Regula Stämpfli, Dozentin für „Schlagfertig Verhandeln“ 12./19. September – Anmeldung auf Bild klicken

Kursbeschrieb:
Schlagfertiges Auftreten gehört zu den wichtigsten Mittel der modernen Kommunikationsgesellschaft. Im Kurs lernen Sie, wie Sie in jeder Situation smart und konstruktiv reagieren können. Sie wissen, Kompromissbereitschaft und Stärke zu signalisieren. Sie eignen sich im Kurs Kenntnisse der Rhetorik sowie Allgemeinwissen an. Damit fördern Sie Ihre sprachliche, denkerische Redegewandtheit, und sichern Ihr Auftreten. Mit zahlreichen Tipps und guter Lektüre sind Sie für künftige öffentliche, berufliche, ja selbst für private Termine gut gewappnet.

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Selfism und die Medienunkultur – Regula Stämpfli über Demokratie in der digitalen Gesellschaft

In ihrem jüngsten Buch ‚Trumpism – Ein Phänomen verändert die Welt‘ setzt sich die politische Philosophin Regula Stämpfli mit der Situation demokratischer Gesellschaften im digitalen Zeitalter auseinander. Im Studiogespräch erläutert sie sowohl konkrete Problemstellungen und deren Ursachen als auch Wege zu ihrer Überwindung.

Vervielfältigung, Verbreitung, Bearbeitung bei Namensnennung gestattet, kommerzielle Nutzung ausgenommen, Weitergabe unter gleichen Bedingungen; Herbert Gnauer (ORANGE 94.0). Beitrag vom Juli 2019.

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Regula Stämpfli über Insta-Stars avant la lettre in der Vermessung der Frau, Gütersloh 2013: Ja. Der Narzissmus wird auch behandelt, deshalb hier Spiegelschrift

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Regula Stämpfli im Magazin für Kunst und Kultur ENSUITE zu Ian McEwans „Maschinen wie Ich“. Eine einzige Empfehlung für ABBITTE, August 2019

Ian McEwan: Vom Genie zum Banalschreiber

«Maschinen wie ich» ist ein fürchterlich banales, ja dummes Werk von Ian McEwan. Wie konnte er nur? Ist dies derselbe Poet, der mit „Abbitte“ ein Jahrhundertwerk geschaffen hat? Der Mann, der das Böse derart präzise in die 13jährige Briony packt? Seitdem ist mein Verhältnis zu weiblichen Teenagern, das schon als ich in diesem Alter war, nicht ganz unbelastet war, nachhaltig beschädigt. In «Abbitte» gibt es Sätze wie : «Briony gehörte zu jenen Kindern, die eigensinnig darauf beharren, dass die Welt genau so und nicht anders zu sein hat.» Welch ein grandioser Auftakt für die Ahnung für unmittelbar bevorstehende Katastrophen, die durchaus in der unheimlichen Zone zwischen Kindheit und Erwachsensein stattfinden.

«Children hated generously, capricoiously. It hardly mattered. But to be the object of adult hatred was an initiation into a solemn new world. It was a promotion.» Gehasst zu werden als Auszeichnung der Adoleszenz, yep. Es gibt tatsächlich kleine Menschen, die als Hasssubjekte geboren sind – davon berichtet auch John Steinbeck in «East of Eden». Doch der Opferkult der Gegenwart machen aus jeder individuellen Schuld, die den Menschen zum verantwortlichen Subjekt machen, zur kollektiven. So macht sich das Böse breit, das sich in Unschuld wie auch im sogenannten Zufall tarnen kann. Bei «Abbitte» ist es so klar: Es gibt Menschen, die wie kaum andere das hinterhältige Böse inkarnieren. Es gibt Menschen, die verorten sich nie in einer Unschuld, die ihnen genommen werden könnte. Um dies zu verstehen, sind «Abbitte» von Ian McEwan und «Jenseits von Eden» von John Steinbeck Wegweiser. Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, können über die Sünde herrschen, was auf die Verantwortung eines jeden Einzelnen hinweist: Jede hat eine Wahl und die trifft sie bewusst, egal was Ihnen die Soft-Mittäter ursprünglicher Gewalt auch immer erzählen mögen.

