Die UNVERSTANDENEN STAATEN: Amerika hat gewählt. Über das “Wie konnte es soweit kommen” im Ensuite-Essay von Regula Staempfli. Januar 2025. Triggerwarnung: Dieser Artikel könnte Ihr Weltbild ins Wanken bringen.

Die Essayistin Regula Staempfli hat zu Donald Trump ein enges Verhältnis. Als Erste prägte sie 2017 den Begriff «Trumpismus», schrieb dazu zwei Jahre später einen Bestseller und rechnete mit den mit Personalisierung, Brands und Polarisierung operierenden Medien ab. Dies nehmen ihr die Journalisten bis heute übel. Weshalb sie 2024 mit dem «Case against Kamala Harris» die US-Wahlen ganz anders sieht als alle anderen – wie, lesen Sie hier. 

The case against Kamala Harris war zunächst kein Case for Donald Trump. Angesichts der ideologischen Sprechaktpolitiken, manifestiert in den Olympischen Spielen 2024, wo Frauen um unzählige Medaillen betrogen wurden – in den USA sind es Tausende von Medaillen und Stipendien, die Frauen im Sport an Transfrauen abgeben mussten und angesichts der Tatsache, dass die Linke auf apolitische Identität setzt & mit DEI eine der gefährlichsten totalitären Ideologien verbreitet, die sich in der medialen & universitären Unterstützung des islamistischen Terrors manifestiert, ist es dringend notwendig, Gegenpositionen einzunehmen.

«It is the codes, stupid!» Barack Obama war der erste Smartphone-Präsident, Donald Trump der erste Twitter-Präsident, Joe Biden der letzte klassische Präsident. Seit dem 5. November 2024 sind wir nicht mehr bei den Medienpräsidenten, sondern im neuen «Zeitalter digitaler Reproduktion» angekommen. Dieses kombiniert Codes und «real world» in Echtzeit. Donald Trump bespielte im Wahlkampf alle codierten Medien und kombinierte sie mit realen Auftritten: Podcasts, soziale Netzwerke, Youtube, Tiktok, ein bisserl Facebook, viel Truth Social, noch mehr X/Twitter, ab und an Fox. Gleichzeitig tourten er und sein designierter Vize J.D. Vance durchs Land wie Rockstars. Diese Kombi, «codes and reality», brachte den Erdrutschsieg. Kamala Harris verfügte zwar über ein fünffaches Budget, unglaubliche 1 Milliarde Dollar, doch die Wahlen verlor sie haushoch, und das Wahlkampfteam schreibt bis zum Redaktionsschluss rote Zahlen. Wo sind denn diese Millionen hingeflossen? Nachzulesen auf ensuite.ch im Literaturblog von Regula Staempfli 2025: Da werden die Aufsätze einige Monate NACH PUBLIKATION IM DRUCK, veröffentlicht.

#diepodcastin: Sprechendes Denken von Isabel Rohner & Regula Staempfli: Diesmal über Rousseau und dessen Einfluss auf NS, Islamismus & Kommunismus. Und was dies mit sog. Selbstbestimmungsgesetz & Digital Service Act zu tun hat.

#diepodcastin. Isabel Rohner & Regula Stämpfli am 13. Januar 2025 über Rousseau und dessen Einfluss auf Islamismus, Woke, Kommunismus und Nationalsozialismus. Und was dies alles mit dem Digital Service Act der EU zu tun hat.
Folge 210 von Die Podcastin von Isabel Rohner & Regula Stämpfli. laStaempfli entwickelt im sprechenden Denken mit Isabel Rohner die philosophische Weltgeschichte von Rousseau bis zu Islamismus, Woke, Kommunismus und Nationalsozialismus. Ausgehend von einem genialen Zitat von Hannah Arendt, die sich selber “konservative Revolutionärin” bezeichnete. #HannahArendtLectures.

#diepodcastin: Isabel Rohner & Regula Staempfli mit Zitat von Hannah Arendt, philosophischer Rundreise von Rousseau zum NS, zum Kommunismus, zum Islamismus & wie das alles mit dem DSA zusammenhaengt. “Der radikalste Revolutionär wird ein Konservativer am Tag nach der Revolution.” Hannah Arendt (1906-1975)Regula Stämpfli und Isabel Rohner nehmen das Zitat der großen Philosophin Hannah Arendt zum Anlass für einen Rundumschlag über Politik in Deutschland und den USA und über Philosophiegeschichte: von der viel zu restriktiven und damit kontraproduktiven Umsetzung des Digital Service Acts (DSA) bis zum Gerichtsurteil des Federal Court Kentucky und dem Sieg der Frauen, von Rousseau bis zu den Muslimbrüdern, von Moralphilosophie bis zum Totalitarismus.Zum DSA laStaempfli : “Die Verordnung (EU) 2022/2065 des Europäischen Parlaments und des Rates, bekannt als Digital-Services-Act (DSA), wurde am 19. Oktober 2022 verabschiedet und zielt auf die Schaffung eines einheitlichen Binnenmarkts für digitale Dienste ab. Diese ist seit dem 17. Februar 2024 für alle Unternehmen rechtskräftig.” siehe https://gesetz-digitale-dienste.de/dsa/#:~:text=Die%20Verordnung%20(%20EU%20)%202022%2F,2024%20f%C3%BCr%20alle%20Unternehmen%20rechtskr%C3%A4ftig.Die Diskussion von der #diepodcastin, Isabel Rohner & Regula Staempfli über Machtmissbrauch durch den Staat und Freiheitsrechte, ist extrem spannend und zeigt wieder einmal, was herauskommen kann, wenn zwei kluge Frauen miteinander denken und sprechen.

Hier (copyright) laStaempflis Notizen zum DSA:Der Digital Services Act (DSA) wurde ursprünglich tatsächlich als ein Instrument entwickelt, um die Macht großer Plattformen zu kontrollieren, Transparenz zu fördern und Bürgerrechte zu stärken. Aber die Realität in der Umsetzung hat gezeigt, dass solche Regulierungen oft problematische Nebenwirkungen haben können, insbesondere in Bezug auf die Meinungsfreiheit.

Gründe für die problematische Entwicklung des DSA in Bezug auf Meinungsfreiheit

  1. Auslegung durch nationale Regierungen:
    Der DSA lässt den Mitgliedstaaten Spielräume, wie sie ihn umsetzen. Regierungen wie in Deutschland nutzen diese Spielräume oft, um restriktive Maßnahmen durchzusetzen, die weit über den ursprünglichen Geist des Gesetzes hinausgehen. So wird ein Gesetz, das BürgerInnen schützen soll, zum Werkzeug gegen sie selbst.
  2. Missbrauch von “illegalen Inhalten”-Definitionen:
    Der DSA fordert Plattformen dazu auf, “illegale Inhalte” zu entfernen. Doch was “illegal” ist, wird gegen Meinungsfreiheit eingesetzt. Und es geht GAR NICHT, wenn  Regierungen oder Behörden entscheiden, was gelöscht WERDEN MUSS. Hier soll wie beim Presserat und Mediengesetzgebung das Grundrecht und der Persönlichkeitsschutz gelten.
  3. Unverhältnismäßige Verantwortung der Plattformen:
    Der DSA setzt Plattformen unter enormen Druck, Inhalte proaktiv zu moderieren. Aus Angst vor Strafen neigen Plattformen dazu, Inhalte zu löschen, die auch nur entfernt problematisch sein könnten – selbst wenn sie rechtlich nicht nur erlaubt sind, sondern ZUR MEINUNGSFREIHEIT GEHÖREN. Dies führt zu einem sogenannten “Overblocking”, das Meinungsfreiheit massiv einschränkt.
  4. Schwache Governance gegen staatlichen Missbrauch:
    Der DSA fokussiert stark auf Plattformen, während staatliche Akteure kaum kontrolliert werden. Das schafft ein Machtungleichgewicht: Regierungen können das Gesetz nutzen, um kritische Stimmen zu verfolgen, während es für Bürger oder unabhängige Akteure schwieriger wird, gegen Plattformen oder Behörden vorzugehen.
  5. Lobby-Einfluss während der Entstehung:
    Während der Entwicklung des DSA hatten große Plattformen und Regierungen erheblichen Einfluss auf die Details der Gesetzgebung. Das hat dazu geführt, dass die Versprechen, Bürger zu schützen, oft in schwach umsetzbare Abschnitte verwässert wurden, während die Überwachungs- und Kontrollmechanismen ausgebaut wurden. Leider wurden die Vorschläge von laStaempfli nicht aufgenommen. 

It is the codes, still – the year 2024 by laStaempfli. Das Kulturjahr im ENSUITE.

Das Kultjahr 2024: Ein Essay in Bildern und Gedanken, “Hannah Arendt Lectures.”

It is the codes, still – the year 2024 by laStaempfli. Das Kulturjahr im ENSUITE. Bildrecht, copyright by laStaempfli.

Ein Jahr voller Kontraste, voller Stimmen, voller Momente, die zählen. LaStaempfli lädt wie jedes Jahr ein, das vergangene Jahr – schreibend denkend – durch ihre Augen zu erleben: als eine Reise durch die Unfähigkeit von Politik, Kultur und Medien ZU UNTERSCHEIDEN. IN SHORT: Seit Ideologien unsere Demokratien beherrschen statt Realitätsberichte und direkte Weltauseinandersetzung, werden wir von vielen Medien in Bürgerkriegsszenarien gestürzt: “It is the codes, stupid” – wie Narrative, Posts, Hyperlink die Welt im algorithmischen Korsett halten. Jeder Monat ein Schlaglicht, ein Bild: Hier der besonders bissige Februar mit der Bemerkung: Es gibt zwei Reisen der Weltgeschichte, die nie hätten stattfinden sollen. Die Reise Lenins 1917 von Zürich nach Petersburg, die Reise Khomeinis 1979 von Paris nach Teheran… Willkommen zu einem persönlichen Essay, der das Kultjahr 2024 lebendig macht.

Das Kultjahr von laStaempfli in ENSUITE.

Februar: Von Moskau nach Teheran zu Judith Butler

Der Oppositionsführer und Putinkritiker Alexei Nawalny hat sein politisches Engagement mit dem Leben bezahlt. Er wurde in einem der schlimmsten Straflager Russlands ermordet. «Mit Maschinenpistolen, warmen Fäustlingen und Filzstiefeln. Und mit schönen, flauschigen Schäferhunden» schrieb er ein paar Wochen vor seinem schrecklichen Ende. Dank unfähiger Medien und öffentlich-rechtlicher Institutionen im Westen wird Nawalny 2024 ebenso schnell vergessen wie die tapferen Iranerinnen im Kampf gegen die islamistischen Gotteskrieger in ihrer Regierung. Mullahs, die übrigens von der feministischen Aussenministerin Annalena Baerbock eifrig hofiert werden: Deutschland hat seine Iran-Deals in der Ampel-Amtszeit vervielfacht. Ist doch schön zu wissen, woher das Geld und die Waffen stammen, mit welchem die Mullahs Israel beschiessen und ihre terroristischen Proxis bezahlen!

Frauen von «Frau, Leben, Freiheit» werden in Teheran täglich gefoltert, vergewaltigt und sterben in den Kerkern der Islamisten während in unseren westlichen Grossstädten durchgeknallte Gendertheoretikerinnen in Basel als «Queer for Hamas» durch die Strassen ziehen und Jüdinnen und Juden bedrohen. Nur dank X – der den Woken verhasste Elon Musk-Plattform ist zu verdanken, dass wir wenigstens ab und zu davon erfahren. «Die Grenze zwischen Gut und Böse verläuft nicht zwischen Staaten, nicht zwischen Klassen, nicht zwischen Parteien – sie verläuft quer durch jedes menschliche Herz» meint Alexander Solschenizyn im «Archipel Gulag» – ein Buch, das die Genossen ebenso hassen wie die Genossinnen die antisemitische Judith Butler lieben. Die meint übrigens, dass Freiheit für Frauen völlig überschätzt sei und im Kampf gegen Unterdrückung und Kapitalismus die Massenvergewaltigung von Israelinnen durchaus gerechtfertigt sei. Judith Butler wird weiterhin an allen Schweizer Universitäten so gelehrt wie 1933 bis 1945 «Mein Kampf» von Adolf Hitler Schullektüre war. Krass? Nicht krass genug! Mein Gedicht: «Ihr wollt die Fahnen schwingen –
für eine Sache, die ihr nicht versteht? Ihr seid blind für das Leid der Unschuldigen, sprecht von Befreiung und sät Gewalt! Seht Ihr nicht, dass Ihr flicht den islamistisch-totalitären Totenkranz?» ist von Kurt Tucholskys «Sie wollen den Bürgerkrieg entfachen – (das sollten die Kommunisten mal machen!) daß der Nazi dir einen Totenkranz flicht -; Deutschland, siehst du das nicht -?» inspiriert. Tja. Die Nazis haben noch nie gemerkt, dass sie Nazis sind, sondern waren immer davon überzeugt, die wirklich Guten zu sein; hier ein Insidergruss an M.R.

Regula Stämpfli interviewt Historiker Dr. phil. Daniel Rickenbacher, Data-Analyst & Nahostexperte für Futurepodcast: Antisemitismus an Schweizer Forschungsinstitutionen, Universitäten & Medien. 29.12.2024

Hier KI-Bild: Chat GPT weigerte sich zur Überschrift ein KI-Bild zu erstellen, deshalb hier ein Phantasiebild zum Thema:

Futurepodcast: Regula Stämpfli im Gespräch mit Daniel Rickenbacher über die Situation im Nahen Osten. Fantasiebild zum Fall der antisemitischen Urban Studies der Universität Basel.
Futurepodcast: Regula Stämpfli im Gespräch mit Daniel Rickenbacher über die Situation im Nahen Osten. Fantasiebild zum Fall der antisemitischen Urban Studies der Universität Basel.

Daniel Rickenbacher hat in seiner Dissertation die proarabischen Netzwerke im Westen, im Besonderen auch die Verhandlungen der Schweiz mit der damaligen terroristischen Organisation PLO untersucht. Die Dissertation ist öffentlich und entlarvt Abgründe in der Geschichte des Westens gegenüber den sog. pro-arabischen Organisationen, deren Ziel bis heute darin besteht, Israel von der Landkarte zu löschen. Eine Erkenntnis des folgenden Gesprächs war u.a., dass sich die 1970er Jahre bis in unsere Gegenwart ziehen und die öffentlichen Institutionen wie Kultur, Medien und Universitäten in einem sog. postkolonialistischen Diskurs äusserst antisemitisch gebärden. Daniel Rickenbacher zeigt viele Leerstellen im herrschenden Diskurs auf: Beispielsweise, dass Hamas, Hisbollah u.a. stark in Deutschland liegen, in einem neuen Bericht des NDR Rechercheportals der ARD vor dem um sich greifenden Islamismus in Deutschland warnen. Daniel Rickenbacher postete nach dem Fall von Assad die SWR-Dokumentation, wie Nationalsozialisten, u.a. der SS-Mann Alois Brunner, späterer Stasi-Agent der DDR dem syrischen Regime half, den Folter- und Überwachungsapparat aufzubauen. Ebenso dokumentiert Daniel Rickenbacher das Drama der Vertreibung der Juden und Jüdinnen aus dem arabischen Raum und der Vertreibung der Christen in Syrien.

