Die USA-EXPERTIN, BESTSELLERIN UND POLITPHILOSOPHIN REGULA STAEMPFLI IM FERNSEHEN AUF PULS 4 & JOYN. Aufgenommen in Wien, 16.6.2026. Vorbeitung & Thesen der Sendung von Regula Staempfli.

Am 16.6.2026 war Regula Stämpfli in Wien zur Live-Sendung “Puls 4.” Jean Asselborn und Sandra Navidi waren die sehr lauten, sehr klischeefixierten und unter dem Trump Derangement-Syndrom leidenden Kontrahenten von George Weinberg und Regula Staempfli. Ursula Plassnik war die Diplomatin in der Runde. Ein Gespräch, das visuell fast mehr sagte als die Diskussion. War spannend. Hier der Sendetext:

Iran-Deal und Käfig-Kampf: Hat Trumps Show-Politik Erfolg? „Pro und Contra“ heute um 22:20 Uhr auf PULS 4 & JOYN

Hochkarätige Runde mit Jean Asselborn, Ursula Plassnik, Sandra Navidi & Co. Danach bei „Breaking Media“: Medienmanager Gerhard Zeiler im Interview zur ORF-Zukunft.

Wien (OTS) – 

Mitten in den Feierlichkeiten zu seinem 80. Geburtstag und dem 250-jährigen Jubiläum der US-Unabhängigkeit verkündete Donald Trump überraschend eine Absichtserklärung zur Beendigung des Iran-Krieges. Einmal mehr schafft der US-Präsident im Alleingang Fakten und zwingt gleichzeitig die Staatengemeinschaft zum Handeln. Seine „America First“-Doktrin drängt die Europäische Union nun endgültig zu einer drastischen, eigenständigen Aufrüstung, um die eigene Sicherheit zu garantieren.

Diese harte Machtpolitik betrifft längst den Alltag der Menschen hierzulande – von der Energiesicherheit bis zu den Preisen an den Kassen. Wie sehr verändert Trump die Weltpolitik nachhaltig? Und was bedeutet diese neue Realpolitik konkret für Österreich? Darüber diskutieren bei Moderatorin Manuela Raidl:

  • Jean Asselborn: Langjähriger Außenminister von Luxemburg
  • Ursula Plassnik: Ehemalige österreichische Außenministerin und Diplomatin, ÖVP
  • Sandra Navidi: Deutsch-amerikanische Juristin und Finanzexpertin
  • George Weinberg: Geschäftsführer der „Republicans Overseas“ in Deutschland
  • Regula Stämpfli: Politphilosophin, USA-Expertin (Trumpism. The Algorithmic Age.)

Bildschirmfoto aus der Sendung PULS 4 mit Politphilosophin Regula Stämpfli zu den USA.

Die Thesen zur Vorbereitung zur Sendung von Dr.phil. Regula Staempfli:

These 1: Trump ist keine Ursache, sondern eine Reaktion

Trump ist die politische Fehlermeldung eines Systems, das über Jahre reale Probleme ignoriert hat. Wenn Millionen Wähler trotz aller Skandale Trump wählen, muss man die Wähler ernst nehmen und nicht nur Trump dämonisieren.

These 2: Die grösste Gefahr für Demokratien ist nicht Trump, sondern Wirklichkeitsverlust

Die letzten zehn Jahre waren geprägt von Symbolpolitik, Sprachpolitik und Identitätspolitik. Viele Bürger hatten das Gefühl, dass über Pronomen gesprochen wird, während Inflation, Wohnkosten, Migration und Sicherheit ungelöst bleiben.

These 3: Frauen haben den Kulturkampf früher verstanden als viele Eliten

Die Debatte um Frauenräume, Frauensport und die Definition von Geschlecht wurde von Medien oft als Randthema behandelt. Für viele Frauen war sie jedoch zentral. Gerade hier zeigt sich die Distanz zwischen Institutionen und Bevölkerung.

These 4: Migration ist auch ein Frauenthema

Migration betrifft nicht nur Arbeitsmärkte und Sozialstaaten. Sie betrifft Sicherheit, Schulen, Integration und öffentliche Räume. Wer diese Themen tabuisiert, stärkt nicht die Demokratie, sondern die Populisten.

These 5: Der Iran und der Islamismus sind reale geopolitische Herausforderungen

Der Westen diskutiert obsessiv über Trump, während autoritäre Regime und islamistische Bewegungen langfristig die eigentliche Herausforderung darstellen. Die iranische Revolution exportiert seit Jahrzehnten Ideologie, Terrornetzwerke und Instabilität.

These 6: Die Linke hat ihre soziale Basis teilweise verloren

Historisch standen Sozialdemokraten für Arbeiter, Löhne, Infrastruktur und sozialen Aufstieg. Heute beschäftigen sich viele linke Parteien stärker mit kulturellen Symbolfragen. Dadurch entstand ein Vakuum, das Trump besetzen konnte.

These 7: Die Medien haben aus Trump ein Geschäftsmodell gemacht

Trump verkauft Einschaltquoten. Viele Medien profitieren wirtschaftlich von permanenter Empörung. Dadurch wird jede Nachricht zu einer Trump-Geschichte, während strukturelle Themen untergehen.

These 8: Europa sollte Trump nicht kopieren, sondern verstehen

Trump zeigt die Symptome westlicher Demokratien. Europas Aufgabe ist nicht die Amerikanisierung der Politik, sondern die Rückkehr zu guter Verwaltung, funktionierenden Institutionen und demokratischer Urteilskraft.

These 9: Die Generation nach Woke sucht wieder Wirklichkeit

Viele junge Menschen haben genug von moralischer Selbstinszenierung. Sie wollen Arbeit, Wohnungen, Familiengründung, Sicherheit, Technologie und Wachstum. Das ist keine rechte Sehnsucht, sondern eine sehr menschliche.

These 10: Die eigentliche Frage lautet nicht „Sind die USA noch zu retten?“

Die eigentliche Frage lautet:

Warum vertrauen so viele Menschen ihren politischen, medialen und akademischen Eliten nicht mehr? Trump ist die Antwort auf diese Vertrauenskrise, nicht ihr Ursprung