Wie Ideologie Kunst erstickt: Lagebericht in einer deutschen Kleinstadt von Dr.phil. Regula Staempfli, Bestsellerautorin (Trumpism. The Algorithmic Age, 2025), Podcasterin (Die Podcastin) und Kunstexpertin (Art is a piece of Cake).

Wie Ideologie Kunst erstickt. Von Regula Staempfli, laStaempfli. www.regulastaempfli.eu und https://x.com/laStaempfli/status/2061837446862577998

Kürzlich, in einer Kleinstadt in Deutschland: Wenn Kunstausstellung in totalitären Symbolen und Ideologien ersticken.

Es ist sehr sonnig und heiss, der Kunstraum in Mosbach kühl, angenehm, schön kuratiert. Wir sind beim Kunstverein Mosbach und stehen inmitten einer klug komponierten Ausstellung über Vietnam, Familien und Erinnerung. Der Film des genialen Filmemachers Thomas Gaschler, in Kombination mit der Familie, deren Geschichte die Ausstellung erzählt, ist hohe Kunst. Die Schau lässt Menschen sprechen, zeigt Wege und Brüche und beschwört jenen fragilen Raum, den Hannah Arendt die menschliche Welt nannte.

Und dann steht sie da – die Wassermelone. Gross, leuchtend, demonstrativ auf dem Verkaufstisch. Nicht als Kunstwerk. Nicht als kuratorische Geste. Sondern als politisches Erkennungszeichen. In diesem Moment verändert sich der Raum. Vietnam, Deutschland, die Familiengeschichte, Identitätssuche, Leben und Tod verschwinden. Die Ausstellung verliert an Leuchtkraft. Lautlos erobert ein ganz übler, ideologisch totalitär geframter Konflikt den Raum und besetzt ihn mit symbolischer Selbstverständlichkeit. Die Wassermelone selbst ist nicht das Problem. Das Problem liegt in ihrer Funktion. Sie ist längst kein stilles Obst mehr, sondern ein ästhetisches Bekenntnis, eine aggressive Loyalitätserklärung zu Terroristen, die zu Opfern gemacht werden. Genau darin enthüllt sich die Ideologie eines Kulturbetriebs, der Symbolik benutzt, um Wirklichkeit zu pervertieren, um Mörderideologien zu propagieren.

Weltverlust beginnt nach Hannah Arendt selten mit Gewalt. Er beginnt mit Zeichen. Hannah Arendt wusste: Totalitäre Systeme ersetzen Wirklichkeit durch Narrative. Der moderne Kulturbetrieb fokussiert sich – wieder einmal in der deutschen Geschichte – auf die Juden, die Jüdinnen und deren einzigen Staat, aus dem sie aufgrund ihres Judentums nicht verfolgt und vertrieben werden können. Dieser kleine Streifen inmitten von arabischen Millionen-Nationen. Es geht der Kunst nicht um Kunst, sondern um die Kampagne der neuen Antisemiten, die sich selber für so gut halten wie die Grosseltern und Urgrosseltern auch. Der 7. Oktober 2023 war eine Vergewaltigungs- und Mordorgie der Hamas gegen unschuldige Menschen. Und mit wem solidarisieren sich die Kunstschaffenden, damals noch am selben Tag als die Leichen nicht geborgen waren und 250 Geiseln verschleppt wurden, in Deutschland? Richtig. Mit den Mördern. Früher verhandelte man in der Kunst deren ästhetische und gestalterische Kompetenz in der Zeit, für die Zeit ausserhalb der Zeit. Heute verhandelt man Gesinnung. Man fragt nicht mehr, ob ein Werk gut ist. Man fragt, ob es richtig ist. Und genau hier verliert die Kunst ihre Freiheit. Denn Kunst lebt von Ambivalenz. Politische Symbolik lebt von Eindeutigkeit. Kunst öffnet Räume. Symbolik und Ideologien schliessen sie.Die Wassermelone war deshalb bemerkenswert, weil niemand mehr fragte, warum sie überhaupt dort stand. Diese Symbole der neuen Antisemiten, die sich als „Israelkritiker“ verschönern, gehören zum gegenwärtigen, leider subventionierten Kulturbetrieb wie die Burka in der Herrschaft der Talibans. Die Kunst wird dadurch nicht politischer. Sie wird klein, böse, ekelhaft: ständig über Divesität reden und dabei eine geistig-ideologisch Engstirnigkeit produzieren, die einem nur schaudern lässt.

Es hätte wirklich schön, spannend und wegweisend können. Die Kunst in Mosbach. Vietnam war präsent. Die Familiengeschichten waren vorhanden. Die Filmkunst war genial. Und dennoch stand etwas anderes im Mittelpunkt, nämlich ideologischer Stechschritt, Hassblick und Drohung an alle jüdischen Besuchenden mit der Message: Ihr seid hier weder gewollt noch sicher (so war dann auch die Reaktion nach meiner Kritik.) Und meine Frage blieb unbeantwortet: Um was ging es eigentlich in der zauberhaften Ausstellung „Out of Mosbach“ schon wieder?

Bild mit Hilfe der Vorgaben von laStaempfli und ihrer KI gemacht.

#HannahArendtLectures by laStaempfli zur “Schweigespirale” gegen Israel durch SRF im Klein Report, 26.6.2024.

Die “Schweigespirale” ist bei SRF am Werk, so die Politologin PD Dr. Regula Stämpfli.

Unter dem Titel: SRF News auf X in massiver Schweigespirale-Kritik schreibt der Klein Report in einem Interview mit Regula Staempfli zur auffälligen Pro-Palästina-Haltung von SRF, insbesondere dem Onlineportal srf.ch. Hier der Link zum Artikel siehe https://kleinreport.ch/news/srf-news-auf-x-massiver-schweigespirale-kritik-104397/ und hier der Text. Zitieren nach Klein Report, 26.6.2024.

“Weshalb berichtet SRF nicht über den Fall der Gruppenvergewaltigung eines zwölfjährigen jüdischen Mädchens in Frankreich und die daraus resultierenden Demonstrationen gegen Antisemitismus? «20 Minuten», «Blick», «Tages-Anzeiger» und NZZ berichteten breit über den individuellen Pogrom junger Araber gegen ein jüdisches Mädchen: «Buben (12/13) vergewaltigen Mädchen, weil es Jüdin ist». So lautete zum Beispiel der Titel bei «20 Minuten».

Vor diesen Medien hat bereits die Politologin Regula Stämpfli auf X vor Tagen auf den spektakulären Fall aufmerksam gemacht. «SRF berichtet über jede Minidemonstration der sogenannten ‘Pro-Palästinenser’, verpasst keine Gelegenheit, Israel als Kriegstreiber darzustellen, bringt unzählige Berichte eines sogenannten Gender-Verbots des französischen Parlaments. Aber bringt keine einzige Zeile über unser Nachbarland, wo sich Tausende von ganz normalen Menschen gegen den Antisemitismus engagieren?», so Stämpfli gegenüber dem Klein Report. «Und verschweigt den islamofaschistischen Antisemitismus, der nun zur Vergewaltigung einer 12-Jährigen führte. Das ist definitiv die von der Politologin Elisabeth Noelle-Neumann definierte ‘Schweigespirale’ und Thesenjournalismus mit bewusster Leerstelle punkto Antisemitismus», sagt die Politologin.

Der Fall erschüttert Frankreich. Das Mädchen wurde laut Medienberichten von TF1 von jungen Arabern als «dreckige Jüdin» beleidigt, mit Anzünden bedroht, mit sexueller Gewalt gefoltert, von einem der Buben gefilmt. Die Täter drohten mit Mord, sollte sich das Mädchen bei der Polizei melden. Dank einem Freund konnten zwei der drei Täter identifiziert werden.Die Zahl antisemitischer Straftaten in Frankreich, in den letzten Jahren eh durch Islamisten angestiegen, explodiert seit dem 7. Oktober 2023. Srf.ch, SRF News nahm die Story nicht auf, obwohl SRF regelmässig über alle möglichen, vor allem über sogenannte «pro-palästinensische Demonstrationen» berichtet.Über 134 Artikel sind auf srf.ch zu diesen Thema zu finden. Zum Schlagwort «pro Israel Demonstrationen» sind ganze 34 Artikel auffindbar. Dass Tausende von Franzosen auf der Strasse waren, um gegen die Gruppenvergewaltigung des zwölfjährigen jüdischen Mädchens zu demonstrieren, erfahren die SRF-Zuschauenden und Lesenden von srf.ch nicht.

Regula Stämpfli empfiehlt Jüdisches Filmfestival Wien: 5.3.-22.3.2024. Simone Veil. Ein Leben für Europa.

Trotz seines Mangels an Präsenz auf den gängigen Streamingdiensten und dem Fehlen großer Auszeichnungen verdient dieser Film unsere volle Aufmerksamkeit. Er ist ein Werk, das nicht nur für Europa, sondern auch für Frauen und unsere westlichen Demokratien von großer Bedeutung ist. Die Geschichte von Simone Veil, einer wahren Gigantin, sollte in jedem Schulunterricht behandelt und ihre Biografie in jeder Bibliothek verfügbar sein. Sie ist eine Säule, auf der das moderne Europa ruht. Zu sehen in Wien im Kino TOP am 5.3.2024 um 17.45 und 15.3.2024 Metro Kinokulturhaus in Wien.

Regula Stämpfli empfiehlt Jüdisches Filmfestival Wien: 5.3.-22.3.2024. Simone Veil. Ein Leben für Europa.

Das Jüdische Filmfestival Wien nimmt diesen bedeutenden Film in sein Programm auf. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: Link zum Programm. Es ist bemerkenswert, dass dieser Film, der so aktuell und relevant ist – feministisch, historisch und europäisch -, nicht die verdiente Aufmerksamkeit in den Mainstream-Kinos und den Medien erhielt. Sogar angesichts der jüngsten Diskussionen über das “Recht auf Abtreibung” wurde Simone Veil kaum erwähnt, was ein beunruhigendes Schweigen über die Rolle von Frauen in unserer Gesellschaft offenbart. In einer Zeit, die von digitalen Innovationen geprägt ist, scheint es, dass unsere demokratischen Errungenschaften rückgängig gemacht werden, wenn wir nicht aktiv die Stimmen der Frauen hören und ihnen die Anerkennung geben, die sie verdienen.