaktivismus sein. Er muss Urteilskraft, Qualitätsjournalismus und das Schaffen gemeinsamer Wirklichkeiten ermöglichen.

Gerade in Zeiten zunehmender Polarisierung wäre es die historische Aufgabe von Institutionen wie der SRG, Räume der Differenzierung offen zu halten. Nicht jede gesellschaftliche Kontroverse muss in Freund-Feind-Logiken übersetzt werden. Demokratie lebt gerade davon, dass komplexe Fragen komplex bleiben dürfen. Unsere Kritik ist deshalb Ausdruck einer grundsätzlichen Loyalität. Wir kritisieren nicht, weil wir den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ablehnen, sondern weil wir ihn für unverzichtbar halten. Die Alternative wäre ein vollständig plattformgetriebener Informationsraum, in dem Aufmerksamkeit wichtiger wird als Einordnung und Emotion wichtiger als Analyse.

Die SRG steht heute vor einer paradoxen Situation: Sie wurde politisch bestätigt, muss sich aber gleichzeitig journalistisch neu bewähren. Das Vertrauen der Bevölkerung ist ein Auftrag, kein Freipass. Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Herausforderung der kommenden Jahre: den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wieder stärker als Ort der intellektuellen Offenheit zu verstehen – nicht als Resonanzraum gesellschaftlicher Lager. Denn wenn öffentlich-rechtliche Medien ihre besondere Rolle verlieren, verlieren nicht nur sie ihre Legitimation. Die Demokratie verliert einen ihrer wichtigsten Orte der gemeinsamen Wirklichkeit.

„Trumpismus mit Diversitätsleitfaden – Wie Moral die Kreativität im Kunstbetrieb abgelöst hat.” Von Regula Stämpfli

Wie Bürokratie und Moral den neuen Antisemitismus definieren. Diesmal am Beispiel des Kunstbetriebes.
Wie Bürokratie und Moral den neuen Antisemitismus definieren. Diesmal am Beispiel des Kunstbetriebes.

In den Medien machte der Antisemitismus der Elite an der Universität Zürich, an der ETH, an der ZHdK massenhaft Schlagzeilen. Wie kommt es, dass eine antisemitische Minderheit, die seit zwanzig Jahren Minderheit blieb, plötzlich in der Mitte angekommen ist? Hier ein Kurz-Essay von Regula Stämpfli, laStaempfli am 7.4.2026.

„Trumpismus mit Diversitätsleitfaden – Wie Moral die Kreativität im Kunstbetrieb abgelöst hat.”

Es gibt einen Trumpismus, über den fast niemand spricht. Nicht den politischen. Nicht den medialen. Sondern den stillen, hartnäckigen Trumpismus des Kultur- und Wissenschaftsbetriebs. Er funktioniert nach denselben Regeln: Polarisierung statt Urteilskraft. Zugehörigkeit statt Argument. Moral statt Kompetenz. Auch hier begann alles harmlos – mit dem Versprechen von Reform; Beispiel Toni-Areal und ZHdK. Als die Zürcher Kunst- und Designhochschulen, „Zürcher Hochschule der Künste ZHdK  2014 ins Toni-Areal zogen, wurde das als großer Fortschritt gefeiert: Ende der Zersplitterung, Ende der provinziellen Enge, endlich internationale Sichtbarkeit und effiziente Strukturen. Auf dem Papier klang es vernünftig. In Wirklichkeit kam dies einer stillen Zäsur gleich. Aus einer Landschaft eigenwilliger Institute inklusive deren Leiterinnen, wurde ein zentralisiertes System. Aus Persönlichkeiten wurden Strukturen. Und wo Strukturen herrschen, gewinnen nicht mehr die originellsten Köpfe, sondern die kompatibelsten.

