NFT im STANDARD – Vom Papier zur Blockchain: Ein Gespräch mit Gernot Schmidt-Schmiedbauer von artcare: Interviewerin Dr. Regula Stämpfli.

Der Standard und artcare.at überlegten sich für die 10.000 Jubiläumsausgabe etwas ganz Besonderes: Meta Citizen von 3893 gewann. Im Gespräch zwischen Gernot Schmidt-Schmiedbauer und Regula Stämpfli erfahren Sie viel über Finanzhandel, Kunstmarkt, Digitalisierung und NFTs. Der Talk wurde für die SAGW und artisapieceofcake.art konzipiert.

Hier stellt sich Gernot Schmidt-Schmiedbauer den Fragen mit Regula Stämpfli zum Thema der Digitalisierung der Kunst. Die Kunstplattform artcare.at, für die Regula Stämpfli seit 2021 im Kuratorinnen-Team für „The most wanted Female Art Auction“ Einsitz nimmt, war eine der ersten Plattformen, die den jungen Künstlerinnen und Künstlern digital und analog die Möglichkeit gab, ihre Werke direkt zu versteigern.

Gernot Schmidt-Schmiedbauer erzählt von seiner Karriere in der Finanzbranche und seinem Wechsel in die Kunst zur Kunstplattform artcare.at.

Aufgrund der Geschichte von artcare.at war es nur folgerichtig, dass DerSTANDARD, die grösste österreichische Tageszeitung, nach dem us-amerikanischen Vorbild eine BENEFIZ-Versteigerung zur 10.000 Ausgabe mit NFTs durchführte. Diese Auktion fand als Online-Versteigerung am 22. Jänner 2022 09.00 Uhr statt und lief bis 5. Februar 2022 21.00 Uhr. Das Siegerbild sollte es auf die Titelseite der Jubiläumsausgabe des STANDARD schaffen.

Gewonnen haben Michele die Modugno, der als freier Grafikdesigner in Wien arbeitet und die 1938 geborene Künstlerin Elisabeth Prantner, dessen Grossmutter. „Meta Citizen“ zierte die Jubiläumsausgabe (Bild oben). Unter ihrem Künstlernamen 3893 arbeitete das Künstlerduo – als Zusammensetzung ihrer Jahrgänge – schon länger mit NFT, weil die Technologie fasziniert. Regula Stämpfli plant in dieser Plattform des FUTUREPODCAST ein Gespräch mit den GewinnerInnen.

„Meta Citizen“ von 3893. Caspar David Friedrichs „Wanderer der Zukunft über dem Nebelmeer“ blickt in die digitale Zukunft – und sucht nach Wahrheit – so beschreibt es DerStandard in der Ausschreibung.

Hier erzählt Gernot Schmidt-Schmiedbauer über die Auktion und bespricht die Möglichkeiten und Grenzen der Kunstplattformen, des Finanz- und Kunsthandels sowie der neuen digitalen Märkte. Angesichts des NFT-Hypes ist dieses Gespräch eine perfekte Einleitung zur Blockchain-Technologie und was diese für den nationalen wie globalen Kunstmarkt bedeutet. In einer weiteren Folge wird die Politphilosophin Dr. Regula Stämpfli die Geschichte der NFT für die Hörerinnen und Hörer des Futurepodcast zusammenfassen. Hier der Link zum Talk: http://ta-swiss-futurepodcast.online/nft-im-standard-vom-papier-zur-blockchain-ein-gespraech-mit-gernot-schmidt-schmiedbauer

Regula Stämpfli im “Nebelspalter-Talk” mit Dominik Feusi am 24. Februar 2022 im Féderal.

