Von Dr. Regula Staempfli, Politphilosophin, Autorin von “Trumpism. The Algorithmic Age.” Es gibt Geschichten, die weit über das Private hinausweisen. Nicht weil Kinder geboren werden – das ist immer ein Glück. Sondern weil Politiker Gesetze beschliessen, die sie für sich selbst nicht gelten lassen. Genau deshalb ist die Nachricht über Jens Spahn und seinen Ehemann keine Boulevardgeschichte. Sie ist ein antidemokratischer Skandal.
Deutschland verbietet die Leihmutterschaft.
Leihmutterschaft in Deutschland aus guten Gründen strafbar(§ 1 Embryonenschutzgesetz i.V.m. § 13a Adoptionsvermittlungsgesetz). Der Gesetzgeber hat sich bewusst gegen die Kommerzialisierung des menschlichen Körpers und gegen die systematische Trennung von Kind und leiblicher Mutter unmittelbar nach der Geburt entschieden.
Wissenschaftliche Studien zeigen wiederholt, dass eine frühe Trennung von der leiblicher Mutter für das Kind mit grossen Traumata einhergeht – von Bindungsstörungen bis zu langfristigen Identitätsproblemen. Während Hunde in Deutschland mindestens 8 Wochen bei der Mutter bleiben müssen, scheint für menschliche Babys in manchen politischen und medialen Kreisen ein anderer Massstab zu gelten.
Das Verbot beruht nicht auf religiösem Puritanismus, sondern auf einer ethischen Grundentscheidung: Der weibliche Körper soll nicht zum Gegenstand eines Marktes werden, Kinder nicht Ergebnis eines Vertrages sein. Doch seit einigen Jahren entsteht eine neue politische Klasse. Sie nimmt für sich das Adjektiv „progressiv“ in Anspruch, meistens wenn die Mitglieder der Klasse schwul oder queer sind. Diese neue Elite steht im Inland für Gesetze und Regeln, die durch Reisen ins Ausland umgangen werden. Was auf deutschem Boden verboten bleibt, wird von der Elite irgendwo in der Welt als „private Lebensentscheidung“ deklariert und von Boulevardmedien gefeiert.
Demokratie lebt nicht nur von Gesetzen. Sie lebt vom Vertrauen, dass diejenigen, die Gesetze machen, sich selbst an deren Geist gebunden fühlen. Wer das Recht geografisch auslagert, beschädigt genau dieses Vertrauen. Es entsteht der Eindruck einer globalisierten Doppelmoral: Für die Bevölkerung gelten Normen. Für Eliten gelten Möglichkeiten. Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um homosexuelle Paare. Dieselbe Frage stellt sich bei heterosexuellen Paaren genauso. Wer Leihmutterschaft gesetzlich verbietet, hat sie nicht zu importieren und nachträglich zu legalisieren wie es sich dies Hendrik Streek und Jens Spahn leisten. Deutsche Gesetze und moralethische politische Kultur endet auch für Politiker nicht an der Grenze, oder?
Bemerkenswert ist dabei weniger die Entscheidung einzelner Politiker als das Schweigen ihrer Parteien. Die CDU nennt sich christlich-demokratisch. Sie betont Verantwortung, Familie und die Würde des Menschen. Sie steht vordergründig zu den geltenden Gesetzen in Deutschland. Doch hier schweigt die Partei. Denn wenn Gesetze nur noch als Duty-Free-Selbstbedienungsladen verstanden werden, dann ist die Demokratie echt in Gefahr.
Vielleicht ist genau dies die eigentliche Geschichte. Nicht das Familienglück eines Politikers. Sondern die stille Entstehung einer Elite, die sich dort von ihren eigenen Gesetzen befreit, wo sie über genügend Geld und internationale Mobilität sowie Medienhoheit verfügt. Kinderrechte und Menschenrechte und Demokratie aber beginnt dort, wo Macht sich selbst dieselben Grenzen setzt wie allen anderen.
Die Podcastin von Regula Staempfli und Isabel Rohner. Episodenbild 4 Juli 2026
“Wenn Feminismus zu einer Fremdsprache wird, die nur eine kleine Elite beherrscht, haben wir bereits verloren.” Jessica Bock, Historikerin und Autorin des Buches “Frauenbewegung in Ostdeutschland – Aufbruch, Revolte und Transformation in Leipzig 1980-2020”
Taylor Swift: laStaempfli weist darauf hin, wie bigott Taylor Swift ist – dies in Anspielung auf das Massen-Sicherheits- und Polizeiaufgebot der Swift für ihre Promi-Hochzeit. laStaempfli dazu: Die neue Bigotterie der GLOBISH ELITE lautet: Mauern sind nur dann unmoralisch, wenn andere sie errichten. Für sich selbst gelten Hochsicherheitszonen, Personenschutz, Zugangskontrollen und abgeschirmte Privaträume als selbstverständlich. Die Freiheit wird universal gepredigt – die Sicherheit bleibt ein exklusives Privileg.
In Bern wollte ein bärtige, behaarter Mensch im Tanga, nannte sich Transfrau in den FKK-Bereich für Frauen. Er randalierte, verletzte ein Polizistin – und die Stadt Bern entschuldigt sich ausgerechnet beim Randalierer. Denn: In Bern ist Frau, “wer sich als Frau fühlt”, sagt die zuständige Verwaltungsdirektorin Ursina Anderegg. Dafür bekommt sie diese Woche den Goldenen Orwell!