Angesichts dessen ist das neue Werk «Maschinen wie ich» derart erschütternd langweilig und billig, dass man McEwan einfach nicht mehr lesen sollte. Hätte eine Jungautorin ein derart banales Werk geschrieben, in diesem Geplärre-Ton eines Literatur-Automaten, sie wäre von den Literaturkritkern in der Luft zerrissen worden. Ian McEwan ignoriert bewusst die wichtigsten gesellschaftspolitischen Themen apropos Künstlichen Intelligenz. Nicht nur das: Das Werk ist darüber hinaus äusserst sexistisch. An diesem Buch ist nichts, aber auch wirklich nichts „spannend“, um das meistgebrauchte Wort einer unglücklich agierenden Literaturkritikerin der antivisionären Gegenwart zu zitieren.

 

PS: Wer über das Eichmass Maschine-Mensch mehr erfahren will, ist mit allen Romanen von Philip K. Dick & William Gibson nicht nur besser up to date (alle vor 1982 entstanden – welch Ironie), sondern auch hervorragend unterhalten. Wer die Themen der Macht der Computer und die Ohnmacht der Beziehungen, die Vernunft und Herz mit einschliessen, verstehen möchte, greife doch auch zu einem alten Buch: Joseph Weizenbaum: Computermacht und Gesellschaft. Wer Ian McEwan einmal gelesen haben will, dem sei nur „Abbitte“ ans Herz gelegt.

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Regula Staempfli über den Tod der grossen Toni Morrison (Ausschnitt eines Artikels aus dem Jahre 2009 im Kolumnenbuch: Aussen Prada – innen leer? Ein philosophisches Kaleidoskop, Bruxelles. Gleichzeitig ein Kommentar zum Trend Hashtag #dichterdran

Auszug aus „Aussen Prada – Innen leer.“ Ein philosophisches Kaleidoskop

Die Zeit (2/2019): „Frau Mirren, es heisst, Sie lassen sich lieber von Männern interviewen. Stimmt das?“

Hellen Mirren: „Oh, das dürfen Sie nicht persönlich nehmen! Ich habe das auf britische Journalistinnen bezogen, die können wirklich gemein sein, richtig neidische Zicken, die wollen, dass Du Dich schlecht fühlst. Die britischen Medien sind ja für ihren scharfen Ton bekannt. Das Problem ist, dass mir mein Instinkt erst mal rät, Frauen mehr zu vertrauen als Männern, ich bin offener mit ihnen. Aber Frauen sind eben wirklich gut darin, sich freundlich zu geben. Nachher liest Du dann, was die Frau über Dich geschrieben hat, und denkst, oh Gott, ich dachte, sie mochte mich!“

Die Torturen, denen der moderne Journalismus seine sogenannten Prominenten, insbesondere Expertinnen, Schriftstellerinnen, Künstlerinnen sind seit Jahren bekannt. 2019 endlich wird die Kritik zum TWITTER-TREND #dichterdran . Unter diesem Hashtag werden amüsante Kritiken veröffentlicht, die in einer Welt, in welcher Frauen über männliche Autoren wie Männer über weibliche Schriftstellerinnen schreiben könnten, gang und gäbe wären. Regula Stämpfli tweetet: “ Dem Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss gelingt es, sehr unüblich für einen Hausmann, den Kampf um Identität und Selbstfindung auch politisch zu deuten. Dass er indessen als Autor so bekannt wurde, hat er sicherlich auch seinem sehr angenehmen Äusseren und seinem gepflegten Auftritt zu verdanken. Dazu kommt, dass er trotz seiner 48 Jahre und mitten in der Andropause auch heute noch sehr jugendlich und attraktiv wirkt.“ 