“Vor Empörung haben wir die Geopolitik vergessen” – Die Politphilosophin Regula Stämpfli im Feusi Fédéral, Ep. 43 vom 24.2.2022. Nachzuhören & zu sehen (Schweizerdeutsch) auf https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=MyhpcBF5MlQ oder via Nebelspalter: https://nebelspalter.ch/regula-staempfli-vor-empoerung-haben-wir-die-geopolitik-vergessen-feusi-federal,-ep-43

https://twitter.com/feusl/status/1497257422779564035?s=20&t=Z4w4hVDOiSn01VK7LYAkHg
Feusi Fédéral, Ep. 43. 24.2.2022 am Tag der russischen Invasion in der Ukraine.

Die Historikerin und Politikwissenschaftlerin über die russische Invasion der Ukraine, den Zustand Europas und warum Meinungen die Wirklichkeit verdrängt haben. Die Ukraine wird von Russland mit Panzer und Raketen angegriffen. Was ist da passiert? «Die westlichen Demokratien haben kein Ziel», findet Regula Stämpfli. Sie dächten immer nur von Wahl zu Wahl, vor allem in Deutschland. «Die westlichen Demokratien weigern sich, politische, strategische und militärische Antworten auf Geopolitik zu formulieren.» Warum hält sich Putin an keine Regeln der internationalen Gemeinschaft? «Weil er kann, er hat die Rückendeckung von China.» Auch die Schweiz habe die geopolitische Situation unterschätzt. Besonders als Feministin sei ihr klar, wie wichtig die Sicherheit sei. Das bedeute auch die Versorgung mit Gütern und mit Energie. «Putin will in die Geschichte eingehen, ‘Make Russia Great Again’», das sei sein Motto. «Nur wir in Europa haben gedacht ‘Friede, Freude, Eierkuchen’.» Regula Stämpfli kritisiert aber auch US-Präsident Joe Biden. Seine schwache Aussenpolitik sei eine Einladung an Putin gewesen. «Der Einmarsch in der Ukraine ist auch die Folge seines überstürzten Abzuges der Amerikaner aus Kabul.» Stämpfli beobachtet generell: «Die Linken haben die besseren politischen Ideen, aber das schlechtere Personal; die Rechten haben die viel schlechteren Ideen, aber das anständigere Personal.» Regula Stämpfli findet, die Schweiz solle bei Sanktionen nicht mitmachen, um vermitteln zu können. «Das wäre eine dringende strategische Position, gerade, weil die Schweiz weltweit tätige Firmen beherbergt.» Die Wirtschaft möge den krieg nicht. Die Reaktionen aus den westlichen Regierungen auf den russischen Einmarsch bereiten ihr Sorge: «Wir haben einerseits einen realen Krieg, aber keine Haltung, was richtig und was falsch ist.» Für die Regierungen sei nur wichtig, welche Worte sie brauchten und wie sie kommunizierten. «Sie schauen nur auf die Akzeptanz bei den Medien, statt auf die Lösung des Konflikts.» «Die Wirklichkeit spielt dann keine Rolle mehr, nur noch der Sprechakt. Das ist die grosse Tragik des 21. Jahrhunderts.» Es sei pervers, dass wir heftigste Diskussionen führten, was eine Frau und was ein Mann sei, gleichzeitig würden Millionen Frauen vergewaltigt, gesteinigt und ermordet werden. «Das sind mit Hannah Arendt gesprochen ‘Meinungen auf Kosten der Fakten’.» Der Westen setze irrelevante Themen auf die Agenda, und verpasse, was Demokratien ausmache. «Wir haben ein Europa, das total am Boden liegt, wir haben eine defätistische amerikanische Aussenpolitik. Wir haben eine politische Diskussion auf Kosten der Zusammenhänge.» Lichtblick sind für sie die letzten Abstimmungen in der Schweiz. «Der 13. Februar war ein guter Tag für die Demokratie», findet Stämpfli, «weil das linke Mediengesetz und die rechte Vorlage über die Streichung der Emissionsabgabe beide abgelehnt worden sind.» (Link zum Artikel). «Das ist ein Zeichen gegen die Polarisierung.» Das zeige eine andere Wirklichkeit, als von Umfrageinstituten und Politikwissenschaftlern immer gezeichnet werde. Die Beobachtung bringt Stämpfli wieder zur russischen Invasion der Ukraine zurück: «Vor lauter Schreien und Empörung über unwichtige Themen haben wir die Geopolitik ausser Acht gelassen.»

