#HannahArendtLectures: Regula Stämpfli im Gespräch mit Ania Gleich & Thomas Meyer in Wien im Mai 2022.

Freiheit, nach Hannah Arendt – Salongespräch Regula Stämpfli und Thomas Meyer
Aufzeichnung des Livestreams vom 24.5.2022 im Aktionsradius Wien.

Moderatorin Ania Gleich spricht im Salongespräch mit der Schweizer Philosophin Regula Stämpfli (die die Hannah Arendt Lectures an der HSG St. Gallen leitet) und dem Münchner Philosophen Thomas Meyer (der das Nachwort der Erstauflage geschrieben hat) über den Freiheitsbegriff der Gegenwart sowie die Freiheit nach Hannah Arendt – einer der signifikanten politischen Denkerinnen des 20. Jahrhunderts.

Das Gespräch war live und hybrid siehe https://www.aktionsradius.at/content/de/videoarchiv-themenveranstaltungen#Veranstaltung_2022-05-24

#diepodcastin freut sich auf 2022: Isabel Rohner und Regula Stämpfli mit Visionen.

http://diepodcastin.de/2021/12/25/diepodcastin-mit-visionen-2022-isabel-rohner-regula-staempfli-denken-sich-gemeinsam-ein-feministisches-2022-bild-von-michaela-ghisetti/

#diepodcastin mit Visionen 2022: Isabel Rohner und Regula Stämpfli denken sich gemeinsam ein feministisches 2022. Bild von Michaela Ghisetti.
“Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten!”Dieses Zitat von Hedwig Dohm (1831-1919) wollte die Rohnerin eigentlich noch bringen – aber dann führten sie das gemeinsame Denken mit laStämpfli wieder auf ganz andere Fährten! Die Podcastin nimmt die Hörerinnen und Hörer in dieser Folge mit in ihre Visionen für 2022 und darüber hinaus!Und was wünschen sich Isabel Rohner und Regula Stämpfli alias #diepodcastin für das Neue Jahr?1. Die Innen- und Außenpolitik wir feministisch!2. Internationale Unterstützungsgelder werden nur noch an Frauen ausbezahlt! Gerade das Beispiel Afghanistan führt uns vor Augen, wie sehr eine solche Entscheidung der internationalen Staatengemeinschaft auch Demokratien befördern und Männerregime wie die Taliban in ihre Schranken weisen würde3. Jedes Kind auf dieser Welt kann zur Schule gehen und liest dabei mind. 10 Bücher von Frauen! Ein Wunsch, dessen Erfüllung gleich auf zwei Ebenen die Welt verändern würde: 1. haben wir weltweit immer noch viel zu viele Analphabethinnen und Analphabethen (auf dem afrikanischen Kontinent wird bspw. von einer Analphabethenquote bei den über 15-Jährigen von 34 (!) Prozent ausgegangen. 2. lesen selbst die Schülerinnen und Schüler in unserem privilegierten Mitteleuropa im Laufe ihrer Schulzeit immer noch keine 10 Bücher von Frauen.4. Männer trauen sich endlich, diverser zu sein! Und zwar nicht auf Kosten von Frauen, sondern auf Kosten der traditionellen Männerrolle, die dringend etwas mehr Farbe und Vielfalt benötigt!5. Sagen, was ist!Und natürlich last but not least: Macht Frauen sichtbar! Verweist auf die Leistungen von Frauen – ob historisch oder zeitgenössisch! Uns fällt kein Zacken aus der Krone, wenn wir auch mal darauf hinweisen, dass Ideen, Gedanken, Innovationen bereits einmal gedacht wurden.Die Podcastin: Isabel Rohner und Regula Stämpfli wünschen einen guten Rutsch und freuen sich auf sprechendes Denken auch im Neuen Jahr 2022!Das Bild von der grossen MICHAELA GHISETTI, die laStaempfli in Wien in der Albertina bestaunt.

https://twitter.com/ElfieWaldesheim/status/1474736646545620996?s=20

Regula Stämpfli über die französischen Neuerscheinungen «Le Consentement» und «14 juillet»: Vive la littérature française contemporaine

Regula Stämpfli über die französischen Neuerscheinungen «Le Consentement» und «14 juillet»: Vive la littérature française contemporaine

Wäre Europa verdammt, nur noch in einer einzigen Sprache lesen zu dürfen, würde uns die französische retten. Keine andere Sprache vermag Demokratie, Geschichte, Politik, Unterdrückung, Freiheit, Sexualität und Philosophie so poetisch zu vermitteln wie sie. Deutschland und die Dialäktschweiz verbinden im Vergleich furchtbare Leerstellen: Literatur ist oft eine dröge Männerangelegenheit, Poesie wird gerne von protestantischen Klugscheisserinnen und Klageweibern verhandelt: Helvetisch-teutonisch-kleinkrämerisch wird Literatur im grossen Kanton und in der Dialäktschweiz mittels Politiksprache territorialisiert. Ausgenommen sind dabei die grossen Schriftstellerinnen wie Marlene Streeruwitz, Elfriede Jelinek, Christa Wolf, Eva Menasse, Verena Stefan, Johanna Adorjan, Ruth Schweikert, Vea Kaiser, Anne Siegel, Laure Wyss – um der Gerechtigkeit halber nur einige zu nennen und gleichzeitig auf die grossen deutschsprachigen Krimiautorinnen hinzuweisen, deren literarische Qualität immer wieder überzeugt. Das deutschsprachige Feuilleton ist an der Misere mitbeteiligt: Es strotzt vor Platitüden wie «nichts Neues», «zu wenig Distanz», «Anklageschrift», «verbissen», «könnte spannend sein», wenn es um ausgezeichnete Romane oder Sachbücher geht, die dem Kritiker ein Dorn im Auge sind, weil er schlicht überfordert ist. Deutsches «Übermannt-Sein» (O-Ton Christian Lindner, FDP-Chef Deutschland, der als «Vorzeigeintellektueller» gilt) überall: deshalb kein Anzeichen im deutschen Feuilleton, sich auf die Poesie des «Other», auf Verantwortung, auf Demokratie, auf Urteilskraft, auf Denken einzulassen. Deutsche Kulturkritik liesse sich in einem Comic mit einem älteren, wohlerhaltenen Mann «in den besten Jahren» mit rehäugiger Kritikerin an der Seite, ja, sie könnte seine Tochter sein, zeichnen: «Fräuleinwunder» …

weiterlesen: https://www.ensuite.ch/le-consentement-und-14-juillet-vive-la-litterature-francaise-contemporaine/ 14-juillet-199411053-237x450

 

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