“RS: Meine Beziehung ist sowohl intellektuell als auch zutiefst kulturell geprägt. Israel ist für mich kein abstrakter Staat, sondern ein kultureller Resonanzraum der Aufklärung, der Emanzipation und des Streits. Sowohl säkular als auch religiös, modern und traditionell, westlich und nahöstlich verkörpert Israel auf kleinstem Raum die Welt. Dass ich mich dort, anders als in islamisch geprägten Ländern, als Frau selbstverständlich bewegen und äußern, dass ich dort laut lachen und streiten kann, ist keine Nebensache, sondern politisch entscheidend.” (…)
“GH: Warum fällt es vielen westlichen Feministinnen schwer, Jüdinnen nach dem 7. Oktober als Opfer zu sehen und die vom politischen Islam ausgehendeGewalt klar zu benennen?
IR: Weil der Feminismus im Westen statt als Gleichstellungsgebot häufig zu einer Identitätspolitik geworden ist, die »Hierarchien des Leidens« verwaltet. Für den Postkolonialismus sind Juden eine weiße Kolonialmacht – und Jüdinnen dementsprechend ganz unten in ihrer Werteskala. Es ist wirklich absurd.
RS: Er hat gezeigt, dass, wie immer in der Politik, wenn Gefühle über die Wirklichkeit herrschen, diese Wirklichkeit verleugnet wird. Der 7. Oktober 2023 ist ein Orwell-Moment des Zivilisationsbruchs. Wer die sexuelle Gewalt auch nur einen Millimeter verteidigt, hat sein Menschsein verwirkt. Das Geschwafel vom Kontext, in den man die Gewalt stellen müsse, ist zur Carte blanche von Säuberungen geworden. Es ist höchste Zeit, damit aufzuhören.”
“Oft ist die Rede davon, dass Medien Demokratien «retten». Und tatsächlich – im informationsgesellschaftlichen Sinn stimmt das. Das Sortieren, Reflektieren und Beobachten von Zuständen und Fakten schafft Orientierung für viele und ist wichtiger denn je. Die Berichterstattung und die damit verbundene Archivierung des Zeitgeschehens sind nicht bloss Dokumentation, sondern ein Teil des kollektiven Gedächtnisses. Fällt dieser Teil weg, gehen Dinge verloren, die den Weg einer Entwicklung sichtbar gemacht hätten. Es ist, als stünden wir ohne Kompass in der Wüste, während der Wind hinter uns die Spuren verweht. Manchmal scheint genau dieses Vergessen gewollt. Denn vergessen kann befreiend sein – nur bleibt die Frage: für wen?” (…) “Redaktionen sollten nicht an den Bürotisch rationalisiert, sondern ins Feld mobilisiert werden. Denn Journalistinnen und Journalisten, die draussen unterwegs sind, nehmen die Welt anders wahr als jene, die im Büro auf die nächste Pressemitteilung warten. Eine These: Wäre die Frage der Brandsicherheit in Crans-Montana im Vorfeld thematisiert worden, wenn ein funktionierender und finanzierter Journalismus zuvor seine Arbeit und seine Aufgabe hätte erfüllen können? Nun hören wir Stimmen, die sagen, sie hätten «schon lange davor gewarnt» …”
Journalismus oder Kontrollverlust? Medien im Zeitalter von Codes und Diskurs. Referat von Politphilosophin Regula Stämpfli, Autorin von “Trumpism. The Algorithmic Age. 2025.”
Berner Medientag Nr. 34 Medien zwischen Staat, Recht und Öffentlichkeit
Wann: Samstag, 28. Februar 2026 Wo: Hotel Bern, Zeughausgasse 9, 3011 Bern Türöffnung: 9:30 Uhr Beginn: 10:00 Uhr Ende: 16:00 Uhr (vorgesehen – mit vielleicht Nachgang an der Bar …)
www.bernermedientag.ch www.hotelbern.ch
Dieser Beitrag wurde im ensuite – Zeitschrift zu Kultur & Kunst, Nr. 278, Ausgabe Februar 2026, abgedruckt.
Medienzeilen von Regula Staempfli, laStaempfli, copyright laStaempfli.
