“Algorithmische Öffentlichkeit” – wie Demonstranten zu Datensätzen werden. Von Regula Stämpfli. 10. April 2027

#HannahArendtLectures Artikel und Bild Copyright © by Regula Stämpfli 2026 Bild (c) von Regula Staempfli KI-generiert, laStaempflis Denkmaschine, 2026. Wikipedia: Regula Staempfli leitete von 2018-2025 die Hannah Arendt Lectures an der HSG. Die Politphilosophin war ausserdem Intendantin am IFG Ulm, International Forum for Design. Ein Wikipedia-Troll korrigiert ständig die Einträge von laStaempfli zwecks Misogynie. Es handelt sich dabei um einen sehr prominenten Schweizer Journalisten by the way. Ausserdem fehlt das neuste Buch von Regula Stämpfli: “Trumpism. The Algorithmic Age.” Doch nun zum Artikel:

“Es ist ein Bild unserer Zeit: Nicht die Wirklichkeit, in unserem Beispiel hier, die Barrikade, entscheidet über politische Wirksamkeit, sondern das Bild der Barrikade. Nicht der Protest selbst erzeugt Öffentlichkeit, sondern seine algorithmische Verwertbarkeit. Hier ein aktuelles Beispiel: Nach den Ausschreitungen an der unbewilligten Pro-Palästina-Demo vom Oktober 2025 veröffentlicht die Berner Kantonspolizei im März 2026 unverdeckte Bilder, weil sie 31 gewalttätige Täter identifizieren will. Weitere 101 vermummte mutmassliche Täter und Täterinnen wurden schon durch den Öffentlichkeitsaufruf identifiziert. Während die staatlichen Stellen gewisse Datensätze aufgrund geltender Rechtsgrundlagen und zu Recht, NICHT verwenden konnten, taten dies Private.

Und genau deshalb ist die Entscheidung der Berner Polizei, unverpixelte Bilder von Demonstranten zu veröffentlichen, mehr als eine polizeiliche Massnahme. Sie ist ein Symptom unserer Zeit. Sie zeigt, wie sehr wir bereits in einer algorithmischen Öffentlichkeit leben, in der Menschen nicht mehr zuerst Bürger sind, sondern visuelle Datensätze – ein Thema, dass ich im Hinblick auf die Demokratie schon längst diskutiert habe.

Demonstrationen sind Bildmaterial. Teilnehmende sind Identifizierungsmerkmale. Politische Konflikte sind Narrative und Datenpakete. Die Veröffentlichung der Bilder ist deshalb nicht einfach ein Akt der Strafverfolgung. Sie ist ein Moment, in dem sich die Logik unserer Gegenwart offenbart: Politik wird zum Bildereignis, Strafverfolgung wird zur Öffentlichkeitsstrategie, und die Gesellschaft wird zum digitalen Fahndungsraum.

Dabei zeigt sich eine interessante Dialektik: Die gleichen Milieus, die jahrelang die totale Sichtbarkeit gefordert haben, die Transparenz, die Dokumentation, die moralische Überwachung, die Cancel Culture, die öffentliche Anklage – sie sind nun selbst Teil genau dieser Sichtbarkeitsmaschine geworden. Wer jahrelang den digitalen Pranger normalisiert, darf sich nicht wundern, wenn er selbst einmal darauf landet. Das ist keine moralische Feststellung. Es ist eine strukturelle. Denn die algorithmische Öffentlichkeit kennt keine Freundschaften. Sie kennt nur Muster.

Das eigentlich Interessante an diesen Bildern ist deshalb nicht, wer darauf zu sehen ist. Sondern wie sie funktionieren. Sie zeigen eine neue Form politischer Ästhetik. Man erkennt sofort die visuelle Grammatik der Gegenwart: Keffiyeh als globaler Protestcode, schwarze Kleidung als urbanes Widerstandszeichen, Kapuzen als Symbol der anonymisierten Aktivität. Diese Bilder sind nicht zufällig. Sie sind Teil einer globalisierten Bildsprache des Protests.

Protest ist heute nicht Handlung. Protest ist Design. Protest ist ein Datenpaket.

Das wäre an sich nicht neu. Schon die Französische Revolution hatte ihre Symbole, ihre Kokarden, ihre Farben. Aber der Unterschied liegt in der Geschwindigkeit und in der totalen Reproduzierbarkeit. Heute wird jedes Symbol sofort Teil eines globalen Bilderstroms. Jede Demonstration ist gleichzeitig Content und Datenpaket. Und genau hier beginnt das eigentliche Problem. Denn wer Content produziert, wird selbst zum Content.

