Freie Kunstszene München: Theater-hochx 6.11.2020: Regula Stämpfli über Homogenitätskultur in “fire a 1000 poems”: Link auf Seite https://www.youtube.com/watch?v=PWfZwcvOuNQ&feature=youtu.be
Kategoriearchiv: Lehre/Vorträge
#DiePodcastin goes musical: Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Musicals&feministischer Rückblick und weshalb die ECI, die Europäische Bürgerinitiative eine laStaempfli Erfindung ist.
laStaempfli: HSG St. Gallen Vorlesung IV: Biomacht und Menschenbild der Gegenwart
“Biologie ist nicht ohne Politik zu haben” Regula Stämpfli
Die Vorlesung wird den Teilnehmenden als Podcast direkt zugesendet. Falls Sie den Podcast nicht erhalten haben, bitte via Mail (mit Name, Adresse und Telefonnr.) bei pollitphilozoffin@gmail.com melden.
Literaturtipps:
Hans Belting, Bild und Kult. Eine Geschichte des Bildes vor dem Zeitalter Kunst. Regula Stämpfli, Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt, Regula Stämpfli, Die Vermessung der Frau, Josef Weizenbaum, Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft, Harry Mulisch, Die Entdeckung der Welt, Sadie Plant, Nullen&Einsen: digitale Frauen und die Kultur der neuen Technologien, Shoshana Zuboff: Digitaler Überwachungskapitalismus, Zygmunt Bauman, Das Leben als Konsum.
Regula Stämpfli im Theater München: “Von Homogenitätskultur und Siegerjournalismus” HochX 6.11.2020
Regula Stämpfli im Theater München: “Von Homogenitätskultur und Siegerjournalismus” HochX 6.11.2020: Online.
Fire A 1000 Poems verschließt vom 3. bis 6. November das HochX. Das Theater wird über eine Woche hinweg zu einem Diskursraum gemacht, der nur von fünf Zuschauer*innen begehbar ist. Inhaltlicher Ausgangspunkt sind Tim Blunks Erfahrungen in siebenjähriger Isolationshaft im amerikanischen Gefängnis USP Marion. Weggesperrt und getrennt von allen anderen Häftlingen entdeckte er die Kunst für sich – als Mittel, um sein physisches wie psychisches Überleben zu sichern sowie als Möglichkeit, seine politischen Ziele weiter zur Sprache zu bringen. Die Isolation des Einzelnen wird übertragen auf das Aussperren des Publikums. Nachmittags werden jeweils fünf Zuschauer*innen zu einer begehbaren Installation mit Lesung, Live-Konzert und VR-Videoinstallation eingelassen. Zu den Diskussionen und Lesungen um 20 Uhr ist der Raum nur über Livestream zugänglich. Was live zu sehen ist und was vorproduziert ist, was real und was nicht real ist, verschwimmt. Eine diskursive Auseinandersetzung mit den politischen Möglichkeiten von Kunst – nicht nur in Isolation.
Biopolitik-Links zur Vorlesung III vom 29. Oktober 2020: laStaempfli über die Geschichte der Gefühle
Antonio R. Damasio: Descartes Irrtum: Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn. Er war einer der ersten, der die Idee, dass die grundlegende Rolle von Emotionen in der kartesianischen Weltordnung ständig vergessen, verdrängt, unterschätzt und wenig erforscht wird. laStaempfli: Gefühl ist ohne Politik auch nicht zu haben…Neid, Hass, Wut, Autoritätsglaube, Geltungssucht, Filz, Rivalität, ständiger Wettbewerb sind demokratiefeindlich, siehe https://www.bpb.de/apuz/30887/demokratie-und-die-macht-der-gefuehle?p=all
Zur Symbolik des Geldes und Georg Simmel siehe https://epub.ub.uni-muenchen.de/12588/1/Vortrag_DGPhil_Schlitte.pdf Geld und Geist von Jeremias Gotthelf Shoshana Zuboff: Essay zum Überwachungskapitalismus https://www.bpb.de/apuz/292337/surveillance-capitalism-ueberwachungskapitalismus
Zum Menschenfleischverkauf & Daten, die Menschen mitprogrammieren siehe Literaturblog von Regula Stämpfli auf www.ensuite.ch/literaturblog und zu den Datenlöcher laStaempflis Text zur Zukunftsforschung https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf
Unter der Rubrik laStaempfli & der #LockDown: Das waren noch Zeiten.
Unter der Rubrik laStaempfli & der #LockDown: Das waren noch Zeiten. 20 ähnliche Auftritte wurden 2020 abgesagt. #Sichtbarmachen«Trumpism: Wie Selfies und Fakes die Demokratie abschaffen» – DenkBar von und mit Regula Stämpfli
Regula Stämpfli, die von ihren journalistischen Landsleuten gerne geschmäht und von ihren Studierenden als «Lara Croft der Politologie» verehrt wird, legt in ihrer neuen Schrift sämtliche aktuellen Themen vor und wie üblich kriegen alle dabei ihr Fett ab. Nicht zuletzt auch die Feministinnen, deren politischer Aktionismus für Stämpfli nichts anderes darstellt als das seit Jahrhunderten bekannte Karrieremuster von jungen Frauen, die dank alten, weissen Männern gerne gesehen werden.Regula Stämpfli schaut aber auch hinter die Kulissen der antidemokratischen Umfrageindustrie, der dystopischen GAFA (Google, Apple, Facebook und Amazon), der apolitischen Medienunterhaltung und erklärt so nebenbei, wie die Gegenwart politphilosophisch in die letzten 500 Jahre passt. Besuchen Sie die DenkBar für eine besondere «Sternstunde Philosophie» mit laStaempfli – so ihr Twittername!
Regula Stämpfli: Lange Nacht der Philosophie Wien 17.11.2020: Fakten und Fakes. Wahrheit und Lüge im öffentlichen Diskurs
Online – vor Ort? Alles ist noch offen. In diesem seltsamen Jahr. Regula Stämpfli: Lange Nacht der Philosophie Wien 17.11.2020: Fakten und Fakes. Wahrheit und Lüge im öffentlichen Diskurs.
Programm https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/10/NdPh2020_A5-Flyer_RZ-Online.pdf
Biopolitik: Kolumne von laStaempfli mit dem Prosit für Darwin und Freud
laStaempfli: Ein Prosit für Freud und Darwin
Meine Oma war eine beeindruckende Frau voller lustiger, ernster und kluger Geschichten. Während des Krieges wurde eine Gehilfin auf ihrem Bauernhof von einem Polen, der es in die Schweiz geschafft hatte, schwanger. Grossmutter entdeckte sie kurz darauf bitterlich weinend hinter dem Stall. Auf die Frage, was sie denn so betrübe, meinte das Berner Meitschi: «Jetzt hab ich doch ein Kind mit einem Polen. Wie werde ich mich je mit meinem Baby unterhalten können? Ich sprech doch kein einziges Wort Polnisch!»
Lange klangen Berichte der Wissenschaftsjournalisten wie die rührende Magd meiner Grossmutter. Allen Ernstes wurden Studien von «Brünftigen Männchen, welche aus Weibchen Zicken machen» oder «Männer wollen nur Sex, Frauen geile Schuhe» mit dem intellektuellen Arsenal der Steinzeitjäger verbreitet und geglaubt. Darwin schaffte es deshalb in Fächer, in denen er eigentlich nichts zu suchen hat – in die Politologie oder die Ökonomie, während sich Freud nur noch in der Werbung tummeln durfte. Einer meiner Lieblingswitze zu Freud und Darwin geht so: «Freud und Darwin kommen in eine Bar. Zwei Alkoholiker – Mäusemama, Mäusesohn – lecken aus zwei Fingerhüten gierig Gin. Die Mäusemama fragt Freud und Darwin: ‹Hey, ihr Intelligenzbestien. Wie konnte mein Sohn nur Alkoholiker werden?› – ‹Schlechtes Erbgut›, meint Darwin sofort. ‹Schlechte Mutter›, antwortet Freud.» – Die Frage nach «angeboren» oder «erworben» ist ähnlich beschränkt wie die Behauptung, ein Rechteck werde nur durch seine Längsseite definiert, weil die Querseite «weniger wichtig» sei. Dabei ist die Sache klar: Es ist nicht ein Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch. Oder in den Worten von Eckart von Hirschhausen: «Sieht ein Kind seinem Vater ähnlich, ist es genetisch. Sieht ein Kind seinem Nachbarn ähnlich, ist es Umwelteinfluss.»Seit 2014 wissen wir: Genetik ist immer kontextuell. Ein ETH-Team um Isabelle Mansuy stellte schon vor sechs Jahren fest: Leid vererbt sich bis in die Gene. «Schlechte Erfahrungen hinterlassen Spuren im Gehirn, in den Organen und Keimzellen. Über diese werden die schlechten Erfahrungen dann weitervererbt». Was wurde ich 2007 bei meiner «Macht des richtigen Friseurs» oder auch bei meiner 2013 erschienenen «Vermessung der Frau» teilweise durch den Kakao gezogen, weil ich mithilfe der Poesie (Kafkas «Strafkolonie») und mit der Philosophie von Hannah Arendt und vielen anderen mehr argumentierte, dass der menschliche Körper – medial vor allem der weibliche – nicht als biologisches, sondern als gesellschaftliches Zeichen der herrschenden Machtverteilung funktioniert!«Der Körper ist die Übersetzung der Seele ins Sichtbare», meint auch Christian Morgenstern und meine Grossmutter pflegte Bauchschmerzen mit Hühnersuppe und Kopfweh mit einem Streicheln zu heilen. Beziehungen können durchaus gesund und leider auch krank machen, wie die Studie von Isabelle Mansuy meint: Leid, Kummer, Not, Ungleichheit, Ungerechtigkeit formen nicht nur direkt betroffene Menschen, sondern auch die kommende Generationen. Es ist also höchste Zeit, hier nicht nur pharmakologisch, biologisch oder medizinisch etwas zu tun, sondern vor allem politisch. Nur Holzköpfe verweigern sich diesen Einsichten und derer gibt es immer noch viel zu viele.
Einige Sachbüchertipps zu “Biologie ist nicht ohne Politik zu haben” :Michel Foucault: Überwachen und Strafen. Michel Foucault: Die Ordnung der Dinge. Norbert Elias, Geschichte der Zivilisation, Regula Stämpfli, Die Macht des richtigen Friseurs (Hannah Arendt Buch) & Die Vermessung der Frau. Hans Belting: Bild und Kult. Die Geschichte des Bildes, Marcel Mauss, Die Gabe, Christina von Braun, Blutsbande, Yval Noah Harari: Eine kurze Geschichte der Menschheit, Hannah Arendt: Vita activa, Sivlia Bovenschen: Die imaginierte Weiblichkeit. Romane: Franz Kafka: Die Strafkolonie, Chimamanda N gozi Adichie: Americanah, Daborah Feldmann: Unorthodox.
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Regula Stämpfli an der HSG St.Gallen/University of St.Gallen: Biopolitik
Regula Stämpfli an der HSG St.Gallen/University of St.Gallen: Biopolitik
II Von Hobbes bis Huxley: Leviathan und Schöne neue Welt
Philosophie
Die Vorlesung beschäftigt sich mit der Biopolitik der Moderne. Schon Thomas Hobbes (1588–1679) stellte fest, dass dem Souverän das Gewaltmonopol zustehe, nicht zuletzt durch die Kontrolle über alle Lebewesen. Machtverhältnisse schreiben sich seit jeher buchstäblich in den menschlichen Körper ein. Nie wurde dies so bewusst wie in Zeiten der Pandemie von 2020. Die philosophische Auseinandersetzung mit der «Biopolitik der Moderne» befähigt zur kritischen Haltung gegenüber den «Fakten der Natur», zur Unterscheidungskraft und führt zu einem besseren Verständnis der Herausforderungen der Staatsräson in Zeiten von Pandemie und Globalisierung.
Regula Stämpfli über eine Zukunft, die wie ein Emmentaler Käse codiert wird: DAS GROSSE DATENLOCH: DEMOCRACY DATA GAP: 9/2020
Regula Stämpfli über eine Zukunft, die wie ein Emmentaler Käse codiert wird: DAS GROSSE DATENLOCH: DEMOCRACY DATA GAP: 9/2020
«Digitale Demokratie» ist eigentlich ein Oxymoron: «Digital» ist künstlich, «Demokratie» hingegen weltlich. Aber die virtuelle Welt ist punkto Demokratie so löchrig wie ein Emmentaler-Käse. Was bisher «data bias» genannt wird, ist nicht nur eine codierte Voreingenommenheit, sondern ein methodisches Lücken- werk, das die wirkliche Welt auf ideologische Krücken stellt. Die politische Philosophin Regula Stämpfli fordert in ihrem Artikel, dass nicht die Demokratie digitalisiert, sondern die Digitalisierung endlich demokratisiert wird.
In: swissfuture, 50 jahre, die zukunft der zukunft, die methoden der zukunft. Heft bestellen bei swissfuture@swissfuture.ch oder pdf auf Bild klicken.








