Regula Stämpfli: Berliner Sozialgerichtsentscheid 19.7.2022 zum “Menschenfleischverkauf”

Die kluge Inge Bell, Zweite Vorsitzende Terre des Femmes Deutschland, die von der Lobby für “Sexarbeit” drei Wochen auf TWITTER unrechtmässig gesperrt war bis ihr Anwalt intervenierte, teilte auf TWITTER das Urteil des Berliner Sozialgerichts, siehe Pressemitteilung https://www.berlin.de/gerichte/sozialgericht/presse/pressemitteilungen/2022/pressemitteilung.1227349.php

Hier der TWEET von Inge Bell und eine Kurzzusammenfassung von Regula Stämpfli, Politphilosohin/Bestsellerautorin.

https://twitter.com/ingebellgermany/status/1549817925342724099?s=20&t=74odrkYq1_WMTT5hvT23VA
Inge Bell zum wegweisenden Urteil des Berliner Sozialgerichts punkto Aufenthaltsrecht und Prostitution als Beruf.

Jobcenter darf Prostituierte nicht zur Arbeit zwingen – Zusammenfassung von Regula Stämpfli

Das Sozialgericht Berlin hat in einer Pressemitteilung einen Richtungsentscheid gefällt. Eine Prostituierte hat ihren „Beruf“ aufgegeben und das Jobcenter wollte sie zwingen, diese „freiwillige, selbstverschuldete Beendigung der Erwerbstätigkeit“ entweder wieder aufzunehmen oder das im Rahmen des EU-Freizügigkeitsrechtes garantierte Aufenthaltsbewilligung aufzugeben. Die 32jährige Klägerin aus Bulgarien darf aber nun in Deutschland bleiben, obwohl sie nicht mehr als Prostituierte arbeiten will.

Das Berliner Sozialgericht hat nun festgestellt, dass „Aus der staatlichen Schutzpflicht für die Menschenwürde folge, dass Prostitution als unzumutbar anzusehen sei.“

Der Entscheid erleichtert es den Osteuropäerinnen, aus der Prostitution auszusteigen und in Deutschland zu bleiben. Denn bisher wollten die Jobcenter Frauen dazu zwingen, als Selbständige im Gewerbe weiterhin tätig zu bleiben oder das Aufenthaltsrecht und somit auch das Recht auf Sozialleistungen zu verlieren. Doch das Sozialgericht stellt punkto Menschenwürde fest: „Eine objektiv zumutbare Arbeit, deren Ausübung der Staat von niemanden verlangen kann, werde nicht deshalb zumutbar, weil die Person sie zeitweise ertragen hat.“

Regula Stämpfli nimmt dieses Urteil auf in der Hoffnung, dass das deutschsprachige Feuilleton zur Kenntnis nimmt, dass Prostitution nun auch gerichtlich festgestellt, kein „Job wie jeder andere“ ist.

Lorenz Meyer empfiehlt im BILDblog (Kritisches über deutsche Medien seit 2004) #diepodcastin von Isabel Rohner & Regula Stämpfli, 29.1.2022.

Aus dem BILDblog siehe https://bildblog.de/133080/kw-0422-hoer-und-gucktipps-zum-wochenende/ schreibt Lorenz Meyer: Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!” : diepodcastin.de, Isabel Rohner & Regula Stämpfli, Audio: 49:13 Minuten)
Im feministischen Wochenrückblick der “Podcastin” sprechen Isabel Rohner und Regula Stämpfli gleich über mehrere Themen mit Medienbezug: über die italienische “Vogue”, den besten “Guerilla-Girl-Account auf Instagram” im deutschsprachigen Raum, einen “Machttext” zum Treffen von Annalena Baerbock mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow und die Attacken des Chef-Europakorrespondenten von “Politico” gegen die Historikerin Annika Brockschmidt.

#diepodcastin freut sich auf 2022: Isabel Rohner und Regula Stämpfli mit Visionen.

http://diepodcastin.de/2021/12/25/diepodcastin-mit-visionen-2022-isabel-rohner-regula-staempfli-denken-sich-gemeinsam-ein-feministisches-2022-bild-von-michaela-ghisetti/

#diepodcastin mit Visionen 2022: Isabel Rohner und Regula Stämpfli denken sich gemeinsam ein feministisches 2022. Bild von Michaela Ghisetti.
“Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten!”Dieses Zitat von Hedwig Dohm (1831-1919) wollte die Rohnerin eigentlich noch bringen – aber dann führten sie das gemeinsame Denken mit laStämpfli wieder auf ganz andere Fährten! Die Podcastin nimmt die Hörerinnen und Hörer in dieser Folge mit in ihre Visionen für 2022 und darüber hinaus!Und was wünschen sich Isabel Rohner und Regula Stämpfli alias #diepodcastin für das Neue Jahr?1. Die Innen- und Außenpolitik wir feministisch!2. Internationale Unterstützungsgelder werden nur noch an Frauen ausbezahlt! Gerade das Beispiel Afghanistan führt uns vor Augen, wie sehr eine solche Entscheidung der internationalen Staatengemeinschaft auch Demokratien befördern und Männerregime wie die Taliban in ihre Schranken weisen würde3. Jedes Kind auf dieser Welt kann zur Schule gehen und liest dabei mind. 10 Bücher von Frauen! Ein Wunsch, dessen Erfüllung gleich auf zwei Ebenen die Welt verändern würde: 1. haben wir weltweit immer noch viel zu viele Analphabethinnen und Analphabethen (auf dem afrikanischen Kontinent wird bspw. von einer Analphabethenquote bei den über 15-Jährigen von 34 (!) Prozent ausgegangen. 2. lesen selbst die Schülerinnen und Schüler in unserem privilegierten Mitteleuropa im Laufe ihrer Schulzeit immer noch keine 10 Bücher von Frauen.4. Männer trauen sich endlich, diverser zu sein! Und zwar nicht auf Kosten von Frauen, sondern auf Kosten der traditionellen Männerrolle, die dringend etwas mehr Farbe und Vielfalt benötigt!5. Sagen, was ist!Und natürlich last but not least: Macht Frauen sichtbar! Verweist auf die Leistungen von Frauen – ob historisch oder zeitgenössisch! Uns fällt kein Zacken aus der Krone, wenn wir auch mal darauf hinweisen, dass Ideen, Gedanken, Innovationen bereits einmal gedacht wurden.Die Podcastin: Isabel Rohner und Regula Stämpfli wünschen einen guten Rutsch und freuen sich auf sprechendes Denken auch im Neuen Jahr 2022!Das Bild von der grossen MICHAELA GHISETTI, die laStaempfli in Wien in der Albertina bestaunt.

https://twitter.com/ElfieWaldesheim/status/1474736646545620996?s=20

Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Finanzen in der neuen Folge #diepodcastin 11.12.2021.

#diepodcastin über “hip mit hijab” & Finanzen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über einen SRF-Beitrag, Winterolympiade & wieder einmal über das liebe Geld. Mit einem Bild von Meret Oppenheim by laStaempfli: Handschuhe Paar 1942-45/1985. Noch zu sehen im Kunstmuseum Bern.
Die Rohnerin und Regula Stämpfli teilen eine Geschichte aus dem September: Die Goldene Schrumpelgurke geht ans Schweizer Fernsehen: Unter der Überschrift “Hip mit Hijab” wirbt das Öffentlich Rechtliche Fernsehen in der Schweiz – völlig unpolitisch und frei von jeglichem globalen Kontext – für die Verschleierung der Frauen. Und das, wo gerade JETZT Mädchen und Frauen Afghanistan aktiv aus Öffentlichkeit und Bildung verdrängt und unter Stoff gezwungen werden. Wo gerade JETZT immer noch Frauen im Iran in Gefängnissen sitzen, weil sie frei leben und kein Kopftuch tragen wollen. Gute journalistische Arbeit würde das thematisieren.Beim letzten Mal sprachen laStämpfli und die Rohnerin über den frauenverachtenden und ärztinnenfeindlichen Paragrafen 219a StGB und die Notwendigkeit seiner Streichung. Die Realität der Gesundheitsversorgung von Frauen in Deutschland, die abtreiben wollen, ist jedoch noch viel schlimmer: Das Medikament Misoprostol – laut WHO auf der Liste der “essentiellen Medikamente” zur Gesundheitsversorgung von Frauen – ist aktuell durch einen Importstopp nicht erhältlich. Danke an Gynäkologin Dr. Kristina Hänel für diesen Hinweis!“Die Podcastin” spricht mal wieder über Geld. Isabel Rohner hätte es gerne strukturierter gehabt, die laStaempfli grätscht dazwischen, meint, alle Daten seien männlich, dienten männlichen Lebensläufen und drängten Frauen mehr und mehr in die Schattenwirtschaft ab. Online-Foren errechneten bei der ökonomischen Berichterstattung und Kommentaren, wie sexistisch diese waren – ebenso wie die Ökonomie an den Universitäten, die sich seit Jahrzehnten um jede Forschung oder auch Realwirtschaft schlicht nicht mehr kümmert: “Wer die Welt nur errechnet, darf nicht erstaunt sein, dass die Frauen jedesmal bei Null beginnen”, meint laStaempfli, doch dazu kam es in dieser Folge dann nicht.Die Rohnerin bringt schockierende Fakten einer Umfrage: Wusstet ihr, dass laut einer Studie 56 % (!) der Schweizerinnen sich nicht selber ernähren könnten, sondern in finanzieller Abhängigkeit von ihren Partnern leben? Über die Hälfte der Frauen in der Schweiz! Dabei bedeutet finanzielle Unabhängig, selber entscheiden zu können, wie frau leben will, wo frau leben will, wie mobil sie sein will, wie sie sich ernähren will, welchen Zugang sie zu Kunst, Kultur, Reisen, Freiheit hat.#diepodcastin, Isabel Rohner und Regula Stämpfli, freuen sich daher sehr, dass das Thema Frauen und Geld in der Schweiz gerade stärker präsent wird, u.a. auch dank engagierter Frauen wie Patrizia Laeri, Nadine Jürgensen und Simone Züger, die mit der Finanz-Medien-Plattform “elleXX” an den Start gegangen sind. Dort finden Interessierte viel Wissenswertes rund um das Thema Geld und einige erschreckende Facts über Gender Gaps.Den wohl heftigsten Gap gibt es in Sachen Zugang zu Risikokapital: Bei einer Verteilung von 98 (!!) % Risikokapital bei Männern und nur 2 (!) % bei Frauen kann eigentlich nicht mehr von “Lücke” gesprochen werden. Das ist eine Frechheit.Zahlen hingegen, wie viel Eigentum (Häuser, Immobilien, Land) Frauen besitzen, liegen nicht vor. Sie werden schlichtweg nicht erfasst. Dass Frauen dabei bis heute weniger Kapital haben, weniger besitzen, geringere Renten haben und schon kleine Jungs mehr Taschengeld bekommen, hat dabei viel mit unserer Geschichte zu tun: So konnten verheiratete Frauen in Deutschland und in der Schweiz erst ab den späten 1950er Jahren ein eigenes Konto besitzen. Und noch bis 1988 galt in der Schweiz, dass verheiratete Frauen keine großen Anschaffungen ohne die Unterschrift ihres Ehemannes tätigen konnten.Die männliche Vormundschaft der der verheirateten Frauen in Deutschland dauerte de jure bis 1977 und in der Schweiz bis 1988. Dies geht ständig vergessen. #diepodcastin klärt auf und ermuntert Frauen, sich dringend finanziellen Angelegenheiten anzunehmen.PS: Ein Nachtrag zu “Hip mit Hijab” – es gab einen Mailaustausch zum Thema mit SRF, doch dieser wird erst in einer weiteren Folge bearbeitet werden.Bild von laStaempfli aus der Meret Oppenheim-Ausstellung: Handschuhe Paar 1942-1945

http://diepodcastin.de/2021/12/11/diepodcastin-ueber-hip-mit-hijab-finanzen-isabel-rohner-regula-staempfli-ueber-einen-srf-beitrag-winterolympiade-wieder-einmal-ueber-das-liebe-geld/

Regula Stämpfli: Veranstaltungen Okt/Nov2021

Die Pandemie ist noch lange nicht vorbei: Alles findet nun gleichzeitig statt: Vorlesungen digital, Vorträge und Podien (noch) analog – was via Zoom elegant auch mit New York klappte, ist nun wieder mit viel Reisen und Zeit verbunden: Schön, aber kompliziert. Fällt Euch auch auf, wie LAUT DIE WELT geworden ist?

Die Nomadin laStaempfli unterwegs.

Regula Stämpfli reist immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln, ausser sie ist mit ihrem Team unterwegs. Dies, falls Wikipedia-Trolls einiger Schweizer Zeitungen sich auf Recherche machen, um die unbequeme Denkerin zu skandalisieren – dies wird ja seit 2003, seit meinem ersten Buch zum politischen System und zum ABC der Demokratie, der Fall ist.

“Mit Sex, Katzen und Diäten” geht laStaempfli auf Tour: Ihr Denken ist so aktuell wie eh und je, meist zehn, zwanzig Jahre zu früh.

Am 15.10.2021 ist Regula Stämpfli zum Thema Design und Demokratie im MAKK Köln

Am 22.10.2021 ist Regula Stämpfli zur Zukunft der Arbeit in Bern für die Gewerkschaft syndicom, IG-Freie, deren Co-Präsidentin sie ist. Die Veranstaltung findet von 09.00 Uhr bis 16.00 Uhr statt: Generationenhaus Bern. Anmeldungen unter patrizia.mordini@syndicom.ch mit Verweis auf mich.

Am 1.11.2021 kommt, wie jeden Monat ihr Essay in ENSUITE – DEM Kulturmagazin im deutschsprachigen Raums, jetzt wo die Kulturberichterstattung ja immens runtergefahren wird. Zur Erinnerung: Frauen, kauft Kunst und Immobilien, siehe dazu auch die Folge der www.diepodcastin.de Isabel Rohner und Regula Stämpfli reden über weibliches Kapital.

Regula Stämpfli 18.11.2021 Wien zur langen Nacht der Philosophie.

Am 18. 11.2021 ist Regula Stämpfli in Wien zu Hannah Arendt revisited: Elemente & Ursprünge digitaler Punktesysteme. Die zeitgenössische Welt im Dialog mit Hannah Arendts Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. 18.11.2021, 18.11. 21, 20 h, Das Dorf. Aktuelles finden Sie auch auf der Facebook Seite Nächte der Philosophie. Bei Fragen kontaktieren Sie bitte den Organisator Dr. Leo Hemetsberger unter office@philprax.at oder pollitphilozoffin@gmail.com

Isabel Rohner und Regula Stämpfli #50Jahre Frauenstimmrecht: Zu Gast bei der schweizerischen Botschaft in Berlin.

Isabel Rohner und Regula Stämpfli waren bei der schweizerischen Botschaft in Berlin zum Apéro eingeladen. Das Apéro ist eine sehr schweizerische Institution: Da treffen sich Menschen, um gut zu trinken und zu essen und zu netzwerken. Aufgrund Covid 19-Restriktionen fand all dies nur virtuell statt. Zudem musste Regula Stämpfli auch auf das Apéro verzichten, lediglich der leckere Weisswein aus dem Wallis war in ihrer Nomadenwohnung in Wien angekommen.

Das Gespräch erklärt den schweren, langen Frauenstimmrechts-Kampf der Frauen weltweit und in der Schweiz im Besonderen. Die Politologen-Brause des “Dann wurde das Frauenstimmrecht eingeführt” verkennt die grosse Gewalt, die Frauen über zweihundert Jahre angetan wurde als sie bei den revolutionären Wahlrechtsforderungen der Männer nicht nur übergangen, sondern entmüdigt, entrechtet, entmächtigt, entmenschlicht wurden. Das Recht auf politische Teilhabe ist nicht nur nice to have, sondern konstitutiert nach Hannah Arendt überhaupt erst das Mensch-Sein.

Hören Sie rein in das kurze, aber sehr bemerkenswerte Gespräch mit fabelhaften Hintergrund aus der Berliner Botschaft Schweiz.

Isabel Rohner links und Regula Stämpfli, beide Doktorinnen ihrer jeweiligen Fächer und Autorinnen von vielen Sachbüchern und im Falle der Rohnerin sogar einer Bestseller-Krimireihe.

Die Politphilosophin Stämpfli befragt die Bestsellerautorin Rohner in der Schweizer Botschaft in Berlin 19. Mai 2021

Digitale Apéro-Reihe der Schweizerischen Botschaft “50 Jahre Frauenstimmrecht – das bedeutet 50 Jahre Demokratie!”

Aus dem Brief des Botschafters Dr. Paul R. Seger: Am 19. Mai starten wir eine digitale Apéro-Reihe zu “50 Jahre Frauenstimmrecht – das bedeutet 50 Jahre Demokratie! Das ist ein Grund zum Feiern und Diskutieren!” Im ersten virtuellen „Apéro“ der Schweizerischen Botschaft in Deutschland bringen wir die Expertin für Frauenbewegungen und Krimiautorin Isabel Rohner („Gretchens Rache“) und die Politphilosophin Regula Stämpfli zusammen. „50 Jahre Frauenstimmrecht“ ist auch der Titel des Buches von Dr. Isabel Rohner und Irène Schäppi, das im November 2020 im Limmat Verlag erschienen ist und es in der Schweiz auf die Sachbuch-Bestsellerliste geschafft hat. Darin befassen sich insgesamt 25 Schweizerinnen aus allen gesellschaftlichen Bereichen und aus ihrer jeweiligen Perspektive mit Demokratie, Macht und Gleichberechtigung. Eine davon ist die Autorin Dr. Regula Stämpfli („Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt“). Auf Einladung der Botschaft werden die beiden Frauen live über das Buch, vergessene Heldinnen, wichtige Erkenntnisse und Chancen des Jubiläums für Gegenwart und Zukunft diskutieren: unterhaltsam, politisch und pointiert. Mehr Infos zu den beiden Gesprächspartinnen finden Sie unter www.isabelrohner.com und www.regulastaempfli.eu. Genaueres zum Live-Apéro erfahren Sie zeitnah auf den Social-Media-Kanälen der Botschaft. Dort vorbeischauen lohnt immer.

diepodcastin

#DiePodcastin bloody great: Diesmal über Menstruation, Mansplaining & Sex mit Isabel Rohner und Regula Stämpfi

Die neue Folge von Isabel Rohner&Regula Stämpflis feministischen Wochenrückblick: auf http://diepodcastin.de/2021/04/17/diepodcastin-blutig-isabel-rohner-regula-staempfli-ueber-menstruation-mansplaining-mediatoo-maenner-metaphern/

Rohnerin & laStaempfli in #diepodcastin

#DiePodcastin bloody great: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Menstruation, Mansplaining, MediaToo und Männer-Metaphern mit einem grossen Plädoyer für Sex, Säfte und Frauenliebe.Update Arthur Ruthishauser von Tamedia: Regula Stämpfli und Isabel Rohner schlagen dem Verlag einen Feminismuskurs vor, nachzulesen auf www.regulastaempfli.eu Julian Reichelt ist immer noch im Amt und DER SPIEGEL  übertrifft sich an Frauenhass: Eine Frau macht Karriere im Auswärtigen Amt und schon nöselt ein misogyner Journalist. Die Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft SRG in der Bredouille: MediaToo vom Gröbsten: 230 (!!!) Beschwerden wegen Sexismus und “Übergriffen” wurden bei einem Genfer Anwältinnenbüro eingereicht und sofort heisst es: Die Cheffs haben sich zwar Verfehlungen geleistet, aber nicht so sehr, dass sie zurücktreten müssten.Weiter geht es mit dem Männer-Spiel der Kandidaten rund um die Kanzlerinnenschaft. Die Männermedien wie DIE ZEIT schreiben vom “Königsdrama” zwischen Markus Söder und Armin Laschet. Auch sonst fallen oft Ausdrücke wie “Kronprinz” und “Kronprinzessin” – ausnahmsweise, aber manchmal sogar “Königin Merkel”! – so gern und häufig verwendet werden? laStämpfli und die Rohnerin finden: Monarchie-Metaphern haben in einer ernstzunehmenden Berichterstattung über unsere Demokratie nichts, aber auch gar nichts verloren! Bei uns ist der Souverän das Volk!Übrigens spielt auch bei der Beschreibung der beiden Unions-Kontrahenten Söder/Laschet, so die Rohnerin, der Körper eine große Rolle: laStaempfli verweist auf die strategische Synthese von Geschlecht:Mann ist Staat, Frau ist Kultur.  Der Übergang von Söderkörper zum Oberthema Körper ist fliessend: Die “Goldene Gurke der Woche” geht sehr verdient an #pinkygloves: In der Sendung “Die Höhle der Löwen” haben zwei junge Männer für ihre frauenfeindliche Geschäftsidee eines pinken Einweg-Plastikhandschuhs für Frauen, damit diese endlich ihre Tampos “diskret” und “geruchsneutral” entsorgen, satte 30.000 Euro Förderung bekommen. Für die Rohnerin zeigt dieses Beispiel in a nutshell, was falsch läuft in unserer Gesellschaft und laStaempfli nickt, verstärkt und ergänzt mit “Die Scham ist vorbei”. Rohnerin: Thesen mit Weltveränderungspotential:1. Mansplaining: Männer erklären uns die Welt und lösen Probleme, die es gar nicht gibt. 2. Männer fördern Männer – selbst bei Schwachsinnsideen. Gründerinnen haben das Nachsehen.Der Bundesverband deutscher Startups hat gezeigt, dass Männer eine 60 % höhere Chance haben, an Risikokapital zu kommen, als Frauen – und dies ist eine konservative Schätzung. Das liegt auch daran, dass 96% der Venture Capital-Firmen von Männern geführt werden. Mit Gründungsideen von Frauen wird bei Pitches kritischer umgegangen und viel stärker hinterfragt. Richten sich die Ideen insbesondere an Kundinnen werden sie allzu gern als “Nischenprodukte” abgetan. Dies zeigte in der selben Sendung vor ein paar Jahren auch das Beispiel der Periodenunterwäsche OOIA.Bei fast 4 Milliarden Frauen auf der Welt ein Riesenskandal. 3. Produkte von Männern für Frauen gehen am Bedarf vorbei.Das zeigen die pinken Einweghandschuhe schon bei einem flüchtigen Blick: Sie sind unnötig, teuer (25 Cent pro Stück!!!), umweltschädlich (Plastik!) und pink. 4. Schlechte Produkte prägen das Frauenbild unserer Gesellschaft und verstärken Body ShamingPinkygloves suggerieren, dass Frauen eklig sind, unsauber, dass sie riechen – und machen damit keinen Hehl daraus, was die Zielvorstellung einer Frau sein soll: Frauen sollen “fresh” und “clean”, “geruchtsneutral”, STILL sein und sich auf keinen Fall selber anfassen wollen! Die Rohnerin und laStaempfli enden mit einem feurigen Appell vor allem an junge Frauen: Kauft solche Produkte nicht und lasst euch nichts einreden! Eure Körper sind völlig in Ordnung, so wie sie sind! Fasst euch an, kennt euch, liebt euch – das ist die Grundvoraussetzung für Selbstbewusstsein und by the way auch für guten Sex (ob allein oder mit Partner/in).Noch in eigener Sache: Bis zum 18.4. könnt ihr noch eure Stimme für “Die Podcastin” beim Deutschen Podcastpreis abgeben: https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/die-podcastin/

#DiePodcastin (ver)mütterlich(t): Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Mamans, Mütter,Mommy, Mama, grosse Mütter, Mutterschaft als soziales Konstrukt. Folge 52

 #DiePodcastin (ver)mütterlich(t): Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Mamans, Mütter,Mommy, Mama, grosse Mütter, Mutterschaft als soziales Konstrukt und weshalb Johanna Schopenhauer nie mehr mit ihrem Sohn redete. Zum Schluss Kurzlesung Hedwig Dohm. Das Bild ist von der grossen Louise Bourgeois “Maman”.
 
laStaempfli bringt Camille Kouchner in den Wochenrückblick & deren grossen Roman, der den Hashtag #MeTooInceste Frankreich erschüttert, die Rohnerin die neue Direktorin der WTO, Ngozi Okonjo-Iweala, von der die CH-Media-Group nichts Besseres weiss als von “Diese Grossmutter wird neue WTO-Chefin” zu schreiben und dank Intervention der klugen Isabel Rohner auf TWITTER auch einen Shitstorm kassiert, siehe Link unten.bourgeois-maman-1999-480x500
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Et puis: Les mères… laStaempfli schwärmt von ihrer Mutter und ihrer Mutterschaft als “Die Welt als Beziehung”, macht gleichzeitig klar, dass die Regelungen zur Reproduktion immer Machtinstrumente sind, redet sich jedoch den Mund fusselig, um ihre Position gegen die Leihmutterschaft klarzustellen. Denn selbst wenn Mutterschaft ein soziales Konstrukt ist, bedeutet dies nicht, dass Gebärmütter einfach verkauft, gemietet und global verschachert werden können. Auch dazu einen Link auf französisch. Die Rohnerin erzählt über die Gewalt, die vielen Müttern angetan wurde, weil sie keine Mitsprache hatten und darüber, wie in der deutschen Frauenbewegung die einen gerade wegen Mutterschaft, die anderen gerade nicht wegen der Mutterschaft, fürs Frauenstimmrecht waren, sehr spannend und wie immer zum Schluss eine wunderbare Hedwig Dohm-Lesung von Isabel Rohner. Dazwischen kommt noch der Hinweis auf Johanna Schopenhauer von laStaempfli und et bien: Wenn Frauen Kinder möchten, dann sollten sie dies nur in Ländern tun, die über Krippen, Tagesschulen verfügen und das Wort “Rabenmutter” nicht kennen.
 
Ein Vortrag beim Hearing zu Mutterschaft und Leihmutterschaft von Regula Stämpfli vor dem französischen Parlament in Paris 2016, sie ist die dritte Speakerin, zum Nachgucken: https://www.youtube.com/watch?v=0_rKLx9L424
 
Bildquelle: Bilbao, Guggenheim Museum, Louise Bourgeois, Mamaman 1999.

Regula Stämpfli über eine Zukunft, die wie ein Emmentaler Käse codiert wird: DAS GROSSE DATENLOCH: DEMOCRACY DATA GAP: 9/2020

Regula Stämpfli über eine Zukunft, die wie ein Emmentaler Käse codiert wird: DAS GROSSE DATENLOCH: DEMOCRACY DATA GAP: 9/2020

«Digitale Demokratie» ist eigentlich ein Oxymoron: «Digital» ist künstlich, «Demokratie» hingegen weltlich. Aber die virtuelle Welt ist punkto Demokratie so löchrig wie ein Emmentaler-Käse. Was bisher «data bias» genannt wird, ist nicht nur eine codierte Voreingenommenheit, sondern ein methodisches Lücken- werk, das die wirkliche Welt auf ideologische Krücken stellt. Die politische Philosophin Regula Stämpfli fordert in ihrem Artikel, dass nicht die Demokratie digitalisiert, sondern die Digitalisierung endlich demokratisiert wird.

In: swissfuture, 50 jahre, die zukunft der zukunft, die methoden der zukunft. Heft bestellen bei swissfuture@swissfuture.ch oder pdf auf Bild klicken. 

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