Regula Stämpfli für Futurepodcast mit Historiker Daniel Rickenbacher zum Antisemitismus an Schweizer Forschungsinstitutionen, Universitäten und Medien, 29.12.2024.

Im folgenden Gespräch gehen wir der Unfähigkeit ehemals wichtiger internationaler Organisationen wie die UNO nach, die seit der Übermacht antidemokratischer Staaten die demokratische Ausrichtung der Institution unterwandert und in ihr Gegenteil verkehrt hat. Die Verknüpfung bspw. der UNRWA mit den Dschihaddisten wird ebenso dokumentiert wie die Verknüpfung von Unifil mit den Hisbollah im Libanon. Erst am 9. Dezember brachte die New York Times die Story über 24 Dschihaddisten die von der UNRWA angestellt und alimentiert wurden. In den öffentlichen Institutionen der Schweiz werden Terroristen zu Benefizveranstaltungen geladen, ohne Kritik und ohne Folgen. Daniel Rickenbacher hat die Berichterstattung von swissinfo, insbesondere dem arabischen Kanal für die schweizerische Version von BBC World als klassisch antizionistisch und antisemitisch entlarvt. Folgen? Keine. 

An der Universität Bern wird ein Experte geladen, der Israel viel schlimmer definiert als – halten Sie sich fest – als den Islamischen Staat – alles finanziert durch den Schweizerischen Nationalfonds. Der schweizerische Bundesrat lehnt, mit Verweis auf einen fehlenden UNO-Verbotsbeschluss das Verbot der Hisbollah als terroristische Organisation ab. Daniel Rickenbacher zeigt, wie das Schweizer Fernsehen, RTS die aussenpolitische Kommission der Schweiz zu beeinflussen gesucht hat, die UNRWA-Gelder, die vorwiegend den Terroristen zugute kommen, unter keinen Umständen zu streichen. Das Schweizer Fernsehen ist Quasi-Aktivist für die UNRWA und es findet kein öffentlicher Diskurs über diesen Skandal statt. Nicht zur Sprache kam im viel zu kurzen Gespräch die Zersetzung des IKRKs, das mit der neuen Präsidentin und dem Generalsekretären extrem enge Bindungen zur UNRWA und damit zu den palästinensischen Terroristen pflegt. Die Leerstellen in den öffentlich-rechtlichen Medien betrifft auch Syrien. Volker Turk, Vorsitzender der UN Menschenrechtskommission und Rechtskommission war blind gegenüber den massiven Menschenrechtsverletzungen in China, Kuba, Eritrea, Katar und Syrien mit dem Massenmörder Assad. 

Wie aktuell unser Gespräch zum herrschenden Antisemitismus in den öffentlichen Institutionen ist, belegt die neue Studie vom 11. Dezember 2024 für Deutschland: Weit über 13.000 antisemitische Vorfälle sind dokumentiert. Und “20 Minuten” berichtet über einen vom Schweizer Nationalfonds mit über 300.000 SFr subventionierten iranischen Forscher, der mutmasslich gefährliche Drohnentechnologie nach Teheran exportierte, siehe dazu: https://www.20min.ch/story/drohnenprogramm-iranische-tarnfirma-an-schweizer-uni-und-keiner-merkt-es-103247881?version=1735402280630&utm_source=twitter&utm_medium=social

Links: Daniel Rickenbacker on X see https://x.com/DanielRickenba6

Daniel Rickenbachers Dissertation see https://unibasel.academia.edu/DanielRickenbacher

Wie Regula Stämpfli und Emrah Erken gegen SRF mit Beschwerden gewinnen (against all odds): https://www.audiatur-online.ch/2024/12/11/srg-ombudsstelle-gibt-kritikern-an-nahostberichterstattung-recht/

Popularbeschwerde von Emrah Erken see https://www.nzz.ch/schweiz/zu-woke-zu-antiisraelisch-zu-einseitig-emrah-erken-blamiert-das-schweizer-fernsehen-ld.1862202

Folge 207: Die Podcastin. Isabel Rohner & Regula Stämpfli im wichtigsten Podcast zu Politik, Welt, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft: FRAUEN & what really matters.

naecronaut for Die Podcastin: Trauernde Frau auf Sofa. Die Podcastin, Isabel Rohner & Regula Stämpfli danken für das Kunstwerk, das von naecronaut Regula Stämpfli zur freien Verfügung gestellt wurde.
naecronaut for Die Podcastin: Trauernde Frau auf Sofa. Die Podcastin, Isabel Rohner & Regula Stämpfli danken für das Kunstwerk, das von naecronaut Regula Stämpfli zur freien Verfügung gestellt wurde.