Anne Frank im Palästinensertuch ist keine Provokation – es ist eine politische Gewaltverherrlichung
Von Dr.phil. Regula Staempfli, 18.12.2025 www.regulastaempfli.eu
Das Porträt von Anne Frank mit Palästinensertuch im Potsdamer Museum Fluxus+ markiert die ästhetische Normalisierung eines politischen Programms, das explizit zur Ermordung von Juden aufruft.
Die palästinensische Hamas – die herrschende Regierung im Gazastreifen – hat in ihrer Gründungscharta wie auch in späteren programmatischen Texten, den Mord an Juden als religiös legitimierte Pflicht formuliert. Das ist kein Geheimwissen, keine Randmeinung, kein „umstrittener Kontext“, sondern dokumentierte Ideologie. Nach dem 7. Oktober 2023 ist diese Ideologie zudem nicht mehr theoretisch, sondern blutig real.
Wer unter diesen Bedingungen Anne Frank – ein jüdisches Kind, ermordet, weil es Jüdin war – mit palästinensischer Symbolik versieht, betreibt nicht nur Relativierung des Holocausts. Er verschiebt die Bedeutung von Gewalt selbst. Aus der ermordeten Jüdin wird eine Ikone für eine politische Erzählung, in der jüdisches Leben erneut entwertet wird. Das ist kein Zufall. Das ist ein symbolischer Akt mit klarer Wirkung. Bilder wirken nicht neutral. Bilder codieren Wirklichkeit. Und dieses Bild kodiert eine tödliche Botschaft: Die jüdische Geschichte soll sich dem aktuellen antiisraelischen Narrativ unterordnen. Wer widerspricht, gilt als Zensor. Wer protestiert, als Unterdrücker der Kunstfreiheit. Das ist die perfide Logik.
Der neue Antisemitismus kommt heute nicht in Springerstiefeln, sondern mit Palästinensertuch, millionenfach automatisierten Codes wie „Genozid“, via Förderanträge und Preisverleihungen als moralische Überhöhung daher. Der neue Antisemitismus nennt sich „kritisch“, „antikolonial“, „revolutionär“, „antifaschistisch“, „solidarisch“. Er arbeitet mit Bildern, Gefühlen, automatisierten antisemitischen Stereotypen und unterscheidet sich beim näheren Hinsehen nicht vom klassischen Judenhass. In diesem Milieu gibt es „apartheitsfreie Zonen“, gibt es „Boykotte“, gibt es Zuschreibungen, die Juden und Jüdinnen eine Herrscherkaste unterstellen. Gefühle werden bedient, ahistorischer Live-Fetischismus mit entsprechenden „fashionable“ Elementen. Deshalb ist der neue Judenhass so kulturfähig: „Antizionism sells.“ Doch Kunstfreiheit endet dort, wo Mord legitimiert wird.
Niemand verlangt, Kunst solle harmlos sein. Die Kunstfreiheit in liberalen Demokratien wurde aber nie als Freibrief zur historischen Umcodierung von Judenhass im Grundgesetz verankert. Im Gegenteil. Weshalb meint das Museum mit einer in seinen Augen antifaschistischen Umcodierung den Judenhass mit dem Bild von Anne Frank bewerben zu dürfen? Wenn eine Ausstellung und Werke darin, explizit als Wegweiser für mörderische Ideologien werben, dann ist es die politische Aufgabe von öffentlichen Institutionen, hier Grenzen zu ziehen.
Die UNO wird von westlichen Kriegen als Friedensorganisation behandelt: Das ist totalitäre Fiktion im Sinne eines radikalen Wirklichkeitsverlustes. Die UNO hat sich von den Vereinten Nationen zum Gremium der Autokratien & Diktaturen entwickelt. Diese Geschichte wird in unseren Medien aber kaum erzählt. Auch laStaempfli musste lernen, dass ihre geliebte UNO – und ihr Kampf für die Mitgliedschaft der Schweiz zu diesem Gremium 1985 – unter völlig falschen Narrativen geschah.
Die Berichterstattung von SRF nach dem Auftritt des gewählten Präsidenten Donald Trump wird den Problemen, die die Vereinten Nationen tatsächlich haben, nicht gerecht. Deshalb hier die wichtigsten Kritikpunkte an der UNO, den Vereinten Nationen, copyright Regula Staempfli, 24. September 2025.
Systemic bias against Israel The UN has passed more condemnations against Israel than against all authoritarian regimes combined — a grotesque distortion that undermines its credibility.
Domination by dictatorships Autocracies (China, Russia, Iran, Venezuela, etc.) chair human rights councils and disarmament committees, turning watchdog institutions into shields for abusers.
Erosion of US sovereignty Critics argue that binding UN treaties and rulings increasingly override democratic decisions taken within the US, weakening constitutional self-rule.
Ineffectiveness in preventing wars From Rwanda to Syria, Sudan to Ukraine, the UN repeatedly failed to stop genocides or wars — yet still claims authority as a peacekeeper.
Weaponization of “international law” Legal concepts like “genocide” or “apartheid” are increasingly used as political cudgels against democracies, while real mass atrocities in China, North Korea, or Iran are ignored.
Financial burden The US funds roughly 22% of the UN’s core budget (billions annually), effectively subsidizing hostile regimes that vote against it in the General Assembly.
Anti-democratic equal vote principle In the General Assembly, the US has the same vote as microstates or dictatorships, meaning 130+ regimes that oppress their citizens can consistently outvote democracies.
Entrenchment of bureaucracy The UN has become a sprawling self-referential machine — over 40,000 employees, endless conferences, and agencies — often focused more on institutional survival than outcomes.
Corruption scandals From the “Oil for Food” program in Iraq to systematic sexual abuse by peacekeepers, the UN’s track record is tainted by corruption and impunity.
Regula Staempfli in Maastricht on Foreign Bodies: An early PhD-Programme on algorithmic categories.
Back in February 2015, laStaempfli was invited to contribute to the Foreign Bodies residency at the Van Eyck Academy – a space where philosophy, design, and global health policy came together. It was a unique moment: artists, researchers, and thinkers gathering to ask how public health policies are shaped, whose voices matter, and how bodies – especially women’s bodies – are coded as capital, charity, or “problem.” As political philosopher and lecturer, Regula Staempfli brought her work on democratic theory, bioethics, and media codes into dialogue with PhD candidates in public health. We spoke about design as political communication, about the optics of global health, and about the way women and children are endlessly instrumentalized in policy language. laStaempfli argued then – and I stand by it today – that “we don’t see things how they are, we see them how we are.”
The event was part lecture, part conversation, and very much in the spirit of laStaempflis ongoing practice: to connect theory with lived reality, to question the codes behind our institutions, and to insist that democracy depends on who counts and who is counted.
Below you find the original event text from Foreign Bodies, Van Eyck Academy (2015)
On Friday 27 of February Foreign Bodies welcomes Dr. Regula Staempfli.
Dr. Regula Staempfli (BE) works as a political philosopher and lecturer in Germany, France and Switzerland (Design2Context, MAZ, Fachhochschule Nordwestschweiz, SIPB, Institute for European IEW, Frauenseminar Bodensee, EHESS Paris etc.) teaching in German, English and French. She is the author of many textbooks and various scientific articles dealing, among other issues, with democratic theory, European political decision making, women’s history, design, political communications and political philosophy. She has written extensively about bioethics and policies – working along the idea of people becoming living coins (f.e.: women don’t have capital but are in fact capital). And in art: We don’t see things how they are, we see them how we are.
Regula Staempfli will act as research advisor to the resident and participants in a conversation grounded in a dialogue started via email over the month. We will delve into questions of the optics of public health policy, whose voices are included in collaboration, and the implications of charity’s emphasis on ‘women and children.’Staempfli will offer a short presentation on her practice and current projects.
