#DiePodcastin im Bild: Isabel Rohner& Regula Stämpfli über Fotografinnen.

#DiePodcastin im Bild: Isabel Rohner& Regula Stämpfli über Fotografinnen wie Abbot, Atkins, Käsebier, Taro, Cameron, Baker, Lange, Freund, Wearing, Simpson, Bourke-White, Cunnigham uva

Willkommen im Pantheon der Unkonventionalität. Die Welt der Fotografie wäre nichts ohne die Frauen. Als das Medium 1839 erfunden wurde, hatte es noch nichts vom akademischen und pornografischen Glamour, der die Kamera zum Männerobjekt gemacht hat. Es war die Technik der Demokratisierung und der Frauen. Je progressiver ein Medium, umso mehr Frauen: Dies war bei der Kamera, beim Auto und beim Computer so. Sobald sich die Männer die Technik aneigneten, wurden die Frauen verdrängt. Ruhm, Macht, Geld und Einfluss machte die Fotografie zu einem Männerberuf. Die grosse Rohnerin steigt ein mit einer der ikonografischsten Bildbeschreibungen der Frauenbewegung: Das berühmte Gruppenbild von fünf Akteurinnen der Frauenbewegung (Anita Augspurg, Marie Stritt, Lily von Gyzycki/Lily Braun, Minna Cauer, Sophia Goudstikker) vom Atelier Elvira.

atelier elvira

Es waren die Frauen, die das Auge, den Ausschnitt, das Bild, die Inszenierung, die Reflektion als  Sozialreportage, als Reisetagebücher, als Streetfotography erfanden und entwickelten. Damit veränderten sie nicht nur die Technik, sondern machten aus der Fotografie Kunst und gestalteten Politik. Ohne Dorothea Lange (1895-1965)  ist die Beliebtheit des New Deals von 1936 undenkbar: Sie wurde schon 1940 im Museum of Modern Art MoMA ausgestellt. Ihre “Migration Mother” gehört zu den ganz grossen, ikonographischen Bildern der grossen Depression.dorothea lange migration mother

FotografINNEN gestalteten die Geschichte, indem sie der Weltöffentlichkeit Bilder lieferten, die Politik begründeten.1936 war es Gerda Taro(1910-1937), auch sie, wie Lange, eine jüdische Deutsche, die die Bilder zum Spanischen Bürgerkrieg für die Welt und die sozialistischen Bewegungen, dokumentierte. Sie wurde 1937 auf der Flucht getötet, respektive geriet unter den Lastwagen. Zu ihrer Beerdigung kamen Göttin und die Welt, Alberto Giacometti fertigte für sie ein Grabmal an. Robert Capa, der Taro alles verdankt, veröffentlichte unzählige der Bilder von Taro unter seinem Namen und wurde der bekannteste Kriegsfotograf seiner Zeit. Helen Levitt (1913-2009), die mit über 50 Jahren von Peggy Guggenheim ein Stipendium erhielt, nahm hochbetagt an der Documenta 1997, teil. Sie bleibt bis heute die Chronistin des New Yorkers Strassenlebens und der urbanen Welt von Gestern.

helenlevittDie grossen Kriegsreporterinnen Constance Stuart Larrabee (1914-2000), die aus Südafrika Fotoreportagen brachte und selbstverständlich Lee Miller (1900-1977), von ihr stammt unser Folgenbild, das von Vielen völlig falsch als “Inszenierung der eigenen Person” gedeutet wird. Dabei erzählt dieses Bild einen Teil der bitteren, mörderischen, kleinbürgerlich entstammenden Geschichte des Zweiten Weltkrieges. Margaret Bourke-White (1904-1971), die mit “The living dead of Buchenwald” ein  erschütterndes Dokument schuf, das in den 1950er und 1960er Jahren der jungen Bundesrepublik verdrängt, verleumdet und vergessen werden sollte. Lee Miller (1907-1977) schuf das ikonografische „In Hitlers Badewanne): Eine grossartige Fotografin mit bewegenden Leben. leemiller2-800x500

Die entscheidenden theoretischen Werke sollen hier auch angeführt werden: Lucia Moholy (1884-1989), die “100 Jahre Fotografie im Jahre 1939” veröffentlichte, dann Gisèle Freund (1908-2000) deren “Fotografie und Gesellschaft” bis heute wichtig ist und laStaempfli, die zur Ikonografie in der “Die Macht des richtigen Friseurs” eine eigene Theorie zur “Eroberung der Welt als Bild” formuliert hat und diese separat wieder auflegen müsste, nämlich die “Theorie der Blindspirale” TM.

