Isabel Rohner & Regula Stämpfli sind für “Deutschen Podcast-Preis” nominiert -Klicken ist gefragt

https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/die-podcastin/

Podcasts gibt es viele – „Die Podcastin“ von Isabel Rohner & Regula Stämpfli ist jedoch einzigartig. Seit Sommer 2020 schließen das Duo Isabel Rohner (Kulturwissenschaftlerin & Krimi-Autorin) und Regula Stämpfli (Politphilosophin) mit ihrem wöchentlichen Blick auf die Welt eine bislang klaffende Lücke: „Die Podcastin“ diskutiert alle denkbaren Themen – von Corona über Digitalisierung und Künstliche Intelligenz bis hin zu Architektur, Musik und Demokratiegeschichte – konsequent mit feministischer Perspektive und erweitert so das vermeintlich bereits Bekannte um die vergessene und verdrängten Frauen. „Die Podcastin“ macht Vorbilder in allen Bereichen unseres Lebens sichtbar und räumt auf mit Kitsch und Klischees: Messerscharf, politisch und immer SEHR unterhaltsam. Independent, weil von beiden ein Herzensprojekt! www.diepodcastin.de

#diepodcastin: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Codes, Wahlen, Frauen, Medien, #MediaToo

#diepodcastin: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Codes, Wahlen, Frauen, Medien, #MediaToo
#diepodcastin schockiert: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über omnipräsente Expertenmänner, Wahlen Baden-Württemberg, sexistische Wahlmechanismen, Julian Reichelt in “Die Zeit”, antifeministische ANNABELLE-Umfrage, algorithmische Formelfabeln.
 
Die Rohnerin in absoluter Topform mit der besten Gender-Analyse der Wahlen von Baden-Württemberg inklusive Medienkritik. #diepodcastin realisiert einmal mehr, wie diskriminierend Medienberichte zu Kandidatinnen sind. laStaempfli über die Referenz zwischen falschen Daten und echten Lebewesen. Wahrheit hat nach Hannah Arendt mit Wirklichkeit zu tun, ergo: Die Medienversäumnisse sind technisch gemacht: Codierter Sexismus. Politisch brauchen wir: No Data Without Representation, individuell als Frauen: Bots, Programme, die Frauentweets verlinken und so GenderGAP wenigstens ein bisschen verändern: Regula Stämpfli Zitat: Die algorithmischen Formelfabeln etablieren die totalitäre rassistische und sexistische Herrschaftsideologie hashtag und hyperlinkkonform: Maschinen werden automatisiert.” Stecken wir Vorurteile rein, kommen Vorurteile raus.
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Die Rohnerin nimmt den Faden auf und analysiert die ANNABELLE-Umfrage (ähnlich der deutschen Zeitschrift BRIGITTE) messerscharf: “Über 56 Prozent Frauen geben an, sich nicht selber finanzieren zu können. Jede 5. Frau sagt, aufgrund finanzieller Abhängigkeit in Partnerschaften zu bleiben. Dies im Artikel fast unkommentiert und zusammenhangslos zu rezipieren, ist schockierend unpolitisch.” #diepodcastin stellt die Ignoranz von geltenden Normen, Zwängen, Ohnmachten von Frauen fest.
 
Es gilt, die Situationen zu verändern, deshalb: Verlinkt, puscht FRAUEN. Wenn wir es nicht tun, tut es nicht nur niemand, sondern verwendet die meisten Publikationen für Rückschritte.

Regula Stämpfli über die Wirklichkeit der Wahrheit: Hannah Arendt & Pandemie

REGULA STAEMPFLI. Über die Wahrheit der Wirklichkeit: 19.3.2021 im NEBELSPALTER

Letzte Woche hielt ich einen Vortrag an der kleinen und feinen Fachhochschule für Design und Kunst in Luzern. Es ging um „Wahrheit“. Doch wie es so ist, lenkten mich die Fesseln codierter Ablenkung stundenlang vom Thema ab. Dabei fand ich viel Erstaunliches, Sinniges und erstaunlich Unsinniges: War „postfaktisch“ das Modewort des Jahres 2016 als – horribile dictu – Donald Trump zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, dominiert seit 2020 der denglische Begriff „Lockdown“. Ein „lock“ oder „to lock“ gibt es seit dem 13. Jahrhundert und hatte eigentlich einen hübschen, romantischen Anfang. „Loken love“ besangen die Troubadoure ihre heimlichen Liebschaften und nicht wenige verloren dabei ihr Leben, weil sie gegen geltende „Lockdown“ – Beschränkungen verstießen und der Besungenen gar zu nahe kamen… Abonnieren Sie den Nebelspalter, um weiterzulesen

Gold Satin

Gold Satin

Truth in the Age of digital reproduction: On Codes, Bias, Bank speak, Conspiracy and the Iconography of Power by Regula Stämpfli. CAS LUCERNE 16.3.2021

intro-1584020485Truth in the Age of digital reproduction:
On Codes, Bias, Bank speak, Conspiracy and the Iconography of Power by Regula Stämpfli, Online CA Position,Tuesday 16.03.21, 16.30 – 18.00
Lecture in English, BA Visual Communication – Camera Arts
Lucerne University of Applied Sciences and Arts – School of Art and Design.

“Reality is something that still exists when the codes stop.” (laStaempfli with inspiration of Philip K. Dick)  

“Truth is common, plural and established by people.” laStaempfli

Humans serve industries that produce rather totalitarian information awareness. Every day we are flooded with impressive data that – as Hannah Arendt Explanations of the works by Hannah Arendt can be found at the Stanford Encyclopedia of Philosophy. would put it bluntly, consists of “Clichés, stock phrases, adherence to conventional, standardized codes of expression and conduct, which have the socially recognized function of protecting us against reality.” “The life of algorithms” as a “concept of narratives, ideologies and images in codes” is not yet widely understood. Most media still refer to coding in terms of mathematical and logic analogies: the “hidden” is much more powerful than the “visible”. In coding, the realm between fiction and materiality is lost and therefore TRUTH is lost as well. Because truth can only be established in public, on common ground among humans in their form of zoon politikon as Hannah Arendt again would add: “Wherever the relevance of speech is at stake, matters become political by definition, for speech is what makes man a political being.” laStaempfli would say: “Wherever the relevance of codes is at stake, matters become political by definition, for codes are what make humans political beings nowadays.” The Platforms or the “Big Nines” as Amy Webb would put it, deprive us of alternatives. In our daily lives we all have to undergo old feudal practices of entry codes: Instead of customs at the bridge, we pay data into privately owned machines. The state is filled with the same channels that feed the supply chains of “surveillance capitalism” (Shoshana Zuboff). Article published by The Guardian on 04.10.19: Shoshana Zuboff: ‘Surveillance capitalism is an assault on human autonomy’What images, judgments are built into codes and conquer the world through repetition? How do conspiracy theories fit into “autocomplete”? How can we code to sustain public spheres rather than closing down to the “tyranny of intimacy”, a term which Richard Sennett The concept of “tyranny of intimacy” is discussed in the book “The Fall of Public Man” by sociologist Richard Sennett in 1977. Read the book review published by The New York Times on 23.01.77. drew from Hannah Arendt? How can we disrupt ruling algorithms which constitute a global grammar to replace the existing world? How to defeat Trends, Hashtags, Hyperlinks, Autocompletes, Black Boxes and their fictitious logic? What does “reporting” in the digital age mean? Regula Staempfli invites you on a rather extraordinary tour on ambivalence, diversity and Truth in the age of digital reproduction. Join the political philosopher in webbing the data texture differently while she draws on an update of Hannah Arendt and her own work (“Die Vermessung der Frau” 2013, “Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt” 2018.).