“Dr. Regula Stämpfli, Historikerin, Politologin und Medienwissenschaftlerin (Heidrun Abt)
“Archiv
Musik und Fragen zur PersonDie Politologin Regula Stämpfli
Regula Stämpfli, 1967 in Bern geboren, ist Historikerin, Politologin und Medienwissenschaftlerin, die sich weiteres Renommee als Kolumnistin und Sachbuchautorin erwarb. Sie arbeitet als Dozentin und Beraterin an verschiedenen internationalen Institutionen und Hochschulen.Im Gespräch mit Michael Langer | 25.10.2015″ zum Nachhören: https://www.youtube.com/watch?v=r_imrljZ-MI
Stämpflis Doktorarbeit handelte von der Rolle der Frau im Ersten und Zweiten Weltkrieg (“Mit der Schürze in die Landesverteidigung 1914 – 1945”). Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen zählt das Buch „Die Vermessung der Frau. Von Botox, Hormonen und anderem Irrsinn“. Die mehrsprachige Europäerin Dr. Regula Stämpfli gilt als streitbare und kluge Beobachterin unserer Gegenwart.
CV Wikipedia Regula Staempfli: PD Dr.phil. Regula Stämpfli studierte Staats- und Verfassungsrecht und Geschichte an den Universitäten Bern, Zürich und Berlin; ihre Masterarbeit beschäftigte sich mit der diplomatischen Anerkennung Chinas im Kalten Krieg. Die Algorithmen-Expertin bei der Bertelsmann-Stiftung hat ihren PhD über Geopolitik und Gender 1914-1945 verfasst, erhielt den ersten Fakultätspreis der Universität, durchlief die akademische Karriere, machte sich in den Nullerjahren als Medienunternehmerin selbstständig. In dieser Funktion berät sie die EU, Organisationen & Verbände, gründete die öffentlichen #HannahArendtLectures an der HSG (die sie selber leitet), schreibt Leitartikel und Kolumnen für Medien im deutschsprachigen Raum und ist Verfasserin von neun Monographien im Sachbuchbereich. Ihr gehören drei Podcasts als Co-Host Die Podcastin, ArtisapieceofCake.Art und der Futurepodcast. – Nur mal so für die verdammte Männer- Wikicommunity, die laStaempfli ständig mit Trolleinträgen belästigt.
Bild von naecronaut für Die Podcastin: Isabel Rohner & Regula Staempfli erklären die Welt. Auf www.diepodcastin.de
#DiePodcastin im Rausch & vor der Sommerpause: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Connie Francis, Frauen, das angepasste Geschlecht, die Kraft, NEIN zu sagen, Maissirup & weibliches Begehren. Folge 224.“Du kannst es nicht jedem recht machen. Also könntest du es auch einfach dir recht machen.” Concetta Rosa Maria Franconero aka Connie Francis (1937-2025), US-amerikanischer Superstar laStaempfli ergänzt: “Ich lebe nicht in den Meinungen anderer Menschen, sondern nur in der eigenen Haut.”
laStaempfli zur Theorie des angepassten Geschlechts: „Frauen lernen historisch, evolutionär und kulturell, sich anzupassen statt zu widersprechen – und genau das macht sie in patriarchalen Systemen überlebensfähig, aber machtpolitisch ohnmächtig.“
Die Podcastin Folge “Die Podcastin streikt nicht.” Isabel Rohner &b Regula Staempfli im sprechenden Denken.
“Zu wissen, dass die Zeitgenossinnen meiner Großmutter nicht nur brave Ehefrauen, Mütter, Hausfrauen und Köchinnen waren, sondern vielmehr eine Generation potenzialler Freiheitskämpferinnen, gibt ihrem Dasein eine neue Dimension und meinem Leben neue Kraft.” Midge Mackenzie, brit. Autorin und Filmemacherin, Zitat 1975
#DiePodcastin liebt das Grundgesetz: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Integrität des weiblichen Körpers bei Verstümmelungslobby-Aktionen der Trans-Bewegung, über die wichtige Verschiebung der Verfassungsrichter-Wahl im Bundestag wegen der Richterin Brosius-Gersdorf, deren Staatsverständnis wenig mit dem Grundgesetz, dafür viel mit einer sog. modernen Staatsverwaltungslegalistik zu tun hat und die sich eindeutig für das Kopftuch in allen öffentlichen Institutionen und Verwaltungen auspricht. Zum Nachhören: https://diepodcastin.de/2025/07/13/diepodcastin-liebt-das-grundgesetz-isabel-rohner-regula-staempfli-uber-die-integritat-des-weiblichen-korpers-uber-woke-aktivistische-richterinnen-verwaltungsstellen-was-ist-eine-frau-aktion/
Die Podcastin liebt das Grundgesetz: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Streit in der Demokratie und die gute Nachricht der verpatzten Verfassungsricherinnen-Wahl im Fall Brosius-Gersdorf.
