Kulturessay im Kulturmagazin “ENSUITE” von Regula Staempfli zum Buch “Serge & Jane”. Titel: “Zärtlichkeit gegen die Welt: „Serge & Jane“ und die verlorene Kunst des Liebens.” copyright laStaempfli. Dezember 2025.

Zärtlichkeit gegen die Welt: „Serge & Jane“ und die verlorene Kunst des Liebens.

Serge Gainsbourg (1928-1991), das enfant terrible der französischen Kultur, und Jane Birkin (1946-2023), die britische Novelle-Vague-Göttin, lebten eine Liebe, die in jeder Hinsicht ausserhalb der Norm steht. Die Beiden waren provokant und zärtlich, exzessiv und konzentriert, extrem, politisch inkorrekt, ästhetisch-revolutionär, doch immer der Gegenwart, Wahrheit und Wirklichkeit verpflichtet. Beide lebten exzessiv Krisen, Eifersucht, Alkohol, doch sie löschten sich nie aus, wie so viele bekannte Paare.

Jane Birkin war für mich immer ein Wesen aus einer anderen Welt.  Durchscheinend, zart, fast körperlos – eine Erscheinung, die sich der Schwerkraft widersetzte. Die ikonische Fragilität der 1960er und 1970er Jahre war der Gegenentwurf zu den amazonenhaften, kraftvoll trainierten „Ich bin da“-Statement der Frauen der 1990er Jahre. Die Birkin wurde zunächst berühmt durch ein Lied mit der grossen Liebe ihres Lebens: „Je t’aime … moi non plus.“

Es ist ein verstörender Song, in einer verstörenden Beziehung, die nach MeToo schreit. Die Irritation, die der Song mit sich bringt erzählt viel über die kulturellen Codes der weiblichen Stimme, über die weibliche Lust, und über die tiefe Unruhe, die entsteht, wenn männliche Selbstverständlichkeiten auf weibliche Freiheiten treffen. Das ist die Reibung, die Jane Birkin und ihre Geschichte mit Serge Gainsbourg bis heute so faszinierend macht.

Es gibt Lovestories, die die Welt zum Leuchten bringen, indem sie beide Liebenden verbrennen. „Romeo und Julia“ beispielsweise, der Beginn des Mythos der Moderne. Im Absturz entfaltet sich dann die ganze Wucht von Liebe und Lust, zerstörerisch, grell, toxisch. Und doch können solche Beziehungen von welchem das Buch „Serge & Jane“ erzählt, das ich Ihnen hier empfehle, vom Kriegsfeld direkt in die Friedenspolitik führen. Jane Birkin präsentierte 2017, ein Vierteljahrhundert nach Serge Gainsbourgs Tod einen Liederzyklus, den sie vor Publikum und mit einer Tournee präsentierte: „Brikin/Gainsbourg: le symphonique.“ Einundzwanzig Lieder von Serge Gainsbourg, arrangiert vom Symphonieorchester, interpretiert mit der für sie so typischen Stimme, von der einundsiebzigjährigen Jane Birkin. Die Welt-Tournee wird zum grossen Erfolg, Jane Birkin: „Es freut mich so sehr, solche Orte zu besuchen und somit Serge ein bisschen das Leben zu verlängern – es ist wie eine Nachspielzeit im Fussball.“

„Ich bin die berühmteste Anti-Sängerin der Welt“ und doch machte Jane Birkin als Sängerin dank Serge Gainsbourg eine Weltkarriere. Er wiederum blieb dank ihr über Generationen hinweg erfolgreich und mutierte mit seinen abstehenden Ohren zur Stilikone. Birkins Beziehung zu Serge Gainsbourg, dem ukrainischen Juden, Archetyp des rebellischen Franzosen, war ein Mann, der Menschen mit den aufmerksamen Augen eines Malers betrachtete. Wenn er einer Frau seine ganze Aufmerksamkeit schenkte, war diese meist wehrlos gegen seinen Charme, schreibt Élisabeth Lévitsky in ihrer Biographie „Lise et Lulu.“ Solche Männer gibt es kaum noch. Sie schauen zu oft in den Spiegel heutzutage, und nicht in die Welt hinaus. Diese Visagen von Verletzlichkeit gemischt mit einer gewissen Brutalität, die Verkörperung der Welt von gestern. Als die Revolution noch möglich und nicht kuratiert war und darüber hinaus verdammt fashionable aussah. Und, vor ein paar Jahren, mit der „Birkin-Bag“ -Vintage in Krokodillederversion für 200.000 bis 300.000 Euro die Auktionshäuser reich machten. Birkin distanzierte sich aus Tierschutzgründen vehement von diesem Teil ihrer Vergangenheit. Eine kleine Geste, aber eine von grosser Konsequenz in einer Branche, die Tierhaut als Preisaufschlag behandelt. Krokodilledertaschen und -schuhe trägt seit dem Birkin-Protest keiner mehr – es sei denn Vintage. Der Hermès-Bag passte eh nicht wirklich zu dieser Frau, die den Kern ihrer Eleganz aus riesigen Selbstzweifeln schöpfte. Der Birkin-Basket, jener geflochtene, leichte Korb, den sie immer wieder trug und der bis heute unter ihrem Namen verkauft wird, passte immer viel besser zu ihr. Jane Birkin, die Engländerin, die in Frankreich zur Ikone der „Parisienne“ aufstieg, ihren britischen Akzent nie verlor, bewegte sich seit ihrer Jugend intuitiv immer dorthin, wo die Dinge leicht und unaufgeregt trotzdem eine Unanständigkeit verbreiteten. Die im Auge des meist männlichen Betrachters lagen. Birkins Jugend, Gainsbourgs Kindheit sind ziemlich kaputt und widerspiegeln die damalige Geschichte. Erstaunlicherweise oder vielleicht gerade wegen den Brüchen in der Familie, fanden Beide immer den Schutz ihrer Eltern und anderen Verwandten. Die Beziehung von Jane Birkin zu ihrem Bruder trägt darüber hinaus verstörend inzestuöse Züge, die der Autor des Buches „Serge & Jane“ extrem sorgfältig aufblättert.

