Die Podcastin, 26. Dezember 2025 hochaktuell mit zehn Thesen zu Macht- und Missbrauch von Mädchen und Frauen im Fall Epstein und Konstantin Wecker, über den Deutschen Journalistenverband DJV, der in einer Handhabe meint, “Sexarbeit” als ganz normale “Arbeit” für Mädchen und Frauen propagieren zu müssen und wie Genitalverstümmelung von westlichen Forscherinnen als Kulturpraxis neu definiert werden soll.

https://diepodcastin.de/2025/12/26/diepodcastin-afghanisch-isabel-rohner-und-regula-staempfli-uber-talibans-hier-und-dort-u-a-im-der-spiegel-skandal-des-deutschen-journalistenverbands-djv-konstantin-wecker-und-die-epstein-files-u

#DiePodcastin afghanisch: Isabel Rohner und Regula Staempfli über Talibans hier und dort, u.a. im Der Spiegel, Skandal des Deutschen Journalistenverbands DJV, Konstantin Wecker und die Epstein-Files und die neue postkoloniale Weisswaschung der Genitalverstuemmlung. 

Was ist mit dem Deutschen Journalistenverband (DJV) los? Er veröffentlichte eine Handreichung (übrigens die einzige Handreichung auf seiner Homepage) ausgerechnet zur “Berichterstattung über Sexarbeit”. Entstanden ist die Broschüre dabei übrigens als Gemeinschaftsprojekt (!) mit einem Lobbyverband. Ziel: “eine sachliche, differenzierte und respektvolle Berichterstattung”. Interessanterweise ist die Broschüre dann voll von Ideologie und Verharmlosung: z.B. auf S. 15 “Sexarbeit ist nicht Problem, sondern die Lösung.” oder auf S. 8 “Sexarbeit schafft für Frauen ein Angebot für positive Erlebnisse. Sie kann ein Schutzraum sein für Opfer sexualisierter Gewalt.” Das erreichen die Journis natürlich nur durch eine gnadenlose Umdefinition und grundlegend neues Wording. So rät die Handreichung, nicht mehr von “Rotlichtmilieu” zu schreiben, sondern von “Branche”. Auch “Zuhälter” sei kein angemessenes Wording, besser sei es von “Betreiber” zu schreiben. “Armutsprostitution” gäbe es schlicht nicht, da es doch bei jeder Erwerbstätigkeit darum ginge, Geld zu verdienen. Und und und. Die Rohnerin bringts auf den Punkt: “Spinnt ihr, DJV?” https://www.djv.de/einsatzfelder/chancengleichheit-diversity/handreichung-berichterstattung-sexarbeit/

Hier der erwähnte Artikel von Regula Staempfli über das im Kohlhammer Verlag erschienen Werk über Ali Khamenei: Islamismus als Projekt der Gegenaufklärung. https://regulastaempfli.eu/?p=11555 Dann der Artikel über die Forschergruppe, die postkoloniale Weisswaschung betreibt, indem Genitalverstuemmelung als “Designer Vagina” legitimiert werden soll: https://www.nzz.ch/wissenschaft/forscher-kritisieren-verbot-weiblicher-genitalverstuemmelung-ld.1917417 “Folter als Kultur.”

Hier laStaempflis Thesen zu Konstantin Wecker und die Epstein Files: Wie Minderjährige von den Medien sexualisiert und verkauft werden, siehe SZ-Titel: “Der Mann und das Mädchen” 20.11.2025. Die Frau, die den Epstein-Fall überhaupt ins Rollen brachte, heisst Julie K. Brown siehe https://www.sueddeutsche.de/medien/usa-epstein-trump-journalistin-julie-brown-1.4523865

Zehn Thesen zum Missbrauch von Macht, Ruhm und jungen Frauen – aus Sicht der Opfer von laStaempfli

Missbrauch beginnt nicht mit Gewalt, sondern mit Aufmerksamkeit.
Epstein wie auch andere mächtige Männer, wie der Fall Konstantin Wecker zeigte, wurden nicht gefährlich, weil sie brutal waren, sondern weil sie zuhörten, förderten, versprachen. Aufmerksamkeit ist die erste Währung der Manipulation.

Das Narrativ vom „einvernehmlichen Verhältnis“ ist eine Tätererfindung.
Minderjährige können Machtgefälle nicht „frei wählen“. Wer das behauptet, verschiebt Verantwortung vom Täter zum Opfer.

„Ich war in einer schwierigen Phase“ ist keine Erklärung, sondern eine Schuldabwehr.
Persönliche Krisen (wie bei Konstantin Wecker Alkoholismus, Drogen etc.)  rechtfertigen keinen Missbrauch. Dieses Argument dient ausschließlich dazu, Empathie für Täter zu erzeugen – nie für Opfer.

Kunst, Genie, Charisma oder politische Bedeutung sind keine mildernden Umstände, sondern Verstärker.
Je größer die Bühne eines Mannes, desto größer sein Schutz. Ruhm funktioniert wie ein Schutzschild gegen Strafverfolgung.

Medien verharmlosen Missbrauch, wenn sie Täterliteratur betreiben.
Titel wie „Der alte Mann und das Mädchen“ (Der Titel der Süddeutschen Zeitung zum Fall Konstantin Wecker) romantisieren Gewalt. Sie löschen das Leid der Betroffenen aus und ästhetisieren asymmetrische Macht.

Die sogenannte „Sexarbeit“-Rhetorik verschleiert systemischen Zwang.
Wenn junge Frauen in ökonomisch abhängigen Situationen „freiwillig“ handeln sollen, handelt es sich nicht um Freiheit, sondern um Marktlogik ohne Schutzrechte.

Epstein und auch Konstantin Wecker sind keine Einzelfaelle, sondern ein Systemknoten.
Sein Netzwerk zeigt, wie Kapitalismus, Patriarchat und Straflosigkeit zusammenwirken. Nicht wer die Täter sind, ist entscheidend – sondern wie lange die Täter geschützt wurden.

Opfer verlieren nicht nur ihre Unschuld, sondern ihre Erzählhoheit.
Ihre Geschichten werden bezweifelt, relativiert, juristisch zermürbt oder medial trivialisiert. Das ist sekundäre Gewalt.