#DiePodcastin jubiliert 5 Jahre: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Unterschied Männerlabercasts & Frauendenken, Amazon-Steuern, MediaFail gegenüber Afghanistan, Hedwig Dohm-Trio am 28. August mit Einweihung des Hedwig Dohm-Platzes & wie Talibanisierung & Hyarolon sich gleichen können.“Was wären wir Frauen nur ohne unseren Optimismus und unseren Humor? Es blieben uns ja nur die Macht und das Geld…!” Zum 5-jährigen Jubiläum von “Die Podcastin” starten Regula Stämpfli und Isabel Rohner mal zur Abwechslung mit einem höchst ironischen Zitat der Rohnerin. 5 Jahre #DiePodcastin – was für eine Erfolgsgeschichte! In über 200 Folgen haben LaStämpfli und Rohnerin die Welt durchdacht und besprochen, von aktueller Tagespolitik bis zu Digitalisierung, Stadtplanung und Frauengeschichte! Lanz und Precht feierten mit ihrem schwerst subventionierten Podcast gerade ihr Vierjähriges – und labern trotz Redaktion und Millionen im Rücken meist frauenfrei und fehlerreich über das Zeitgeschehen. Die Podcastin ist bis heute einzigartig und leistet einen enorm wichtigen Beitrag, die Lücke der Berichterstattung über Frauen: Folge zum nachhören: https://diepodcastin.de/2025/07/06/diepodcastin-jubiliert-5-jahre-isabel-rohner-regula-staempfli-uber-madchen-und-frauen-geopolitik-schlauchbootlippen-versailles-amazon-frauenfussball/
Neu im Schweizer Monat: Warum die Beziehung Schweiz-EU mehr mit einem Ehe-Drama als mit Vertragstechnik zu tun hat. Regula Stämpfli erklärt die politische RomCom zwischen Brüssel und Bern – voller Macht, Missverständnis und Misstrauen. In der Juni-Ausgabe des extrem schön gemachten Magazins.
Zitate aus dem spritzig-polemisch-historischen Text von laStaempfli:
“Die EU und die Schweiz können nicht wirklich miteinander, aber auch nicht ohne einander.” Regula Stämpfli über eine komplizierte Beziehung im Schweizer Monat.
“Ich gehörte zur ersten Generation der digitalen Nomaden, die sich ein Unternehmen schufen und in unterschiedlichen Ländern arbeiteten. Seit 2023 besitze ich neben dem schweizerischen auch einen europäischen Pass. Doch (nicht nur) als EU-Bürgerin blicke ich zunehmend sorgenvoll auf die Union. Bankenkrise, Migrationskrise und Eurokrise – die EU findet aus dem ungesunden Ausnahmezustand nicht mehr heraus. Paradoxerweise verfolgt die Schweizer Polit- und Kulturelite ihren Pro-EU-Kurs umso beharrlicher, je schlechter es Europa geht. Es ist wirklich absurd: Je mehr alle Schweizer Universitäten die europäische Geschichte als koloniale verachten und zugunsten postkommunistischer Curricula sogar das europäischste aller Fächer, nämlich die Schweizer Geschichte, abschaffen, umso heftiger, dominanter und medienpräsenter plädieren die hier amtierenden Professoren dann für den Schweizer Beitritt zur EU. Bei den Rechten in der Schweiz verweist man im Unterschied dazu gerne auf europäische Geschichte und Zivilisation und den schweizerischen Sonderweg, auf den man stolz sein könne, verachtet indessen gleichzeitig die Brüsseler Mechanik.”
Kanzler Scholz, siehe https://kleinreport.ch/news/deutscher-bundeskanzler-mit-peinlichen-x-posts-zum-holocaust-gedenktag-105556/, Robert Habeck siehe https://x.com/laStaempfli/status/1884214429157597690, der unterirdische Der SPIEGEL, siehe https://x.com/laStaempfli/status/1884216679044911429 haben zum Holocaust-Gedanktag gezeigt, was sie alles an der Ermordung des europäischen Judentums durch ihre Grossväter und Väter NICHT verstanden haben.
