Regula Stämpfli über Schwangerschaftsabbruch: #diepodcastin mit Isabel Rohner vom 31. Oktober 2022

Hier der Link zur Folge #diepodcastin: Sprechendes Denken von Regula Stämpfli und Isabel Rohner im Wochentakt: DER POLITISCHE PODCAST #PODCASTS #PODCASTER https://diepodcastin.de/2022/10/31/diepodcastin-voll-im-jazz-isabel-rohner-regula-stampfli-mit-hiromi-terri-lyne-carrington-nationalfeminismus-sprechakte-schwangerschaftsabbruch/

Niki Saint Phalle, Bild ihrer schwangeren Freundin, fotografiert von laStaempfli für #diepodcastin.

#diepodcastin voll im Jazz: Isabel Rohner bringt begeistert Hiromi, New Standards & Terri Lyne Carrington, dann auch Preisträgerin Ayaan Hirsi Ali & Regula Stämpfli Nationalfeminismus, Sprechakte& Schwangerschaftsabbruch. Aktuell Iran, Afghanistan und SRF Katar-Propaganda & was kostet das Patriarchat. Zu allererst: DIE EIGENEN POLITIKER UND POLITIKERINNEN BEKNIEN; UNTER DRUCK SETZEN; DEMONSTRIEREN: STOP SUPPORTING THE IRAN REGIME! (Sanktionen, Alle Mullahs auf Terrorlisten, Vermögen einfrieren u.a.) Isabel Rohner schlägt wieder auf mit einem grandiosen Zitat. Was #diepodcastin daran erinnert: Kauft endlich die Bücher der grossen Autorin Isabel Rohner! Regula Stämpfli hat nichts Poetisches, dafür extrem Politisches zu bieten, Ihr lernt denken dabei: Sex, Katzen und Diäten, Kolumnenbuch im Häppchenformat.Aayan Hirsi Ali erhält den Schirrmacher-Preis 2022! Die Podcastin, Isabel Rohner & Regula Stämpfli gratulieren! Die Rohnerin hat die japanische Jazz-Pianistin Hiromi entdeckt. Regula Stämpfli überrascht alle mit einem Hinweis auf einen kommenden EMMA-ESSAY, indem sie dafür plädiert, DIE GELTENDEN FRISTENLÖSUNGEN & Regelung zu Schwangerschaftsabbrüchen nicht zu tangieren: 1. Wirklichkeit ist, niedrige Abtreibungsquote und das ist gut so. 2. Abtreibung ist weder gesund noch ungesund, sollte möglichst selten vorkommen. Abtreibung als geschlechtsneutrale Gesundheitspolitik, wie bei den Petitionen und Initiativen vorgesehen, birgt grosse Gefahren der Verfügbarkeit des weiblichen Körpers. Selbstverständlich sind die rechtspopulistischen Abtreibungsgebote auch abzulehnen und wie. Es gilt: DON ‘ T TOUCH RUNNING SYSTEMS, nur weil die USA die Parteien damit Stimmen gewinnen. “Und im Übrigen fordern wir die Abschaffung der Männerquote”. #diepodcastin DER ERSTE POLITISCHE PODCAST VON ZWEI WEIBLICHEN INTELLEKTUELLEN (Seit der Pandemie und dem dadurch salonfähigen Sexismus).

Georgia Meloni: Nationalfeminismus, Rechtsextremismus, Frauen und Wahlen, Oktober 2022 von Regula Stämpfli, u.a. in der NZZ 6.10.2022.

Auf Art Is A Piece of Cake gibt es eine halbe Stunde Podcast mit dem sprechenden Denken von Regula Stämpfli zur Frage: “Sind es nun die Frauen, die Rechten in die Posten hiefen?” http://artisapieceofcake.art/2022/10/26/georgia-meloni-nationalfeminismus-rechtsextremismus-frauen-sprechendes-denken-von-der-politologin-dr-regula-staempfli/Wichtigste Erkenntnis zu Frauen in der Politik vorneweg, zitieren mit Regula Stämpfli: “Einzelne Frauen können Männer mobilisieren, Frauen in Mehrheiten demobilisieren Männer.” – “Rechte Positionen sind insgesamt in der europäischen Mitte angekommen und erreichen dementsprechend auch die Frauen. Dies ist die Veränderung der letzten zehn Jahre, aber keine Frage von Geschlecht, sondern von Politik.” “Es gibt auch Frauen, die mit expliziten Männerprogrammen, Männer mobilisieren können.”

laStaempfli mit Medienkolumne
Regula Stämpfli: Expertin zu Frauen in der Politik, d.h. Expertin für Demokratie, Geostrategie, Klimapolitik, Kulturpolitik, denn nach Hannah Arendt gibt es nur “Frauen in der Politik” oder es gibt sie gar nicht.

Die Politphilosophin Regula Stämpfli hat im Vorfeld mehrere Gespräche über Georgia Meloni, den Aufstieg der Frauen in der Rechten und über laStaempflis neue Definition von “Nationalfeminismus” gesprochen. In der NZZ wurden einige Gedanken rezipiert, doch der Grundgedanke, dass Frauen in den Rechten vor allem Männer mobilisieren sollen, nicht Frauen, ging verloren, siehe https://www.nzz.ch/international/meloni-der-rechte-rand-wird-weiblicher-und-das-ist-kein-zufall-ld.1704877

Deshalb hat Regula Stämpfli dies in einem Podcast nachgeholt. In Art Is A Piece Of Cake lassen sich die Gespräche im sprechenden Denken im Podcast von Regula Stämpfli nachverfolgen. Definition von NATIONALFEMINISMUS = SPRECHAKTTHEORIE DER RECHTEN, DIE VORGIBT, FÜR FRAUENRECHTE ZU SEIN, DABEI KLASSISCHE FASCHISTISCHE, RECHTSEXTREME & RECHTSPOPULISTISCHE STEREOTYPEN BEDIENT.” COPYRIGHT & DEFINITION VON REGULA STÄMPFLI. DIES ALS HINWEIS für WIKIPEDIA.

Hier nochmals der Hinweis auf den Artikel im Klein Report: https://www.kleinreport.ch/news/polit-medienkommentar-italien-nationalfeminismus-als-neues-medien-phanomen-100379/

Im Artikel zur Europäischen Kommunikationspolitik stehen wesentliche Strukturmerkmale, die den Aufstieg der Rechten, Nationalpopulisten und Faschisten ermöglichen: Ein Clou vorneweg. Ein Strukturmerkmal ist auch die Nicht-Lernfähigkeit der Linken sowie deren Faible für Sprechakttheorien, die eben nicht nur links funktionieren, sondern auch rechts und die im Kern antidemokratisch sind.

Für ARTE TV Regula Stämpfli mit dem wichtigen DEMOKRATIE-INTERVIEW: HINWEIS. Als junge Frauen dürfen Expertinnen noch auftreten …..https://www.youtube.com/watch?v=tDg-1MxrNNI

Regula Stämpfli zur Abtreibungsfrage bei den “Die Mitte Frauen Schweiz” 22. Oktober 2022.

US-Amerikanische Themen erobern die schweizerische politische Tagesordnung. Dr.phil. Regula Stämpfli, ad personam Mitglied der SGBE, Schweizerischen Gesellschaft für Bioethik, wird den “Mitte Frauen Schweiz” Auskunft geben zu Vorschlägen, die gut funktionierende Fristenlösung in der Schweiz – die Schweiz hat eine der niedrigsten Abtreibungsrate Europas – aufzuheben.

Hier noch eine Spontanempfehlung vom grossen Jürg Halter, Dichter, Singer-Songwriter und Poet für tolle Expertinnen, Frauen, Menschen:

Regula Stämpfli an der Buchmesse in Frankfurt 2022: Alles anders und doch beständig. Ein erstes Highlight mit Mithu Sanyal.

Bei der Einfahrt in Frankfurt a. Main müssen alle wieder ihr Gepäck anschnallen, nie unaufbesichtigt lassen und wie Sperber darauf bedacht sein, Diebe nicht an Rucksack, Brieftasche oder andere Wertgegenstände zu lassen. Der Frankfurter Bahnhof ist eine der fürchterlichsten Gegend in den leider in Deutschland gewachsenen fürchterlichen Bahnhofsgegenden. Ich fühle mich jedesmal an die Ankunft in N.Y. 1989 erinnert und in den folgenden Jahren: “It is dangerous, it is really dirty and it does not seem like a prosperous Western City.” Ob Frankfurt, wenn es schon so einen abgefuckten Bahnhof hat, auch eine coole Szene wie damals in N.Y. als Ausgleich ermöglicht? I doubt it. Auf dem Fussweg zur Messe sieht alles noch abgewrackter aus als 2019 und es fehlen beim City-Eingang alle Buden, Stände, Läden mit Ramsch aus vergangenen Jahrzehnten. Alles weggefegt wie die Eingangskassen. Anmeldungen erfolgen nur digital, dafür gibt es eine meterlange Schlange von älteren Damen und Herren, die mit der Digitalität nicht so zurechtkommen – auch ich hatte, trotz Anmeldung, keine Eintrittskarte gekriegt und musste mich neu einloggen, wie Dutzende neben mir auch. Es könnte also nicht an den älteren Damen und Herren, sondern am FBM2022 Digitalsystem liegen. Mal sehen, wie es an der Besucherinnen-Messe geht. Die Hallen sind völlig neu geordnet, doch wie mir die Schweizer Stand-Dame von oben herab sagt: “Das war schon letztes Jahr so.” Überhaupt der Schweizer Stand, wie immer zuvorderst mit Kafi-Satz, am Donnerstag gibt es einen Empfang, zu dem man sich, auch neu, digital voranmelden musste. Schmallippig meint dieselbe Dame: “Sie können ja trotzdem vorbeischauen” – gnädig, nicht wahr? Doch dann wurde der Tag wie immer an der Buchmesse, zauberhaft:

Regula Stämpfli mit Mithu Sanyal an der Frankfurter Buchmesse 2022.

Highlight gab es viele, darüber wird laStaempfli noch schreiben, doch das Gespräch mit Mithu Sanyal am FAZ-Stand zu Sanyals neustem Werk (das schreibst Du in einem Monat! – well, no, ich leider nicht) war zauberhaft, inspirierend, super, sie ist einfach GROSS. Das anschließende Interview mit Michel Friedman dafür unendlich traurig, schmerzhaft – der Moderator kam eine halbe Stunde zu spät und war schlampig vorbereitet, für diese Fuge von Michel Friedman, diesem Gedicht voller Schmerz: “Fremd.” Doch die Zeit drängt, ich muss weiter. Später mehr.

