{"id":9489,"date":"2022-10-01T13:12:09","date_gmt":"2022-10-01T11:12:09","guid":{"rendered":"https:\/\/regulastaempfli.eu\/?p=9489"},"modified":"2022-10-01T13:12:11","modified_gmt":"2022-10-01T11:12:11","slug":"regula-staempfli-klein-report-kommentar-massiver-machtverlust-der-medien-28-september-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/regulastaempfli.eu\/?p=9489","title":{"rendered":"Regula St\u00e4mpfli: Klein Report Kommentar &#8220;Massiver Machtverlust der Medien&#8221;: 28. September 2022."},"content":{"rendered":"\n<p>Im Klein Report formulierte Regula St\u00e4mpfli Ende September den massiven Informationsverlust und das schlechte Image von Medien. <a href=\"https:\/\/www.kleinreport.ch\/news\/massiver-machtverlust-der-medien-journalisten-sind-nicht-mehr-erwunscht-100366\/#\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.kleinreport.ch\/news\/massiver-machtverlust-der-medien-journalisten-sind-nicht-mehr-erwunscht-100366\/#<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Hier der Kommentar, etwas ver\u00e4ndert f\u00fcr die Homepage von Regula St\u00e4mpfli: <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-10-01-um-13.05.19.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"666\" src=\"https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-10-01-um-13.05.19-1024x666.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-9491\" srcset=\"https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-10-01-um-13.05.19-1024x666.png 1024w, https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-10-01-um-13.05.19-300x195.png 300w, https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-10-01-um-13.05.19-768x499.png 768w, https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-10-01-um-13.05.19-461x300.png 461w, https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Bildschirmfoto-2022-10-01-um-13.05.19.png 1424w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Bildschirmfoto: Medienkommentar von laStaempfli zum Machtverlust der Medien. Und dem ausschliesslichen M\u00e4nner-Zitatationskartell in Deutschland. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Aline Wanner<\/strong>\u00a0in der \u00abNZZ am Sonntag\u00bb vom 25. September 2022 bringt es auf den Punkt: \u00abImmer weniger Lust auf Journalisten.\u00bb Unternehmen, Banken, Pharma, Industrie, Universit\u00e4tsangeh\u00f6rige, Spitalleitungen, Managements et cetera haben keinen Bedarf mehr, den Medien Rede und Antwort zu stehen. Die kommunikativen Kan\u00e4le sind via soziale Medien, Webseiten und Pressemitteilungen inklusive Werbung offen und effizienter: Medien st\u00f6ren diesbez\u00fcglich nur bei Erledigung der gewachsenen Herausforderungen unserer Zeit. Die Auseinandersetzung mit den Medien hat zudem viel \u00f6fter juristische Folgen als fr\u00fcher.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Medienexpertin&nbsp;<strong>Regula St\u00e4mpfli<\/strong>&nbsp;hat f\u00fcr den Klein Report einen Kommentar zu dieser Entwicklung geschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Interessant ist, dass das neuste Schweizer Medienqualit\u00e4tsranking die Selbstreferenz der Schweizer Medien nicht misst, respektive die Aussenkontakte der Medien punkto Recherchen, Interviews und regional relevanter wie demokratiepolitisch interessanter Themen nicht im Blick hat. Dabei h\u00e4lt die&nbsp;<strong>Otto Brenner<\/strong>&nbsp;Stiftung in ihrer neusten Untersuchung zur Abh\u00e4ngigkeit der Medien vom \u00abKlickratenjournalismus\u00bb fest, dass nicht die f\u00fcr die Demokratie entscheidenden Themen, sondern die f\u00fcr die Plattformen und Klickraten geeigneten Themen bevorzugt werden. Und dass dadurch die Demokratie massiv unter Druck ger\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Beobachtung ist auch, dass wer sich in den Medien \u00e4ussert, dies