Isabel Rohner & Regula Stämpfli in #diepodcastin on #Mansplaining #Men #Normen #DasPatriarchat der Dinge, #IndianaJones

“Früher mussten wir Männer darauf hinweisen, dass Frauen auch Menschen sind. Nun müssen wir uns klar machen, dass auch Männer Menschen sind.” Fay Weldon, engl. Schriftstellerin#diepodcastin zu Männernormen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über das Patriarchat der Dinge, Amnesie punkto Frauengeschichte, Misogynie, Indiana Jones, die Jahrhundertkünstlerin Xenia Hausner sowie die Kraft, sich durchzukämpfen und herauf zu arbeiten.laStaempfli analysiert fulminant den “Feminismus ohne Eigenschaften” am Beispiel zweier neuer Sachbücher zum Feminismus. Sie missachtet die Namen der Autorinnen, weil diese dieselbe Taktik gegenüber Frauen anwenden. Die neuen Bücher klingen so als wären sie von Frauen, die erst grad entdeckt haben, dass es Feminismus gibt und sie die Ersten wären, das Patriarchat mit ein paar Popgedanken abzuschaffen.
Das. Ist. Patriarchat. PUR. Die Männer als Norm. Es würde kein Soziologe und Verlag es wagen, Bücher ohne Niklas Luhmann, Max Weber und Karl Marx auf den deutschsprachigen Markt zu werfen. Doch da es ja nur um Frauen geht, meinen auch die Frauen, es wäre kein Weiterdenken notwendig: Sie banalisieren einen jahrhundertealten Feminismus-Diskurs und paken diesen in mundgerechte Häppchen. Regula Stämpfli: “Kein Wunder bleiben die Frauen nicht nur völlig unterdrückt, sondern sie werden im Moment in Österreich vielfach ermordet. Entsorgt. Weil auch die Frauen sich Frauen und Frauenthemen bedienen als wären sie nur dazu da, die eigene Karriere zu puschen. Es geht um knallharte Ausbeutung. Es ist ein Feminismus ohne Eigenschaften.”Die Rohnerin bringt eine messerscharfe Analyse zu einem aktuellen Beispiel aus der Twitterwelt. Dann “Indiana Jones” weiter mit der Rohnerin: Als Kind liebte sie die Serie und ist heute über den Sexismus, ja die frauenverachtende Gehirnwäsche dieser Filme echt schockiert: Die Rohnerin findet: Diese Verachtung gegenüber Frauen gräbt sich ganz tief in die Gehirne ein!” laStaempfli geht über zur Jahrhundertkünstlerin Xenia Hausner, hier einige Zitate von Xenia Hausner, in die sich laStaempfli schockverliebt hat: “Mein Kosmos ist weiblich. Frauen sind Dreh- und Angelpunkt in meiner Arbeit, in den Bildern agieren sie stellvertretend für alle Genderzugehörigkeiten. Ich arbeite alle Menschheitsthemen in weiblicher Besetzung ab.”

Hört rein zu Rohnerin&laStaempfli auf www.diepodcastin.de

DIe Podcastin: Isabel Rohner und Regula Staempfli am 15. Mai 2021.
Die Vermessung der Frau von Regula Stämpfli ist das beste Buch gegen #Maennernormen

Rubrik: Eine Frau kommt zu früh. Regula Stämpfli, NZZ, Politik & Pandemie.

Im Mai 2020, also kurz nach dem ersten Lockdown in Corona-Pandemie schrieb Regula Stämpfli einen zukunftsgerichteten Beitrag in der Neuen Zürcher Zeitung NZZ, 5.5.2020 siehe

Regula Stämpfli, NZZ, Corona, Panemie & Politik

Die Kombination von «monokausalen Narrativen» und «virologisch basierter Datenhoheit» habe ein «Zeitalter der totalen Gewissheit» geschaffen, schreibt die Politikwissenschafterin Regula Stämpfli. Die Urteilskraft über Richtig und Falsch sei auf der Strecke geblieben.

Einige erinnern sich vielleicht an Platos berühmten Kampf gegen die Sophisten. Er warf ihnen vor, ihre Kunst bestünde darin, «den Verstand mit Argumenten zu bezaubern», die nicht der Wahrheit dienten, sondern darauf abzielten, Meinungen zu erzeugen. Solange diese plausibel erscheinen, «liege ihnen die Kraft der Überzeugung inne». Hannah Arendt nennt dies den «temporären Sieg der Argumente auf Kosten der Wahrheit». In meinem Buch «Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt» zeichne ich nach, wie postmoderne Narrative, die sich «datengestützt» als Wahrheiten inszenieren – hier als bestes Beispiel die Umfragen –, letztlich intendieren, monokausal den Sieg über die Wirklichkeit zu erringen. Die neuen digitalen Herren inklusive ihrer Instrumente «Plattformkapitalismus» sowie «Digitaler Überwachungsstaat» zerstören mittels der «Algorithmisierung der Welt» empirische Realitäten mit derart präzise berechneter Schlüssigkeit, dass der Unterschied zwischen Fiktion und Realität für die meisten von uns nicht mehr erkennbar ist. (…) Der ehemalige Feuilletonchef der Neuen Zürcher Zeitung NZZ, René Scheu, erwähnt, wie wichtig dieser Beitrag war und ist fassungslos, dass wir nicht weiter sind:

René Scheu im “persönlich.ch” u.a. über laStaempflis DATEN-PANDEMIE

Regula Stämpfli über Pandemie & Männerkumpanei in der Schweiz: Nebelspalter 17.4.2021

Es gibt punkto weiblicher Teilhabegerechtigkeit kein Dazwischen, sondern nur linke und rechte Penisträger. Mit 16 SFr. sind Sie dabei und abonnieren #DerNebelspalter. Sie können ja explizit machen, dass Sie dies nur tun, um laStaempfli immer aktuell lesen zu können.

#MediaToo laStaempfli on Culture & Politics

Regula Stämpfli über die Wirklichkeit der Wahrheit: Hannah Arendt & Pandemie

REGULA STAEMPFLI. Über die Wahrheit der Wirklichkeit: 19.3.2021 im NEBELSPALTER

Letzte Woche hielt ich einen Vortrag an der kleinen und feinen Fachhochschule für Design und Kunst in Luzern. Es ging um „Wahrheit“. Doch wie es so ist, lenkten mich die Fesseln codierter Ablenkung stundenlang vom Thema ab. Dabei fand ich viel Erstaunliches, Sinniges und erstaunlich Unsinniges: War „postfaktisch“ das Modewort des Jahres 2016 als – horribile dictu – Donald Trump zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, dominiert seit 2020 der denglische Begriff „Lockdown“. Ein „lock“ oder „to lock“ gibt es seit dem 13. Jahrhundert und hatte eigentlich einen hübschen, romantischen Anfang. „Loken love“ besangen die Troubadoure ihre heimlichen Liebschaften und nicht wenige verloren dabei ihr Leben, weil sie gegen geltende „Lockdown“ – Beschränkungen verstießen und der Besungenen gar zu nahe kamen… Abonnieren Sie den Nebelspalter, um weiterzulesen

Gold Satin

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Das Design der Woche #4 auf #Clubhouse mit René Spitz, Birgitta Homburger, erik spiekermann, Sascha Swiercz und Regula Stämpfli zu Rosenmontag, Impeachment-Video #CapitalRiots und #FFP2 Die Maske als Bag. 15.2.2021 17.30 Uhr

Das Design der Woche #4 auf #Clubhouse mit René Spitz, Birgitta Homburger, erik spiekermann, Sascha Swiercz und Regula Stämpfli zu Rosenmontag, Impeachment-Video #CapitalRiots und #FFP2 Die Maske als Bag. 

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laStaempfli: “Wir werden alle zu Puppen oder ist es umgekehrt? Die Puppen ersetzen real uns Menschen #postcorona” als Kommentar zum abgesagten Rosenmontag, der aber im Kölner Karnevalsmuseum liebvoll als Minizug von 32 Metern und unzähligen Puppen mit Livekommentar im WDR gesendet wurde. 

erikspiekermann: “Die Polarisierung verunmöglicht Politik. Das Video war gut gemeint, doch erreicht keine Pluralisierung der Parteien, die wir uns alle erhoffen. Es braucht ein diverses, mindestens Vierparteien-System; denn sowohl die Demokraten als auch die Republikaner sind in Flügeln gespalten. 

Birgitta Homburger: “Erfolgreich ist, was kommunizieren will, aber wenig informiert” mit anderen genialen Sätzen, die laStaempfli nicht notieren konnte und die Eigenschaft von #Clubhouse ist, dass normalerweise die Programme nicht aufgezeichnet werden. 

Sascha Swiercz: “Die FFP2 Bag hätte als Schuhe, Kopfbedeckung, Kleid, Tasche als High Fashion mit high Design Transformation durchaus eine Chance” laStaempfli applaudiert, René Spitz ist entsetzt und alle äusserst vergnüglich. Es war eine wichtige Gestaltungsrund, langsam grooven sich die #Clubhouse DesignerInnen zusammen unter der exzellenten, äusserst intelligenten und inspirierenden Leitung von René Spitz. Hören Sie rein, jeden Montag um 17.30 Uhr wenn es heisst: Das Design der Woche#4. 

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#DiePodcastin (ver)mütterlich(t): Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Mamans, Mütter,Mommy, Mama, grosse Mütter, Mutterschaft als soziales Konstrukt. Folge 52

 #DiePodcastin (ver)mütterlich(t): Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Mamans, Mütter,Mommy, Mama, grosse Mütter, Mutterschaft als soziales Konstrukt und weshalb Johanna Schopenhauer nie mehr mit ihrem Sohn redete. Zum Schluss Kurzlesung Hedwig Dohm. Das Bild ist von der grossen Louise Bourgeois “Maman”.
 
laStaempfli bringt Camille Kouchner in den Wochenrückblick & deren grossen Roman, der den Hashtag #MeTooInceste Frankreich erschüttert, die Rohnerin die neue Direktorin der WTO, Ngozi Okonjo-Iweala, von der die CH-Media-Group nichts Besseres weiss als von “Diese Grossmutter wird neue WTO-Chefin” zu schreiben und dank Intervention der klugen Isabel Rohner auf TWITTER auch einen Shitstorm kassiert, siehe Link unten.bourgeois-maman-1999-480x500
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Et puis: Les mères… laStaempfli schwärmt von ihrer Mutter und ihrer Mutterschaft als “Die Welt als Beziehung”, macht gleichzeitig klar, dass die Regelungen zur Reproduktion immer Machtinstrumente sind, redet sich jedoch den Mund fusselig, um ihre Position gegen die Leihmutterschaft klarzustellen. Denn selbst wenn Mutterschaft ein soziales Konstrukt ist, bedeutet dies nicht, dass Gebärmütter einfach verkauft, gemietet und global verschachert werden können. Auch dazu einen Link auf französisch. Die Rohnerin erzählt über die Gewalt, die vielen Müttern angetan wurde, weil sie keine Mitsprache hatten und darüber, wie in der deutschen Frauenbewegung die einen gerade wegen Mutterschaft, die anderen gerade nicht wegen der Mutterschaft, fürs Frauenstimmrecht waren, sehr spannend und wie immer zum Schluss eine wunderbare Hedwig Dohm-Lesung von Isabel Rohner. Dazwischen kommt noch der Hinweis auf Johanna Schopenhauer von laStaempfli und et bien: Wenn Frauen Kinder möchten, dann sollten sie dies nur in Ländern tun, die über Krippen, Tagesschulen verfügen und das Wort “Rabenmutter” nicht kennen.
 
Ein Vortrag beim Hearing zu Mutterschaft und Leihmutterschaft von Regula Stämpfli vor dem französischen Parlament in Paris 2016, sie ist die dritte Speakerin, zum Nachgucken: https://www.youtube.com/watch?v=0_rKLx9L424
 
Bildquelle: Bilbao, Guggenheim Museum, Louise Bourgeois, Mamaman 1999.

#DiePodcastin jubiläumsorientiert: 50Jahre Frauenstimmrecht mit Links, Dokus, Hinweisen . Regula Stämpfli mit den schönsten Links zu dieser ganz speziellen Woche

#DiePodcastin jubiläumsorientiert: 50Jahre Frauenstimmrecht mit Links, Dokus, Hinweisen . Regula Stämpfli mit einigen Links zu dieser ganz speziellen Woche: Wenn der Feminismus Ton und Takt angibt, Geschichte der Gewalt, Literatur:www.ensuite.ch

Eingängige Hymne, abstrakte Töne: Feministische Musik zieht sich in der Schweiz durch alle Szenen und Generationen. Wo steht sie heute – von Theresa Beyer. Kurz, aber sehr schöner Beitrag. Viele blinde Flecken: Etwa zeitgleich hat die Postpunk-Band Kleenex für Furore gesorgt. Sie hat viele Frauen ermutigt einfach zum Instrument zu greifen, auf die Bühne zu steigen und loszuspielen.Irène Schweizer und Kleenex sind Pionierinnen der feministischen Musik und bis heute wichtige Referenzpunkte. Doch so lebendig und vielfältig die gegenwärtige Szene ist, umso mehr überrascht es, wie schlecht recherchiert und dokumentiert die feministische Musikgeschichte der Schweiz ist.Bildschirmfoto 2021-02-03 um 14.22.57

Zum Jubiläum: Isabel Rohner und Regula Stämpfli über die wichtigsten Stränge in der Frauenrechtsdiskussion. http://diepodcastin.de/2021/01/09/diepodcastin-ueber-rechtsgewalt-isabel-rohner-regula-staempfli-zur-ikonographie-des-grauens-in-washington-weshalb-ausgerechnet-die-patriarchale-schweiz-ihre-universitaeten-fuer-frauen-oeffnete-w/ jahresrückblick-e1608807569625-480x500

und http://diepodcastin.de/2020/11/28/diepodcastin-ueber-heldinnen-isabel-rohner-regula-staempfli-ueber-den-brutalen-kampf-ums-frauenstimmrecht-unsichtbarkeiten-und-die-groessten-heldinnen-europas-bspw-theresia-rohner/

Regula Stämpfli über Mythos “Maskulines Gewalt-Genie” in der “Die Weltwoche” vom 28. Jänner 2021

Regula Stämpfli über Mythos “Maskulines Gewalt-Genie” in der “Die Weltwoche” vom 28. Jänner 2021, Die Weltwoche 2021/3. 

Mit 3500 Zeichen auf fast 42.000 Zeichen zur Hymne: „Mozart des Wahnsinns, Phil Spector zu reagieren, ist zwar eine Challenge, aber für eine Frau wie mich kein Thema. Auf Twitter nannte ich den Weltwoche-Artikel eine „Lobeshudelei zum Frauenmörder“, die zeige, „wie Femizid in der Kultur durchaus ein Karriereschmiermittel“ sein kann. Es ist dem Qualitätsjournalismus der „Die Weltwoche“ hoch anzurechnen, mich sofort zur Ausführung dieser Kritik einzuladen. Der TagesAnzeiger, dem ich in einem Tweet am selben Wochenende zu einem völlig verfehlten Frauenstimmrechtsartikel viel sanfter auf die Tastatur klopfte, reagierte extrem: Der verantwortliche Redakteur beschimpfte mich über Stunden; ich blieb sachlich, insistierte und wurde blockiert. Solche Episoden pflege ich mit äusserster Coolheit unter der Rubrik: „Was kümmert es die Elefantin, wenn Ameisen sie anpissen“ abzulegen.1934 agnes miller parker

Phil Spector hingegen ist eine andere Währung. Ich habe in den letzten fünf Jahren viel über die Gewalt gelernt und geschrieben. Vergewaltigung beispielsweise sollte nicht als Sexthema, sondern, wie das Wort eigentlich besagt, unter Gewalt besprochen werden. Dies würde den betroffenen Menschen helfen, Überfälle und Folter dieser Art ganz anders zu verarbeiten und zu erzählen. In meinem wöchentlichen Gespräch mit der sehr klugen und erfolgreichen Krimiautorin Isabel Rohner in: „Die Podcastin“ habe ich gelernt, gängigen Narrativen zu misstrauen. Das Frauenstimmrecht ist so ein verfehltes Storytelling. Wenn Frauen jahrhundertelang und bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts keinen Anspruch auf Teilhabe in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur haben, ist dies keine Nebensächlichkeit, sondern unfassbare Gewalt. Wir erzählen das Apartheidsrégime in Südafrika ja auch nicht mit verniedlichenden Bildern wie: „Die schwarzen Menschen wurden halt auf die Wartebank verwiesen“; „Die Schwarzen waren nicht wehrpflichtig“ oder „Das Wahlrecht der Schwarzen musste von einer Mehrheit der Weissen gutgeheissen werden, das kann halt dauern“, erzählt.

Sportliche Damen um die Jahrhundertwende.

#DiePodcastin redet über Geld: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über “a room and money of her own”

#DiePodcastin redet über Geld: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über “a room and money of her own”
 
Isabel Rohner beginnt mit dem bedeutungsvollsten von vielen brennend schönen Zitaten: Diesmal von Viriginia Woolf. Der feministische Wochenrückblick bringt der Podcastin Freude über die Diversity am Inauguration Day und einen Riesenärger über die Männerhymnen zu einen Frauenmörder (he shall NOT be named here). Hierzu den Twitteraccount von @beritmiriam (Berit Glanz) & Blog 54books.de
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Doch dann: Money, money. Laut neuerer Studien überlassen immer noch sieben von zehn Frauen in Beziehungen (hetero oder lesbisch) die Finanzentscheidungen den Männern oder der reicheren Partnerin. Vier von zehn Frauen sagen, sie redeten lieber über den Tod als über Geld. Reden Freundinnen über Geld? “Frauen haben kein Geld, deshalb ist die Welt teils so beschissen wie sie ist. Wären die Lehman Brothers Sisters gewesen; die Welt sähe heute mit Bestimmtheit anders aus” konstatiert laStaempfli nüchtern. Sie fährt mit einer regelrechten Frauenschelte fort: Frauen geben ihr Geld nicht für vermehrbares Vermögen aus, sondern behalten es auf einer Bank. “Auf einer Bank!” schreit laStaempfli förmlich. Dabei gilt schon ab ein paar hundert Euro: Kunst, Aktien und Immobilien kaufen. Die Notwendigkeit zwar decken, um die Freiheit immer leben zu können, doch sobald etwas Zusatzgeld da ist: Zum Fenster rausschmeissen (also in Kunst, Aktien und Immobilien), dann kommt es durch die Türe zurück. Die Rohnerin wendet sehr klug ein, dass Frauen und Geld eine schwierige Beziehung sind, weil Frauen vom Erbe jahrhundertelang ausgeschlossen waren; weil Frauen kein eigenes Vermögen besitzen durften; weil Frauen kein Erbe weiterreichen konnten; weil Frauen von Berufen, Bankkonten und Rechten ausgeschlossen waren, etc.
 
Einmal mehr realisieren Isabel Rohner und Regula Stämpfli, dass die Frauendiskriminierung nicht einfach eine Nebensache der Geschichte der Ökonomie ist, sondern Kern- und Angelpunkt der Situation, dass Frauen auch heute noch jährlich in der Schweiz um 100 Milliarden betrogen werden. Allein die Lohnunterschiede, die immer so als marginal dargestellt werden, machen Milliarden Frauenverluste aus, von den unbezahlten Care-Arbeitsstunden, die Mascha Madörin und Zita Küng so genial berechnen und aufzeigen, ganz zu schweigen. Und ja: Frauen, fordert endlich bezahlte Care-Arbeit in Euren PartnerInnenschaften.
 
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Die Folge ist ein einziges Aha-Erlebnis mit viel guten Tipps für Geldanlagen für Frauen und der Geschichte von Frauen mit, auf und über Geld. Es fehlen: Bitcoin, feministische Anlagen, Gold und andere Finanzmechanismen. Im Zentrum stehen für einmal ganz praktisch und schlicht: Frauen und Geld. Literatur: 
 – Die Pandemie als Krise der Frauen von Olivia Kühni siehe https://www.republik.ch/2021/01/18/die-krise-der-frauen
– Feministische Universität zum Thema Geld siehe https://feministische-fakultaet.org/wp-content/uploads/2020/07/fem-Programm-2018-2019.pdf
 – OECD Einstiegsstatistik siehe https://data.oecd.org/earnwage/gender-wage-gap.htm – Wie Frauen um 100 Milliarden betrogen werden, siehe https://www.woz.ch/-9bf6 – Buchtipp: Helma Sick und Renate Schmidt: Ein Mann ist keine Altersvorsorge – warum finanzielle Unabhängigkeit für Frauen so wichtig ist (Penguin Verlag): https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Ein-Mann-ist-keine-Altersvorsorge-Warum-finanzielle-Unabhaengigkeit-fuer-Frauen-so-wichtig-ist/Helma-Sick/Penguin/e542123.rhd

laStaempflis Kulturjahr 2020: Die Liebe in Zeiten von Corona in ensuite: Magazin für Kunst & Kultur

Januar by laStaempflis Kulturjahr: Worldly statt Selfie. Entwurf einer digitalen (Frauen)Demokratie für #50JahreFrauenstimmrecht Zum Auftakt des Jahres ein Glücksfall. Isabel Rohner, die fabelhafte Krimiautorin von „Schöner Morden“ und „Taugenixen“ gibt mit der ebenso eindrucksvollen Irène Maria Schäppi, Lifestyle-Chefin von 20 Minuten, das wichtigste Buch für das Jahr 2021 heraus: 50 Jahre Frauenstimmrecht im Limmat-Verlag. Heute ist es schon in der zweiten Auflage und ich hab ja darauf gewettet, dass es #Bestseller2021 wird. Ich bin eine der 25 Frauen, die über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung im Band mit einem Aufsatz vertreten ist.august-die-swangoettin-maja-plissezkaja-338x450

Natürlich dreht sich bei mir alles um Korsette: Daten, Kilos, Fiktionen und die G-Mafia. Ich breche das algorithmische Storytelling und sehe mich in bester Denkerinnen-Gesellschaft: Alle im Buch versammelten Artikel und Interviews sind einfach DER HAMMER. Hier erwähne ich den Jänner 2020, weil Isabel Rohner und Regula Stämpfli sich über diesem Projekt via Twitter näher kamen. Eine digitale Liebe auf ersten Tweet sozusagen, daraus entstand das unvergleichliche Projekt: „DiePodcastin. Isabel Rohner und Regula Stämpfli erklären die Welt“, zu hören auf www.diepodcastin.de seit Juni 2020. Literatur: 50 Jahre Frauenstimmrecht. 25 Frauen über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung von Isabel Rohner und Irène Schäppi (Hg), Limmat 2019.

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Juli by laStaempflis Kulturjahr: James Bond ist noch das kleinste Problem

Abgesagt: Die Festivalveranstaltenden sind „Les Misérables“ im 2020. James Bond wird vertagt. Doch dies ist definitiv nicht wichtig: Es hagelt überall virusbedingte Absagen. Bach-Festivals, Kleinkunsttage, Tanztage, Jugend musiziert, Technoclubs, Jazz-Festival, das beste aller Festivals überhaupt, das ORANGE BLOSSOM IN BEVERUNGEN, mein heissgeliebtes OBS (siehe Bild): ABGESAGT. Noch am 5. März 2020 meldete das Openair Frauenfeld, dass das Festival zu „100 Prozent“ stattfinde. Es kam anders. Die Festivalbetreibenden wurden von den Behörden, pardon der Ausdruck, teils wie Scheisse behandelt: Es gab keine Eintscheidungssicherheit, keine soliden rechtlichen Grundlagen, keinen Plan – das ganze Jahre wurde hin- und herlaviert. Dabei war klar: Eigentlich herrscht mit dem Virus Krieg gegen alles, was unser normales Leben ausgemacht hat. Doch statt den Kriegszustand, wie in Frankreich deklariert, schwafelten die Statusquo-Manager vom „neuen normal“. Die grössten Profiteure des Krieges sind und bleiben die Onlinedienste. Statt von Heimarbeit reden Medien von „Homeoffice“, statt von „privatisierte Heimschulung“ puschen die Narrative „Homeschooling“: Das Banksprech, dieses Schwafeln statt Benennen, feiert Höchststand. 15-20 Prozent der weltweiten Kinos werden andersweitig genutzt werden oder zumachen. Netflix und CO. müssten zu milliardenschweren Steuern verdonnert werden.Literatur: Shoshanna Zuboff, Das Zeitalter des digitalen Überwachungskapitalismus, Campus Verlag 2018. Mittlerweile auch im Taschenbuch erhältlich.

Wer mehr wissen will, klicke auf die Bilder oder hier: 

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