Wir leben in einer codierten Phase, die toxische Paare nahezu kultisch verehrt. Deshalb sind Jane Birkin und Serge Gainsbourg als schwieriges „Coupeling“ mit der Ambivalenz einer grossen Liebe Zeichen einer Welt, die wirklich vergangen ist. Ich empfand es deshalb als politischen Akt, heute an Jane Birkin und Serge Gainsbourg mit dem Buch „Serge & Jane“ zu erinnern. 2021 herausgekommen, zauberhaft geschrieben, spannend wie ein Thriller konstruiert, von einem österreichischen Autor stammend, der so blass ist wie seine Protagonisten leuchtend, Günter Krenn, ist „Serge & Jane“ eine Offenbarung. Die Leser und Leserinnen werden in einen Sog von Politik, Kunst und Aktion hineingezogen durch den Liebesakt der Beiden, die zeigen: Wahre Liebe ist so friedlich wie eine Explosion.

Es ist lange her, dass wir von Paaren geredet haben, die sich leidenschaftlich lieben: in aller Öffentlichkeit. Es gibt sie nicht mehr in unserer codierten Welt – oder denken Sie bei Taylor Swift und Travis Kelce auch nur eine Sekunde an Leidenschaft? Elizabeth Taylor und Richard Burton, die Callas und der Onassis, Ingrid Bergmann und Roberto Rosselini machten die Welt zu einem Ort der Passion. So wie diese Paare längst verschwunden sind, fehlen die küssenden Menschen in der Öffentlichkeit. I mean: Porn is everywhere, aber Liebe? Es ist Jahre her, dass ich tief erschütternde Abschiedsszenen an Bahnsteigen mit Tränen in den Augen verfolgen konnte oder selber erlebte. Die polyamoren Clubs sind voller einsamer Menschen, die sich genau an Vereinbarungen halten, wenn sie sexuelle Dinge tun, die sich fantastisch Liebende nicht mal vorstellen wollen. Es gibt nur noch Pornobilder oder Schwelle-Groupsex, Swingerclubs, Dark Rooms, die den männlichen Sexualtrieb zum Mass aller Dinge machen, egal wieviel queer proklamiert wird. Das war ja schon mit Madonna so: Sie kommerzialisierte den Feminismus als Pornveranstaltung und Alle schreien bis heute: „Selbstbestimmt.“

Doch Liebe? Sehnsucht und Leidenschaft? Der physische Schmerz, wenn der Andere geht? Das Begehren, das verängstigt, gleichzeitig unfassbar glücklich macht? Die Begegnung auf Augenhöhe, weil zwei Menschen wissen, wie dramatisch es ist, das Ego zugunsten unfassbarer Symbiose aufgeben zu müssen? Höre ich die jungen Menschen zu, gibt es davon nichts, nada, niente. Sie verlieben sich noch, das dann schon, immer für kurze Zeit, doch dann werden die dominierenden Gegenwartscodes eingeschaltet: Karriere, Aussehen, Geld. Liebe wird da eine Frage der Organisation. Hand in Hand schlendern nur noch alternde Paare – die jungen fassen sich in der Öffentlichkeit weniger an; sie sind zu sehr mit dem Selfie-Schiessen ihres glücklichen Paarlebens beschäftigt. Schauen Sie sich um. Ich vermisse die zahlreichen Orte voller Menschen, die Liebe und nicht Diskurse ausstrahlen.

 „Serge & Jane“ vermittelt diese Art von Vergangenheit so subtil, dass es Tage brauchte bis ich über die Traurigkeit nicht nur über die Geschichte der Beiden, sondern auch die Euphorie, die mich beim Lesen ergriff, hinweg kam. In einer Zeit, in der Zerstörung, Sprechakte, Nihilismus, Materie, der Zwang zum Image spektakulärer ist als Zuneigung, Leidenschaft, Hass und Liebe vereint, erscheint die gelungene Liebe von Jane Birking und Serge Gainsbourg eigentlich als Skandal. Fehlen uns die Tabus? Die Zwischentöne, Zwischenräume, das Dazwischen der Politik statt Polarisierung?

Die europäischen Generationen, die noch Eltern und Grosseltern kannten, die von Flucht, Vertreibung und Aufbruch erzählt haben, in einem Ton, der die Boomer mit einer politischen Schärfe prägte, die den europäischen Wohlstand und Gewaltlosigkeit förderte, sind langsam am Aussterben oder verblöden. Gen Z und Millenials sind da völlig unbelastet und wohl deshalb wählen sie nun in den westlichen Staaten in den Städten Systeme, die ihre Urgrosseltern in den Gulag, in Konzentratsionslager und Foltergefängnisse brachten. Anders als in der Liebe, geht es Codes nicht ums Bewahren, sondern ums Zerschlagen. In Deutschland wählten 2025 die Erstwähler und Erstwählerinnen ausnahmslos Extreme: Die „Linke“ (Nachfolgerorganisation der SED-Partei, also der DDR) und die AfD.