#diepodcastin: Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Langsamkeit, Gewalt gegen Frauen & Sprechaktgesetze & Why Trump und FRAUEN-SCHACH.“Echtes Wissen braucht Verlangsamung. Wir brauchen Kulturräume, Literaturfestivals, den offenen und ehrlichen intellektuellen Austausch. Wir brauchen langsamen Journalismus. Wir brauchen Bücher.” Elif Shafak, türkisch-britische Schriftstellerin bei der Frankfurter Buchmesse 2024Wunderbares sprechendes Denken grad zu Beginn von Isabel Rohner und Regula Stämpfli zum Zitat Shafaks in “Zeiten algorithmischer Reproduktion” (laStaempfli Zitat)

Folge 207: Die Podcastin. Isabel Rohner & Regula Stämpfli im wichtigsten Podcast zu Politik, Welt, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft: FRAUEN & what really matters.

laStaempfli kommt dann mit kurzen Hinweisen zu: Why Trump? (da laStaempfli nur Menschen antrifft, die sie anschreien, wenn Trump erwähnt wird….) Weil sowohl Barack Obama als auch Joe Biden unsere Demokratien durch antiwestliche, antidemokratische und bezüglich Sprechakt-Gesetzen gegen Frauen antifeministische Politik, Gesetze und öffentliche Institutionen zersetzt haben. (laStaempfli hört schon das Geschrei im Hintergrund: “Aber Trump ist viel schlimmer”, worauf die Antwort von Regula Stämpfli ist: Theoretisch absolut, praktisch überhaupt nicht. Interpretiert nicht Eure Ideologie, sondern schaut auf die Tatsachen!)Geopolitisch sind folgende Punkte für #diepodcastin ausschlaggebend: Barack Obama & Hillary Clinton wie Joe Biden& Kamala Harris haben die Welt regelrecht angezündet und zwar in einer Appeasement-Politik mit Iran, Russland und der VR China. Dies ermöglichte den “AG der Autokraten” (Zitat Anne Applebaum) die Unterhöhlung der westlichen Demokratien durch Codes und Geopolitik. Barack Obama hat Russland nach jahrzehntelanger Abwesenheit im Nahen Osten 2015 explizit als Zerstörungsmacht nach Syrien eingeladen; Der Massenmörder Assad konnte über 600.00 Syrer und Syrerinnen ermorden und Millionen gegen den Norden schicken, um dort weiter die Demokratien zu destabilisieren. Obama ist der Konstrukteur des Iran-Deals, welcher den Islamofaschisten Milliarden für ihren Dschihad zur Verfügung stellten – Biden&Harris haben diesen Deal sofort wiederbelebt … und und und. Wir westliche Demokratien brauchen geopolitisch nicht nur vier Jahre Trump, sondern 20 Jahre Geopolitik, die sich als Sieg der westlichen Demokratien im Kampf gegen die islamofaschistischen und überwachungsdiktatorischen Welteroberungspläne von Iran, Russland und VR China durchsetzen wird. laStaempfli: “Warum in aller Welt hören wir von unseren hochbezahlten ÖFFENTLICHEN INSTITUTIONEN nie mehr irgendwas Positives zur westlichen Welt oder gar den Hintergründen, die in der #diepodcastin atemlos beleuchtet werden? Die Rohnerin, wie immer messerscharf klug: “Es geht darum, Geopolitik unter Feminismus nicht nur zu betrachten, sondern für die feministischen Errungenschaften zu kämpfen.” 

Regula Stämpfli über den Handel mit Diktaturen: Essay zur Frage, weshalb “Wandel durch Handel” nicht mehr funktioniert. Und welche demokratiefeindliche Rolle Intellektuelle spielen…

Essay in der Zeitschrift zu Kultur und Kunst von Regula Stämpfli im Sommer 2024.

Von Dr. Regula Stämpfli – Kürzlich beim Abendessen: «Ajatollah Khomeini war kein Diktator, sondern befreite Persien vom kolonialen Erbe und machte den modernen Iran.» Daher weht der Wind, dachte sich die ensuite-Essayistin. Hier ihre literarische Antwort.

“Die Geschichte der Menschheit kennt einige Konstanten. So auch die der Verführung der Jugend durch Massenmörder. Lenin, Stalin, Hitler, Franco, Salazar, Pol Pot, Mao, Idi Amin, Haile Selassie, Ajatollah Khomeini, Saddam Hussein, Kim Il-sung, Jassir Arafat – um nur um die bekanntesten zu nennen – begeisterten zunächst die intellektuelle Elite, dann die Massen und füllten anschliessend die Gefängnisse.” Ausschnitt aus dem Essay von laStaempfli “Handel mit Diktaturen und Handel mit Fiktionen: Von Oriana Fallaci zu Frank Bösch”:

“Als der Geistliche Ajatollah Khomeini am 1. Februar 1979 mit einer Sondermaschine der Air France (Alkohol wurde strikte verboten) in Teheran landete, klatschte tout Paris. Über 150 Journalisten reisten im Flugzeug mit.” Dies zum Dank an die Journalisten, die Revolutionäre gerne so begleiteten, dass sie ihnen zu Füssen lagen. Journalisten und Intellektuelle meinten im schiitischen Kleriker eine “originäre, persische Lösung” für den bösen Kapitalismus und die böse liberale Demokratie gefunden zu haben.

Khomeini war DER Heilsbringer gegen den verhassten «imperialistischen Kapitalismus». Der 76-jährige Mann versprach ihnen 19 Grundsätze von Demokratie, Menschenrechten, Säkularismus, Volkssouveränität. In seinem «Mein Kampf», dessen islamische Version «Der islamische Staat» heisst, stand aber schon 1970: «Das Gesetz ist nichts anderes als der Befehl Gottes.» Oder in Anlehung an Carl Schmitts: Der Führer schützt das Volk für Hitler, hier Das Gesetz ist der islamische Kriegergott. Khomeini dachte keine Sekunde daran, westliche demokratische Menschenrechte in seinem Gottesstaat zuzulassen. Die Geistlichen waren von Anfang Exekutoren. Zudem: Der unermessliche Reichtum Persiens machte die Geistlichen völlig unabhängig vom Volk. Die Mullahs brauchen kein Volk, das Erdöl und die damit verbundene Industrie, alle Finanzen, Land, Währung, einfach alles gehört ihnen. Selbst die Nationalsozialisten hatten weniger totalitäre Zugriffsmacht über alle Bereiche von Gesellschaft, Ökonomie, Staat, Kultur und Wissenschaft. Die Mullahs können so viele Menschen umbringen wie damals die Adeligen im feudalen Europa, und sie tun es viel häufiger als die damaligen Adeligen. «Zieht euch schwarz an. Denn ihr geht zu einer Beerdigung. Ihr trauert um eure letzten Grundrechte, eure letzte Freiheit»: So beginnt Golineh Atais «Iran – die Freiheit ist weiblich», ein Buch, das für den Grimme-Preis nominiert war. Das Schwert der islamischen Revolution trifft immer zuerst die Frauen – wohl deshalb schweigt die Linke vornehm. Denn Frauen gehören zu den Problemen zweiter Klasse. «Wir haben keine Revolution gemacht, nur um Rückschritte hinnehmen zu müssen», skandierten die Frauen an der riesigen Frauendemonstration im Juli 1980. «Millionen Frauen aller Schichten hatten sich im Namen der Befreiung an der Revolution beteiligt, aber niemals hatten sie damit gerechnet, dass ihre Männer nun plötzlich mehrere Frauen heiraten, sich bedingungslos scheiden lassen und sich der Ehefrau wie eines Möbelstückes entledigen konnten. Niemals hatten sie geahnt, dass die Geschlechter in der Gesellschaft fortan rigoros getrennt würden.» ….

Die Welt blieb stumm. Sartre besuchte lieber die RAF im Gefängnis als die vergewaltigten Frauen im Iran. Die sozialistische, kommunistische und neu postkoloniale Revolution schert sich kein Promille um Frauen. Die Welt der Intellektuellen, Universitäten, Kulturen und öffentliche westliche Institutionen bleibt stumm bis heute. Linke und Islamofaschisten geben sich immer noch die Hand… was laStaempfli, deren Herz links schlägt, völlig fassungslos macht und sie sich fühlt wie George Orwell, der von seinen Genossen und Genossinnen nicht nur schändlich verraten wurde, sondern auch verfolgt.

Essay in https://www.ensuite.ch/handel-mit-diktaturen-und-handel-mit-fiktionen-von-oriana-fallaci-zu-frank-boesch/

Bücher zum vorliegenden Essay:
· Frank Bösch: Zeitenwende 1979. Als die Welt von heute begann. C.H.-Beck-Verlag.
· Frank Bösch: Deals mit Diktaturen. Eine andere Geschichte der Bundesrepublik. C.H.-Beck-Verlag.
· Eine Iran-Apologie ist vom Zentrum für politische Bildung bei «Aus Politik und Zeitgeschichte» 2020 erschienen (leider, das AuPZ ist ansonsten immer exzellent). Kostenlos über bpd.de runterzuladen.
· Golineh Atai: Iran – Die Freiheit ist weiblich. Rowohlt-Verlag.
· Angela Nagle: Kill All Normies. Online Culture Wars from 4Chan and Tumblr to Trump and the Alt-Right.
· Yuval Noah Harari: Sapiens – Das Spiel der Welten. C.H.-Beck-Verlag.
· Laetitia Colombani: Der Zopf. S. Fischer Verlage.
· Laetitia Colombani: Das Mädchen mit dem Drachen. S. Fischer Verlage.
· Oriana Fallaci: Ein Mann. Kiwi-Verlag.
· Oriana Fallaci: Brief an nie geborenes Kind. Ebersbach und Simon. Das Interview Fallacis mit Khomeini 1979 ist im Netz in der «N.Y. Times» abgedruckt.