Regula Stämpfli wurde, als sie die Vermessung der Welt durch Algorithmen öffentlich zu analysieren und kritisieren begann (ab 2003) gefragt, ob sie eitel sei. Und wie sie es mit dem starken Geschlecht so halten würde. Oder ob sie sich als Frau in ihrer Haut mit solch harten Themen gut fühlen könne. Ihre Antworten lauteten: „Eitel? Selbstverständlich. Ich hoffe, das sieht mann doch.“ „Starkes Geschlecht? Finde ich Klasse, schliesslich gehöre ich dazu.“ „Wie ich mich als Frau fühle? Hervorragend. Schliesslich habe ich noch nichts besseres probiert.“

Über die grosse Toni Morrison, Literatur-Nobelpreisträgerin, Intellektuelle und Aktivistin schrieben die Zeitschriften so Sätze wie (DIE ZEIT, 8.10.2009): „Als sie sitzt, eine Zigarette anzündet und mit gespannter Konzentration auf die Fragen wartet, strahlt sie Jugendlichkeit aus und lässige Souveränität.“ 

Eine Autorin, die mit ihren Worten die Welt verändert, muss selbst nach dem Literatur-Nobelpreis „Jugendlichkeit“ ausstrahlen und „Souveränität“. Das meistgeschriebene Wort zu grossen Sachbuchautorinnen und Literatinnen ist „unverbissen“, „sachlich“, „analytisch“ und wieder und wieder mit Erstaunen verbunden. 

Toni Morrison gab uns allen ein Morgen ( Sharon Dodua Otoo, 7.8.2019 TAZ). Sie ist gestorben, ihre Worte werden ewig bleiben. 

#dichterdran: So schreiben über Autoren, wie sonst Männer über Autorinnen schreiben (oder angepasste Frauen, deren es viel zu viele gibt…). 

BILDQUELLE: AUGUST WREN VIA FACEBOOK

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Regula Stämpfli über Selfism in den Medien, die Veränderungen der Demokratie & politischen Kommunikation im Medienwandel durch die Digitale Revolution

«Der ‹Selfism› grassiert gegenwärtig in voller Wucht»

Ein neues Phänomen erobert die Welt: «Trumpism». Die Autorin zeigt in ihrem, schon in zweiter Auflage erschienen aktuellen Buch, wie die Verletzung der menschlichen Würde via 140 Zeichen in den politischen Alltag eingreift. Ein Gespräch über Trump, Salvini, Hashtagfeministinnen, Amokläufe, Twitter und Tribute.
Zwischen Show und Person gibt es in Zeiten technischer Umbrüche keinen Unterschied. Die Trennung zwischen öffentlich und privat ist völlig aufgehoben mit dem Resultat, dass nicht mehr um Institutionen gekämpft und im öffentlichen Raum nach gegebenen Regeln gestritten wird. Es werden Menschen aufgrund ihrer Ansichten oder biologischen Erscheinung der Vernichtung preisgegeben – siehe Hate-Speech. Und zwar von allen politischen Seiten. Dieser «Selfism», der Aufstieg des herrschsüchtigen, ungebundenen Selbst, das links und rechts vergoldet wird, grassiert gegenwärtig in voller Wucht. Dass vor lauter Trump auch die Gegnerinnen völlig totalitär werden, erkennen nur Wenige, wofür ich den Begriff «Blindspirale» entwickelt habe. Den Aufstieg des 45. Präsidenten setze ich auch in Zusammenhang mit dem 44.  – eines der schwierigsten Kapitel über die Mittäterschaft von Barack Obama am gewachsenen Zerfall westlicher Demokratien. Dies alles setze ich in Bezug zur Welttheorie von Hannah Arendt (lacht). Sie sehen, es geht wirklich um viel und kein Wunder habe ich viel länger gebraucht, das Buch zu Ende zu bringen als geplant.
PS: Nachtrag vom 8.8.2019. Immer wieder gibt es Kollegen und Kolleginnen, die Stämpflis Werk abkupfern, ohne sie zu zitieren. Nicht zuletzt deshalb werden die wichtigen Artikel und Innovationen hier dokumentiert. 