Medienleitfaden von Regula Stämpfli zur Berichterstattung zu Frauen, Männer, * : Klischees vermeiden, Relevantes berichten.

Medienleitfaden von Regula Stämpfli zur Berichterstattung zu Frauen, Männer, * : Klischees vermeiden, Relevantes berichten. Erster Teil. Klicken Sie auf Marlene Dietrich und Sie werden zum Vortrag von laStaempfli bei den ZDF-Frauen geleitet

1.) Frauen sichtbar machen. Jeder Experte, Moderator, Redakteur, Talkshow-Host, Medienfachmann kann locker durch Frauen ersetzt werden: Hierzu gibt es unzählige Mediendatenbanken oder gehen Sie auf Twitter @laStaempfli @medienfrauen @frauenzaehlen @proquote 100frauen.ch fembio.de oder auch algorithmenethik.de 

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2.) Frauen, die ex-offico, also via Amt in den Medien vorkommen, sollen nicht als Erklärung dafür dienen: „Wir haben doch schon eine Frau“. Die Frau ist nämlich nur dort, weil sie ein Amt hat. Eine Frau genügt in keiner Konferenz, Talkrunde, Expertenrunde etc. 

3.) Männer reden zu allem, Frauen immer nur zu Frauenthemen: Es sollte so sein, dass Frauen zu allem reden. 

BILD: MARLENE DIETRICH IN ESLA SCHIAPIRELLI

4. Männer kommen in den Meldungen mit Name, Beruf vor, Frauen oft nur als Bild, ohne Namen. Und wenn mit Namen, dann folgt meist auch der Zivilstand: Frau von, Schwester von, Mutter von etc. 

5. Frauen nicht mit geschlechtsspezifischen Stereotypen belegen wie „schrill, unauffällig, fleissig, jung, attraktiv, spitzzüngig, provozierend, unbequem, alt, feministisch (nur weil sie als Frau spricht), revolutionär etc. “ bezeichnen. 

Alexander Tschernek & Regula Stämpfli im Gespräch: Wahrheit, Rhetorik & Lüge im öffentlichen Diskurs. Zoom vom 17.11.2020 im Rahmen der „Langen Nacht der Philosophie Wien“

Alexander Tschernek & Regula Stämpfli im Gespräch: Wahrheit, Rhetorik & Lüge im öffentlichen Diskurs. Zoom vom 17.11.2020 Livemitschnitt (Link im Bild), daher manchmal auch nicht idealen Ton. Wir entschuldigen uns dafür. IMG_0824Drei „Nächte der Philosophie“ fanden heuer auf Zoom statt. Die Gesellschaft für angewandte Philosophie, gap.org.at unter Leo Hemetsberger hat die Veranstaltung heuer ins Internet verlegt, nachdem bereits von Mai auf November verschoben werden musste. Statt in Kaffeehäusern wird nun auf der Online-Plattform Zoom diskutiert, reflektiert und philosophiert. Dafür hat man sich diesmal drei Nächte Zeit genommen, nämlich von 17. bis 19. November. Die bisherige Themenliste umfasst etwa „Wahrheit, Rhetorik & Lüge im öffentlichen Diskurs“ (Regula Staempfli und Alexander Tschernek am 17.11., 19 Uhr), „Der Mensch NACH der Krise?“ (Cornelia Bruell am 18.11., 19 Uhr) oder „Gelassenheit und wie man dazu kommt“ (Ursula Baatz am 19.11., 19 Uhr). www.gap.or.at

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Alexander Tschernek ist Schauspieler, Moderator, Filmemacher & Produzent vieler Hörspiele unter anderem auch ein Hörspiel zum Buch von Regula Stämpfli: Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt, nachzuhören auf https://tschernek.at/audiographie/audio/PhilosophiePur-WieKonnteEsSoWeitKommen.mp3 Bild: Links oben Alexander Tschernek, rechts Regula Stämpfli, unten Michael Grossmann Zoom. Webseiten: tschernek.at & regulastaempfli.eu Zum Nachlesen über Datenlöcher & Demokratie siehe http://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf

Regula Stämpfli über die Maschinenwerdung des Menschen bei Shoshana Zuboff. Time für wütenden Klartext.

Regula Stämpfli über die Maschinenwerdung des Menschen bei Shoshana Zuboff. Time für wütenden Klartext.

Seit Jahren analysiere ich den «Verlust der Wirklichkeit» und die «Algorithmisierung der Welt». Seit über fünfzehn Jahren sehe ich mich deshalb Diffamierungskampagnen ausgesetzt, die übrigens typisch sind für einen Männermob (mit seinen schrillen Tussi-Unterstützerinnen), der sich im Netz rumtreibt. Misogyne Täter, deren technische Innovationen in erster Linie Macht, Rache und Frauenvernichtung verfolgen, sind «business as usual». Erinnern wir uns: Facebook wurde zum Zweck gegründet, Frauen auf der Skala 0 bis 10 zu bewerten. Aus dem sexistischen Netzmarkt gegen Frauen wurde ein Menschenmarkt, der unter dem Brand «Freundschaft» zirkuliert. Bei #MeToo spielen Einzelschicksale eine Rolle, im Netz geht es um die Gewaltstrukturen gegen alle Menschen, immer voran natürlich gegen Frauen. 

Seit Jahrzehnten verkaufen diese Dudes die Erniedrigung aller Schwachen als Geschäftsmodell. Männer legitimieren ständig, überall und immer die Attacken auf die Leidtragenden mit «der Komplexität der Digitalisierung». Jesses; als ob das alles entschuldigen würde! Deshalb nervt auch das Gequatsche der meist männlichen Experten zu künstlicher Intelligenz, Kampfmaschinen, Rechnern und «autonomem Fahren», denn sie checken einfach null, um was es WIRKLICH geht.

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Codes automatisieren nicht nur Kommunikation, sondern auch Menschen. Die Gefahr der Automatisierung besteht nicht darin, dass in naher Zukunft eventuell Maschinen Menschen beherrschen, sondern dass die Plattformeigner, diese neuen Diktatoren aus dem Silicon Valley, alle Lebewesen in Datenpakete umwandeln . Spätestens seit 2016 sollte allen klar sein: Silicon Valley verdient mit Hass Milliarden. Trotzdem beklagen irgendwelche Experten nach jedem Attentat, dass «die Politik» reagieren müsse. Dabei geht es um GAFA – die Googelisierung der Welt, diese Veräppelung der Menschen, die «Fornication» von Facebook und die globalen Verhüllungspraktiken von Amazon. GAFA setzen Demokratie, Rechtsstaat, Gleichstellungsgesetze, Antidiskriminierungsparagrafen, ja grundsätzlich alle Menschenrechte, ausser Kraft. Da geht es nicht einfach darum, dass «die Politik» reagieren muss. Wir müssen erkennen, dass wir im Zeitalter des Netzkriegs leben – dem des Kalten Kriegs, der eben auch ein Krieg war, nicht unähnlich. Was tun? Beispielsweise «no data without representation», die digitale Transfersteuer, die Zerschlagung der GAFA-Monopole, die Umkehr der Beweislast, der Schutz des Privatrechts etc. – alles einfach durchsetzbar und bei mir nachzulesen. Ich frage mich, wie lange es noch gehen wird und wer alles noch ermordet werden muss, bis Mark Zuckerberg mit Handschellen abgeführt und Edward Snowden zum europäischen Netz-Infrastrukturbeauftragten berufen wird.

 Die «codierte Welt» (Stämpfli) ist weit mehr als der Schritt vom Personal Computer zum Deep Fake: Sie signifiziert die Machtergreifung durch die Zuckerbergs dieser Welt. Statt nun aber der wirklichen Avantgarde, nämlich uns weiblichen Denkerinnen, zur digitalen Transformation zuzuhören, uns an die Universitäten und an die Stiftungstöpfe zu lassen, werden wieder und wieder dieselben Dudes eingeladen, deren Schrott die Köpfe ähnlich verstopft wie der Sondermüll, der Luft, Wasser und Boden vergiftet. Die gängigen Experten erinnern an Bots, die bei gewissen Keywords wieder und wieder dieselben Codes rausspucken. Deshalb hier nur noch einmal und fürs Protokoll: Die Gefahr der Digitalisierung besteht nicht darin, dass die Maschinen den Menschen ersetzen, sondern dass die Menschen zu Maschinen umgebaut werden. Hört endlich der unerhört demokratischen Avantgarde der Netzfrauen zu. Beispielsweise Shoshana Zuboff und ihr «Überwachungskapitalismus».

Regula Stämpfli über Demokratie, Gender, Diskurs: Vorlesung 4.12.2020 ZHAW Winterthur, Medien/Gesellschaft

Regula Stämpfli über Demokratie, Gender, Diskurs: Vorlesung 4.12.2020 ZHAW Winterthur, Medien/Gesellschaft: Links, Hinweise. 

PWP als PDF siehe 4 dez 2020 laStaempfli Vorlesung: http://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/12/4-dez-2020-laStaempfli-Vorlesung-.pdf : Hedwig Richter zur Demokratie: https://www.bpb.de/apuz/277329/demokratiegeschichte-ohne-frauen-ein-problemaufriss : Unsichtbare Frauen siehe https://www.ensuite.ch/das-grosse-datenloch/ : Weshalb Wikipedia (mein Troll manipuliert den Eintrag zu meinem Namen immer: falsches Geburtsdatum, falscher Name, löscht Preise, ergänzt Verunglimpfungen etc.) frauenfeindlich ist: https://www.theatlantic.com/technology/archive/2015/10/how-wikipedia-is-hostile-to-women/411619/; Zum „algorithmic bias“ siehe Amy Webb, Die grossen Neun. Wie wir die Tech-Titanen bändigen und eine künstliche Intelligenz zum Wohle aller entwickeln können. vorlesung 4.12.2020

Hier der Medienleitfaden siehe http://ssm-site.ch/cms/wp-content/uploads/2013/02/Gender-Medien-Leitfaden.pdf

Das Grundproblem bleibt: Alle Podcasts, Medien, Artikel berücksichtigen die wichtigen Sachbücher von Frauen NICHT oder zu wenig, dazu Artikel von mir: https://www.ensuite.ch/die-welt-und-sich-verstehen/

Zum 50jährigen Frauenstimmrechtsjubiläum siehe aktuell die Publikation von Isabel Rohner und Irène Schäppi und regelmässig reinhören in: Die Podcastin. Isabel Rohner & Regula Stämpfli erklären die Welt, www.diepodcastin.de : Alles Gute an Euch/Sie und melden Sie sich bei Fragen/Ergänzungen!. 

#DiePodcastin über #Heldinnen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über den brutalen Kampf ums Frauenstimmrecht, Unsichtbarkeiten und die grössten Heldinnen Europas, bspw. Theresia Rohner

#DiePodcastin über #Heldinnen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über den brutalen Kampf ums Frauenstimmrecht, Unsichtbarkeiten und die grössten Heldinnen Europas, bspw. Theresia Rohner.theresiarohner-642x500 