Regula Stämpfli: Die Konkordanz hat gewonnen: Weshalb der Abstimmungssonntag vom 13.2.2022 good news sind.

Regula Stämpfli in der Abstimmungsanalyse

Regula Stämpfli: Die Konkordanz hat gegen Trumpism & Polarisierung gewonnen.

Die Politologin Dr. Regula Stämpfli analysiert für den Klein Report den Abstimmungssonntag sowie die Kommentare von Journalisten, Pollsters und Regierung. 

Ihr Fazit: Die Stimmenden haben die Polarisierung satt. Eine Polarisierung, die offenbar Experten, Medien und Politiker weiter pushen wollen.

In Zeiten von «Trumpism» (laStaempfli), der politischen Polarisierung, die alle Menschen in ideologische Klickmaschinen umwandelt, verlieren Polit-Profis immer mehr das Augenmass. Die Korrespondentin der «Süddeutschen Zeitung» (12. Februar 2022) – der TX-Group mittels Kooperation eng verbunden – behauptet mit dem Politologen Adrian Vatter, dass «nur noch finanz- und zahlungskräftige Organisationen» das Sammeln von Unterschriften leisten können und «die Menge an Abstimmungen» die «Einheimische nerven» würde. 

Mit Verlaub, woher kommen derart absurde Interpretation? Weiterlesen auf http://www.kleinreport.ch/news/konkordanz-demokratie-durchs-stimmvolk-98912/

Isabel Rohner & Regula Stämpfli in ihrem feministischen Wochenrückblick: “Junge Dame” Baerbock, Taliban in Genf, neue Studie der malisa-Stiftung & böse(?) Frauen.

#diepodcastin medienkritisch: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über “junge Dame” Annalena Baerbock, mit inhaltlicher Kritik an der Aussenministerin Stichwort Israelbesuch, über den Talibanbesuch in der Schweiz, die neue Studie der malisa-Stiftung und böse Frauenfiguren.Isabel Rohner und Regula Stämpfli diskutieren zu Beginn das Eingangszitat: Ist das Leben “wie vorgestern” wirklich so schlimm & hat sich nicht manchmal die Gleichstellung von Frauen in den Rückwärtsgang gelegt? laStaempfli bringt zunächst “good news”: Die verstorbene Ikone und Neu-Erfinderin des Tanztheaters, Pina Bausch kann mit Tuasenden Fotos und Videos ihrer Inszenierungen nacherlebt werden: pinabausch.org – wunderbar.Dann kommen wir mit der Rohnerin zur goldenen Schrumpelgurke der Woche: Der mehrfach ausgezeichnete Journalist Christoph von Marschall war diese Woche im Morgenmagazin zu Gast und sollte dort ein Foto von Außenministerin Baerbock an der ukrainischen Frontlinie beschreiben. Er tat dies denkbar entlarvend: “diese junge Dame, die unsere Außenministerin ist”. Die Rohnerin findet: Erneut ein Beispiel dafür, dass insbesondere männlichen Journalisten die Sprache fehlt, wenn es um Frauen bzw. in diesem Fall um machtvolle Frauen geht. Oder haben Sie schon mal mitbekommen, dass von Jens Spahn oder Christian Lindner von “dieser junge Herr, der unser Gesundheits- bzw. Finanzminister ist” gesprochen wurde? Kein Zufall.laStämpfli weist klug darauf hin, dass es hier einzig um die Sprache geht und nicht um die Bewertung der politischen Arbeit der Außenministerin. Da gibt es, gerade mit Blick auf Ihre Besuche im Nahen Osten und ihre Twitterei nach ihrem Besuch bei Mahmud Abbas durchaus viele Punkte, die kritisiert werden müssen. Dies führt zum dunklen Teil dieser Folge, in der laStaempfli unter anderem auch die fehlende Sprache bezüglich Islamismus-Beurteilung von Taliban oder auch den Massenmördern in Paris geht: Es ist nicht einzusehen, wie MeToo in den westlichen Demokratien zu recht ein grosses Thema ist, gleichzeitig bei allen islamistischen Regimes so getan wird als gäbe es keinen Antisemitismus & Antifeminismus – diese Leerstellen schmerzen, ebenso wie der Auftritt der Aussenministerin in Palästina, gelinde gesagt, unglücklich war in laStaempflis Augen.