Gesellschaften schützen Täter, wenn sie ihnen nützen.
Solange Männer Macht, Geld oder kulturelles Kapital liefern, wird ihr Missbrauch als „Fehltritt“, „Affäre“ oder „tragische Verstrickung“ umgedeutet.

Wirkliche Aufarbeitung beginnt erst, wenn wir aufhören, Täter interessant zu finden.
Nicht ihre Biografien, ihre Gefühle oder ihre „dunklen Phasen“ sind relevant – sondern die zerstörten Leben der Mädchen und Frauen. Gebt endlich den Opfern die Stimmen. 

Zu Epstein und den Journalisten hat UEBERMEDIEN mal ein ganz spannendes Stück über Andrian Kreye gemacht: https://uebermedien.de/44393/was-die-sueddeutsche-zeitung-zum-fall-jeffrey-epstein-nicht-schreibt/ Hier Die Zeit über Epstein, sehr lesenswert: https://www.zeit.de/thema/jeffrey-epstein

Hier der offene Brief von Regula Staempfli im Anschluss an die Handreichung:

Good News zum Schluss: In der neuen EMMA wird das HEDWIG DOHM TRIO porträtiert https://www.emma.de/artikel/mehr-stolz-ihr-frauen-342205  – und auch sonst ist diese Ausgabe SEHR lesenswert, u.a. dank der besten Cover-Geschichte seit Jahren “Die neuen Frauen”.

Hier noch der offene Brief von Dr. Regula Staempfli an den DJV im Anschluss der Folge der “Die Podcastin.” Bitte teilen!

Offener Brief an den Deutschen Journalistenverband (DJV)
Zur „Handreichung zur Berichterstattung über Sexarbeit“ 26.12.2025.

Sehr geehrte Damen und Herren des Deutschen Journalistenverbands,

was ist mit Ihnen los?

Der Deutsche Journalistenverband, der sich als Hüter journalistischer Standards, Unabhängigkeit und Kritikfähigkeit versteht, veröffentlicht eine Handreichungauf der eigenen Website zur „Berichterstattung über Sexarbeit“ – dies ausgerechnet als Gemeinschaftsprojekt mit einem Lobbyverband. Allein dieser Umstand hätte höchste Alarmbereitschaft auslösen müssen. Stattdessen wird die Broschüre als Beitrag zu einer „sachlichen, differenzierten und respektvollen Berichterstattung“ beworben.

Was Sie tatsächlich vorlegen, ist jedoch keine journalistische Handreichung, sondern ein ideologisch durchtränktes Framing-Papier, das zentrale Probleme sexualisierter Ausbeutung sprachlich entsorgt, strukturelle Gewalt verharmlost, ja streckenweise legitimiert, und kritische Begriffe systematisch aus dem öffentlichen Diskurs tilgen will.

Wenn in Ihrer Broschüre Sätze stehen wie

„Sexarbeit ist nicht das Problem, sondern die Lösung“ (S. 15)

oder

„Sexarbeit schafft für Frauen ein Angebot für positive Erlebnisse. Sie kann ein Schutzraum sein für Opfer sexualisierter Gewalt“ (S. 8),

dann überschreiten Sie jede Grenze der Würde des Menschen. Ihre “Handreichung” ist das Gegenteil von faktenbasierten Journalismus. Die Handreichungreproduziert Narrative, die seit Jahren von der Prostitutionsbranche, den Interessenverbänden vertreten werden. Ihre Handreichung missachtet alle bisherigen Statistiken, Recherchen, Opferstudien sowie Traumaforschung. 

Besonders skandalös ist das von Ihnen propagierte neue Wording, das Realitäten nicht beschreibt, sondern umdeutet:

  • Das „Rotlichtmilieu“ soll zur „Branche“ werden.
  • „Zuhälter“ heißen plötzlich „Betreiber“.
  • „Armutsprostitution“ soll es gar nicht geben – schließlich gehe es bei jeder Erwerbsarbeit um Geld.

Diese sprachlichen Eingriffe sind keine Präzisierung, sondern politische Propaganda. Sprache wird hier nicht genutzt, um Wirklichkeit sichtbar zu machen, sondern um Menschenhandel mit neuen Begriffen zu normalisieren, ja zu legalisieren. Journalismus wird so zum Transportmittel von Zuhälter-Interessen – nicht zu deren kritischer Instanz.

Gerade von einem Journalistenverband müsste man erwarten, dass er seine Mitglieder zur Skepsis gegenüber Lobby-Sprech, zur Trennung von Bericht und Aktivismus und zur Auseinandersetzung mit widersprüchlichen Befunden anhält. Stattdessen liefern Sie eine Anleitung zur Selbstzensur kritischer Begriffezugunsten der Propaganda von Prostitution, den Menschenfleischverkauf auf Zeit. 

Die Frage, die sich stellt, ist daher schlicht:
Wessen Interessen vertreten Sie hier eigentlich – die der journalistischen Öffentlichkeit oder die eines politischen Projekts?

Die Podcastin Dr. Isabel Rohner brachte es in der neusten Folge von der „Die Podcastin“  – aufgeschaltet 26.12.25 treffend auf den Punkt:

„Spinnt ihr, DJV?“

Diese Frage ist leider berechtigt.

Wir fordern den DJV daher auf,

  • diese Handreichung kritisch zu überarbeiten oder zurückzuziehen,
  • die Nähe zu Lobbyorganisationen transparent zu machen,
  • und endlich wieder das zu tun, wofür Journalismus steht: nicht für Sprachregelungen einzutreten und sie den Mitgliedern des DJV quasi zu verordnen, sondern für Fakten und Qualität zu sorgen. 

Mit nachdrücklichen Grüßen

Dr. Regula Stämpfli
Politische Philosophin, Bestellerautorin, Journalistin BR

Hannah Arendt in Jerusalem: Was die KI über die Veranstaltung von Regula Staempfli und Sama Schwarz. “Hannah Arendt in Jerusalem” anläßlich der #HannahArendtTage am 7. Dezember 2025 erzählt und was wirklich geschah.

Zwei Bilder aus Jerusalem 7.12.2025 vom Morgengrauen ins Licht. Regula Staempfli copyright 2025.

Auf der Suche von Regula Staempfli in Jerusalem und Hannah Arendt, erfindet Gemini folgend Geschichte: Bildschirmfoto 23.12.2025, 19.00 Uhr.

This is what really happened: Radiolabor Hannah Arendt: Über das Böse

Zum 50. Todestag von Hannah Arendt (1906–1975)

4. bis 7. Dezember 2025, Theater Stok Zürich & Zürichsee

Zum 50. Todestag von Hannah Arendt widmet sich eine viertägige Veranstaltungsreihe am Theater Stok und auf dem Zürichsee der wohl bedeutendsten politischen Denkerin des 20. Jahrhunderts.

Arendts Schriften über Verantwortung, Totalitarismus, Gewalt und Freiheit prägen bis heute den politischen und kulturellen Diskurs – und wird zugleich immer wieder missverstanden, instrumentalisiert, vereinfacht.

Die Veranstaltungsreihe spürt diesen Spannungsfeldern nach: zwischen Ethik und Macht, Denken und Handeln, Sprache und Verantwortung.

Den Auftakt bildet am 4. Dezember die Premiere der szenischen Lesung «Über das Böse» mit Hagar Schipper-Admoni (Schauspiel) und Avital Cohen (Flöte), unter der Regie von Sama Schwarz. Im Anschluss spricht Michael Pfister über Arendt, ihr Verständnis des Bösen und ihre Ethik des Selbstgesprächs.

Am 5. Dezember folgt ein öffentliches Labor, das Arendts Denkbewegungen performativ weiterführt.

Der 6. Dezember verbindet Literatur, Philosophie und Gegenwart: eine Schifffahrt auf dem Zürichsee mit Hildegard Keller, sowie die Diskussion «Judenhass im Kunstbetrieb» mit Bettina Spoerri, Matthias Naumann, Rüdiger Suchsland und Lea Wohl von Haselberg.

Am 7. Dezember findet ein zeitgleicher frühmorgendlicher Hannah-Arendt-Walk in Zürich und Jerusalem mit Regula Stämpfli über Tom Segevs Vortrag statt, gefolgt von einem Familiennachmittag mit Hildegard Keller und der Abschlussperformance «Über das Böse – Teil 2».


Eine Veranstaltung über Denken, Verantwortung und das Weiterwirken von Arendts radikalem Mut zur Sprache, eine Veranstaltung, die sich speziell auch dem Antisemitismus widmet und einer Denkerin, die diese Themen mit radikaler Humanität angegangen ist.

Sonntag, 7. Dezember
7.00 Uhr, Zürich

Hannah Arendt Walk: Zürich & Jerusalem

Mit: Regula Stämpfli

Themen:
Ort, Exil, Erinnerung und Zeitgleichheit von Erfahrung.

Hier von Regula Staempfli zehn Thesen, weshalb die Rede von Tom Segev über “Hannah Arendt in Jerusalem” völlig an der Denkerin vorbei und über sie hinweg argumentierte.

Zehn Gründe, warum Tom Segevs Berliner Rede so verheerend war.Von Regula Staempfli. 7. 12. 2025 „Hannah Arendt in Jerusalem.“ Hier die Rede von Tom Segev; https://www.youtube.com/watch?v=1XTgDKp-deA

1. Linker Moralismus statt politische Analyse
Tom Segev spricht nicht als Historiker, sondern als moralischer Richter. Damit ersetzt er historische Komplexität durch Schuldnarrative — eine typisch europäische, postkoloniale Falle, die die Realität Israels ausblendet.

2. Gleichsetzung von Täter und Opfer
Wenn Segev den israelischen Gegenschlag „brutal“ nennt, ohne die islamistische Aggression und Ideologie als Ursache zu benennen, wiederholt er das alte Muster der moralischen Äquidistanz — Hannah Arendt nannte das “die Flucht ins Urteil ohne Denken.”

3. Der Missbrauch von Hannah Arendt
Segev zitiert Arendt, um „Menschlichkeit“ gegen Israel auszuspielen – dabei übersieht er, dass Arendt Totalitarismus als System verstand, das durch die Abschaffung des Politischen entsteht. Hamas ist totalitär, nicht Israel.

4. Pazifismus als Luxusideologie
Segev steht in der Tradition eines israelischen Linkspazifismus, der nur in friedlichen Zeiten funktioniert – und im Angesicht von Terror, Geiselnahmen und Pogromen zur moralischen Pose verkommt.
Arendt hätte gesagt: „Politik beginnt, wo man die Welt bejaht – nicht wo man ihr entflieht.“

5. Islamistische Propaganda als „Narrativ der Unterdrückten“
Wenn Segev Begriffe wie „brutaler Krieg“ oder „Wohngebiete bombardiert“ benutzt, ohne zu erwähnen, dass Hamas Zivilisten als menschliche Schutzschilde benutzt, übernimmt er deren semantische Waffen – das ist Propaganda-Recycling.

6. Das Schweigen über Antisemitismus
Segev vermeidet es, die antisemitische Dimension der Hamas zu benennen – das ist die intellektuelle Feigheit vieler Linker, die lieber über „Ungleichheit“ reden als über Judenhass.

7. Sentiment statt Urteilskraft
Segev emotionalisiert, statt zu urteilen. Er spricht von „Soldaten“ und „Opfern“, aber nicht von Ideologien, Strategien, Strukturen.
Arendt hätte ihn daran erinnert: „Denken ohne Geländer heißt, Verantwortung zu übernehmen, nicht Gefühle zu wiederholen.“

8. Die Entpolitisierung des Krieges
Indem Segev Gaza als humanitäre Katastrophe, nicht als politisch-militärische Konstellation beschreibt, nimmt er den Akteuren (insbesondere Hamas) die Verantwortung – und infantilisiert damit die arabische Welt.

9. Koloniales Schuldnarrativ im israelischen Gewand
Segev internalisiert das westliche Schuldgefühl und wendet es gegen Israel: ein paradoxes Selbsthass-Muster, das die israelische Linke seit den 1980ern lähmt.
Das ist kein Pazifismus, sondern postkolonialer Masochismus.

10. Verrat an der Realität – Verrat an Hannah Arendt
Arendt lehrte, dass Wahrheit im Politischen nie bequem ist. Segev aber will sich gefallen, besonders in Berlin. Er liebt den Applaus der deutschen Linken mehr als die unbequeme Realität Israels. Damit verrät er Arendts Ethos des politischen Denkens, der Nähe allen Denkens an Wirklichkeit und Wahrheit.

Regula Stämpfli: Teherans Borgias – Wie Ali Khamenei herrscht. Spannendes Buch von Ali Sadrzadeh über Ali Khamenei. Aufstieg und Herrschaft. laStaempfli titelt die Rezension in der Weltwoche, Nr. 51/25 mit “Teherans Borgias.”

Bildschirmfoto des Artikels in der Weltwoche 51/2025 siehe Link: https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2025/12/WEW_51_060_BUCH_REZ.pdf

Ali Khamenei regiert den Iran nicht wie ein Staatspräsident, sondern wie ein sakral legitimierter Autokrat: als Kalif, Papst und Schattenherrscher zugleich. In ihrer Rezension von Ali Sadrzadehs Buch Ali Khamenei. Aufstieg und Herrschaft zeigt Regula Stämpfli, warum der iranische Mullahstaat weniger einem modernen Staat als einem religiösen Gewaltkartell gleicht. Sadrzadeh schreibt keinen nüchternen Lebenslauf, sondern einen politischen Thriller, der offenlegt, wie Macht durch Mythos, Ideologie und systematische Gewalt gesichert wird.

Besonders eindrücklich ist die Analyse der geistigen Grundlagen des Regimes: Der Antisemit Ahmad Fardid, Heidegger-Jünger und Vordenker der Islamischen Republik, verbindet europäische Gegenaufklärung mit islamistischem Totalitarismus. Das Buch zeigt schonungslos, wie der Westen – aus Schuld, Ignoranz und falscher Toleranz – zum Kollaborateur einer der gefährlichsten Herrschaftsformen der Gegenwart wurde: ideologischer Islamismus im Gewand des Antiimperialismus. Eine Pflichtlektüre für alle, die den Iran, den politischen Islam und die fatalen Verstrickungen westlicher Eliten verstehen wollen.

Regula Stämpfli: “Anne Frank im Palästinensertuch ist keine Provokation, es ist Gewaltverherrlichung.” Ein Kommentar der Politphilosophin/Bestsellerin/Podcasterin laStaempfli.

Medienzeilen von Regula Staempfli, laStaempfli, copyright laStaempfli.
Medienzeilen von Regula Staempfli, laStaempfli, copyright laStaempfli.

Anne Frank im Palästinensertuch ist keine Provokation – es ist eine politische Gewaltverherrlichung

Von Dr.phil. Regula Staempfli, 18.12.2025 www.regulastaempfli.eu

Das Porträt von Anne Frank mit Palästinensertuch im Potsdamer Museum Fluxus+ markiert die ästhetische Normalisierung eines politischen Programms, das explizit zur Ermordung von Juden aufruft.

Die palästinensische Hamas – die herrschende Regierung im Gazastreifen – hat in ihrer Gründungscharta wie auch in späteren programmatischen Texten, den Mord an Juden als religiös legitimierte Pflicht formuliert. Das ist kein Geheimwissen, keine Randmeinung, kein „umstrittener Kontext“, sondern dokumentierte Ideologie. Nach dem 7. Oktober 2023 ist diese Ideologie zudem nicht mehr theoretisch, sondern blutig real.

Wer unter diesen Bedingungen Anne Frank – ein jüdisches Kind, ermordet, weil es Jüdin war – mit palästinensischer Symbolik versieht, betreibt nicht nur Relativierung des Holocausts. Er verschiebt die Bedeutung von Gewalt selbst. Aus der ermordeten Jüdin wird eine Ikone für eine politische Erzählung, in der jüdisches Leben erneut entwertet wird. Das ist kein Zufall. Das ist ein symbolischer Akt mit klarer Wirkung. Bilder wirken nicht neutral. Bilder codieren Wirklichkeit. Und dieses Bild kodiert eine tödliche Botschaft: Die jüdische Geschichte soll sich dem aktuellen antiisraelischen Narrativ unterordnen. Wer widerspricht, gilt als Zensor. Wer protestiert, als Unterdrücker der Kunstfreiheit. Das ist die perfide Logik.

Der neue Antisemitismus kommt heute nicht in Springerstiefeln, sondern mit Palästinensertuch, millionenfach automatisierten Codes wie „Genozid“, via Förderanträge und Preisverleihungen als moralische Überhöhung daher. Der neue Antisemitismus nennt sich „kritisch“, „antikolonial“, „revolutionär“, „antifaschistisch“, „solidarisch“. Er arbeitet mit Bildern, Gefühlen, automatisierten antisemitischen Stereotypen und unterscheidet sich beim näheren Hinsehen nicht vom klassischen Judenhass. In diesem Milieu gibt es „apartheitsfreie Zonen“, gibt es „Boykotte“, gibt es Zuschreibungen, die Juden und Jüdinnen eine Herrscherkaste unterstellen. Gefühle werden bedient, ahistorischer Live-Fetischismus mit entsprechenden „fashionable“ Elementen. Deshalb ist der neue Judenhass so kulturfähig: „Antizionism sells.“ Doch Kunstfreiheit endet dort, wo Mord legitimiert wird.

Niemand verlangt, Kunst solle harmlos sein. Die Kunstfreiheit in liberalen Demokratien wurde aber nie als Freibrief zur historischen Umcodierung von Judenhass im Grundgesetz verankert. Im Gegenteil. Weshalb meint das Museum mit einer in seinen Augen antifaschistischen Umcodierung den Judenhass mit dem Bild von Anne Frank bewerben zu dürfen?  Wenn eine Ausstellung und Werke darin, explizit als Wegweiser für mörderische Ideologien werben, dann ist es die politische Aufgabe von öffentlichen Institutionen, hier Grenzen zu ziehen.

Deshalb muss dieses Bild sofort entfernt werden.

Hintergrund siehe Story bei Deutschlandfunk, https://www.deutschlandfunk.de/anne-frank-bild-in-museum-loest-antisemitismus-vorwurf-aus-106.html

Die poetische Rückkehr vergessener Komponistinnen: „Fortissima.“ Ein Gespräch zwischen dem internationalen Star der Klassik, der Cellistin Raphaela Gromes und Regula Staempfli für Artisapieceofcake. Dezember 2025.

Fortissima – DAS GESCHENK FÜR DIESE TAGE UND DARÜBER HINAUS!

Raphaela Gromes gehört zu den international besten Cellistinnen & spielt für Sony Music (Platz 1 der Klassik Charts) prominente Konzerte und Musiker ein. Mit Femmes und jetzt Fortissima macht sich die geniale Klassikerin, Musikerin und Autorin auf den Weg der Suche nach den verlorenen Komponistinnen und findet nicht nur die unglaublichesten, bezaubernden Geschichten, sonder hat mit Julian Riem auch die vergessenen Komponistinnen eingespielt. Im Gespräch mit Regula Stämpfli erklärt Raphaela Gromes weshalb es so wichtig und erfüllend ist, klassische Musik zu recherchieren, einzuspielen und darüber Bücher zu schreiben:

https://artisapieceofcake.art/2025/12/01/die-poetische-rueckkehr-vergessener-komponistinnen-fortissima-ein-gespraech-zwischen-dem-internationalen-star-der-klassik-der-cellistin-raphaela-gromes-und-regula-staempfli-fuer-artisapieceofca

„Fortissima“ ist mehr als ein Buch – es ist ein musikalischer Aufstand. Raphaela Gromes, international gefeierte Cellistin, macht sich auf die Suche nach Komponistinnen. Nach „Femmes“ legt sie mit „Fortissima“ eine Partitur der verschwiegenen Musikgeschichte frei: Komponistinnen, die Jahrhunderte lang gespielt, gehört, gefeiert wurden – und dennoch aus dem Kanon fielen, als hätte jemand die Zeit bearbeitet wie ein schlechtes Archiv. Wie bei „Femmes“ ist auch dieses Buch eine Zusammenarbeit mit Sue Wosnitzka, der grossen Kennerin des „Archiv Frau und Musik“ – artisapieceofcake.art hat eine ganze Serie mit der Musikwissenschaftlerin gemacht. 

Im Gespräch von Raphaela Gromes und Regula Staempfli geht es um alles: die Kraft des Cellos, die politische Dimension von Musik, die das das Verschwinden weiblicher Genies beförderte. Es geht um die Frage, weshalb selbst in ihrer Zeit gefeierte Künstlerinnen im Schatten stehen. Die Antworten darauf sind vielfältig und doch eintönig: Der Kanon bleibt männlich, weil Männer vorwiegend Männer zitieren. Wieder und wieder und wieder – bis heute.

Raphaela Gromes spricht mit Leidenschaft, Witz und Präzision über ihre Recherchearbeit, über musikalische Wiederentdeckungen, über die Wut und die Schönheit dieser unsichtbaren Tradition und sie bringt die Musik der Komponistinnen zurück auf die Bühnen dieser Welt. 

Ein Gespräch über Kraft, Klang und Sichtbarkeit – und darüber, wie Musik Denken verändert.

Ein Nachtrag: Wie Frauen systematisch verneint werden zeigt auch der Wikipedia-Eintrag zu Raphaela Gromes. Darin ist kein einziges Wort über die Entdeckung der verlorenen Komponistinnen zu finden. Dafür hat ARTE einen wunderbaren Beitrag zu Raphaela Gromes gebracht, siehe: https://www.arte.tv/de/videos/129082-000-A/starke-frauen-album-fortissima-von-raphaela-gromes/

Noch ein Nachtrag: Die Heldinnen, auf deren Schultern wir Alle stehen, gehen immer wieder vergessen: So hat Luise F. Pusch mit ihrer Fembio seit über 30 Jahren eine Datenbank gefüllt mit über 30.000 berühmten, bekannten Frauen, deren Biographien frau online nachlesen kann. https://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographieforschung/zur-person-luise-f-pusch/

Spitzenmanager der BBC treten zurück. Regula Staempfli mit zehn Gründen, weshalb dies nicht einfach eine Krise für die BBC, sondern für unsere Demokratien ist. 10.11.2025. Mit einer Warnung an die Adresse von ZDF und SRF.

Am 9. November 2025 traten mit Tim Davie (Direktor-General) und Deborah Turness (Leiterin BBC News) gleich zwei führende Köpfe des britischen öffentlich-rechtlichen Senders BBC zurück. Grund: Eine interne Memo, erstellt von dem früheren Berater Michael Prescott, legte „systemische Mängel“ in der redaktionellen Unparteilichkeit offen — insbesondere bei der Bearbeitung einer Dokumentation über Donald Trump, aber auch bei der Berichterstattung über den Gaza-Krieg, über Israel und zu Gender-Themen. Der Bruch liegt nicht allein im Fehlverhalten einzelner Redakteure, sondern in der strukturellen Versäumnis einer Institution, die einst als Bollwerk demokratischer Öffentlichkeit galt: Wenn eine öffentlich finanzierte Rundfunkanstalt systematisch partikulare Ideologien statt pluralistische Berichterstattung bedient, dann ist nicht nur ihre Glaubwürdigkeit gefährdet — sondern die Demokratie selbst.