Links: Shoshana Zuboff: https://www.youtube.com/watch?v=hIXhnWUmMvw and laStaempfli: https://www.youtube.com/watch?v=zWTtCfvntUU

#DiePodcastin zu Macht, Sexismus, Misogynie bei Tamedia, BILD u.a.: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Medienstrukturen

#DiePodcastin zu Macht, Sexismus, Misogynie bei Tamedia, BILD u.a.: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Medienstrukturen. Was für eine Woche! Am 5. März 2021 haben sich 78 (!) Journalistinnen der Tamedia-Gruppe (= eines der wichtigsten und größten Verlagshäuser in der Schweiz, zu der mehrere einflussreiche Tages- und Wochenzeitungen gehören) in einem Offenen Brief an die Geschäftsleitung und Chefredaktion gewendet und den strukturellen Sexismus in den Redaktionen beklagt. Ihr Brief enthält dabei konkrete Forderungen und einen 7-seitigen Anhang mit konkreten Vorfällen von Sexismus: von sexistischen Sprüchen bis zur Verhinderung feministischer Berichterstattung und zu massiver Lohnungerechtigkeit. laStaempfli und Rohnerin schildern, wie die Presse selber mit diesen Vorwürfen umgegangen ist (Spoiler: sehr, sehr langsam und verzögert, zum Teil bis heute gar nicht) und bringen auf den Punkt, was das Problem sexistischer Medien ist: Medien schaffen Welt. diepodcastin-zu-macht-sexismus-misogynie-bei-tamedia-bild-u-a-isabel-rohner-regula-staempfli-ueber-medienstrukturen_500x667
Wenn sie als Organisationen und in ihrer Berichterstattung sexistisch sind, sind Frauen kein gleichberechtigter Part dieser Welt. Deutschland kann sich dabei übrigens nicht zurücklehnen: Gegen Bild-Chefredakteur Julian Reichelt läuft ein “Compliance-Verfahren”, nachdem ihm  mehrere Frauen Nötigung und Mobbing vorgeworfen haben. Doch während in der Schweiz strukturell diskutiert wird, wird hier sexistisches Verhalten personalisiert. Ganz zu Beginn Rohnerin sehr lustig: Stichwort MÄNNERMEDIZIN. Hier verweist die Podcastin auf die grosse Dr. Julia Fischer im Gespräch siehe http://diepodcastin.de/2021/02/03/isabel-rohner-regula-staempfli-befragen-expertinnen-diepodcastin-im-gespraech-heute-mit-der-grossen-dr-med-julia-fischeraerztinmoderatorin/

Regula Stämpfli über “Frauen über 40” Zitat

Regula Stämpfli über Frauen über 40 Zitat:

         „Deshalb liebe ich Frauen über 40. Sie verströmen alle einen Hauch von Selbst und bevorstehender Freiheit.“          laStaempfli

Regula Stämpfli und Isabel Rohner "schwiizerdütsch" im Schweizer Radio X zu #50Jahre Frauenstimmrecht. #DiePodcastin über #Heldinnen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über den brutalen Kampf ums Frauenstimmrecht, Unsichtbarkeiten und die grössten Heldinnen Europas, bspw. Theresia Rohner.