Der Supreme Court der USA hat in den zwei Klagen der Staaten West Virginia und Idaho befunden: Bundesstaaten und Bildungseinrichtungen dürfen Frauen- und Mädchenteams im Sport auf Grundlage des biologischen Geschlechts organisieren! Damit wurde die Rechtsgrundlage von 27 Bundesstaaten bestätigt – bleiben noch 23 Bundesstaaten, die nach wie vor der Meinung sind, dass Männer Frauen ihre Startplätze und Stipendien rauben und sie körperlich verletzen dürfen, solange sie nur sagen, sie seien “eine Frau”.https://www.supremecourt.gov/opinions/25pdf/24-43_2b35.pdf
In der aktuellen EMMA sind übrigens gleich zwei Artikel mit Rohnerin-Bezug:
“Rettet die Frauenklos” über Isabel Rohners und Rona Duwes Kampagne für die Beibehaltung der Pflicht zu getrennten Toiletten in der Musterversammlungsstättenverordnung, die aktuell verhandelt wird: https://www.emma.de/artikel/rettet-die-frauentoiletten-342523
laStaempfli bringt die Medienmitteilung zur aktuellen Ausstellung des Landesmuseums in Zürich, dem “Nationalmuseum” mit “Sexarbeit.” Menschenhandel, Menschenfleischverkauf und die Legitimierung von sexueller Gewalt gegen Geld wird unter “Erfahrung Schweiz” abgehandelt: Das Nationalmuseum rahmt also Prostitution als Erfahrungs- und Identitätsthema, nicht als Gewalt-, Armuts- und Ausbeutungsstruktur. Das ist der ideologische Kern und SOLL NICHT VON UNSEREN STEUERGELDERN FINANZIERT WERDEN. SEIT WANN IST DER STAAT UND SIND KULTURINSTITUTIONEN PROMOTOREN DES MENSCHENFLEISCHVERKAUFS UND NENNEN DIE ENTWÜRDIGUNG VON MÄDCHEN UND FRAUEN “ARBEIT”? Die Formulierungen DES LANDESMUSEUMS sind totalitär ideologisch: „Selbstbestimmung“, „Flexibilität“, „beruflicher Stolz“, „partizipativ mit Sexarbeitenden“Damit wird aus einer hochgradig asymetrischen, voller sexueller Gewalt bestimmender WIRKLICHKEIT eine Fiktion, ein Märchen von Diversität, Erfahrung und Empowerment gemacht.
Regula Stämpfli, laStaempfli äussert sich zum weiteren Supreme Court Entscheid in den USA, um über die Sprechakte und deren Auswirkung auf Wahlen und Stimmen darzulegen. Wir leben im Zeitalter der Ideologien, dass Orte und reale Menschen zur Verfügungsmasse von globalen Eliten werden. Siehe Originalentscheid: https://www.supremecourt.gov/opinions/25pdf/25-365_4hdj.pdf
Der Entscheid untergräbt die Souveränität der USA über die eigene Staatsbürgerschaft Indem er praktisch jedem Kind, das auf US-Boden geboren wird, automatisch die Staatsbürgerschaft zuspricht – unabhängig vom Status der Eltern –, entzieht der Supreme Court dem demokratisch gewählten Gesetzgeber die Kontrolle darüber, wer Bürger werden darf. Staatsbürgerschaft wird so zu einem Zufallsprodukt der Geografie statt zu einem bewussten Akt der Zugehörigkeit.
Birth Tourism wird dauerhaft institutionalisiert Das Urteil macht es systematisch möglich, dass ausländische Paare – insbesondere aus wohlhabenden Schichten – gezielt in die USA reisen, um dort ein Kind zu bekommen und ihm damit die US-Staatsbürgerschaft zu verschaffen. Dies ist kein theoretisches Randphänomen mehr, sondern wird durch das Urteil als legale Strategie abgesichert.
Die VR China profitiert strategisch am stärksten von dieser Regelung China hat in den letzten Jahren massiv in Birth Tourism investiert. Wohlhabende chinesische Familien nutzen die US-Staatsbürgerschaft ihrer Kinder, um langfristig Vermögen zu sichern, Immobilien zu erwerben, Zugang zu US-Universitäten zu erhalten und politischen sowie wirtschaftlichen Einfluss aufzubauen. Das Urteil erleichtert diese Strategie erheblich.
Es entsteht eine Klasse von US-Bürgern mit primärer Loyalität zu einem fremden Staat Kinder von chinesischen Birth Touristen wachsen oft in China auf, werden dort erzogen und sozialisiert. Sie erhalten jedoch mit der US-Staatsbürgerschaft alle Rechte eines Amerikaners – inklusive des Rechts auf politische Betätigung, Lobbying und späterer Einwanderung der gesamten Familie. Dies schafft strukturelle Loyalitätskonflikte. Der Oberste Gerichtshof in den USA hätte dies unbedingt verhindern müssen, mit der Argumentation des 14. Amendments, dass eben ausdrücklich sagt, dass sich die in den USA Geborenen auch unter der Hoheit der USA im juristischen Sinne, beifinden müssen. All persons born or naturalized in the United States, and subject to the jurisdiction thereof, are citizens of the United States and of the State wherein they reside.” (Auf Deutsch: Alle Personen, die in den Vereinigten Staaten geboren oder eingebürgert sind und ihrer Hoheitsgewalt unterliegen, sind Bürger der Vereinigten Staaten und des Bundesstaates, in dem sie leben.) Danke Google für Übersetzung.
Deshalb, das ist neu, denkt laStaempfli auch über das Wahl& Stimmrecht bspw. von Auslandschweizernden nach. Denn was bedeutet dies für den realen Ort und die realen Menschen, wenn Menschen über sie bestimmen, die noch nie dort gelebt, gearbeitet haben oder gar dort Steuern zahlen?
Zur Geschichte der Stadt Bern ist Regula Staempfli quasi avant la lettre aktuell: Bitte hier nachlesen, nachhören, es geht um die unschönen Verknüpfungen der Stadt Bern mit terroristischen, sicherheitsgefährdenden, antisemitischen Elementen, die mittels Anfragen und Fragen nach öffentlichen Aufträgen geklärt versucht werden. Siehe dazu: https://regulastaempfli.eu/?p=11864 KOMITEE TRANSPARENCE UND STADT BERN
Hier das Audiofile der Konferenz eins zu eins: Pressekonferenz, 26.6.2026 Komitee Transparenz fordert Aufklärung, Transparenz und ein öffentliches Stadt- Landgespräch über die Berner Kulturpolitik.
MEDIENMITTEILUNG
Das „Komitee Transparenz“ fordert Aufklärung, Transparenz und ein öffentliches Stadt- und Landgespräch über die Berner Kulturpolitik
Bern, 26. Juni 2026
An der heutigen Medienkonferenz hat das Komitee Transparenz seine Bedenken zum Umgang der Stadt Bern mit mehreren Einsichts- und Auskunftsbegehren dargelegt. Im Zentrum stehen weder kulturpolitische Geschmacksfragen noch persönliche Auseinandersetzungen. Im Zentrum steht die demokratische Grundfrage, ob öffentliche Behörden ihrer gesetzlichen Auskunfts- und Rechenschaftspflicht nachkommen und ob das Öffentlichkeitsprinzip tatsächlich gewährleistet wird.
Ausgangspunkt sind mehrere voneinander unabhängige Einsichts- und Auskunftsbegehren sowie parlamentarische Vorstösse zur Ausschreibung der Dampfzentrale Bern. Die Eingaben befassen sich mit denselben Kernfragen: Wurden mögliche personelle und institutionelle Verflechtungen zwischen Bewerbungen geprüft? Wurden Vorentscheide ausgeschlossen? Welche Unterlagen dokumentieren diese Prüfungen? Weshalb wurden zentrale Besprechungen nicht protokolliert? Und weshalb wurden zahlreiche Nachfragen während Monaten entweder nicht beantwortet oder als «nicht zielführend» bezeichnet?
Während mehr als sechs Monaten erhielten die Gesuchsteller keine substantiellen Antworten. Erst wenige Tage vor der Medienkonferenz stellte die Stadt Bern zwei Mitgliedern des Komitees Transparenz umfangreiche Akten zu. Das Komitee Transparenz begrüsst ausdrücklich, dass inzwischen eine erste Reaktion der Behörden vorliegt. Gleichzeitig hält es fest:
Eine Antwort ist noch keine Aufklärung und genügt dem Öffentlichkeitsprinzip nicht per se.
Denn nach Auffassung des Komitee Transparenz bleiben wesentliche Fragen unbeantwortet. Die übermittelten Unterlagen enthalten überwiegend bereits bekannte oder öffentlich zugängliche Dokumente, ohne die zentralen Fragen nach Entscheidungsprozessen, Dokumentation und institutioneller Verantwortung und Verflechtung abschliessend zu beantworten.
An der Medienkonferenz wurde zudem darauf hingewiesen, dass sich insgesamt fünf voneinander unabhängige Verfahren überschneiden: mehrere Gesuche nach Transparenz im Sinne des Öffentlichkeitsgesetz sowie parlamentarische Vorstösse und journalistische Recherchen wurden lange nicht oder nur unzureichend beantwortet. Gerade diese Häufung von Gesuchen nach Einsicht begründet nach Auffassung des Komitee Transparenz ein erhebliches öffentliches Interesse an einer nachvollziehbaren Aufarbeitung.
Über den konkreten Vergabefall hinaus versteht das Komitee Transparenz die Entwicklungen in Bern als Anlass für ein längst überfälliges öffentliches Stadtgespräch.
Im Zentrum steht nämlich auch die Frage, wie sich hegemoniale kulturpolitische Narrative auf Institutionen, Verfahren und demokratische Kontrolle auswirken. Nach Auffassung des Komitees haben sich in Teilen der Berner Kulturpolitik politische Deutungsmuster verfestigt, die zunehmend institutionelle Entscheidungsprozesse prägen. Wo personelle Netzwerke, politische Narrative und öffentliche Förderentscheide eng ineinandergreifen, besteht die Gefahr, dass Transparenz, Wettbewerb, Pluralismus und rechtsstaatliche Verfahren geschwächt werden.