Das ist kein Zürcher Sonderfall. Das ist der Bologna-Effekt in Reinform: Bildung wird vergleichbar, messbar, verwaltbar. Und alles, was verwaltet wird, beginnt früher oder später, sich wie Verwaltung zu benehmen.So entstand im Kulturbetrieb eine neue Karrierelogik. Nicht mehr ästhetisches oder intellektuelles Risiko führt nach oben, sondern diskursive Sicherheit. Wer die richtigen Begriffe beherrscht, die passenden moralischen Signale setzt und die aktuellen Förderformeln kennt, kommt weiter als jemand, der tatsächlich etwas Neues wagt. Das Ergebnis ist paradox: Noch nie wurde so viel von „Innovation“ und „Kreativität“ gesprochen. Und noch selten war so wenig davon zu spüren. Stattdessen sehen wir stromlinienförmige Lebensläufe, perfekt kalibrierte Anträge und makellose moralische Selbstverortungen. Die neue Elite ist nicht mehr avantgardistisch. Sie ist administrativ brillant. Ihr neues Glaubensbekenntnis heisst D.E.I. – Diversity, Equity, Inclusion oder auf schweizerisch, siehe „Diversitätsleitfaden“ der SRG, Gleichstellung, queer, migrantisch. So wird aus Anträgen standardisierte Gebete; dieselben Phrasen, dieselben Referenzen, dieselben Signifikanten. Kritik ist rhetorisch, falls echt, sofort Grund zum Ausschluss. Diese Cancel-Culture ist Gewaltmonopol der mächtigen öffentlichen Institutionen, die Diversitätsleitfäden vorgeben. Hier schliesst sich der Kreis zum „Trumpismus; diesem Funktionsmodus, diesem ideologischen Lagerdenken ohne Komplexität. Entweder bist Du auf der richtigen Seite oder Teil des Problems. Narrative definieren Realität. Die milieukonforme Einseitigkeit, gepaart mit beliebten Juden- und Frauenhass, wird heute mit Kunst-Preisen überschüttet. Hannah Arendt hat einmal gewarnt, die größte Gefahr für das Denken sei nicht einfach der Fanatismus, sondern die automatisierte Sprechakte & Funktionsweisen.

Dr. Regula Staempfli am Berner Medientag 2026: Referat. “Journalismus oder Kontrollverlust. Medien im Zeitalter von Codes und Diskurs.” Referat und Bilder.

Demokratie lebt nicht von abstrakten Werten, sondern von funktionierenden Qualitätsjournalismus mit Kontrollfunktion gegen die Mächtigen. Journalismus ist kein moralisches Beiwerk der Politik, ist auch nicht zuständig für codierte Narrative oder “bessere” politische Positionen, sondern funktioniert nur als PERMANENTE ZUMUTUNG. Es geht um Recherche, Relevanz und Information, nicht um Framing, wie es von SRF permanent gemacht wird. Statt von Terroristen redet man von “Aktivisten” oder “Widerstand”; statt von Mord, Amok, Anschlag von “psychisch labilen Tätern” oder am liebsten gar: “Ursache unbekannt.” Es geht um Wirklichkeit und darum, dass die Bürgerinnen und Bürger sich informieren können um ihren Ort, ihre Verwurzelung, dort, wo sie in den Demokratien auch aktiv eingreifen können. Hier zum Referat, das mit einer lustigen Übung: Gugus – DADA, ein laStaempfli-Original begann. https://www.bernermedientag.ch/wordpress/wp-content/uploads/2026/03/REF-BMT26-Regula-Staemplfi.pdf

Berner Medientage, 28. Februar 2026 mit Regula Staempfli. Es geht um die “Mobilisierung der Journalisten und Journalistinnen in die Welt” oder in laStaempflis Worten: “More reality, please”!

“Oft ist die Rede davon, dass Medien Demokratien «retten». Und tatsächlich – im informationsgesellschaftlichen Sinn stimmt das. Das Sortieren, Reflektieren und Beobachten von Zuständen und Fakten schafft Orientierung für viele und ist wichtiger denn je. Die Berichterstattung und die damit verbundene Archivierung des Zeitgeschehens sind nicht bloss Dokumentation, sondern ein Teil des kollektiven Gedächtnisses. Fällt dieser Teil weg, gehen Dinge verloren, die den Weg einer Entwicklung sichtbar gemacht hätten. Es ist, als stünden wir ohne Kompass in der Wüste, während der Wind hinter uns die Spuren verweht. Manchmal scheint genau dieses Vergessen gewollt. Denn vergessen kann befreiend sein – nur bleibt die Frage: für wen?” (…) “Redaktionen sollten nicht an den Bürotisch rationalisiert, sondern ins Feld mobilisiert werden. Denn Journalistinnen und Journalisten, die draussen unterwegs sind, nehmen die Welt anders wahr als jene, die im Büro auf die nächste Pressemitteilung warten. Eine These: Wäre die Frage der Brandsicherheit in Crans-Montana im Vorfeld thematisiert worden, wenn ein funktionierender und finanzierter Journalismus zuvor seine Arbeit und seine Aufgabe hätte erfüllen können? Nun hören wir Stimmen, die sagen, sie hätten «schon lange davor gewarnt» …”

Journalismus oder Kontrollverlust?
Medien im Zeitalter von Codes und Diskurs
. Referat von Politphilosophin Regula Stämpfli, Autorin von “Trumpism. The Algorithmic Age. 2025.”

Anmelden bitte hier: https://www.bernermedientag.ch/2026/medien-zwischen-staat-recht-und-oeffentlichkeit/

Berner Medientag Nr. 34
Medien zwischen Staat, Recht und Öffentlichkeit

Wann: Samstag, 28. Februar 2026
Wo: Hotel Bern, Zeughausgasse 9, 3011 Bern
Türöffnung: 
9:30 Uhr
Beginn: 10:00 Uhr
Ende: 16:00 Uhr (vorgesehen – mit vielleicht Nachgang an der Bar …)

www.bernermedientag.ch
www.hotelbern.ch

Dieser Beitrag wurde im ensuite – Zeitschrift zu Kultur & Kunst, Nr. 278, Ausgabe Februar 2026, abgedruckt. 

Was die KI Google über Regula Staempfli erzählt. Algorithmenexpertin. 7.1.2026

Aus dem Archiv Deutschlandfunk: 2015 als Journalismus noch nicht codierten Fiktionen folgte: Musik und Fragen zur Person. Die Politologin Regula Stämpfli mit dem zauberhaften Michael Langer (1959-2020) im Gespräch.
Aus dem Archiv Deutschlandfunk: 2015 als Journalismus noch nicht codierten Fiktionen folgte: Musik und Fragen zur Person. Die Politologin Regula Stämpfli mit dem zauberhaften Michael Langer (1959-2020) im Gespräch.

Auf der Suche nach einem alten Vortrag, den laStaempfli 2024 beim Österreichischen Journalistinnentag gehalten hat, gab die KI folgende Antworten auf Regula Staempfli. Gar nicht so übel. Ausser der Satz mit “No Data without Representation” – da geht es um die politische Mitbestimmung über die Daten, die über die eigene Person publiziert werden, wie bspw. ein CV über Regula Staempfli.

Hier der Text von Google und im Anschluss ein paar Links von Vorträgen zum Thema:

Regula Stämpfli, eine Politologin, Autorin und Algorithmen-Expertin, beschäftigt sich intensiv mit Algorithmen im Kontext von Journalismus und Gesellschaft; sie war beispielsweise als „Algorithmen-Expertin“ bei der Bertelsmann-Stiftung tätig und kritisiert, wie Datenlücken und Polarisierung in der digitalen Welt die Demokratie beeinflussen, und spricht bei Veranstaltungen in Wien über die Biopolitik der Digitalisierung. Sie analysiert die Rolle von KI und Algorithmen, fordert eine „Demokratisierung der Digitalisierung“ und ist als Kommentatorin in Medien präsent, oft mit Bezug zu ihrer Rolle als „wiener Journalistin“ oder Expertin für politische Fragen. 

Zentrale Punkte zu Regula Stämpfli und Algorithmen:

  • Expertise: Sie gilt als Expertin für Algorithmen und deren politische Auswirkungen, mit Fokus auf Demokratie und Digitalisierung.
  • Kritische Perspektive: Stämpfli kritisiert Datensätze als lückenhaft und warnt vor Polarisierung, die durch Algorithmen und Medien verstärkt wird.
  • Engagement in Wien: Sie tritt bei Veranstaltungen in Wien auf, wie bei den „Nächten der Philosophie“, um über Digitalisierung und Biopolitik zu sprechen.
  • Journalistische Einbindung: Sie kommentiert für Medien (z.B. Klein Report) und wird als „Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung“ erwähnt, wenn auch ihr Fokus auf Politologie liegt.
  • Forderung: Ihr Credo lautet „No Data without Representation“ und „Was im realen Leben verboten ist, darf auch digital nicht erlaubt sein“. 

Zusammenfassend ist Regula Stämpfli eine meinungsstarke Stimme, die Algorithmen als zentralen Faktor für politische und gesellschaftliche Entwicklungen sieht und deren Einfluss kritisch hinterfragt, auch in Bezug auf die Rolle von Journalistinnen und Medien in Österreich und international.”