#diepodcastin trendet mit books and more: Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Amanda Gorman, Aspekte ZDF, Christa Ruland by Hedwig Dohm & Zeruya Shalev & viele Links. Im Zeitalter digitaler Reproduktion werden die alten patriarchalen Codes wieder und wieder repetiert: so kommt es, dass uralte Themen in ewig neuem Gewand Frauen überfallen. Der erste Ärger ist Freude: An der Berlinale werden Maren Eggert und Lilla Kitzlinger ausgezeichnet. 2021 ist das letzte Jahr, dass Frauen gewinnen können, da die Kategorie “Beste Schauspielerin in Haupt- und Nebenrollen” abgeschafft wird. Wie von der Rohnerin prophezeit: Dies Jahr gewinnen Frauen, die nächsten zehn Jahre dann wieder Nicht-Frauen. laStaempfli ärgert sich über Aspekte im ZDF. Stellt Euch mal vor, ZDF Aspekte würde zum internationalen Tag der Befreiung von nicht-weissen Menschen folgende Themen anteasern: Wozu schwarze Menschen? (Wozu Feminismus?) Was hilft gegen das Weisssein? (Was hilft gegen das Patriarchat) Der Schönheitskönig bekennt sich zum Schwarzsein (Miss Germany bekennt sich zur Feministin). Gleiche Arbeit von Schwarzen für gleiches Geld? (Gleiche Arbeit, gleiches Geld?) Schwarzenmorde:Blackizid (Femizide – Frauenmorde). Isabel Rohner und Regula Stämpfli streiten und einigen sich: Die politische Teilhabe befindet sich in den letzten 30 Jahren unter den Bedingungen codierter, postmoderner Beliebigkeit im Kampf gegen alles, was mit Frausein zu tun hat. Habituell, Kulturell, politisch. Der Diskurs verschleiert die Struktur und den Mächtigen gelingt es, die Unteren gegeneinander auszuspielen. Siehe dazu auch das Übersetzungsdrama von Amanda Gorman wie verstörende Literatur von Zeruya Shalev: Sprechendes Denken lebendig bei der #diepodcastin. Aufs Bild klicken und Sie hören die Folge. 

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Regula Stämpfli und Isabel Rohner auf Schweizerdeutsch zu #50JahreFrauenstimmrecht im Schweizer Radio X

Regula Stämpfli und Isabel Rohner “schwiizerdütsch” im Schweizer Radio X zu #50Jahre Frauenstimmrecht. #DiePodcastin über #Heldinnen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über den brutalen Kampf ums Frauenstimmrecht, Unsichtbarkeiten und die grössten Heldinnen Europas, bspw. Theresia Rohner.

 regulastaempfli zoomfuturDie Menschenrechtserklärung der Französischen Revolution war ein Versprechen auf die Anerkennung der Ebenbürtigkeit aller Menschen. In Realität war sie das Verbot der Ebenbürtigkeit der Frauen: Die Macht der Geschichtserzählung bleibt indessen ungebrochen. Die Vorstellung, Demokratie sei nur revolutionär, progressiv, gut für die Menschheit trägt zur Unsichtbarkeit von Frauen bei (Hedwig Richter). Es gibt eine Scham, eine Unfähigkeit der Männerstaaten, sich dafür zu entschuldigen, wie lange und hartnäckig sich wieder und wieder gegen das Recht von Frauen brutal wehren, gesehen, gehört zu werden und politische, ökonomische und kulturelle Teilhabe einzufordern. Der Kampf ums Frauenwahl- und -stimmrecht war ein brutaler und bleibt nur ein vorläufiges Happy End, da der Kampf um Sichtbarkeit weitergeht, so laStaempfli.  
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Vom Kampf zu den Heldinnen: Die Rohnerin erzählt spannend die Geschichten all der vergessenen Heldinnen, erklärt, was es mit den Helden so an sich hat und weshalb die wahren Heldinnen sterben, vergessen und kaum gefeiert werden. Isabel Rohner entwirft, wie es ihr so entspricht, grad eine geniale Theorie zu Helden & Heldinnen: grossartig. Und wir hören über Theresia Rohner und verneigen uns nochmals an dieser Stelle vor ihr. Hier der Beitrag:

