“Trumpism” von Regula Stämpfli als Hörspiel in “Philosophie Pur”, gestaltet vom fabelhaften Alexander Tschernek fürs ORF. Passt zur Unwilligkeit des abgewählten Präsidenten Donald Trump, Institution wie Amt seinem Nachfolger zu übergeben. In seiner diesjährigen Sendung zum Nationalfeiertag beschäftigt sich unser passionierter Vermittler von Erkenntnisfreuden, Alexander Tschernek, mit den Gefahren, die Selfie-Politik, Fake-News und Umfragekultur für unsere westlichen Demokratien bergen. Basierend auf Texten aus dem Buch “Trumpism – Ein Phänomen verändert die Welt” der Polit-Philosophin und Hannah Arendt-Expertin Regula Stämpfli wird der Hörer auf einen Gedankenexkurs entführt, der das Wesen gegenwärtiger Politikkultur ergründet und mögliche Antworten liefert auf die Frage, wie es so weit kommen konnte. Tongestaltung: Friedrich Trondl
Buch und Regie: Manuel Schmale.
#DiePodcastin in einem spannenden Gespräch zu einem Thema, das weitergeführt wird und nur so nebenbei: Isabel Rohner und Regula Stämpfli sind als neuer Typ der Verlegerinnen im 21. Jahrhundert einzuordnen und diesmal versprechen sie sich: Kein Gesetz wird ihnen mehr verbieten, über Frauen zu reden, Frauen sichtbar zu machen, Frauen grosse Leben zu ermöglichen…
Bei #DiePodcastin weihnächtelt´s (“ze den wihen nahten”): Regula Stämpfli & Isabel Rohner über misogyne 400.000 Euro-Förderung, feministische Theologie & Matriarchat.
Die kluge Rohnerin ist schockiert über den Kanon, von dem selbst sie, als geborene Feministin, nie gehört hatte. Deshalb unten ein paar Namen mit einer wichtigen Ergänzung: In den 1980er Jahren gab es grosse Auseinandersetzungen innerhalb der Feministinnen. Die Matriarchatsforscherinnen wurden dabei verschüttet wie schon im 19. Jahrhundert. Die Autorinnen selber machten sich das Leben auch ziemlich schwer, da sich aus der Matriarchatsforschung radikale, kultische, ideologische Deutungen ergaben und bis heute jedes Sprechen über das Thema vergiften. Feministische Theologie bedeutet auch, feministische Geschichte zu haben. Matriarchale Forschung ermöglicht weiblichen Individuen, sich selbst in rituellen Dimensionen zu positionieren. Fehlen alle kollektiven Deutungsmuster grosser Göttinnen, dominieren Evolutionschauvinismen eines Richard Dawkins ebenso wie die patriarchalen Kopf- und Missbrauchgeburten der Monotheismen. Erst wenn Frauen Geschichte haben, können sie auch Geschichte machen.Regula Stämpfli: Europa zwischen Banksprech und Sehnsuchtsort. in : Jahrbuch 2020, hg im Dezember, Denknetz
Regula Stämpfli: Europa zwischen Banksprech und Sehnsuchtsort. in : Jahrbuch 2020, hg im Dezember, Denknetz
Bankenkrise, Eurogroup, Brexit, Populismus und Renationalismus im Zeichen der Coronakrise setzen Europa als Kontinent der vereinigten Demokratien enorm zu. Der Zerfall Europas ist sowohl hausgemacht als auch digital und global induziert. Lesen Sie den Beitrag von Dr. Regula Stämpfli. Sie lehrt Politische Philosophie an der Universität St. Gallen, hat mehrere Monografien zur Geschlechtergeschichte, Demokratietheorie, zu political Design und Digital Transformation verfasst. nach zwei Jahrzehnten als Beraterin bei der EU lebt sie heute in München.