Die Obsession mit dem Abgrund als Kulturmerkmal, bringt uns überall bezahlbaren Sex und kriminalisierte Leidenschaft, die die Liebe, die immer gratis ist, verunmöglicht. Denn Gratisliebe ist der Tod jedes Herrschaftssystems.

Vielleicht ging dieses wirklich grosse Buch „Jane & Serge“ deshalb im digitalen Rauschen verloren, weil nicht Zuneigung zu dem was ist, sondern die Zerstörung, auch die Selbstzerstörung wichtiger erscheint als die Bewahrung. Liebesgeschichten, die Trennungen transformieren, schaffen gemeinsam etwas Drittes, einen neuen literarischen, musischen und politischen Tonfall: Wie eben Jane Birkin und Serge Gainsbourg. Weibliche Beobachtungen, weibliche Sprache, weibliche Lust prägten auch ein anderes Paar, dessen Ambivalenz heute so unmodern ist: Anais Nin und Henry Miller. Sie haben im „Delta der Venus“ die Pornografie als ökonomische Gewalt entlarvt. Aus Geldnöten schrieben sie für einen anonymen Bock, Seite für Seite erotische Literatur, er aber schrie immer lauter, er wolle keine Poesie sondern mehr Porn. Die Abrechnung von Nin und Miller an ihren Auftraggeber ist fantastisch; das grösste Plädoyer für den Feinstrick erotischen Begehrens gegen die männlichen perversen Fickfantasien, die alles Menschliche auf technische Banalität reduzieren.

Vielleicht wird erst heute sichtbar, was verloren ging. Die Gegenwart wird immer strenger kuratiert – Frankreich bastelt an einem Registrier-Gentest für Hunde, damit deren Kot auf der Strasse direkt zum Halter führt, mit deftigen Bussen (um nur eines der absurdesten Beispiele zu nennen.) Paris sieht schon jetzt aus wie ein Instagram-Account mit Menschen, die reden als trügen sie Moderationskarten im Stammhirn; der Präsident macht es ja schliesslich vor. Hannah Arendt beschreibt in „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ die grosse Einsamkeit in „alle Bereiche kontrollierenden Systemen“; vielleicht lieben die jungen Menschen deshalb die absurdesten Demos. Da sind sie wenigstens unter Gleichgesinnten und schreien kollektiv Mörderparolen zu Staaten, von denen sie weder Geschichte oder Menschen kennen. Die Paradoxie, einerseits Konflikt zu vermeiden, gleichzeitig online zum Krieg aufzurufen, ist so augenfällig. Sie geht Hand in Hand mit einer Heerschar von Akademikern, die Demokratie für ein veraltetes System halten. Die das gleiche Wahlrecht durch ein Lottosystem ersetzen wollen: Bildungsgrad, Alter, Milieu, Einkommen, Herkunft, sexuelle Identität sollen als Kategorien eine neue schöne Welt ordnen. Niemand soll mehr leiden, aber niemand soll jemals wagen zu leben. Die Irren bevölkern die Strassen, die Normalen sind in ihren Zimmern eingesperrt. Kein Wunder sehen wir kaum Liebespaare mehr! In dieser Trockenheit wirkt die Liebe von „Serge & Jane“ wie eine Erinnerung an etwas, was vergessen gegangen ist; dass grosse Lieben nie steril, korrekt, safe, sondern ambivalent, echt und lebendig sind.

Nach der Lektüre dieses Buches weiss ich wieder, was fehlt: Wie der Geruchs- und Geschmacksinn, der durch Covid ausgelöscht wird. Ich besuche junge Menschen, die als globale Elite die Welt wie ein Shoppingcenter online und offline konsumieren. Es gibt klare Verhaltenscodices und hierarchische Kreditpunktsysteme. Zärtlichkeit wird dem Moralismus, das Subjekt dem User geopfert. Die Öffentlichkeit ist eine Plattform, Identität ersetzt handelnde Menschen.  

Deshalb hier mein Plädoyer für  die Unberechenbarkeit der Liebe, die uns dem Kontrollwahn der codierten Welt entzieht.

Serge & Jane. Biographie einer Leidenschaft von Günter Krenn, Aufbau Verlag.

Anais Nin, Das Delta der Venus, erschien 1977 in den USA als Sammelband, wurde 1983 in Deutschland beschlagnahmt und seit 2002 gibt es eine vollständige deutsche Taschenbuchausgabe

Politics, a (wo)man’s business? How equitable is political representation. Panel discussion with Prof.Dr. Christa Binswanger, Alexandra Bethke and PD Dr. Regula Staempfli. University of St. Gallen, HSG, organised by FORAUS.

HSG Regula Staempfli Rond Table Politics: Women's Business

Politics, a (wo)man’s business? How equitable is political representation. Panel discussion with Prof.Dr. Christa Binswanger, Alexandra Bethke and PD Dr. Regula Staempfli. University of St. Gallen, HSG, organised by FORAUS.

laStaempfli CV: Speaker Bio – Regula Stämpfli

Dr. Regula Stämpfli is a Swiss-born political philosopher, media theorist and bestselling author known for her sharp analysis of digital power, democracy and the coded erosion of reality. She lectures on Hannah Arendt, digital authoritarianism and gendered algorithms, and runs several influential podcasts—including Die Podcastin, one of the most widely discussed feminist formats in German-speaking media.

