KRIEG, PORNO UND DIE STRATEGISCHE MACHT DER NARRATIVE
Nächte der Philosophie 2026 27.5., 19.00 Uhr, Das Dorf Obere Viaduktgasse 2, 1030 Wien
Die Epstein-Files haben es wieder vor Augen geführt: Pornographie, sexuelle Gewalt, Menschenhandel und die Warenwerdung von Menschen sind kein Randphänomen, keine Klassenfrage, sondern eine neue Art von Kriegsführung gegen Kinder, Mädchen und Frauen. Pornographie und Krieg operieren seit über 150 Jahren mit Bildern, die emotionalisieren, entmenschlichen und damit Ideologien, Haltungen, Narrative transportieren. „Im Zeitalter der digitalen Reproduktion“ sind die ikonografischen und philosophischen Bilderrevolutionen algorithmisch verstärkt. Es verschränken sich Narrative und Politik: Der Körper wird zur Ware, das Schlachtfeld zum Content, Gewalt zur ästhetischen Oberfläche. Künstliche Intelligenz, Plattformen wie Grok, Gemini, ChatGPT beschleunigen diesen Prozess und produzieren Informationen, die auf Deepfakes, KI-generierten Bildern, basierend auf codierten pornographischen Menschenbildern bauen und Krieg inszenieren, lange bevor die Fakten überprüft sind.
Die Politphilosophin analysiert Pornokratie, Krieg, Menschenbildern und den entsprechenden zeitgeschichtlichen Narrativen. Es ist eine Triggerwarnung angebracht: Es werden Inhalte von Gewalt, Sexualität und propagandistischer Sprache als Beispiele verhandelt. Podcaster: www.regulastaempfli.eu
#HannahArendtLectures by Regula Staempfli an der HSG, Universität St. Gallen 2024.
Information zur Hannah Arendt Lectures by Regula Staempfli, Universität St. Gallen, HSG. Die Leitung der öffentlich-rechtlichen Vorlesung ist in Rente gegangen und die Nachfolge von Prof. Dr. Dieter Thomä, die neue Professorin Abt, wollte explizit die von laStaempfli initiierten und durchgeführten #HannahArendtLectures nicht mehr weiterführen. Die #HannahArendtLectures werden in den nächsten Monaten als Buch bestellbar sein. 12.4.2026
Die von der Politphilosophin PD Dr. Regula Stämpfli initiierten und geleiteten #HannahArendtLectures an der Universität St. Gallen (HSG) finden seit 2018 statt und sind als öffentliche Vorlesungsreihe konzipiert. Im Zeitraum 2018–2024 (bzw. bis 2025 geplant) widmet sich Stämpfli intensiv der Verbindung von Arendts politischer Philosophie mit den Herausforderungen der digitalen Moderne. Aufgrund der neuen personellen Aufstellung an der HSG wurden ausgerechnet die sehr beliebten #HannahArendtLectures von Regula Staempfli nicht weitergeführt. Hier ein Beispiel, wie die Hannah Arendt Lectures an der HSG 2024 ausgesehen haben:
Hannah Arendt Lectures HSG 2024
Die Vorlesungsreihe im Frühjahrssemester 2024 (FS/SS 2024) trug den Schwerpunkt: „Elemente und Ursprünge digitaler Totalitarismen“
Inhalt: Analyse des Zerfalls westlicher Demokratien, Kampf um Wahrheitsfindung, Einfluss von Social-Media-Plattformen (TikTok, Twitter/X, Facebook, etc.) auf die Politik, und Analysen zu „Media Wars“.
Themen: Die Vorlesungen behandeln Themen wie „Algorithmische Öffentlichkeit“ und die Infrastruktur der Sichtbarkeit.
Termine/Ort (Beispiele 2024):
18.04.2024: „Codes, Terror und Kriege: Wie Algorithmen unsere Welt verändern“.
02.05.2024: „Demokratisiert Euch! 12 goldene Regeln für die Demokratie hierzulande und weltweit“.
Zeit/Ort: Donnerstag, 18:15–19:45 Uhr, Universität St.Gallen, Raum A 09-110 (Bibliotheksgebäude).
Anmeldung/Ausschreibung: Die Vorlesungen sind öffentlich. Für das FS 2024 wurde ein Semesterpass für 20 Franken angeboten. Eine Einschreibung über das HSG-Veranstaltungsprogramm ist möglich.