Twitter 2021 laStaempfli.: Expertise zum Verhüllungsverbot 7.3.2021

Twitter 2021 laStaempfli.: Expertise zum Verhüllungsverbot 7.3.2021

Die mediale Diskussion rund ums Verhüllungsverbot wies klassische Trumpismus-Strukturen auf: Die radikal islamistischen Politisierungspropaganda durch Nikab, Burka und Tschador wurden in Medien, Kampagnen und Stellungnahmen institutionalisierter Gleichstellungsorganisationen postmodern und beliebig mit Perlenketten, Bikinis oder Miniröcken gleichgesetzt. Es ist Regula Stämpfli und vielen MitstreiterInnen gelungen, den gängigen apolitischen Diskurs beispielsweise von Operation Libero mit wichtigen Stellungnahmen von muslimischen Akademikerinnen, laizistischen Menschen aus islamischen Ländern sowie Feministinnen weltweit zu durchbrechen. Hier die wichtigsten Links und Hinweise, die dazu führten, dass trotz massiven Widerstand in Medien und den extrem mühsamen Auftritten des rechtspopulistischen Egerkingen Komitees, das die Initiative lancierte, den Burka-Ban trotzdem bei einer Mehrheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger durchzubringen. Bild: NZZ

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“Der Ganzkörperschleier, als eine Praxis, die durch einige extremistische religiöse Interpretationen motiviert ist, ist nichts anderes als ein mobiles Gefängnis nur für Frauen. Diese Kleidung, im öffentlichen Raum, drückt also nicht einfach eine Kleiderwahl aus. Im Gegenteil, sie vermittelt eine ebenso einfache wie gewalttätige Idee: dass es legitim ist, Frauen, und nur Frauen, unsichtbar, unpersönlich, unwahrnehmbar zu machen. Dieser Idee darf man nicht mit Toleranz begegnen, denn sie untergräbt die eigentliche Grundlage der Toleranz, nämlich die Gleichheit aller Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht. Sie hat daher viel mehr mit Herrschaft und Machtverhältnissen, insbesondere von Männern über Frauen, als mit Religion zu tun. Wir wollen unseren Kindern und vor allem unseren Töchtern sagen können, dass wir im Jahr 2021, als uns die Frage gestellt wurde, das Gefühl hatten, dass nein, der Vollschleier für Frauen nicht mit unserer Vorstellung von der Gesellschaft vereinbar sei, dass er keine harmlose Option sei. Dass wir der Ansicht waren, dass der vollständige Schleier, die absolute Unsichtbarkeit im öffentlichen Raum, als eine den Frauen strikt vorbehaltene Praxis, sowohl faktisch eine Misshandlung als auch symbolisch das Zeichen einer Doktrin der Entwürdigung und Gefangenschaft von Frauen sei. Ein solches Symbol braucht daher ebenso wenig akzeptiert zu werden wie eine Rede, die offen zu Hass oder Diskriminierung aufruft. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat im Übrigen 2014 ein solches Verbot im Namen einer offenen und egalitären Gesellschaft für gültig erklärt. Grundrechte lassen sich nicht, je nach Kontext, relativieren. Natürlich manifestiert sich Rassismus hier in der Schweiz wie auch anderswo. Wir sind nicht naiv in Bezug auf die Absichten der Initiatoren, die darin bestehen, die Frage des Vollschleiers zu instrumentalisieren, um die Existenz einer unüberwindbaren Opposition der Kulturen oder eines Kampfes der Zivilisationen anzuerkennen. Im Gegensatz zu ihnen haben wir keine Ressentiments oder Ängste gegenüber Menschen, die sich mit der muslimischen Religion identifizieren (und das gilt für alle anderen Religionen auch). Aber wir beanspruchen das Recht, uns allen Reden und Symbolen zu widersetzen, wenn wir es für gerechtfertigt halten. Und tun es gerade weil wir uns auf eine Gesellschaft zubewegen wollen, in der weder Rassismus noch Sexismus einen Platz haben. Um auf diesem Weg voranzukommen, brauchen wir Unnachgiebigkeit gegenüber dem, was Ungleichheit manifestiert und bestätigt, und nicht eine unangebrachte Offenheit gegenüber entwürdigenden Praktiken. Überall auf der Welt setzen sich Frauen gegen das Diktat des Vollschleiers ein, ohne in irgendeiner Weise Religion oder gar Religiosität in Frage zu stellen. Manchmal setzen Feministinnen ihr Leben aufs Spiel, indem sie gegen die Verpflichtung zum Tragen des Schleiers kämpfen. Andernorts kämpfen sie dafür, den vollständigen Schleier in öffentlichen Räumen oder Bildungseinrichtungen zu verbieten. Und mehrere mehrheitlich muslimische Länder in Afrika haben den vollständigen Schleier wegen des Fundamentalismus, den er verkörpert, verboten, wie kürzlich in Senegal. Wir können uns nicht eine Sekunde lang vorstellen, als bewunderte und weltoffene Demokratie das Signal zu geben, dass wir die Gefangenschaft von Frauen in der Öffentlichkeit akzeptieren und tolerieren müssen. Der Wunsch, unsere Solidarität mit diesen Feministinnen in aller Welt zu zeigen, wiegt bei unserer Entscheidung viel schwerer als die Feststellung, dass wir – ohne jede Freude – das Motto eines ultrakonservativen Klubs kurzfristig teilen. (…) Und wir werden keinen Fehler machen: Während wir natürlich damit beginnen müssen, die uns gestellte Frage richtig zu beantworten, müssen wir dann das Blatt umdrehen und unsere Energie all den wichtigeren und ehrgeizigeren Kämpfen widmen, die uns auf dem Weg zu einer Gesellschaft der Gleichheit erwarten. Aus dem Manifest der LeTemps https://www.letemps.ch/opinions/gauche-feministes-accepterons-linterdiction-voile-integral

Weitere Links: https://www.defacto.expert/2021/02/18/der-kontext-ist-wichtig-gerade-beim-nikab/ und 

#clubhouse, 8.3.2021 Regula Stämpfli zum Design der Woche, 17.00 Uhr. 

Regula Stämpfli an den 13. Aargauer Demokratietagen 2021: live aus Wien artcare.at bei der Most Wanted Female Art Auction

13. Aargauer Demokratietage 2021: Pannel

Die Aarauer Demokratietage 2021 stehen ganz im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums der Einführung des Frauenstimmrechts. Das digitale Format erlaubt es, die einzelnen Themenblöcke auf vier Tage zu verteilen. Die Veranstaltungen finden im März jeweils am Donnerstag um 16.00 Uhr statt. Am ersten Demokratietag, am 4. März, hat die jüngere Frauengeneration das Wort, und zwar an einer vom Medienpartner SWI swissinfo.ch produzierten und live ausgestrahlten Panel-Diskussion zum Thema «Alte Machtfrage, neuer Kampf mit neuen Köpfen».  Aktivistinnen von damals erhalten heute zum Frauenstimmrechts-Jubiläum Telefonanrufe von “Hatern” – wird die Machtfrage je gelöst sein? Frauen führen die neuen politischen Bewegungen wie Klimastreik, #metoo, Black Live Matters an. Schaffen diese neuen Zugänge in die Politik? Was unterscheidet die federführenden Frauen dieser Bewegungen von den herkömmlichen Politikerinnen? Reicht die Power der neuen, von Frauen angeführten Bewegungen, um die Politik zu ändern – schnell und dauerhaft? Ist der Weg in die institutionalisierte Politik ein Ziel?EvpOyNMXAAoLilh

  • Marie-Claire Graf, Klimaaktivistin/UNO-Klimabotschafterin und Unternehmerin, Protective Mask Initiative
  • Estefania Cuero, Junge Akademie Schweiz und Unternehmerin Diversity & Empowerment
  • Dr. Regula Stämpfli, Politikwissenschaftlerin und Autorin
  • Renat Künzi: Journalist SWI swissinfo.ch (Moderation)
  • HIER ZUM VIDEO: https://www.swissinfo.ch/ger/-extremer-backlash—das-swi-panel-im-stream/46422592