https://twitter.com/Rohnerin/status/1493129796599091200?s=20&t=bPSJh8_w-RlIeG7k4rhEQw

Der Übergang fällt der #diepodcastin schwer, doch sie schaffen es aus den Abgründen des industriellen Massenmordes damals und der Frauenvernichtungsregimes heute in der Medienkritik von heute anzukommen:Die Rohnerin berichtet über die neueste Studie der Malisa-Stiftung in Kooperation mit dem Lehrstuhl von Prof. Elizabeth Prommer von der Uni Rostock zur Repräsentanz von Frauen im deutschen Film. Die positive Nachricht: Seit der letzten Untersuchung ist die Repräsentanz von Frauen um 5 % gestiegen. Bei “zentralen Rollen” liegen Männer und Frauen inzwischen fast gleich auf (53 % Männer vrs. 47 % Frauen). Die schlechte Nachricht: Frauen werden nach wie vor vor allem jung, schlank und als Partnerin eines Mannes inszeniert. Während Männerfiguren erkennbare Berufe oder Hobbys haben, auch mal übergewichtig sein dürfen und auch mit über 50 noch präsent sind, fehlt diese Vielfalt bei Frauen komplett. Und je älter Frauen werden, umso mehr muss man sie auf den Leinwänden suchen. Isabel Rohner und Regula Stämpfli verweisen gerne auf den hervorragenden Artikel, den Silke Burmester hierzu auf zeit-online veröffentlicht hat (Link unten). Wir wollen viel mehr Vielfalt an Frauenfiguren!Das Bild zur Folge stammt aus der Ausstellung im schweizerischen Nationalmuseum: Menschen – in Stein gemeisselt: Eine über sechstausendjahrealte Frauenfigur, fotografiert von laStaempfli. Sichtbarkeit der Frauen – wunderbar, schon vor Tausenden von Jahren.

#diepodcastin: Isabel Rohner und Regula Stämpfli am 12. Februar 2022 über Annalena Baerbock & Medienimage, den Taliban-Besuch in Genf, die Leerstellen der Berichterstattung und die beiden klugen Frauen, die Rohnerin und laStaempfli sind sich wieder köstlich uneinig über Elena Ferrante.

Frau – in Stein gemeisselt. Berührend schön & sichtbar. Es gab sie schon immer: Die tollen Frauen.

die podcastin codiert: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Algorithmen, KI, die Wannsee-Doku, den Antisemitismus & Antifeminismus im linksliberalen TagesAnzeiger.

diepodcastin hochpolitisch: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über codierte Automatisierung, Wannsee-Konferenz Film & Deliberation, Sonja Rueff-Frenkel im TagesAnzeiger: Antisemitismus & Antifeminismus combined.