Diese Entwicklung betrifft längst nicht mehr nur kulturpolitische Debatten. Sie berührt Grundfragen demokratischer Öffentlichkeit und kann – wie aktuelle politische Vorstösse auf kantonaler Ebene zeigen – bis in sicherheitspolitische Fragestellungen hineinwirken.
So hat etwa der Grosse Rat des Kantons Bern am 4. Juni 2026 eine Motion für ein Antifa-Verbot überwiesen, die nun an den Bund weitergeleitet wird – nach Auffassung des Komitees ein Beispiel dafür, wie eine überzogene Ideologisierung der lokalen Kulturpolitik bis in kantonale und nationale sicherheitspolitische Entscheide ausstrahlen kann.
Kulturpolitik ist deshalb keine Nische. Sie ist Teil der demokratischen Infrastruktur einer offenen Gesellschaft.
An der Medienkonferenz kamen zudem zahlreiche Berichte über Einschüchterungen, Drohungen, Ausgrenzungen, Sanktionierungen im Kulturbereich zur Sprache. Das Spektrum reicht von dokumentierten physischen Übergriffen und strafrechtlich geahndeten Vorfällen bis hin zu psychischem Druck, beruflicher Ausgrenzung, administrativer Zermürbung und einer Atmosphäre der Angst, die nach Aussagen zahlreicher Kulturschaffender zunehmend das öffentliche Klima prägt. Nach Auffassung des Komitees dürfen solche Entwicklungen weder tabuisiert noch individualisiert werden. Sie verdienen eine öffentliche demokratische Debatte.
Das Komitee Transparenz betont ausdrücklich, dass Demokratie nicht davon lebt, dass alle dieselben Narrative teilen. Demokratie lebt davon, dass Institutionen auch dann rechtsstaatlich funktionieren, wenn unterschiedliche politische und kulturelle Auffassungen miteinander konkurrieren. Gerade deshalb müssen Öffentlichkeit, Transparenz und demokratische Kontrolle gestärkt und nicht geschwächt werden.
Das Komitee Transparenz fordert deshalb:
die vollständige Beantwortung sämtlicher hängiger Einsichts- und Auskunftsbegehren;
die Offenlegung der tatsächlich vorgenommenen Prüfungen zu personellen und institutionellen Verflechtungen beziehungsweise – falls solche Prüfungen nicht erfolgt sind – eine klare Erklärung gegenüber der Öffentlichkeit;
vollständige Transparenz über die Dokumentation behördlicher Entscheidungsprozesse;
den uneingeschränkten Zugang der Medien zu den relevanten Unterlagen, damit eine unabhängige journalistische Aufarbeitung möglich wird;
sowie ein breites öffentliches Stadtgespräch über Transparenz, demokratische Kultur, institutionelle Verantwortung, dokumentierte physische und psychische Übergriffe sowie die Auswirkungen hegemonialer Narrative auf die politische Kultur der Stadt Bern.
Das Komitee wird die weiteren Verfahren aufmerksam begleiten und sich weiterhin für Transparenz, rechtsstaatliche Verfahren, demokratische Öffentlichkeit und die Freiheit von Kunst, Wissenschaft und Journalismus einsetzen.
Hinweis an die Medien
Die in der Medienkonferenz erwähnten Dokumente – unter anderem die Kommunikationskette der Stadt Bern mit dem kurdischen Kulturverein, der geschwärzte Strafbefehl, die eingereichten Einsichts- und Auskunftsbegehren sowie Hintergrundberichte anderer Medien – können beim Komitee Transparenz angefordert und eingesehen werden.
Kürzlich, in einer Kleinstadt in Deutschland: Wenn Kunstausstellung in totalitären Symbolen und Ideologien ersticken.
Es ist sehr sonnig und heiss, der Kunstraum in Mosbach kühl, angenehm, schön kuratiert. Wir sind beim Kunstverein Mosbach und stehen inmitten einer klug komponierten Ausstellung über Vietnam, Familien und Erinnerung. Der Film des genialen Filmemachers Thomas Gaschler, in Kombination mit der Familie, deren Geschichte die Ausstellung erzählt, ist hohe Kunst. Die Schau lässt Menschen sprechen, zeigt Wege und Brüche und beschwört jenen fragilen Raum, den Hannah Arendt die menschliche Welt nannte.
Und dann steht sie da – die Wassermelone. Gross, leuchtend, demonstrativ auf dem Verkaufstisch. Nicht als Kunstwerk. Nicht als kuratorische Geste. Sondern als politisches Erkennungszeichen. In diesem Moment verändert sich der Raum. Vietnam, Deutschland, die Familiengeschichte, Identitätssuche, Leben und Tod verschwinden. Die Ausstellung verliert an Leuchtkraft. Lautlos erobert ein ganz übler, ideologisch totalitär geframter Konflikt den Raum und besetzt ihn mit symbolischer Selbstverständlichkeit. Die Wassermelone selbst ist nicht das Problem. Das Problem liegt in ihrer Funktion. Sie ist längst kein stilles Obst mehr, sondern ein ästhetisches Bekenntnis, eine aggressive Loyalitätserklärung zu Terroristen, die zu Opfern gemacht werden. Genau darin enthüllt sich die Ideologie eines Kulturbetriebs, der Symbolik benutzt, um Wirklichkeit zu pervertieren, um Mörderideologien zu propagieren.