She has published nine monographs, among them Trumpism. The Algorithmic Age, and is a public intellectual who connects philosophy with contemporary politics, art and media critique. Stämpfli is known for her uncompromising stance on freedom, democracy and the role of women in the digital age, often described as one of the few European voices speaking against both authoritarian right-wing politics and left-coded erasure ideologies***Short: Dr. Regula Stämpfli is a political philosopher, bestselling author and one of the most distinctive European voices on digital power, democracy and women’s freedom. She works at the intersection of Hannah Arendt, media theory and algorithmic politics, known for her sharp public interventions and her feminist podcast Die Podcastin.

Regula Staempfli zu Le Pen: Die Führerin der Galle – Le Pens Fall und der folgende Tanz der Mediencodes. Eine Kolumne von laStaempfli

Regula Staempfli Kolumne zu Le Pen und die Gefahr des Urteils 2025.
Regula Staempfli Kolumne zu Le Pen und die Gefahr des Urteils 2025.

Die Führerin der Galle – Le Pens Fall und der folgende Tanz der Mediencodes

Marine Le Pen wird nach einem Urteil in Frankreich wegen „Veruntreuung von Geldern“ schuldig gesprochen und wird 2027 nicht für die Präsidentschaftswahl kandidieren dürfen. Es geht um die Scheinbeschäftigung von Mitarbeitenden im EU-Parlament. Für die Homepage fasst laStaempfli die Empörungsspirale in den Medien und deren politische Implikationen zusammen:

„Ich wachte auf mit dem Geschmack von Blei im Mund und einem dumpfen Echo von “Rechtsstaat” in der Timeline. Marine Le Pen, Frankreichs blonde Jeanne d’Arc der Nationalpopulisten, war gefallen – nicht in der Wahlurne, sondern auf dem harten Asphalt der Justiz. Ein Urteil, das nach Demokratie roch, aber schmeckte wie kalter Verwaltungskaffee. Die Rechten heulen wie geprügelte Hunde: politische Justiz!Brüssel-Diktatur!Staatsfunk-Verschwörung!. Währenddessen schlecken die liberalen Medien ihr rechtsstaatliches Eis mit einem Grinsen, das fast schon etwas Sadistisches hat: „Seht her, der Rechtsstaat lebt – und er trägt Robe!“

Aber Moment mal: Wer hat hier eigentlich wirklich gewonnen? Und was genau ist da eigentlich passiert?

Nach Überzeugung des Gerichts hatten Le Pen und 23 weitere Angeklagte zwischen 2004 und 2016 die Gehälter von EU-Parlamentmitarbeitenden dafür genutzt, in die Kasse der Le Pen-Partei zu stecken. Der dadurch entstandene Schaden wurde auf vier Millionen Euro beziffert. Le Pen wurde zu 4 Jahren Haft, zwei auf Bewährung, zwei mit elektronischen Fussfesseln verurteilt. Es kamen noch eine Geldstrafe hinzu und, das ist eigentlich der Kernpunkt: Das Gericht verbot ihr, fünf Jahre lang bei Wahlen aufzutreten. Marine Le Pen darf also nicht mehr kandidieren. Ihr wurde für fünf Jahre das passive Wahlrecht, also die Wählbarkeit entzogen. Es ging um Scheinbeschäftigung von Mitarbeitenden im Europaparlament – eine Veruntreuung der Gelder. Nun rückt Jordan Bardella, der Parteichef des rechtsextremen Rassemblement National in den Fokus. Er ist der Ziehsohn von Le Pen und Shootingstar. Jahrgang 1995 hat Bardella eine steile Karriere hinter sich – eine Einwanderungsgeschichte mit algerisch-italienischen Wurzeln. Bardella passt in die neue Medienlogik des Underdogs – das 93. Departement Frankreichs gilt als ärmstes des Landes. Bardella ist ein Privatschüler einer katholischen Privatschule, was ihn von seiner Umgebung abhebt. Mit 17 Jahren tritt er dem Rassemblement National ein. 2022 ist er Parteivorsitzender, nachdem er schon im Europaparlament stellvertretender Fraktionsvorsitzender war. Bardella steht für eine scheinbar bürgerliche RN, spielt aber die Klaviatur der Medienhetze gegen Einwanderung.

Wer also meint: „Le Pen verurteilt – darf nicht mehr kandidieren!“,„Frankreich verteidigt den Rechtsstaat!“„Demokratie 1, Faschismus 0“ könnte sich täuschen. Denn das Urteil spielt in die Hand der Populisten, weil die Erzählung der Outsider weitergeführt wird. Insofern wiederum schlechte Nachrichten für die Demokratie. Denn die Algorithmenlogik belohnt immer noch die Empörungsspirale – der Rechtsstaat und die öffentlichen Institutionen haben dabei das Nachsehen. Nicht zuletzt, weil das EU-Parlament selber ein riesiges Problem hat mit den Spesenabrechnungen und möglichen Korruptionslücken, wie dies der Anarchist und ehemaliger Abgeordneter der „Die Partei“ Nico Semsrott in einem sehr lesenswerten Buch über die Brüsseler Mechanik geschrieben hat.

Am 11. April 2025 wurde bekannt, dass 12 Verurteilte Berufung gegen das Urteil eingelegt haben und eine möglichst schnelle Urteilsverkündung verlangen.