Kontext und Ausrichtung 2018–2024
Initiatorin: Regula Stämpfli (laStaempfli).
Fokus: Verknüpfung von Arendts Werken (insb. „Elemente und Ursprünge totalitärer Systeme“) mit aktuellen digitalen Entwicklungen.
Charakter: „Denken ohne Geländer“ – kritische Analysen von KI, Überwachung und Plattformlogiken.
Hinweis: Da die Kurssuche der HSG oft semesterweise erfolgt, sollten aktuelle Ausschreibungen für kommende Semester direkt über das HSG-Vorlesungsverzeichnis oder die Website von Regula Stämpfli (regulastaempfli.eu) abgerufen werden.
“Es ist ein Bild unserer Zeit: Nicht die Wirklichkeit, in unserem Beispiel hier, die Barrikade, entscheidet über politische Wirksamkeit, sondern das Bild der Barrikade. Nicht der Protest selbst erzeugt Öffentlichkeit, sondern seine algorithmische Verwertbarkeit. Hier ein aktuelles Beispiel: Nach den Ausschreitungen an der unbewilligten Pro-Palästina-Demo vom Oktober 2025 veröffentlicht die Berner Kantonspolizei im März 2026 unverdeckte Bilder, weil sie 31 gewalttätige Täter identifizieren will. Weitere 101 vermummte mutmassliche Täter und Täterinnen wurden schon durch den Öffentlichkeitsaufruf identifiziert. Während die staatlichen Stellen gewisse Datensätze aufgrund geltender Rechtsgrundlagen und zu Recht, NICHT verwenden konnten, taten dies Private.
Und genau deshalb ist die Entscheidung der Berner Polizei, unverpixelte Bilder von Demonstranten zu veröffentlichen, mehr als eine polizeiliche Massnahme. Sie ist ein Symptom unserer Zeit. Sie zeigt, wie sehr wir bereits in einer algorithmischen Öffentlichkeit leben, in der Menschen nicht mehr zuerst Bürger sind, sondern visuelle Datensätze – ein Thema, dass ich im Hinblick auf die Demokratie schon längst diskutiert habe.
Demonstrationen sind Bildmaterial. Teilnehmende sind Identifizierungsmerkmale. Politische Konflikte sind Narrative und Datenpakete. Die Veröffentlichung der Bilder ist deshalb nicht einfach ein Akt der Strafverfolgung. Sie ist ein Moment, in dem sich die Logik unserer Gegenwart offenbart: Politik wird zum Bildereignis, Strafverfolgung wird zur Öffentlichkeitsstrategie, und die Gesellschaft wird zum digitalen Fahndungsraum.
Dabei zeigt sich eine interessante Dialektik: Die gleichen Milieus, die jahrelang die totale Sichtbarkeit gefordert haben, die Transparenz, die Dokumentation, die moralische Überwachung, die Cancel Culture, die öffentliche Anklage – sie sind nun selbst Teil genau dieser Sichtbarkeitsmaschine geworden. Wer jahrelang den digitalen Pranger normalisiert, darf sich nicht wundern, wenn er selbst einmal darauf landet. Das ist keine moralische Feststellung. Es ist eine strukturelle. Denn die algorithmische Öffentlichkeit kennt keine Freundschaften. Sie kennt nur Muster.
Das eigentlich Interessante an diesen Bildern ist deshalb nicht, wer darauf zu sehen ist. Sondern wie sie funktionieren. Sie zeigen eine neue Form politischer Ästhetik. Man erkennt sofort die visuelle Grammatik der Gegenwart: Keffiyeh als globaler Protestcode, schwarze Kleidung als urbanes Widerstandszeichen, Kapuzen als Symbol der anonymisierten Aktivität. Diese Bilder sind nicht zufällig. Sie sind Teil einer globalisierten Bildsprache des Protests.
Protest ist heute nicht Handlung. Protest ist Design. Protest ist ein Datenpaket.
Das wäre an sich nicht neu. Schon die Französische Revolution hatte ihre Symbole, ihre Kokarden, ihre Farben. Aber der Unterschied liegt in der Geschwindigkeit und in der totalen Reproduzierbarkeit. Heute wird jedes Symbol sofort Teil eines globalen Bilderstroms. Jede Demonstration ist gleichzeitig Content und Datenpaket. Und genau hier beginnt das eigentliche Problem. Denn wer Content produziert, wird selbst zum Content.
Die Demonstranten wissen das. Die Polizei weiss das. Die Medien wissen das. Und trotzdem tun alle so, als würden sie noch in einer klassischen Öffentlichkeit handeln. Dabei ist diese längst verschwunden. An ihre Stelle ist ein Raum getreten, den ich „algorithmischen Öffentlichkeitsautomatismus“ nenne: ein Raum, in dem Sichtbarkeit nicht durch Argumente entsteht, sondern durch Bildlogiken, in dem Aufmerksamkeit nicht durch politische Inhalte entsteht, sondern durch visuelle Codierung.
Die Berner Polizei handelt deshalb nicht nur als Strafverfolgungsbehörde. Sie handelt als Akteur in dieser Bildökonomie. Sie nutzt dieselbe Logik wie soziale Medien: Sichtbarkeit erzeugt Reaktion. Veröffentlichung erzeugt Information. Öffentlichkeit erzeugt Daten. Man kann das kritisieren. Man kann es verteidigen. Aber man kann nicht mehr so tun, als wäre es nicht Realität. Denn die entscheidende Veränderung unserer Zeit ist nicht politisch. Sie ist epistemisch und algorithmisch. Wir leben nicht mehr in einer Welt, in der Wirklichkeit zuerst erfahren wird. Wir leben in einer Welt, in der Wirklichkeit zuerst gesehen wird. Wer gesehen wird, existiert. Wer nicht gesehen wird, verschwindet. Digitalisierung gibt einerseits Sichtbarkeit, andererseits vernichtet sie die reale Welt, indem sie sie neu beschriftet.
Das ist die eigentliche Machtverschiebung unserer Zeit.
Hannah Arendt hat einmal beschrieben, dass Politik dort entsteht, wo Menschen einander erscheinen. Was sie nicht wissen konnte: dass dieses Erscheinen einmal durch Plattformlogiken vermittelt werden würde, durch Kameras, durch Uploads, durch Gesichtserkennung, durch Datenbanken. Das Problem ist deshalb nicht die Polizei. Das Problem ist die Infrastruktur der Sichtbarkeit.Denn diese Infrastruktur verändert alles. Sie verändert, wie Protest organisiert wird. Sie verändert, wie Gewalt dokumentiert wird. Sie verändert, wie Schuld zugeschrieben wird. Sie verändert, wie Öffentlichkeit funktioniert. Die wirkliche Frage lautet deshalb nicht: Darf die Polizei das? Die wirkliche Frage lautet: Können wir noch zwischen Rechtstaat und digital konstruierter Sichtbarkeit, d.h. Codierung, Fiktion, Narrativ, unterscheiden?
Die algorithmische Öffentlichkeit kennt keine Unschuld. Sie kennt nur Mustererkennung.”
Die neue Serie auf Disney + “Love Story” über JFK Junior und Carolyn Bessette ist Suchtmaterial, nicht weil sie spannend ist, sondern die Protagonisten so wunderschön. laStaempfli empfiehlt die Serie auch unter dem Aspekt, dass JFK Jr. ein klassisches “Familiendrama”, sprich ein Femizid. JFK Jr. flog Carolyn Bessette und ihre Schwestern Lauren sowie sich selber in den Tod. Dem Unfall vorangegangen war eine äusserst schwierige dysfunktionale Beziehung und die Karriere von JFK Jr., die, sagen wir es mal vorsichtig, nicht optimal lief. Food for thought – hier eine Empfehlung von laStaempfli, die ihre Serien-Besprechung mit dem Satz endet: “Eine Love Story, die es verdient so genannt zu werden, was sie auch ist: Die Mystifizierung eines destruktiven männlichen Versagens mit tödlichem Ausgang.
“Sie war umwerfend schön, still und stirbt in einem Unfall, so wird es überliefert. Er war ein moderner Held, zerrissen, komplex. Was genau war das Paar, dessen Macht und Mythos bis heute beschäftigt? Disney + gibt eine gleichzeitig versöhnliche und verstörende Antwort. Seit Orpheus wissen wir: Männer können Frauen nicht retten. Zwar steigt der tragische Held in die Unterwelt, um seine geliebte Eurydike aus dem Hades zu holen, aber am Ende verliert er sie, weil er sich umdreht. Typisch Mann würden wir sagen; Kontrollsucht und Ungeduld zerstören Leben. Sie stirbt, er aber lebt bis heute als Künstlermythos weiter. Der Ursprung aller Liebesmythen ist nie eine Geschichte von Gleichheit. Sondern ein Drama über Besitz Eskalation, verführerische Romantik.”
Wie Bürokratie und Moral den neuen Antisemitismus definieren. Diesmal am Beispiel des Kunstbetriebes.
In den Medien machte der Antisemitismus der Elite an der Universität Zürich, an der ETH, an der ZHdK massenhaft Schlagzeilen. Wie kommt es, dass eine antisemitische Minderheit, die seit zwanzig Jahren Minderheit blieb, plötzlich in der Mitte angekommen ist? Hier ein Kurz-Essay von Regula Stämpfli, laStaempfli am 7.4.2026.
„Trumpismus mit Diversitätsleitfaden – Wie Moral die Kreativität im Kunstbetrieb abgelöst hat.”
Es gibt einen Trumpismus, über den fast niemand spricht. Nicht den politischen. Nicht den medialen. Sondern den stillen, hartnäckigen Trumpismus des Kultur- und Wissenschaftsbetriebs. Er funktioniert nach denselben Regeln: Polarisierung statt Urteilskraft. Zugehörigkeit statt Argument. Moral statt Kompetenz. Auch hier begann alles harmlos – mit dem Versprechen von Reform; Beispiel Toni-Areal und ZHdK. Als die Zürcher Kunst- und Designhochschulen, „Zürcher Hochschule der Künste ZHdK 2014 ins Toni-Areal zogen, wurde das als großer Fortschritt gefeiert: Ende der Zersplitterung, Ende der provinziellen Enge, endlich internationale Sichtbarkeit und effiziente Strukturen. Auf dem Papier klang es vernünftig. In Wirklichkeit kam dies einer stillen Zäsur gleich. Aus einer Landschaft eigenwilliger Institute inklusive deren Leiterinnen, wurde ein zentralisiertes System. Aus Persönlichkeiten wurden Strukturen. Und wo Strukturen herrschen, gewinnen nicht mehr die originellsten Köpfe, sondern die kompatibelsten.
Das ist kein Zürcher Sonderfall. Das ist der Bologna-Effekt in Reinform: Bildung wird vergleichbar, messbar, verwaltbar. Und alles, was verwaltet wird, beginnt früher oder später, sich wie Verwaltung zu benehmen.So entstand im Kulturbetrieb eine neue Karrierelogik. Nicht mehr ästhetisches oder intellektuelles Risiko führt nach oben, sondern diskursive Sicherheit. Wer die richtigen Begriffe beherrscht, die passenden moralischen Signale setzt und die aktuellen Förderformeln kennt, kommt weiter als jemand, der tatsächlich etwas Neues wagt. Das Ergebnis ist paradox: Noch nie wurde so viel von „Innovation“ und „Kreativität“ gesprochen. Und noch selten war so wenig davon zu spüren. Stattdessen sehen wir stromlinienförmige Lebensläufe, perfekt kalibrierte Anträge und makellose moralische Selbstverortungen. Die neue Elite ist nicht mehr avantgardistisch. Sie ist administrativ brillant. Ihr neues Glaubensbekenntnis heisst D.E.I. – Diversity, Equity, Inclusion oder auf schweizerisch, siehe „Diversitätsleitfaden“ der SRG, Gleichstellung, queer, migrantisch. So wird aus Anträgen standardisierte Gebete; dieselben Phrasen, dieselben Referenzen, dieselben Signifikanten. Kritik ist rhetorisch, falls echt, sofort Grund zum Ausschluss. Diese Cancel-Culture ist Gewaltmonopol der mächtigen öffentlichen Institutionen, die Diversitätsleitfäden vorgeben. Hier schliesst sich der Kreis zum „Trumpismus; diesem Funktionsmodus, diesem ideologischen Lagerdenken ohne Komplexität. Entweder bist Du auf der richtigen Seite oder Teil des Problems. Narrative definieren Realität. Die milieukonforme Einseitigkeit, gepaart mit beliebten Juden- und Frauenhass, wird heute mit Kunst-Preisen überschüttet. Hannah Arendt hat einmal gewarnt, die größte Gefahr für das Denken sei nicht einfach der Fanatismus, sondern die automatisierte Sprechakte & Funktionsweisen.
„Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Alma in ihre Heimatstadt Triest zurück. Hier begegnet sie ihrer Jugendliebe Vili wieder, der ihr nun das väterliche Erbe übergeben soll. Zwischen den Erinnerungen an die Habsburger Kaffeehäuser ihrer Großeltern, an endlose Kindheitssommer und die Straße gen Osten, auf der ihr Vater einst immer wieder verschwand, wird Alma mit Fragen nach Herkunft, Liebe und Identität konfrontiert.“ Die italienische Schriftstellerin Federica Manzon gehört zu den interessantesten Stimmen der zeitgenössischen europäischen Literatur. Geboren in Trieste, jener Stadt zwischen Italien, Mitteleuropa und Balkan, ist ihr Schreiben stark geprägt von Grenzräumen, Erinnerung und der Frage nach Herkunft und Identität.
Die Stadt als Gedicht – Jana Revedin und ihre „Gärtnerin von Venedig.“ Ein wunderbares Gespräch mit Prof. Dr. Jana Revedin anlässlich des neuen Buches Die „Gärtnerin von Venedig. Es ist ein Buch über Wurzeln, die Stadt als Gedicht, die Architektur von Literatur und Räume für und von Frauen, jung und alt. Moderatorin: Regula Stämpfli.
Auf artisapieceofcake.art auf Spotify, Apple Podcast und überall wo Sie Podcasts hören
Demokratie lebt nicht von abstrakten Werten, sondern von funktionierenden Qualitätsjournalismus mit Kontrollfunktion gegen die Mächtigen. Journalismus ist kein moralisches Beiwerk der Politik, ist auch nicht zuständig für codierte Narrative oder “bessere” politische Positionen, sondern funktioniert nur als PERMANENTE ZUMUTUNG. Es geht um Recherche, Relevanz und Information, nicht um Framing, wie es von SRF permanent gemacht wird. Statt von Terroristen redet man von “Aktivisten” oder “Widerstand”; statt von Mord, Amok, Anschlag von “psychisch labilen Tätern” oder am liebsten gar: “Ursache unbekannt.” Es geht um Wirklichkeit und darum, dass die Bürgerinnen und Bürger sich informieren können um ihren Ort, ihre Verwurzelung, dort, wo sie in den Demokratien auch aktiv eingreifen können. Hier zum Referat, das mit einer lustigen Übung: Gugus – DADA, ein laStaempfli-Original begann. https://www.bernermedientag.ch/wordpress/wp-content/uploads/2026/03/REF-BMT26-Regula-Staemplfi.pdf
Berner Medientage 2026. Fotos von Lukas Vogelsang und Markus Dütschler.
Regula Staempfli Essay im Ensuite: Codierter Islamismus im Iran.
Die Politphilosophin, langjährige Leiterin der Ausbildung für Journalistinnen und Journalisten in Politik und Auslandjournalismus, beschreibt, wie es zum Aufstieg von Khamenei in der islamischen Republik Iran kam und wie der Iran sich in ein totalitäres theokratisches System mit systematischen Frauenhass entwickelt hat und wie die Linken im 21. Jahrhundert (und auch schon vorher), die Schreckensherrschaft der Mullahs aus revolutionären und postkolonialen Gründen legitimieren. Dies geht soweit, dass die sog. progressive Linke im Januar 2026 nach jahrelangem “Genozid”-Geschwafel und den Lügen darüber, zum Massenmord der Mullahs an der iranischen Bevölkerung kein Wort sagte. Regula Stämpfli wird, sobald der Artikel im PDF vorhanden ist, den Essay aufschalten – ansonsten verweist sie auf den Kioskverkauf von Ensuite oder auf Museeumscafés, da liegt Ensuite meistens gratis offen. “Seit Hannah Arendt wissen wir viel über totalitäre Systeme. Die grösste Gefahr für die Fragilität der Menschen ist dabei nicht nur die Gewalt, auch nicht das ständige Lügen, sondern das organisierte Sprechen. Totalitarismus ist nämlich eine Technik, die durch Erzählung, Fiktion, Wortwahl, Leerstellen, Menschen zur Verhandlungsmasse einer Ideologie erklärt. Und zwar so, dass nicht mehr zwischen Wahr- und Wahrlügen unterschieden werden kann.” Zitat, copyright von PD Dr. Regula Staempfli.
Wer seine Informationen über den Nahen Osten und neu den Iran-Krieg kriegt, bei der Süddeutschen Zeitung, dem Der Spiegel oder leider auch der F.A.Z., bei ORF, SRF, ARD und ZDF, bringt in Diskussionen über die Region und den Krieg folgende Thesen: Der US-Präsident Trump sei ein “Faschist”, besetze die Welt wegen dem Öl und sei in den Krieg gegen den Iran ausschliesslich wegen Israel eingetreten. Diese Thesen, von linksextrem und rechtsextrem (Candice Owens, Tucker Carlson und Megyn Kelly vertreten diesen Schrott ebenso – ausser dass sie “Faschist” mit “Kriegstreiber” verschleiern) sind FAKTENFREI und entsprechen dem, was Regula Stämpfli als “codierte Narrative” bezeichnet. Fakt ist: Donald Trump ist mit einer grossen Mehrheit vom amerikanischen Volk in einem demokratischen Wahlverfahren zum Präsidenten der USA gewählt worden und entgegen den Medienberichten kein “Faschist”, sondern ein geopolitischer Stratege mit dem Anspruch “Make America Great Again.” 2. ÖL ist tatsächlich ein wichtiger Rohstoff, spielt indessen bei den US-Interventionen Venezuela und Iran eine zweitrangige Rolle: Ziel von Präsident Trump ist es, die geopolitische Situation wieder zur Stärke der USA zu definieren und nicht wie von seinen Vorgängern, das Terrain Russland und der VR China oder auch Indien zu überlassen. 3. Die USA sind in den Krieg gegen den Iran getreten, weil die islamische Republik Iran seit über 47 Jahren der Todfeind der USA ist, Tausende von us-amerikanischen Bürgern hingerichtet und die Welt mit Terror übersät hat. Iran ist der engste Verbündete der VR China und die islamische Republik auszuschalten, würde die Welt, die westliche Sicherheitslage und die Hegemonie der Islamofaschisten im politischen Islam auschalten. Dies und viel mehr wären eigentlich die Informationspflichten der öffentlich-rechtlichen Sender, die sie indessen aus ideologischen Gründen nicht bringen. laStaempfli ist seit dem 7. Oktober 2023 entsetzt über die krass ideologisch ausgerichtete Berichterstattung der SRG allgemein, die vielen antisemitischen Skandale häufen sich im Wochentakt siehe dazu auch den Bericht: https://www.audiatur-online.ch/2026/03/03/die-srg-und-israel-zwangsgebuehren-fuer-hetze/
“Ein bemerkenswerter Doppelakt 2024: Die SRF-Nahostkorrespondentin Susanne Brunner wird «Journalistin des Jahres» – nachdem die Ombudsstelle sie im selben Jahr mehrmals rügen musste. Die SRG ist voller Judenhasser, die neudeutsch «Israel-Kritiker» heissen. Terroristen wie Sinwar oder Nasrallah wurden von SRF gewürdigt wie Nobelpreisträger: «Hassan Nasrallah: Sein Leben, sein Wirken und sein Vermächtnis.» Hamas- und Hisbollah-Kuschler sind im Leutschenbach nicht nur zahlreich – sie lassen es das ganze Haus wissen, dass sie zu den Guten gehören. Stefan Renna von RTS beschimpfte live das israelische Bobfahrerteam antisemitisch. RTS nahm ihn in Schutz. Die internationale Presse überschlug sich – SRF wollte darüber nicht einmal berichten. Wetten, dass Stefan Renna, ähnlich wie Brunner, Ende 2026 ausgezeichnet wird? Zu diesen Hamas-Kuschlern stellen sich neu die Mullah-Versteher beim Service public. Am 28. Februar 2026 titelt SRF: «USA greifen Iran an.» Klingt doch neutral, oder? Ha: Das Framing ist dann super. «Schweiz und Norwegen pochen auf Einhaltung des Völkerrechts.» Volker Türk, sonst stumm wie ein Fisch, wenn es ums Massenmorden des Regimes an der eigenen Zivilbevölkerung geht, sorgt sich um die Zivilisten. Kein Wort über Hunderttausende Iraner auf der Strasse. Kein Wort über Frauen, die für Freiheit sterben. Kein Wort über Massenhinrichtungen, Zwangsverschleierung, organisierte Massenvergewaltigungen. Streng «konservativ» sei beispielsweise Ali Chamenei gewesen. Streng konservativ? Klingt nach missratenem CSU-Politiker, sicher nicht nach dem islamofaschistischen Massenmörder, der Chamenei war. Und die Opfer des islamischen Terrors? Bei SRF eine Fussnote.
Hamas-Kuscheln war gestern.
Mullahs verstehen ist heute.
Und morgen? Ein SRG-Spendenaufruf für die Ajatollahs?”