· Zum Versagen der Linken in Zeiten algorithmischer Reproduktion siehe Regula Stämpfli: Europa zwischen Banksprech und Sehnsuchtsort. Darf man als europäische Intellektuelle Europa kritisieren? Gratis auf denknetz.ch

Regula Stämpfli zu Marc-Uwe Klings Werk: Ein vom Deutschen Feuilleton unverstandenes Genie (nicht das dies Kling stören wird).

Vom Känguru zum Code: Marc-Uwe Kling

Dr. Regula Stämpfli — Marc-Uwe Kling ist ein literarisches Genie. Er kann wirklich alles: Politik, Games, Codes, Fantasy, Thriller, Kids, sogar im Feminismus ist er sauber unterwegs. Unsere Essayistin ist – zusammen mit Millionen anderen – ein Riesenfan von Marc-Uwe Kling, doch das Feuilleton bleibt weg. Eine Spurensuche.

Lesen Sie im MAGAZIN FÜR KUNST UND KULTUR DEN ESSAY ÜBER CODES, FICTION UND POLITIK :

REGULA STÄMPFLI ÜBER MARC-UWE KLINGS NEUES BUCH: VIEWS. WAS SAG ICH DA: NEUES BUCH? ÜBER DAS GESAMTE GENIALE WERK DES UBERBEGABTEN KLING.

Zum Thema lesen: Regula Stämpfli. Träumen Algorithmen von Demokratie? swissfuture 2/2018. Im Artikel zu Kling gibt es noch Plus-Goodies: Eine eigene Dystopie von laStaempfli.

Regula Stämpfli bei Claudia Reiterer “Im Zentrum”, 10.11.2024, ORF

Claudia Reiterer mit ihrer grossen Talkrunde: Im Zentrum. Am 10.11.2024 mit Regula Stämpfli als Expertin zu Digitalisierung, Trumpism, Demokratie & Medientheorie.

ORF-Ausschreibung: “Donald Trump fährt den deutlichsten Sieg eines republikanischen Kandidaten seit 20 Jahren ein und der Rest der Welt fragt sich „Was jetzt?“

Diskutieren Sie mit unter debatte.orf.at

Wird er als US-Präsident in seiner zweiten Amtszeit, ohne die Notwendigkeit einer Wiederwahl, noch unberechenbarer und radikaler? Steht damit die NATO vor dem Ende? Was passiert mit der Ukraine? Werden Schutzzölle die Weltwirtschaft ins Wanken bringen – oder kommt alles ganz anders?

Was von einer zweiten Amtszeit Donald Trumps für Europa und die Welt zu erwarten ist diskutieren bei „Im Zentrum“ mit Claudia Reiterer:

Sebastian Kurz
ehem. Bundeskanzler und Außenminister, ÖVP

Jean Asselborn
ehem. Außenminister Luxemburg, LSAP

Regula Stämpfli
Politikwissenschafterin, Historikerin und Publizistin

Susanne Weigelin-Schwiedrzik
China-Expertin, Institut für Ostasienwissenschaften, Universität Wien

Regula Stämpfli bei Claudia Reiterer "Im Zentrum", 10.11.2024, ORF
Regula Stämpfli bei Claudia Reiterer “Im Zentrum”, 10.11.2024, ORF

Für Regula Stämpfli empfiehlt laStaempfli “Trumpism. Ein Phänomen verändert Die Welt” sowie die online FREE-ARTIKEL und Podcasts zur #Demokratie, u.a. https://www.denknetz.ch/wp-content/uploads/2021/08/Staempfli_Europa_Bankensprech_Sehnsuchtsort.pdf oder auch https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2018/11/tra%CC%88umen-KI-von-demokratie.pdf und natürlich www.diepodcastin.de sowie ta-swiss-futurepodcast.online.

Hier der Link zur spannenden Sendung mit Regula Stämpfli, Sebastian Kurz, Jean Asselborn und Susanne Weigelin-Schwiedrzik : https://tv.orf.at/sendungssites/i/im-zentrum/index.html

Weshalb wurde Donald Trump und nicht Kamala Harris gewählt? Die Antwort ist einfach und wie von laStaempfli schon vor einem Jahr vorhergesagt: It is the economy, stupid. Inflation, Migration & für die Wechselwählenden definitiv die RADIKALE IDENTITÄTSPOLITIK, auch Woke genannt – von den Demokraten und insbesondere die radikalen Transpolitiken der Kandidatin Kamala Harris. Gleichzeitig hat die Biden/Harris-Administration den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine sowie den Angriffskrieg Irans gegen Israel durch seine Proxis Hamas & Hisbollah, regelrecht provoziert. Dazu lesen Sie mehr in ENSUITE, DEM MAGAZIN FÜR KUNST UND KULTUR.

Regula Stämpfli im Servus TV: Meinungsmacher 27.10.2024: Weshalb es richtig ist, Kickl NICHT an der Regierung zu beteiligen & weshalb Kamala Harris eine schlechte Kandidatin ist.