Alle Weisheit dieser Welt. Beitrag von Regula Stämpfli zu Hannah Arendt.
Hannah Arendt Analyse von Regula Stämpfli zum Rücktritt der BBC Spitzenmanager.
  1. Verlust des journalistischen Ethos:
    Die BBC wurde einst als Inbegriff des unabhängigen Qualitätsjournalismus verstanden. Heute dominiert Haltungsjournalismus, der moralisiert statt informiert. Damit bricht die BBC mit ihrem öffentlich-rechtlichen Auftrag.
  2. Agenda statt Aufklärung:
    Statt Berichterstattung verfolgt die BBC zunehmend ideologische Agenden – insbesondere gegen Israel, gegen Frauenrechte und zugunsten bestimmter identitätspolitischer Narrative. Journalismus wird zur politischen Waffe.
  3. Antisemitismus durch Sprache:
    Seit Jahren bedient die BBC anti-israelische Frames: Terroristen werden als „Aktivisten“ bezeichnet, Hamas-Propaganda unkritisch übernommen. Das zerstört Glaubwürdigkeit und fördert antisemitische Ressentiments in der Gesellschaft.
  4. Die „Trans-Agenda“ als neues Dogma:
    BBC-Redaktionen haben sich aktiv an der Diskreditierung von Frauenrechtspositionen beteiligt – exemplarisch im Fall J.K. Rowling. Kritik an Transaktivismus wird als Hass diffamiert, Meinungsfreiheit durch moralische Erpressung ersetzt.
  5. Ideologischer Korridor statt Pluralität:
    Wer vom offiziellen Narrativ abweicht, wird ausgegrenzt. Die Vielfalt der Perspektiven – eigentlich Kernauftrag eines öffentlichen Mediums – wird durch Redaktionsideologie ersetzt. Das ist institutionalisierte Zensur.
  6. Politische Moral ersetzt journalistische Kompetenz:
    Reportagen werden zunehmend nach moralischer Haltung statt nach Faktenlage bewertet. Emotionale Inszenierung tritt an die Stelle von Recherche, Betroffenheit ersetzt Urteilskraft.
  7. Verfall der Sprache:
    Begriffliche Manipulation (z. B. „pregnant people“ statt „women“) zerstört die semantischen Grundlagen demokratischer Verständigung. Wenn Wörter ideologisch umcodiert werden, verliert Wahrheit ihre Sprache.
  8. Verlust der institutionellen Selbstkontrolle:
    Dass erst ein Skandal um verfälschte Trump-Zitate zu Rücktritten führt, zeigt: Die BBC-Führung hat jahrelang versagt, interne Kritik zuzulassen. Verantwortung wurde systematisch vertagt.
  9. Demokratieschaden durch moralische Monopole:
    Öffentlich-rechtliche Medien, die ihre Deutungshoheit mit moralischer Überlegenheit verwechseln, untergraben die pluralistische Demokratie. Kritik wird nicht mehr argumentativ, sondern moralisch abgewehrt – das ist autoritär.
  10. Vertrauensverlust als Systemkrise:
    Wenn ein öffentlich finanzierter Sender Partei ergreift, verliert er seine Legitimation. Bürgerinnen und Bürger zahlen Gebühren für Propaganda – das zerstört das Vertrauen in Medien und Demokratie zugleich.

Schlussfolgerung laStaempfli:
Die Rücktritte von Tim Davie und Deborah Turness sind überfällig – aber sie kommen zu spät. Selbstkritik und Reform hätten vor Jahren einsetzen müssen. Die Redaktionen müssen sich ihrer Verantwortung stellen: nicht Aktivismus, sondern Aufklärung; nicht Haltung, sondern Wahrheit.ZDF und SRF sollten genau hinsehen: Auch dort herrscht ein Klima der ideologischen Selbstbestätigung. Wer Demokratie ernst nimmt, braucht Medien, die Pluralität leben – nicht redaktionelle Echokammern.
Zeit für eine Rundumerneuerung: weniger Belehrung, mehr Erkenntnis – und ja, einige Frühpensionierungen wären ein demokratischer Dienst

Zohran Mamdami: The election of a socialist Islamist in the biggest jewish city outside Israel, New York: “We have seen this movie before.” A historic “Weckruf” by Dr. Regula Staempfli & her #HannahArendtLectures; from Teheran to New York.

1979 Reloaded: How the Left Lost the Enlightenment (Again)

By Regula Staempfli — laStaempfli

“Totalitarianism begins the moment belief replaces thought.”
— laStaempfli

Zohran Mamdani’s victory in New York is being celebrated as a triumph of diversity, justice, and “a new progressive era.”
Let’s tell the truth:

This election marks the moment when the Western Left abandons the Enlightenment once more — and embraces a moral-coded tribalism that looks suspiciously like theocratic politics in identity packaging.

We have seen this film before.
Tehran, 1979.
Western intellectuals cheered the “moderate cleric” Khomeini.
They mistook fanaticism for liberation.
They called submission “authenticity.”
They betrayed women, dissidents, secular thinkers — and reality itself.

Today, the same reflex returns — algorithmically refined.

The new authoritarianism doesn’t wear uniforms.

It wears hashtags.
It censors not through prisons but through “safety guidelines.”
It praises women in theory and erases them in practice.
It calls censorship “care.”
It calls submission “solidarity.”

This is not progress.
It is Algorithmic Theocracy — the soft totalitarianism of the digital age.

Hannah Arendt warned us:
Totalitarianism is not just violence.
It is worldlessness — the destruction of a shared reality through moral code and emotional absolutism.

Why Mamdani echoes 1979

Today’s Left does not argue.
It declares.
It does not debate.
It denounces.
It does not think.
It believes.

And belief is the oldest enemy of freedom.

  1. Morality replaces truth.
  2. Victimhood replaces citizenship.
  3. Language replaces reality.
  4. Religion hides inside identity.
  5. Women vanish again.
  6. Dissent equals heresy.
  7. Media worship instead of question.
  8. Violence is romanticized — as long as it’s “resistance.”
  9. History is rewritten to suit the narrative.
  10. Democracy becomes performance, not power.

“Democracy is not a Safe Space — it is a space for argument.”
— laStaempfli

Progressives once argued for universal rights.
Now they defend sectarian identities.
They once defended reason.
Now they enforce emotion.
They once fought for women.
Now they tell women that sex does not exist.

And they imagine themselves radical — while serving the oldest reactionary dream:
replace thinking with belief, individuals with tribes, and politics with obedience.

This is not liberation.
It is the algorithmic return of the clerical mind.

1979 again — only smoother, curated, Instagram-polished.

When truth becomes a moral posture, politics dies.”
— laStaempfli

What happens next?
Either we reclaim reason — or we surrender to the new cults.
Either we defend Enlightenment — or we relive its destruction.

History is back.
And it has a login screen.

Weshalb New York einen sozialistischen Islamisten wählte. Basierend auf “Algorithmic Age” von Regula Staempfli – Politphilosophin, Hashtag#HannahArendtLectures. 5.11.2025.

“Weshalb New York einen sozialistischen Islamisten wählte. Basierend auf “Algorithmic Age” von Regula Staempfli – Politphilosophin, Hashtag#HannahArendtLectures. Know your HERSTORY!
Zehn Gründe, warum Mamdanis Sieg als Symptom eines neuen ideologischen Autoritarismus gilt – eine Parallele zu 1979 Teheran & der Siegeszug des sozialistischen Islamismus.

1.   Ideologischer Moralismus statt Pluralismus
Wie 1979 der politische Islam moralische Überlegenheit beanspruchte, nutzt die heutige Linke ähnliche Rhetorik: Wer widerspricht, gilt nicht als Gegner, sondern als Sünder. Demokratie wird durch moralische Erpressung ersetzt.
2.  Die Wiederkehr der religiösen Politik im säkularen Gewand
Mamdani präsentiert theologisch-kodierte Weltbilder als „soziale Gerechtigkeit“. So wie 1979 Khomeini den politischen Islam als Befreiungstheorie verkaufte, wird heute ein identitätspolitischer Moralismus als Antikolonialismus etikettiert.
3.  Verlust der universellen Kategorien
Statt gleiche Rechte für alle wird Zugehörigkeit über Herkunft, Religion oder Opferstatus definiert. Das ist das Ende des republikanischen Prinzips – genau wie 1979, als Frauen und Minderheiten im Namen der Revolution entrechtet wurden.
4.  Sprachcodes als Machtinstrument
„Anti-rassistisch“ ersetzt „rational“, „dekolonial“ ersetzt „demokratisch“. Diese Codes schaffen Gesinnungszwang – ein strukturelles Pendant zu religiösem Dogma.
5.  Medien als Komplizen
1979 feierten westliche Medien den „sanften Geistlichen“. Heute feiern sie den „progressiven Hoffnungsträger“. Beide Male verwechseln sie Radikalismus mit Charisma.
6.  Der Hass auf die Aufklärung
Was Khomeini die „Verwestlichung“ nannte, nennt man heute „Eurozentrismus“. In beiden Fällen: Ablehnung von Vernunft, Emanzipation, Frauenrechten und individueller Freiheit.
7.  Das Schweigen über Frauen
In beiden Bewegungen wird das Schicksal von Frauen marginalisiert oder romantisiert. 1979 verschwanden sie aus dem öffentlichen Raum – heute aus der Erzählung der Linken.
8.  Das Fehlen des Politischen
Arendt zufolge entsteht Totalitarismus, wenn das Politische durch Ideologie ersetzt wird. Mamdanis Sieg markiert diesen Prozess: Diskurs wird ersetzt durch Glaubensbekenntnis.
9.  Der Westen liebt seine eigenen Zerstörer
1979 jubelte die europäische Linke Khomeini zu – aus Schuld und Sehnsucht nach Reinheit. Heute applaudieren dieselben Milieus neuen autoritären Bewegungen, solange sie „antikolonial“ heißen.
10.                Demokratie verliert ihre Verteidiger
Die gefährlichste Parallele: Damals wie heute schweigt die demokratische Intelligenz – aus Angst, als reaktionär zu gelten. So öffnet sie jenen den Weg, die Freiheit als Schwäche deuten.”

Die Podcastin: Isabel Rohner & Regula Staempfli erhalten den Frauenheldinnen-Preis für das beste Medium 2025. Die Laudatio hielt die Bundesverdienstpreisträgerin Inge Bell an der HEROICA-Konferenz.

laStaempfli & die Rohnerin in der KI-Diskussion über DIE PODCASTIN.

Isabel Rohner & Regula Stämpfli erhalten den Preis für das beste Medium 2025.
Die Auszeichnung wurde im Rahmen der HEROICA-Konferenz (31.10.-2.11.2025) verliehen –
eine Ehrung für herausragende Medienarbeit, die Haltung, Witz und Tiefgang verbindet.

Die Laudatio hielt niemand Geringere als Inge Bell,
Bundesverdienstpreisträgerin, Journalistin und Aktivistin,
die in ihrer Rede den Mut, die Unabhängigkeit und die intellektuelle Brillanz des Podcasts hervorhob:

„Isabel Rohner und Regula Stämpfli und ihr Podcast seit fünf Jahren DIE PODCASTIN sind einfach unverzichtbar.”

Frauenheldinnenpreis 2025. Kategorie. “Medium des Jahres.”

Seit 2020 steht „Die Podcastin“ für feministischen Journalismus,
der nicht spaltet, sondern erklärt – Digitalisierung, K.I., Hannah Arendt, Hedwig Dohm, Architektur der Macht, Codes, Design, Finanzen, Wirtschaft, Demokratie Kultur, Politik und Sprache und und und. Die Rohnerin & laStaempfli beweisen Woche für Woche,
dass Denken ansteckend, Feminismus unterhaltsam und Demokratie weiblich sein kann.

Alle Folgen auf www.diepodcastin.de
#DiePodcastin #laStaempfli #IsabelRohner #Feminismus #Medienpreis2025 #HEROICA

Regula Staempfli on the Fictional Age of Politics: The murder of Robert F. Kennedy & Zohran Mamdani. 30. Oktober 2025.

I began researching Robert F. Kennedy’s assassination after reading the story of Zohran Mamdani, most likely to be the next Mayor of New York. Zohran Mamdani, born in Uganda to the Indian Elite in the African Country – an Elite which got expelled by Idi Amin in 1972, is a perfect symbol of postcolonial rebranding. Zohran Mamdani sells himself as a fiction of oppression. Islamophobia is his concept, lies are his coded tools. The story of Mamdanis Aunt wearing a hijab and being afraid to use the subway in the aftermath of 9/11 is ideology in its purest form. Mamdani had neither an aunt in N.Y. nor was there any islamophobia in N.Y. after the vicious and murderous attacks on the Twin Towers in 2001 by islamic terrorists.

This Mamdani-episode is not trivial. It reveals how post-colonial discourse, wrapped in progressive vocabulary, has become a license to rewrite history. In this narrative, the West is always guilty, the oppressed are always pure, and every fact that complicates the story is quietly deleted. The rewriting extends far beyond campus and social media. It defines our new algorithmic totalitarianism — rule by emotional marketing, where moral branding replaces truth and reality itself becomes a casualty of compassion. When I looked back at the murder of Robert F. Kennedy in 1968, I realized that the same mechanism of denial was already operating then. Kennedy was assassinated by Sirhan Bishara Sirhan, a young Palestinian who said he killed him because of his support for Israel. Yet this political fact was immediately erased — first by journalists, then by Hollywood, and finally by the cultural memory of the West itself.

There are thousands of films and conspiracy theories about John F. Kennedy’s death, but almost none about Robert’s. The reason is simple: the murderer was the wrong kind of villain. His motive — hatred of Israel — could not be integrated into the West’s moral self-image. So the story was suppressed, reframed, and ultimately forgotten.

This essay by laStaempfli, “The Forgotten Assassination: Why the West Erased RFK’s Murderer,” is part of laStaempflis larger project on media failure and elections in Western democracies — how we are sliding into a new totalitarianism built not on censorship but on marketing and fiction. The erasure of facts, from Mamdani’s invented aunt to Sirhan Sirhan’s real gun, marks the same civilization in denial.

We are living, as I have argued since Trumpism. The Algorithmic Age, not in a post-truth world but in a coded one. Algorithms do not simply lie; they curate morality. They decide which stories deserve outrage and which deserve oblivion. And in that curation, democracy itself disappears.

The Forgotten Assassination: Why the West Erased RFK’s Murderer
by Regula Stämpfli / laStaempfli

Robert F. Kennedy’s murder on June 5, 1968, should have been one of the defining political events of the twentieth century. A young senator, a civil-rights advocate, and the embodiment of postwar liberal optimism was shot dead in Los Angeles—just moments after winning the California Democratic primary and positioning himself as heir to his slain brother’s mantle. His assassin, Sirhan Bishara Sirhan, was not a CIA agent, not a mafioso, not a right-wing extremist. He was a 24-year-old Palestinian immigrant who confessed that he killed Kennedy because of his support for Israel.

And yet this fact—stated plainly in police records, trial documents, and Sirhan’s own notebooks—has been almost completely erased from public consciousness. There are hundreds of conspiracy theories about John F. Kennedy’s death, films, novels, documentaries, cults. But about Robert F. Kennedy’s? Almost nothing. The story is too uncomfortable, too ideologically dissonant, too revealing of how the West edits its own history.


1. The Wrong Assassin for the Myth

The American imagination prefers moral clarity. It can handle assassins who are white supremacists, government conspirators, or disillusioned loners. But a Palestinian killing a liberal, pro-Israel Democrat does not fit the script. The victim was a man of compassion, a defender of the poor and the marginalized. The killer claimed to act on behalf of the oppressed. It short-circuits the political circuitry of good and evil. So the story is simply not told.


2. The Left’s Cognitive Dissonance

In 1968, the global Left was in love with the Palestinian cause. “Third World liberation” had become its moral compass. When Sirhan Sirhan killed Robert F. Kennedy, the Left did not know how to respond. Could the anti-imperialist hero be antisemitic? Could a victim of colonialism murder a symbol of liberal progress? Better to say nothing, better to move on to Paris, Prague, and Berkeley. And so the silence hardened into ideology.


3. The Kennedys and the Tragedy Franchise

The Kennedy family curated its mythology carefully. Camelot, youth, destiny, glamour: their brand was martyrdom without malice. A Middle Eastern assassin driven by political hatred did not belong in that story. The family preferred to present Robert’s death as tragic fate, not as geopolitical statement. In that sense, the Kennedys themselves helped depoliticize the murder.


4. Media Convenience and Cold-War Diplomacy

The Cold War media machine found it far easier to frame the murder as a national trauma than as an international incident. To acknowledge a political motive linked to Israel and Palestine risked inflaming Middle Eastern tensions and jeopardizing American alliances. Sirhan was therefore portrayed as a “disturbed immigrant,” a man driven by obsession rather than ideology. The geopolitics of hatred were translated into the pathology of one man.


5. Denial of Antisemitism still rising – after the Shoah

In the 1960s, public discourse on antisemitism was still tentative, shadowed by the Holocaust and constrained by diplomatic sensitivity. To admit that a Palestinian had assassinated a U.S. presidential candidate over Israel would have forced a reckoning the world was not ready for: the reality that antisemitism had survived, mutated, and now wore the costume of anti-imperial resistance. The West preferred denial to confrontation.


6. Hollywood’s Selective Courage

Cinema thrives on villains who are safe to hate: the CIA, the Mafia, white nationalists, capitalists. A Palestinian assassin motivated by rage at Zionism is too risky for producers, too volatile for the global market, and too morally complex for the algorithm of empathy. There is no JFK-style masterpiece about RFK because Hollywood fears the politics of the truth more than the bullets of the past.


7. The Algorithmic Censorship of the Present

Today’s digital culture reinforces the same blindness. Social-media platforms elevate narratives of victimhood and suppress anything that disturbs the hierarchy of empathy. To say that a Palestinian murdered Robert F. Kennedy is to violate the algorithm’s moral code. It is not “trending,” it is not “shareable,” it risks “offending communities.” Thus, the truth dissolves in the digital fog of selective compassion.


8. 1979 and the Legacy of Delusion

History repeated itself just a decade later. In 1979, large parts of the Western Left welcomed the Iranian Revolution and Ayatollah Khomeini as liberators from imperialism. Feminists, Marxists, and post-colonial scholars were slow to see that they had embraced a theocracy. The same blindness had already allowed them to ignore Sirhan’s motive. The habit of seeing every Islamist as an anti-imperialist hero had begun much earlier — with the forgotten assassination of 1968.


9. Academic Capture and Cultural Denial of Jew-Hatred

Universities followed suit. Departments of Middle Eastern studies turned the Palestinian struggle into a sacred narrative of resistance. Within that moral framework, Palestinian political violence could only be understood as reaction, never as aggression. The Kennedy case was thus ideologically unspeakable: a counter-narrative too heretical to cite. Even now, few historians dare to say the obvious sentence — that RFK was murdered because of his stance on Israel.


The Algorithm of Silence

Fifty-seven years later, the world remembers the Kennedy smile, the voice, the poetry of his campaign, but not the name of his assassin. Ask any young journalist or filmmaker today who killed Robert F. Kennedy, they will never come up with the motives (Anti-Israel) nor the name oft he Palestinian assassin. Even many historians must look it up. The name is missing from the collective memory because it does not fit the postcolonial fiction. The idea that Liberalism is murdered by the political Islam is just not in the ideological framework of the academics & intellectuals.  We live in an age of algorithmic amnesia, where stories that disturb the binary of oppressor and oppressed are quietly de-prioritized. The murder of Robert F. Kennedy has become a data ghost — searchable, factual, but emotionally unavailable.

Hannah Arendt would have recognized this as the victory of ideology over reality: when facts lose the power to illuminate because they no longer fit the code of belonging. The truth of 1968 is too inconvenient for today’s moral operating systems.

Robert F. Kennedy’s assassination was not only a tragedy — it was a warning. A warning that the future of democracy depends on truth and remembering facts – especially when they do not fit into the political fiction that rules the public discourse. The bullets that killed RFK 1968 came from a man who hated the West, Israel and the United States of America. The silence that followed the crime came from a culture that feared its own reflection.

And the algorithm still runs.