laStaempfli: Transformation und Elektromobilität. Strom oder Nicht-Strom? Antwort: Raus aus der Stadt, rein ins nachhaltige Wohnen.

laStaempfli: “Zukunft gestalten bedeutet nicht Zukunft technisch aufzurüsten, das auch, aber vor allem Welt, Technik, Politik und Kultur in Resonanz miteinander bringen. E-Mobilität kann Teil einer nachhaltigen mobilen Gesellschaft, deren Bullshit-Jobs-Anteil & Comuting dank Homeoffice & urbanen Infrastrukturen massiv gesunken sind. Gleichzeitig ist klar: “Das neue Normal” muss endlich einer Transformation weichen.”

Am 20. April präsentierte Regula Stämpfli den ID FahrerInnen die Zukunft der Mobilität im “the square” in einem exklusiven Event. Wie versprochen schaltet Dr. Regula Stämpfli auf der Homepage eine PWP-Präsentation zum Thema auf. Am Event selber sprach sie frei und interaktiv mit dem Publikum. Hier finden sie auch ein paar Bilder vom Event, organisiert von AMAG Import AG Volkswagen.

HIER DIE PWP

„Strom oder Nicht-Strom – das ist hier die Frage“ . Ein Vortrag zur Zukunft von Mobilität, Politik, Gesellschaft der Politphilosophin Dr. Regula Stämpfli, HSG #HannahArendtLectures/ Bestsellerautorin/ Podcaster. Die Diskrepanz zwischen Diskurs und Wirklichkeit ist nirgends so gross wie in der Mobilität. Seit Jahren wird das Auto totgeredet – die normale Diesel- und Benzinschleuder sowieso, doch gleichzeitig wachsen die Verkaufsraten für die SUVs, deren Aussehen und Ausstattung eher für die Elefantenjagd, denn für einen Shoppingtrip in der City gestaltet sind. Die Golfklasse wurde in den letzten Jahren sage und schreibe 1400 Kilo und aufwärts getrieben, SUVs schaffen locker zwei Tonnen. Je nach Akku kommen locker noch 500 Kilo dazu. Ganz realistisch? Wer in der Stadt wohnt und mit der Familie Ferien machen will, nimmt sich einen wunderbaren E-Leihwagen oder fährt mit dem Zug. E-Mobilität hat grosse Gegenwart und Zukunft schon beim Lieferverkehr, das Land bleibt ein Problem, da ist nicht nur E-Mobilität gefragt, sondern ganz neue Stadt- und Dorfkonzeptionen, Stichwort Urbanisierung. Raus aus der Stadt, rein ins nachhaltige Wohnen sind hier die wesentlichen Stichworte. Knackpunkte bleiben Energie – sie ist selten klimaneutral und falls, landen wir beim Atomstrom und allfällige Supergaus inbegriffen. Auch Gasleitungen potenter Autokraten oder Geschlechter-Apartheidsstaaten wie Saudi-Arabien sind nicht besonders sexy. Deshalb lohnt es sich hier, die Mobilität, nicht nur die E-Mobilität ganz anders zu denken, denn wer Zukunft wirklich gestalten will, muss sich in andere Denkmuster begeben und hier lädt sie Regula Stämpfli auf eine ganz besondere Reise ein.

Hier einige Verweise auf Artikel von Regula Stämpfli zum Thema: https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/06/GzD_Gastbeitrag_Regula-Staempflli_traumhaus.pdf

Das grosse Datenloch in der Demokratie https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf

Das grosse Datenloch gibt es von Regula Staempfli auch auf englisch.

http://ta-swiss-futurepodcast.online/introduction-big-democracy-data-gap-von-regula-staempfli

Regula Stämpfli Hannah Arendt-Lectures HSG, Universität St. Gallen: “Hannah Arendt revisited. Elemente und Ursprünge digitaler Auflösung der Wirklichkeit. Erste Vorlesung: 7. April 2022.

Hannah Arendt (1906-1975) gilt zu Recht als die bedeutendste Denkerin des 20. Jahrhunderts. Keine andere Politphilosophin, kein anderer Intellektueller, schon gar nicht Theodor W. Adorno – hier die Privatfeindschaft der Beiden wiederaufgenommen – hat die Zeitgeschichte schreibend, denkend, lebend analysiert und leitet derart demokratisch zum politischen Handeln an wie die geborene Deutsche, Jüdin und US-Amerikanerin. In der ersten Vorlesung beschäftigt sich Regula Stämpfli mit der Biographie von Hannah Arendt – ein Leben, das Geschichte, Politik, Philosophie, Soziologie, Existentialismus, Weltentwurf gleichzeitig ist. laStaempfli – so ihr TWITTERName – erzählt über die zunehmende Verlassenheit von Menschen in totalitären Systemen und darüber, wie Hannah Arendt diese persönlich und politisch zu überwinden lehrt. Schreiben Sie sich ein bei http://hsg.events/oeffentlichesprogramm. Dort finden Sie eine komplette Übersicht aller stattfindenden Vorlesungen und können sich für beliebig viele Vorlesungen anmelden. Für die Online-Vorlesungen über Zoom erhalten Sie nach der Registrierung automatisch Zugang zu den Teilnahmelinks. Sollten Sie hierzu Unterstützung brauchen, kontaktieren Sie gerne das Team des öffentlichen Programms unter 071 224 33 39. Die Hotline steht Ihnen jeweils Dienstag und Mittwoch von 9 bis 11 Uhr zur Verfügung. Es gibt einen Semesterpass. Der Semesterpass kostet zwanzig Franken und berechtigt zum Besuch aller öffentlichen Vorlesungen während des ganzen Semesters. Den Einzahlungsschein, der zugleich als Semesterpass dient, liegt dem Programmheft bei.

Regula Stämpfli Truth in the Age of Digital Reproduction
Regula Stämpfli: Truth in the Age of Digital Reproduction
https://hsg.events/oeffentlichevorlesungen/vorlesungen/hannah-arendt-revisited-elemente-und-urspruenge-digitaler-aufloesung-der-wirklichkeit/

Hannah Arendt revisited: Elemente & Ursprünge digitaler Auflösung der Wirklichkeit. Regula Stämpfli an der HSG – Vorlesung, ab 7.4.2022.

Hannah Arendt Briefmarke Commons
Die Kombination von «monokausalen Narrativen» und «virologisch basierter Datenhoheit» habe ein «Zeitalter der totalen Gewissheit» geschaffen, schreibt die Politikwissenschafterin Regula Stämpfli. Die Urteilskraft gegenüber Richtig und Falsch sei auf der Strecke geblieben.Regula Stämpfli am 9.5.2020 in der NZZ.

Hannah Arendt revisited: Elemente und Ursprünge digitaler
Auflösung der Wirklichkeit
von Regula Stämpfli an der HSG – Universität St. Gallen.

Für 20 SFr. die Vorlesung hören, für 20 SFr. die Bücher von Regula Stämpfli nachlesen.

Politische Philosophie: Diese Vorlesung beschäftigt sich mit Fiktionen, technischer Reproduktion,
Digitalisierung und der «Eroberung der Welt durch Narration und Zahl» auf den
Spuren Hannah Arendts. Die Kombination von «monokausalen Narrativen» und
«automatisierter digitaler Reproduktion» erschafft ein neues «Zeitalter der totalen
Gewissheit», analysiert die Politphilosophin Stämpfli, die durch diese Vorlesung
führt. Die Urteilskraft gegenüber richtig und falsch bleibt dabei oft auf der
Strecke. Wir gehen in der Vorlesung unterschiedlichen Beispielen nach, die «den
Verstand mit Argumenten so bezaubern» (Hannah Arendt), damit der öffentliche
Diskurs nur noch den Meinungen und nicht mehr der Information dient.
Das Medium der Digitalisierung ist nicht nur die Message, sondern mehr und
mehr totalitäre Ideologie. Datenpakete «beweisen» gegenüber der Wirklichkeit
bald diese, bald jene Meinungen, so dass sie oft gar nichts mehr «wirklich»
erklären. All dies macht die Existenz von uns als Bürgerinnen und Bürger, als
Weltangehörige eines undurchsichtigen, datenbasierten Systems, fragil.
Donnerstag, 18.15 bis 19.45 Uhr, Online (Podcast)

Regula Stämpfli im “Nebelspalter-Talk” mit Dominik Feusi am 24. Februar 2022 im Féderal.

“Vor Empörung haben wir die Geopolitik vergessen” – Die Politphilosophin Regula Stämpfli im Feusi Fédéral, Ep. 43 vom 24.2.2022. Nachzuhören & zu sehen (Schweizerdeutsch) auf https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=MyhpcBF5MlQ oder via Nebelspalter: https://nebelspalter.ch/regula-staempfli-vor-empoerung-haben-wir-die-geopolitik-vergessen-feusi-federal,-ep-43

https://twitter.com/feusl/status/1497257422779564035?s=20&t=Z4w4hVDOiSn01VK7LYAkHg
Feusi Fédéral, Ep. 43. 24.2.2022 am Tag der russischen Invasion in der Ukraine.

