Regula Stämpfli: “Europa zwischen Banksprech & Sehnsuchtsort”. #EU #Rahmenabkommen #Schweiz #Israel #Medien

Regula Stämpfli hat für das Jahrbuch 2021 “Denknetz: Europa zwischen Reform und Zerfall” einen wichtigen Beitrag zum Thema, ob frau/man als Intellektuelle Europa kritisieren darf und wie es eigentlich um Trumpism innerhalb Europas steht, Fake News, Wahrlügen, die Kluft zwischen Fiktion und Wirklichkeit geschrieben. Unten ist der Beitrag eingebettet, der online gelesen werden kann. Hier äußert sich Regula Stämpfli (sorry für die dritte Person, aber es geht um #SEO Kriterien und #Google, die, by the way, Frauenblogs, Diverse-Blogs systematisch diskriminieren) zur aktuellen Diskussion Rahmenabkommen Schweiz-EU aus einer reinen Medienperspektive.

14.036 Hits spuckt die Schweizerische Mediendatenbank SMD zum Stichwort “Rahmenabkommen” im laufenden Jahr aus (Periode 3. Juni 2020-3. Juni 2021). 35.355 Hits liefert dieselbe Medien-Datenbank zum Stichwort “ISRAEL” in identischer Zeitspanne aus: Wie in aller Welt kann es sein, dass die Schweizerische Mediendatenbank SMD in einem Jahr fast dreimal so viele Beiträge zu Israel statt zum Rahmenabkommen Schweiz-EU publiziert? Hier ein Beispiel aus Deutschland im klugen #Tweet von Kaj Hoffmann:

https://twitter.com/kajhoffmann/status/1396844612724174852?s=20

Hier greift das Phänomen “Trumpism” nach dem gleichnamigen Werk von Regula Stämpfli: Die Kluft zwischen dominanten Narrativen, Storytelling, Referenzen und der Wirklichkeit äußert sich auch in der Medienberichterstattung: Statt die politische Handlungsfähigkeit der Bürger*innen der jeweiligen Demokratien zu stärken, werden globalisierte Skandalnews weltweit x-fach verbreitet mit der Folge, dass die meisten Medien weltweit IMMER DIESELBEN SCHLAGZEILEN bringen. Qualitätsjournalismus bedeutet die existierenden Machtverhältnisse VOR ORT kritisch zu begleiten, damit die Demokratien VOR ORT von den Menschen gestaltet werden können. Er bedeutet nicht, den Nahost-Konflikt in die eigenen Straßen zu bringen und Hass zu schüren. Wer dreimal soviel zu einem Konflikt schreibt, zu dem BürgerInnen nichts tun können, schürt Politikverdrossenheit und Ohnmachtsgefühle. Dass “Israel” im Vergleich zum “Rahmenvertrag” x-fach mehr Medien, Artikel, Kommentare provoziert, belegt die Ideologisierung politischer Berichterstattung. Der Rahmenvertrag zwischen der Schweiz und der EU ist real, respektive dessen Scheitern ist so wirklich, dass das künftige Leben der BürgerInnen der Schweiz und der EU DIREKT betroffen werden. Hier braucht es Informationen, Diskussionen und Gestaltungsoptionen, weil diese die Wirklichkeit beeinflussen. Ganz anders als der Nahost-Konflikt, der von den Schweizernden, ja selbst den EuropäerInnen nicht gestaltet werden kann. Nun zum Artikel im Denknetz:

https://twitter.com/laStaempfli/status/1397792635901915136?s=20

“Europa zwischen Banksprech und Sehnsuchtsort: Regula Stämpfli weist auf die digitalen wie ideologischen Diskursprobleme in Europa hin, die Marken, Plattformen, Populisten
füttern und plädiert deshalb vehement für mehr Wirklichkeitsnähe,
Realwirtschaft und lebendige Resonanz.”
Hier die Einleitung: “Bankenkrise, Eurogroup, Brexit, Populismus und Renationalisierung im Zeichen der Coronakrise setzen Europa als Kontinent der vereinigten Demokratien enorm zu. Der Zerfall Europas ist sowohl hausgemacht als auch digital und global induziert. Viel zu lange haben sich linke wie ökologische Bewegungen und Parteien in Europa entweder dem deutschen
Diktat der »Alternativlosigkeit« unterworfen oder innerhalb der eigenen
Reihen gekämpft. Das Storytelling wurde analogen und sozialen Medien überlassen, deren Kapitalfeed aus Personalisierung, Skandalisierung, Emotionalisierung und Freund-Feind-Schemata besteht.1 Die »Algorithmisierung der Welt« (laStaempfli) schreitet mit Meilenstiefeln im Dienste des digitalen Finanz- und Überwachungskapitalismus voran.
Die neoliberale Bürokratisierung der EU konstruiert auch in Europa Automatismen, eine veritable organisierte Unverantwortlichkeit, die ich mit Hannah Arendt als »Herrschaft des Niemands« charakterisiere.” siehe in:https://www.denknetz.ch/wp-content/uploads/2020/12/Jahrbuch_2020.pdf Ein weiteres Beispiel aus den schweizerischen Talkshows:

https://twitter.com/laStaempfli/status/1398575605625634817?s=20

Regula Stämpfli am Beispiel von Milo Rau über “Weltveränderung ohne feministisches Potential” in der Kulturzeitschrift ensuite

Von Dr. Regula Stämpfli – Die Aktivistin Helen Keller meinte einmal: «Die Blindheit trennt von Dingen, die Taubheit von Menschen.» So gesehen sind wohl die meisten Männer taub. Sie reden ununterbrochen, doch hören sie, vor allem wenn Frauen sprechen, egal ob Nobelpreisträgerin oder Putzfrau, nicht hin. Taubheit betrifft statistisch überdurchschnittlich Männer. Sie sind mangels «ganz Ohr sein» von der Wirklichkeit getrennt. Diese fehlende Eigenschaft führt analog und leider auch digital dazu, misogyne Taubheit millionenfach zu automatisieren.

Folglich sind die Fesseln für gequälte Frauen aus dem Material «männlich unendlich reproduzierbare Vorurteile» in Kultur, Politik und in Codes gestrickt. Dieses globale Phänomen analogen und automatisierten Frauenhasses  fällt Denkerinnen wie Caroline Criado-Perez, Amy Webb, Shoshana Zuboff, Cathy O’Neil und mir schon längst auf. Es gibt dazu sehr lesenswerte und mit Wissen vollgepackte Bücher von uns, doch die wirklich wichtigen Männer der Zeitgeschichte brauchen nicht zuzuhören oder gar zu verstehen.

Milo Rau: Der wichtigste zeitgenössische Theatermacher ohne feministisches Potential. Frauen und Männer lesen keine Frauen, denken nicht an Frauen, denken nicht MIT Frauen, zitieren keine Frauen … höchstens als Gruppe der ANDEREN oder als “junge Frauen”, also IMMER KATEGORIE: deshalb www.diepodcastin.de hören.

Hier schnell ein Einschub aus der Theorie, damit keine Missverständnisse entstehen: Es gibt kollektive Frauenfeindlichkeit, Sexismus, Diskriminierung, Misogynie, aber keine einzige Frau ist einfach nur Kategorie. Alle Frauen werden zwar individuell entwertet und kollektiv abgestraft; sie sind selber aber keine sprechenden und handelnden Kollektive. Was kompliziert klingt, ist einfach: Während Mann xy sich durchaus als Individuum entfalten kann, muss Frau xy auf mindestens zwei Ebenen für ihre Eigenständigkeit kämpfen: gegen oder mit ihrem Geschlecht, das sich kollektiv manifestiert, und, je nach Umständen, gegen und mit ihrer ganz eigenen Geschichte. Werden wir mal konkret, gucken uns um und stossen auf ein besonders kluges Exemplar dieser dominanten Kultur- und Biogattung, nämlich auf Milo Rau: Der Theatermacher, Wissenschaftler, Hansdampf in allen intellektuellen Gassen ist Archetyp eines revolutionär begabten Weltveränderers ohne feministisches Potenzial. Wie es bspw. der Familienvater schafft, gleichzeitig überall zu sein, erinnert an die Geschichte vom Hasen und vom Igel: Der Igel ist längst schon da, wenn sich andere, vorwiegend weibliche Kulturhasen, die Haxen abrennen, um auch nur ein paar Brotkrumen der Medienaufmerksamkeit eines Milo Rau für sich zu holen. Weiterlesen unter:

Isabel Rohner & Regula Stämpfli in #diepodcastin on #Mansplaining #Men #Normen #DasPatriarchat der Dinge, #IndianaJones

“Früher mussten wir Männer darauf hinweisen, dass Frauen auch Menschen sind. Nun müssen wir uns klar machen, dass auch Männer Menschen sind.” Fay Weldon, engl. Schriftstellerin#diepodcastin zu Männernormen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über das Patriarchat der Dinge, Amnesie punkto Frauengeschichte, Misogynie, Indiana Jones, die Jahrhundertkünstlerin Xenia Hausner sowie die Kraft, sich durchzukämpfen und herauf zu arbeiten.laStaempfli analysiert fulminant den “Feminismus ohne Eigenschaften” am Beispiel zweier neuer Sachbücher zum Feminismus. Sie missachtet die Namen der Autorinnen, weil diese dieselbe Taktik gegenüber Frauen anwenden. Die neuen Bücher klingen so als wären sie von Frauen, die erst grad entdeckt haben, dass es Feminismus gibt und sie die Ersten wären, das Patriarchat mit ein paar Popgedanken abzuschaffen.
Das. Ist. Patriarchat. PUR. Die Männer als Norm. Es würde kein Soziologe und Verlag es wagen, Bücher ohne Niklas Luhmann, Max Weber und Karl Marx auf den deutschsprachigen Markt zu werfen. Doch da es ja nur um Frauen geht, meinen auch die Frauen, es wäre kein Weiterdenken notwendig: Sie banalisieren einen jahrhundertealten Feminismus-Diskurs und paken diesen in mundgerechte Häppchen. Regula Stämpfli: “Kein Wunder bleiben die Frauen nicht nur völlig unterdrückt, sondern sie werden im Moment in Österreich vielfach ermordet. Entsorgt. Weil auch die Frauen sich Frauen und Frauenthemen bedienen als wären sie nur dazu da, die eigene Karriere zu puschen. Es geht um knallharte Ausbeutung. Es ist ein Feminismus ohne Eigenschaften.”Die Rohnerin bringt eine messerscharfe Analyse zu einem aktuellen Beispiel aus der Twitterwelt. Dann “Indiana Jones” weiter mit der Rohnerin: Als Kind liebte sie die Serie und ist heute über den Sexismus, ja die frauenverachtende Gehirnwäsche dieser Filme echt schockiert: Die Rohnerin findet: Diese Verachtung gegenüber Frauen gräbt sich ganz tief in die Gehirne ein!” laStaempfli geht über zur Jahrhundertkünstlerin Xenia Hausner, hier einige Zitate von Xenia Hausner, in die sich laStaempfli schockverliebt hat: “Mein Kosmos ist weiblich. Frauen sind Dreh- und Angelpunkt in meiner Arbeit, in den Bildern agieren sie stellvertretend für alle Genderzugehörigkeiten. Ich arbeite alle Menschheitsthemen in weiblicher Besetzung ab.”

Hört rein zu Rohnerin&laStaempfli auf www.diepodcastin.de

DIe Podcastin: Isabel Rohner und Regula Staempfli am 15. Mai 2021.
Die Vermessung der Frau von Regula Stämpfli ist das beste Buch gegen #Maennernormen

Rubrik: Eine Frau kommt zu früh. Regula Stämpfli, NZZ, Politik & Pandemie.

Im Mai 2020, also kurz nach dem ersten Lockdown in Corona-Pandemie schrieb Regula Stämpfli einen zukunftsgerichteten Beitrag in der Neuen Zürcher Zeitung NZZ, 5.5.2020 siehe

Regula Stämpfli, NZZ, Corona, Panemie & Politik

Die Kombination von «monokausalen Narrativen» und «virologisch basierter Datenhoheit» habe ein «Zeitalter der totalen Gewissheit» geschaffen, schreibt die Politikwissenschafterin Regula Stämpfli. Die Urteilskraft über Richtig und Falsch sei auf der Strecke geblieben.

