Regula Stämpfli „laStaempfli“ über „Designing Politics – the Politics of Design“. Ein Gespräch mit René Spitz

Schon vor fünfzehn Jahren habe ich über den Zusammenhang von Formen, Räumen und Kleidung geforscht. Mich hat insbesondere die Frage interessiert, was Mode und Raum mit Philosophie zu tun haben. In diesem Kontext wurde ich auf Ruedi Baur aufmerksam, weil er sich mit den Verbindungen zwischen Demokratie und Formen beschäftigt. Er lud mich ein, 2004 auf einem Kongress über Demokratie und Design einen Vortrag zum Thema »Wie demokratisch ist Design?« zu halten. Die Zusage gab ich ihm sofort, im Überschwang meines jugendlichen Leichtsinns, nicht ahnend, dass mich die Vorbereitung vier Monate lang von morgens bis abends beschäftigen würde. Aber es gab mir die Gelegenheit, die vielen Facetten des Themas auszuloten: vom Waren-Fetischismus über Aristoteles’ Raum-Zeit-Verständnis und die Quantenphysik bis zu Judith Butler. Es war wahnsinnig spannend, darüber nachzudenken, ob Design nur eine Geschichte der Wahrnehmungsinstrumente ist, ob Design auch Politik macht oder ob es nur die Attribute sind, die Politik machen und die Form gestalten.

Auszüge aus dem Buch: HFG-IUP-IFG 1968-2008. Link aktuell beim Klick auf die Bilder. 

Bildschirmfoto 2020-01-06 um 15.13.55

ulmer gespräche 1

ulmer 2 deutsch