Links:

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/frankreich-prozess-marine-le-pen-urteil-100.html

https://www.welt.de/politik/ausland/video255831028/Schuldspruch-in-Frankreich-Fuer-Le-Pen-ist-das-der-politische-Todesstoss-nicht-aber-fuer-ihre-Partei.html

https://www.sueddeutsche.de/politik/frankreich-marine-le-pen-li.3227234

https://www.deutschlandfunkkultur.de/merkwuerdigster-job-der-welt-nico-semsrott-als-satiriker-im-europaparlament-dlf-kultur-45d64d68-100.html

Die UNVERSTANDENEN STAATEN: Amerika hat gewählt. Über das “Wie konnte es soweit kommen” im Ensuite-Essay von Regula Staempfli. Januar 2025. Triggerwarnung: Dieser Artikel könnte Ihr Weltbild ins Wanken bringen.

Die Essayistin Regula Staempfli hat zu Donald Trump ein enges Verhältnis. Als Erste prägte sie 2017 den Begriff «Trumpismus», schrieb dazu zwei Jahre später einen Bestseller und rechnete mit den mit Personalisierung, Brands und Polarisierung operierenden Medien ab. Dies nehmen ihr die Journalisten bis heute übel. Weshalb sie 2024 mit dem «Case against Kamala Harris» die US-Wahlen ganz anders sieht als alle anderen – wie, lesen Sie hier. 

The case against Kamala Harris war zunächst kein Case for Donald Trump. Angesichts der ideologischen Sprechaktpolitiken, manifestiert in den Olympischen Spielen 2024, wo Frauen um unzählige Medaillen betrogen wurden – in den USA sind es Tausende von Medaillen und Stipendien, die Frauen im Sport an Transfrauen abgeben mussten und angesichts der Tatsache, dass die Linke auf apolitische Identität setzt & mit DEI eine der gefährlichsten totalitären Ideologien verbreitet, die sich in der medialen & universitären Unterstützung des islamistischen Terrors manifestiert, ist es dringend notwendig, Gegenpositionen einzunehmen.

«It is the codes, stupid!» Barack Obama war der erste Smartphone-Präsident, Donald Trump der erste Twitter-Präsident, Joe Biden der letzte klassische Präsident. Seit dem 5. November 2024 sind wir nicht mehr bei den Medienpräsidenten, sondern im neuen «Zeitalter digitaler Reproduktion» angekommen. Dieses kombiniert Codes und «real world» in Echtzeit. Donald Trump bespielte im Wahlkampf alle codierten Medien und kombinierte sie mit realen Auftritten: Podcasts, soziale Netzwerke, Youtube, Tiktok, ein bisserl Facebook, viel Truth Social, noch mehr X/Twitter, ab und an Fox. Gleichzeitig tourten er und sein designierter Vize J.D. Vance durchs Land wie Rockstars. Diese Kombi, «codes and reality», brachte den Erdrutschsieg. Kamala Harris verfügte zwar über ein fünffaches Budget, unglaubliche 1 Milliarde Dollar, doch die Wahlen verlor sie haushoch, und das Wahlkampfteam schreibt bis zum Redaktionsschluss rote Zahlen. Wo sind denn diese Millionen hingeflossen? Nachzulesen auf ensuite.ch im Literaturblog von Regula Staempfli 2025: Da werden die Aufsätze einige Monate NACH PUBLIKATION IM DRUCK, veröffentlicht.

“Heute besonders günstig: Frauenfleisch. Ein verführerisches Kiloangebot.” Politphilosophischer Essay von Regula Staempfli (laStaempfli) im Kulturmagazin “ensuite.” Oder: Wie menschliche Körper in ein Jahrgangs-, Kilo-, Zentimeter und Lochverhältnis in Daten gegossen werden.

“Unsere Essayistin über «Die Geschichte der Anatomie», «Die kranke Frau», «Ich kauf mir ein Kind», «Die KI war’s!», «Bin ich ein Klon-Kind?», «Sapiens» und «The 1619 Project». Alles Bücher, die herrschende Sprechaktpolitiken und Sklaverei der Vergangenheit beschreiben – ohne dass die AutorInnen deren zeitgenössische Brisanz realisieren. Tja: Gute Bücher sind immer grösser als ihre SchöpferInnen.” Regula Stämpfli über Welt- und Wirkichkeits- und Körperverlust, u.a. auch am Beispiel Gemini von Google.

Regula Staempfli Essayistin für das Kulturmagazin Ensuite: Diesmal mit zahlreichen Büchern zum Thema “Menschenfleisch”, das immer zuerst von Frauen genommen wird.

Der Blog von Aiinasia siehe https://aiinasia.com/is-google-gemini-ai-too-woke/ hat noch einige Bilder, die aber gesperrt sind. Das ist die Google-Zensur, die laStaempfli These aus dem Jahr 2007 belegend, dass DIE EROBERUNG DER WELT ALS BILD DURCH DIE DIGITALISIERUNG VOLL IM GANGE IST UND DIE WIRKLICHKEIT NEU PROGRAMMIERT WIRD (In: Die Macht des richtigen Friseurs von laStaempfli).Die lächerlichen, automatisch generierten Geschichtsbilder entlang der WOKEN PROGRAMMIERSCHIENE zeigen den herrschenden postdemokratischen, postmigrantischen, postmodernen ahistorischen Live-Fetischismus: Google AI Geminis Antwort auf die Frage nach einem NAZI-SOLDATEN IM JAHR 1943.