#diepodcastin engagiert: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Kim de l’Horizons Schlussbemerkung anlässlich des Deutschen Buchpreises & die Techniken der Frauenunterdrückung. Ein Aufruf auch für Elnaz Rekabi.

Link: /https://diepodcastin.de/2022/10/19/diepodcastin-engagiert-isabel-rohner-regula-stampfli-uber-elnaz-rekabi-kim-de-l-horizon-dominik-holzer-deutscher-buchpreis-wie-frauen-vergessen-abgewertet-lacherlich-gemacht-werden-pub/

Isabel Rohner und Regula Stämpfli treffen sich vor der Buchmesse in Frankfurt 2022 zum Podcast, da beide Expertinnen am Wochenende engagiert sind, wie dies noch öfters vorkommen wird. Zur Erinnerung: Isabel Rohner und Regula Stämpfli haben sich in den ersten Wochen der Pandemie 2020 via TWITTER darüber ausgetauscht, wie fürchterlich es doch ist, dass ausgerechnet bei Gesundheitsthemen und dem ersten #Lockdown in deutschsprachigen Medien wieder Männer den Bildschirm zu 90 Prozent besetzt haben. laStaempfli meinte, wir sollten eigentlich einen Frauenpodcast machen, diese gab es nämlich zum damaligen Zeitpunkt noch nicht. Isabel Rohner meinte: “Machen wir und das Ding heisst selbstverständlich DIE PODCASTIN”. Seitdem treffen sich die Kulturwissenschafterin, Krimiautorin, Bildungsexpertin Dr.phil. Isabel Rohner und Dr. phil Regula Stämpfli, ihrerseits “intellektuelle Hannah Dampf in allen Gassen” wöchentlich zum “sprechenden Denken”, wie es dies auch Hannah Arendt einmal formulierte und wie es Moritz Klenk in seiner Dissertation “Sprechendes Denken” auch getan hat. Mit ihm co-hostete Regula Stämpfli, plus dem Internet-Revolutionär Stefan M. Seydl, zunächst den Podcast avant la lettre – als hierzulande noch niemand Podcasts kannte – den #1968kritik und dann #NoRadioShow bis 2017. Alle hier Erwähnten zeichnen sich dadurch aus, dass sie Jahre vor allen anderen zu früh sind und oft erleben müssen wie intellektuelle Leichtgewichte gefeiert werden, die keinen Beitrag zum Klimawandel, Demokratie, Gleichstellung, Solidarität, Freiheit, Resonanz etc. leisten.

Der aktuelle Podcast von Isabel Rohner und Regula Stämpfli verdichtet in dieser Folge viel Wissen der letzten Jahre: Es geht um die strukturelle Gewalt der Narrative gegen Frauen, die neuerdings nicht mehr “Alte Hexe”, “Schlampe”, “Trockene Ziege” oder einfach “C****” genannt werden, sondern TERF (Wie sind doch Frauenhasser immer innovativ mit neuen Begriffen) und dies öffentlich, ohne Scham, ohne die geringste Scheu. Wer TERF sagt, will Menschenverachtung predigen. Eine Ministerin, die mit Menschen, die derartige T-Shirts tragen, posieren, muss ebenso zur Rechenschaft gezogen werden wie andere Minister, die sich mit antidemokratischen Slogans, Insignien etc. fotografieren lassen.

In der Folge geht es auch um die strukturelle Gewalt des Vergessens ausgerechnet der Generation, die mit Fug und Recht Vergessen aufhebt, neue Wörter, Sprachbilder und Referenzen kreiert und sich statt mit den WIRKLICH MÄCHTIGEN anzulegen, sich mit diesen gegen Frauen allgemein, verbündet. Deshalb ist der Satz von Kim l’Horizon so falsch wie verletzend und gewalttätig und verdient es, von #diepodcastin besprochen zu werden: Kim de l’Horizon hat die bewegendsten Szenen in Frankfurt geliefert: Zuerst wegen Mama geweint, dann gesungen auf englisch, dann die Haare rasiert wegen den Frauen im Iran und kurz vor dem Weggehen noch schnell gemeint: “Wir schauen alle nach Iran und es zeigt, wie dumm unser Weltbild war als wir dachten, Weiblichkeit ist nur im Westen emanzipiert.”NEIN: Feministinnen wie Isabel Rohner, Regula Stämpfli, Hedwig Dohm, Simone de Beauvoir, Maria Lassnig, Xenia Hausner, Chimamanda N’Gozi Adichie, J.K. Rowling, Margret Atwood und 1000000000nde von Frauen der letzten Jahrhunderte mehr wussten, dass Weiblichkeit nicht einfach im Westen emanzipiert ist, sondern WELTWEIT STATTFINDEN MUSS. Die Hybris gegen alle Frauen, so zu tun als wären Feministinnen die bösen der Welt, schadet allen Frauen: Im Westen wie im Iran, im Irak, wie in allen fürchterlichen Ländern, die Frauenrechte, Frauenfreiheit, Gleichstellung, Demokratie nie leben durften und immer noch dürfen. Nur dank den universellen Fortschritten in Demokratie und für Frauenrechte im Westen, leben viele westliche Frauen heute in einem Freiheitsparadies, das wirklich das Korsett des Patriarchats nach und nach wegschält. So zu tun als gäbe es mehrere Arten der Gleichberechtigung OHNE GLEICHE RECHTE VOR DEM GESETZ ist, Kulturrelativismus, Unterdrückung und autoritäre Regimes gut zu heissen und bedeutet für alle Kinder, Mädchen und Frauen in erster Linie: Unterdrückung.

Wer Kritik am Westen üben will, an den existierenden Demokratien, soll diese Kritik an die Mächtigen und nicht die Ohnmächtigen richten. Für den Iran, China, Russland gilt: Sanktionen. Es gibt keinen Ausverkauf von Demokratie, Frauenrechten, Gleichstellung, Arbeitsrechten, sozialen Fortschritten zugunsten einer autoritären Wirtschaft. Deshalb brauchen wir – dies die Einsicht von Isabel Rohner und Regula Stämpfli, dringend die Abschaffung der Männerquote, die Amtszeitsbeschränkung sowie die klare Verantwortlichkeit politisch Handelnder. All diese Themen verhandeln Isabel Rohner und Regula Stämpfli, die sich oft nicht einig sind, zum Beispiel in der Einschätzung des Nobelpreises für Literatur an Annie Ernaux, die laStaempfli als zutiefst islamo-gauchiste Aktivisitin verachtet, als Autorin sehr interessant findet, indessen dieses Jahr unbedingt Salman Rushdie ausgezeichnet hätte als Zeichen für freies Denken, freies Handeln und das freie Wort: Poetisch und zugunsten der Unterdrückten und nicht der Unterdrücker.

#diepodcastin engagiert: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Elnaz Rekabi, Kim de l’ Horizon, Dominik Holzer, Deutscher Buchpreis & wie Frauen vergessen, abgewertet & lächerlich gemacht werden & Pubertätsblocker. Hier zur Folge , der Link: https://diepodcastin.de/2022/10/19/diepodcastin-engagiert-isabel-rohner-regula-stampfli-uber-elnaz-rekabi-kim-de-l-horizon-dominik-holzer-deutscher-buchpreis-wie-frauen-vergessen-abgewertet-lacherlich-gemacht-werden-pub/

In dieser Folge der #diepodcastin reden Isabel Rohner und Regula Stämpfli über die Solidarität mit den Frauen und Männern im Iran: Und wiederum gilt es hinzuweisen, dass ES DIE FRAUEN SIND, DIE DIESES VERDAMMTE REGIME VERGEWALTIGT, FOLTERT, SIE AUF EWIG unterdrückt und deshalb ist es unglaublich wichtig, dies auch so zu benennen: Wenn Frauen als Frauen unterdrückt werden, sind es nicht einfach “Personen”, sondern ihr Körper gibt Ausschlag über dessen Martyrium. Seien wir Sprachrohr für Elnaz Rekabi. Sie und alle Frauen, die gekerkert werden, braucht dringend unsere Unterstützung.

Die Folge: https://diepodcastin.de/2022/10/19/diepodcastin-engagiert-isabel-rohner-regula-stampfli-uber-elnaz-rekabi-kim-de-l-horizon-dominik-holzer-deutscher-buchpreis-wie-frauen-vergessen-abgewertet-lacherlich-gemacht-werden-pub/

Nachtrag: Wikipedia hat Kim de l’Horizon mit Geschlecht und Geburtsort ausgewiesen. Die Podcastin hat dies nachträglich gelöscht, um Kim nicht zu schaden. Regula Stämpfli weist indessen ausdrücklich darauf hin, dass Wikipedia dies mit Frauen immer tut: Ihr eigener Namenseintrag ist falsch und wird von einem Troll bedient, der sich privater Dokumente bemächtigt hat und ein sehr bekannter Schweizer Journalist ist. Wer schon mal versucht hat, die Verleumdungen auf Wikipedia zu löschen – es sind in der Schweiz nur ein paar Tausend, die hier aktiv Frauen verhindern, weiss, wie schwierig dies ist und ist entsetzt, dass dies kein Thema ist für die herrschende SEXISTISCHE ENTEIGNUNG. Das Recht auf private Dokumente wird massiv verletzt.

#diepodcastin: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über die Frauenrevolution im Iran #IranRevolution22 & einem kurzen Streitgespräch zu Annie Ernaux.

Hier der Direktlink zur “Die Podcastin von Isabel Rohner und Regula Stämpfli – der aktuelle feministische Wochenrückblick seit der Pandemie”: https://diepodcastin.de/2022/10/15/diepodcastin-frau-leben-freiheit-isabel-rohner-regula-stampfli-uber-iran-theorie-der-islamo-gauchiste-masih-alinejadnatalie-amiri-gilda-sahebi-isabel-schayani-nilufar-hamedi-christiane-ama/

Regula Stämpfli und Isabel Rohner geben auch Tipps, wem folgen. laStaempfli ergänzt hier den grossen Menschenrechtsaktivisten und Intellektuellen Kacem El Ghazzali:

#diepodcastin frau, leben freiheit: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Iran, Theorie der islamo-gauchiste, Masih Alinejad,Natalie Amiri, Gilda Sahebi, Isabel Schayani, Nilufar Hamedi, Christiane Amanpour, Annie Ernaux& deren Defizite.“Der Hijab ist wie die Berliner Mauer. Wenn wir diese Mauer zerstören, wird die isalmische Republik nicht mehr existieren.” Masih Alinejad, Journalistin und Kämpferin für FrauenrechteRegula Stämpfli und Isabel Rohner sprechen über die Revolution im Iran, über die mutigen Frauen und Mädchen, die für ihre Rechte unter Androhung von Gewalt, Gefängnis, Folter und Tod kämpfen, über die träge Berichterstattung im deutschsprachigen Raum und das große Verdienst von Journalistinnen wie Natalie Amiri, Gilda Sahebi, Isabel Schayani, Nilufar Hamedi und Christiane Amanpour, das überhaupt etwas medial geschieht.

Statt Precht/Welzer zur Vierten Gewalt, lesen Sie alle: Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt. Regula Stämpfli verbindet #Digitalisierung #FakeNews #Empörung #Personalisierung #Skandalisierung #FreundFeindSchemata & #IconicTurn

In 50 Jahren wird es in Deutschland hoffentlich mehrere Statuen geben: Für all die genialen Denkerinnen, die ihrer Zeit 50 Jahre voraus waren während alle Medien sich an Hofexperten mit Seichtwasser-Analysen rieben. Precht/Welzer sind omnipräsent und verkaufen ihr Buch prächtig. Es gibt kaum ein Medium, das NICHT über das Buch “Die Vierte Gewalt” berichtet hätte; ein Buch, das dermassen altmodisch ist, dass sich Autoren und Journalisten schämen müssten, es aber in Deutschland nicht tun, weil der Mediendiskurs dermassen veraltet ist. Mein geschätzter Kollege Jörg Scheller hat dies in einem TWEET brillant auf den Punkt gebracht:

Jörg Scheller vom 11. Oktober auf TWITTER.

Deshalb: Bestellt das Buch entweder bei der Autorin für 25 Euro (Post inklusive in Deutschland) auf pollitphilozoffin@gmail.com oder hier auf Amazon, da der Münsterverlag verkauft wurde: https://www.amazon.de/Trumpism-Ein-Ph%C3%A4nomen-ver%C3%A4ndert-Welt/dp/3905896796

Auch das politische Denk-Buch: “Sex, Katzen und Diäten” von Regula Stämpfli ist sehr amüsant, gute Bettlektüre und lehrt politisches Denken.

Regula Stämpfli im ENSUITE/DAS KULTURMAGAZIN: LITERATURBLOG& MAGAZINBEITRAG: AFGHANISTAN & NEUE STUDIE OTTO BRENNER STIFTUNG SEPTEMBER 2022.

Codes, Taliban und Sprechakte: Otto-Brenner-Studie & neues Afghanistan-Buch:

Von Regula Stämpfli – Diesmal reisen wir in unserer Literaturbesprechung von Deutschland nach Afghanistan und zurück mit einem Schlenker in die Schweizer Innenpolitik. 

Inge Bell, die preisgekrönte Journalistin und zweite Vorsitzende von Terre des Femmes Deutschland, dem Verband, der sich gegen alle Widerstände für Frauenrechte, Gleichberechtigung und Freiheit für alle Frauen weltweit einsetzt, wurde von Twitter über drei Wochen gesperrt. Weshalb? Weil eine Handvoll gut organisierter Antidemokrat*innen die Frauenrechtlerin Inge Bell – wie die Misogynen anno dazumal –zum Verstummen bringen wollte. Die «Verbrechen» Bells bestehen aus der Sicht der neuen Totalitären darin, «Sexarbeit» als  «Menschenfleischarbeit» (Begriff laStaempfli) zu entlarven, im «Hidschab» nichts «Hippes» zu sehen, wie dies das Schweizer Fernsehen tut (Beitrag vom 21.9.2021), und weiterhin von «Frauen» und nicht von «Menschen mit kleinerer Harnröhre» zu sprechen. Inge Bell hat von rechts und links schon unzählige Drohungen gegen Leib und Leben gekriegt und viele Verfahren gewonnen. Dennoch wurde sie von Twitter drei Wochen gesperrt. Spannend ist, dass ausschliesslich Frauen von den totalitären Aktivist*innen einzeln herausgepickt, isoliert und mit Bots attackiert werden. Männer, vor allem die Rechtsextremen, die Mächtigen, die Gefährlichen, da über viel Kapital für juristische Klagen verfügend, werden von den * nicht verfolgt. Der Kampf um Deutungshoheit von links dreht sich nicht um Inhalte, sondern darum, prominente Frauen und schlicht Frauen einzuschüchtern, zu mobben, deren Karriere zu beschädigen, sie womöglich in den finanziellen und körperlichen Ruin zu treiben.

Was sich auf Twitter gegen Frauen und dann in der Realität abspielt, kümmert die Männer nicht. Es geht ja «nur» um Frauen.

Im Westen ist Twitter das stärkste Tool von radikalen, links- und rechtsextremen Menschenrechtsfeinden gegen Demokratie, Frauenrechte und Rechtsstaat geworden. Die Anonymität garantiert dem Mob mit Twitter-Meldungen oft grossen Erfolg. Medien lieben Streit, Skandal, Shitstorms, Trends und Hashtags. Sie folgen ihnen wie läufige Hunde ihren Instinkten. Somit pushen sie zusätzlich die Twitter-Gaunerbanden woke und rechts.«Journalismus in sozialen Netzwerken» fokussiert nicht auf Information, sondern auf Klicks. Die Otto-Brenner-Stiftung hat erst kürzlich dazu eine prominente Studie publiziert. Ich lese daraus: Algorithmen kennen keine Vernunft, keine Anti-Vernunft, sie sind nihilistisch auf Empörung programmiert, die sich millionenfach repetiert. Verbinden sich Codes mit der in der Gesellschaft strukturell vorhandenen Misogynie, mit dem Antisemitismus und antidemokratischer Empörung, gibt es kein Aufhalten der automatisierten Prozesse mehr. «Optimierter Journalismus» nennt sich dies modern. Es ist ein Oxymoron für die Abschaffung demokratischer Information zwecks Partizipation. Journalismus für soziale Netzwerke zu machen birgt in sich die strukturelle Zerstörung demokratischer Werte. Dies, weil die kommerziellen Plattform-Logiken nicht der Information, sondern der Plattform-Dauer dienen. Wer journalistische Beiträge «plattformisiert», strukturiert mittels Codes nur die Distribution, nicht die Information. So – meine These aus dem Gelesenen – entsteht das «Anything Goes»-Prinzip der zufälligen Codierungen mit absurd antidemokratischem Exzess: Frauen sind in der codierten, postkolonialen und feministischen Welt inexistent, der Handel mit Menschenfleisch in der Prostitution ein Geschäft wie jedes andere (SRF 29.1.2021). Der Hidschab ist hip (SRF 21.9.2021), Leihmutterschaft ein Geschenk (SRF 2.5.2022), Genitalverstümmelung bei Frauen eine «Beschneidung» (Plan W der SZ vom 4.2.2022) und die Eizellenspende (ein massiver gesundheitlicher Eingriff mit hoher Wahrscheinlichkeit einer daraus folgenden Unfruchtbarkeit) mit der männlichen Samenspende vergleichbar (SRF 17.3.2022).

Die menschliche Erfahrung, so Hannah Arendt, werde in totalitären Sprechakten verneint und vernichtet. Es würden, Arendt im Totalitarismus-Buch weiter, ständig «Siege auf Kosten der Wirklichkeit» errungen. Wirklichkeiten, die Menschen untereinander besprechen müssten, dies aber in totalitären Systemen nicht könnten, da Sprechakte, Ideologien und allumfassende Verhaltensregeln zugunsten der «Harmonie, des Fortschritts, der Volksgemeinschaft etc.» zentralisiert seien.

Regula Stämpfli noch vor #IranProtests22 über feministische Revolutionen.

Wir reisen ein paar Tausend Kilometer östlich nach Afghanistan. 1996 bis 2001 herrschte dort das Emirat der Taliban. Sie setzten die Scharia mit öffentlichen Hinrichtungen, Auspeitschungen und Amputationen durch. Zwanzig Jahre später sind sie wieder am Ruder. Dank einer unglückseligen Koalition rechter und linker Geostrategen wurde Afghanistan im Sommer 2021 dem völligen Chaos und wiederum den Taliban überlassen. Die Folge ist sichtbar: Seitdem sind die Bärte wieder lang, Musik verboten, Frauenstimmen am Radio verboten, Schauspielerinnen verboten, Frauen insgesamt verboten – es darf sie nicht mehr sichtbar geben.  Wie dies geschehen konnte, darüber berichtet Natalie Amiri in ihrem Buch «Afghanistan. Unbesiegter Verlierer». Ihr Bericht ist erschütternd, manifestiert gleichzeitig die unpolitische Haltung vieler Journalisten in Bezug auf Afghanistan. Deshalb bleiben Themen wie Digitalisierung, globale Islamisierung und westliche Mediennarrative unterkomplex im Buch. Zwar versucht Natalie Amiri, das Versagen westlicher Medien zwischen den Zeilen zu formulieren. Doch sie ist selber zu sehr im Kriegs- und Medienmodus, wenn sie Kritik zu formulieren versucht. In Afghanistan – welcher Hohn und wie bitter – wurde das Vielfache der Marshallplan-Hilfe für das besiegte Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg verlocht. Die Milliarden landeten in den Taschen korrupter Afghani, Saudi-Araber, Katari, der Eliten in den Emiraten sowie in den Börsen der Hamas, teils auch im Iran und – horribile dictu — im IS-Staat. «Die Taliban haben auch den Informationskrieg gewonnen. Als die Taliban das letzte Mal in Afghanistan regierten, gab es noch kein Facebook. Seit 2015 sind die Taliban bei WhatsApp und Telegram. 2017 haben sie angefangen, Propagandavideos nach dem Vorbild der Terrororganisation Islamischer Staat zu veröffentlichen.» (S.184) Dadurch setzen selbst die Taliban auf westliches Storytelling wie «kulturelle Eigenheit», «Erfahrung», «Identität» und bauen auf grassierenden Antisemitismus – in Solidarität mit den rechtsextremen und linksextremen Szenen Europas und in den USA. «Wenn du dich jemals nutzlos fühlst, dann erinnere dich daran, dass es zwanzig Jahre brauchte, Billionen von Dollars und vier US-Präsidenten, um die Taliban durch die Taliban zu ersetzen.» Dies ist das bittere Fazit, das Amiri gleich zu Beginn ihres Buches zieht. Deshalb hat die Schweizer Politikerin Marianne Binder eine der klügsten Interpellationen zu Afghanistan in der letzten Sommersession platziert. Sie will nämlich vom Bundesrat wissen, was in aller Welt eigentlich mit den Millionen Franken Hilfe passiert ist, die in den letzten zwanzig Jahren nach Afghanistan geflossen sind. Darüber hinaus will sie sicherstellen, dass jede zusätzliche Hilfe an Afghanistan unter keinen Umständen in die Hände der Taliban fällt. (16.6.2022 Ratsbetrieb Parlament) Literatur:
#HannahArendtLectures von Regula Stämpfli an der HSG siehe
www.hannaharendt.euOtto-Brenner-Stiftung, Journalismus in sozialen Netzwerken. ARD und ZDF im Bann der Algorithmen? Siehe www.otto-brenner-stiftung.de/fileadmin/user_data/stiftung/02_Wissenschaftsportal/03_Publikationen/AH110_OERM_Soziale_Netzwerke.pdfNatalie Amiri: Afghanistan. Unbesiegter Verlierer. Aufbau-Verlag.Artikel online veröffentlicht: 1. September 2022