Die Demonstranten wissen das. Die Polizei weiss das. Die Medien wissen das. Und trotzdem tun alle so, als würden sie noch in einer klassischen Öffentlichkeit handeln. Dabei ist diese längst verschwunden. An ihre Stelle ist ein Raum getreten, den ich „algorithmischen Öffentlichkeitsautomatismus“ nenne: ein Raum, in dem Sichtbarkeit nicht durch Argumente entsteht, sondern durch Bildlogiken, in dem Aufmerksamkeit nicht durch politische Inhalte entsteht, sondern durch visuelle Codierung.

Die Berner Polizei handelt deshalb nicht nur als Strafverfolgungsbehörde. Sie handelt als Akteur in dieser Bildökonomie. Sie nutzt dieselbe Logik wie soziale Medien: Sichtbarkeit erzeugt Reaktion. Veröffentlichung erzeugt Information. Öffentlichkeit erzeugt Daten. Man kann das kritisieren. Man kann es verteidigen. Aber man kann nicht mehr so tun, als wäre es nicht Realität. Denn die entscheidende Veränderung unserer Zeit ist nicht politisch. Sie ist epistemisch und algorithmisch. Wir leben nicht mehr in einer Welt, in der Wirklichkeit zuerst erfahren wird. Wir leben in einer Welt, in der Wirklichkeit zuerst gesehen wird. Wer gesehen wird, existiert. Wer nicht gesehen wird, verschwindet. Digitalisierung gibt einerseits Sichtbarkeit, andererseits vernichtet sie die reale Welt, indem sie sie neu beschriftet.

Das ist die eigentliche Machtverschiebung unserer Zeit.

Hannah Arendt hat einmal beschrieben, dass Politik dort entsteht, wo Menschen einander erscheinen. Was sie nicht wissen konnte: dass dieses Erscheinen einmal durch Plattformlogiken vermittelt werden würde, durch Kameras, durch Uploads, durch Gesichtserkennung, durch Datenbanken. Das Problem ist deshalb nicht die Polizei. Das Problem ist die Infrastruktur der Sichtbarkeit.Denn diese Infrastruktur verändert alles. Sie verändert, wie Protest organisiert wird. Sie verändert, wie Gewalt dokumentiert wird. Sie verändert, wie Schuld zugeschrieben wird. Sie verändert, wie Öffentlichkeit funktioniert. Die wirkliche Frage lautet deshalb nicht: Darf die Polizei das? Die wirkliche Frage lautet: Können wir noch zwischen Rechtstaat und digital konstruierter Sichtbarkeit, d.h. Codierung, Fiktion, Narrativ, unterscheiden?

Die algorithmische Öffentlichkeit kennt keine Unschuld. Sie kennt nur Mustererkennung.”

SRF hat nachgezogen: KI-Tools für die Polizei? Mit männlichen Experten natürlich. Algorithmen sind bei SRF Männersache oder dürfen nur von Nicht-Schweizerinnen beantwortet werden…. Ironiedetektor gewünscht, hier der Link: https://www.srf.ch/play/tv/10-vor-10/video/bald-ki-tools-fuer-schweizer-polizei?urn=urn:srf:video:48e5ef5f-1824-418d-a981-6259e3c41d48

Jurist Emrah Erken und Historikerin Regula Stämpfli über die öffentlich-rechtlichen Medien am Beispiel der SRG und der Abstimmung vom 8. März 2026. Es geht um die Liebe zum öffentlichen Rundfunk und der grossen Sorge um seine Zukunft.

Hier direkt zur Audiofile des Gespräches, das nach dem 8. März via Zoom stattgefunden hat.

Emrah Erken und Regula Stämpfli im Gespräch. Mäerz 2026
Emrah Erken und Regula Stämpfli im Gespräch. Mäerz 2026

Jurist Emrah Erken und Politphilosophin Regula Stämpfli im Gespräch über die SRG und die Abstimmung vom 8. März 2026

Die Abstimmung vom 8. März 2026 über die Zukunft der SRG war mehr als eine medienpolitische Entscheidung. Sie war auch ein Signal der Bevölkerung: Der öffentliche Rundfunk soll bleiben. Und zwar deutlich. Die Initiative wurde mit grossem Mehr verworfen – sehr zur Freude vieler internationaler Beobachter, etwa bei ARD, ZDF oder ORF, die das Resultat als klares Bekenntnis zur öffentlich-rechtlichen Medienordnung interpretierten. Auch wir, Jurist Emrah Erken und Politphilosophin Regula Stämpfli, gehören zu jenen, die sich klar zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk bekennen. Nicht aus Nostalgie, sondern aus demokratischer Überzeugung. Eine Demokratie braucht Institutionen, die nicht allein von Marktlogiken, Klickzahlen oder Plattformalgorithmen gesteuert werden. Sie braucht Medien, die Wirklichkeit abbilden, einordnen und Verantwortung übernehmen. Gerade deshalb erfüllt uns die aktuelle Entwicklung mit Sorge. Denn parallel zu diesem klaren Volksentscheid beobachten wir eine zunehmende ideologische Verengung in Teilen des öffentlich-rechtlichen Diskurses. Polarisierung, wie wir sie aus den sozialen Medien kennen, scheint zunehmend auch die klassischen Institutionen zu erfassen. Die Stärke des öffentlichen Rundfunks war jedoch immer seine Fähigkeit zur Differenzierung, zur Ambivalenz und zur Darstellung widersprüchlicher Perspektiven. Diese Stärke droht verloren zu gehen. Im Vorfeld der Abstimmung haben wir uns deshalb bewusst für eine kritische Diskussion eingesetzt – nicht gegen die SRG, sondern für sie. Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk darf nicht automatisch als Angriff verstanden werden. Im Gegenteil: Gerade wer diese Institution erhalten will, muss Fehlentwicklungen benennen dürfen. Besonders deutlich zeigen sich diese Spannungen in der Berichterstattung zu hoch emotionalisierten Themenfeldern wie dem Nahostkonflikt oder aktuellen identitätspolitischen Debatten. Hier versagt die SRG erschreckend: Antisemitische Narrative paaren sich mit Klimaaktivismus und einer ideologischen Hetzkampagne gegen jüdische Institutionen, Künstlerinnen und Künstler, gegen das Existenzrecht Israels. Gleichzeitig werden Sprechaktpolitiken der Transaktivisten ohne Gegenpositionen mit einer Gewalt gegen die klassischen Feministinnen gepuscht, die eine unschweizerische Cancel-Unkultur hervorgebracht haben. Eine solche Entwicklung widerspricht jedoch dem eigentlichen Auftrag öffentlich-rechtlicher Medien: der möglichst umfassenden Darstellung gesellschaftlicher Wirklichkeit. Öffentlich-rechtlicher Journalismus darf weder Aktivismus noch Gegenaktivismus sein. Er muss Urteilskraft, Qualitätsjournalismus und das Schaffen gemeinsamer Wirklichkeiten ermöglichen.

Gerade in Zeiten zunehmender Polarisierung wäre es die historische Aufgabe von Institutionen wie der SRG, Räume der Differenzierung offen zu halten. Nicht jede gesellschaftliche Kontroverse muss in Freund-Feind-Logiken übersetzt werden. Demokratie lebt gerade davon, dass komplexe Fragen komplex bleiben dürfen. Unsere Kritik ist deshalb Ausdruck einer grundsätzlichen Loyalität. Wir kritisieren nicht, weil wir den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ablehnen, sondern weil wir ihn für unverzichtbar halten. Die Alternative wäre ein vollständig plattformgetriebener Informationsraum, in dem Aufmerksamkeit wichtiger wird als Einordnung und Emotion wichtiger als Analyse.

Die SRG steht heute vor einer paradoxen Situation: Sie wurde politisch bestätigt, muss sich aber gleichzeitig journalistisch neu bewähren. Das Vertrauen der Bevölkerung ist ein Auftrag, kein Freipass. Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Herausforderung der kommenden Jahre: den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wieder stärker als Ort der intellektuellen Offenheit zu verstehen – nicht als Resonanzraum gesellschaftlicher Lager. Denn wenn öffentlich-rechtliche Medien ihre besondere Rolle verlieren, verlieren nicht nur sie ihre Legitimation. Die Demokratie verliert einen ihrer wichtigsten Orte der gemeinsamen Wirklichkeit.

„Trumpismus mit Diversitätsleitfaden – Wie Moral die Kreativität im Kunstbetrieb abgelöst hat.” Von Regula Stämpfli

Wie Bürokratie und Moral den neuen Antisemitismus definieren. Diesmal am Beispiel des Kunstbetriebes.
Wie Bürokratie und Moral den neuen Antisemitismus definieren. Diesmal am Beispiel des Kunstbetriebes.

In den Medien machte der Antisemitismus der Elite an der Universität Zürich, an der ETH, an der ZHdK massenhaft Schlagzeilen. Wie kommt es, dass eine antisemitische Minderheit, die seit zwanzig Jahren Minderheit blieb, plötzlich in der Mitte angekommen ist? Hier ein Kurz-Essay von Regula Stämpfli, laStaempfli am 7.4.2026.

„Trumpismus mit Diversitätsleitfaden – Wie Moral die Kreativität im Kunstbetrieb abgelöst hat.”

Es gibt einen Trumpismus, über den fast niemand spricht. Nicht den politischen. Nicht den medialen. Sondern den stillen, hartnäckigen Trumpismus des Kultur- und Wissenschaftsbetriebs. Er funktioniert nach denselben Regeln: Polarisierung statt Urteilskraft. Zugehörigkeit statt Argument. Moral statt Kompetenz. Auch hier begann alles harmlos – mit dem Versprechen von Reform; Beispiel Toni-Areal und ZHdK. Als die Zürcher Kunst- und Designhochschulen, „Zürcher Hochschule der Künste ZHdK  2014 ins Toni-Areal zogen, wurde das als großer Fortschritt gefeiert: Ende der Zersplitterung, Ende der provinziellen Enge, endlich internationale Sichtbarkeit und effiziente Strukturen. Auf dem Papier klang es vernünftig. In Wirklichkeit kam dies einer stillen Zäsur gleich. Aus einer Landschaft eigenwilliger Institute inklusive deren Leiterinnen, wurde ein zentralisiertes System. Aus Persönlichkeiten wurden Strukturen. Und wo Strukturen herrschen, gewinnen nicht mehr die originellsten Köpfe, sondern die kompatibelsten.

Das ist kein Zürcher Sonderfall. Das ist der Bologna-Effekt in Reinform: Bildung wird vergleichbar, messbar, verwaltbar. Und alles, was verwaltet wird, beginnt früher oder später, sich wie Verwaltung zu benehmen.So entstand im Kulturbetrieb eine neue Karrierelogik. Nicht mehr ästhetisches oder intellektuelles Risiko führt nach oben, sondern diskursive Sicherheit. Wer die richtigen Begriffe beherrscht, die passenden moralischen Signale setzt und die aktuellen Förderformeln kennt, kommt weiter als jemand, der tatsächlich etwas Neues wagt. Das Ergebnis ist paradox: Noch nie wurde so viel von „Innovation“ und „Kreativität“ gesprochen. Und noch selten war so wenig davon zu spüren. Stattdessen sehen wir stromlinienförmige Lebensläufe, perfekt kalibrierte Anträge und makellose moralische Selbstverortungen. Die neue Elite ist nicht mehr avantgardistisch. Sie ist administrativ brillant. Ihr neues Glaubensbekenntnis heisst D.E.I. – Diversity, Equity, Inclusion oder auf schweizerisch, siehe „Diversitätsleitfaden“ der SRG, Gleichstellung, queer, migrantisch. So wird aus Anträgen standardisierte Gebete; dieselben Phrasen, dieselben Referenzen, dieselben Signifikanten. Kritik ist rhetorisch, falls echt, sofort Grund zum Ausschluss. Diese Cancel-Culture ist Gewaltmonopol der mächtigen öffentlichen Institutionen, die Diversitätsleitfäden vorgeben. Hier schliesst sich der Kreis zum „Trumpismus; diesem Funktionsmodus, diesem ideologischen Lagerdenken ohne Komplexität. Entweder bist Du auf der richtigen Seite oder Teil des Problems. Narrative definieren Realität. Die milieukonforme Einseitigkeit, gepaart mit beliebten Juden- und Frauenhass, wird heute mit Kunst-Preisen überschüttet. Hannah Arendt hat einmal gewarnt, die größte Gefahr für das Denken sei nicht einfach der Fanatismus, sondern die automatisierte Sprechakte & Funktionsweisen.

„Alma.“ Ein Gedicht an eine Stadt: Triest. Ein Roman über die Sprachlosigkeit des Krieges in höchster Poesie. Das Gespräch zwischen laStaempfli und Federica Manzon über ihren italienischen Bestseller „Alma“ – ein Roman, der ganz frisch im Pfaueninsel Verlag erschienen ist. Podcast auf ART IS A PIECE OF CAKE von Regula Staempfli.

„Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Alma in ihre Heimatstadt Triest zurück. Hier begegnet sie ihrer Jugendliebe Vili wieder, der ihr nun das väterliche Erbe übergeben soll. Zwischen den Erinnerungen an die Habsburger Kaffeehäuser ihrer Großeltern, an endlose Kindheitssommer und die Straße gen Osten, auf der ihr Vater einst immer wieder verschwand, wird Alma mit Fragen nach Herkunft, Liebe und Identität konfrontiert.“ Die italienische Schriftstellerin Federica Manzon gehört zu den interessantesten Stimmen der zeitgenössischen europäischen Literatur. Geboren in Trieste, jener Stadt zwischen Italien, Mitteleuropa und Balkan, ist ihr Schreiben stark geprägt von Grenzräumen, Erinnerung und der Frage nach Herkunft und Identität.

Federica Manzon arbeitete viele Jahre im literarischen Betrieb, unter anderem als Lektorin beim Verlag Guanda und als Dozentin an der von Alessandro Baricco gegründeten Scuola Holden in Turin. Diese doppelte Perspektive – als Autorin und als leidenschaftliche Vermittlerin von Literatur – prägt auch ihr Werk. Podcast von laStaempfli ART IS A PIECE OF CAKE – überall, wo es Podcasts gibt und auf www.artisapieceofcake.art, die Folge mit Federica Manzon hier https://artisapieceofcake.art/2026/03/11/alma-ein-gedicht-an-eine-stadt-triest-ein-roman-ueber-die-sprachlosigkeit-des-krieges-in-hoechster-poesie-das-gespraech-zwischen-lastaempfli-und-federica-manzon-ueber-ihren-italienischen-bests/

Die Podcastin vom 24. März 2026: Isabel Rohner und Regula Stämpfli im sprechenden Denken über den Fall Collien Fernandes, die hohen SPD und FDP-Verluste bei Wahlen und was dies mit dem Selbstbestimmungsgesetz zu tun haben könnte und wie die Radikalisierung an den Rändern zu beurteilen ist und wie immer: Was die Medien nie berichten – in “Die Podcastin” hören Sie es.

Hier das Bild zum hervorragenden Interview über Islamofaschismus, der auch in der aktuellen Folge besprochen wird, vor allem von laStaempfli, die neu auch für den Begriff “Islamo-Gauchismus” plädiert, weil die Kombination von linken Ideologien, die sich mit den Islamisten zusammentun, in Europa so erfolgreich ist und in N.Y. mit Zohran Mamdani sogar die Wahlen gewonnen hat. In New York, der Stadt, in welcher nach israelischen Städten, die meisten Juden und Jüdinnen leben, wird von einem postkolonialen Islamogauchisten geführt und gilt dem breiten Publikum in Deutschland als “Hoffnungsträger” der Demokratischen Partei in den USA. Die “Libanisierung” der westlichen Parteien wird nicht erkannt – so lange bis es wohl zu spät ist.

Die Podcastin vom 24. März 2026. isabel Rohner und Regula Stämpfli im sprechenden Denken.
laStaempfli & Rohnerin in mena-watch interview

Die Podcastin: Isabel Rohner und Regula Staempfli ueber Hass als politisches Gefuehl, Wahlen und Jugend und weshalb der Iran-Krieg ein Erfolg ist. Ah, und ganz zu Beginn eine heftige Diskussion über Zivilisation. Und statt einem Zitat gibt es einen schrecklichen Erfahrungsbericht und im Anschluss eine starke Diskussion eben über Gefühle als Politik und wie sehr der Frauenhass in den letzten Jahren medial und durch miese Politik geschürt wurde. Und ja: laStaempfli mit bösen Beobachtungen zu ihrer ehemaligen Lieblingsstadt Berlin. 

Isabel Rohner analysiert die Wahlen Rheinland-Pfalz wie immer brillant – unbedingt hören.

laStaempfli drängt darauf, ihre Gründe, weshalb der Iran-Krieg ein Erfolg ist und wie die westlichen Medien unsere existierenden Demokratien gefährden, anzubringen. Hört rein: laStaempfli wird dazu sicher in einer Woche oder zehn Tage Artikel dazu publizieren. Veröffentlicht hat laStaempfli zudem einen sehr spannenden Artikel über einen möglichen Femizid, der aber nicht als solcher benannt wird: Es geht um JFK JR und Carolyn Besset in der neuen Disney+ Serie.

Nachhören: Überall wo es Podcasts gibt oder auf www.diepodcastin.de Homepage mit allen Sendungen oder direkt: https://diepodcastin.de/2026/03/24/die-podcastin-isabel-rohner-und-regula-staempfli-ueber-hass-als-politisches-gefuehl-anstand-zivilisation-wahlen-und-jugend-und-weshalb-der-iran-krieg-ein-erfolg-ist-collien-fernandes-und-ngos/

“Israel, kein Ort der Entlastung.” Regula Staempfli in einem poetisch-politischen Text über ihre Pressereise nach Israel in der Die Weltwoche, Neujahr 2026.

https://weltwoche.ch/story/verbringen-sie-ihre-ferien-in-israel Regula Staempfli in einem etwas anderen Reisebericht am 8. Januar 2026 über ISRAEL.

“Ich bin nicht nach Israel gereist, um mir eine

Meinung zu bilden. Meinungen gibt es

genug. Sie kleben an diesem Land wie Sand

auf nasser Haut: unausweichlich, hartnäckig,

überall. Ich bin nach Israel gereist, weil ich wis-

sen wollte, wie es sich anfühlt, in einem Land zu

sein, in dem die Geschichte nicht abgeschlossen

ist. Wie es sich denkt, lebt, liebt, arbeitet, lacht,

wenn Vergangenheit keine Erinnerung, son-

dern Gegenwart ist. Als Frau. Als Westlerin.

Als jemand, der den sogenannten Orient weder

romantisieren noch moralisieren will.”

Text siehe https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2026/01/Weltwoche-Israel-Reise.pdf

Was die KI Google über Regula Staempfli erzählt. Algorithmenexpertin. 7.1.2026

Aus dem Archiv Deutschlandfunk: 2015 als Journalismus noch nicht codierten Fiktionen folgte: Musik und Fragen zur Person. Die Politologin Regula Stämpfli mit dem zauberhaften Michael Langer (1959-2020) im Gespräch.
Aus dem Archiv Deutschlandfunk: 2015 als Journalismus noch nicht codierten Fiktionen folgte: Musik und Fragen zur Person. Die Politologin Regula Stämpfli mit dem zauberhaften Michael Langer (1959-2020) im Gespräch.

Auf der Suche nach einem alten Vortrag, den laStaempfli 2024 beim Österreichischen Journalistinnentag gehalten hat, gab die KI folgende Antworten auf Regula Staempfli. Gar nicht so übel. Ausser der Satz mit “No Data without Representation” – da geht es um die politische Mitbestimmung über die Daten, die über die eigene Person publiziert werden, wie bspw. ein CV über Regula Staempfli.

Hier der Text von Google und im Anschluss ein paar Links von Vorträgen zum Thema:

Regula Stämpfli, eine Politologin, Autorin und Algorithmen-Expertin, beschäftigt sich intensiv mit Algorithmen im Kontext von Journalismus und Gesellschaft; sie war beispielsweise als „Algorithmen-Expertin“ bei der Bertelsmann-Stiftung tätig und kritisiert, wie Datenlücken und Polarisierung in der digitalen Welt die Demokratie beeinflussen, und spricht bei Veranstaltungen in Wien über die Biopolitik der Digitalisierung. Sie analysiert die Rolle von KI und Algorithmen, fordert eine „Demokratisierung der Digitalisierung“ und ist als Kommentatorin in Medien präsent, oft mit Bezug zu ihrer Rolle als „wiener Journalistin“ oder Expertin für politische Fragen. 

Zentrale Punkte zu Regula Stämpfli und Algorithmen:

  • Expertise: Sie gilt als Expertin für Algorithmen und deren politische Auswirkungen, mit Fokus auf Demokratie und Digitalisierung.
  • Kritische Perspektive: Stämpfli kritisiert Datensätze als lückenhaft und warnt vor Polarisierung, die durch Algorithmen und Medien verstärkt wird.
  • Engagement in Wien: Sie tritt bei Veranstaltungen in Wien auf, wie bei den „Nächten der Philosophie“, um über Digitalisierung und Biopolitik zu sprechen.
  • Journalistische Einbindung: Sie kommentiert für Medien (z.B. Klein Report) und wird als „Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung“ erwähnt, wenn auch ihr Fokus auf Politologie liegt.
  • Forderung: Ihr Credo lautet „No Data without Representation“ und „Was im realen Leben verboten ist, darf auch digital nicht erlaubt sein“. 

Zusammenfassend ist Regula Stämpfli eine meinungsstarke Stimme, die Algorithmen als zentralen Faktor für politische und gesellschaftliche Entwicklungen sieht und deren Einfluss kritisch hinterfragt, auch in Bezug auf die Rolle von Journalistinnen und Medien in Österreich und international.”

Kopftuch im Schulzimmer: Die Neutralität des Staates ist keine Einladung zur Unterwerfung. Von Regula Stämpfli, Dezember 2025.

Kopftuch im Schulzimmer: Die Neutralität des Staates ist keine Einladung zur Unterwerfung von Dr. Regula Stämpfli Kommentar zum Bericht der Schweizer Regierung, die das Verbot des Kinderkopftuchs erst kürzlich abgelehnt hat, siehe den Bericht auf SRF. https://www.srf.ch/news/schweiz/religionsfreiheit-bundesrat-stellt-sich-gegen-ein-kopftuchverbot-an-schulen

„Die Schweiz, das Land der Neutralität, verwechselt seit Jahren Neutralität mit moralischer Feigheit. Der neueste Bericht des Bundesrates zum sogenannten Kinderkopftuch ist ein Dokument dieser Verwechslung. Er nennt sich „Abwägung zwischen Religionsfreiheit und Kindeswohl“ – in Wahrheit ist er ein Lehrstück politischer Feigheit im Zeitalter kultureller Unterwerfung. Dass der Bundesrat kein Kopftuchverbot an öffentlichen Schulen will, wird als Triumph der Toleranz verkauft. Tatsächlich ist es ein Verrat an der republikanischen Idee von Freiheit. Hannah Arendt hätte gesagt: Freiheit beginnt dort, wo die Welt öffentlich wird – nicht dort, wo religiöse oder kulturelle Gebote die Körper von Kindern markieren. Das Kinderkopftuch ist keine Modefrage. Es ist ein Symbol einer Sexualisierung, die Mädchen vor der Pubertät in das moralische Regime der Scham einführt. Ein Siegel des „Du bist verantwortlich für die Begierden der Männer.“ Die Schweiz, die ihren Verfassungsauftrag kennt – Gleichheit, Bildung, Freiheit – müsste diese frühe Codierung von Geschlecht als das benennen, was sie ist: ein Angriff auf das universelle Recht des Kindes, als Mensch und nicht als Mädchen geboren zu werden. Die Haltung des Bundesrates lautet: „Es gibt verschiedene Gründe, warum Mädchen das Kopftuch tragen.“ Richtig. Doch der Satz blendet aus, dass kein einziger dieser Gründe von den Mädchen selbst kommt. Kein achtjähriges Kind wacht auf und beschliesst: “Ich will ein religiöses Zeichen tragen, um meine Keuschheit zu beweisen.” Der Staat darf sich nicht darauf zurückziehen, dass „die Familie“ oder „die Religion“ das schon richtig entscheiden werden. Genau deshalb gibt es Schulen, Lehrerinnen, Bildung und Kinderschutz. Dass sich die Vertreter islamischer Dachverbände über das Bundesratsurteil freuen, überrascht nicht. Sie wissen, dass jede „individuelle Entscheidung“ in Wirklichkeit den islamischen Anpassungsdruck verstärkt. Dass eine Ständerätin wie Marianne Binder den Mut hat, das offen anzusprechen, ist ein seltener Moment politischer Klarheit. Sie sagt, das Kinderkopftuch behindere die Entwicklung des Kindes. Ja, es behindert sie nicht nur – es codiert sie. Das Argument der Religionsfreiheit ist in diesem Zusammenhang perfide. Religionsfreiheit bedeutet, dass Erwachsene ihren Glauben praktizieren dürfen. Sie bedeutet nicht, dass Kinder an sichtbare Zeichen der Unterordnung gewöhnt werden. Wer Mädchen in Kopftücher steckt, bevor sie überhaupt denken dürfen, lehrt sie, dass ihr Körper kein öffentlicher, kein freier Raum ist. Der Staat ist kein Vermittler zwischen patriarchalen Geboten, sondern der Garant, dass alle Kinder ohne Angst, ohne Stigma, ohne Code aufwachsen können. Das Kinderkopftuch ist kein Zeichen des Glaubens, sondern der Macht.

Regula Stämpfli: Teherans Borgias – Wie Ali Khamenei herrscht. Spannendes Buch von Ali Sadrzadeh über Ali Khamenei. Aufstieg und Herrschaft. laStaempfli titelt die Rezension in der Weltwoche, Nr. 51/25 mit “Teherans Borgias.”

Bildschirmfoto des Artikels in der Weltwoche 51/2025 siehe Link: https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2025/12/WEW_51_060_BUCH_REZ.pdf

Ali Khamenei regiert den Iran nicht wie ein Staatspräsident, sondern wie ein sakral legitimierter Autokrat: als Kalif, Papst und Schattenherrscher zugleich. In ihrer Rezension von Ali Sadrzadehs Buch Ali Khamenei. Aufstieg und Herrschaft zeigt Regula Stämpfli, warum der iranische Mullahstaat weniger einem modernen Staat als einem religiösen Gewaltkartell gleicht. Sadrzadeh schreibt keinen nüchternen Lebenslauf, sondern einen politischen Thriller, der offenlegt, wie Macht durch Mythos, Ideologie und systematische Gewalt gesichert wird.

Besonders eindrücklich ist die Analyse der geistigen Grundlagen des Regimes: Der Antisemit Ahmad Fardid, Heidegger-Jünger und Vordenker der Islamischen Republik, verbindet europäische Gegenaufklärung mit islamistischem Totalitarismus. Das Buch zeigt schonungslos, wie der Westen – aus Schuld, Ignoranz und falscher Toleranz – zum Kollaborateur einer der gefährlichsten Herrschaftsformen der Gegenwart wurde: ideologischer Islamismus im Gewand des Antiimperialismus. Eine Pflichtlektüre für alle, die den Iran, den politischen Islam und die fatalen Verstrickungen westlicher Eliten verstehen wollen.

Spitzenmanager der BBC treten zurück. Regula Staempfli mit zehn Gründen, weshalb dies nicht einfach eine Krise für die BBC, sondern für unsere Demokratien ist. 10.11.2025. Mit einer Warnung an die Adresse von ZDF und SRF.

Am 9. November 2025 traten mit Tim Davie (Direktor-General) und Deborah Turness (Leiterin BBC News) gleich zwei führende Köpfe des britischen öffentlich-rechtlichen Senders BBC zurück. Grund: Eine interne Memo, erstellt von dem früheren Berater Michael Prescott, legte „systemische Mängel“ in der redaktionellen Unparteilichkeit offen — insbesondere bei der Bearbeitung einer Dokumentation über Donald Trump, aber auch bei der Berichterstattung über den Gaza-Krieg, über Israel und zu Gender-Themen. Der Bruch liegt nicht allein im Fehlverhalten einzelner Redakteure, sondern in der strukturellen Versäumnis einer Institution, die einst als Bollwerk demokratischer Öffentlichkeit galt: Wenn eine öffentlich finanzierte Rundfunkanstalt systematisch partikulare Ideologien statt pluralistische Berichterstattung bedient, dann ist nicht nur ihre Glaubwürdigkeit gefährdet — sondern die Demokratie selbst.

Alle Weisheit dieser Welt. Beitrag von Regula Stämpfli zu Hannah Arendt.
Hannah Arendt Analyse von Regula Stämpfli zum Rücktritt der BBC Spitzenmanager.
  1. Verlust des journalistischen Ethos:
    Die BBC wurde einst als Inbegriff des unabhängigen Qualitätsjournalismus verstanden. Heute dominiert Haltungsjournalismus, der moralisiert statt informiert. Damit bricht die BBC mit ihrem öffentlich-rechtlichen Auftrag.
  2. Agenda statt Aufklärung:
    Statt Berichterstattung verfolgt die BBC zunehmend ideologische Agenden – insbesondere gegen Israel, gegen Frauenrechte und zugunsten bestimmter identitätspolitischer Narrative. Journalismus wird zur politischen Waffe.
  3. Antisemitismus durch Sprache:
    Seit Jahren bedient die BBC anti-israelische Frames: Terroristen werden als „Aktivisten“ bezeichnet, Hamas-Propaganda unkritisch übernommen. Das zerstört Glaubwürdigkeit und fördert antisemitische Ressentiments in der Gesellschaft.
  4. Die „Trans-Agenda“ als neues Dogma:
    BBC-Redaktionen haben sich aktiv an der Diskreditierung von Frauenrechtspositionen beteiligt – exemplarisch im Fall J.K. Rowling. Kritik an Transaktivismus wird als Hass diffamiert, Meinungsfreiheit durch moralische Erpressung ersetzt.
  5. Ideologischer Korridor statt Pluralität:
    Wer vom offiziellen Narrativ abweicht, wird ausgegrenzt. Die Vielfalt der Perspektiven – eigentlich Kernauftrag eines öffentlichen Mediums – wird durch Redaktionsideologie ersetzt. Das ist institutionalisierte Zensur.
  6. Politische Moral ersetzt journalistische Kompetenz:
    Reportagen werden zunehmend nach moralischer Haltung statt nach Faktenlage bewertet. Emotionale Inszenierung tritt an die Stelle von Recherche, Betroffenheit ersetzt Urteilskraft.
  7. Verfall der Sprache:
    Begriffliche Manipulation (z. B. „pregnant people“ statt „women“) zerstört die semantischen Grundlagen demokratischer Verständigung. Wenn Wörter ideologisch umcodiert werden, verliert Wahrheit ihre Sprache.
  8. Verlust der institutionellen Selbstkontrolle:
    Dass erst ein Skandal um verfälschte Trump-Zitate zu Rücktritten führt, zeigt: Die BBC-Führung hat jahrelang versagt, interne Kritik zuzulassen. Verantwortung wurde systematisch vertagt.
  9. Demokratieschaden durch moralische Monopole:
    Öffentlich-rechtliche Medien, die ihre Deutungshoheit mit moralischer Überlegenheit verwechseln, untergraben die pluralistische Demokratie. Kritik wird nicht mehr argumentativ, sondern moralisch abgewehrt – das ist autoritär.
  10. Vertrauensverlust als Systemkrise:
    Wenn ein öffentlich finanzierter Sender Partei ergreift, verliert er seine Legitimation. Bürgerinnen und Bürger zahlen Gebühren für Propaganda – das zerstört das Vertrauen in Medien und Demokratie zugleich.

Schlussfolgerung laStaempfli:
Die Rücktritte von Tim Davie und Deborah Turness sind überfällig – aber sie kommen zu spät. Selbstkritik und Reform hätten vor Jahren einsetzen müssen. Die Redaktionen müssen sich ihrer Verantwortung stellen: nicht Aktivismus, sondern Aufklärung; nicht Haltung, sondern Wahrheit.ZDF und SRF sollten genau hinsehen: Auch dort herrscht ein Klima der ideologischen Selbstbestätigung. Wer Demokratie ernst nimmt, braucht Medien, die Pluralität leben – nicht redaktionelle Echokammern.
Zeit für eine Rundumerneuerung: weniger Belehrung, mehr Erkenntnis – und ja, einige Frühpensionierungen wären ein demokratischer Dienst