#diepodcastin codiert: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über codierte Automatisierung, Wannsee-Konferenz Film & Deliberation, Sonja Rueff-Frenkel im TagesAnzeiger: Antisemitismus & Antifeminismus combined. Webseite www.diepodcastin.de

Regula Stämpfli und Isabel Rohner analysieren einen Text zur Künstlichen Intelligenz, stellen die Sprachlosigkeit von mit Sprache gebildeten Männern fest und laStaempfli deren Leerstellen im Verständnis, was Algorithmisierung der Welt (Zitat von Regula Stämpfli) bedeutet. Zum einen verdeutlicht der Zeitungstext einem größeren Publikum, wie weit die bestehenden Textgeneratoren sind und dass sie inzwischen problemlos den sogenannten “Turing-Test” bestehen, LeserInnen also nicht mehr feststellen können, ob ein Text von einem Menschen oder einem Computer stammt. Gleichzeitig zeigt der Text, wie sehr Computer in männlichen Dimensionen zu agieren lernen – weil die Personen, die sie füttern bzw. mit ihnen Interviews führen, in männlichen Dimensionen denken. Auf Soltaus Fragen an die Maschine, “von welchem Autor” das Programm am meisten gelernt habe und “mit welchem Schriftsteller” es sich ehesten vergleiche, antwortet der Computer ausschließlich mit Männernamen. Es wäre interessant gewesen, welche Namen gekommen wären, hätte der Interviewer auch nach Autorinnen und Schriftstellerinnen gefragt – oder nach beidem. So wird das generische Maskulinum (wenn es denn eines war…) als biologisches verstanden. So männlich die Sprachwelt ist, so männlich bleibt die Welt, die Computer uns zurückspiegeln, meint laStaempfli. laStaempfli verweist auf die automatisierte Repetition und Rechensysteme, die fälschlicherweise “Intelligenz” genannt werden. Aus laStaempflis Artikel zu den Datenlöchern: “Democracy Data Gaps sind algorithmische Leerstellen, die für riesige demokratiefeindliche und sexistische Datenlöcher verantwortlich sind.” Hören Sie in DiePodcastin, der Wochenrückblick von Isabel Rohner & Regula Stämpfli.

 

Regula Stämpfli über #Ranking #Intellektuelle #Cicero: MÄNNERQUOTE REGIERT.

Regula Stämpfli entwickelte 2002 als ERSTE für FACTS das Politik- und Medienrating, das ihr von der SonntagsZeitung, Denis von Burg 2003 gestohlen wurde, obwohl die Abmachungen klar waren: laStaempfli hat das Rating entwickelt, sie kriegt bei jeder Publikation SFr. 3000.- & ein Interview. Das Politikrating wurde seither ständig publiziert, laStaempfli wurde seither NIE MEHR INTERVIEWT von SonntagsZeitung sowie die Gewinne aus dem Rating & die Vertragsabmachung nicht beglichen. Bis heute kommen die Medienmänner mit derartigen geistigen Eigentum, Copyright- und anderen Enteignungsstrategien von Frauen klar und easy davon. laStaempfli ist dies am ändern.

CICERO, das Magazin von RINGIER, das von FRANK A. MEYER initiiert wurde, veröffentlicht alle drei Jahre ein RATING DER 500 wichtigsten Intellektuellen. Das Rating wird durch strukturelle Enteignungsstrategien von Frauen und durch die auf allen Ebenen feststellbaren Männerquoten definiert. Oder in den Worten von laStaempfli: Mit dem Tippfehler “repegierte” statt “repetierte” Klischees, laach, aber wer sagt es denn: “Lieber Ich als Perfekt.” Lieber sich als Frau überhaupt wagen, TWITTER zu bespielen.

Männerquote regiert: «Ciceros» Intellektuellen-Liste: http://www.kleinreport.ch/news/mannerquote-regiert-ciceros-intellektuellen-liste-98803/

Es ist wieder so weit. Das Magazin «Cicero» publiziert alle drei Jahre eine Liste der «500 wichtigsten Intellektuellen». Ein Kommentar der Politikwissenschaftlerin Dr. Regula Stämpfli (#diepodcastin) für den Klein Report.