Einige erinnern sich vielleicht an Platos berühmten Kampf gegen die Sophisten. Er warf ihnen vor, ihre Kunst bestünde darin, «den Verstand mit Argumenten zu bezaubern», die nicht der Wahrheit dienten, sondern darauf abzielten, Meinungen zu erzeugen. Solange diese plausibel erscheinen, «liege ihnen die Kraft der Überzeugung inne». Hannah Arendt nennt dies den «temporären Sieg der Argumente auf Kosten der Wahrheit». In meinem Buch «Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt» zeichne ich nach, wie postmoderne Narrative, die sich «datengestützt» als Wahrheiten inszenieren – hier als bestes Beispiel die Umfragen –, letztlich intendieren, monokausal den Sieg über die Wirklichkeit zu erringen. Die neuen digitalen Herren inklusive ihrer Instrumente «Plattformkapitalismus» sowie «Digitaler Überwachungsstaat» zerstören mittels der «Algorithmisierung der Welt» empirische Realitäten mit derart präzise berechneter Schlüssigkeit, dass der Unterschied zwischen Fiktion und Realität für die meisten von uns nicht mehr erkennbar ist. (…) Der ehemalige Feuilletonchef der Neuen Zürcher Zeitung NZZ, René Scheu, erwähnt, wie wichtig dieser Beitrag war und ist fassungslos, dass wir nicht weiter sind:

René Scheu im “persönlich.ch” u.a. über laStaempflis DATEN-PANDEMIE

Regula Stämpfli über Pandemie & Männerkumpanei in der Schweiz: Nebelspalter 17.4.2021

Es gibt punkto weiblicher Teilhabegerechtigkeit kein Dazwischen, sondern nur linke und rechte Penisträger. Mit 16 SFr. sind Sie dabei und abonnieren #DerNebelspalter. Sie können ja explizit machen, dass Sie dies nur tun, um laStaempfli immer aktuell lesen zu können.

#MediaToo laStaempfli on Culture & Politics

Regula Stämpfli über die Wirklichkeit der Wahrheit: Hannah Arendt & Pandemie

REGULA STAEMPFLI. Über die Wahrheit der Wirklichkeit: 19.3.2021 im NEBELSPALTER

Letzte Woche hielt ich einen Vortrag an der kleinen und feinen Fachhochschule für Design und Kunst in Luzern. Es ging um „Wahrheit“. Doch wie es so ist, lenkten mich die Fesseln codierter Ablenkung stundenlang vom Thema ab. Dabei fand ich viel Erstaunliches, Sinniges und erstaunlich Unsinniges: War „postfaktisch“ das Modewort des Jahres 2016 als – horribile dictu – Donald Trump zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, dominiert seit 2020 der denglische Begriff „Lockdown“. Ein „lock“ oder „to lock“ gibt es seit dem 13. Jahrhundert und hatte eigentlich einen hübschen, romantischen Anfang. „Loken love“ besangen die Troubadoure ihre heimlichen Liebschaften und nicht wenige verloren dabei ihr Leben, weil sie gegen geltende „Lockdown“ – Beschränkungen verstießen und der Besungenen gar zu nahe kamen… Abonnieren Sie den Nebelspalter, um weiterzulesen

Gold Satin

Gold Satin

Das Design der Woche #4 auf #Clubhouse mit René Spitz, Birgitta Homburger, erik spiekermann, Sascha Swiercz und Regula Stämpfli zu Rosenmontag, Impeachment-Video #CapitalRiots und #FFP2 Die Maske als Bag. 15.2.2021 17.30 Uhr

Das Design der Woche #4 auf #Clubhouse mit René Spitz, Birgitta Homburger, erik spiekermann, Sascha Swiercz und Regula Stämpfli zu Rosenmontag, Impeachment-Video #CapitalRiots und #FFP2 Die Maske als Bag. 

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laStaempfli: “Wir werden alle zu Puppen oder ist es umgekehrt? Die Puppen ersetzen real uns Menschen #postcorona” als Kommentar zum abgesagten Rosenmontag, der aber im Kölner Karnevalsmuseum liebvoll als Minizug von 32 Metern und unzähligen Puppen mit Livekommentar im WDR gesendet wurde. 

erikspiekermann: “Die Polarisierung verunmöglicht Politik. Das Video war gut gemeint, doch erreicht keine Pluralisierung der Parteien, die wir uns alle erhoffen. Es braucht ein diverses, mindestens Vierparteien-System; denn sowohl die Demokraten als auch die Republikaner sind in Flügeln gespalten. 

Birgitta Homburger: “Erfolgreich ist, was kommunizieren will, aber wenig informiert” mit anderen genialen Sätzen, die laStaempfli nicht notieren konnte und die Eigenschaft von #Clubhouse ist, dass normalerweise die Programme nicht aufgezeichnet werden. 

Sascha Swiercz: “Die FFP2 Bag hätte als Schuhe, Kopfbedeckung, Kleid, Tasche als High Fashion mit high Design Transformation durchaus eine Chance” laStaempfli applaudiert, René Spitz ist entsetzt und alle äusserst vergnüglich. Es war eine wichtige Gestaltungsrund, langsam grooven sich die #Clubhouse DesignerInnen zusammen unter der exzellenten, äusserst intelligenten und inspirierenden Leitung von René Spitz. Hören Sie rein, jeden Montag um 17.30 Uhr wenn es heisst: Das Design der Woche#4. 

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#DiePodcastin (ver)mütterlich(t): Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Mamans, Mütter,Mommy, Mama, grosse Mütter, Mutterschaft als soziales Konstrukt. Folge 52

 #DiePodcastin (ver)mütterlich(t): Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Mamans, Mütter,Mommy, Mama, grosse Mütter, Mutterschaft als soziales Konstrukt und weshalb Johanna Schopenhauer nie mehr mit ihrem Sohn redete. Zum Schluss Kurzlesung Hedwig Dohm. Das Bild ist von der grossen Louise Bourgeois “Maman”.
 
laStaempfli bringt Camille Kouchner in den Wochenrückblick & deren grossen Roman, der den Hashtag #MeTooInceste Frankreich erschüttert, die Rohnerin die neue Direktorin der WTO, Ngozi Okonjo-Iweala, von der die CH-Media-Group nichts Besseres weiss als von “Diese Grossmutter wird neue WTO-Chefin” zu schreiben und dank Intervention der klugen Isabel Rohner auf TWITTER auch einen Shitstorm kassiert, siehe Link unten.bourgeois-maman-1999-480x500
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Et puis: Les mères… laStaempfli schwärmt von ihrer Mutter und ihrer Mutterschaft als “Die Welt als Beziehung”, macht gleichzeitig klar, dass die Regelungen zur Reproduktion immer Machtinstrumente sind, redet sich jedoch den Mund fusselig, um ihre Position gegen die Leihmutterschaft klarzustellen. Denn selbst wenn Mutterschaft ein soziales Konstrukt ist, bedeutet dies nicht, dass Gebärmütter einfach verkauft, gemietet und global verschachert werden können. Auch dazu einen Link auf französisch. Die Rohnerin erzählt über die Gewalt, die vielen Müttern angetan wurde, weil sie keine Mitsprache hatten und darüber, wie in der deutschen Frauenbewegung die einen gerade wegen Mutterschaft, die anderen gerade nicht wegen der Mutterschaft, fürs Frauenstimmrecht waren, sehr spannend und wie immer zum Schluss eine wunderbare Hedwig Dohm-Lesung von Isabel Rohner. Dazwischen kommt noch der Hinweis auf Johanna Schopenhauer von laStaempfli und et bien: Wenn Frauen Kinder möchten, dann sollten sie dies nur in Ländern tun, die über Krippen, Tagesschulen verfügen und das Wort “Rabenmutter” nicht kennen.
 
Ein Vortrag beim Hearing zu Mutterschaft und Leihmutterschaft von Regula Stämpfli vor dem französischen Parlament in Paris 2016, sie ist die dritte Speakerin, zum Nachgucken: https://www.youtube.com/watch?v=0_rKLx9L424
 
Bildquelle: Bilbao, Guggenheim Museum, Louise Bourgeois, Mamaman 1999.

#DiePodcastin jubiläumsorientiert: 50Jahre Frauenstimmrecht mit Links, Dokus, Hinweisen . Regula Stämpfli mit den schönsten Links zu dieser ganz speziellen Woche

#DiePodcastin jubiläumsorientiert: 50Jahre Frauenstimmrecht mit Links, Dokus, Hinweisen . Regula Stämpfli mit einigen Links zu dieser ganz speziellen Woche: Wenn der Feminismus Ton und Takt angibt, Geschichte der Gewalt, Literatur:www.ensuite.ch

Eingängige Hymne, abstrakte Töne: Feministische Musik zieht sich in der Schweiz durch alle Szenen und Generationen. Wo steht sie heute – von Theresa Beyer. Kurz, aber sehr schöner Beitrag. Viele blinde Flecken: Etwa zeitgleich hat die Postpunk-Band Kleenex für Furore gesorgt. Sie hat viele Frauen ermutigt einfach zum Instrument zu greifen, auf die Bühne zu steigen und loszuspielen.Irène Schweizer und Kleenex sind Pionierinnen der feministischen Musik und bis heute wichtige Referenzpunkte. Doch so lebendig und vielfältig die gegenwärtige Szene ist, umso mehr überrascht es, wie schlecht recherchiert und dokumentiert die feministische Musikgeschichte der Schweiz ist.Bildschirmfoto 2021-02-03 um 14.22.57

Zum Jubiläum: Isabel Rohner und Regula Stämpfli über die wichtigsten Stränge in der Frauenrechtsdiskussionhttp://diepodcastin.de/2021/01/09/diepodcastin-ueber-rechtsgewalt-isabel-rohner-regula-staempfli-zur-ikonographie-des-grauens-in-washington-weshalb-ausgerechnet-die-patriarchale-schweiz-ihre-universitaeten-fuer-frauen-oeffnete-w/ jahresrückblick-e1608807569625-480x500

und http://diepodcastin.de/2020/11/28/diepodcastin-ueber-heldinnen-isabel-rohner-regula-staempfli-ueber-den-brutalen-kampf-ums-frauenstimmrecht-unsichtbarkeiten-und-die-groessten-heldinnen-europas-bspw-theresia-rohner/

Regula Stämpfli über Mythos “Maskulines Gewalt-Genie” in der “Die Weltwoche” vom 28. Jänner 2021

Regula Stämpfli über Mythos “Maskulines Gewalt-Genie” in der “Die Weltwoche” vom 28. Jänner 2021, Die Weltwoche 2021/3. 

Mit 3500 Zeichen auf fast 42.000 Zeichen zur Hymne: „Mozart des Wahnsinns, Phil Spector zu reagieren, ist zwar eine Challenge, aber für eine Frau wie mich kein Thema. Auf Twitter nannte ich den Weltwoche-Artikel eine „Lobeshudelei zum Frauenmörder“, die zeige, „wie Femizid in der Kultur durchaus ein Karriereschmiermittel“ sein kann. Es ist dem Qualitätsjournalismus der „Die Weltwoche“ hoch anzurechnen, mich sofort zur Ausführung dieser Kritik einzuladen. Der TagesAnzeiger, dem ich in einem Tweet am selben Wochenende zu einem völlig verfehlten Frauenstimmrechtsartikel viel sanfter auf die Tastatur klopfte, reagierte extrem: Der verantwortliche Redakteur beschimpfte mich über Stunden; ich blieb sachlich, insistierte und wurde blockiert. Solche Episoden pflege ich mit äusserster Coolheit unter der Rubrik: „Was kümmert es die Elefantin, wenn Ameisen sie anpissen“ abzulegen.1934 agnes miller parker

Phil Spector hingegen ist eine andere Währung. Ich habe in den letzten fünf Jahren viel über die Gewalt gelernt und geschrieben. Vergewaltigung beispielsweise sollte nicht als Sexthema, sondern, wie das Wort eigentlich besagt, unter Gewalt besprochen werden. Dies würde den betroffenen Menschen helfen, Überfälle und Folter dieser Art ganz anders zu verarbeiten und zu erzählen. In meinem wöchentlichen Gespräch mit der sehr klugen und erfolgreichen Krimiautorin Isabel Rohner in: „Die Podcastin“ habe ich gelernt, gängigen Narrativen zu misstrauen. Das Frauenstimmrecht ist so ein verfehltes Storytelling. Wenn Frauen jahrhundertelang und bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts keinen Anspruch auf Teilhabe in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur haben, ist dies keine Nebensächlichkeit, sondern unfassbare Gewalt. Wir erzählen das Apartheidsrégime in Südafrika ja auch nicht mit verniedlichenden Bildern wie: „Die schwarzen Menschen wurden halt auf die Wartebank verwiesen“; „Die Schwarzen waren nicht wehrpflichtig“ oder „Das Wahlrecht der Schwarzen musste von einer Mehrheit der Weissen gutgeheissen werden, das kann halt dauern“, erzählt.

Sportliche Damen um die Jahrhundertwende.