Regula Staempfli on the Fictional Age of Politics: The murder of Robert F. Kennedy & Zohran Mamdani. 30. Oktober 2025.

I began researching Robert F. Kennedy’s assassination after reading the story of Zohran Mamdani, most likely to be the next Mayor of New York. Zohran Mamdani, born in Uganda to the Indian Elite in the African Country – an Elite which got expelled by Idi Amin in 1972, is a perfect symbol of postcolonial rebranding. Zohran Mamdani sells himself as a fiction of oppression. Islamophobia is his concept, lies are his coded tools. The story of Mamdanis Aunt wearing a hijab and being afraid to use the subway in the aftermath of 9/11 is ideology in its purest form. Mamdani had neither an aunt in N.Y. nor was there any islamophobia in N.Y. after the vicious and murderous attacks on the Twin Towers in 2001 by islamic terrorists.

This Mamdani-episode is not trivial. It reveals how post-colonial discourse, wrapped in progressive vocabulary, has become a license to rewrite history. In this narrative, the West is always guilty, the oppressed are always pure, and every fact that complicates the story is quietly deleted. The rewriting extends far beyond campus and social media. It defines our new algorithmic totalitarianism — rule by emotional marketing, where moral branding replaces truth and reality itself becomes a casualty of compassion. When I looked back at the murder of Robert F. Kennedy in 1968, I realized that the same mechanism of denial was already operating then. Kennedy was assassinated by Sirhan Bishara Sirhan, a young Palestinian who said he killed him because of his support for Israel. Yet this political fact was immediately erased — first by journalists, then by Hollywood, and finally by the cultural memory of the West itself.

There are thousands of films and conspiracy theories about John F. Kennedy’s death, but almost none about Robert’s. The reason is simple: the murderer was the wrong kind of villain. His motive — hatred of Israel — could not be integrated into the West’s moral self-image. So the story was suppressed, reframed, and ultimately forgotten.

This essay by laStaempfli, “The Forgotten Assassination: Why the West Erased RFK’s Murderer,” is part of laStaempflis larger project on media failure and elections in Western democracies — how we are sliding into a new totalitarianism built not on censorship but on marketing and fiction. The erasure of facts, from Mamdani’s invented aunt to Sirhan Sirhan’s real gun, marks the same civilization in denial.

We are living, as I have argued since Trumpism. The Algorithmic Age, not in a post-truth world but in a coded one. Algorithms do not simply lie; they curate morality. They decide which stories deserve outrage and which deserve oblivion. And in that curation, democracy itself disappears.

The Forgotten Assassination: Why the West Erased RFK’s Murderer
by Regula Stämpfli / laStaempfli

Robert F. Kennedy’s murder on June 5, 1968, should have been one of the defining political events of the twentieth century. A young senator, a civil-rights advocate, and the embodiment of postwar liberal optimism was shot dead in Los Angeles—just moments after winning the California Democratic primary and positioning himself as heir to his slain brother’s mantle. His assassin, Sirhan Bishara Sirhan, was not a CIA agent, not a mafioso, not a right-wing extremist. He was a 24-year-old Palestinian immigrant who confessed that he killed Kennedy because of his support for Israel.

And yet this fact—stated plainly in police records, trial documents, and Sirhan’s own notebooks—has been almost completely erased from public consciousness. There are hundreds of conspiracy theories about John F. Kennedy’s death, films, novels, documentaries, cults. But about Robert F. Kennedy’s? Almost nothing. The story is too uncomfortable, too ideologically dissonant, too revealing of how the West edits its own history.


1. The Wrong Assassin for the Myth

The American imagination prefers moral clarity. It can handle assassins who are white supremacists, government conspirators, or disillusioned loners. But a Palestinian killing a liberal, pro-Israel Democrat does not fit the script. The victim was a man of compassion, a defender of the poor and the marginalized. The killer claimed to act on behalf of the oppressed. It short-circuits the political circuitry of good and evil. So the story is simply not told.


2. The Left’s Cognitive Dissonance

In 1968, the global Left was in love with the Palestinian cause. “Third World liberation” had become its moral compass. When Sirhan Sirhan killed Robert F. Kennedy, the Left did not know how to respond. Could the anti-imperialist hero be antisemitic? Could a victim of colonialism murder a symbol of liberal progress? Better to say nothing, better to move on to Paris, Prague, and Berkeley. And so the silence hardened into ideology.