Willkommen in der strukturell frauenfeindlichen Medienszene deutschsprachiger Zeitungen und Zeitschriften! Entgegen lächerlicher Schlagzeilen wie jüngst im «Handelsblatt» vom 7. Januar «Studie: Frauenanteil in Vorstandsetagen steigt auf Höchststand», um die mickrigen 13,4 Prozent der untersuchten Firmen anzupreisen, ist die Wirklichkeit in der Schweiz, Deutschland und Österreich durch eine grassierende Männerquote geprägt. Die Topetagen börsennotierter deutscher Unternehmen besteht nämlich immer noch aus fetten 86,6 Prozent Männern. 

Listen wie die von «Cicero» verstärken die Männerquoten auf alle Ewigkeit. Im neusten «Cicero»-Rating der «Intellektuellen» sind unter den ersten 100 gerade mal 11 Frauen zu finden. Die Männerquote hier: 89 Prozent. Weiterlesen, siehe Links und Klein Report REGULA STÄMPFLI MÄNNERQUOTE.

https://twitter.com/totallyasli/status/1488779628219097095?s=20&t=aXnW18oCnSfJeb3uSpUU1w

Lorenz Meyer empfiehlt im BILDblog (Kritisches über deutsche Medien seit 2004) #diepodcastin von Isabel Rohner & Regula Stämpfli, 29.1.2022.

Aus dem BILDblog siehe https://bildblog.de/133080/kw-0422-hoer-und-gucktipps-zum-wochenende/ schreibt Lorenz Meyer: Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!” : diepodcastin.de, Isabel Rohner & Regula Stämpfli, Audio: 49:13 Minuten)
Im feministischen Wochenrückblick der “Podcastin” sprechen Isabel Rohner und Regula Stämpfli gleich über mehrere Themen mit Medienbezug: über die italienische “Vogue”, den besten “Guerilla-Girl-Account auf Instagram” im deutschsprachigen Raum, einen “Machttext” zum Treffen von Annalena Baerbock mit dem russischen Außenminister Sergei Lawrow und die Attacken des Chef-Europakorrespondenten von “Politico” gegen die Historikerin Annika Brockschmidt.

Was ist “Moral”? Regula Stämpfli antwortet mit #HannahArendt, respektive ihrer Übersetzung ins 21. Jahrhundert.

“Politik ist nicht Moral. Politik definiert sich durch ÖFFENTLICHKEIT, in der über politische Handlungen und nicht über SEINS-Zustände debattiert wird. Das 21. Jahrhundert kennzeichnet sich durch fiktionale Paradigmenwechsel, die konträr zum politischen Verständnis und damit gleichzeitig konträr zur demokratischen Grundlage all unserer westlichen Verfassungen stehen. In der Auseinandersetzung um “Raubkunst” geht es nicht um Moral, sondern um politische Verantwortung.” Zitat Regula Stämpfli, laStaempfli, Politphilosophin mit Hannah Arendt revisited.

https://twitter.com/laStaempfli/status/1488065634999189504?s=20&t=Bbt4Oyqh0iOdIE_uHHA3Hg

Regula Stämpfli Nachtrag zur Wiener Gesundheitskonferenz vom 14. September 2021:Pressebericht.

“Das richtige Leben findet offline statt” resümmiert die Wiener Gesundheitskonferenz den Vortrag von Dr. Regula Stämpfli, Politphilosophin. Well, “das wirkliche Leben findet offline statt” meinte laStaempfli präziser, darauf hinweisend, dass der Graben zwischen Fiktion und Realität im Zeitalter digitaler Reproduktionen & Automatismen seit der globalen Banken- und Finanzkrise 2008 immer grösser wird. Dazu hat sie mehrere Schriften verfasst, u.a. die Grundlagen der Desinformationskrise in der Politik, die sie “Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt” schon 2017 in einem Artikel, 2018 in einem Buch festgehalten hat. Ein Sachbuch übrigens, das 2019 in Österreich ein Bestseller wurde. In der Schweiz wurde das Buch von vielen Journis aufgenommen, ohne – dies ist klassisch – die Autorin Regula Stämpfli offiziell zu rezensieren. Dies geht auf die fehlende Medienkritik in der Schweiz zurück, deren direkte Demokratie durch die Medien im Sinne des Trumpism polarisiert wird. Dazu kommt, dass die Unabhängigkeit der Politphilosophin, ganz in der Tradition von Hannah Arendt, in der Schweiz, die sich noch nie durch heftige intellektuelle Debatten hervorgetan hat, nicht so richtig in den kleinen Alpenstaat mit globaler Finanzmacht passt. Scherzhaft meint laStaempfli deshalb: “Ich schreibe eh fürs Archiv, da in der Schweiz tote Frauen die Chance haben, geehrt zu werden während man lebenden den Mund verbietet.” Trotz den Widerständen wurde laStaempfli 2021 ihrem Werk und ihrer Influencer-Power (früher nannte man dies Agenda-Setting- Macht) entsprechend unter die wichtigsten zehn Intellektuellen des Landes gewählt.

Regula Stämpfli an der Wiener Gesundheitskonferenz 14 September 2021

Leben und Arbeiten in Zeiten der Pandemie

Hier zum PDF des Pressetextes im Wiener Gesundheitsheft: https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2022/01/wien-laStaempfli-gesundheitskonferenz.pdf & https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2022/01/wien-laStaempfli-gesundheitskonferenz.pdf

#diepodcastin über Enteignung & Geschlecht: Isabel Rohner & Regula Stämpfli darüber, weshalb Sexismus die Beschlagnahmung weiblichen Kapitals bedeutet.

laStaempfli bringt den Fall Patrizia Laeri und ihren Etappensieg gegen sexistische und geschäftsschädigende Berichterstattung im vielbeachteten “Inside Paradeplatz”-Blog. Hier die Story: Patrizia Laeri, Nadine Jürgensen und Simone Züger bilden den Start-Up ELLEXX: Finanzberatung- und -dienstleistung von und für Frauen. Der Journalist, den #diepodcastin nicht mit einem Namen ehren will, redet von der herausragenden Finanzexpertin u.a. als “Seite 2 Girl” und anderem unterirdischen Schrott. laStaempfli ist klar und entwickelt gemeinsam mit der Rohnerin eine neue Sexismustheorie: “Sexismus ist nicht einfach frauenfeindliche Kultur, sondern kommt der Enteignung gleich”: Die attackierten Frauen werden nicht nur als Person, sondern als Berufs- und Karrierefrauen angegriffen und der Möglichkeit der Kapitalbildung beraubt. Das ist der Kern des Sexismus: Die Enteignung von Frauen in allen ökonomischen, politischen und kulturellen Belangen.#diepodcastin: “Wie beim Frauenstimmrecht, sind fehlende Rechte nicht einfach “Pech”, sondern strukturelle Gewalt.”l

Zum Bild: laStaempfli nennt es LUCIA CRANACH. Es stammt aus dem Jahr 1564 und ist von Lucas von Cranach, betitelt: “Bildnis einer Frau”. Die Frau hatte bestimmt einen Namen, war reich, selbstbewusst & hatte eine Stimme. Doch das 19. Jahrhundert löscht die Kunstgeschichte gerne aus.

laStaempfli: “Eine Demokratie ohne Frauenrechte ist keine Demokratie, sondern eine Geschlechterdiktatur.” Die Rohnerin führt dies zusammen mit der Enteignungstheorie, deshalb gemeinsam als #diepodcastin: “Wer Frauen sexistisch angreift, zielt nicht auf deren Kultur, sondern auf deren Besitz und Karriere.” Folgerichtig entschied denn auch das Gericht in erster Instanz, dass dies so nicht gehe.

Es gibt einen neuen Männerfilm: Komasaufen mit dem für heterosexuelle Frauen, schmelz, peinlich laStaempfli, die Rohnerin lacht, also, mit dem Mads Mikkelsen über saufende Männer in der Midlife-Crisis. Vinterberg verpasst die Chance, so laStaempfli, die falsche Inszenierung von Coolness und Alkohol zu durchbrechen: Regula Stämpfli ist knallhart. Alkohol und Drogen sind die Hauptursachen für sexuelle und familiäre Gewalt. Die Beschönigung süchtiger Männer, die ihre Beziehungen zerstören, Frauen und Kinder unter ihrer Sucht extrem leiden lassen, geht nicht mehr. Hier braucht es einen Storywechsel.

Dann bricht die Rohnerin alle Rekorde im SPEAK UP, grossartig:“Lia Thomas bricht gerade alle Rekorde im Women’s College Swimming: Im 1500 Meter Rennen war sie sage und schreibe 38 Sekunden schneller als die Zweitplatzierte – und das in ihrer allerersten Saison im Women’s Swimming! Sie strahlt, freut sich und die Schwimmgeschichte der Frauen wird von einem Tag auf den anderen, von einer Länge zur anderen, neu geschrieben! …. Hintergrundinfo: Bis Mitte November 2019 war Lia Thomas als Schwimmerin bei den Männern aktiv und zwar unter dem Namen Will Thomas.”

Regula Stämpfli legt in ihrem neuen Buch dar, wie politisches Denken geht. In ihren Kultkolumnen analysiert sie die wichtigsten Themen der Gegenwart & der Vergangenheit. So auch die Theorie des Geschlechts als Resonanz, die laStaempfli entwickelt hat und in ihren Büchern darlegt. Regula Stämpfli fehlt die Bühne in der Pandemie: Denn jedes ihrer neuen Bücher wurde dank vielen Auftritten bei Gleichstellungsstellen etc. zum Bestseller.

Eine gute Gelegenheit für laStaempfli, ihre Theorie von “Geschlecht als Resonanz und Beziehung” auszuführen. “Geschlecht ist ein feines Gewebe zwischen Natur und Kultur, ein Netz voller biologischer und kulturellen Aspekte. Geschlecht ist keine Testosteronfrage (Biologie)Geschlecht ist auch kein Sprechakt (Kultur), sondern steckt fest in einer von Natur, Politik und Kultur gestalteten Resonanzbeziehung” – (copyright laStaempfli).” Die Rohnerin wie immer auf den Punkt: Frausein ist eben viel mehr als Biologie, die Biologie aber spielt eben auch eine Rolle.#diepodcastin führt diese wichtige Kategorie empathisch, schliesslich geht es auch um ihre Identitäten. #diepodcastin führt die Diskussion auch pragmatisch: Im Sport geht es um Wettkampf unter gleichen Bedingungen – darum tritt ja bei den Paralympics auch keine Person mit eingeschränkter Sehfähigkeit gegen jemanden mit einer Beinamputation an. Deshalb wäre die Geschichte einfach: Neue, unterschiedliche Kategorien sind einzuführen. Es geht darum, unter gleichen Bedingungen Leistungen zu VER-GLEICHEN: Ein Wettbewerb unter  Bedingungen hierarchischer Ungleichheit ist kein Wettbewerb, sondern eine Missachtung des zoon politicons Frau. Zudem zeigt unser Beispiel, dass Frauen dorthin versetzt werden, wo das Patriarchat sie am liebsten sieht: In der Verliererposition. Es braucht  zumindest  in einigen Sportarten (im Dressurreiten und Formel1 wahrscheintlich eher nicht) eigene Kategorien für Transpersonen. Auch hier gilt: Wir brauchen im Sport mehr Vielfalt und keine Verdrängung von Frauen. Um mit Hannah Arendt zu Beginn der Folge zu sprechen: Es geht um Wirklichkeit und nicht um Meinungen.

#diepodcastin: Isabel Rohner & Regula Stämpfli erklären die Welt. Diesmal mit zwei Theorien von laStaempfli: Sexismus=Enteignung von Frauen & Geschlecht=Resonanzbeziehung. 15. Jänner 2022: 15.01.2022.