Das Wagnis der Öffentlichkeit & Ambivalenz: Kickl nein, Harris auch nein. Siehe Sendung auf https://www.servustv.com/aktuelles/v/aajwa65e4ud1xemixfsd/

Text zur Sendung von Servus TV: “Zum Duell der Meinungsmacher über das aktuelle Thema “Wahlsieger im Abseits: Schlag ins Gesicht der Wähler?” diskutieren bei Michael Fleischhacker in Wien u. a. der Kolumnist Bernhard Heinzlmaier, der Medienwissenschaftler Norbert Bolz und die Philosophin Regula Stämpfli.
“Wozu gehen wir noch wählen?” Das fragen sich derzeit viele Österreicher. Denn Bundespräsident Alexander Van der Bellen beauftragt ÖVP-Chef Karl Nehammer mit der Regierungsbildung. Viele Beobachter geben sich erleichtert und wähnen FPÖ-Chef Herbert Kickl endgültig im Abseits. Der aber zeigt sich kämpferisch: Das letzte Wort sei noch nicht gesprochen. Und: Van der Bellen Schachszug sei ein Schlag ins Gesicht der Wähler.

Hat Van der Bellen recht: Ist mit der FPÖ tatsächlich kein Staat zu machen? Oder ignoriert er den Willen der Wähler und erschüttert so deren Vertrauen in die Demokratie? Wie viel Wahl hat der Bürger noch bei Wahlen?

Links. Rechts. Mitte: Regula Stämpfli bei den Meinungsmachern im Servus TV bei Michael Fleischhacker. https://www.servustv.com/aktuelles/v/aajwa65e4ud1xemixfsd/

Moderator Michael Fleischhacker begrüßt diesen Sonntag folgende Gäste:

  • den Kolumnisten Bernhard Heinzlmeier,
  • den Medienwissenschaftler Norbert Bolz,
  • die Philosophin Regula Stämpfli und 
  • die “Falter”-Kolumnistin Tessa Szyszkowitz.


“Links. Rechts. Mitte – Duell der Meinungsmacher”

Die Diskussionssendung bei ServusTV und ServusTV On – immer sonntags.

“Mit Hannah Arendt Bücher lesen” copyright Regula Stämpfli: Diesmal über Ozempic. Diätpillen als Politikum & passend in unsere biopolitische Zeit. Natürlich in DEM KULTURMAGAZIN der Schweiz: ENSUITE.

Über magische Pillen und ihre Nebenwirkungen

Von Dr. Regula Stämpfli – Perfekt zur Bikinifigur im Sommer rezensiert unsere Essayistin Bücher zur Schönheits- und Diätindustrie. Ganz weit oben steht das neue Buch des britisch-schweizerischen Autors Johann Hari über Ozempic – die Wunderpille gegen überflüssige Kilos.

Es liegt eine Woche Pasta mit Ketchup und Mayonnaise hinter mir. Ich hatte eine schwere Zeit. Andere greifen zur Flasche, Kluge meditieren mehr und lassen ihre Gefühle zu. Das tue ich alles auch, vor allem meditieren, aber ganz ehrlich? Comfort-Food ist immer noch der effizienteste Tröster. Nichts Süsses, sonst sähe ich aus wie Obelix in seinen Wildschweinjahren: Pasta reicht. Am liebsten schon zum Frühstück in der oben genannten Unterschichts-Pervers-Version oder als Sahnepamp mit viel kostbarem Parmesan und köstlichem schwarzem Pfeffer. Meine Freundinnen kotzen sich meist durch diese Phasen, was ich aber eine schreckliche Verschwendung und, unter uns gesagt, sehr unappetitlich finde. Vor gefühlt hundert Jahren schrieb Susie Orbach, die Psychotherapeutin u. a. von Lady Diana, ihr Buch «Fat Is a Feminist Issue» (auf Deutsch: «Das Antidiätbuch») und ich «Die Vermessung der Frau». Zehn Jahre vorher war es Naomi Wolfs «Mythos Schönheit». Wolf, Orbach und ich ersaufen als Klassikerinnen im Wust von aktuellen Insta-Accounts, Tausenden von Diätbüchern, soziologischen Studien, Körperwahrnehmungen und ‑bildern. Nichts hilft: Mädchen verachten ihren Körper weiterhin. Neu erhoffen sich viele Erlösung in der sogenannten Geschlechtsanpassung, die von einer Handvoll mächtiger Pharma- und Transaktivisten propagiert wird. Denn nichts passt besser in unser «Zeitalter digitaler Reproduktion» als die Auflösung der Wirklichkeit zugunsten von codierten Sprechakten. Die Utopie von Silicon Valley baut auf selbstlaufenden automatischen Maschinen, die ihre Energie aus Lebenden schöpfen. Der Mensch als ausgeklügeltes Kreditpunktesystem. Meine üblichen Themen halt, doch zurück zur Diät-Wunderdroge.

DER LINK ZUM ONLINE-BEITRAG, DER IM JUNI/JULI MAGAZIN ENSUITE SCHON GEDRUCKT ERSCHIENEN IST, LAUTET. www. ensuite.ch/ueber-magische-pillen-und-ihre-nebenwirkungen/. Unter ensuite.ch/literaturblog ist das gesammelte DENKARCHIV VON LASTAEMPFLI.