3. The Kennedys and the Tragedy Franchise

The Kennedy family curated its mythology carefully. Camelot, youth, destiny, glamour: their brand was martyrdom without malice. A Middle Eastern assassin driven by political hatred did not belong in that story. The family preferred to present Robert’s death as tragic fate, not as geopolitical statement. In that sense, the Kennedys themselves helped depoliticize the murder.


4. Media Convenience and Cold-War Diplomacy

The Cold War media machine found it far easier to frame the murder as a national trauma than as an international incident. To acknowledge a political motive linked to Israel and Palestine risked inflaming Middle Eastern tensions and jeopardizing American alliances. Sirhan was therefore portrayed as a “disturbed immigrant,” a man driven by obsession rather than ideology. The geopolitics of hatred were translated into the pathology of one man.


5. Denial of Antisemitism still rising – after the Shoah

In the 1960s, public discourse on antisemitism was still tentative, shadowed by the Holocaust and constrained by diplomatic sensitivity. To admit that a Palestinian had assassinated a U.S. presidential candidate over Israel would have forced a reckoning the world was not ready for: the reality that antisemitism had survived, mutated, and now wore the costume of anti-imperial resistance. The West preferred denial to confrontation.


6. Hollywood’s Selective Courage

Cinema thrives on villains who are safe to hate: the CIA, the Mafia, white nationalists, capitalists. A Palestinian assassin motivated by rage at Zionism is too risky for producers, too volatile for the global market, and too morally complex for the algorithm of empathy. There is no JFK-style masterpiece about RFK because Hollywood fears the politics of the truth more than the bullets of the past.


7. The Algorithmic Censorship of the Present

Today’s digital culture reinforces the same blindness. Social-media platforms elevate narratives of victimhood and suppress anything that disturbs the hierarchy of empathy. To say that a Palestinian murdered Robert F. Kennedy is to violate the algorithm’s moral code. It is not “trending,” it is not “shareable,” it risks “offending communities.” Thus, the truth dissolves in the digital fog of selective compassion.


8. 1979 and the Legacy of Delusion

History repeated itself just a decade later. In 1979, large parts of the Western Left welcomed the Iranian Revolution and Ayatollah Khomeini as liberators from imperialism. Feminists, Marxists, and post-colonial scholars were slow to see that they had embraced a theocracy. The same blindness had already allowed them to ignore Sirhan’s motive. The habit of seeing every Islamist as an anti-imperialist hero had begun much earlier — with the forgotten assassination of 1968.


9. Academic Capture and Cultural Denial of Jew-Hatred

Universities followed suit. Departments of Middle Eastern studies turned the Palestinian struggle into a sacred narrative of resistance. Within that moral framework, Palestinian political violence could only be understood as reaction, never as aggression. The Kennedy case was thus ideologically unspeakable: a counter-narrative too heretical to cite. Even now, few historians dare to say the obvious sentence — that RFK was murdered because of his stance on Israel.


The Algorithm of Silence

Fifty-seven years later, the world remembers the Kennedy smile, the voice, the poetry of his campaign, but not the name of his assassin. Ask any young journalist or filmmaker today who killed Robert F. Kennedy, they will never come up with the motives (Anti-Israel) nor the name oft he Palestinian assassin. Even many historians must look it up. The name is missing from the collective memory because it does not fit the postcolonial fiction. The idea that Liberalism is murdered by the political Islam is just not in the ideological framework of the academics & intellectuals.  We live in an age of algorithmic amnesia, where stories that disturb the binary of oppressor and oppressed are quietly de-prioritized. The murder of Robert F. Kennedy has become a data ghost — searchable, factual, but emotionally unavailable.

Hannah Arendt would have recognized this as the victory of ideology over reality: when facts lose the power to illuminate because they no longer fit the code of belonging. The truth of 1968 is too inconvenient for today’s moral operating systems.

Robert F. Kennedy’s assassination was not only a tragedy — it was a warning. A warning that the future of democracy depends on truth and remembering facts – especially when they do not fit into the political fiction that rules the public discourse. The bullets that killed RFK 1968 came from a man who hated the West, Israel and the United States of America. The silence that followed the crime came from a culture that feared its own reflection.

And the algorithm still runs.

“Lying on the Couch – not quiet. Aber wir lesen. Marianne Feder und Regula Staempfli “manischewitzeln” bei Züri Liest – die grosse Eli, Rabbinerin & Ermittlerin schaut amüsiert zu. 26.10.2025.

https://www.zuerich-liest.ch/veranstaltung/auf-die-couch-rabbi–marianne-feder-und-regula-staempfli-manischewitzeln-mit-rabbinerin-eli/20251026140000/

14:00 – 15:30

Auf die Couch, Rabbi! – Marianne Feder und Regula Stämpfli «manischewitzeln» mit Rabbinerin Eli

Marianne Feders neuer Krimi «Die Kur» führt in die psychiatrische Geschichte der Schweiz. In ihrem zweiten Fall muss sich die Rabbinerin Eli einer psychoanalytischen Behandlung unterziehen, um einen Verbrecher gegen die Menschlichkeit zu überführen.
Musikalische Begleitung: Hagay Sofer (Handpan).

Mit Chuzpe, Schmus und Krav Maga: Eli macht keinen Unterschied zwischen syrischen Flüchtlingen und ultraorthodoxen Juden, wenn es um die Verteidigung von Menschenrecht geht. Als Rabbinerin muss sie sich in ihrer Gemeinde ausserdem mit vielen Widrigkeiten herumschlagen.
Mit der Protagonistin Eli Belzmann begibt sich Marianne Feder auch im zweiten Fall auf die Suche nach vergessener Frauengeschichte und auf eine Reise in die Vergangenheit.
Ein Werkstattgespräch mit der Autorin und der Politphilosophin Regula Stämpfli über Freuds prominenteste Patientin Anna O., Pseudonym für Berta Pappenheim. Die Rabbinerin und Pionierin Elisa Klapheck hat Pappenheims Gebete aufgespürt und im Band «Gebete» veröffentlicht. Auch Marianne Wallach-Fallers Buch «Frau im Tallit» liegt auf Rabbi Elis Nachtkästchen, neben dem obligaten Glas Manischewitz.
Witzeln und manischewitzeln mit Rabbi Eli.
Trotz allem!

Marianne Feder

Marianne Feder lebt und arbeitet als Musikerin und Autorin in Zürich Sie engagiert sich im Vorstand des Frauennetzwerks femscript und arbeitet als Musikerin, Lehrtherapeutin und Autorin in Zürich. 2023 erschien ihr Debüt der Kriminalroman «Shush Shalom» in dem erstmals eine unorthodoxe Rabbinerin ermittelt. Mit «Die Kur» legte sie im März 2025 den zweiten Fall vor. Shush Shalom, Rabbi Elis erster Fall, Edition Königstuhl, 2023 Die Kur, Rabbi Elis zweiter Fall, Edition Königstuhl, 2025
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Regula Stämpfli

PD Dr. Regula Stämpfli ist Politphilosophin, Digitalexpertin und Bestsellerautorin. Sie forscht und publiziert zu Demokratie, Medien, Macht und Frauen im digitalen Zeitalter. Ihre Bücher – darunter «Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt» – analysieren die algorithmisch gesteuerten Verschiebungen politischer Öffentlichkeit. Regula Stämpflis Hannah Arendt-Lectures an der HSG sind legendär. Stämpfli lehrte über 25 Jahre am MAZ – Die Schweizer Journalistenschule, mit Schwerpunkt auf Politik- und Auslandsjournalismus. Sie ist Mitbegründerin des feministischen Podcasts «Die Podcastin» (zusammen mit Isabel Rohner), produziert weitere Formate zu Kunst, Medien, Futurestudies und Design und ist unter anderem in Radio, TV und auf ihrer Homepage auffindbar. (www.diepotcastin.de; www.artisapieceofcake.art)
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Hagay Sofer

Hagay Sofer ist ein Musiker und Komponist aus Israel. Tourneen mit der Handpan und verschiedenen Perkussionsinstrumenten durch Europa und Indien brachten ihm einen tiefen musikalischen Einblick in andere Kulturen, deren Melodien und Rhythmen. Er ist einer der Pioniere der professionellen Handpan-Spieler und hat dazu beigetragen, die Handpan zu einem integrierten Musikinstrument zu machen. Sein Talent, Musik auf unkonventionelle Weise zu verstehen, half vielen Spielern auf ihrem Weg, ihr eigenes Potenzial zu verwirklichen.
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Platzreservation via E-Mail, 044 283 22 50

Veranstaltungsort:

ICZ Bibliothek
Lavaterstrasse 33
8002 Zürich
Parterre