Die Podcastin über Freiheit: Regula Staempfli /Regula Stämpfli/ laStaempfli und Isabel Rohner/Die Rohnerin mit einer XXL-Folge zu den entscheidenden Frauenthemen der Gegenwart: Menschenfleischverkauf, der sich als “Sexarbeit” tarnt, die Sprechakt-Gerichtsentscheide in Australien im Fall Tickle vs Giggle, Cancel-Unkultur von Deutschlandfunk-Kultur (Horror-Medienbias, Sind die ÖRR die neuen Propagandastürmer?), Tabu-Sprech über Islamismus und dessen schreckliche Frauenfeindlichkeit, das Schweigen über Massaker der islamischen Republik im Iran, die Medien-Obsession mit Israel sowie die Vernichtung der afghanischen Frauen durch völliges Vergessen in UNO, EU, Medien, Universitäten. Eine schreckliche Bilanz der Die Podcastin – aber keine Sorge. Gute Nachrichten gibt es dann doch noch.

https://diepodcastin.de/2026/05/20/diepodcastin-ist-frei-isabel-rohner-und-regula-staempfli-on-dlf-kultur-fail-cancel-unkultur-in-hamburg-und-horrorurteil-giggle-v-tickle/?fbclid=IwY2xjawSRFd1leHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEeNHztYvxYaN3eiOzG_0GcwvEVkAa4To2tlEQ0QiWTJmWTQrKgldXJuXITTA0_aem_g7Qen7o1vA8BWtxTkTRXbQ

Die Schrumpelgurke der Woche verlieht die Rohnerin diese Woche an den Deutschlandfunk Kultur: Eine freie Journalistin des DLF hatte sie um ein Interview über Hedwig Dohm und den Begriff des Antifeminismus gebeten, der auf Dohm zurückgeht – und die Rohnerin dann wieder ausgeladen. Warum? “Wie ich der weiteren Recherche entnehmen konnte scheint mir Ihre Definition von Feminismus und Antifeminismus zu eng und auch nicht dem Forsschungsstand entsprechend.” schreibt die Journalistin der Rohnerin am 4. Mai 2026. Wenn das mal keine Cancel Culture ist! Übrigens, lieber DLF Kultur und liebe namenlose Journalistin, die wir hier aus Anstand nicht namentlich nennen: Eine solche Mail würden Sie einem Mann niemals schreiben, der für die Forschung zu irgendeinem Gebiet so relevant ist wie Isabel Rohner für die Hedwig Dohm-Forschung. Wetten? 

Ein weiterer Akt des Cancelns traf in dieser Woche den linksliberalen Club Volantaire: https://club-volantaire.de/ Eine Veranstaltung mit Inge Bell, Till Randolf Amelung, Prof. Dr. Ilse Jacobsen und Marie-Luise Vollbrecht am 29.5.2026 muss kurzfristig in einen anderen Veranstaltungsort verlegt werden. Der Grund: Verfassungsfeinde (nichts anderes sind die Gegnerinnen und Gegner der Meinungsfreiheit!) haben den ursprünglichen Veranstaltungsort bedroht. Sie wollen nicht, dass eine Veranstaltung mit dem Titel “Was ist eine Frau? Feminismus außer Rand und Band” stattfindet. Wetten, dass das Event trotzdem steigt?

Eine wichtige Dokumentation lieferte diese Woche der Journalist Marcel Trocoli-Castro für den RBB: In “Prostitution unterm Pentouse” (https://www.rbb-online.de/doku/o-r/rbb24-reportage/prostitution-unterm-penthouse.html) berichtet er schonungslos von der Realität auf der Kurfürstenstraße, dem bekanntesten Straßenstrich Berlins. Frauen gibts dort schon ab 5 Euro zu kaufen. Diese Doku hätte sich der DGB mal anschauen müssen. Vielleicht hätte der Deutsche Gewerkschaftsbund dann nicht seinen frauenverachtenden Beschluss gefasst, in dem er sich “nachdrücklich gegen ein Sexkaufverbot (auch im Rahmen des sogenannten Nordischen Modells)” ausspricht. 

