Regula Stämpfli: “Nicht Roboter sind das Problem, sondern die Maschinenwerdung des Menschen.” Gewohnheiten ändern. Diesmal punkto “politisches Denken”: Amazon. Wikipedia, Google: “Sex, Katzen & Diäten.”

“Der Mensch ist frei geboren und überall knechten sie die Daten” – mit diesem Spruch leitet laStaempfli ihre Vorträge zu Menschenbildern ein. Jedes politische System zieht seine Kraft aus Gewohnheiten. Diese definieren und stützen Systeme. James Clear beschreibt in “Atomic Habits”, wie unser aller Leben durch Rituale, nicht in Frage gestellte Abläufe wie sich wie von selber erledigt. So geht es auch politischen Systemen. Schlechte Gewohnheiten, Rituale, Legitimationen automatisieren sich derart, dass es schwer ist, sie zu durchbrechen. Doch wie wir von James Clear wissen, selbst kleine Schritte, selbst minimalste Veränderungen haben revolutionäre Wirkung. Politisches Denken will geübt sein, es braucht Gewohnheit. Diese ermöglichte ich über 15 Jahre in den grossen Tageszeitungen der Schweiz: Mit meinen Kolumnen. Die Artikel sind heute ebenso gültig wie damals – als Denkerin avant la lettre – erscheinen sie vielleicht Einigen erst jetzt gültig. Deshalb ist “Sex, Katzen und Diäten” – ein Titel der nach Google so formuliert wurde und tatsächlich hoch ratet – eine politische Gewohnheit, eine Veränderung vom Feinsten.

Sie ärgern sich über das N-Wort, also nicht, dass es endlich WIRKLICH EIN ABSOLUTES NO GO IST, sondern darüber, dass es ein zutiefst rassistisches, schrecklich menschenverachtendes Wort mit einem ganzen Gewohnheitssystem dahinter ist? Dann hören Sie doch bitte zu. Meine Denkanstösse sind alphabetisch geordnet und beginnen bei N wie Zuhören. §Wenn das Herz beim Sprechen bricht, sind Rassismus, Abwertung und Scham nicht weit. Mediale Debatten über die Verwendung von örtern reissen nicht nur neue Wunden auf, sondern verstärken meist den Hass auf allen Seiten. Dabei wäre es so einfach, wie Hannah Arendt dies auch meinte: “Stop and think.” Zuhören und Zulassen. Dass die Medien dabei konträr funktionieren, ist erstaunlich: Allein die NZZ spukt zum Begriff “politische Korrektheit” nur auf der Mediendatenbank der Schweiz über 219.969 Resultate aus. Dies entspricht fast 603 Nennungen zur politischen Korrektheit. Dieses Phänomen nenne ich (laStaempfli für die Maschine): Automatisch repetierter Bullshit in der Mediendemokratie. Was mich zu den Bullshitjobs von David Graeber bringt, schon davon gehört? Well, Sie finden alles in “Sex, Katzen und Diäten”, wo es klar wird, wie “Ordnung und Reinheit den barbarischen Nexus” konstruieren.

Sex, Katzen und Diäten. Die politische Denkschule von Regula Stämpfli. Bestellen am schnellsten auf Amazon. Eigentlich verweise ich immer auf die Buchhändlerinnen und Buchhändler, doch seitdem diese von meinen einflussreichen Trolls im Tages-Anzeiger-Verlag davor gewarnt wurden, auch nur EIN Buch von mir anzubieten und die Männerclique rund um den Tagi sämtliche Rezensionen meiner Bücher unterdrückt haben, selbst SRF macht eine Sendung zum Thema Trumpism, ohne mich, die Erfinderin dieses Begriffs einzuladen, verweise ich gerne auf Amazon, obwohl meine Bücher das Unternehmen aufs Schärfste angreifen, ich aber dadurch meine Bücher verkaufen kann. “Es gibt kein richtiges digitales Leben in den falschen medialen Autocompletes” – dies wissen gerade Frauen.
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Hier der neue Podcast dazu https://diepodcastin.de/2023/02/11/diepodcastin-liest-isabel-rohner-regula-staempfli-uber-virginia-woolf-kerstin-ehmer-melanie-raabe-louise-f-pusch-nellie-bly-and-elizabeth-bisland-nele-neuhaus-andrea-wulf-katy-hessel/

Und ja: Bestellen Sie “Sex, Katzen und Diäten” und Trumpism und laden Sie Regula Stämpfli als charismatische Rednerin ein. Meine Bücher sind so verfasst, um Sie gross zu machen, nicht mich. Denn wenn mehr Menschen Gewohnheiten demokratisch machen, umso besser für die Demokratie.

