Wiener Festwochen 2025 – Kunst als antidemokratische Agitation… Da war doch schon mal was, oder? Gedanken zur aktuellen Debatte von Regula Stämpfli, #HannahArendtLectures. Von Wien, San Francisco über Paderborn zum UdSSR-Moskau der 1970er Jahre.

Wien-Polemik: Die Wiener Festwochen 2025 zeigen erneut, wie sehr sich progressive Kulturinstitutionen vom universellen Anspruch der Kunst entfernen – und sich stattdessen ideologisch verbrämen. Auf Bühnen, die sich einst der Vielfalt, Differenz und Aufklärung verpflichtet fühlten, wird nun unter dem Label von Widerstand, Dekolonialisierung und Solidarität einseitige, antiisraelische, antisemitische, antidemokratische Propaganda reproduziert. Der Begriff Widerstand etwa wird aufgeladen mit der Ästhetik des Gerechten – auch wenn er Terror, Massaker und sexualisierte Gewalt umfasst. Dies ist nicht nur eine semantische Verschiebung, sondern zieht terroristische Anschläge nach sich. Die Codierung von Gewalt, Hass und Menschenverachtung in antidemokratischer Agitation – bei den Wiener Festwochen vom demokratischen Staat bezahlt – zersetzt öffentliche Diskurse und stellt einen Aufruf zur Zerstörung von Andersdenkenden dar. Verkleidet in künstlerisch, diversen Gutmenschen-Kostüm. “Den Abend bei der Verbeugung mit einer Kufiya um den Hals und Solidaritätsbekundungen für Palästina zu beenden, ausgerechnet im Nestroyhof Theater Hamakom, keine 100 Meter entfernt von der ehemals größten Synagoge Wiens, die in der Pogromnacht vom 9. November 1938 niedergebrannt wurde, in der Nachbarschaft eines Ortes, an dem jüdische Kinder Zuflucht suchten und doch in den Vernichtungslagern landeten, kann man bestenfalls als unsensibel bezeichnen. Vielleicht sollte Intendant Milo Rau mit seinen Festivalgästen ein bisschen mehr Ortsgeschichte lernen.” Ein Zitat von Christina Böck aus dem Kurier, 2. Juni 2025 in einer Kritik zu einem Oper-Theaterstück aus Südamerika, das aber eigentlich mit antisemitischer Zielsetzung als Metapher für die “bösen Juden” auzsgerichtet wurde: Milo Rau wird in 50 Jahren wohl als der Kunstinstallateur postkolonialer Vernichtungspropaganda in die Geschichtsbücher eingehen… Oder, falls die Zerstörung der Demokratie durch codierte Antidemokratie erfolgreich sein sollte, mit einer Statue wie damals die marxistischen Grössen verehrt werden müssen….

San Francisco: Mord als Musical – Wenn Nihilismus als codierte Applausmaschine funktioniert.

In San Francisco ist ein Musical ausverkauft, noch bevor es Premiere feiert. Kein Klassiker, keine Uraufführung eines vergessenen Bernstein – sondern: „Luigi: The Musical“, basierend auf der realen Geschichte eines jungen Mannes, der wegen vermuteten Mordes und Terrorismus vor Gericht steht. Luigi Mangione wird beschuldigt, den CEO einer Krankenversicherung mit mehreren Schüssen getötet zu haben. Und das Feuilleton? Steht Kopf vor Begeisterung. Was hier gefeiert wird, ist nicht Kunst. Es ist kodierter Nihilismus.

In einer Kultur, die alle Werte dekonstruiert, aber keinen einzigen neu zu denken vermag, bleibt nur das Spektakel. Was zählt, ist nicht, was geschieht, sondern wie es vermarktet werden kann: als ästhetisches Ereignis, als ironisches Zitat, als diskursives Happening. Luigi Mangione ist in dieser Logik nicht mehr mutmaßlicher Täter – sondern Material. Ein ikonografischer Leerraum, den das Publikum nach Belieben mit Bedeutung füllen darf.Die Produzenten sprechen von Satire. Vom „Systemversagen“, das das Musical kritisieren will. Doch was dabei systematisch untergeht, ist das Urteil. Und damit der Unterschied zwischen Tat und Tragödie, zwischen Schuld und Schicksal.

Codierter Nihilismus heißt: Jede Tat kann erzählt, überhöht, gebrochen, dekonstruiert werden – solange man sich mit dem richtigen Vokabular um die Verantwortung herumwindet.

Die Tragik der Aufklärung war, dass sie dem Menschen die Freiheit zu denken übergab. Die Farce unserer Zeit ist, dass wir das Denken durch ironischen Kitsch ersetzt haben. Mord als Musical – das ist nicht subversiv. Das ist Ermüdung durch Simulation. Es geht nicht um Empörung oder Analyse, sondern um den nächsten viralen Diskursmoment, in dem das Urteil aussetzt und der Applaus einsetzt. Das Publikum will sich betroffen fühlen – aber bitte ästhetisch korrekt. Zwischen Drag, Blut, Pop und Pseudoanalyse wird Luigi Mangione zur Projektionsfläche einer Gesellschaft, die ihre Wirklichkeit nur noch durch Filter und Formate wahrnimmt. Der Mörder als Content – Hauptsache er klickt.

Wer fragt, was das mit den Opfern macht, wird als spiessig abgetan. Wer auf den moralischen Kollaps hinweist, wird aus dem intellektuellen Club verbannt. Denn dort zählt längst nicht mehr Urteilskraft, sondern Ambivalenzfähigkeit – also die Fähigkeit, sich vor jedem klaren Urteil zu drücken.

Paderborn oder Poulets in Windeln:

Poulets in Windeln – oder: Wie die Kulturelite sich über alles lustig macht, nur nie über sich selber. Was als legitimer Protest gegen die schrecklich industrialisierte Fleischindustrie künstlerisch umgesetzt werden wollte, entpuppt sich als extrem peinliche Selbstfleisch-Beräucherung….

Die Bühne: ein Dom.
Die Gäste: ein Bundespräsident, ein Ministerpräsident, ein Erzbischof.
Die Darbietung: halbnackte Künstler tanzen mit Sensen, holen tote Hühner aus einer Schüssel, wickeln sie in Babywindeln und lassen sie aufstehen wie Kleinkinder. Im Hintergrund: Vogelgezwitscher, Orchesterpathos, dann die Zeile: „Fleisch ist Fleisch“ – gesungen auf die Melodie von „Live is Life“. Willkommen in der neuen Bastille der Kulturförderung! Was wie eine Parodie auf postmoderne Kunst klingt, ist real: Die Gruppen „Bodytalk“ und „Mensch: Theater!“ durften im Hohen Dom zu Paderborn, zum 1250-jährigen Westfalen-Jubiläum, eine fünfminütige subventionierte Performance zelebrieren, bei der alle Codes zusammenkommen: Dekonstruktion, Anti-Fleisch, Anti-Kirche, Gute Menschen, böser Kapitalismus – Hauptsache immer gegen etwas, nie für jemanden oder etwas. Denn genau hier liegt der Skandal: Nicht in Babywindeln für tote Hühner. Sondern in der monumentalen Distanz zwischen dem codierten Kunstsprech und dem wirklichen Leben von Menschen. Die aktuelle Kulturelite spricht nicht mehr mit dem Volk – sie spricht über sich selbst. Ihre Sprache ist ein Code, eine Binnenmoral, ein hermetisches Universum. Wer dort hinein will, muss Begriffe wie Dekolonialität, Verflechtung, fluides Narrativ und Verletzungsästhetik beherrschen. Und wer draußen bleibt, ist dumm, rechts oder ressentimentgeladen.

So kriegt man keine ökologische Landwirtschaftspolitik hin, sondern kreiert nur Ressentiments gegen eine völlig dekadente, in Selbstreferenz operierende Elite. Was früher Volkstheater war, ist heute Fördertopf-Theater. Was früher Debatte war, ist heute moralisch versiegelter Diskurs. Und was früher Widerstand hieß, ist heute eine fünfminütige Entweihung mit Poulet.Wie am Hof von Versailles, kurz vor der Französischen Revolution kümmert sich die Elite um sich selber – empfiehlt dem Volk Kuchen, wenn das Brot ausgeht und ist dann erstaunt, wenn nicht nur die Bastille, sondern alles zerschlagen wird – wie Eric Vuillard dies so erschreckend gut im 14. Juli, seinem wunderbaren Roman, beschreibt.

Woher kommt diese Verblendung? Kurzer historischer Rückblick von laStaempfli:

Die Allianz der Verblendung – Antisemitismus, Postkolonialismus und die Wiederkehr sowjetischer Propaganda. Ein Rückblick von laStaempfli, copyright 2 Juni 2025

Antizionismus ist längst zur akzeptierten Ersatzreligion westlicher Universitäten geworden – gespeist aus postkolonialen Ideologien, deren Ursprünge bis auf die ehemalige sowjetische Desinformationskampagnen zurückreichen.

Es ist aufschlussreich den Weg aufzuzeigen, wie sich an amerikanischen wie europäischen Universitäten postkoloniale Ideologien mit einem woken, pseudoprogressiven Antisemitismus verschmolzen haben. Der israelische Staat wird dabei zur Projektionsfläche: Der letzte Kolonialist, der „weiße Unterdrücker“, das „imperiale Überbleibsel“. Der Holocaust? Eine lästige Randnotiz im Kampf um Opferhierarchien.

Diese ideologische Umcodierung ist keine spontane Bewegung. Sie ist das Ergebnis jahrzehntelanger geistiger Vorarbeit, die zurückreicht in die 1960er, gespeist durch postmarxistische Theorien – und gelenkt von gezielter sowjetischer Desinformation.

Bereits in den 1920er-Jahren begann die Sowjetunion mit einer systematischen Zensur- und Propagandapolitik. Ab 1922 wurde die sowjetische Hauptzensurbehörde Glawlit gegründet (Glawnoje upravlenije po delam literatury i izdatelstw, Hauptverwaltung für Angelegenheiten der Literatur und Verlage). Sie kontrollierte Bücher, Zeitungen, Filme, Radiosendungen und später auch das Fernsehen. Zwischen 1929 und 1939 wurden etwa 90 % aller vorrevolutionären Werke aus Bibliotheken entfernt oder durch kommentierte Neuausgaben ersetzt. Allein im Jahr 1931 wurden 24.000 Werke als „konterrevolutionär“ verboten.

Zensur war jedoch nur ein Teil. Der andere war die strategische Desinformation: Das KGB unterhielt spätestens ab den 1950er-Jahren eine eigene Abteilung für aktive Maßnahmen (aktivnyye meropriyatiya), also gezielte Einflussnahme auf westliche Meinungsbildung. Dazu gehörten gefälschte Dokumente, gefälschte Briefe an Zeitungen, Unterstützung von antiisraelischen Gruppen und die Förderung antizionistischer Narrative.

Ein besonders prägnantes Beispiel: Die „Zionism is Racism“-Kampagne der UNO von 1975 (Resolution 3379), stark vom sowjetischen Block unterstützt. Diese Resolution war nicht nur ein diplomatischer Sieg für arabische Staaten, sondern wurde auch massiv durch sowjetische Propagandaapparate vorbereitet und begleitet – mit dem Ziel, Israel in der internationalen Öffentlichkeit zu delegitimieren und antisemitische Stereotype unter progressiven Intellektuellen salonfähig zu machen. Die Resolution wurde erst 1991 widerrufen, ihre ideologischen Nachwirkungen aber sind bis heute spürbar – besonders in der postkolonialen Rhetorik an westlichen Universitäten.

Die Sowjetunion war Meisterin der Manipulation akademischer Diskurse. In den 1960er und 70er Jahren wurden gezielt linksintellektuelle Bewegungen im Westen unterstützt – sei es finanziell, logistisch oder mit ideologischem Material. KGB-Desinformationsoperationen wie „Operation INFEKTION“ (zur Diffamierung der USA als angeblichen Urheber von AIDS) zeigen, wie sehr das Ziel war, Vertrauen in westliche Institutionen zu untergraben. Auch die Umdeutung des Zionismus zu einem „weißen, kolonialen Projekt“ gehört in diese Kategorie.

Durch die systematische Verbreitung sogenannter „wissenschaftlicher“ Studien (oft durch Satelliteninstitute wie das „Institut für marxistisch-leninistische internationale Studien“) wurde über Jahrzehnte hinweg eine Denkfigur installiert: Israel als Ausgeburt westlichen Imperialismus, Palästinenser als Opfer in einem antikolonialen Befreiungskampf. Diese Logik ist heute an vielen Universitäten nicht nur Common Sense, sondern moralischer Imperativ geworden – gespeist von einem ideologischen Echo, das seinen Ursprung im sowjetischen Projekt zur ideologischen Reprogrammierung westlicher Eliten hat.

Quellen und Literatur zur sowjetischen Zensur- und Desinformationspolitik

  • Andrew, Christopher M. / Mitrokhin, Vasili: Das Schwarzbuch des KGB. Moskaus Kampf gegen den Westen. München: Piper, 2000.
    → Detaillierte Enthüllung sowjetischer Desinformationsstrategien anhand von KGB-Archiven.
  • Montefiore, Simon Sebag: Stalin. Der Hof des roten Zaren. Frankfurt a. M.: Fischer Verlag, 2005.
    → Grundwerk zu Stalins System, auch mit Fokus auf Kontrolle von Information und Kultur.
  • Rid, Thomas: Active Measures. The Secret History of Disinformation and Political Warfare. New York: Farrar, Straus and Giroux, 2020.
    → Umfassende Studie zu „Active Measures“, inklusive sowjetischer Operationen im Westen.
  • Rolf, Malte: Sowjetische Kulturpolitik und Zensur unter Stalin. München: Oldenbourg Verlag, 2006.
    → Historische Analyse der kulturellen Lenkung und Zensurmaßnahmen 1920–1950er.
  • Pomerantsev, Peter: Nichts ist wahr und alles ist möglich. Abenteuer in Putins Russland. München: DVA, 2014.
    → Zeigt die Kontinuität sowjetischer Desinformationslogik im heutigen Russland.
  • United Nations General Assembly: Resolution 3379 (XXX) – Elimination of all forms of racial discrimination, 10. November 1975.
    → Offizielles Dokument der UN-Resolution „Zionismus ist Rassismus“.
  • Leggett, George: The Cheka: Lenin’s Political Police. Oxford: Oxford University Press, 1981.
    → Frühgeschichte der sowjetischen Repressions- und Kontrollapparate.
  • Barghoorn, Frederick C.: Soviet Foreign Propaganda. Princeton: Princeton University Press, 1964.
    → Frühe wissenschaftliche Auseinandersetzung mit sowjetischer Außenpropaganda.
  • Wikipedia-Artikel: „Sowjetzensur“ (Stand: Mai 2025). URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Sowjetzensur
    → Übersicht zu institutionellen Zensurmaßnahmen und statistischen Angaben.

Mitrochin-Archiv, abrufbar über das Hoover-Institut: https://www.hoover.org/library-archives
→ Sammlung von Originaldokumenten zur sowjetischen Geheimdiensttätigkeit

Meinung laStaempfli: Eine Klage gegen die N.Y. Times (meine KI hat anstelle der Chefredakteurin redigiert): 27.5.2025. Marubo gegen Mainstream – Ein brasilianischer Stamm verklagt die New York Times wegen Pornosucht-Vorwurf.

Schlagende Zeilen von Regula Stämpfli.
Schlagende Zeilen von Regula Stämpfli. Diesmal über eine Klage gegen die N.Y. Times laut
https://www.bbc.com/news/articles/cx2ekvnrkpno
& https://www.theguardian.com/world/2025/may/23/brazil-tribe-new-york-times-pornography-lawsuit

Wäre der 1. April, man hätte die Geschichte wohl als schlechten Scherz abgetan. Doch sie ist echt. Die britischen Leitmedien BBC und Guardian berichten übereinstimmend:
Der bislang außerhalb Brasiliens kaum bekannte Stamm der Marubo hat in den USA eine Verleumdungsklage (Defamation Suit) gegen die New York Times eingereicht – mit einer Schadensforderung von über 180 Millionen US-Dollar.Der Vorwurf: Die New York Times habe den indigenen Stamm in einem Artikel als „technikverrückt und pornosüchtig“ dargestellt, nachdem der Ort via Elon Musks Starlink-System ans Internet angeschlossen wurde. Auch das US-Klatschportal TMZ griff die Geschichte auf – mit der Überschrift: „Elon Musks Starlink-Anschluss macht einen abgelegenen Stamm pornosüchtig.“Die Klage wiegt schwer. Denn ausgerechnet jenes Weltblatt, das im globalen Norden gerne als Goldstandard für differenzierten Journalismus gilt – gefeiert von SRF, ARD, ZDF, ORF und BBC als progressiv, weltoffen, sensibel – soll hier ganze Kulturen auf rassistische Klischees reduziert haben.Die New York Times verteidigt sich mit Verweis auf journalistische Standards und eine „nuanced exploration“, also differenzierte Darstellung. Doch der Imageschaden ist da. Die Sammelklage – unterstützt von brasilianischen Anwälten – könnte zum Präzedenzfall werden: Ein indigenes Volk gegen den globalen Mediengiganten.Der Fall zeigt, wie fragil die mediale Selbstgewissheit auch der größten Redaktionen geworden ist. Zwischen kultureller Sensibilität, digitaler Kolonialisierung und Clickbait ist der Weg zur Verleumdung mitunter kürzer als gedacht.

Zitate Vortrag von Regula Staempfli/laStaempfli Regula Stämpfli in “Nächte der Philosophie”: Vortrag von laStaempfli, “Eugenik Reloaded” im Café Korb 22.5.2025. “Es war superspannend” – danke den ZuhörerInnen.

Digitalisierung und Biopolitik – Thesen und Zitate von Regula Staempfli für die Nächte der Philosophie, Vortrag 22.5.2025: „Eugenik Reloaded.“ Im Café Korb. Bitte an alle die Mampflers dieser Welt: Wenn Ihr mich schon bestiehlt, dann könnt Ihr wenigstens jetzt beginnen, mich korrekt zu zitieren.

  1. „Die Logik der Optimierung kennt keine Ethik.“
      – Haraway, The Companion Species Manifesto (2003)
  2. „Die Logik der Optimierung folgt urteilskraftsloser Algorithmen.“ laStaempfli & Lösung: Alle Menschen haben das Recht, gleich zu zählen.
  3. „Digitale Systeme erzeugen Ausschluss.“ laStaempfli
  4. „Was nicht gezählt wird, zählt nicht.“
      – laStaempfli, in Arendt’scher Tradition gedacht
  5. „Geschlecht wird neu definiert.“ laStaempfli zu Gender. In Anlehnung an Haraway
      „Ich möchte nicht Teil Deiner Taxonomie sein.“
      – Haraway, A Cyborg Manifesto (1985)
  6. „Die Geburt wird zur Datenquelle.“ laStaempfli zur neuen Kontrolle.
      „Biologie wird zur Projektionsfläche technischer Kontrolle.“
      – laStaempfli aus Haraway, Modest_Witness@Second_Millennium (1997)
  7. „Körperliche Präsenz verliert an Wert.“ laStaempfli
  8. „Handeln verlangt Anwesenheit.“
      – laStaempfli über Digitalisierung nach Arendt, Vita activa (1958)
  9. Digitale Normierung ersetzt Vielfalt.
      „Frequency ist eine Technik der Macht.“
      – laStaempfli
  10. Das Digitale entkörpert – und re-körpert zugleich.laStaempfli
      „Der Cyborg ist unsere Ontologie; er definiert unsere Politik.“
      – Haraway, A Cyborg Manifesto
  11. Künstliche Intelligenz ist Biopolitik ohne Körper.laStaempfli
      „Das Denken ohne ein Anderssein des Körpers wird zur Gefahr.“
      – laStaempfli frei nach Arendt, Denken (1971)
  12. Körper werden zur Ressource. laStaempfli
      – laStaempfli zur Leihmutterschaft
  13. Staat und Plattform verschmelzen.laStaempfli
      „Wenn alle handeln, als wären sie Funktionäre, bleibt niemand zum Handeln übrig.“
      – laStaempfli nach Arendt, Über die Revolution (1963)
  14. Transhumanismus ist die neue Eugenik.laStaempfli
      „Der Glaube, den Menschen verbessern zu können, hat stets Unheil angerichtet.“
      – Genderkritik laStaempfli, sinngemäß nach Arendt
  15. Der Tod wird digital verdrängt.„Die Sterblichkeit macht das Leben politisch.“
      – laStaempfli nach Arendt, Vita activa
  16. „Körper verlieren politische Bedeutung. Sie werden neu beschriftet.“laStaempfli
  17. „Politik beginnt, wo Menschen sich leiblich in einer Welt versammeln.“
      – laStaempfli nach Arendt, Was ist Politik? (Fragment)
  18. „Digitalisierung zerstört den Ort.“ laStaempfli als Kritik an Globalisierung, die Bürgerinnen und Bürger durch User ersetzt.  
  19. „Macht entsteht nur zwischen Menschen, die sich begegnen.“
      – laStaempfli nach Arendt, Vita activa
  20. „Digitalisierung ist Biopolitik.“
      „Was auf dem Spiel steht, ist das Leben selbst.“
      – laStaempfli nach Foucault
  21. „Der Körper wird codiert.“ laStaempfli
      „Objektivierte Körper sind gezähmte Körper.“
      – Haraway, Simians, Cyborgs and Women (1991)
  22. „Überwachung ersetzt Fürsorge.“ laStaempfli nach
      „Macht wird ausgeübt, ohne dass sie sichtbar ist.“
      – Foucault, Überwachen und Strafen (1975)
  23. „Algorithmen verwalten Leben.“ laStaempfli
      Digitales Nudging ist Biopolitik.
      – laStaempfli

Regula Staempfli als Denkerin der Widerstände: Was spricht laut Batya Ungar-Sargon, Autorin von “Second Class: How the Elites betrayed America’s Working Class” FÜR die erratische Steuerpolitik von Donald Trump?

Regula Staempfli in Essay zu Trump und die USA.
Regula Staempfli in Essay zu Trump und die USA.

Weshalb Trumps erratische Steuerpolitik ein Desaster ist, wird in allen guten Zeitschriften, Magazinen und Nachrichten erklärt. Deshalb hier die Frage, wie es denn kommen kann, dass Trump und seine Truppe weitermacht. Irgendwer muss ihn ja in seiner Position bestärken. Deshalb widme ich mich hier den intellektuellen Vorreitern von linkspopulistisch, die an Trumps Antiglobalisierungsstrategie durchaus Positives sehen. Zudem vergleiche ich Trumps Antiglobalisierung mit dem Brexit: Den Menschen ist das Gefühl, das Politiker mittlerweile codiert rüberbringen wichtiger als die Realpolitik.

In den USA sind, unbemerkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz, viele spannende Diskussionsbücher auf dem Markt, die völlig neue Ansätze bringen. Dies war mit “White Trash” von Nancy Isenberg 2017 der Fall und dies triffft auch auf Batya Ungar-Sargons Buch über die “Second Class: How the Elites betrayed America’s Working Class” zu. laStaempfli hat schon im Jahr 2009 einen der wichtigsten Kritiken zur Globalisierung und zur Wall Street-Politik von Barack Obama sowie zum Verrat der sozialdemokratischen Wohlstandsideale geschrieben: https://global-labour.info/de/wp-content/uploads/sites/4/2018/09/St%C3%A4mpfli-Atlas.pdf

Wenn man Batya Ungar-Sargon folgt (die aus einer wirtschaftspopulistischen, arbeiterklassenfreundlichen Perspektive argumentiert), dann kann man tatsächlich fünf gute Argumente finden, die für Trumps erratische Steuerpolitik sprechen – also nicht im Sinne neoliberaler Kohärenz, sondern als gezielte Störung eines Systems, das ohnehin nicht funktioniert hat. Wer genau hinschaut, realisiert: Trump macht aus der Wall Street kurzfristig Gurkensalat und beschwört rhetorisch die Main Street. Trump ist diesbezüglich der Gegenentwurf zu Barack Obama, der für die Main Street gewählt wurde, aber ausschliesslich für die globalen Eliten & Wall Street Politik machte. Aus Barack Obamas Zeit stammt auch die NSA-Überwachung, die Edward Snowden aufgedeckt hat; Edward Snowden, der mit aller Härte von Barack Obama verfolgt wurde.

·  Zerstörung elitärer Steuerdogmen zugunsten der Arbeiterklasse
Trumps Steuerpolitik brach mit jahrzehntelangem Konsens, wonach nur gut geplante, “expertengeprüfte” Maßnahmen legitime Steuerreformen darstellen. Durch diese „erratische“ Herangehensweise wurden konservative wie neoliberale Eliten gleichermaßen schockiert – und das öffnete einen politischen Raum für die ökonomischen Sorgen der unteren Mittelschicht, die sich in keiner Expertenrunde wiederfand.

·  Direkte Steuererleichterung für Teile der Arbeiterklasse
Während klassische Steuerpolitik oft in abstrakten Umverteilungslogiken verharrt, setzte Trump auf sichtbare, spürbare Entlastungen, z. B. durch Anhebung des Standardabzugs. Zwar profitierten auch Reiche, aber viele working class families hatten plötzlich ein paar hundert Dollar mehr im Monat – was für Menschen am Rand der Armut eben keine Peanuts sind.

·  Stärkung lokaler Wirtschaftskreisläufe durch protektionistische Impulse
Zwar chaotisch umgesetzt, zielte Trumps Steuer- und Zollpolitik darauf ab, US-Produktion wieder zu beleben. Batya argumentiert, dass selbst inkonsistente Maßnahmen in dieser Richtung – wie Strafzölle und Steuererleichterungen für Rückverlagerung von Jobs – ein Signal an die abgehängten Industriezonen waren: “Wir sehen euch.”

·  Subjektive Wahrnehmung von Handlungsfähigkeit gegen das Gefühl politischer Ohnmacht
Für viele Amerikaner*innen zählt weniger die technische Logik von Steuerpolitik, sondern das Gefühl, dass jemand endlich etwas macht – im Gegensatz zu den jahrzehntelangen leeren Versprechungen des Establishments. Trumps Unberechenbarkeit wurde so zur Tugend, als Anti-Establishment-Machtakt. · 

Dekonstruktion globalistischer Finanzabkommen als Form des ökonomischen Nationalismus
In Batyas Perspektive ist Globalismus ein Projekt der kosmopolitischen Eliten, von dem Arbeitende nur Nachteile hatten. Trumps inkohärente Steuer- und Zollpolitik entzog diesen Abkommen das Vertrauen – auch wenn es nicht durchdacht war, wurde ein klarer Kurs markiert: America First bedeutete eben auch: Worker First, wenn auch nur rhetorisch

Regula Stämpfli: Aus aktuellem Anlass zur Geschichte des IKRK (ICRC), Rotes Kreuz & Mengele die Rezension des Buches zur Stunde: Oliver Guez. Das Verschwinden des Josef Mengele. Neue Funde durch die Öffnung der Archive durch Javier Milei.

Als ich Oliver Guez’ Das Verschwinden des Josef Mengele rezensierte, war mir bereits klar, wie brillant dieses dokumentarisch-literarische Werk das Grauen der Nachkriegszeit verdichtet – die Abgründe einer Welt, in der NS-Verbrecher ungestört weiterleben konnten. Umso bedeutender ist die jüngste Veröffentlichung des echten argentinischen Passes von Josef Mengele durch die nun geöffneten Archive unter Präsident Javier Milei. Endlich liegen konkrete Dokumente vor, die belegen, wie skrupellos und effizient das Netzwerk der Fluchthilfe für Nazi-Verbrecher funktionierte – ein düsteres Kapitel, das Guez literarisch vorweggenommen hat, nun aber archivalisch belegt ist.

Auf X Dokument, dass Eichmann, Mengele etc. dank dem Roten Kreuz fliehen konnte. Hier Pass von Eichmann, ausgestellt vom Roten Kreuz. Dann Mengele dokumentiert in Guez: Der Menschenschlächter, Folterer, Sadist, Kindsmisshandler, der Lebendversuche an jüdischen Müttern, Kindern in Auschwitz durchführte. Er und andere hochrangige NAZIS WURDE VOM SELBEN ROTEN KREUZ GESCHÜTZT WIE HEUTZUTAGE DAS ICRC HAMAS SCHÜTZT UND DIE ISRAELISCHEN GEISELN NIE BESUCHT HAT. Grund genug, um eigentlich den Rücktritt des gesamten IKRK zu fordern. Und endlich eine ausführliche Forschung zum Thema zu finanzieren. Aus X Bildschirmfoto vom 27.3.2025 siehe Link Voice of Truth https://x.com/cwkorn/status/1905057048259178968.

Die Historiker wussten es schon lange: Hier ein paar Links zu einem Thema, das mit der äusserst antisemitischen Gegenwart des IKRK unbedingt angesprochen werden sollte. https://www.cia.gov/readingroom/docs/CIA-RDP90-00965R000403220020-2.pdf & Verweis auf das tolle Buch von Oliver Guez, das ich in Ensuite rezensiert habe:

Das Verschwinden von Josef Mengele und seine Traktorenfamilie in Deutschland sowie das IKRK, das internationale Rote Kreuz als Helfeshelfer so wie gegenwärtig als Helfeshelfer für Antisemten. NICHT EINMAL WURDEN DIE ISRAELISCHEN GEISELN VOM IKRK BESUCHT. https://www.ensuite.ch/weltgeschichte-im-deutschen-kleingeist-mengele/

ENSUITE: WIE LITERATUR POLITISCH REZENSIERT WIRD. REGULA STÄMPFLI ÜBER “WIE DEUTSCHLAND PUTINS KRIEG BEZAHLT.”

Reality-History: Wie Deutschland Putins Krieg bezahlt

Von Dr. Regula Stämpfli – Es gibt Rezensionen, die man mit Bedacht schreibt, vielleicht sogar mit Respekt vor der akribischen Arbeit eines Autors, und dann gibt es solche, die man mit der Wucht einer Pipeline ins Papier rammt. «Nord Stream: Wie Deutschland Putins Krieg bezahlt» ist ein Buch, das so was auslöst, nicht weil es absurd oder schräg wäre, sondern weil es sich mit einer Realität beschäftigt, die so grotesk ist, dass sie sich wie eine Halluzination anfühlt: Es geht um Deutschland und sein dickes Gasrohr direkt in den Kreml, Würgegriff des Autokraten inklusive.

Man stelle sich das mal vor: Es gibt eine mächtige Industrienation, deren politische Elite sich freiwillig und publikumsstark in eine toxische Umarmung mit einem Diktator begibt. Heraus kommt ein dunkles Märchen, in dem wirtschaftliche Abhängigkeit als Diplomatie und Frieden verkauft wird, während die beteiligten Autokraten für den Krieg gegen den Westen aufrüsten und darin bis heute sehr erfolgreich sind.

Lesen Sie weiter auf ENSUITE: https://www.ensuite.ch/reality-history-wie-deutschland-putins-krieg-bezahlt/

“STORIES ARE MADE IN GAS” – nie war dies wahrer als in Bezug auf Deutschlands Vergangenheit & Gegenwart. Essay by laStaempli

laStaempfli im März 2025 mit Full Programme: Isabel Rohner & Regula Stämpfli im sprechenden Denken zu den Bundestagswahlen, Syrien, der Türkei, Meldestellen, Trump & was dies alles mit Frauen zu tun hat in “Die Podcastin.” Dann: SUPERTIPP. REGULA STÄMPFLI BEIM PODCAST GEGENAUFKLÄRUNG. Und Galerie zum wunderbaren Abend: “Frauen. Europa. Einheit in Vielfalt. Frühlingstreffen von Frauen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft & Kunst, u.a. mit Dr. Corina Toledo, Inge Bell und der rumänischen Generalkonsularin, den Präsidentinnen wichtigster politischer und gesellschaftlicher Netzwerke.

März war ein heftiger laStaempfli-Monat: Zwischen Reisen, Ausstellungen konzipieren, Krimiserie weiterarbeiten, Dokumentation vorbereiten, gab es die wunderbaren Treffen mit Isabel Rohner in Die Podcastin, dann das Gespräch mit Emrah Erken über den Islam (siehe schon aufgeschaltet), und dann noch über anderthalb Stunden ein Gespräch mit den wunderbaren Männern von GEGENAUFKLÄRUNG zu Hannah Arendt, Digitalisierung, Woke und wie die Demokratie nicht nur gerettet, sondern gestaltet werden kann.

Zunächst DIE PODCASTIN SIEHE FOLGENDE LINKS:

https://diepodcastin.de/2025/03/23/diepodcastin-mit-echten-news-isabel-rohner-regula-staempfli-on-ann-landers-anna-maria-luisa-demedici-mechthild-heil-stefanie-reinsperger-rabea-rogge-as-very-good-news-geopolitischen-bad-ne/

https://diepodcastin.de/2025/03/16/diepodcastin-wutend-isabel-rohner-regula-staempfli-uber-bundestagswahl-weshalb-frauen-entscheidend-sind/

https://diepodcastin.de/2025/02/08/die-podcastin-uber-doge-isabel-rohner-regula-stampfli-uber-namus-wahlometer-codes-keep-men-out-of-womens-sports/

https://diepodcastin.de/2025/01/26/diepodcastin-on-failed-media-isabel-rohner-regula-staempfli-uber-wahlen-einige-mechanismen-mediendemokratie/

https://diepodcastin.de/2025/02/28/diepodcastin-uber-meldestellen-isabel-rohner-regula-staempfli-u-a-uber-die-meldestelle-antifeminismus-eine-podcastin-vom-4-2-2023/

#diepodcastin mit echten News: Isabel Rohner & Regula Staempfli on Ann Landers, Anna Maria Luisa de’Medici, Mechthild Heil, Stefanie Reinsperger, Rabea Rogge as Very Good News.#diepodcastin dann mit VERY BAD NEWS: Dschihadismus in Syria made & payed for in Europe (laStaempfli) & Terrorhilfswerk UNWRA (Rohnerin) mit unglaublichen Zahlen.

“Ich glaube nicht, dass man eine Kuh sein muss, um zu wissen, was Milch ist.” Ann Landers, von 1943 bis Ende der 1990er die mächtigste Kolumnistin Amerikas für die Chicago Sun Times, Pseudonym von Ruth Crowley und ab 1955 von Esther Lederer (1918-2002)

Biographie, Hannah Arendt, Digitalisierung : Ein wunderbares Gespräch über anderthalb Stunden über Gegenwart, digitalen Totalitarismus & was neu an der Mediendemokratie ist. https://www.youtube.com/watch?v=nflYJW8pmqE

Dann Frauen.Europa, Einheit in Vielfalt mit Mihela Malina Diculescu-Blebea, Dr. Corina Toledo, Ulrike Müller, Silke Roberlier, Monika Meier-Podja, Dr. Regula Stämpfli, Regina Hellwig-Schmid, Veronica Kirchner und der Supermoderatorin Inge Bell. 24.3.2025.

Regula Stämpfli ist am 28. März 2025 in München zu erleben! Um 18.30 Uhr in der Mohr-Villa, Thema Hannah Arendt, Moderation Inge Bell mit Anmeldung siehe https://frau-kunst-politik.de/veranstaltung/hannah_arendt/

Die wahre Brisanz des BND-Reports zu Wuhan und Corona. Update von laStaempfli März 2025. Die Pandemie und das Zeitalter DER TOTALEN GEWISSHEIT.

Am 9.5.2020 schrieb Regula Staempfli für die NZZ den entscheidenden politischen Bericht über die Wirkung des Corona-Virus aus China. “Wie der chinesische Virus die westlichen Demokratien zerstört.” Regula Stämpfli hatte in jedem Punkt recht, war präzise bezüglich Trennung öffentlich-privat und die virologische Datenhoheit, die die offene Gesellschaft bedroht. Lesen Sie hier: https://www.nzz.ch/feuilleton/covid-der-virus-stuerzt-westliche-demokratien-in-den-abgrund-ld.1554390

Kurzversion NZZ wie der Corona-Virus die Demokratien auf viele Jahre hinweg zerstört.

2023 schrieb ich als ERSTE DIE KRITIK UND DIE BEKANNTMACHUNG ÜBER DAS RECHERCHEBUCH ZU COVID19 IN DEN USA, siehe hier: https://www.ensuite.ch/pandemie-und-das-zeitalter-der-totalen-gewissheit/

Im März berichten die öffentlich-rechtlichen Medien über die Erkenntnisse des Laborunfalls in WUHAN, nachdem sie jahrelang Menschen, Wissenschaftler & Journalistinnen, die dies nachgewiesen haben, als “Verschwörungstheoretiker” lächerlich gemacht und gecancelt haben. Mehr noch, der Laborunfall lässt auf biotechnische Kriegswaffen made in China zurückschliessen, wie das ZDF in einem Aufsehen erregenden Report festhält: dazu hier der Link:

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ausland/corona-wuhan-bnd-report-usa-100.html

Wie die N.Y. Times alle westlichen Leitmedien auf den angeblichen Rassismus einschwor, wenn es sich um einen “chinesischen Virus” handelte, der aus einem Labor-Unfall in die Welt geriet. Dazu Bill Maher https://x.com/thackerpd/status/1903785193540120611

“It is the codes, stupid.” On the madness of media, Trump Derangement Syndrom, Women & Sports & stories that count more than facts by laStaempfli, March 6th 2025.

Seit über zehn Jahren schreibe, publiziere, trete ich auf & die Öffentlichkeit schreitet mir meist zehn Jahre hinterher. Es geht um die Revolution der Welt durch Sprechakte, die sich in automatisch repetierte Codes giessen, die wiederum als neue Ideologien die Wirklichkeit und Welt prägen. #HannahArendtLecture Anlässlich eines Monates Trump 2.0 hier auf Englisch meine Gedanken & ja: Ein Substack-Account, der mich in die ongoing Conversation bringen würde, wäre besser, ich bin einfach noch nicht so weit.

It’s the Codes, Stupid.
On the madness of media, Trump Derangement Syndrome, Women & Sports, and stories that count more than facts.
by laStaempfli, March 6th, 2025


I’m not here to defend Donald Trump. Never was. Never will be. The man is a walking algorithm – a self-learning machine built out of resentment, showbiz instinct, and a pathological need for attention. But if you only see the man, you miss the real story.

The first month of Trump’s new reign – and yes, let’s call it that – wasn’t just a return to the chaos presidency. It was a reboot of the entire media-industrial complex. Every headline, every hot take, every “breaking news” alert: a mirror, not of Trump himself, but of the codes that run our discourse.

It’s the codes, stupid.

The code that makes outrage profitable.
The code that turns every policy into a meme.
The code that conflates moral panic with investigative journalism.
The code that treats politics as a Marvel reboot – good guys, bad guys, no context, no history.

The madness of the media isn’t that they lie. Most of them don’t. The madness is their code: the pre-set rules about what counts as a story, what makes the cut, what algorithms will amplify, and – more importantly – what won’t.

Take Trump Derangement Syndrome (TDS), for example. The term was born as a right-wing insult, but it perfectly captures what happens when journalists, activists, and academics stop thinking and start reacting. It’s a code glitch – a systemic bug that turns every Trump breath into a doomsday signal. And the thing about bugs is: they spread.

TDS doesn’t just distort coverage of Trump. It warps everything: Biden, the border, Gaza, Ukraine. In a code-driven media, there’s no space for nuance. Every story needs a villain. Every fact needs a spin. Every voice is either with us or against us.

And women? Women are always either symbols or side characters in these stories. Especially in sports. While Trump makes some clumsy, off-script comment about “protecting women’s sports” (because even a broken clock is right twice a day), the media code forces the narrative into two opposing boxes: you either cheerlead for trans inclusion in every context, or you’re a bigot. Forget biology, forget fairness, forget the actual voices of female athletes. The code doesn’t care. It’s not built to.

The stories that count are the stories that code well: outrage, simplicity, enemy-spotting. Women’s sports? Too complicated. Trumpism? Easy money. Complex history, broken systems, the digital architecture shaping our world? Doesn’t code. Doesn’t count.

I’m not saying facts don’t matter. I’m saying facts have no power if the code doesn’t let them in. And until we rewrite the code – the media logic, the platform incentives, the algorithms that decide what’s visible and what’s not – every president, every war, every social movement will just be content. Shuffled, sorted, framed, and forgotten.

The first month of Trump is just that: the latest content drop in a system that already decided the story before it even started.

It’s the codes, stupid.

– laStaempfli, March 6th, 2025

“It’s not Trump, it’s the codes, stupid. Media, madness & why stories outrun facts.” – laStaempfli, March 2025

“The first month of Trump 2.0 isn’t about him – it’s about us. Our codes, our blind spots, our media madness.” laStaempfli, March 6th 2025

“Outrage sells. Simplicity wins. Women lose. Welcome to the next media meltdown. #ItsTheCodesStupid” laStaempfli, March 6th 2025.

“Forget the man. Fear the machine. #ItsTheCodesStupid” by laStaempfli, March 6th 2025.

“Stories that code, outrun stories that count. Trump 2025 is already a content drop – and we’re all complicit.” by laStaempfli, March 6th 2025.

Die große Trump-Show: Bösewicht oder Weltenretter? Regula Stämpfli im Hangar 7 am 23.1.2025.

laStaempfli über Sprechakte, Mediendemokratie und den Unwillen der öffentlich-rechtlichen Medien, das westliche Bündnis zu verteidigen, die wahren Gefahren gegen Demokratie nicht zu sehen & am Trump Derangement-Syndrom zu leiden. Die Agenda war klar: Der Talk am Hangar 7 wollte wirkliche Themen besprechen: Migration, Sprechaktideologien und dysfunktionale Medien. Doch leider kam es wieder zum klassischen Trump-Bashing von Corinna Milborn, die auch für ein privates Medium arbeitet, jedoch punkto USA und Trump keinen Millimeter bereit ist zu lernen. laStaempfli versuchte erfolglos aufzuzeigen, wie Geopolitik unter Trump den Weltenbrand aufhalten kann, die Wahl Trumps das misogyne Meinungsfreiheitskorsett gegen Frauen (die Trump zu über 53 Prozent gewählt haben) lockert und weshalb Sprechakte im Zeitalter digitaler Reproduktion die Öffentlichkeit zerstören. Links und rechts sind zu digitalen Fiktionen geworden: Gewinnen wird, wer die bessere Story hat. Einfacher gesagt: Wir müssen mehr Welt und Wirklichkeit wagen. Hierzu zwei Publikationen von laStaempfli: https://www.denknetz.ch/wp-content/uploads/2021/08/Staempfli_Europa_Bankensprech_Sehnsuchtsort.pdf sowie https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2018/11/tra%CC%88umen-KI-von-demokratie.pdf

Und hören Sie DIE PODCASTIN: AUF JEDER PODCASTPLATTFORM WIE SPOTIFY, APPLEPODCASTS, GOOGLE ETC ABRUFBAR ODER DIREKT UNTER WWW.DIEPODCASTIN.DE

Zu Gast bei Michael Fleischhacker: Norbert Bolz, Medienwissenschaftler, Corinna Milborn, Journalistin und Autorin, Reinhard Heinisch, Politikwissenschaftler und Professor an der Universität Salzburg sowie Regula Stämpfli, Historikerin.Donald Trump ist zurück an der Macht, und der frisch vereidigte 47. US-Präsident macht ernst. Maßnahmen zur Abschiebung illegaler Einwanderer, Austritt aus der WHO, Begnadigung der Kapitol-Stürmer, Ausstieg aus dem Pariser Klima-Abkommen und Einschränkung von Transgender-Rechten: Nur ein paar der Versprechen, die Trump bereits per Dekret auf den Weg gebracht hat. Auch die Waffenruhe im Gaza-Streifen verbucht er als seinen Erfolg, der Krieg in der Ukraine steht als nächstes auf seiner To-do-Liste. Der Beginn eines goldenen Zeitalters, oder das Ende der US-Demokratie? Ist Trump auch eine tickende Zeitbombe für Europa? Oder hat der viel geschmähte Immobilien-Tycoon vielleicht sogar das Zeug zum Weltretter? Die Gäste bei Michael Fleischhacker: Der Medienwissenschaftler Norbert Bolz, der die Zeitenwende in den USA begrüßt und auch in Europa ein Ende linker und woker Politik gekommen sieht; die Journalistin und Autorin Corinna Milborn, die vor dem wachsenden Einfluss der Tech-Milliardäre rund um Elon Musk warnt, deren Plattformen würden Hass und Hetze befördern und darauf abzielen, die Demokratie zu zerschlagen; der Politikwissenschaftler Reinhard Heinisch, Professor an der Universität Salzburg, der besonders in Trumps Expansionsplänen in Richtung Grönland und Panama eine ernste Gefahr sieht; und die Historikerin Regula Stämpfli, die deutschsprachige Medien für ihre anti-amerikanische Haltung kritisiert und Europa rät, in punkto Demokratie-Abbau vor der eigenen Tür zu kehren

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