Das Buch zu Europa thematisiert die wichtigsten Herausforderungen aus demokratietheoretischer und gendergerechter Sicht.
laStaempfli über Codes, algorithmic bias, digitale Demokratie & die wunderbaren Videos von Dr. Elisabeth Ehrensperger TA-SWISS, René Spitz & Podiumsdiskussion der #DIGIKONFERENZ2020
„Der Mensch ist frei geboren, doch heute liegt er schon vor der Geburt in eng geschnürten Datenpaketen.“ Zitat TM Regula Stämpfli, Initiatorin, Leiterin und Moderatorin der Konferenz 2020: 23.9. für swissfuture & TA-SWISS
Die Konferenz zeigte wie wichtig die Demokratisierung der Digitalisierung ist und weniger die Digitalisierung der Demokratie, die eher einen technischen Diskurs befördert statt den demokratischen und politischen. Es bleibt weiterhin die wichtige Aufgabe, Digitalisierung mit der Demokratie in Einklang zu bringen. Swissfuture und TA-SWISS haben sich deshalb künftige Projekte vorgenommen. Folgendes Briefing stellte laStaempfli dem Podiumsleiter Georges Roos, schauen Sie doch in die Videos rein, klicken Sie auf die Bilder.
Digital ist virtuell, Demokratie und Politik analog. China hat Überwachungsstaat, USA Plattformkapitalismus. Ist unser demokratisches Modell nicht völlig outdated? laStaempfli
- Stichwort Freies Internet: Trumps Vorschlag, das Netz zu regionalisieren: Mehr oder weniger Demokratie? laStaempfli
- Stichwort algorithmic bias: Welche Modelle gäbe es, die Programmszene zu diversifizieren? Oder ist auch da der Zug schon abgefahren? laStaempfli
- Digitalisierung und demokratische Medien: Information ist Grundlage der Demokratie. Werden wir in Zukunft nur noch nach Like/Dislike politisch abstimmen, uns via Smartspider vorplanen lassen und via Meinungsumfragen herrschen? Wird Politik vertwittert oder demokratisiert? laStaempfli
- Stichwort Klimawandel: Chancen der digitalen Überwachungsstruktur/Chancen der demokratischen Digitalisierung? laStaempfli
- Stichwort: Resonnanz. Welche Modelle der interaktiven, digitalen demokratischen Partizipation funktionieren demokratisch und welche technisch?laStaempfli
- Stichworte Ja/Nein Bedingungslos garantiertes Grundeinkommen, Amazon mit 25 Prozent besteuern, Föderalisierung statt Harmonisierung, Personenflugverkehr unter 500 KM verbieten, Freihandel, Konsumsteuer etc. laStaempfli
- KI: KI ist ein Computersystem, das selbständige Muster ekrennt und aufgrund der Muster selbständige Entscheidungen fällen kann: Das ist die Automatisierung der Automation. Was tun?laStaempfli
- Generell: Mehr Wirklichkeit statt Theorien, mehr Grauzonen statt Technik vs Politik. laStaempfli

#DiePodcastin liest: Weshalb ein Leben ohne (Frauen)Bücher sinnlos ist: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Frauenwerke
#DiePodcastin liest: Weshalb ein Leben ohne (Frauen)Bücher sinnlos ist. Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Nasrin Sotudeh, MediaToo, Männerkabinett ARTE & wunderbare Schriftstellerinnen, Autorinnen, Wissende.
“Warum ist ein Leben ohne Bücher sinnlos? Weil frau Bücher lesen, hegen, pflegen, bekritzeln, auswendig lernen, mit ihnen schlafen und essen und mit den Liebhabern allerlei Geschlechts teilen kann.” Die Rohnerin ist indessen top in Form, berichtet vom Alternativen Nobelpreis für Nasrin Sotudeh und erzählt feurig und spannend über “Unsichtbare Frauen”. Darüber hinaus vernehmen wir einmal mehr, wie anstrengend das feministisch aktive Leben ist: Isabel Rohner musste viele Briefe verfassen u.a. an Chefredaktionen, die “keine feministische Abteilung haben” als ob Frauenthemen keine Politik wären… Gemeinsam müssen laStaempfli und die Rohnerin ARTE thematisieren: die europäische Sendeanstalt mit 100prozentiger #Männerquote. laStaempfli schwächelt etwas bei den Namen, aber das sind wir uns ja schon gewohnt.
Regula Stämpfli über die Vermessung des Menschen, digitaler Plattformkapitalismus & digitale Verfassung oder: Eine Frau kommt zu früh (war 4.1.2016)
#DiePodcastin im Bild: Isabel Rohner& Regula Stämpfli über Fotografinnen.