Die Historikerin und Politikwissenschaftlerin über die russische Invasion der Ukraine, den Zustand Europas und warum Meinungen die Wirklichkeit verdrängt haben. Die Ukraine wird von Russland mit Panzer und Raketen angegriffen. Was ist da passiert? «Die westlichen Demokratien haben kein Ziel», findet Regula Stämpfli. Sie dächten immer nur von Wahl zu Wahl, vor allem in Deutschland. «Die westlichen Demokratien weigern sich, politische, strategische und militärische Antworten auf Geopolitik zu formulieren.» Warum hält sich Putin an keine Regeln der internationalen Gemeinschaft? «Weil er kann, er hat die Rückendeckung von China.» Auch die Schweiz habe die geopolitische Situation unterschätzt. Besonders als Feministin sei ihr klar, wie wichtig die Sicherheit sei. Das bedeute auch die Versorgung mit Gütern und mit Energie. «Putin will in die Geschichte eingehen, ‘Make Russia Great Again’», das sei sein Motto. «Nur wir in Europa haben gedacht ‘Friede, Freude, Eierkuchen’.» Regula Stämpfli kritisiert aber auch US-Präsident Joe Biden. Seine schwache Aussenpolitik sei eine Einladung an Putin gewesen. «Der Einmarsch in der Ukraine ist auch die Folge seines überstürzten Abzuges der Amerikaner aus Kabul.» Stämpfli beobachtet generell: «Die Linken haben die besseren politischen Ideen, aber das schlechtere Personal; die Rechten haben die viel schlechteren Ideen, aber das anständigere Personal.» Regula Stämpfli findet, die Schweiz solle bei Sanktionen nicht mitmachen, um vermitteln zu können. «Das wäre eine dringende strategische Position, gerade, weil die Schweiz weltweit tätige Firmen beherbergt.» Die Wirtschaft möge den krieg nicht. Die Reaktionen aus den westlichen Regierungen auf den russischen Einmarsch bereiten ihr Sorge: «Wir haben einerseits einen realen Krieg, aber keine Haltung, was richtig und was falsch ist.» Für die Regierungen sei nur wichtig, welche Worte sie brauchten und wie sie kommunizierten. «Sie schauen nur auf die Akzeptanz bei den Medien, statt auf die Lösung des Konflikts.» «Die Wirklichkeit spielt dann keine Rolle mehr, nur noch der Sprechakt. Das ist die grosse Tragik des 21. Jahrhunderts.» Es sei pervers, dass wir heftigste Diskussionen führten, was eine Frau und was ein Mann sei, gleichzeitig würden Millionen Frauen vergewaltigt, gesteinigt und ermordet werden. «Das sind mit Hannah Arendt gesprochen ‘Meinungen auf Kosten der Fakten’.» Der Westen setze irrelevante Themen auf die Agenda, und verpasse, was Demokratien ausmache. «Wir haben ein Europa, das total am Boden liegt, wir haben eine defätistische amerikanische Aussenpolitik. Wir haben eine politische Diskussion auf Kosten der Zusammenhänge.» Lichtblick sind für sie die letzten Abstimmungen in der Schweiz. «Der 13. Februar war ein guter Tag für die Demokratie», findet Stämpfli, «weil das linke Mediengesetz und die rechte Vorlage über die Streichung der Emissionsabgabe beide abgelehnt worden sind.» (Link zum Artikel). «Das ist ein Zeichen gegen die Polarisierung.» Das zeige eine andere Wirklichkeit, als von Umfrageinstituten und Politikwissenschaftlern immer gezeichnet werde. Die Beobachtung bringt Stämpfli wieder zur russischen Invasion der Ukraine zurück: «Vor lauter Schreien und Empörung über unwichtige Themen haben wir die Geopolitik ausser Acht gelassen.»

Was ist “Moral”? Regula Stämpfli antwortet mit #HannahArendt, respektive ihrer Übersetzung ins 21. Jahrhundert.

“Politik ist nicht Moral. Politik definiert sich durch ÖFFENTLICHKEIT, in der über politische Handlungen und nicht über SEINS-Zustände debattiert wird. Das 21. Jahrhundert kennzeichnet sich durch fiktionale Paradigmenwechsel, die konträr zum politischen Verständnis und damit gleichzeitig konträr zur demokratischen Grundlage all unserer westlichen Verfassungen stehen. In der Auseinandersetzung um “Raubkunst” geht es nicht um Moral, sondern um politische Verantwortung.” Zitat Regula Stämpfli, laStaempfli, Politphilosophin mit Hannah Arendt revisited.