Weltverlust beginnt nach Hannah Arendt selten mit Gewalt. Er beginnt mit Zeichen. Hannah Arendt wusste: Totalitäre Systeme ersetzen Wirklichkeit durch Narrative. Der moderne Kulturbetrieb fokussiert sich – wieder einmal in der deutschen Geschichte – auf die Juden, die Jüdinnen und deren einzigen Staat, aus dem sie aufgrund ihres Judentums nicht verfolgt und vertrieben werden können. Dieser kleine Streifen inmitten von arabischen Millionen-Nationen. Es geht der Kunst nicht um Kunst, sondern um die Kampagne der neuen Antisemiten, die sich selber für so gut halten wie die Grosseltern und Urgrosseltern auch. Der 7. Oktober 2023 war eine Vergewaltigungs- und Mordorgie der Hamas gegen unschuldige Menschen. Und mit wem solidarisieren sich die Kunstschaffenden, damals noch am selben Tag als die Leichen nicht geborgen waren und 250 Geiseln verschleppt wurden, in Deutschland? Richtig. Mit den Mördern. Früher verhandelte man in der Kunst deren ästhetische und gestalterische Kompetenz in der Zeit, für die Zeit ausserhalb der Zeit. Heute verhandelt man Gesinnung. Man fragt nicht mehr, ob ein Werk gut ist. Man fragt, ob es richtig ist. Und genau hier verliert die Kunst ihre Freiheit. Denn Kunst lebt von Ambivalenz. Politische Symbolik lebt von Eindeutigkeit. Kunst öffnet Räume. Symbolik und Ideologien schliessen sie.Die Wassermelone war deshalb bemerkenswert, weil niemand mehr fragte, warum sie überhaupt dort stand. Diese Symbole der neuen Antisemiten, die sich als „Israelkritiker“ verschönern, gehören zum gegenwärtigen, leider subventionierten Kulturbetrieb wie die Burka in der Herrschaft der Talibans. Die Kunst wird dadurch nicht politischer. Sie wird klein, böse, ekelhaft: ständig über Divesität reden und dabei eine geistig-ideologisch Engstirnigkeit produzieren, die einem nur schaudern lässt.
Es hätte wirklich schön, spannend und wegweisend können. Die Kunst in Mosbach. Vietnam war präsent. Die Familiengeschichten waren vorhanden. Die Filmkunst war genial. Und dennoch stand etwas anderes im Mittelpunkt, nämlich ideologischer Stechschritt, Hassblick und Drohung an alle jüdischen Besuchenden mit der Message: Ihr seid hier weder gewollt noch sicher (so war dann auch die Reaktion nach meiner Kritik.) Und meine Frage blieb unbeantwortet: Um was ging es eigentlich in der zauberhaften Ausstellung „Out of Mosbach“ schon wieder? Nachtrag: Natürlich versucht der Kunstverein nun eine persönliche Kampagne gegen die Politphilosophin Regula Staempfli zu lancieren, mit Unterstellungen, Fehlbehauptungen – hier meine Stellungnahme auf einen sog. “offenen Brief” mit Unterstellungen, Anmerkung von Regula Staempfli: “Mein Leserbrief bezog sich auf die Platzierung einer politischen Symbolik im Umfeld einer Ausstellung, deren Thema ein deutsch-vietnamesisches Familien- und Erinnerungsprojekt war. Ich habe weder dem Kunstverein Neckar-Odenwald Antisemitismus unterstellt noch die bisherige Arbeit des Vereins infrage gestellt. Meine Frage war und ist eine andere: Sollten öffentlich geförderte Kulturinstitutionen politische Symbole verwenden, die weder aus dem Werk noch aus dem kuratorischen Konzept hervorgehen und von Teilen des Publikums als politische Loyalitätsmarker verstanden werden? Diese Frage halte ich weiterhin für legitim und diskussionswürdig.” Es ist wirklich nicht kompliziert, meine Frage zu verstehen.
Bild im Artikel zur “Wassermelone” mit Hilfe der Vorgaben von laStaempfli und ihrer KI gemacht.
Hier der Leserbrief im Original: Quelle Rhein Neckar Zeitung, 6.6.2026
By Regula Staempfli – laStaempfli. This is a free translation of an article that was first published in DIE WELTWOCHE 2026/1. The Author & Political Philosopher (Professor at the Swiss Journalist School for over 20 years) went on her first paid media trip to Israel, after she had visited the country numerous times. Read here what she experienced.
The first thing you notice in Israel is not conflict. It is intensity.
At Ben-Gurion Airport, a young woman in military uniform laughs, holding her phone, balancing an automatic rifle against her shoulder as casually as a Parisian might carry a handbag. Nearby, a father lifts his daughter high into the air as if he had just recovered her from history itself. Three languages collide in one sentence. Someone argues. Someone embraces someone else with the urgency of people who understand that existence is never guaranteed.
Nobody pretends not to see one another. To a European, that alone feels revolutionary.
In Western Europe, we have perfected the art of polite invisibility. We move through public spaces like well-trained ghosts. We do not stare. We do not interfere. We do not ask questions. Israel runs on the opposite principle: attention is survival.
You feel it immediately at passport control. The questions are direct, personal, intelligent. Not bureaucratic rituals but human inquiries. Where have you been? Why are you here? Who do you know?
The officer is not checking documents. He/She is checking reality.
Ten minutes later, I step into Mediterranean sunlight and realize something unexpected: you do not simply arrive in Israel geographically. You arrive existentially. I did not travel to Israel to form an opinion. The world produces an excess of opinion about Israel—fine desert dust, impossible to remove, constantly reapplied by media, universities, activists, and people who have never been there.
I traveled to understand something else.
What does it mean to live where history is not the past? What does it mean to build a future when the past refuses to disappear? How does a society function when survival is not theoretical?
The first thing I understood was this: Israel offers no moral comfort. Anyone arriving here in search of ethical reassurance leaves intellectually disoriented. For many Germans, Israel still functions as a moral landscape shaped by historical guilt. Watching that framework collapse can be revealing. During one guided visit, a participant asked when Israel had been created “because of Germany.”
The guide paused, then answered simply.
Israel did not begin in 1948. Israel did not begin in 1933. Israel did not begin in Auschwitz.
Israel began thousands of years ago.
You could almost hear the architecture of belief giving way. The guide continued. Ancient Judea. Roman destruction. Renaming into Palestina. Continuous Jewish presence. European Zionism. Herzl. Basel. Agriculture. Migration. Technology. War. Survival. No moral fairy tale. No narrative closure. Just history.
Israel did not emerge from guilt. It emerged from continuity.
From survival against probability, from argument as method, from technological stubbornness, from religious imagination, from the improbable meeting of European political theory and Middle Eastern geography—from something the contemporary West increasingly struggles to understand: civilization-building. Since October 7, 2023, I have returned to Israel several times. This time it was an official press visit. The reactions at home were predictable.
“Are you Jewish?” “Why would anyone go there?” “Isn’t it dangerous?”
Eventually I began answering symmetrically. When someone mentioned traveling to Vietnam, I asked whether they were Vietnamese, had family there, or perhaps sympathized with communism.
The outrage was immediate. “That’s completely different!”
Is it?
Or is Israel simply the one country people believe requires moral permission to visit? Traveling to Israel teaches something simple: people do not react to Israel. They react to their own narratives about it. Even a trip to the Moon would provoke less projection.
But luckily I realised on my trip: Israel, finally, has stopped caring. Because no matter what the country does, defend itself, accept terror just for peace – the ancient antisemitisms are being served at all times. The country no longer seems particularly interested in managing its image abroad. Only the diaspora continues to obsess over moral positioning—often unaware that similar distancing mechanisms once helped exclude Jews from professional life in Berlin in 1933 and Vienna in 1938. So finally: Israel has stopped caring but has really understood surviving – as it had to for thousands of years.
The only institutions that care about Israel obsessively are Western Universities, anticapitalist NGOs, antisemitic NGOs, Western Media, intellectual circles who are on the crusade against everything our Western democracies stand for. Ach, all these institutions which had provided me with a home – until the latest October 7th 2023.
The Israeli response can be summarized in two words:
Let them.
Israel is not interested in branding. Israel is interested in survival. And survival produces a very different psychology from reputation management. Israel’s younger generation does not seek European approval. They are too sophisticated, too hardened, too ironic, too experienced with reality. They do not believe in narrative identity. They believe in competence. This may be what unsettles Western observers most. Israel does not perform existence. Israel practices it. No staged fear. No curated chaos. Israel is a society in motion. Religion here is not aesthetic decoration. It is lived structure. Even atheists are immediately recognizable. And that clarity is oddly refreshing: you know what people believe, and often who is trying to improve life not only in heaven, but on earth. “Skyscrapers?” my friend Ariel laughs. “My dear, these are built ideas.” That may be Israel’s true paradox: one of the oldest and most future-oriented societies on earth. Few people understand how deeply Israel is embedded in global systems—water desalination, agriculture, medicine, cybersecurity, digital infrastructure. If boycotts against Israel were ever fully implemented, the consequences would not be symbolic. They would be immediate. Israel demonstrates a simple political truth the West increasingly forgets: Nations become what they invest in.
Invest in people, education, technology, and freedom—and democracy becomes possible. Invest in ideology, repression, and corruption (like Iran, Gaza) —and you destroy first your own population, then the stability of others.
On my last evening in Tel Aviv, I sat in a small café near the sea. Plastic chairs. Strong coffee. Young people speaking Hebrew so fast it sounded like jazz. At the next table, three soldiers discussed software. Not war. Software. One explained a start-up idea. Another complained about his mother. The third texted someone he was clearly in love with.
War and life existed in the same conversation without hierarchy. Israel does not live in fiction – it lives in reality. It struck me then that this might be the deepest cultural divide between Europe, the USA and Israel. In the West, we debate representations. In Israel, people deal with consequences. In Western universities, identity has become performance. In Israel, identity remains existence. We analyze. Israel builds. We interpret. Israel repairs. We debate. Israel prepares.
On my flight back to Europe, I realized something uncomfortable. Perhaps the real question Israel poses to the West is not political. It is civilizational. What happens when representation becomes more important than survival? When performance replaces responsibility? When saying something replaces doing something? Israel offers no easy answers. But it offers something more valuable: A reminder. A reminder that civilization is not sustained by discourse alone. It is sustained by people willing to build, defend, repair, argue, innovate—and sometimes fight for its survival. And as the plane crossed back into European airspace, I found myself thinking:
“In an age obsessed with narrative, Israel may be one of the last places still insisting on reality.”
Die Stadt als Gedicht – Jana Revedin und ihre „Gärtnerin von Venedig.“ Ein wunderbares Gespräch mit Prof. Dr. Jana Revedin anlässlich des neuen Buches Die „Gärtnerin von Venedig. Es ist ein Buch über Wurzeln, die Stadt als Gedicht, die Architektur von Literatur und Räume für und von Frauen, jung und alt. Moderatorin: Regula Stämpfli.
Auf artisapieceofcake.art auf Spotify, Apple Podcast und überall wo Sie Podcasts hören
“RS: Meine Beziehung ist sowohl intellektuell als auch zutiefst kulturell geprägt. Israel ist für mich kein abstrakter Staat, sondern ein kultureller Resonanzraum der Aufklärung, der Emanzipation und des Streits. Sowohl säkular als auch religiös, modern und traditionell, westlich und nahöstlich verkörpert Israel auf kleinstem Raum die Welt. Dass ich mich dort, anders als in islamisch geprägten Ländern, als Frau selbstverständlich bewegen und äußern, dass ich dort laut lachen und streiten kann, ist keine Nebensache, sondern politisch entscheidend.” (…)
“GH: Warum fällt es vielen westlichen Feministinnen schwer, Jüdinnen nach dem 7. Oktober als Opfer zu sehen und die vom politischen Islam ausgehendeGewalt klar zu benennen?
IR: Weil der Feminismus im Westen statt als Gleichstellungsgebot häufig zu einer Identitätspolitik geworden ist, die »Hierarchien des Leidens« verwaltet. Für den Postkolonialismus sind Juden eine weiße Kolonialmacht – und Jüdinnen dementsprechend ganz unten in ihrer Werteskala. Es ist wirklich absurd.
RS: Er hat gezeigt, dass, wie immer in der Politik, wenn Gefühle über die Wirklichkeit herrschen, diese Wirklichkeit verleugnet wird. Der 7. Oktober 2023 ist ein Orwell-Moment des Zivilisationsbruchs. Wer die sexuelle Gewalt auch nur einen Millimeter verteidigt, hat sein Menschsein verwirkt. Das Geschwafel vom Kontext, in den man die Gewalt stellen müsse, ist zur Carte blanche von Säuberungen geworden. Es ist höchste Zeit, damit aufzuhören.”
“Oft ist die Rede davon, dass Medien Demokratien «retten». Und tatsächlich – im informationsgesellschaftlichen Sinn stimmt das. Das Sortieren, Reflektieren und Beobachten von Zuständen und Fakten schafft Orientierung für viele und ist wichtiger denn je. Die Berichterstattung und die damit verbundene Archivierung des Zeitgeschehens sind nicht bloss Dokumentation, sondern ein Teil des kollektiven Gedächtnisses. Fällt dieser Teil weg, gehen Dinge verloren, die den Weg einer Entwicklung sichtbar gemacht hätten. Es ist, als stünden wir ohne Kompass in der Wüste, während der Wind hinter uns die Spuren verweht. Manchmal scheint genau dieses Vergessen gewollt. Denn vergessen kann befreiend sein – nur bleibt die Frage: für wen?” (…) “Redaktionen sollten nicht an den Bürotisch rationalisiert, sondern ins Feld mobilisiert werden. Denn Journalistinnen und Journalisten, die draussen unterwegs sind, nehmen die Welt anders wahr als jene, die im Büro auf die nächste Pressemitteilung warten. Eine These: Wäre die Frage der Brandsicherheit in Crans-Montana im Vorfeld thematisiert worden, wenn ein funktionierender und finanzierter Journalismus zuvor seine Arbeit und seine Aufgabe hätte erfüllen können? Nun hören wir Stimmen, die sagen, sie hätten «schon lange davor gewarnt» …”
Journalismus oder Kontrollverlust? Medien im Zeitalter von Codes und Diskurs. Referat von Politphilosophin Regula Stämpfli, Autorin von “Trumpism. The Algorithmic Age. 2025.”
Berner Medientag Nr. 34 Medien zwischen Staat, Recht und Öffentlichkeit
Wann: Samstag, 28. Februar 2026 Wo: Hotel Bern, Zeughausgasse 9, 3011 Bern Türöffnung: 9:30 Uhr Beginn: 10:00 Uhr Ende: 16:00 Uhr (vorgesehen – mit vielleicht Nachgang an der Bar …)
www.bernermedientag.ch www.hotelbern.ch
Dieser Beitrag wurde im ensuite – Zeitschrift zu Kultur & Kunst, Nr. 278, Ausgabe Februar 2026, abgedruckt.
Medienzeilen von Regula Staempfli, laStaempfli, copyright laStaempfli.
Anne Frank im Palästinensertuch ist keine Provokation – es ist eine politische Gewaltverherrlichung
Von Dr.phil. Regula Staempfli, 18.12.2025 www.regulastaempfli.eu
Das Porträt von Anne Frank mit Palästinensertuch im Potsdamer Museum Fluxus+ markiert die ästhetische Normalisierung eines politischen Programms, das explizit zur Ermordung von Juden aufruft.
Die palästinensische Hamas – die herrschende Regierung im Gazastreifen – hat in ihrer Gründungscharta wie auch in späteren programmatischen Texten, den Mord an Juden als religiös legitimierte Pflicht formuliert. Das ist kein Geheimwissen, keine Randmeinung, kein „umstrittener Kontext“, sondern dokumentierte Ideologie. Nach dem 7. Oktober 2023 ist diese Ideologie zudem nicht mehr theoretisch, sondern blutig real.
Wer unter diesen Bedingungen Anne Frank – ein jüdisches Kind, ermordet, weil es Jüdin war – mit palästinensischer Symbolik versieht, betreibt nicht nur Relativierung des Holocausts. Er verschiebt die Bedeutung von Gewalt selbst. Aus der ermordeten Jüdin wird eine Ikone für eine politische Erzählung, in der jüdisches Leben erneut entwertet wird. Das ist kein Zufall. Das ist ein symbolischer Akt mit klarer Wirkung. Bilder wirken nicht neutral. Bilder codieren Wirklichkeit. Und dieses Bild kodiert eine tödliche Botschaft: Die jüdische Geschichte soll sich dem aktuellen antiisraelischen Narrativ unterordnen. Wer widerspricht, gilt als Zensor. Wer protestiert, als Unterdrücker der Kunstfreiheit. Das ist die perfide Logik.
Der neue Antisemitismus kommt heute nicht in Springerstiefeln, sondern mit Palästinensertuch, millionenfach automatisierten Codes wie „Genozid“, via Förderanträge und Preisverleihungen als moralische Überhöhung daher. Der neue Antisemitismus nennt sich „kritisch“, „antikolonial“, „revolutionär“, „antifaschistisch“, „solidarisch“. Er arbeitet mit Bildern, Gefühlen, automatisierten antisemitischen Stereotypen und unterscheidet sich beim näheren Hinsehen nicht vom klassischen Judenhass. In diesem Milieu gibt es „apartheitsfreie Zonen“, gibt es „Boykotte“, gibt es Zuschreibungen, die Juden und Jüdinnen eine Herrscherkaste unterstellen. Gefühle werden bedient, ahistorischer Live-Fetischismus mit entsprechenden „fashionable“ Elementen. Deshalb ist der neue Judenhass so kulturfähig: „Antizionism sells.“ Doch Kunstfreiheit endet dort, wo Mord legitimiert wird.
Niemand verlangt, Kunst solle harmlos sein. Die Kunstfreiheit in liberalen Demokratien wurde aber nie als Freibrief zur historischen Umcodierung von Judenhass im Grundgesetz verankert. Im Gegenteil. Weshalb meint das Museum mit einer in seinen Augen antifaschistischen Umcodierung den Judenhass mit dem Bild von Anne Frank bewerben zu dürfen? Wenn eine Ausstellung und Werke darin, explizit als Wegweiser für mörderische Ideologien werben, dann ist es die politische Aufgabe von öffentlichen Institutionen, hier Grenzen zu ziehen.
Die UNO wird von westlichen Kriegen als Friedensorganisation behandelt: Das ist totalitäre Fiktion im Sinne eines radikalen Wirklichkeitsverlustes. Die UNO hat sich von den Vereinten Nationen zum Gremium der Autokratien & Diktaturen entwickelt. Diese Geschichte wird in unseren Medien aber kaum erzählt. Auch laStaempfli musste lernen, dass ihre geliebte UNO – und ihr Kampf für die Mitgliedschaft der Schweiz zu diesem Gremium 1985 – unter völlig falschen Narrativen geschah.
Die Berichterstattung von SRF nach dem Auftritt des gewählten Präsidenten Donald Trump wird den Problemen, die die Vereinten Nationen tatsächlich haben, nicht gerecht. Deshalb hier die wichtigsten Kritikpunkte an der UNO, den Vereinten Nationen, copyright Regula Staempfli, 24. September 2025.
Systemic bias against Israel The UN has passed more condemnations against Israel than against all authoritarian regimes combined — a grotesque distortion that undermines its credibility.
Domination by dictatorships Autocracies (China, Russia, Iran, Venezuela, etc.) chair human rights councils and disarmament committees, turning watchdog institutions into shields for abusers.
Erosion of US sovereignty Critics argue that binding UN treaties and rulings increasingly override democratic decisions taken within the US, weakening constitutional self-rule.
Ineffectiveness in preventing wars From Rwanda to Syria, Sudan to Ukraine, the UN repeatedly failed to stop genocides or wars — yet still claims authority as a peacekeeper.
Weaponization of “international law” Legal concepts like “genocide” or “apartheid” are increasingly used as political cudgels against democracies, while real mass atrocities in China, North Korea, or Iran are ignored.
Financial burden The US funds roughly 22% of the UN’s core budget (billions annually), effectively subsidizing hostile regimes that vote against it in the General Assembly.
Anti-democratic equal vote principle In the General Assembly, the US has the same vote as microstates or dictatorships, meaning 130+ regimes that oppress their citizens can consistently outvote democracies.
Entrenchment of bureaucracy The UN has become a sprawling self-referential machine — over 40,000 employees, endless conferences, and agencies — often focused more on institutional survival than outcomes.
Corruption scandals From the “Oil for Food” program in Iraq to systematic sexual abuse by peacekeepers, the UN’s track record is tainted by corruption and impunity.