“Was lehrt: Der menschliche Körper ohne Leib und Seele ist so verwundbar, dass er von jeder Ideologie aufs Brutalste ausgenutzt, gefoltert, verwendet und weggeworfen werden kann. Die Moderne bringt nicht nur universelle Versprechen und ein «Gott ist tot», sondern gleichzeitig die schlimmsten Albträume für industrielle und unmenschliche Körper–Verwertungsgeschichten. Wer Menschen wie Metzger schneidet, wird sie als Metzgerskinder an den Universitäten zu linguistisch poetischem Fleisch umdeuten können – so meine Lehre der letzten Jahrhunderte zu Politik, Mensch und Körper. Deshalb ist es heutzutage so einfach, lebende Menschen wie tote zu behandeln. Niere, Leber, Herz, Lunge, Bauchspeicheldrüse, Darm, Knochenmark, ja alles menschliche Gewebe kann transplantiert, verwertet und verkauft werden.” LESEN AUF https://www.ensuite.ch/heute-besonders-guenstig-frauenfleisch-ein-verfuehrerisches-kiloangebot/

laStaempfli über rasende Algorithmen. #diepodcastin codiert: Isabel Rohner & Regula Staempfli im wöchentlichen feministischen Rückblick, diesmal, tja: Zu “Daline West”. Ein weiteres sexistisches AI-Produkt.

Wer noch die DIE PODCASTIN gehört hat, verpasst was. Und zwar über 194 Folgen seit 2020! Isabel Rohner und Regula Stämpfli treffen sich im sprechenden Denken und generieren nebenbei einen Kunst-Podcast siehe www.diepodcastin.de . Die neue Folge ist unter folgenden Link nachzuhören: Nebenan auch auf YouTube. https://diepodcastin.de/2024/05/05/diepodcastin-dekonstruiert-daline-west-isabel-rohner-regula-stampfli-uber-kiai-sprechakte-israelhass-offentlich-rechtlich-weltverlust-hannah-arendt-revisited-freut-sich-mit-alyssa-carso/ Regula Stämpfli und Isabel Rohner verfassen übrigens sehr aufwändige Shownotes, was man von den Millionen-Euro-Labercasts bspw. Lanz&Precht nicht behaupten kann.

Das Bild ist von Pauline Boty 1938- 1966, fotografiert von laStaempfli in London. Pauline Boty war eine der wichtigen Popartists, sie starb schon mit 28 Jahren, wurde vergessen und von Heldinnen in den 1980er Jahren wieder berühmt gemacht.

Hier ein Ausschnitt: In dieser Folge erzählt Die Rohnerin die spannende Geschichte der KI: Das digitale Newsportal DerWesten (Funke Mediengruppe) hat nun eine “KI-gesteuerte Redakteurin” im Team: Daline West sei “eine einzigartige Kombination aus Technologie und menschlichem Feingefühl”. Na, herzlichen Glückwunsch, findet “Die Podcastin”: Daline West – deren KI-generiertes Bild natürlich nicht ohne Sexismus auskommt – schreibt ab sofort über Supermarkt-Öffnungszeiten und Horoskope. Wo die Problematik liegt, bespricht #diepodcastin, Isabel Rohner & Regula Staempfli, siehe  https://www.derwesten.de/autoren/daline-west

In der KI/AI geht es oft darum, so laStaempfli, LEBEN IN KUNST umzuwandeln oder krasser: Lebende Menschen und Tiere wie tote Ware zu verkaufen (siehe Prostitution, Leihmutterschaft, Dalit in Indien u.s.w.) Die Podcastin, Isabel Rohner und Regula Stämpfli in der Diskussion um Begriffe: Gleichzeitig wird statt “Armut bekämpft”, mit Worten Armut gelöscht zugunsten einer “Nichtdiskriminierung” und “Authentizität. Deshalb werden psychisch kranke Menschen, Drogen- und Alkoholsüchtige auf der Strasse auch nicht mehr so genannt, sondern unter “Obdachlosen” abgebucht als ob die Probleme mit der Wohnung verschwinden würden. So wie islamistische Terroranschläge gerne als “Psychosen” getarnt werden. Oder statt die Zuckerlobby zu bekämpfen, “Body Positivity” zu predigen.

laStaempfli: “Zur Erinnerung, wie gross Hannah Arendt war: Sie schrieb über die “mathematische Entfremdung der Welt als die Computer noch so gross wie Lastwagen waren.” laStaempflis Lieblingszitat von Hannah Arendt hierzu: “Jedenfalls hat, was die Neuzeit betrifft, Weltentfremdung den Gang und die Entwicklung der modernen Gesellschaft bestimmt, während Erdentfremdung von vornherein das Wahrzeichen der modernen Wissenschaft wurde. (…) Der Mathematik gelang es, sich von den Fesseln räumlicher Vorstellungen zu befreien und das (..) menschliche Erkenntnisvermögen die Möglichkeit auf Endlichkeit zu nehmen.” Aus Vita ACTIVA. Technik und Politik gehören nach Hannah Arendt zusammen. Es geht nicht um Wahrheit oder Wissen, es geht um DAS URTEILEN und den vernünftigen Meinungsaustausch über die Sphäre des ÖFFENTLICHEN LEBENS und der gemeinsamen Welt. Es geht auch darüber, wie die Dinge in der Welt aussehen sollen, auch die Technik, und welcher Art und Weise die Dinge sein sollen, die wir haben und welchen SINN die Dinge haben. Die Digitalisierung stellt uns – so laStaempfli – nicht nur vor die Frage, ob Roboter bald die besseren Menschen werden, sondern inwiefern Menschen immer mehr zu Kategorien, Klassen, Maschinen, Gruppen etc. mutieren müssen, um in der neoliberalen, digitalen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts überhaupt noch überleben zu können.

#HannahArendtLectures by Regula Staempfli an der HSG, Universität St. Gallen 2024.

Regula Stämpfli ist eine politische Philosophin, die die Auswirkungen des Trumpismus auf die moderne Politik analysiert. Sie betont die Bedeutung von Fiktionen, Storytelling, Codes, Algorithmen und deren Wirkung im Hinblick auf totalitäre Systeme. Sie sah schon im “Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt” die Allmacht der Codes “Die Eroberung der Welt als Zahl. ” laStaempflis Arbeiten werfen ein Licht auf die Herausforderungen, die durch den Einsatz von Technologie und sozialen Medien für politische Manipulation und die Untergrabung demokratischer Prinzipien entstehen.

HannahArendtLectures by Regula Staempfli an der HSG, Universität St. Gallen 2024.

Die HSG, Universität St. Gallen offeriert jedes Jahr ÖFFENTLICHE VORLESUNGEN. Seit 2018 bietet Privatdozentin PD Dr. Regula Stämpfli die #HannahArendtLectures an. Diesmal über TikTok, Tanks & (Media)Wars unter dem Titel: “Elemente und Ursprünge digitaler Totalitarismen.” Hier das öffentliche Programm im PDF siehe https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2024/03/Oeffentliches-Programm-FS24-3.pdf

#HannahArendtLectures von PD Dr. Regula Stämpfli, angekündigt im öffentlichen Programm der Vorlesungen der HSG, Universität St. Gallen.
Die Vorlesungen sind öffentlich. Einschreiben an der HSG, Universität St. Gallen. Der Besuch der öffentlichen Vorlesungen kostet zwanzig Franken, für Angehörige der Universität St.Gallen, Studierende, Dozierende wie auch Mitarbeitende ist der Besuch kostenlos. Die erste Vorlesung einer Reihe kann gratis besucht werden. Die Gebühr ist vor Beginn der zweiten Vorlesung mit dem Einzahlungsschein oder mit den untenstehenden E-Banking- Angaben zu bezahlen. Dieser Beleg, beziehungsweise der Ausdruck der Online-Zahlung, dient als Semesterpass.
PostFinance-Konto: 90-747-8
BIC/SWIFT-Code: POFICHBEXXX
IBAN: CH21 0900 0000 9000 0747 8
lautend auf: Universität St.Gallen (HSG), Dufourstrasse 50, 9000 St.Gallen
Zahlungszweck: Öffentliche Vorlesungen, 433 310 / S08950002
Bitte nehmen Sie als Semesterpass einen Beleg der Überweisung zu den Vorlesungen mit. Vielen Dank.

“Das Netz als Brutstätte für Ideologie und Menschenhandel” von Regula Stämpfli. Medienkolumne 28.2.2024

Prostitution wird immer digitaler. So schreibt die SZ im Feb 2024 über sog. "Sexarbeit" Die Politphilosophin schaut im Bericht auf die ideologische Sprachgewalt der SZ.
SZ vom 25.2.2024 siehe https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/panorama/prostitution-europa-menschenhandel-osteuropa-internet-ermittler-e622675/ “Prostitution wird immer digitaler.” laStaempfli: Der Trend zur digitalen Prostitution nimmt in Europa stetig zu und bietet Menschenhändlern neue Möglichkeiten zur Ausbeutung. siehe Klein Report, Kommentar von laStaempfli https://www.kleinreport.ch/news/kommentar-das-netz-als-brutstatte-fur-menschenhandel-und-ideologie-103663/

Eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung der «Süddeutschen Zeitung» (SZ), NDR und WDR beleuchtet die Rolle des Internets bei der sexuellen Ausbeutung und zeigt, wie Menschenhandel zunehmend über digitale Kanäle organisiert wird.

Die Medienexpertin PD Dr. Regula Stämpfli hebt für den Klein Report die Bedeutung dieser Recherche hervor, stellt jedoch gleichzeitig kritische Fragen zur ideologisch gefärbten Sprache, die oft im Zusammenhang mit Menschenhandel, sexueller Gewalt und Prostitution verwendet wird.

«Der Artikel der SZ vom 26. Februar 2024 präsentiert detaillierte Einblicke in die Organisation von Menschenhandel über das Internet. Anhand eines beispielhaften Falls, der mit geänderten Namen versehen ist, wird die Geschichte eines jungen Mädchens aus einem ehemaligen Ostblock-Land nachgezeichnet. Sie wird von einem scheinbaren Freund aus Deutschland unter dem Vorwand eines besseren Lebens aus ihrer prekären Situation herausgelockt.

Die vermeintliche Rettung entpuppt sich jedoch als Albtraum, als das Mädchen in Deutschland ankommt. Ihr vermeintlicher Retter entpuppt sich als skrupelloser Sklavenhändler, der sie misshandelt, einsperrt und zur Prostitution zwingt. Das Internet dient dabei als mächtiges Werkzeug, um die Aktivitäten der Menschenhändler zu verschleiern und Behörden sowie Hilfsorganisationen zu täuschen.

Besonders brisant wird der Artikel, wenn er die Unterscheidung zwischen Menschenhandel und der in Deutschland legalen Prostitution thematisiert.

Anders als üblich vermeiden SZ, NDR und WDR den Begriff «Sexarbeit» und sprechen konsequent von Prostitution, was zu einer ideologischen Debatte führt. Während über Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung berichtet wird, betonen sie die Freiwilligkeit der Prostitution und verwenden den Begriff «Sexarbeit».

Diese Unterscheidung zwischen «Sexarbeit» und den realen Gefahren von Gewalt, Kriminalität und Diskriminierung von Frauen in der Prostitution ist problematisch. Die Realität zeigt, dass Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung eng mit der Prostitution verbunden sind und nicht einfach als «Freiwilligkeit» oder «Sexarbeit» abgetan werden können. Es geht vielmehr um den Verkauf des menschlichen Körpers und die Ausnutzung von Frauen.

Die Recherchen von SZ, NDR und WDR konzentrieren sich zwar auf die Digitalisierung des Menschenhandels, offenbaren jedoch gleichzeitig, wie durch ideologisch geprägte Sprache die brutale Realität der Prostitution verschleiert wird.

Die Aussage, dass man nicht erkennen könne, ob eine Frau ihre Anzeige beispielsweise für «Wohnungprostitution» eigenständig oder freiwillig erstellt habe, verdeutlicht die Verdrängung dieser Problematik.

Es ist beunruhigend, dass die Medien bei offensichtlichem Menschenhandel den Begriff «Sexarbeit» verwenden, statt die Dinge beim Namen zu nennen. Dies zeigt eine bedenkliche Schieflage sowohl in der Medienpolitik als auch im Rechtsstaat. Es ist an der Zeit, die Realität anzuerkennen und den Menschenhandel und die damit verbundene Prostitution klar zu benennen.

Es sei den Medien dringend empfohlen, sich mit Berichten wie «Sexkauf: Eine rechtliche und rechtsethische Untersuchung der Prostitution» von Elke Mack und Ulrich Rommelfanger aus dem Jahr 2023 auseinanderzusetzen.» Klein Report by Regula Staempfli 28.2.2024.

ARTISAPIECEOFCAKE: Raimund Deininger & Regula Stämpfli mit Hoffnung für das Jahr 2024: to be found in the African Continent. Our regelmässiger Art-Talk/Art-Podcast.

Listen in: http://artisapieceofcake.art/2024/02/12/raimund-deininger-und-regula-staempfli-ueber-hoffnung-fuer-das-jahr-2024-the-african-continent-is-our-past-and-future-in-german/

Amoako Boafo: Wie Kunst laStaempfli glücklich macht.
Amoako Boafo, Der Superstar aus Ghana und Wien. Die Deiningers sind eng mit Amoako befreundet und haben die Sammlerinnen und Sammler in Wien mit dem herausragenden Künstler bekannt gemacht – ein Riesengeschenk seit 2017! Wie Kunst aus dem afrikanischen Kontinent Blick, Welt und unsere Liebe zur Wirklichkeit revolutioniert. Gesprächsausschnitt von Raimund Deininger und Regula Stämpfli für das Jahr 2024.

Raimund Deininger und Regula Staempfli treffen sich in der wunderbaren Wohnung von Raimund. Raimund Deininger und Louise Deininger sind erst kürzlich von der Reise nach Afrika zurückgekommen, wo sie Amoako Boafo in Ghana besucht haben und die Stiftung Gyco Academy von Louise Deininger.

Amoako Boafo wird im Belvedere WIEN zu sehen sein: https://www.belvedere.at/amoako-boafo-0 vom Oktober 2024 bis 12. Jänner 2025.

http://artisapieceofcake.art/2024/02/12/raimund-deininger-und-regula-staempfli-ueber-hoffnung-fuer-das-jahr-2024-the-african-continent-is-our-past-and-future-in-german/

#HannahArendtLectures: Elemente und Ursprünge digitaler Totalitarismen von Regula Stämpfli an der HSG, Universität St. Gallen FS/SS 2024 Öffentliche Vorlesung. Über TikTok, Tanks & (Media)Wars.

#HannahArendtLectures: Elemente und Ursprünge digitaler Totalitarismen von Regula Stämpfli an der HSG, Universität St. Gallen FS/SS 2024 Öffentliche Vorlesung. Über TikTok, Tanks & (Media)Wars.
HannahArendtLectures: Elemente und Ursprünge digitaler Totalitarismen von Regula Stämpfli an der HSG, Universität St. Gallen FS/SS 2024 Öffentliche Vorlesung. Über TikTok, Tanks & (Media)Wars.

Hannah Arendts monumentales Werk: “Elemente und Ursprünge totalitärer Systeme” beginnt mit Platos berühmten Kampf gegen die Sophisten. Medien spielen in totalitären Systemen entscheidende Rollen – Die Vorlesung versteht sich als Fortsetzung von Arendts grossem Werk.

Regula Stämpfli widmet sich dem fortwährenden Kampf um Wahrheitsfindung und den Bezug zu Welt und Wirklichkeit im Dienste der Demokratie. Sie richtet ihren Fokus auf die automatischen, repetitiven Meinungsdiktaturen in den sozialen Netzwerken wie X/Twitter, Facebook, TikTok, Instagram, Telegram, Google, YouTube et al. Dienste, die laStaempfli rege nutzt. Die Vorlesung stellt sich dabei der Aufgabe, die schwer fassbaren zeitgenössischen Entwicklungen zu analysieren, den Zerfall der westlichen Erfolgsmodelle und Demokratien aufzuzeigen und fragt gleichzeitig nach möglichen Massnahmen, um diesen Prozess zu stoppen.

#HannahArendtLectures: Elemente und Ursprünge digitaler Totalitarismen von Regula Stämpfli an der HSG, Universität St. Gallen FS/SS 2024 Öffentliche Vorlesung. Über TikTok, Tanks & (Media)Wars.
#HannahArendtLectures: Elemente und Ursprünge digitaler Totalitarismen von Regula Stämpfli an der HSG, Universität St. Gallen FS/SS 2024 Öffentliche Vorlesung. Über TikTok, Tanks & (Media)Wars.