Die Menschenrechtserklärung der Französischen Revolution war ein Versprechen auf die Anerkennung der Ebenbürtigkeit aller Menschen. In Realität war sie das Verbot der Ebenbürtigkeit der Frauen: Die Macht der Geschichtserzählung bleibt indessen ungebrochen. Die Vorstellung, Demokratie sei nur revolutionär, progressiv, gut für die Menschheit trägt zur Unsichtbarkeit von Frauen bei (Hedwig Richter). Es gibt eine Scham, eine Unfähigkeit der Männerstaaten, sich dafür zu entschuldigen, wie lange und hartnäckig sich wieder und wieder gegen das Recht von Frauen brutal wehren, gesehen, gehört zu werden und politische, ökonomische und kulturelle Teilhabe einzufordern. Der Kampf ums Frauenwahl- und -stimmrecht war ein brutaler und bleibt nur ein vorläufiges Happy End, da der Kampf um Sichtbarkeit weitergeht, so laStaempfli. Vom Kampf zu den Heldinnen: Die Rohnerin erzählt spannend die Geschichten all der vergessenen Heldinnen, erklärt, was es mit den Helden so an sich hat und weshalb die wahren Heldinnen sterben, vergessen und kaum gefeiert werden. Isabel Rohner entwirft, wie es ihr so entspricht, grad eine geniale Theorie zu Helden & Heldinnen: grossartig. Und wir hören über Theresia Rohner und verneigen uns nochmals an dieser Stelle vor ihr.
 Brandaktuell:
Isabel Rohner und Irène Schäppi, “50 Jahre Frauenstimmrecht. 25 Frauen über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung”, hg. beim Limmat Verlag, November 2020 Bookseite siehe https://www.limmatverlag.ch/programm/titel/889-50-jahre-frauenstimmrecht.html
 Hedwig Richter über Demokratie, Sichtbarkeit, Gewalt, Frauen in https://www.bpb.de/apuz/277329/demokratiegeschichte-ohne-frauen-ein-problemaufriss?p=all
 Demokratie, Eine deutsche Affäre, auch von Hedwig Richter 2020, Beck Verlag siehe https://www.chbeck.de/richter-demokratie/product/30917915
 Schon alt, aber immer noch gut: Regula Stämpfli, Vom Stummbürger zum Stimmbürger, Das ABC der Schweizer Politik, Zürich 2003, siehe Interview dazu auf www.regulastaempfli.eu
 Weitere Links
 – https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/frauenstimmrecht-eine-frau-gegen-den-kanton-wie-eine-appenzellerin-dem-frauenstimmrecht-in-innerrhoden-vor-30-jahren-zum-durchbruch-verhilft-ld.2067094?reduced=true (zwar hinter Paywall, aber trotzdem)
– https://www.helvetia-rennt.ch/
– Denken muss manchmal auch wehtun siehe laStaempfli im Interview: http://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2013/06/Interview-Schaffhauser-Nachrichten-30.5.2013.pdf
 Nicht vergessen:
 Maja Göpel, Unsere Welt neu denken. Eine Einladung, Buch kaufen und die Sendung, wie frau über Ökologie selbst gegenüber einem Vollhonk-Macho ruhig, besonnen und klar reden kann, siehe https://www.ardmediathek.de/rbb/video/talk-aus-berlin-oder-maja-goepel-politoekonomin/rbb-fernsehen und Rezension ensuite siehe https://www.ensuite.ch/fortschritt-welcher-denn-global-justice-now/
 

#Utopien: laStaempfli empfiehlt allen Maja Göpel. #Frauensichtbarmachen

#Utopien: laStaempfli empfiehlt allen Maja Göpel. #Frauensichtbarmachen

Die führenden Ökonomen der letzten 50 Jahre gründeten ihre Propaganda auf der richtigen Annahme, dass Staaten, Experten, Manager dazu gebracht werden können, die unglaublichsten Theorien zu akzeptieren. Und diese, selbst wenn viele kluge Köpfe kommen und sie von der Unrichtigkeit überzeugen, einfach so weitermachen wie bisher, weil Menschen, selbst wenn sie wissen, dass sie Lügen vertreten, diese immer noch verteidigen. Maja Göpel ist das Gegenteil dieser Typen. So geil kann frau über Ökologie und Ökonomie reden, gucken Sie selbst (Der Link kommt, wenn Sie aufs Bild klicken): Bildschirmfoto 2020-11-23 um 13.27.14

 

Maja Göpel hat «Die Welt anders denken» geschrieben, ein wirklich gutes Buch. Sie ist Ökonomin, Nachhaltigkeitswissenschaftlerin und arbeitet als Generalsekretärin des WBG (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen) in Deutschland. Sie gründete mit den Fridays for Future die «Scientists for Future». Das Buch war ein Bestseller, trotz dem echt schrecklichen Cover, das eher wie ein Selbsthilfe-Schlager aus den 1950er-Jahren daherkommt. Anders als ihre männlichen Kollegen Harald Welzer und Rutger Bregman wird die Expertin für ökologische Wirtschaftstheorie kaum in deutsche Sendungen eingeladen. In Deutschland dominieren die Männer alle Debatten in einem Masse, dass selbst die arrivierte Schauspielerin und Gattin von Hubert Burda, Maria Furtwängler, zusammen mit ihrer Tochter Elisabeth Furtwängler eine Stiftung gegründet hat, die in regelmässigen Abständen Studien zur Frauendiskriminierung in den Medien liefert. «Männer erklären, wie systemrelevant Frauen sind», fasst die Forscherin Elizabeth Prommer die neusten Ergebnisse zur Corona-Krise und deren Weltendeuter zusammen. Göpels Buch ist grossartig und sehr einfach zu lesen. Ihre Frage – wie können Menschen und Tiere gut leben, ohne die Erde letztlich zu verspeisen? Maja Göpel hat in „Unsere Welt neu denken. Eine Einladung“ ein unglaublich wichtiges Buch geschrieben, siehe dazu auch meine Rezension in ensuite, schon im September 2020  https://www.ensuite.ch/fortschritt-welcher-denn-global-justice-now/

 

#DiePodcastin komponiert: Isabel Rohner &laStaempfli über die grossen Komponistinnen und die tollen Musik-Archivfrauen

#DiePodcastin komponiert: Isabel Rohner &laStaempfli über die grossen Komponistinnen und die tollen Musik-Archivfrauen
Es gab und gibt sie: Zu Tausenden. Grosse Komponstinnen, wunderbare Werke von Frauen, stilbildende und inspirierende Tongestalterinnen. Isabel Rohner und Regula Stämpfli leben in diesem Podcast auf. Sie stehen, einmal mehr, auf den Schultern von Gigantinnen: Susanne Wosnitzka und Luise Pusch und viele andere tolle Frauen, leisten Enormes, die verschütteten, verdrängten, verleumdeten, zu ihrer Zeit gefeierten und immer wieder vergessen gemachten Komponistinnen. Grossen Dank! Hier unser Podcast: http://diepodcastin.de/2020/11/07/und-sie-komponierten-doch-die-rohnerin-lastaempfli-ueber-komponistinnen/
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Die Geschichte der Komponistinnen zeigt brutale frauenverachtende Dynamiken: Das Maskulinum hat immer Vorrang vor dem Femininum: Generationen von Frauen wurde (und wird) das Genie abgesprochen, vergewaltigt, unterdrückt: Ni vues ni connues – weder gesehen noch bekannt. Ganze 4.5 Prozent Komponistinnen werden von Orchestern und Rundfunkanstalten gespielt. Vierkommafünf!!!! Die Podcastin feiert Komponistinnen und verweist auf viele Links von wunderbaren Frauen, die enorm viel Wissen, Werke, Musik und Welt gerettet haben. Die Werke der Komponistinnen sind erschütternd gut: höchste Zeit sie zu spielen.
 
Martina Bick/Susanne Wosnitzka (2019): Und sie spielten, sangen, komponierten und dirigierten doch: Die lange verschwiegenen Frauen in der Musik!, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv
URL: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/themen/und-sie-spielten-sangen-komponierten-und-dirigierten siehe https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/themen/und-sie-spielten-sangen-komponierten-und-dirigierten.
Hier die Geschichte zum Podcast der #DiePodcastin noch ein Blogeintrag der wunderbaren Susanne Wosnitzka https://susanne-wosnitzka.de/die-podcastin-die-rohnerin-und-lastaempfli-ueber-komponistinnen
 FEMBIO Special: Berühmte Komponistinnen
Wichtige Links: Ergänzt am 9.11.2020 dank Hinweise von Susanne Wosnitzka, vielen Dank!
 – https://www.archiv-frau-musik.de/
– https://www.fembio.org/biographie.php/frau/specials/beruehmte-komponistinnen/
– https://www.youtube.com/results?search_query=kaija+saariaho
-https://www.youtube.com/watch?v=KfzoFt2oabg (Oscars 2020)
– https://mugi.hfmt-hamburg.de/
-https://www.sophie-drinker-institut.de/lexikon
– https://www.archiv-frau-musik.de/online-quellen-links
-https://www.archiv-frau-musik.de/repertoire-listen
-https://de.juliaschwartz.ch/
-https://www.youtube.com/watch?v=57ifMZotkh4
Und zu guter Letzt: PINK & Beyoncé, Gianna Nannini – had to be….

laStaempfli, Biopolitik: Vorlesung HSG VI. Vita activa: Vom tätigen & biologischen Leben. Links zum #Podcast

laStaempfli, Biopolitik: Vorlesung HSG VI. Vita activa: Vom tätigen & biologischen Leben. Links zum #Podcast (Online für die ZuhörerInnen der öffentlichen Vorlesung).