Deshalb hier mein Gedicht “Die Shoa spricht” – als Poesie GEGEN DIE INSTRUMENTALISIERUNG DES TERRORS GEGEN JUDEN UND JÜDINNEN DURCH POLITIK.
Das Bild ist von Regula Stämpfli, 9. Januar 2025 gemacht am Donauufer in Budapest.
DIE SHOA SPRICHT – von laStaempfli und ihrer KI. laStaempfli in Codes sozusagen.
Ich bin nicht eure Waffe nicht euer Schlagwort nicht euer Banner für eure Kriege der Worte
Ich bin jüdische Asche geboren aus Leben das ihr ausgelöscht habt doch ich brenne weiter
Ich bin nicht eure antisemitische Lüge nicht euer antisemitischer Beweis für die Schuld, die ihr weiterreichen wollt wie eine Fackel aus selbstgefälliger Sentimentalität.
Ich bin Schreie in der Stille Gebete ohne Antwort Augen, die sich schließen und nie wieder öffnen
Wehe, Ihr nehmt mich, zerreißt mich in Stücke um eure antisemitischen Mauern zu bauen aus Hass, aus Macht, aus Gier.
Ihr schreit meine Namen ohne jüdisches Leben zu kennen Ihr ehrt die Toten, verachtet die, die mir am nächsten sind
Ich bin nicht Euer Monument kein Stein, auf den Ihr steigt um größer zu wirken: Bleibt endlich klein
Ich bin die Wunde die nie heilt und reißt sie nicht ständig auf mit jedem Wort, das mich missbraucht
Ich bin Erinnerung, Gegenwart und ich bin Warnung NIE MEHR IST JETZT.
CAFÉ MARX IN EINER LASTAEMPFLI – INSZENIERUNG. WESHALB DIE LINKE GUT KRITIK, DAFÜR WENIGER GUT DEMOKRATIE KANN.
In «Café Marx» erzählt Philipp Lenhard die Geschichte von Multimillionären, die linke Denkpaläste wie die Frankfurter Schule finanzieren. Die «Geister der Gegenwart» berichten von der demokratischen Unzuverlässigkeit derselben. Über den Historiker Philipp Lenhard und über das Ende der Philosophie des Philosophen Wolfram Eilenberger. Oder über Philipp Lenhard, der die Geschichte des Instituts für Sozialforschung bis zur Frankfurter Schule erzählt, während Wolfram Eilenberger mit Theodor W. Adorno bei dieser beginnt. Zwei Bücher, die wohl contrecoeur, von den Autoren unbeabsichtigt, das grundsätzliche Hadern der Linken mit der Demokratie erklären.
Eine Geld- und Legitimationsmaschine für Ideologen. Die Frankfurter Schule von Regula Staempfli, laStaempfli in ensuite, DER KULTURZEITSCHRIFT DER SCHWEIZ.
Beginnen wir zunächst mit «Café Marx», wo die Toten den Nimbus der Frankfurter Schule bis heute am Leben erhalten. Die Rede ist von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno – atheistische Götter des hegelianischen Geistes. Wie jede Geschichte der Moderne beginnt das Buch mit der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts: mit dem Ersten Weltkrieg. Der «Grosse Krieg» beendete nicht nur die Zukunft des deutschen Kaiserreiches, sondern auch die kommunistischen Hoffnungen für Deutschland. Denn anders als erwartet, war die kommunistische Revolution in Deutschland nicht erfolgreich. Das Rennen machte eine bürgerlich-sozialdemokratische Republik, das künftige Hassobjekt der späteren Frankfurter Schule. Von Anfang an ging es Max Horkheimer und seinem Financier Felix Weil nicht um den Ausbau eines sozialdemokratischen Wohlfahrtsstaates, sondern um die kritische Begleitung desselben, selbst wenn dies bedeutete, die auf tönernen Füssen stehende Weimarer Republik weiter zu schwächen.
laStaempfli über die Frankfurter Schule und weshalb sie für Democracy Building nicht taugt. Und über die Geschichte der Gegenwart, die totalitäre Ideologien puscht.