#DiePodcastin im Bild: Isabel Rohner& Regula Stämpfli über Fotografinnen wie Abbot, Atkins, Käsebier, Taro, Cameron, Baker, Lange, Freund, Wearing, Simpson, Bourke-White, Cunnigham uva
Willkommen im Pantheon der Unkonventionalität. Die Welt der Fotografie wäre nichts ohne die Frauen. Als das Medium 1839 erfunden wurde, hatte es noch nichts vom akademischen und pornografischen Glamour, der die Kamera zum Männerobjekt gemacht hat. Es war die Technik der Demokratisierung und der Frauen. Je progressiver ein Medium, umso mehr Frauen: Dies war bei der Kamera, beim Auto und beim Computer so. Sobald sich die Männer die Technik aneigneten, wurden die Frauen verdrängt. Ruhm, Macht, Geld und Einfluss machte die Fotografie zu einem Männerberuf. Die grosse Rohnerin steigt ein mit einer der ikonografischsten Bildbeschreibungen der Frauenbewegung: Das berühmte Gruppenbild von fünf Akteurinnen der Frauenbewegung (Anita Augspurg, Marie Stritt, Lily von Gyzycki/Lily Braun, Minna Cauer, Sophia Goudstikker) vom Atelier Elvira.
Es waren die Frauen, die das Auge, den Ausschnitt, das Bild, die Inszenierung, die Reflektion als Sozialreportage, als Reisetagebücher, als Streetfotography erfanden und entwickelten. Damit veränderten sie nicht nur die Technik, sondern machten aus der Fotografie Kunst und gestalteten Politik. Ohne Dorothea Lange (1895-1965) ist die Beliebtheit des New Deals von 1936 undenkbar: Sie wurde schon 1940 im Museum of Modern Art MoMA ausgestellt. Ihre “Migration Mother” gehört zu den ganz grossen, ikonographischen Bildern der grossen Depression.
FotografINNEN gestalteten die Geschichte, indem sie der Weltöffentlichkeit Bilder lieferten, die Politik begründeten.1936 war es Gerda Taro(1910-1937), auch sie, wie Lange, eine jüdische Deutsche, die die Bilder zum Spanischen Bürgerkrieg für die Welt und die sozialistischen Bewegungen, dokumentierte. Sie wurde 1937 auf der Flucht getötet, respektive geriet unter den Lastwagen. Zu ihrer Beerdigung kamen Göttin und die Welt, Alberto Giacometti fertigte für sie ein Grabmal an. Robert Capa, der Taro alles verdankt, veröffentlichte unzählige der Bilder von Taro unter seinem Namen und wurde der bekannteste Kriegsfotograf seiner Zeit. Helen Levitt (1913-2009), die mit über 50 Jahren von Peggy Guggenheim ein Stipendium erhielt, nahm hochbetagt an der Documenta 1997, teil. Sie bleibt bis heute die Chronistin des New Yorkers Strassenlebens und der urbanen Welt von Gestern.
Die grossen Kriegsreporterinnen Constance Stuart Larrabee (1914-2000), die aus Südafrika Fotoreportagen brachte und selbstverständlich Lee Miller (1900-1977), von ihr stammt unser Folgenbild, das von Vielen völlig falsch als “Inszenierung der eigenen Person” gedeutet wird. Dabei erzählt dieses Bild einen Teil der bitteren, mörderischen, kleinbürgerlich entstammenden Geschichte des Zweiten Weltkrieges. Margaret Bourke-White (1904-1971), die mit “The living dead of Buchenwald” ein erschütterndes Dokument schuf, das in den 1950er und 1960er Jahren der jungen Bundesrepublik verdrängt, verleumdet und vergessen werden sollte. Lee Miller (1907-1977) schuf das ikonografische “In Hitlers Badewanne): Eine grossartige Fotografin mit bewegenden Leben. 
Die entscheidenden theoretischen Werke sollen hier auch angeführt werden: Lucia Moholy (1884-1989), die “100 Jahre Fotografie im Jahre 1939” veröffentlichte, dann Gisèle Freund (1908-2000) deren “Fotografie und Gesellschaft” bis heute wichtig ist und laStaempfli, die zur Ikonografie in der “Die Macht des richtigen Friseurs” eine eigene Theorie zur “Eroberung der Welt als Bild” formuliert hat und diese separat wieder auflegen müsste, nämlich die “Theorie der Blindspirale” TM.