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Zunächst, was laStaempfli alles vergessen hat, zu erwähnen: Begriff des Anthropozän siehe dazu https://www.sueddeutsche.de/thema/Anthropoz%C3%A4n Wikipedia: „Der Ausdruck Anthropozän (zu altgriechisch ἄνθρωπος ánthropos, deutsch ‚Mensch‘ und καινός ‚neu‘) ist ein Vorschlag zur Benennung einer neuen geochronologischen Epoche: nämlich des Zeitalters, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist.

laStaempfli: Hier zeigt sich das gängige #Banksprech der Epoche. Denn die Zeitgeschichte ist nicht vom „Mensch“, d.h. einer „Herrschaft des Niemands“, allgemein, gestaltet, sondern von Anreizsystemen, die die Datenherrschaft zum Alleinherrscher des gesamten Globus machen. Wir müssen uns den DATAZÄN (meine Wortschöpfung) wie die Religion des Christentums seit der Einführung als Staatsreligion 380 bis zur Französischen Revolution 1789 vorstellen, nämlich als „natürlich“, „normal“, logische, sachdienliche Narration, die allen politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entscheiden vorangeht. Es ist weit mehr als „das Opium für das Volk“ nach Karl Marx, sondern es ist das, was Michel Foucault den herrschenden Diskurs, dieses System der äusseren und inneren Kontrolle, verknüpft mit Zugangsbeschränkungen stellt. Wir besprachen dies in den letzten sechs Wochen der Auseinandersetzung zur Biopolitik, dieser „Eroberung der Welt als Datensystem“. Dies habe ich meinen Ausführungen zum tätigen und biologischen Leben vergessen, voranzustellen. Die Verbindung zum „Hexenhammer“, dem Grundlagendokument der Moderne, dem viel zu wenig Beachtung geschenkt wird, habe ich während der Vorlesung zu wenig expliziert: Hier ein Link https://www.planet-wissen.de/geschichte/neuzeit/hexenverfolgung/pwiederhexenhammer100.html

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Dies wird im Frühjahr weitergeführt und/oder ich schreibe einen Artikel darüber, den ich hier auch verlinken werde. Nun noch wichtige Hinweise zur Literatur: Ein grosser Roman „Ökotopie“ von Ernst Callenbach (sollte aber unbedingt updated werden), Maja Göpel, Die Welt anders denken, habe ich schon erwähnt, Rutger Bregman, Im Grunde Gut. Eine neue Geschichte der Menschheit. Dystopien zum Verständnis meiner Datenanalyse: Zygmunt Bauman, Leben als Konsum und Christina von Braun, Blutsbande. Dann als Grundlagendenken, sehr komplex, aber sehr lohnend: Hannah Arendt, Vita activa oder Vom tätigen Leben. Zu den Datenvorschlägen, die ich unbedingt publizieren müsste, verweise ich auf das letzte Kapitel bei Amy Webb, Die grossen Neun, wo sie die globalen Massnahmen zur Demokratie der Daten bespricht. Ich werde mich bemühen, meine Datenverfassung so schnell als möglich als Bookondemand zu publizieren. Hier eine Powerpointpräsentation, http://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2017/07/slides-vortrag-syndicom.pdfwo ich schon vor drei Jahren wichtige Massnahmen skizziert habe. Ansonsten freue ich mich über mehr Links und Hinweise, hier noch ein Song, den mir eine Teilnehmerin für die Utopie denkend und singend, geschickt hat, VIELEN DANK!: https://www.youtube.com/watch?v=RBT9F5NqsS0&feature=youtu.be