Medienkritik: Der ideologisch motivierte Realitätsverlust der Medien zeigte sich erneut sehr schmerzlich bei der Terrorattacke in Modena, Italien, wo ein Terrorist mit muslimischen Hintergrund in die Menschenmenge raste. Sämtliche Medien redeten von einem “Auto, das in die Menge fuhr” und spekulierte wieder von “pschischen Schwierigkeiten” des “Fahrers.” Diese totalitäre und immer wiederkehrende Pathologisierung von Terrorattacken verletzt die Rechte und die Würde der Opfer und entpolitisiert die Terrorattacken. Dies einzig und allein zum Zweck, über mögliche islamistische Motive nicht mehr sprechen zu dürfen, Terror als ganz normale Verbrechen zu verharmlosen sowie aktiven Täterschutz zu betreiben. Dies muss aufhören.

laStaempfli war in San Francisco und plädiert für mehr San Francisco in der internationalen Berichterstattung statt den Fokus auf den islamo-gauchist Mamdani zu legen.

Und zum Schluss: Australien zeigte diese Woche, was passiert, wenn Gesetze auf Ideologien gründen anstatt auf Realität. Im Fall “Giggle v Tickle” verlor die australische Unternehmerin ihren Berufungsfall vor dem Federal Court gegen einen Mann (Jason Tickle), der ihre App “Giggle for Girls” ebenfalls nutzen will. Das Gericht entschied auf Diskriminierung und eine satte Schadenersatzzahlung. Die Botschaft ist verheerend: Wegen des ideologischen “Sex Discrimination Act” von 2013 fallen auch “Diskriminierungen” aufgrund von “Sprechakten”, d.h. Genderidentitäten unter dieses Gesetz. Frauenrechte werden neu als Männerrechte verhandelt: Es braucht nur einen Mann, um allen Mädchen und Frauen zu befehlen, was Mädchen und Frauen sind. laStaempfli hat schon beim erstinstanzlichen Gerichtsfall rund um Sall Grover, die mutige und nun weltweit unterstützte Feministin, davor gewarnt, dass dieser australische Präzendenzfall global die Mädchen- und Frauenrechte bedroht.

Bild von laStaempfli aus American Asia Museum San Francisco: Daoist goddess Magu 1800-1911.

Und hier noch der alte Artikel als der Fall Giggle bekannt wurde: Australia really has gone mad.

Screenshot von Artikel von Regula Stämpfli über Sall Grover, die in Australien Prozesse gegen einen Mann verliert, weil sie ihn Mann nennt und aus ihrer Lesben-Dating-Plattform rausgeschmissen hat. Die Welt ist tatsächlich wahnsinnig geworden. Wie meinte Regula Staempfli schon 2023? “Wer immer noch meint, die Transdiskussionen seien ein Nebenschauplatz, irrt gewaltig. Denn sollte Sall Grover den Prozess verlieren, ist global die Lawine losgetreten, die Frauen in westlichen Demokratien per Sprechakte wie unter den Taliban in Afghanistan unsichtbar, rechtlos und unfrei macht und die Definition, was eine Frau ist, wieder den Männern obliegt. Horror.

Spaziergang durch feministische Debatten. Regula Stämpfli über Alice Schwarzers neues, tolles Buch: “Feminismus pur. 99 Worte.”

Rezension von Regula Staempfli über Alice Schwarzers neues Buch.
Rezension von Regula Staempfli über Alice Schwarzers neues Buch.

Spaziergang durch feministische Debatten

Alice Schwarzer: Feminismus pur. 99 Worte. Heyne. 224 S., Fr. 34.90

In ihrem neuen Buch ordnet Alice Schwarzer das grosse, widerspenstige Projekt der Frauenemanzipation von A bis Z ein – kenntnisreich, pointiert und erstaunlich frisch. Das Buch liest sich wie ein Spaziergang durch die Jahrhunderte feministischer Debatten: klug, informativ, manchmal streng, oft sehr unterhaltsam. Kein Manifest, keine Pose, sondern eine Denkbewegung mit historischem Gedächtnis und politischer Klarheit.

Nehmen wir den Eintrag unter M wie „missbrauch von kindern” – nur die Titel sind immer klein geschrieben, der Text liest sich sonst ganz normal. Also was finden wir da? 
1978 berichtete Schwarzers Zeitschrift Emma erstmals breit über das Tabu der sexuellen Gewalt an Mädchen. Man geht davon aus, dass jedes vierte Mädchen und jeder zehnte Junge sexuell missbraucht wird. Alice Schwarzer benennt nüchtern, was viele nicht hören wollen: Mütter sind selten Täterinnen, aber meist Mitwisserinnen. Diese Sätze sitzen, weil sie nicht moralisieren, sondern Verantwortung benennen
. Lesen Sie weiter in Die Weltwoche, Ausgabe 7, 2026 die Rezension von laStaempfli

Schwarzer erzählt, wie Frauenrechte nicht aus Hashtags entstehen, sondern Resultat harter, oft einsamer Kämpfe sind. Besonders eindrücklich zeigt sie dies mit dem Stichwort «sotudeh, nasrin.» Die Menschen- und Frauenrechtlerin wird die «Nelson Mandela des Irans» genannt. Alice Schwarzer und sie korrespondieren regelmässig. Am Beispiel der Trägerin des «Alternativen Nobelpreises» erzählt Schwarzer in kurzen, präzisen Sätzen das gesamte, schreckliche Schicksal der Menschen in der islamischen Republik Iran – ohne Pathos, aber mit unbestechlicher Klarheit.

https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2026/03/alice-schwarzer-.pdf

#diepodcastin: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Voice of Germany, Iran & die undemokratische Vorgehensweise von Geschäftsstelle TdF – 6. November 2022.

Cao Fei, CHINA TRACY fotografiert von laStaempfli Wien.

#diepodcastin über Terre des Femmes: Isabel Rohner & Regula Staempfli über Voice of Germany, Rana Mansour, VR CHINA, Rohnerins neues Buch, laStaempflis Algorithmen, Raphaela Gromes & Susanne Wosnitzka, Stefanie Reinsperger & TdF. laStaempfli ist entzückt: Voice of Germany hat Rana Mansour als Gastmusikerin eingeladen. Die iranischstämmige Sängerin hat eine wichtige Botschaft, den Song Baraye, “für oder wegen” gesungen: Poesie zum Tanzen auf der Strasse, Küssen in der Öffentlichkeit – es ist der Song der iranischen Revolution2022. “Für Frau, Leben und Freiheit.”

Hier das Bild von Rana Mansour im Voice of Germany:

Twitter des Must-Follow Account #IranRevolution 2022.

Dann sind sich die Rohnerin & laStaempfli extrem uneinig über den Kanzlerbesuch nach China, die Rolle der Aussenministerin Baerbock und die Möglichkeiten, sich von China, dessen Diktatur für die Demokratie Deutschland, Europa und alle Demokratien der Welt unabhängig zu machen. Deshalb ziert diese Folge ein Chinabild der Künstlerin Cao FEI. Apropos Shitstorms, digitale Transformation, China, Europa & Demokratie, hier ein Ausschnitt aus “Banksprech” von Regula Stämpfli: “Im Zeitalter algorithmischer Reproduktion geben globale Fiktionen für das Nicht-Funktionieren oder das Funktionieren von ökologischer und sozialer Demokratie den Ausschlag. Bei den üblichen EU-Geschichten kommen Müllberge, Leih- und Sklavenarbeit, Umweltzerstörung und die als Kohlenstofflager missbrauchte Luft im Zusammenhang bei- spielsweise mit der Digitalisierung schlicht nicht vor. Lieber empören sich dann organisierte Interessenvertreter*innen über die europäische Datenschutzverordnung, die ihrerseits zwar der Intention nach die De- mokratie stützen will, an der digitalen Umdeutung der Welt und der Er- oberung der Welt als Kredit- und Sozialpunkte-System jedoch NICHTS ändert. Die reale Transformation der wirklichen Welt und der wirklichen Menschen in Datenpakete wird kaum kommentiert, obwohl sie nicht nur in der VR China, sondern auch in Europa stattfindet.”

Thema der Woche bei “Die Podcastin” ist “Terre des Femmes” (TdF) – die wichtigste feministische Organisation in Deutschland zum Schutz von Frauen und Mädchen. TdF war über Jahrzehnte DIE starke Stimme im Kampf gegen Prostitution und Frauenhandel, gegen häusliche und sexuelle Gewalt, gegen Zwangsheirat und sogenannte “Ehrenmorde” und gegen das Kinderkopftuch (Kampagne “Den Kopf frei haben”). Über Jahrzehnte zeigte TdF klare Kante gegen alle Diskriminierungen, die Frauen erleben, weil sie Frauen sind. Aktuell jedoch wankt der Fels TdF.

Link zur Folge: https://diepodcastin.de/2022/11/05/diepodcastin-uber-terre-des-femmes-isabel-rohner-regula-staempfli-uber-voice-of-germany-rana-mansour-vr-china-rohnerins-neues-buch-lastaempflis-algorithmen-raphaela-gromes-susanne-wosnitzka/

Cao Fei, CHINA TRACY als digitales Alter Ego, das über die von der Medienkünstlerin gemachte Welt “RMB City” wacht, es hängt im Moment in der Staatsoper in Wien.

#HannahArendtLectures: Regula Stämpfli im Gespräch mit Ania Gleich & Thomas Meyer in Wien im Mai 2022.

Freiheit, nach Hannah Arendt – Salongespräch Regula Stämpfli und Thomas Meyer
Aufzeichnung des Livestreams vom 24.5.2022 im Aktionsradius Wien.

Moderatorin Ania Gleich spricht im Salongespräch mit der Schweizer Philosophin Regula Stämpfli (die die Hannah Arendt Lectures an der HSG St. Gallen leitet) und dem Münchner Philosophen Thomas Meyer (der das Nachwort der Erstauflage geschrieben hat) über den Freiheitsbegriff der Gegenwart sowie die Freiheit nach Hannah Arendt – einer der signifikanten politischen Denkerinnen des 20. Jahrhunderts.

Das Gespräch war live und hybrid siehe https://www.aktionsradius.at/content/de/videoarchiv-themenveranstaltungen#Veranstaltung_2022-05-24

#diepodcastin freut sich auf 2022: Isabel Rohner und Regula Stämpfli mit Visionen.

http://diepodcastin.de/2021/12/25/diepodcastin-mit-visionen-2022-isabel-rohner-regula-staempfli-denken-sich-gemeinsam-ein-feministisches-2022-bild-von-michaela-ghisetti/

#diepodcastin mit Visionen 2022: Isabel Rohner und Regula Stämpfli denken sich gemeinsam ein feministisches 2022. Bild von Michaela Ghisetti.
“Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten!”Dieses Zitat von Hedwig Dohm (1831-1919) wollte die Rohnerin eigentlich noch bringen – aber dann führten sie das gemeinsame Denken mit laStämpfli wieder auf ganz andere Fährten! Die Podcastin nimmt die Hörerinnen und Hörer in dieser Folge mit in ihre Visionen für 2022 und darüber hinaus!Und was wünschen sich Isabel Rohner und Regula Stämpfli alias #diepodcastin für das Neue Jahr?1. Die Innen- und Außenpolitik wir feministisch!2. Internationale Unterstützungsgelder werden nur noch an Frauen ausbezahlt! Gerade das Beispiel Afghanistan führt uns vor Augen, wie sehr eine solche Entscheidung der internationalen Staatengemeinschaft auch Demokratien befördern und Männerregime wie die Taliban in ihre Schranken weisen würde3. Jedes Kind auf dieser Welt kann zur Schule gehen und liest dabei mind. 10 Bücher von Frauen! Ein Wunsch, dessen Erfüllung gleich auf zwei Ebenen die Welt verändern würde: 1. haben wir weltweit immer noch viel zu viele Analphabethinnen und Analphabethen (auf dem afrikanischen Kontinent wird bspw. von einer Analphabethenquote bei den über 15-Jährigen von 34 (!) Prozent ausgegangen. 2. lesen selbst die Schülerinnen und Schüler in unserem privilegierten Mitteleuropa im Laufe ihrer Schulzeit immer noch keine 10 Bücher von Frauen.4. Männer trauen sich endlich, diverser zu sein! Und zwar nicht auf Kosten von Frauen, sondern auf Kosten der traditionellen Männerrolle, die dringend etwas mehr Farbe und Vielfalt benötigt!5. Sagen, was ist!Und natürlich last but not least: Macht Frauen sichtbar! Verweist auf die Leistungen von Frauen – ob historisch oder zeitgenössisch! Uns fällt kein Zacken aus der Krone, wenn wir auch mal darauf hinweisen, dass Ideen, Gedanken, Innovationen bereits einmal gedacht wurden.Die Podcastin: Isabel Rohner und Regula Stämpfli wünschen einen guten Rutsch und freuen sich auf sprechendes Denken auch im Neuen Jahr 2022!Das Bild von der grossen MICHAELA GHISETTI, die laStaempfli in Wien in der Albertina bestaunt.

https://twitter.com/ElfieWaldesheim/status/1474736646545620996?s=20

Regula Stämpfli über die französischen Neuerscheinungen «Le Consentement» und «14 juillet»: Vive la littérature française contemporaine

Regula Stämpfli über die französischen Neuerscheinungen «Le Consentement» und «14 juillet»: Vive la littérature française contemporaine

Wäre Europa verdammt, nur noch in einer einzigen Sprache lesen zu dürfen, würde uns die französische retten. Keine andere Sprache vermag Demokratie, Geschichte, Politik, Unterdrückung, Freiheit, Sexualität und Philosophie so poetisch zu vermitteln wie sie. Deutschland und die Dialäktschweiz verbinden im Vergleich furchtbare Leerstellen: Literatur ist oft eine dröge Männerangelegenheit, Poesie wird gerne von protestantischen Klugscheisserinnen und Klageweibern verhandelt: Helvetisch-teutonisch-kleinkrämerisch wird Literatur im grossen Kanton und in der Dialäktschweiz mittels Politiksprache territorialisiert. Ausgenommen sind dabei die grossen Schriftstellerinnen wie Marlene Streeruwitz, Elfriede Jelinek, Christa Wolf, Eva Menasse, Verena Stefan, Johanna Adorjan, Ruth Schweikert, Vea Kaiser, Anne Siegel, Laure Wyss – um der Gerechtigkeit halber nur einige zu nennen und gleichzeitig auf die grossen deutschsprachigen Krimiautorinnen hinzuweisen, deren literarische Qualität immer wieder überzeugt. Das deutschsprachige Feuilleton ist an der Misere mitbeteiligt: Es strotzt vor Platitüden wie «nichts Neues», «zu wenig Distanz», «Anklageschrift», «verbissen», «könnte spannend sein», wenn es um ausgezeichnete Romane oder Sachbücher geht, die dem Kritiker ein Dorn im Auge sind, weil er schlicht überfordert ist. Deutsches «Übermannt-Sein» (O-Ton Christian Lindner, FDP-Chef Deutschland, der als «Vorzeigeintellektueller» gilt) überall: deshalb kein Anzeichen im deutschen Feuilleton, sich auf die Poesie des «Other», auf Verantwortung, auf Demokratie, auf Urteilskraft, auf Denken einzulassen. Deutsche Kulturkritik liesse sich in einem Comic mit einem älteren, wohlerhaltenen Mann «in den besten Jahren» mit rehäugiger Kritikerin an der Seite, ja, sie könnte seine Tochter sein, zeichnen: «Fräuleinwunder» …

weiterlesen: https://www.ensuite.ch/le-consentement-und-14-juillet-vive-la-litterature-francaise-contemporaine/ 14-juillet-199411053-237x450

 

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