Medienleitfaden von Regula Stämpfli zur Berichterstattung zu Frauen, Männer, * : Klischees vermeiden, Relevantes berichten.
Medienleitfaden von Regula Stämpfli zur Berichterstattung zu Frauen, Männer, * : Klischees vermeiden, Relevantes berichten. Erster Teil. Klicken Sie auf Marlene Dietrich und Sie werden zum Vortrag von laStaempfli bei den ZDF-Frauen geleitet
1.) Frauen sichtbar machen. Jeder Experte, Moderator, Redakteur, Talkshow-Host, Medienfachmann kann locker durch Frauen ersetzt werden: Hierzu gibt es unzählige Mediendatenbanken oder gehen Sie auf Twitter @laStaempfli @medienfrauen @frauenzaehlen @proquote 100frauen.ch fembio.de oder auch algorithmenethik.de
2.) Frauen, die ex-offico, also via Amt in den Medien vorkommen, sollen nicht als Erklärung dafür dienen: “Wir haben doch schon eine Frau”. Die Frau ist nämlich nur dort, weil sie ein Amt hat. Eine Frau genügt in keiner Konferenz, Talkrunde, Expertenrunde etc.
3.) Männer reden zu allem, Frauen immer nur zu Frauenthemen: Es sollte so sein, dass Frauen zu allem reden.
BILD: MARLENE DIETRICH IN ESLA SCHIAPIRELLI
4. Männer kommen in den Meldungen mit Name, Beruf vor, Frauen oft nur als Bild, ohne Namen. Und wenn mit Namen, dann folgt meist auch der Zivilstand: Frau von, Schwester von, Mutter von etc.
5. Frauen nicht mit geschlechtsspezifischen Stereotypen belegen wie “schrill, unauffällig, fleissig, jung, attraktiv, spitzzüngig, provozierend, unbequem, alt, feministisch (nur weil sie als Frau spricht), revolutionär etc. ” bezeichnen.
Alexander Tschernek & Regula Stämpfli im Gespräch: Wahrheit, Rhetorik & Lüge im öffentlichen Diskurs. Zoom vom 17.11.2020 im Rahmen der “Langen Nacht der Philosophie Wien”
Alexander Tschernek & Regula Stämpfli im Gespräch: Wahrheit, Rhetorik & Lüge im öffentlichen Diskurs. Zoom vom 17.11.2020 Livemitschnitt (Link im Bild), daher manchmal auch nicht idealen Ton. Wir entschuldigen uns dafür.
Drei „Nächte der Philosophie“ fanden heuer auf Zoom statt. Die Gesellschaft für angewandte Philosophie, gap.org.at unter Leo Hemetsberger hat die Veranstaltung heuer ins Internet verlegt, nachdem bereits von Mai auf November verschoben werden musste. Statt in Kaffeehäusern wird nun auf der Online-Plattform Zoom diskutiert, reflektiert und philosophiert. Dafür hat man sich diesmal drei Nächte Zeit genommen, nämlich von 17. bis 19. November. Die bisherige Themenliste umfasst etwa „Wahrheit, Rhetorik & Lüge im öffentlichen Diskurs“ (Regula Staempfli und Alexander Tschernek am 17.11., 19 Uhr), „Der Mensch NACH der Krise?“ (Cornelia Bruell am 18.11., 19 Uhr) oder „Gelassenheit und wie man dazu kommt“ (Ursula Baatz am 19.11., 19 Uhr). www.gap.or.at
Alexander Tschernek ist Schauspieler, Moderator, Filmemacher & Produzent vieler Hörspiele unter anderem auch ein Hörspiel zum Buch von Regula Stämpfli: Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt, nachzuhören auf https://tschernek.at/audiographie/audio/PhilosophiePur-WieKonnteEsSoWeitKommen.mp3 Bild: Links oben Alexander Tschernek, rechts Regula Stämpfli, unten Michael Grossmann Zoom. Webseiten: tschernek.at & regulastaempfli.eu Zum Nachlesen über Datenlöcher & Demokratie siehe https://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf






