Salongespräch: FREIHEIT, nach Hannah Arendt. Ania Gleich, Regula Stämpfli, Thomas Meyer 24.5.2022 in Wien.

Freiheit, nach Hannah Arendt u.a. mit laStaempfli

Hier geht es zur Homepage von Aktionsradius Wien: https://aktionsradius.at/content/de/kalender#event328

Regula Stämpfli, Thomas Meyer & Ania Gleich am 24. Mai 2022 LIVE in Wien & Digital.

Hannah Arendts Essay „Die Freiheit, frei zu sein” aus den 1960ern
wurde im Jänner 2018 neu aufgelegt, war anschließend
wochenlang in den Bestsellerlisten und ist nun Thema unseres
Salongesprächs. – Was ist Freiheit, und was bedeutet sie uns?
Begreifen wir sie nur als die Abwesenheit von Furcht und von
Zwängen, oder meint Freiheit nicht vielmehr auch, sich an
gesellschaftlichen Prozessen zu beteiligen, eine eigene politische
Stimme zu haben, um von anderen gehört, erkannt und schließlich
erinnert zu werden? Und: Haben wir diese Freiheit einfach, oder
wer gibt sie uns, und kann man sie uns auch wieder wegnehmen?
In diesem auf Deutsch bisher unveröffentlichten Essay zeichnet
Hannah Arendt die historische Entwicklung des Freiheitsbegriffs
nach. Dabei berücksichtigt sie insbesondere die Revolutionen in
Frankreich und Amerika. Während die eine in eine Katastrophe
mündete und zu einem Wendepunkt der Geschichte wurde, war
die andere ein triumphaler Erfolg und blieb doch eine lokale Angelegenheit. Aber warum?

Regula Stämpfli Nachtrag zur Wiener Gesundheitskonferenz vom 14. September 2021:Pressebericht.

“Das richtige Leben findet offline statt” resümmiert die Wiener Gesundheitskonferenz den Vortrag von Dr. Regula Stämpfli, Politphilosophin. Well, “das wirkliche Leben findet offline statt” meinte laStaempfli präziser, darauf hinweisend, dass der Graben zwischen Fiktion und Realität im Zeitalter digitaler Reproduktionen & Automatismen seit der globalen Banken- und Finanzkrise 2008 immer grösser wird. Dazu hat sie mehrere Schriften verfasst, u.a. die Grundlagen der Desinformationskrise in der Politik, die sie “Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt” schon 2017 in einem Artikel, 2018 in einem Buch festgehalten hat. Ein Sachbuch übrigens, das 2019 in Österreich ein Bestseller wurde. In der Schweiz wurde das Buch von vielen Journis aufgenommen, ohne – dies ist klassisch – die Autorin Regula Stämpfli offiziell zu rezensieren. Dies geht auf die fehlende Medienkritik in der Schweiz zurück, deren direkte Demokratie durch die Medien im Sinne des Trumpism polarisiert wird. Dazu kommt, dass die Unabhängigkeit der Politphilosophin, ganz in der Tradition von Hannah Arendt, in der Schweiz, die sich noch nie durch heftige intellektuelle Debatten hervorgetan hat, nicht so richtig in den kleinen Alpenstaat mit globaler Finanzmacht passt. Scherzhaft meint laStaempfli deshalb: “Ich schreibe eh fürs Archiv, da in der Schweiz tote Frauen die Chance haben, geehrt zu werden während man lebenden den Mund verbietet.” Trotz den Widerständen wurde laStaempfli 2021 ihrem Werk und ihrer Influencer-Power (früher nannte man dies Agenda-Setting- Macht) entsprechend unter die wichtigsten zehn Intellektuellen des Landes gewählt.

Regula Stämpfli an der Wiener Gesundheitskonferenz 14 September 2021

Leben und Arbeiten in Zeiten der Pandemie

Hier zum PDF des Pressetextes im Wiener Gesundheitsheft: https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2022/01/wien-laStaempfli-gesundheitskonferenz.pdf & https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2022/01/wien-laStaempfli-gesundheitskonferenz.pdf

Regula Stämpfli bei den Nächten der Philsophie WIEN: 18.11.2021

Die nächsten Events: Do.18.11.:Natalität – Neu anfangen mit Reflexionen von Hannah ArendtSonja Meissl / 18 UhrDo.18.11.:Hannah Arendt revisited: Elemente & Ursprünge digitaler Punktesysteme Regula Stämpfli / 20:00 Uhr: DAS DORF WIEN.

Regula Staempfli in Conversation with Evert Ypma on Digital Design, Data and Democracy

Here, senior lecturer Evert Ypma discusses with Regula Staempfli the visual conceptions of the world, as tools to perceive the world and in particular digital design. In cameraarts.ch there are numerous positions on visual communikation, see https://cameraarts.ch/positions. The interview of Evert Ympa is found on the FUTUREPODCAST AS DESIGNED BY REGUAL STAEMPFLI TOGETHER WITH ELISABETH EHRENSPERGER FOR THE SWISS ACADEMY OF SOCIAL SCIENCE. www.ta-swiss-futurepodcast.online.

Evert Ypma to Regula Staempfli: “Design is crucial in the digital realm.”