Regula Stämpfli, Podcasterin/Politphilosophin an den SWISS RADIO DAYS 2022.

Das Börsenblatt der Frankfurter Buchmesse interviewt die falschen Leute: “Podcasts bleiben ein Nischenmedium” meint der Experte Wolfgang Fischler vom literaturcafe.de 2019 siehe Link: https://www.boersenblatt.net/archiv/1735545.html Dies erinnert an den Zukunftsforscher Matthias Horx, der im Jahr 2005 auf einer öffentlichen Veranstaltung meinte: „Von Facebook wird in 5 Jahren niemand mehr reden!“ siehe Link: https://www.horx.com/zukunftsforschung/mein-facebook-failure/

Regula Staempfli macht Zukunft: Podcasterin. Hier an den SWISS RADIO DAYS 2022.

LaStaempfli musste sich derartige grobe Fehler noch nie leisten, sie lag nicht einmal mit einer Prognose daneben. Hätte sie dies in den letzten Jahrzehnten als öffentliche Intellektuelle getan: Die Trolls, einige Journalisten und Haters, hätten sie dermassen zerfetzt, dass ihre Karriere massiv Schaden erlitten hätte. Glücklicherweise ist dem nicht so: Von Facebook erzählte ich schon 2007 als DAS POLITMEDIUM, die globale Finanzkrise 2008 sagte ich in der Aargauer Zeitung mit “Tanzen auf dem Vulkan” voraus, Elon Musks TWITTER-Schwierigkeiten: “Er spielt einen Börsentrick, den ihn allenfalls schwer schaden könnte” 2022 und 2011 zum “algorithmischen Bias”: “Die Eroberung der Welt als Zahlenmodell wird uns an den Rand der Zerstörung führen” mit Hinblick auf die falschen ökonomischen Anreize in Demokratien und und und: Von “Trumpism, diesem Phänomen, das die Welt verändert, ganz zu schweigen”: Der Welt- und Realitätsverlust unserer Zeit liegt in den Codes.

Deshalb hier auch der Befund der SWISS RADIO DAYS 2022: PODCASTS SIND DAS ZUKUNFTSMEDIUM UND HABEN IN DEN USA DIE RADIOSTATIONEN ÜBERHOLT.

Sabrina Pesenti & Darryl von Däniken & Regula Staempfli

Dies freut die Podcasterin der ersten Stunde mit 2015: #1968Kritik zusammen mit Stefan M. Seydel, dem Internetpionier der ersten Stunde, dessen Originalität in der Schweiz viel zu wenig geschätzt wird und dem Professor Moritz Klenk, dessen Dissertation “Sprechendes Denken” ein Podcast-Projekt war. Bis 2017 trafen wir uns fast wöchentlich zur #NoRadioShow, schon da antizipierend, was fünf Jahre langsam öffentlich wird: Fake News, Trollmaschinen, autoritäre, repetive Automatismen und die Möglichkeiten der Revolutionen durch soziale Medien. Seit 2021 führt Regula Stämpfli mehrere Podcasts, u.a. den schon für den GRIMME-PREIS nomminierten #diepodcastin, zusammen mit der fabelhaften, innovativen Krimibestsellerin und Herausgeberin der Werke von Hedwig Dohm, Dr. Isabel Rohner.

#DIEPODCASTIN IS THE WINNER: JE LÄNGER JE MEHR WERDEN PODCASTS WIE RADIOSTATIONEN GEHÖRT WERDEN.

Regula Stämpfli: Klein Report Kommentar “Massiver Machtverlust der Medien”: 28. September 2022.

Im Klein Report formulierte Regula Stämpfli Ende September den massiven Informationsverlust und das schlechte Image von Medien. https://www.kleinreport.ch/news/massiver-machtverlust-der-medien-journalisten-sind-nicht-mehr-erwunscht-100366/#

Hier der Kommentar, etwas verändert für die Homepage von Regula Stämpfli:

Bildschirmfoto: Medienkommentar von laStaempfli zum Machtverlust der Medien. Und dem ausschliesslichen Männer-Zitatationskartell in Deutschland.

Aline Wanner in der «NZZ am Sonntag» vom 25. September 2022 bringt es auf den Punkt: «Immer weniger Lust auf Journalisten.» Unternehmen, Banken, Pharma, Industrie, Universitätsangehörige, Spitalleitungen, Managements et cetera haben keinen Bedarf mehr, den Medien Rede und Antwort zu stehen. Die kommunikativen Kanäle sind via soziale Medien, Webseiten und Pressemitteilungen inklusive Werbung offen und effizienter: Medien stören diesbezüglich nur bei Erledigung der gewachsenen Herausforderungen unserer Zeit. Die Auseinandersetzung mit den Medien hat zudem viel öfter juristische Folgen als früher.

Die Medienexpertin Regula Stämpfli hat für den Klein Report einen Kommentar zu dieser Entwicklung geschrieben.

Interessant ist, dass das neuste Schweizer Medienqualitätsranking die Selbstreferenz der Schweizer Medien nicht misst, respektive die Aussenkontakte der Medien punkto Recherchen, Interviews und regional relevanter wie demokratiepolitisch interessanter Themen nicht im Blick hat. Dabei hält die Otto Brenner Stiftung in ihrer neusten Untersuchung zur Abhängigkeit der Medien vom «Klickratenjournalismus» fest, dass nicht die für die Demokratie entscheidenden Themen, sondern die für die Plattformen und Klickraten geeigneten Themen bevorzugt werden. Und dass dadurch die Demokratie massiv unter Druck gerät.

Meine Beobachtung ist auch, dass wer sich in den Medien äussert, dies im Nachhinein oft bereut, da auch das journalistische Handwerk der auf Klickjournalismus getrimmten Berichterstattenden zu wünschen übrig lässt. Waren früher Porträts, Interviews und Reportagen voller neuer Informationen, werden diese journalistischen Genres mehr und mehr zu Meinungsstücken und für einen Kommentar oder für einen Hashtag zurechtgebogen. Wirklich mächtig sind deshalb mehr und mehr Menschen, die – wie die verstorbene Queen – nie von Medien interviewt werden. Oder es sind mächtige Menschen, die über völlig autonome Kommunikation verfügen, wie beispielsweise Elon Musk oder auch Peter Thiel, der die Power besitzt, ganze Medienunternehmen zu schliessen.  

Es gibt ganz offensichtlich eine Diskrepanz zwischen Innenwahrnehmung der Medien – siehe die Berichte rund um das Schweizer Medienqualitäts-Ranking – und der durch technologischen und ökonomischen Wandel geformten Aussen-Realität. Dazu haben Richard David Precht und Harald Welzer ein Klagebuch verfasst, wo sie «Die vierte Gewalt» als «selbstgleichgeschaltet» polemisieren. Die zwei älteren Herren, Dauergäste in deutschen TV-Talkshows und -Podcasts, kriegen für dieses Buch enorme Aufmerksamkeit, obwohl sie den Kern der Ursache der Medienkrise überhaupt nicht erwähnen oder gar kennen: Die Digitalisierung nämlich, die Information zur Tauschware in automatisierter Reproduktion unabhängig von Relevanz oder demokratischer Legitimation ad absurdum führt. Zudem bedienen Precht und Welzer genau die Medienlogiken, die sie vorgeben, zu kritisieren. Hier funktionieren zwei sexistische Tatsachen & Kompetenzwandel: Weil Frauen im deutschsprachigen Raum nicht als Sachbuchautorinnen rezipiert werden, es sei denn im Gesundheits-, Feminismus- und Ratgeberbereicht, verpassen ALLE MEDIEN die wirklich wichtigen und entscheidenden Bücher. Dabei sind es Frauen wie Shoshana Zuboff, Amy Webb, Regula Stämpfli, die zur Digitalisierung WIRKLICH NEUES ERZÄHLEN. Dass alle deutschen Medien flächendeckend ein Buch zitieren, das von zwei älteren Herren, die NICHT EINMAL IN DEN SOZIALEN MEDIEN UNTERWEGS SIND, KEINE AHNUNG von Telegramm, TikTok, TWITTER, Facebook, Whatsapp, Signal, Podcast-Making haben, ist ein unfassbares ARMUTSZEICHEN UND IST STRUKTURELLE ENTEIGNUNG WICHTIGER DEMOKRATISCHER POSITIONEN. Der Medienzirkus Deutschland vor allem operiert wie der Hof in Versailles: Es werden Perücken kommentiert während die Menschen auf der Strasse schon längst die Bajonette suchen.

Bis auf diesen Beitrag hier von laStaempfli wird dieser Umstand des Beobachten der Beobachter nicht strukturell analysiert. So werden Wissenschaft, Expertinnen und Themen, die wirklich relevant sind, und die die Demokratie stärken und in die Zukunft führen, verpasst.

Besonders gefährlich ist es deshalb, dann nur noch zwei Gruppen am Journalismus interessiert sind: Journalisten und Politisierende. Ein Umstand, der durchaus als demokratische Beunruhigung gewertet werden muss.