Die #HannahArendtLectures von Regula Stämpfli: Krieg als Politik, Universität St. Gallen, HSG 2023.

Krieg, so die Erkenntnis, bleibt auch im 21. Jahrhundert der ständige Begleiter der Menschen. In der Vorlesungsreihe widmen wir uns den letzten 23 Jahren Weltgeschichte, um die zeitgeschichtliche Dimension von Krieg besser fassen zu können. Digitalisierung, Atomwaffen, Klimawandel, Gender, Fake News, Propaganda, Identität prägen Narrative und Phänomene, die für die moderne Staatenlenkung und Kriege konstitutiv sind. Die Vorlesungsreihe zu „Krieg als Politik“ ist dem Denken Hannah Arendts gewidmet, die Politik und politisches Handeln als wesentlichen Bestandteil demokratischer Gesellschaften definiert und welche die, der Demokratie und Freiheit zuwiderlaufende Bestrebungen, benennt: Krieg ist Ausdruck von Weltverlust zugunsten herrschender Ideologien. Die Vorlesungsreihe „Krieg als Politik“ verbindet, wie bei allen bisherigen „Hannah Arendt Lectures“, wichtige Themen der Gegenwart mit der Denkerin avant la lettre.

#HannahArendtLectures von Regula Stämpfli gehen in ihr sechstes Jahr.
Hier der Link zur Broschüre ÖFFENTLICHE VORLESUNGEN HSG, UNIVERSITÄT ST. GALLEN. https://issuu.com/universityofstgallen/docs/hsg_oev_programm_a5_01_2023_v06_web?fr=sMzdhMDQyODc4MDU

Regula Stämpfli: “Der Mensch ist kein Jahrgangs-, Kilo- und Zentimeterverhältnis.” (2007) Update von Bethany Hamilton 11.2.2023.

Der Tages-Anzeiger titelt: «Bin ich nur eine Hormonzahl?» Die amerikanische Topathletin will nicht mehr an Wettkämpfen antreten, wenn daran auch Transgender-Frauen zugelassen sind.

Denken ohne Geländer impliziert auch, VOR allen Anderen, gesellschaftliche-politische Trends zu antizipieren, einzuordnen und demokratische Konzepte weiterzudenken, um die Demokratien zu retten und weltweit zu verteidigen. Von 2003 bis 2007 schrieb ich an der Mediendemokratie und entwickelte die #HannahArendtLectures, die ich ab 2018 an der HSG, Universität St. Gallen leite und jedes Jahr durchführe.

Das Werk ist umfassend und wartet seit fünf Jahren darauf, neu aufgelegt zu werden: Die Tagesgeschäfte halten laStaempfli davon ab; nicht zuletzt weil sie nebenbei drei Kinder aufzog, über zehn Jahre die wichtigsten Politkolumnen für den deutschsprachigen Raum produzierte, sondern seit der Pandemie auch fünf Podcasts leitet, teils co-leitet, wie #diepodcastin, zusammen mit der fabelhaften Isabel Rohner.

Wäre Regula Stämpfli ein Mann, würde spätestens 2023 die Avant-Garde ihres Denkens gefeiert. Oder ereilt sie das Schicksal vieler feiner Menschen, die erst nach ihrem Tod so richtig in Fahrt kommen. “MÜSSEN FRAUEN ZUERST STERBEN, UM GEHÖRT, GESEHEN UND VERSTANDEN WERDEN?” Well: Ich bin sehr dankbar, dass ich überhaupt die Freiheit zur Freiheit habe. In Anbetracht der wachsenden Misogynie und der schwachen Haltung des Westens gegenüber allen Demokratiebewegungen – Arabischer Frühling 2011, Hongkong 2019 und jetzt Iran 2022 – teile ich meine Stimme für all die Unterdrückten dieser Welt. Und weise nur ab und an darauf hin, dass wir vielleicht viel weiter wären, gerade punkto Kommunikation und digitalen Revolutionen, wenn mehr auf Frauen gehört würde.

Aktuelle Tagesgeschäft: Surferin weigert sich gegen Transfrau anzutreten.

Regula Stämpfli hat Chat GPT gebeten, einen Artikel über Bethany Hamilton zu schreiben. Dabei kommt heraus, dass Chat GPT zu allen Artikeln gegenüber Transthemen entweder nicht updated oder sich weigert, dazu Texte zu verfassen, da “Chat GPT keine politischen Slogans verfasst.” Beispiele werden für eine Kunstaktion von laStaempfli gesammelt. Dies verweist auf den Artikel von laStaempfli zum grossen Datenloch: