#DiePodcastin über Biopolitik. Regula Stämpfli & Isabel Rohner im sprechenden Denken zu Demokratie, Oma-Kampagnen, Fussball & sexistische Enteignungen. Mit dem wunderbaren “Wallow” 2022 von Suni Mlengeya, fotografiert von laStaempfli. Folge 191.

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#diepodcastin über Biopolitik: Isabel Rohner & Regula Staempfli über sexistische Enteignung im FUSSBALL, sog. Selbstbestimmungs- & sog.Abstammungsgesetz, Oma-Kampagne der FDP, Abtreibung in der Verfassung in Frankreich sowie “Blind-Schweigespiralen” in Medien.“Wenn ein Mann eine Aufgabe ebenso gut erledigt wie eine Frau, dann sollte er auch ebenso viel bezahlt bekommen.” Celeste Holm (1917-2012), amerikanische Oscar-Preisträgerin.

laStaempfli bringt Good News: Wirklichkeit ist in, Tinder im Sinkflug https://www.nzz.ch/nzz-am-sonntag-magazin/das-ende-des-binge-datings-lernen-wir-jetzt-endlich-flirten-ld.1820871

Die Rohnerin mit einem krassen Beispiel “sexistischer Enteignung”: Wir schreiben 2024 – und in der 1. deutschen Bundesliga wird erstmals in der Geschichte eine Frau zur Aufsichtsrätin eines Fußballclubs gewählt: Tanja Gönner sitzt ab jetzt dem Aufsichtsrat des Millionenunternehmens VfB Stuttgart vor. Ein Beispiel für die völlige Normalität sexistischer Enteignung. Ob Karneval, ob Fußball – Machtpositionen sind auch heute noch mit überragender Mehrheit von Männern besetzt.

laStaempfli hat die Recherche der «Süddeutschen Zeitung» (SZ), NDR und WDR über die “Digitalisierung des Menschenhandels” rezipiert und sprachideologisch analysiert.  Es zeigt sich, dass Prostitution, der Fachbegriff des Gesetzes immer im Zusammenhang mit dem üblen Menschenhandel erwähnt wird während die “Freiwilligkeit” der Prostituierten als “Sexarbeiterinnen” charakterisiert wird. Diese Unterscheidung zwischen «Sexarbeit» und den realen Gefahren von Gewalt, Kriminalität und Diskriminierung von Frauen in der Prostitution ist problematisch. Die Realität zeigt, dass Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung eng mit der Prostitution verbunden sind und nicht einfach als «Freiwilligkeit» oder «Sexarbeit» abgetan werden können. Es geht vielmehr um den Verkauf des menschlichen Körpers und die Ausnutzung von Frauen. Die Recherchen von SZ, NDR und WDR konzentrieren sich zwar auf die Digitalisierung des Menschenhandels, offenbaren jedoch gleichzeitig, wie durch ideologisch geprägte Sprache die brutale Realität der Prostitution verschleiert wird. siehe https://www.kleinreport.ch/news/kommentar-das-netz-als-brutstatte-fur-menschenhandel-und-ideologie-103663/

Die Rohnerin: Die FDP will nicht von Frauen gewählt werden. Neuester Beweis: Die Europakampagne für die Spitzenkandidatin der deutschen Liberalen Marie-Agnes Strack-Zimmermann: Mit “Der Staatsmann unter den Frauen” und “Oma Courage” wird sie plakatiert. Die FDP zeigt damit erschreckend offen 1. Das größte Kompliment an Frauen scheint für die FDP immer noch zu sein, sie “Mann” zu nennen; 2. Die FDP-Verantwortlichen und ihre Werbeagentur haben Brechts Mutter Courage nie gelesen – und 3. Eine Frau mit Jahrgang 1958 wird “Oma” genannt, ein Mann mit Jahrgang 1958 Bundeskanzler. Die Rohnerin ist sicher: Der Markt wird das mit der FDP schon regeln.Rohnerin bringt ABTREIBUNGSGESETZE, GRUNDGESETZ & POLITIK: Frankreich schreibt die “garantierte Freiheit der Frau” (“la liberté garantie à la femme”) im Rahmen der gesetzlichen Regelungen abzutreiben, in die Verfassung auf. Die Rohnerin findet das gut – denn natürlich sind Rechte und Freiheiten stärker geschützt, wenn sie Verfassungsrang haben. Sie weist aber gleichzeitig daraufhin, dass die Situation und Geschichte Frankreichs nicht mit der deutschen vergleichbar ist. In Frankreich ist Abtreibung seit 1975 (!) legal. In Deutschland ist sie nach wie vor verboten; alle Beteiligten machen sich strafbar, nur unter bestimmten Umständen ist eine Abtreibung in Deutschland innerhalb bestimmter Fristen straffrei. Diese Regelung wurde als Kompromiss hart erkämpft.Stimmen, die jetzt in Deutschland ein “Recht auf Abtreibung” in der Verfassung fordern, sind mit größter Vorsicht zu behandeln – denn sie kommen oft aus dem identitätspolitischen / biopolitischen Lager und möchten dieses Ziel am liebsten gleich auch mit der Abschaffung der biologischen Kategorie “Frau” verbinden. Gut, dass es für eine Grundgesetzänderung in Deutschland hohe Hürden gibt. #diepodcastin differenziert über #Biolpolitik mit laStaempflis Hannah Arendt Lectures. 

laStaempflis Theorie der BIOPOLITIK & Blindspirale: “Die automatisch generierten und repetierten Codes gestalten die Welt mit Leerstellen. Dies führt dazu, dass Sprechakte sowie Ideologien verbreitet werden und damit den Graben zwischen Wirklichkeit und etikettierter Wirklichkeit totalitär wachsen lassen. Konsequenz davon: Unsere Körper werden beschriftet – die neuen Kreditpunktesysteme.” Konkretes Beispiel ist das sog. Selbstbestimmungsgesetz, das nichts mit Selbstbestimmung, sondern mit der legalistischen Absicht, Sprechakte über die Demokratie und Erfahrung der Menschen zu stellen. Es geht darum, mit dem sog. Selbstbestimmungsgesetz, “Thought Crimes” in der Bundesrepublik einzuführen. Zumal das dt sog. Selbstbestimmungsgesetz mit nichts mit dem in der Schweiz zu tun hat. Zum Abstammungsrecht von Justizminister Buschmann siehe https://www.bmj.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2024/0116_Reform_Abstammung_Kindschaft.html

laStaempfli zum Schluss als wichtiger geopolitischer Hinweis: “Für mich ist jeder Tag der 7. Oktober 2023 bis die Geiseln aus Israel nicht frei sind. Und für mich bleibt jeder Tag der 24. Februar 2022 solange die Russen nicht aus der freien und demokratischen Ukraine abziehen.”

Das Foto ist von laStaempfli gemacht anlässlich der grandiosen “Diversity”- Ausstellung in der Albertina Modern in Wien. Hier “Wallow” der umwerfenden Sungi Mlemgeya aus dem Jahre 2022. copright laStaempfli 2024.

Die Rohnerin war auf Hedwig Dohm-Tournee – und ist begeistert von den vielen, vielen engagierten Frauen, Frauenbündnissen, Frauenorganisationen, Fraueninitiativen die sie ganz real und in Wirklichkeit kennenlernen durfte. Die Wirklichkeit schützt uns vor Ideologie.Isabel Rohner tritt mit HEDWIG DOHM-TRIO in Singen auf: Am 23. März. https://feministische-fakultaet.org/veranstaltungen/hedwig-dohm-trio-23-03-2024-in-singen/

Regula Stämpfli beginnt die #HannahArendtLectures am 21. März 2024 an der HSG, Universität St. Gallen. Es ist eine öffentliche Vorlesung, Ameldung siehe SEMESTERPASS https://www.unisg.ch/de/news/veranstaltungen/oeffentliche-vorlesungen/ und www.regulastaempfli.eu #HannahArendtLectures2024

Leben verboten! Oder «Und dennoch leben»? Radikalsäkulare jüdische Frauenliteratur damals und heute. Von Regula Stämpfli für ENSUITE. MAGAZIN FÜR KUNST UND KULTUR – Print & Literaturblog.

Leben verboten! Oder «Und dennoch leben»? Radikalsäkulare jüdische Frauenliteratur damals und heute. Von Regula Stämpfli für ENSUITE. MAGAZIN FÜR KUNST UND KULTUR - Print & Literaturblog.
Leben verboten! Oder «Und dennoch leben»? Radikalsäkulare jüdische Frauenliteratur damals und heute. Von Regula Stämpfli für ENSUITE. MAGAZIN FÜR KUNST UND KULTUR – Print & Literaturblog. Susi Singer. FrauenWerkstätte Wien um 1900.

Die Keramik stammt von Susi Singer, einer jüdischen Keramikerin der Wiener Werkstätte, die 1955 in Los Angeles starb, nachdem sie sich dort auch eine Karriere hatte aufbauen können. Foto: R. Stämpfli.

Unsere Essayistin Regula Stämpfli wollte «Die Netanjahus» von Joshua Cohen besprechen, dies sei hiermit getan, denn lesen sollten wir alle die jüdischen Frauen. Hier zwei Werke radikal-säkularer Schriftstellerinnen mit dem Aufruf zur Besinnung und der Aufforderung an unsere Institutionen, die Millionenförderung islamofaschistischer Organisationen zu stoppen.

Die Stadt ist der Sehnsuchtsort all jener, die gleichzeitig Weltenbürgerin und jüdisch sind. Deshalb ist Wien eine jüdische Stadt mit dem jüdischen Humor. Dazu eine lustige Begebenheit. Bestellt ein Nazi einen kleinen Braunen, meint der Kellner, das sehe er sofort, er wolle nur wissen, was der Herr denn trinken wolle; also dieses stundenlange Streiten unter Gleichen, Freien und Solidarischen – das ist Stadt und das ist sehr jüdisch. Die Wiener Juden und Jüdinnen eröffneten denn auch sofort ein Kaffeehaus in Shanghai, nachdem sie vor ihren Mördern geflüchtet und ausgerechnet in China gestrandet waren. «Der Jud muss gehen, sein Geld darf bleiben» – die Antisemiten von damals klingen wie die Experten von heute (hier mit Insidergruss an Richard David Precht).

Maria Lazar, Wienerin, schrieb lange vor der Machtergreifung: «Denn glaube mir, mein Kind, zwischen dem sehr grotesken Fall des Bankiers Ernst von Ufermann und dem anscheinend völlig sinnlosen Eisenbahnattentat, dem so oder so viel Menschen zum Opfer fielen, bestehen doch Zusammenhänge. Es ist ja immer wieder dasselbe Evangelium der Ausrottung, das sich hier kundtut. Verrecke, stirb, verschwinde. Das ist die Losung, mit der die Ware Mensch jetzt dezimiert werden soll. Darf man da schweigen?» Maria Lazar (Pseudonym Esther Grenen, geb. 1895 in Wien, gest. 1948 in Stockholm) war jüngstes Kind einer konvertierten jüdischen Wiener Familie, in der Schule mit Elias Canetti, porträtiert von Oskar Kokoschka und zu ihrer Zeit bekannte Schriftstellerin. Sie wurde von den Nazis vertrieben, ihr Werk verboten und dann vergessen. Dabei war ihr erster Roman, «Die Vergiftung», aus dem Jahr 1920 DER expressionistische Roman avant la lettre. Noch nie zuvor hatte jemand in gnadenloser Härte das wohlstandsverwahrloste Leben einer vermögenden assimilierten jüdischen Familie beschrieben. Der Roman machte die Runde und einen der vielen Skandale damals im jüdischen Wien. Thomas Mann, der alte Sexist und Closet-Gay, schwafelte von «penetrantem Weibergeruch» im Roman – doch auch er musste dann emigrieren, Geruch hin oder her. Maria Lazars Einakter «Der Henker» war noch krasser als «Die Vergiftung», wurde dreimal verboten mit der Begründung: «aus Rücksicht auf die Nerven des Publikums». «Leben verboten» lautete der Titel ihres stärksten Buches aus dem Jahr 1932. Darin ist alles zu finden: die städtische Moderne mit ihrem immer wiederkehrenden Antisemitismus, verbunden mit Sentimentalität, Bigotterie und antidemokratischer Bürokratie. Tja. Damals wie heute schrieben sich Frauen ihre Finger wund mit der Warnung, dass die braune Suppe jederzeit überschwappen könnte – well, meine Lieben. In deutschen Städten und in London sind die neuen islamofaschistischen und rechtsextremen Horden leider schon längst Teil des Stadtbildes – ich hoffe, Wien hält wenigstens diesmal stand, obwohl: Ausgerechnet Wien war entsetzlicherweise nicht nur eine jüdische Stadt, sondern auch die Stadt der modellhaften Ausrottung der Juden und Jüdinnen.

Nach dem Überfall auf die Sowjetunion im Sommer/Herbst 1941 wurde die Rassenpolitik nihilisiert (Sprachschöpfung der Autorin; bedeutet bis ans totalitäre Ende treiben = nihilisieren). Ziel der Judenpolitik waren nicht mehr nur Enteignung, Vertreibung und Demütigung, sondern VERNICHTUNG. Es war Adolf Eichmann, der im August 1938 die «Zentralstelle für jüdische Auswanderung» durchorganisierte; es war der Plan des Führers himself, Wien als erste Metropole «judenfrei» zu machen. Dieser Vernichtung waren jahrelange «wilde Arisierungen» vorangegangen. Es wurde gestohlen, geplündert, entwendet, versteckt, was nur ging. Darin gleichen sich die nationalsozialistischen Dreissiger- und die islamofaschistischen Zwanzigerjahre. «Judenfrei» sind schon längst alle arabischen Staaten, die sich wie damals die Nazis den Auszug der Juden teuer bezahlen liessen. Und was die «wilde Arisierung» betrifft: Im Zuge des Massenmordes der Hamas vom 7. Oktober 2023 überquerten – Quelle: der linke «Guardian» – unzählige «zivile» Palästinenser die Grenze und stahlen während der Mordorgien alles zusammen, um anschliessend mit ihren Brüdern die Beweise dieser Barbarei zu verbrennen.

Damals ist jetzt! Tatsächlich, wie auch ein jüngster Theaterskandal in der Schweiz beweist. Nach der Machtergreifung 1933 erhielten jüdische Schauspieler und Schauspielerinnen ein Spielverbot. 2023 erfahren wir vom Theater Neumarkt, dass ein Israeli nicht mit einer Libanesin gleichzeitig auf der Bühne stehen darf, weil diese an die Gesetze der Hisbollah in Libanon gebunden sei – krass, nicht wahr? Ich wusste gar nicht, dass sich Schweizer Theater an die Gesetze von Islamofaschisten halten. Was wird das Nächste sein? Das Schulverbot für kleine Mädchen, weil dies sonst deren Sicherheit gefährde, da die Taliban «leider» ein derartiges Gesetz hätten?

Hannah Arendt würde dazu sagen, dass, wer die Welt mit anderen nicht teilen will, es nicht verdient, Teil dieser Welt zu sein. In «Eichmann in Jerusalem» plädierte sie vehement für die Todesstrafe, nicht weil der Mann Rassist, Bürokrat und ein Massenmörder war, sondern weil er sich weigerte, mit Juden und Jüdinnen die Welt zu teilen, und es den Menschen nach dem von ihm organisierten Massenmord nicht zugemutet werden konnte, weiterhin mit Eichmann zusammenzuleben. Der Nationalsozialismus damals – gemäss Hannah Arendt – war kein Ausbruch des kollektiven Wahnsinns, auch nicht die stumpfe Gewalt der Täter gegen Juden und Jüdinnen. Auschwitz war das Resultat jahrelanger Religiosisierung des nihilistischen Massenmords. Islamofaschismus operiert exakt gleich – auch er kein kollektiver Wahnsinn, sondern geplante Brutalo-Banalität: «Ungläubige sind keine Menschen.» Und so etwas wird von unserer europäischen Jugend zu Hunderttausenden in London glorifiziert? Welche Monster haben eigentlich unsere Theater, Universitäten und Kulturinstitutionen geschaffen? Wahrscheinlich dieselben, die einer Frau mit Migrationshintergrund zustimmend zunicken, wenn sie in linken Gewerkschaften schreit: «Ich liebe die Hamas.» Oder ein alter Gewerkschafter meint: «Friede jetzt» – und dann zu Tode beleidigt ist, wenn man ihn damit des Täterkuschelns überführt.

Wie der Nationalsozialismus nicht out of nowhere kam, kam auch der Islamofaschismus nicht von allein. Jahrzehntelange poststrukturalistische, postfeministische und postdemokratische Leere in den Gesellschafts‑, Sozial- und Geisteswissenschaften führt dazu, dass die Shoa ein «Verbrechen» unter «Weissen» und islamofaschistische Massenmörder die Befreier sind. Haben deshalb die USA Afghanistan vorletztes Jahr so überstürzt verlassen? Weil sie den «Befreiern» nicht mehr im Weg stehen wollten? Der am 7. Oktober 2023 in unseren Städten gewachsene islamofaschistische Mob ist das Resultat jahrelanger islamofaschistischer Toleranz inmitten unserer Gesellschaften. Sie sind auch das Resultat neoliberaler, privatisierter Klickregimes, denen egal ist, ob die Klicks von gestörten Kindervergewaltigern oder von um Aufklärung bemühten Politologinnen erfolgen.  Algorithmen transportieren keine Information, sondern reine Emotion: je mehr davon, desto mehr Klicks.

2023 sollte Adania Shibli für ihren Roman «Eine Nebensache» in Frankfurt am Main ausgezeichnet werden. Der Roman behandelt eine wahre Geschichte aus dem Jahr 1949 und zeichnet sich durch antisemitische Stereotype aus. Warum einen derartigen Roman auszeichnen? Die Sprache kann es nicht sein, glauben Sie mir: Er ist literarisch unterirdisch schlecht. Also muss es die Ideologie im Buch sein, aber why? Seit wann gehorchen Literaturpreise vor allem antisemitischen und nicht mehr literarischen Regeln?

Unsere Demokratien wurden auf dem Massengrab der vernichteten europäischen Juden und Jüdinnen errichtet. Als Westkind erlebte ich Jahrzehnte jüdischer Versionen und Visionen demokratischer Partizipation, den Wohlfahrtsstaat, den Feminismus, die kulturelle Avantgarde. Und die sollen mir nun von Islamofaschisten, einer links- und rechtsradikalen Mob- und Klickgesellschaft wieder genommen werden? Unter der lauten Mittäterschaft von Medien, Universitäten und Kulturinstitutionen?

Nein, nein und tausendmal nein. Das sind wir alle nicht zuletzt Simone Veil schuldig. Die schöne Europäerin gehörte zur französischen Intelligenz, viel mehr, als dies Jean-Paul Sartre je gekonnt hätte. Sie überlebte Auschwitz und den Todesmarsch nur knapp, sie war die Retterin der algerischen Gefangenen, indem sie das französische Justiz- und Rechtssystem demokratisierte. Sie trieb die europäische Einigung voran, sie beendete die Hinterhof-Abtreibungen für französische Frauen, sie ist DIE EUROPÄISCHE HELDIN von uns allen: ohne Simone Veil kein Europa, keinen Frieden und keine Menschlichkeit. Sie musste vom Innenminister 1974 hören, als sie sich für das Pariser Bürgermeisteramt interessierte: «Paris gibt sich keiner Frau hin – und noch weniger einer Israelitin.» 1979 wurde sie die erste Präsidentin des Europaparlaments, aber ihre erschütternd gute Biografie, literarisch umwerfend poetisch, kam erst 2007 heraus: Sie musste fast 82 Jahre alt werden, um über das Erlebte schreiben zu können. «Und dennoch leben» heisst das Werk, das auf Deutsch 2009 im Aufbau-Verlag erschienen ist und bis heute auf breite Rezeption wartet. Deshalb hier zum Schluss eine warme Empfehlung dafür. Und was die Stadt der Städte – Wien – betrifft: Lasst sie uns aus geträumten, zerstörten und neu geträumten Ideen der Wiener Jüdinnen wieder aufleben. Diese demokratischen Gebaut- und Geworfenheiten, die uns trotz Zerstörung weitertragen in Strassennamen, Sprichwörtern, im Tonfall der Sprache.

Maria Lazar: Leben verboten!
Btb-Verlag.Simone Veil: Und dennoch leben: Die Autobiografie der grossen Europäerin
Aufbau-Verlag

Regula Stämpfli über die Unsitte der ÖRR, sich für Fehler zu “entschuldigen.” Fehlleistungen im Journalismus werden korrigiert, gelöscht und in verantwortungs-voller Weise bereinigt. Bericht im Klein Report.

Der Klein Report berichtet am 24.1.2024:
SWR entschuldigt sich für Sophie-Scholl-Posting

Nach Intervention des ÖRR Antisemitismus Watch löschte SWR ein Posting zu den Demonstrationen gegen rechts.

Mit dem Satz «Man darf nicht nur dagegen sein, man muss etwas tun» und dem Bild von Sophie Scholl, die ihren Widerstand mit ihrem Leben bezahlen musste, lobte SWR die Demonstrationen gegen rechts. «Sophie Scholl kämpfte einst gegen die Dunkelheit des Nationalsozialismus mit der ‚Weissen Rose‘. Am Wochenende erhoben Hunderttausende in ganz Deutschland ihre Stimmen gegen rechts.» 

Regula Stämpfli über die Unsitte der ÖRR, sich für Fehler zu “entschuldigen.” Fehlleistungen im Journalismus werden korrigiert, gelöscht und in verantwortungs-voller Weise bereinigt. Bericht im Klein Report.

Der ÖRR Antisemitismus Watch wies darauf hin, dass dies in Anbetracht der Verbrechen der Nationalsozialisten und dem Einsatz von Sophie Scholl gegen diese eine «Shoa-Relativierung» darstelle. Der SWR entschuldigte sich darauf hin und meinte: «Wir haben eure gerechtfertigte Kritik gehört und verstanden. Es tut uns leid, wenn wir mit diesem Post jemanden verletzt haben. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, den Beitrag zu depublizieren.»

Gegenüber dem Klein Report empfand die Medienexpertin Regula Stämpfli die Löschung des Posts mehr als angemessen, nicht aber die Wortwahl dahinter. Seit wann würden Fehler des ÖRR «entschuldigt» und weshalb werde «Verletzung» ins Feld geführt, wenn der Tatbestand fehlender Qualitätsjournalismus sei wie unangebrachter Vergleich oder Verletzung des Gebots, möglichst objektiv zu berichten? Mehr und mehr übten sich gemäss Stämpfli auch öffentlich-rechtliche Institutionen nicht im Einhalten von Regeln, sondern in schwammigen Narrativen und persönlichen Konzepten von «Entschuldigung» und «Verletzung». Dies sei dem Auftrag der ÖRR nicht angemessen.

https://kleinreport.ch/news/swr-entschuldigt-sich-fur-sophie-scholl-posting-103444/

https://x.com/laStaempfli/status/1750231599608664214?s=20

laStaempfli: Art & Politics Worldwide. A reflection on the year 2023. Regula Stämpfli durch das Kunstjahr 2023 für ENSUITE, Zeitschrift für Kunst und Kultur.

Wer den Jahresrückblick hören will: Art & Politics Worldwide 2023 listen in to audio:

Das Jahr 2023 Art & Politics Worldwide by laStaempfli gelesen für ARTISAPIECEOFCAKE.ART.
laStaempfli in ART&POLITICS WORLDWIDE WIEN MÜNCHEN ZURICH LONDON BERLIN. laStaempfli walks through Abramovics Gate.

laStaempflis Art and Politics worldwide 2023

In purpurfarbenen Puschen, Burberry im Glanz,
Sanfte Berührung, ein Tanz im Herbstkranz.
Für sechshundertneunzig britische Pfund, ein Kunstwerk am Fuss
Die Welt, der Mode, eine Dekadenz, ein Genuss.

Im MOMA von New York, das Jahr 1936,
Legende erzählt von einer Ohnmacht im Raum,
Kunst und Kultur, ein politischer Traum.
Meret Oppenheimers Tasse, ein kühner Mix, Surrealismus – nun auch in der Politik?

Welch Horror, welch Elend – nein!
Surrealismus in der Politik darf nicht sein!
Allein Hannah Arendt Lectures garantieren Geleit
Durch das Jahr 2023 mit Podcasts, Kunst durch die Zeit.

Die Codes der Welt, verstanden im Verstand.

Flüstere ich immer lauter: „It is the codes, stupid!“
Kunst und Politik ziehen in den dunklen Abgrund
laStaempfli im Text, ein Echo, im Klang
Poetisch verwebt, im Algorithmus gefang‘.
Bringen Lösungen, Klarheit und Orientierung
Kultur, Literatur, Exposition, Meinung und Bildung.

Viel Vergnügen im etwas anderen Kulturjahr 2023 als laStaempfli VersionHier der LInk: https://www.ensuite.ch/lastaempflis-art-and-politics-worldwide-2023/

Hier Bildgalerie: laStaempfli Abramovic/ Xenia Hauser fotografiert by laStaempfli, Plakat von Instaacount: minamjafari.com/act Insta, Ausschnitt fotografiert von laStaempfli zu Frau, Leben, Freiheit im Iran. laStaempfli mit der grössten zeitgenössischen Künstlerin Elisabeth Eberle im Kunsthaus Zürich vor dem Kunstwerk “Grabmal für die unbekannte Künstlerin.” Die Puschen inszeniert bei laStaempfli. Malgorzata Chodakowska Skulptur, fotografiert vom Netz von Regula Stämpfli.Bild von Hulda Viljhialsdottir, fotografiert im Residenzzimmer von laStaempfli;Bild: Kafka-Ausstellung in der Villa Stuck, schlecht fotografiertes Zitat von Kafka durch laStaempfli. Frauen müssen sich selber lieben: Selfie im Kunstwerk der grossen Louise Deininger, von laStaempfli fotografiert.Bild: Die leeren Kinderwagen auf dem Wiener Stephansplatz mit Bildern der von den antisemitischen Terror-Barbaren entführten israelischen Kinder. für die gekidnappten israelischen Kinder, fotografiert von Regula Stämpfli im Netz, da das eigene Bild nicht brauchbar war – von Tränen verschmiert.Bild: It Hurts with a Scissor 1974-196 von Kiki Kogelnik, schlecht fotografiert von laStaempfli.

Regula Stämpfli in ihrem Essay zu Art&Politics Worldwide 2023. With great Fotos taken by the author.

laStaempfli im Nachtcafé: Kinder um jeden Preis. Wiederholung der Sendung vom SWR neu am 12.01.2024. Regula Staempfli darüber, weshalb es dringend ein universelles Verbot der Leihmutterschaft braucht & Literaturhinweise. Mit Aktivistin Olivia Maurel: Bericht vor Parlament Tschechien 2023.

Im Nachtcafé vertrat PD Dr. Regula Stämpfli die wissenschafltich, ethisch und medizinisch klare Haltung des universellen Verbots der Leih- und Mietmutterschaft. Die Sendung ist eine Wiederholung aus dem Sommer 2023 – hier zum nachgucken: https://www.ardmediathek.de/video/nachtcafe/kinder-um-jeden-preis-wh/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE4ODIyMDA

Etwas müde angesichts der in Deutschland mit Fug und Recht verbotenen Leihmutterschaft, wenn sie dann doch ohne grosse Probleme in Deutschland zur Norm werden soll…. Bildschirmfoto aus der Sendung.

Die Leih- und Mietmutterschaft entspricht der Auflösung der realen Welt und Wirklichkeit seit den neuen digitalen Revolutionen. Regula Stämpfli nennt dies “Der Mensch im Zeitalter seiner digitalen Reproduktion.” Wie sehr codierte Automatismen, die Menschen wie Fleisch und Reproduktion wie einen Dingakt behandeln, darüber hat Regula Stämpfli ausführlich geschrieben. Zwei Kurzversionen zur Digitalisierung hier: https://www.denknetz.ch/wp-content/uploads/2021/08/Staempfli_Europa_Bankensprech_Sehnsuchtsort.pdf und hier: https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf Im Podcastz “Die Podcastin” erklärt Regula Stämpfli regelmässig die Auswirkungen der Digitalisierung auf unser reales Leben: www.diepodcastin.de Zum Nachhören überall wo es Podcasts gibt. Ebenso in “Future-Podcast”, wo Regula Stämpfli zwei Jahre für die SAGW und TA-SWISS die Auswirkungen der Digitalisierung untersucht hat. www.ta-swiss-futurepodcast.online

Erschütternd der Bericht DES LEIHMUTTERSCHAFTSKINDES VOR DEM TSCHECHISCHEN PARLAMENT: https://www.youtube.com/watch?v=b0gJi0WQRDA

Olivia Maurel: Aktivistin für ein universelles Verbot der Leihmutterschaft. Olivia Maurel ist vor vierzig Jahren von einer Leihmutter geboren worden und erzählt, was seitdem alles passiert ist. Die Kinderrecht werden nicht berücksichtigt: Dies erklärt die kluge Dr. Eva Maria Bachinger seit Jahren, siehe auch Artikel hier: https://www.imabe.org/fileadmin/imago_hominis/pdf/IH024_006-010.pdf

Für mehr Denken von laStaempfli auch den Literaturblog beachten: www.ensuite.ch hier https://www.ensuite.ch/literaturblog/

Zur Poesie der Hässlichkeit: Regula Stämpfli rezensiert Mosthari Hilals Werk: Hässlichkeit.

Zur Poesie der Hässlichkeit: Eine Reise in die Tiefen der Menschlichkeit

Regula Stämpfli schreibt monatlich grosse Essays in ensuite: Es sind Rezensionen im Sinne von denkenden Schreiben. Hier ein Buch, das laStaempfli aus der postkolonialen Ecke – mit gewissen Einschränkungen – aber sehr überzeugt hat.

Leseprobe: Zur Poesie von Hässlichkeit

“Von Dr. Regula Stämpfli — Jede Gesellschaft gibt sich echte Bilder, die Menschen und deren Körper falsch machen. Der Grund des Unglücks ist in unseren biopolitischen Gesellschaften in unseren Körpern gelagert. Deshalb hier eine warme Empfehlung für das Buch der Künstlerin Moshtari Hilal zur «Hässlichkeit».

Foto: Moshtari Hilal fotografiert von Andreas Sibler www.andreas-sibler.com

Hässlichkeit macht wütend. Ein weibliches Substantiv ohne Happy End. Das Buch «Hässlichkeit» von Moshtari Hilal ist dennoch umwerfend. Die Autorin ist ein Multitalent: Künstlerin, Schriftstellerin mit afghanischem Hintergrund, wohnt in Hamburg und in Berlin. Sie ist Co-Founder der «Afghan Visual Arts and History», leitet ein Forschungsprojekt zu «Conflict with Care». 2022 veröffentlichte sie zusammen mit der politischen Geografin Sinthujan Varatharjah einen Gesprächsband über globales Leben.  Beide haben dafür den Preis der Lessing-Akademie in Wolfenbüttel gekriegt. Hilal ist eine dieser umwerfend begabten jungen Frauen, die von den Medien gesehen und gefördert werden – mal abwarten, was mit ihr passiert ist, wenn sie mal 45 Jahre alt ist. Hilal schreibt über die Geschichte der plastischen Chirurgie, dass bspw. Nasen-OPs sich nicht um die Nase drehen, die korrigiert werden muss, sondern es darum geht, die Existenz der Person, die diese Nase trägt, abzulehnen. Erst kürzlich meinte Laura Berman, die jüdisch-amerikanische Intendantin des Theaters Hannover, lachend zur «Zeit»: «Wo ich aufgewachsen bin, haben einige Väter ihren Töchtern zum 16. Geburtstag eine Nasen-OP geschenkt, damit sie ihre ‚jüdischen Nasen‘ loswerden.» Well – here we are, mitten in Hilals Buch und ihrer poetisch-wütenden Abrechnung mit westlichen Schönheitsidealen.

Hilal beginnt ihr Werk biografisch. Sie schafft sich ein Bild von sich selber, sie entkommt ihrer bitteren Wirklichkeit durch die Visualisierung eines Traumkörpers: «In Gedanken, sofort wenn ich die Augen schloss, wurde ich zu dieser anderen Frau, die meine Mutter nicht kannte.» Ihre Tagträume werden zu Bauplänen, zu Schlachtfeldern. «Ein dürres Kind überschlägt sich. Es ohrfeigt seine Schenkel, hängt sich an seinen behaarten Achseln auf. Es kratzt sich die stoppligen Arme und bläht sich die kleinen Brüste auf. Es nimmt das Beil und hackt sich die Nase in zwei Teile.» Ende der Leseprobe, weiterlesen in ENSUITE im Abonnement oder hier grosszügigerweise zu WEIHNACHTEN UND CHANUKKA 2023: www.ensuite.ch/literaturblog

“Porno-Festival am Schauspielhaus. Steuerzahler, Kantonalbank und Migros finanzieren in Zürich eine Queer-Orgie.” von Regula Stämpfli, Artikel zur Gleichzeitigkeit von Ungleichzeitigkeiten.

Die Kunst- und Kulturszene bewegt sich im ideologisch-platonischen Konstruktionsfall. Sie schweigt zum Pogrom der Hamas an den jüdischen Menschen vom 7.10.2023. Noch bevor die Leichen identifiziert sind, da sie aufgrund der Zerstückelung, der Verbrennung und der Schändung der Menschen durch die Hamas und Teile der palästinensischen Zivilibevölkerung tagelang unidentifizierbar waren, wir sprechen hier von über 1400 Ermodeten und weiteren über 200 Geiseln, riefen deutsche, britische, französische und amerikanische Kunst- und Kulturkreise auf, “Islamophobie” zu vermeiden. In den letzten 20 Jahren sind Hunderttausende von Menschen durch Islamisten – Frauen, Kinder, jüdische Menschen als Kollektiv, MuslimInnen aller Natiolitäten – umgebracht worden. Doch die Kunst- und Kulturszene sorgt sich im “Islamophobie”, ein ideologischer Kampfbegriff, eingeführt von Khomeini, um die Kritik an den Mordorgien der islamofaschistischen Kräfte zu ersticken. Das ohrenbetäubende Schweigen der Kunst- und Kulturszene wurde von den internationalen UN-Gremien weitergetragen: Ausgerechnet die UN-Women brauchten über zwei Monate, um die sexuelle Gewalt an Frauen, die Massenfolterungen- und -vergewaltigungen in Israel, an Jüdinnen, zu verurteilen. Die deutsche Kunst- und Kulturszene, die in der Schweiz zuhauf mit Vertretern an schweizerischen Kulturinstitutionen präsent ist, hat sich 2022 an der documenta 15 an die Kulturspitze der Hamasversteher durch eine zutiefst braune, aber aus Kultursicht, “postkoloniale”

laStaempfli hat mit der Rohnerin in der Die Podcastin viel dazu recherchiert: zum Nachhören auf www.diepodcastin.de

Die Kunst- und Kulturszene schwelgt also in ideologisch-platonischer, d.h. wirklichkeitsabgewandten Sphären von unseren westlichen Steuergeldern bezahlt: Steuergelder, die unsere westlichen Erfolgsmodelle durchlöchern, unterwandern, zerstören und das Leben von uns Frauen als Frauen massiv zerstören wollen. Auch dazu berichtet Die Podcastin jede Woche in ihrem Polit-, Kultur und Wirtschaftsrückblick. Es gilt, die Demokratie gegen RECHTS MASSIV ZU SCHÜTZEN UND GEGEN LINKE SPRECHAKTIDEOLOGIEN, die neueren Datums, den “jüdischen Genozid” nur “im Kontext” verurteilen wollen. Siehe dazu den sehr sehenswerten Beitrag der republikanischen Abgeordneten Elise Stefanik gegenüber den Präsidentinnen der MIT, UNIVERSITY PENN UND HARVARD, die alle drei in Verachtung demokratischer Gepflogenheiten SICH LUSTIG ÜBER DIE ABGEORDNETE MACHEN UND DEN JÜDISCHEN GENOZID NUR IM KONTEXT verurteilen wollen. Klarer könnte die Perversion nicht benannt werden. Hier der Link zum Originalbeitrag https://www.youtube.com/watch?v=TUBu4JpqRqA, hier auf Australian Sky eine Zusammenfassung der gesamten Sitzung: Ein total verharmlosender Bericht der NBC zum Hearing, siehe: https://www.youtube.com/watch?v=upt6YhXGb-U ABC zeigt, dass die Reaktion auf die unterirdischen Antworten der Präsidentinnen der IVY-Leage Universitäten der USA zu deren Rücktritten führen sollten: https://www.youtube.com/watch?v=a2ja_iTRQJs

Universitäten, Kulturszene – öffentlich-rechtliche Institutionen, bezahlt von unseren Steuergeldern – machen Werbung für Hass, Pornografisierung des Alltags sowie eine Ideologie nihilistischer “sexueller Befreiung”, die sich 2023 vor allem darum dreht, dass Frauen nicht mehr Frauen genannt werden dürfen.

Hier der Weltwoche-Artikel zur Etablierung der “Hochkultur” von “Pornydays” am Zürcher Schauspielhaus. Gut zu wissen: Die Intendanten des Zürcher Schauspielhauses wurden NICHT VERLÄNGERT. Hier direkt zum Artikel: https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2023/12/WEW_46_008_EIL_PORNYDAYS-1-2.pdf

Der Mensch ist in Kultur- und Universitäten ein Sprechaktwesen, was neu auch bedeutet: Vor allem ein kopulierendes Wesen. #Menschenbild #HannahArendtLectures.

Regula Stämpfli zum Abgang von Anne Will im Dezember 2023: “16 Jahre verpasster Qualitätsjournalismus.”

Hannah Arendt meint in ihrem Totalitarismusbuch zu Streit und Auseinandersetzung, dass nicht das “Gezänk” unter Parteien der Niedergang der Demokratie bedeute, sondern im Gegenteil, Zeichen gesunder demokratischer Welt- und Wirklichkeit sei. Totalitär wird die Demokratie dadurch, dass in der Moderne durch Expertinnen und Experten immer mehr Kreise auftreten, die behaupten, ÜBER DEN PARTEIEN zu stehen, quasi Moderatorinnen und Moderatoren. “Die Partei neuen Typs will gerade NICHT Partei sein” im Sinne, dass sie NICHT PARTIKULÄR zu sein behaupte, sondern quasi ÜBER ALLEM stünde. Genau solche Gremien, Parteien und Verbände, die Angela Merkel 2011 als “marktkonforme Demokratie” bezeichnete… oder die 2023 in der Pandemie als “datengestützte Demokratie” formuliert wurde, tragen TOTALITÄRE ELEMENTE in sich.

Deshalb plädiert laStaempfli seit 20 Jahren für einen öffentlichen und unter gleichen Rahmenbedingungen ausgetragenen Streit in den diversen Fernseh-Talkrunden: Regula Stämpfli war bis 2019 auch regelmässiger Gast solch offener Formate bis der algorithmic Bias und die sexistische Enteignung sogar bei der bekannten Politologin zu greifen begann. Anne Will ist für laStaempfli ein Paradebeispiel der verpassten, demokratischen Chance, dank öffentlich-rechtlichen Geldern, politischen Streit unter Gleichen und Freien als Information in ARD, ZDF und SRG auszutragen. Sie macht diesen Standpunkt erneut klar in ihrem kurzen Kommentar im Klein Report, dem Mediendienst der Schweizerischen Kommunikationsbranche. Sie können diesen hier via Link und hier im Zitattext lesen: https://kleinreport.ch/news/anne-will-sagt-adieu-und-das-bedauern-halt-sich-grenzen-103164/

«Die Welt in Unordnung – Ist Deutschland den Herausforderungen gewachsen?» Die Talk-Runde vom 3. Dezember: Florence Gaub, Robert Habeck (oben r.), Navid Kermani (l. unten) und Raphael Gross… (Bild ARD)

“Mit dem Abgang von Anne Will, die am 3. Dezember 2023 ihre letzte Sendung moderierte, endet ein trauriges Kapitel deutscher Talkgeschichte. Caren Miosga, die von Anne Will schon die «Tagesthemen» übernahm – im Ersten gilt wohl ein erbliches Nachfolgerecht – steht schon in den Startlöchern. Medienexpertin Regula Stämpfli schaut für den Klein Report kritisch auf 16 Jahre Anne Will zurück.

Wie Angela Merkel Deutschland verwaltete, administrierte Anne Will den sonntäglichen Polittalk im Ersten. Dies führte nach 16 Jahren Merkel zu einem Land in der Totalkrise, bei Anne Will zur journalistischen Wüste. Angela Merkel war Verwalterin, keine Politikerin, Anne Will keine Journalistin, ja nicht einmal Moderatorin, denn ihr Repertoire beschränkte sich auf Mama-Fragen wie – der Titel der letzten Sendung: «Die Welt in Unordnung – ist Deutschland den Herausforderungen gewachsen?» Banaler geht es nicht mehr; kein wirkliches Storytelling, keine Spannung, keine Information. Selbst die Zusammensetzung der Runde glich sich von einer Woche auf die andere: Meist einflussreiche Männer mit einer Experten-Quotenfrau neben der Moderatorin. Zwar übte sich Anne Will im letzten Jahr mit dem «Glottisschlag», also der Pause zwecks Gendersternchen.Dies führte im Ersten unter anderem dazu, dass die «Tagesschau» nach dem Einmarsch der Taliban in Afghanistan 2021 meinte: «Die Islamist*innen ziehen in immer mehr afghanische Städte ein» – als ob Queere und Frauen Seite an Seite mit den Taliban das antifeministische Steinzeitregime in Afghanistan errichten würden. Ähnlich oberflächlich waren auch die Talks von Anne Will. Themen, Politpersonal, Expertin – wöchentlich grüsste das Murmeltier bei Anne Will. Selbst ihre Frisur änderte sich über 16 Jahre kaum. Weshalb gehe ich mit Anne Will ins Gericht? Nun, ihre Sendungen waren wie eine Schifffahrt ohne Kompass – viel scheinbare Bewegung, aber wenig Orientierung. Zudem dürfen ihr die vier exklusiven Auftritte von Angela Merkel in ihrer Sendung nicht verziehen werden. Einer Bundeskanzlerin über eine Stunde lang eine unkritische Plattform zu geben, ist kein Journalismus, sondern Propaganda, öffentlich-rechtlich bezahlt. Anne Will schaffte für 16 Jahre den kontroversen Talk im Ersten ab und bediente lediglich das für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk so wichtige Politpersonal. Es ist zu befürchten, dass ihre Nachfolgerin in diesem Seichtwasser weiterfährt, ausgerechnet in einer Sendung, die einmal mit dem Anspruch angetreten ist, Forum für ein Bürgerparlament zu sein, das Woche für Woche den Bundestag mit Alltagsfragen und der Wirklichkeit der kleinen Leute erhellt.”

Die Podcastin radikal: Regula Stämpfli & Isabel Rohner in ihrer 182. Folge mit Schwerpunkt Mashi Alinejad & Qualitätsjournalismus.

«Unsere Medien sind geschlechterblind. Sie missbrauchen KI-produzierte Diversityparolen und schauen nicht in die Wirklichkeit […] Es geht eben um Wertigkeit und Wahrheit und […]die kannst du nicht mit Algorithmen produzieren.» Zitat laStaempfli in der wöchentlichen Frauen-Politik-Medien-Rundschau “Die Podcastin”.

https://diepodcastin.de/2023/12/02/diepodcastin-radikal-isabel-rohner-regula-stampfli-uber-die-grosse-masih-alinejad-film-von-nina-menkes-gluckliche-frauen-uber-50-weshalb-generale-auf-soldatinnen-horen-mussen/

Die Podcastin radikal: Regula Stämpfli & Isabel Rohner in ihrer 182. Folge mit Schwerpunkt Mashi Alinejad & Qualitätsjournalismus. Bild von lastaempfli aus einer Werbekampagne aus Rom.

Regula Stämpfli in “Die Podcastin” – eine ihrer fünf Podcasts. Zusammen mit Dr. Isabel Rohner, einer Fast-Millenial diskutieren die zwei Intellektuellen jede Woche das Welt- und Frauengeschehen. Diese Woche zu Berlin & Prostitutionspropaganda mit Steuergeldern, zu Judith Butler in unseren westlichen Demokratien, Unis & Verwaltungen, zur “Pornografisierung des Alltags” am Zürcher Stadttheater. 12.02.2023.

#diepodcastin verteidigt Demokratie: Isabel Rohner über Chimamanda Ngozi Adichie, Margrith Bigler-Eggenberg, für das nordisches Modell, für die Verhinderung öffentlicher Gelder für Porno- und Prostitutionspropaganda, Kampf gegen “Queer for Hamas” & gegen Judith Butler. 
Podcastin, Folge 172: Bild von Isabel Rohner, Graffiti in Berlin 2023, copyright Die Podcastin/Isabel Rohner.

“Manche fragen: “Warum der Begriff Feminismus? Warum kann man nicht einfach sagen, dass man an die Menschenrechte glaubt?” Weil es unaufrichtig wäre. Natürlich sind Frauenrechte ein Teil der Menschenrechte im Allgemeinen, aber sich für den verschwommenen Ausdruck Menschenrechte zu entscheiden heißt, spezifische und spezielle Probleme zu leugnen. Man könnte dann so tun, als wären es nicht die Frauen gewesen, die jahrhundertelang ausgeschlossen waren.” Chimamanda Ngozi Adichie, aus “Mehr Feminismus! Ein Manifest und vier Stories”

#diepodcastin verteidigt Demokratie: Isabel Rohner über Chimamanda Ngozi Adichie, Margrith Bigler-Eggenberg, für das nordisches Modell, für die Verhinderung öffentlicher Gelder für Porno- und Prostitutionspropaganda, Kampf gegen “Queer for Hamas” & gegen Judith Butler. Die Rohnerin war bei der Gedenkveranstaltung für die erste Bundesrichterin der Schweiz, Margrith Bigler-Eggenberg (1933-2022), organisiert von der Stiftung FRI (Institut für feministische Rechtswissenschaften) in Bern.

laStaempfli bringt einen neuen frauenfeindlichen Höhepunkt beim Schauspielhaus Zürich: “Die Porny Days finden von Ende November bis 3. Dezember in Zürich statt und waren bis heuer eine Schmuddelveranstaltung. In der Zürcher Szene gut vernetzt, werben nun die “Porny Days” für eine Pornografisierung des Alltags für jedes Alter.“Sexarbeit” soll nach Eigenangaben mit “Postkolonialismus und Familienplanung” aus allen Blick- und Körperwinkeln im Schauspielhaus Zürich erforscht werden. Vor allem Letzteres lässt aufhorchen: Wie muss man sich  Porny Days, das Zürcher Schauspielhaus und “Familienplanung” genau vorstellen? Live-Reproduktionstipps für Babys in allen Formen?  Oder sollen Kleinkinder der pornografischen Früherziehung extra Vorstellungen der Porny Days mit Schauspielhaus Zürich kriegen? Und muss man sich “Postkolonialismus” so vorstellen, dass “Weisse” keine Sexarbeit mehr kaufen sollen?  Die Medienmitteilung lässt einiges offen, sicher ist nur: Das Schauspielhaus Zürich präsentiert die Porny Days mit grosser Werbung für Sexarbeit, inklusive “Live-Sex Einlagen“ zu den obgenannten Themen. Im elften Jahr sind die aus der Schmuddelecke stammenden “Porny Days”, die die “Versachlichung aller menschlicher Zusammenhänge in pornografischen Warenaustausch propagieren (laStaempfli)”  in der Hochkultur angekommen –  mitfinanziert u.a. vom Steuerzahler und Migros Kulturprozenten.  Vielleicht laden sie aus Aktualitätsgründen noch ein paar Hamas-Kuschler aus Palästina ein, schliesslich gehören Auflösung der Wirklichkeit mit zum Wahnsinn, der sich vor unseren Augen abspielt.Zur Prostitution schliess die Rohnerin an: Eine Nachricht mit Potenzial kommt aus der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag: Die Union hat das Positionspapier “Menschenunwürdige Zustände in der Prostitution beenden. Sexkauf bestrafen!” verabschiedet (https://www.cducsu.de/themen/prostitution-menschenunwuerdige-zustaende-beseitigen). Initiatorin war Dorothee Bär MdB, die nun erreicht hat, dass sich die ganze Fraktion für das Nordische Modell, also für die Bestrafung von Freiern und Ausstiegshilfen für die betroffenen Frauen einsetzt. Auch wenn die Union aktuell im Deutschen Bundestag in der Opposition ist: Diese Position könnte dennoch eine Wende in der frauenverachtenden Prostitutionspolitik in Deutschland bringen. Dann nämlich, wenn alle CDU-CSU-Fraktion (197!) gemeinsam eine Normenkontrollklage beim Bundesverfassungsgericht einreichen. Dazu braucht es einen Viertel aller Bundestagsabgeordneten – und diese Zahl erfüllt die Union. “Die Podcastin” wird die Ernsthaftigkeit der Unionsposition genau hieran messen.Thema: Berlin finanziert BERUFSBERATUNG PROSTITUTIONDie Rohnerin und LaStämpfli fordern auch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, von der CDU auf, sich an der Positionierung seiner Kolleginnen und Kollegen im Bundestag ein Vorbild zu nehmen: Der Berliner Senat steckt allein im Jahr 2023 750.000 Euro Steuermittel in die Förderung des Vereins Hydra, allein 400.000 Euro davon in deren Beratungstätigkeiten – wozu auch Einstiegsberatung (!) in Prostitution gehört. Zudem wird eine Kampagne zur Entstigmatisierung von Prostitution gefördert. Nun ist die CDU in Berlin erst seit April 2023 in Regierungsverantwortung. “Die Podcastin” fordert die Berliner CDU dazu auf, ab 2024 die Finanzierung des frauenverachtenden Prostitutionssystems einzustellen – und statt für den Einstieg in die Prostitution den Ausstieg von betroffenen Frauen massiv voranzutreiben. Es gibt keine Gleichberechtigung von Männern und Frauen, wenn Frauen wie Sklavinnen gekauft werden können! Wer Kai Wegner schreiben möchte, hier seine Mailadresse: kontakt@kai-wegner.de, Der-Regierende-Buergermeister@senatskanzlei.berlin.de

Nun zu Judith Butler (Jg. 1956). Sie  wurde als Kind praktizierender Juden in Ohio geboren, lebt in einer lesbischen Beziehung und hat einen Sohn (1995).  Sie tritt für die „Ein Staat Lösung“ im Nahen Osten ein, was soviel wie die Auslöschung des Staates Israels bedeutet. Sie ist die führende Stimme des „Kauft nicht bei Juden“ – B.D.S. und gehört zu den Erstunterzeichnern des Briefes, der Israel für den Pogrom auf seinem Staatsgebiet verantwortlich macht. Sie ist die schillernde Ikone der Gendertheorie, die unter „Queertheorie“ alle westlichen Demokratien, die Wirklichkeit als solche und den Rechtsstaat verneint.  Rohnerin meint scherzhaft, also angesesichts Butlers Lebenslauf müsste diese eigentlich in die Therapie, laStaempfli plädiert für ein Kriegsgericht gegen Butler. Denn Judith Butlers Denken ist Ursprung, Kern und codierte Maschine solch totalitärer Phantasien: „Google und Gaza“ sind Autocomplete ebenso wie „Israel and Genocide“ – überall und flächendeckend auch auf TikTok, Twitter etc. Die waschechte Hegelianerin hält sich an ihren Meister: Sollten Theorie und Fakten jemals auseinanderklaffen, umso betrüblicher für die Fakten.

Hier der Essay von Regula Stämpfli auf www.regulastaempfli.eu Die Rohnerin und laStaempfli sind entsetzt über die jahrzehntelange Infiltration von Täterkuscheln durch Verwaltungen, Universitäten und Kulturinstitutionen, siehe Schauspielhaus Zürich. “Judith Butlers totalitäre Ideologie der „Worte statt Taten“, der „Inszenierung statt Handeln“, der „Legitimieren statt Partizipieren“, Leitlinien unserer Universitäten, Verwaltungen und öffentlicher Medien, spült antidemokratische Horden in unsere Strassen.”

Und last but not least: Die Schrumpelgurke der Woche geht an die UN, die “Vereinten Nationen”: Dort hat ausgerechnet der Iran, der Frauen verfolgt, foltert und umbringt, wenn sie für ihre Rechte kämpfen, den Vorsitz im Sozialforum des UN-Menschenrechtsrats übernommen. “Die Podcastin” findet: Damit zeigt die UN, dass sie nicht für Menschenrechte steht! Länder wie Deutschland, Frankreich, Schweiz, Österreich sollten aus der UN austreten.