Die KI-Forensikerin Regula Staempfli im neuen Podcast “Die Podcastin”: Isabel Rohner und laStaempfli reden nach der Sommerpause über Frauen im Sport und welche Auswirkungen dies für die demokratische Grundverfassung unserer Länder hat. Sprechendes Denken vom 10. August 2026. Auf #Spotify #Apple oder überall sonst, wo Sie Ihre Podcasts kriegen.

Isabel Rohner und Regula Staempfli würden weit lieber über Literatur, Kunst, Musik, Filme und die Heldinnen der Geschichte sprechen als über „Frauen im Sport“. Oder gar über Trans-Fragen. Ganz ehrlich. Doch solange Frauen erklären müssen, dass sie Lebewesen sind und keine sprachlichen Konstruktionen, kommen wir an dieser Debatte nicht vorbei. Wo Wirklichkeit durch Definitionen ersetzt wird, gerät nicht nur die Freiheit der Frauen in Gefahr, sondern die Urteilskraft einer ganzen Gesellschaft. Solange das deutsche Selbstbestimmungsgesetz demokratische Verfassungen bricht, müssen wir uns mit einer totalitären Sprechakt-Ideologie auseinandersetzen, die in Medien, Universitäten und Politik – getragen von einer von der Realität abgekoppelten Elite – immer weiter an Boden gewinnt.

Hier ein Beispiel aus den USA: Nehmen wir Sophie Cunningham. Gross, blond, athletisch, witzig, eine der besten Basketballerinnen der Welt. Sie begeistert Mädchen und Frauen, Jungen und Männer. Genau deshalb ist sie den Frauenhassern ein Dorn im Auge. Schon bevor sie auf eine ganz normale Journalistenfrage antwortete, sie wolle, dass Mädchen und Frauen im Sport sicher seien, setzte die Kampagne ein. Deutsche Medien, allen voran FAZ und taz, machten aus ihr eine „MAGA-Barbie“ – obwohl sie keine Republikanerin ist, die Partei nicht gewählt hat und allein durch eiserne Leistung dorthin gekommen ist, wo sie steht. Kurz darauf foulte sie eine schwarze Spielerin so hart, dass Cunningham wieder ihre Zähne ausgeschlagen kriegte. Die schwarze Spielerin twitterte voller Freude über das weisse Privileg, dass hier halt mal angegriffen wurde. Selbst die Trainerin von Sophie Cunningham (sie wird wohl bald ihren Posten verlieren…) meinte, ach, das müsse man halt im Basketball aushalten. Hier zeigt sich das Muster in Reinform: Hass auf Frauen, verbunden mit Hass auf alles Normale, verbunden mit einer spaltenden Rassenideologie, die von Medien, Kulturindustrie und Universitäten unermüdlich verbreitet wird, zerstört unser Zusammenleben, zerstört die Errungenschaften von Frauen, zerstört unsere Demokratie. Hier liegt der Zusammenhang zwischen sogenannten Kulturfragen, Digitalisierung, Empörungspolitik und der realen Entrechtung von Frauen.

In den letzten Jahren wurden westliche Frauen genötigt, Burka, Hijab und Niqab als „Mode“ und Ausdruck von Freiheit zu akzeptieren. Gleichzeitig werden Mädchen und Frauen darauf trainiert, Prostitution als „Sexarbeit“ zu feiern – als wäre der Verkauf des eigenen Körpers stundenlang an fremde Männer eine Tätigkeit wie Ballett. Im gleichen Atemzug wird ihnen eingeredet, es gebe so etwas wie „Leihmutterschaft“. Es gibt sie nicht. Es gibt Frauen, die aus wirtschaftlicher Not vierzig Wochen lang ein Kind unter ihrem Herzen tragen, das ihnen danach weggenommen wird. Durch Sprechakte werden diese biopolitischen Vorgänge salonfähig gemacht. Eine ideologisch verblendete Elite in Kultur und Medien pumpt diese lebensfremde Propaganda unablässig in den öffentlichen Raum.

Deshalb müssen wir über Frauen im Sport reden. Wenn biologische Männer vor laufenden Kameras Frauen halbtot schlagen können und dafür mit Goldmedaillen belohnt werden, dann geht es nicht um Sport. Dann geht es darum, die mühsam erkämpften Errungenschaften von Frauen im Sport systematisch rückgängig zu machen.

Dies als Einleitung zum Podcast für alle, die Die Podcastin noch nicht kennen: www.diepodcastin.de Die Folge https://diepodcastin.de/2026/08/09/die-podcastin-mit-balls-isabel-rohner-und-regula-staempfli-uber-frauen-im-sport-faz-schrumpelgurke-blinde-flecken-bei-ronzheimer-pod-und-weshalb-sklavenmutterschaft-stichwort-jens-spahn-popul/ Hier das Audio direkt:

“Alle Menschen haben das Recht, gleich zu zählen.” Regula Stämpfli über die Demokratisierung der Digitalisierung.

Demokratisierung der Digitalisierung von Regula Stämpfli mit Selfie im Kunstmuseum Bern.
Demokratisierung der Digitalisierung von Regula Stämpfli mit Selfie im Kunstmuseum Bern.

Nicht die Demokratie muss digitalisiert werden, sondern die Digitalisierung demokratisiert. Alle Menschen haben das Recht, gleich zu zählen – wie alle Menschen vor dem Gesetze gleich sind. Was im realen Leben verboten ist, darf auch digital nicht erlaubt sein. No Data without Representation. Wer nicht gezählt wird, verschwindet. Codes sind nie neutral, sondern die neuen Schriftsetzer eines digitalen Pharaonenreichs.

Darüber müssen heftige Diskussionen geführt werden. Am Beispiel der Leihmutterschaft, der sog. Sexarbeit und der totalitären Transaktivisten (die mit Transsexuellen meist kaum Berührung haben) zeigt sich, dass mit der digitalen Revolution die REALE BIOLOGIE (natürlich immer die von Frauen, das ist seit Jahrtausenden so, dass Frauenkörper zurechtgeschnitten werden entlang der herrschenden Ideologien), zur Projektionsfläche technischer Kontrolle wird.

Deshalb muss der Graben zwischen codierten Fiktionen und der Wirklichkeit reflektiert und immer als Dazwischen demokratisch gestaltet werden. Handeln verlangt nach Anwesenheit.

Gedanken in der Vorbereitung für einen Podcast zur Zukunft der Digitalisierung, 17.7.2025.

CV laStaempfli Kurz: Regula Stämpfli studierte Staats- und Verfassungsrecht und Geschichte an den Universitäten Bern, Zürich und Berlin; ihre Masterarbeit beschäftigte sich mit der diplomatischen Anerkennung Chinas im Kalten Krieg. Die Algorithmen-Expertin bei der Bertelsmann-Stiftung hat ihren PhD über Geopolitik und Gender 1914-1945 verfasst, erhielt den ersten Fakultätspreis der Universität, durchlief die akademische Karriere, machte sich in den Nullerjahren als Medienunternehmerin selbstständig. In dieser Funktion berät sie die EU, Organisationen & Verbände, gründete die öffentlichen #HannahArendtLectures an der HSG (die sie selber leitet), schreibt Leitartikel und Kolumnen für Medien im deutschsprachigen Raum und ist Verfasserin von neun Monographien im Sachbuchbereich. Ihr gehören drei Podcasts als Co-Host Die Podcastin, ArtisapieceofCake.Art und der Futurepodcast.

 

Regula Stämpfli: Das Verschwinden des Wortes “FRAU” ist kein linguistisches, sondern ein politisches Thema.

Regula Stämpfli diskutiert in von ihr gegründeten #HannahArendtLectures an der Universtität St. Gallen HSG die totalitären Elemente der Zeitgeschichte an aktuellen Beispielen. Die Auflösung von Wirklichkeit und menschlicher Erfahrung sind Kernelemente totalitärer Politik. Die medial, kulturell und durch die neuen Selbstbestimmungsgesetze in den westlichen Medien in den sozialen Netzwerken durch Gewalt initiierte “Cancel Women”-Unkultur entspricht neuen totalitären Elementen der #Sprechakttheorie (copyright Regula Stämpfli, die Judith Butler auf den Punkt bringt). “Mensch, gelesen als Frau” ist eine Fremdbestimmung aller Frauen. Regula Stämpfli wehrt sich als irgendwas gelesen zu werden. Punkto Machtpolitik fehlt in der medialen Analyse, dass sich der Kampf der Aktivist*innen im Netz, befördert durch die Codes in den sozialen Medien, siehe dazu die Schriften von Regula Stämpfli, dass es in erster Linie darum geht, Frauen als Frauen auszulöschen. Hier ein aktueller Beitrag der TWITTERSPHÄRE.

Tragisch ist, dass im deutschsprachigen Diskurs kaum Politphilosophinnen zu Wort kommen. Denn es geht beim Thema “Frau” um Enteignung, Sexismus, Unterdrückung, Unsichtbarmachung bei gleichzeitigen politphilosophischen Wandel.

https://twitter.com/laStaempfli/status/1547148606427353091?s=20&t=FQrIplFwHVeVzHxYO9Tetw

Hier nochmals die beste #diepodcastin Folge zum Thema #Sprechakt by laStaempfli und Rohnerin:

https://twitter.com/diepodcastin/status/1543936878231130113?s=20&t=FQrIplFwHVeVzHxYO9Tetw

Eine Sichtart-Vorlesung von Regula Stämpfli bei Elisabeth Sechser in Wien: Über Digitale Transformation, Sprechakte, Punktesysteme und Demokratie. 29.6.2022.

Anmelden zur Veranstaltung n Wien live 29.6.2022 bei diesem Link: https://www.sichtart.at/die-digitalisierung-demokratisieren/

“Die Dekonstruktion aller Zusammenhänge in verwertbare Daten transformiert alles Leben und alle Grundpfeiler der Demokratie zu einem Datenverarbeitungsprozess. Der demokratische Prozess besteht im Gegenteil dazu nicht aus fragmentierten Codes, sondern konstituiert sich aus dem Zusammenhang. E-Demokratie entpolitisiert Demokratie ebenso wie die Umfragedemokratie, die Meinungen vermisst und dies dann Willensbildung nennt. Demokratie ist in einem Freund-Feind-Schemata oder Ja/Nein-Aktionismus nicht überlebensfähig, da der Kern der Demokratie eben auf dem Aushandeln aller Positionen zum Allgemeinwohl beinhaltet.” Regula Stämpfli