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Regula Stämpfli über die Medien-Bigotterie anlässlich des Todes der Bloggerin des Jahres 2017 Sophie Hingst & Spiegelenthüllungen #Relotiusrevisited

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Regula Staempfli on AI – does it dream of democracy? A translation of the widely received text in SWISSFUTURE 2/2018

Regula Staempfli: Do AIs dream of democracy?

 Translated by Samuel Joe Reed, Master Cognitive Science

AAA, or at least 1300 points: those who get the highest ratings by conforming (to the establishment) – under the uninterrupted surveillance by computers and cameras –, will enjoy benefits, such as unhindered travel. Those who do not, will have to reckon with sanctions, should “Citizen Scoring” – still in a voluntary test phase – be rolled out over the whole of China. Western democracies have a prerogative to free themselves from this slippery slope, and to “locally and democratically restrict the technological and global anti-democracies”, as Regula Staempfli and Michael Gebendorfer argue.

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Back in 1968, when Phillip K. Dick published his genius novel “Do Androids Dream of Electric Sheep”, in which a group of androids tries to escape their pre-ordained shut-down, computers were as big as delivery vans and were still fed with ticker-tape. Though the sixties appear like a digital Bronze Age from today’s point of view, the significant implications of the development of artificial intelligences were already food for thorough deliberation. Thoughts about a future artificial intelligence were usually characterised by an uncanny, deep-seated fear, but also by a hope. This may be due to our educational curricula, in which the myth of Prometheus has not only persisted in many variations (from the Golem to Frankenstein’s Monster) but has also given blasphemous connotations to the creative act itself. This discomfort – concerning the quasi-divine act of creation involved in the development of an AI – was already described in Goethe’s “The Sorcerer’s Ballad”. For as soon as the artificial intelligence is in the world, there is no turning back, regardless how it will later develop.

 

Weak and Strong AI

 

But what exactly is an artificial intelligence? An artificial intelligence is understood to be a computer fully capable of thinking like a human (Strong AI) or at least simulating human-like thought (Weak AI). Weak AI has already been commonplace for a long time, for example in computer games in which some computer-controlled characters apparently have autonomous behaviours. However, these ultimately only play out a limited number of pre-programmed subroutines. The feigned freedom of such machines is more like a Potemkin village, in which one can see rows of binary code through the windows, as they try to lead us to believe in their intelligent autonomy.

 

Strong AI in contrast, were it to become a reality, would be capable of acting intelligently in general: it would have to develop its very own intelligent strategies to solve a diverse range of problems, and thereby exploit the possibilities of adaptive, evolutionary development. It is precisely this notion of strong AI, the seemingly limitless power of computers, which already cast a spell on us in the 18th century in the form of the Mechanical Turk (which turned out to be a deception) and now strives towards its own realisation in the near limitless computing power of Silicon Valley. 

 

Since 2018, we have seen the first machines capable of passing the so-called Turing Test. First presented by Alan Turing in 1950, this test serves roughly to prove if a person can distinguish whether they are in conversation with a person or a machine. However, strong AI will be able to be so much more than the well-executed deception required to pass the Turing-Test: it would most likely recognise itself as an entity, as a Self, and align its actions and thoughts accordingly. 

 

Only when such a strong AI exists will we be able to tell if it would have the same primary goals as those of Homo Sapiens, such as self-preservation and procreation. The branches of research into Artificial Life that go hand in hand with the development of artificial intelligence clearly demonstrate that in the future we will be dealing more with a new kind of life form than with a machine. 

 

Citizens’ rights and Human Rights for AI? 

 

Which public and human rights would also count for an AI? Which would not apply? The decisive question will be: how will an AI in a democracy think differently to an AI in a dictatorship? Due to possessing its own fully independent cognition, the AI will have its own understanding of the world around it, and perceive itself as a part of that world. It will therefore most likely seek out means of securing a lasting place in society. We can only speculate as to the strategies by which it will do this.

Certainly, the ability to adjust will play a decisive role, for both sides: not only will the behaviour of an AI towards its environment (society, state, globe) need clarification, but this environment will also have to accommodate the AI in turn. 

The advent of a self-learning, generally intelligent machine into the world of organic life will raise a lot of questions about our democratic and human worldviews. Especially if the AI does not consider democracy relevant to its priorities. 

 

Political education for AIs

 

AIs will inevitably require a kind of political education, in order to make the constitutional and democratic cohabitation of humans and AIs possible. What role an AI might play in a dictatorship is another question altogether. How would an intelligence far superior to that of humans freely allow itself to be subjugated to a system of government, without inevitably shaking it off in the mid-to-long term? Here we see the return of the ancient fear and hope that a super-intelligent machine could become either an all-ruling dictator or the engine of a democratic utopia. 

 

The latent possibilities of an AI include that it cooks its own binary soup without consideration for losses. Until we can rely on the democratic consciousness of an artificial intelligence, we will have to make the existing state apparatus proficient in democracy. Our contemporary technological worldviews and views of the human condition currently favour dictatorships and autocracies. This must be changed, as well as the fact that the present does not just burden the future with trash politically, but also very literally, with tons of physical electronic waste. At the moment, these processes threaten humanity far more than artificial intelligence, which, according to some estimates, we may still be waiting on for a hundred years. 

 

Should an artificial intelligence nevertheless raise its head (or its CPU?), then it must absolutely do so in a democratic context. To improve the probability that an AI should dream about the equal participation of all, one must to align both soft- and hardware to democracy. Only democracy guarantees a life- and humanity-affirming relationship with technology. 

 

The atomised society and the measurement of mankind

 

Attention should be drawn to the present paradox, that machines assume increasingly human appearances, while humans are treated more and more like machines. Human nature is being replaced by artificiality, which in turn redefines the ontological condition of our nature. Silicon Valley has long stopped dreaming of democratic utopias or better political worlds, and instead dreams of the radical overhaul of the real world at the mercy of automated processes. The present digital rulers are partly and horrifyingly driving the process of modernity ahead with what Hannah Arendt labelled “the loss of the world”. Our collectively produced and observed world falls apart into individual pieces. The widely criticised loss of truth and the ubiquity of fake news are a popular expression of this process. Resulting from this is the present vicious cycle of media and science, which concerns itself not with the further development of democracy, but rather emphasises episodes of lament about the past, or loses itself in irrelevant themes such as self-driving cars. The concealment of power was always the cleverest trick of rulers: this is why people are afraid of robots and not of their doctors, despite it being precisely in medicine where all-powerful, inhuman code is largely implemented into our living reality. 

 

This is why politicians today care about national identities, while they simultaneously and carelessly enter into trade deals with the People’s Republic of China, which put European identities and decision-making processes out of power. “Culture of Upstanding Citizens” is what the ruling party calls this – more newspeak in the Orwellian sense will really not do. Under this doctrine, every citizen will be measured by a credit point system. The algorithms established by State and party will decide about accommodation, car, study, marital permissions, holidays, childhood dreams etc. In China, a person is treated not like a life form, but as a credit packet,  without free will, and freely available for the relevant programs. The system by the powerful designs, sometimes under the skin, humans and the world. 

 

Limiting anti-democracies democratically

 

One of the most important political tasks of Western democracies is to locally and democratically restrict the global and technological anti-democracies. Thinking and acting democratically with machines, algorithms, robots and AIs involves recognising the existing constitutional and legal systems. The duty is to ensure freedom, equality and solidarity between all life-forms and machines. Isaac Asimov’s novel, which appeared on film as 1999’s Bicentennial Man, justifiably asks: How human is the machine already? How mechanical have humans already become? Guaranteeing democracy in the age of apps means collectively thinking up the unconditional rights and duties for both humans and machine. In the future, to further realisation of democracy will have to engage with unconditional rights for intelligent machines and unconditional rights for life forms, like people, animals, and nature more generally. Last but not least, it is Swissfuture which has, for a long time now, already engaged with practical questions about digital democracy. The prerequisite, namely, that machines and life forms are thought up in unison, has only been briefly sketched here. It will have to be fleshed out further, on the Internet. 

 

© Copyright by Regula Staempfli. This is a translation of an essay for SWISSFUTURE, Magazin fuer Zukunftsmonitoring 02/18.