Regula Stämpfli: Die Wahrheit der Wirklichkeit, Nebelspalter 19.3.2021

Regula Stämpfli: Über die Wahrheit der Wirklichkeit, Nebelspalter 19.3.2021:

laStaempfli: wahr ist wirklich

Über die Wahrheit der Wirklichkeit Letzte Woche hielt ich einen Vortrag an der kleinen und feinen Fachhochschule für Design und Kunst in Luzern. Es ging um „Wahrheit“. Doch wie es so ist, lenkten mich die Fesseln codierter Ablenkung stundenlang vom Thema ab. Dabei fand ich viel Erstaunliches, Sinniges und erstaunlich Unsinniges: War „postfaktisch“ das Modewort des Jahres 2016 als – horribile dictu – Donald Trump zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, dominiert seit 2020 der denglische Begriff „Lockdown“. Ein „lock“ oder „to lock“ gibt es seit dem 13. Jahrhundert und hatte eigentlich einen hübschen, romantischen Anfang. „Loken love“ besangen die Troubadoure ihre heimlichen Liebschaften und nicht wenige verloren dabei ihr Leben, weil sie gegen geltende „Lockdown“ – Beschränkungen verstießen und der Besungenen gar zu nahe kamen. Einmal im Lockdown-Surfmodus ging es weiter in meiner Recherche: Erinnern Sie sich noch daran, als alle von „social distancing“ sprachen? Eigentlich meinten die Statistikmediziner damit die räumliche Trennung von Lebewesen untereinander, doch WIRKLICH bezeichneten sie mit diesem Begriff, die totalitäre Vision eines politischen Programms, das jede von uns zur Vereinzelung, Isolation und Vereinsamung verdammte. Womit ich endlich wieder bei der Wahrheit landete. Selbstverständlich gehört ein flexibler Umgang mit der Wahrheit seit jeher zur Politik und es gibt durchaus Bedingungen, unter welchen es moralisch vertretbar ist, zu lügen. Aber die unverhohlene Art, mit der in jüngerer Zeit auch in Demokratien durch das Weglassen wichtiger Fakten digitales wie politisches Kapital auf Kosten von uns allen geschlagen wird, ist alarmierend. Einzig die Schweiz hält hier dagegen, indem Politik nicht einfach Labern, sondern Handeln impliziert. So geschehen am 7. März 2021 als die Stimmenden der Regierung eine saftige Klatsche verabreichten. Sie sprachen Wahrheit, die sich dadurch definiert, dass sie öffentlich, nachvollzieh- und legitimierbar ist: Nein zu privatisierten Plattform-Identitäten, nein zur postmodernen Perlenketten-Metaphern der auf Versklavung geschneiderten Verhüllung der Frau. Ebenso verwiesen die realen Bürger und Bürgerinnen pragmatisch, in meinen Augen leider zu kurzsichtig, aber trotzdem wahrhaftig, auf die Wichtigkeit internationaler wirtschaftlicher Beziehungen. Und da haben wir es wieder: Wahrheit, so auch Hannah Arendt, ist ohne Wirklichkeit nichts, im besten Falle eine Behauptung. Diese findet sich in der zeitgenössischen Berichterstattung digital und unendlich repetiert: Denn die kalten Regisseure ihrer eigenen Dunkelheit verbreiten sich perfekt via Tweets, Hashtags und Trends.

Wir alle leben seit über einem Jahr unwahr, unwirklich, unnormal. Doch statt dies plural, vielfältig und anregend zu diskutieren, werden wir wie Algorithmen in binäre Codes eingesperrt: Entweder gehören wir zur Gruppe der engen Umarmung unserer Regierungen oder wir partizipieren unter den Covidioten, deren Aluhüte noch das geringste Problem darstellen. Wirklich wahr ist weder das Eine noch das andere: wahr ist lediglich, dass am 13. März 2020 die Welt, wie wir sie kennen, zusammengebrochen ist. Höchste Zeit, endlich die Trümmer wegzuräumen und den Wiederaufbau zu wagen: Mit menschlichen Kernkompetenzen wie Kooperieren statt Gehorchen, Kommunizieren statt Rechnen, Begreifen statt auswendig lernen und erkennen, dass es kein Recht der Welt gibt, den Sinn von Politik, nämlich den der Freiheit, ein weiteres Jahr einfach auszusetzen.

Regula Stämpfli über Umfragewerte: Wie Demokratien scheitern in Persönlich – Onlinemagazin für Entscheider&Meinungsführer

schlagende zeilen

Regula Stämpfli in ihrer Vorlesung zu “Vita activa”: Mit Hannah Arendt durch den politischen Alltag. Universität St. Gallen

Regula Stämpfli zu Hannah Arendts Vorlesung “Über das Böse. Fragen der Ethik” bei Piper 2006 von Jerome Kohn aus dem Nachlass von Hannah Arendt herausgegeben. 

“Handlungen sind nicht darum für verbindlich halten, weil sie Gebote Gottes sind, sondern sie sind darum als göttliche Gebote anzusehen, weil wir dazu innerlich verpflichtet sind” zitiert Hannah Arendt die Antwort Immanuel Kants auf Sokrates. Hannah Arendt wäre der Nachwelt ohne die Skandalisierung um ihre Person im “Eichmann in Jerusalem” wohl verloren gegangen, da denkenden und philosophierenden Frauen –  damals und heute – kaum öffentlich zugehört wird. So bitter die persönlichen Erfahrungen rund um die bösartige Medienhetze gegen Hannah Arendt waren, umso bereichernder ihre daraus folgenden Gedanken, Überlegungen und Klarheiten in der Vorlesung “Über das Böse”. Die Politphilosophin Regula Stämpfli übersetzt “Über das Böse” in die heutige Zeit und denkt in ihrer Vorlesung über das Böse in der Gegenwart nach. 

Donnerstag, 16.5.2019 Raum HSG 01-014.  

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Regula Stämpfli im TeleBasel über “Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt”

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Regula Stämpfli während ihrer Booktour in Wien: Louise Deininger (Künstlerin, Aktivistin) Doris Kittler und Regula Stämpfli holding “Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt”

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Regula Stämpfli über politische Korrektheit in Luzern: Podium, organisiert von der Luzerner Zeitung Auditorium 28.11.2018

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