im Nachhinein oft bereut, da auch das journalistische Handwerk der auf Klickjournalismus getrimmten Berichterstattenden zu w\u00fcnschen \u00fcbrig l\u00e4sst. Waren fr\u00fcher Portr\u00e4ts, Interviews und Reportagen voller neuer Informationen, werden diese journalistischen Genres mehr und mehr zu Meinungsst\u00fccken und f\u00fcr einen Kommentar oder f\u00fcr einen Hashtag zurechtgebogen. Wirklich m\u00e4chtig sind deshalb mehr und mehr Menschen, die \u2013 wie die verstorbene Queen \u2013 nie von Medien interviewt werden. Oder es sind m\u00e4chtige Menschen, die \u00fcber v\u00f6llig autonome Kommunikation verf\u00fcgen, wie beispielsweise&nbsp;<strong>Elon Musk<\/strong>&nbsp;oder auch&nbsp;<strong>Peter Thiel<\/strong>, der die Power besitzt, ganze Medienunternehmen zu schliessen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt ganz offensichtlich eine Diskrepanz zwischen Innenwahrnehmung der Medien \u2013 siehe die Berichte rund um das Schweizer Medienqualit\u00e4ts-Ranking \u2013 und der durch technologischen und \u00f6konomischen Wandel geformten Aussen-Realit\u00e4t. Dazu haben\u00a0<strong>Richard David Precht<\/strong>\u00a0und\u00a0<strong>Harald Welzer<\/strong>\u00a0ein Klagebuch verfasst, wo sie \u00abDie vierte Gewalt\u00bb als \u00abselbstgleichgeschaltet\u00bb polemisieren. <strong>Die zwei \u00e4lteren Herren, Dauerg\u00e4ste in deutschen TV-Talkshows und -Podcasts, kriegen f\u00fcr dieses Buch enorme Aufmerksamkeit, obwohl sie den Kern der Ursache der Medienkrise \u00fcberhaupt nicht erw\u00e4hnen oder gar kennen: Die Digitalisierung n\u00e4mlich, die Information zur Tauschware in automatisierter Reproduktion unabh\u00e4ngig von Relevanz oder demokratischer Legitimation ad absurdum f\u00fchrt. Zudem bedienen Precht und Welzer genau die Medienlogiken, die sie vorgeben, zu kritisieren.<\/strong> Hier funktionieren zwei sexistische Tatsachen &amp; Kompetenzwandel: Weil Frauen im deutschsprachigen Raum nicht als Sachbuchautorinnen rezipiert werden, es sei denn im Gesundheits-, Feminismus- und Ratgeberbereicht, verpassen ALLE MEDIEN die wirklich wichtigen und entscheidenden B\u00fccher. Dabei sind es Frauen wie Shoshana Zuboff, Amy Webb, Regula St\u00e4mpfli, die zur Digitalisierung WIRKLICH NEUES ERZ\u00c4HLEN. Dass alle deutschen Medien fl\u00e4chendeckend ein Buch zitieren, das von zwei \u00e4lteren Herren, die NICHT EINMAL IN DEN SOZIALEN MEDIEN UNTERWEGS SIND, KEINE AHNUNG von Telegramm, TikTok, TWITTER, Facebook, Whatsapp, Signal, Podcast-Making haben, ist ein unfassbares ARMUTSZEICHEN UND IST STRUKTURELLE ENTEIGNUNG WICHTIGER DEMOKRATISCHER POSITIONEN. Der Medienzirkus Deutschland vor allem operiert wie der Hof in Versailles: Es werden Per\u00fccken kommentiert w\u00e4hrend die Menschen auf der Strasse schon l\u00e4ngst die Bajonette suchen. <\/p>\n\n\n\n<p>Bis auf diesen Beitrag hier von laStaempfli wird dieser Umstand des Beobachten der Beobachter nicht strukturell analysiert. So werden  Wissenschaft, Expertinnen und Themen, die wirklich relevant sind, und die die Demokratie st\u00e4rken und in die Zukunft f\u00fchren, verpasst. <\/p>\n\n\n\n<p>Besonders gef\u00e4hrlich ist es deshalb, dann nur noch zwei Gruppen am Journalismus interessiert sind: Journalisten und Politisierende. Ein Umstand, der durchaus als demokratische Beunruhigung gewertet werden muss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Klein Report formulierte Regula St\u00e4mpfli Ende September den massiven Informationsverlust und das schlechte Image von Medien. https:\/\/www.kleinreport.ch\/news\/massiver-machtverlust-der-medien-journalisten-sind-nicht-mehr-erwunscht-100366\/# Hier der Kommentar, etwas ver\u00e4ndert f\u00fcr die Homepage von Regula St\u00e4mpfli: Aline Wanner\u00a0in der \u00abNZZ am Sonntag\u00bb vom 25. 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