{"id":11750,"date":"2026-04-15T20:01:24","date_gmt":"2026-04-15T18:01:24","guid":{"rendered":"https:\/\/regulastaempfli.eu\/?p=11750"},"modified":"2026-04-15T20:01:25","modified_gmt":"2026-04-15T18:01:25","slug":"unterwelt-und-vernichtung-die-autoren-don-de-lillo-und-victor-davis-hanson-es-geht-um-den-krieg-fuer-wirklichkeit-essay-von-regula-staempfli-im-kulturmagazin-ensuite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/regulastaempfli.eu\/?p=11750","title":{"rendered":"Unterwelt und Vernichtung: Die Autoren Don de Lillo und Victor Davis Hanson. Es geht um den Krieg f\u00fcr Wirklichkeit. Essay von Regula Staempfli im Kulturmagazin Ensuite."},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bildschirmfoto-2026-04-15-um-19.54.35.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"915\" src=\"https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bildschirmfoto-2026-04-15-um-19.54.35-1024x915.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-11751\" srcset=\"https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bildschirmfoto-2026-04-15-um-19.54.35-1024x915.png 1024w, https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bildschirmfoto-2026-04-15-um-19.54.35-300x268.png 300w, https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bildschirmfoto-2026-04-15-um-19.54.35-768x686.png 768w, https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bildschirmfoto-2026-04-15-um-19.54.35-1536x1372.png 1536w, https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bildschirmfoto-2026-04-15-um-19.54.35-336x300.png 336w, https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bildschirmfoto-2026-04-15-um-19.54.35.png 1836w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Von Regula St\u00e4mpfli: &#8220;Es ist eine eigent\u00fcmliche und zugleich ersch\u00fctternde Erfahrung, zwei B\u00fccher gleichzeitig zu lesen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, doch bei doppelter Brennweite Klarheit bringen. Die B\u00fccher wurden geschrieben von&nbsp;<strong>Victor Davis Hanson, Milit\u00e4rhistoriker, Altphilologe, scharfer Analytiker der Kriege als Zivilisationspr\u00fcfungen<\/strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Don DeLillo, Chronist der amerikanischen Oberfl\u00e4chen, ein Romancier, der&nbsp;<\/strong><strong>schon l\u00e4ngst den Nobelpreis verdient h\u00e4tte. Sein \u201eUnterwelt\u201c, \u00fcber 966 Seiten lang, entziffert die Wirklichkeit voller S\u00e4tze, die eine eigene Musik bilden. Sie sehen: Es geht in beiden Romanen um das&nbsp;<\/strong><strong>Verschwinden&nbsp;<\/strong><strong>von<\/strong><strong>&nbsp;Realit\u00e4t, lange bevor&nbsp;<\/strong><strong>diese<\/strong><strong>&nbsp;digital wurde<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Hansons Buch&nbsp;<em>The End of Everything \u2013 How Wars Descend into Annihilation<\/em>&nbsp;(2023) ist nicht ein Werk \u00fcber Schlachten, sondern&nbsp;<strong>eine&nbsp;<\/strong><strong>Anatomie der totalen Vernichtung<\/strong>.&nbsp;<strong>Karthago<\/strong>, sagt er, wurde nicht besiegt, sondern&nbsp;<strong>ausradiert<\/strong><strong>, so&nbsp;<\/strong>dass wir heute nicht einmal mehr wissen,&nbsp;<strong>w<\/strong><strong>elche Werke, Ideen, Kunst, Politik mit den punischen Bibliotheken alle verloren gegangen sind<\/strong><strong>.<\/strong>&nbsp;Auch die Azteken wurden brutalst eliminiert. Die genialen Stadtbauer \u2013 Hern\u00e1n Cortez, der Eroberer meinte, Tenochtitl\u00e1n sei eindrucksvoller und sch\u00f6ner als Venedig (das zu der Zeit auf seinem H\u00f6hepunkt stand) \u2013 befahlen ein Riesenreich in Mittelamerika. Eine \u00fcber zweihundertj\u00e4hrige Herrschaft, deren ideologischer \u00dcberbau massenweise Menschenopfer verlangte. In den europ\u00e4ischen Feuilletons werden diese kannibalischen Akte heutzutage gerne romantisiert. Dabei beweisen sowohl zeithistorische Quellen als auch die arch\u00e4ologische Forschung, unaussprechliche Folterrituale der Azteken. Die Griechen opferten Stiere, die Azteken Babies, Kinder, Frauen und M\u00e4nner. Die Priester der Azteken haben gem\u00e4ss Forschung und \u00dcberlieferung, zehntausendfach Blutorgien gefeiert: Das Herz wurde bei lebendigen Leibe herausgeschnitten. Noch pulsierend, kriegte der Priester davon ein St\u00fcck und das spritzende Blut hinterliess eine eindrucksvolle Zeichnung auf dem geweihten Priesterleib. &nbsp;In Wien im Jahr 2021 gab es dazu eine Ausstellung. Mit einem \u201egesamtkulturellen Kontext\u201c wurde dort behauptet, die Menschenopfer seien halt eine \u201espirituelle Alternative zum Westen\u201c gewesen. Zudem, so das Weltmuseum, w\u00fcrden die Katholiken ja auch heute noch den Leib Christi verspeisen und das Blut Christi trinken. So kann man nat\u00fcrlich alles vergleichen. Ich denke jedoch, dass es f\u00fcr die Betroffenen der jeweiligen Kulte durchaus einen Unterschied macht, ob das real pulsierende Herz bei lebendigen Leibe herausgeschnitten wird oder Blut und Leib nur symbolisch zu sich genommen werden. Religionen ziehen meistens eine Blutspur nach sich, da kann man eigentlich froh sein, wenn es nur ein magischer und simulierter und kein echter Aderlass ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedenfalls nahmen die spanischen Eroberer den Kannibalismus der Azteken zum willkommenen Anlass, ihre eigene Brutalit\u00e4t und Blutlust zu legitimieren. Doch auf Barbarei mit Vernichtung zu reagieren, war schon 1521 nicht besonders fashinable. Es gibt viele Schriften braver Christen, Patres, die das Ungl\u00fcck, die Ausl\u00f6schung der aztekischen Barbarei durch die spanische Barbarei kritisierten. \u201eWie Afffen griffen sie nach dem Gold und befingerten es\u201c, notierte der Franziskaner-Pater, Bernardino de Sahag\u00fan die spanische Eroberung; \u201esie w\u00fchlten wie hungrige Schweine nach Gold.\u201c Auf dem Boden der aztekischen Vernichtung wuchs bekanntlich der Wohlstand des europ\u00e4ischen Adels und letztlich auch die Beseitigung desselben durch Revolution und Aufkl\u00e4rung. Alles ist eben ambivalent \u2013 auch das lernen wird in den B\u00fcchern von Hanson und DeLillo.&nbsp;<strong>Vernichtung hei\u00dft&nbsp;<\/strong><strong>nach Victor Davis Hanson&nbsp;<\/strong><strong>nicht nur t\u00f6ten. Vernichtung hei\u00dft: Geschichte verlieren. Schrift verlieren. Sprache verlieren.<\/strong>&nbsp;Karthago war einmal eine Weltmacht. Heute ist Karthago nur noch eine Fu\u00dfnote Roms. Die Azteken und deren Nachfolger leben noch heute, sprechen sogar eine aztekische Sprache, das Nahuatl, was zeigt: Kriege verm\u00f6gen die Leiblichkeit zu eliminieren \u2013 der \u00dcberbau setzt sich erstaunlicherweise \u00fcber die Jahrhunderte weiter und taucht dann an den ganz unterschiedlichsten Orten auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Und hier, abrupt und scheinbar fern, setzt der grosse Romancier&nbsp;<strong>Don DeLillo mit \u201eUnterwelt\u201c<\/strong>&nbsp;ein \u2013&nbsp;<strong>kein Historiker, sondern ein&nbsp;<\/strong><strong>poetischer&nbsp;<\/strong><strong>Arch\u00e4ologe der Gegenwart, der unsere Zivilisation nicht in Ruinen, sondern im M\u00fcllberg liest<\/strong>. \u201eUnterwelt\u201c beginnt 1992 als der Sonderm\u00fcllunternehmer Nick Shaw seine Jugendliebe Klara Sax in der W\u00fcste begegnet. Sax verarbeitet aus Bomben Kunst. Diese Begegnung auf dem M\u00fcllhaufen der Geschichte f\u00fchrt uns zur\u00fcck zum 3. Oktober 1951 \u2013 dem Tag der Nachricht, dass die Sowjetunion eben ihre erste Atombombe gez\u00fcndet habe. Damit beginnt nicht nur der Kalte Krieg, sondern das Atomzeitalter, das alle Boomer inklusive deren manchmal wahnsinnigen Narrative pr\u00e4gt, bis heute. Bei DeLillo sind folgerichtig alle Figuren gefangen in v\u00f6llig durchgeknallten, aber in sich plausiblen Welterkl\u00e4rungen und Narrativen. \u201eUnterwelt\u201c ist ein uramerikanischer Roman. Wir lesen DeLillos Personen in ihren paranoiden Versuchen, den Irrsinn der Welt, das Atomzeitalter, von dem Nachgeborene nur wenig wissen, als geschichtliche und individuelle Erfahrung zusammen zu bringen. Ein fruchtloses Unterfangen. Wann gelang es je einem einzelnen Menschen sich mit der Welt als Sinnzusammenhang zu vers\u00f6hnen? Da helfen nur Religionen \u2013 und wieweit die f\u00fchren k\u00f6nnen, haben wir gerade vernommen. Don DeLillo erz\u00e4hlt seinen Roman in unterschiedlichen Sprachen, deren Soziolekte eigentlich ausgestorben sind und das macht die Geschichte auch so besonders. DeLillo entziffert wie Hanson Zivilisation und was das heissen k\u00f6nnte. Der Roman ist deshalb so ein grosses Geschenk, weil DeLillo \u00fcber die Simulation der Welt nachdenkt noch bevor wir sie heute in unseren Alltag digital integriert haben. Deshalb passen beide B\u00fccher, das eine historisch, das andere literarisch, so gut zusammen: W\u00e4hrend Victor Davis Hanson in Schutt und Blut gr\u00e4bt, w\u00fchlt DeLillo im Abfall unserer Bilder.&nbsp;<strong>Tenochitl\u00e1n verschwand unter Kirchensteinen \u2013 wir verschwinden unter&nbsp;<\/strong><strong>digitalen&nbsp;<\/strong><strong>Content.<\/strong>&nbsp;<strong>\u201eThe media is our war.\u201c<\/strong>&nbsp;&nbsp;DeLillo schreibt diesen Satz, und man sp\u00fcrt, wie sehr er Hansons Welt erg\u00e4nzt: Die Schlacht findet heute nicht auf dem Feld statt und wenn, dann nur f\u00fcr die armen Seelen, die wirklich ermordet werden \u2013 die wirkliche Schlacht weltweit findet in den Bildern statt. &nbsp;<strong>Wir leben&nbsp;<\/strong><strong>dadurch&nbsp;<\/strong><strong>nicht in der&nbsp;<\/strong><strong>physischen&nbsp;<\/strong><strong>Zerst\u00f6rung<\/strong><strong>, ausser die Drohnen fallen wirklich auf unsere K\u00f6pfe<\/strong><strong>&nbsp;\u2013 wir leben in der&nbsp;<\/strong><strong>Simulation der Zerst\u00f6rung<\/strong><strong>.<\/strong>&nbsp;Alles ist sichtbar und doch erscheint nichts mehr als wirklich. Jedes bombardierte Geb\u00e4ude wird mit einem Code beschrieben und dient fortan einem Narrativ. So wird Paranoia gespeichert und die Wirklichkeit vergessen, ja es geht noch weiter: Nichts soll jemals wieder an die Wirklichkeit erinnern.&nbsp;<strong>Hanson erz\u00e4hlt&nbsp;<\/strong><strong>von Ruinen, DeLillo von Oberfl\u00e4che und Beide erz\u00e4hlen von der unglaublichen Zerst\u00f6rungskraft von Fiktionen. Spannend an Beiden sind die Leere, die Leerstellen, die Nullen, die die Abwesenheit von relevanten Informationen markieren. Bei DeLillo leben die Figuren nicht wirklich, sie zirkulieren nur.&nbsp;<\/strong>Sie durchqueren Shopping Malls, Baseballstadien, M\u00fclldeponien und konsumieren Fernsehbilder. Sie leben in kapitalistischen Feeds wie wir heute in den digitalen gefangen sind. &nbsp;<strong>Kein Ereignis bleibt, alles flie\u00dft ab in<\/strong><strong>s&nbsp;<\/strong><strong>Archiv<\/strong><strong>, den M\u00fcll oder dem nicht mehr zug\u00e4nglichen Code.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eEverything is connected in the air, in the cloud, in the plague of data. The future belongs to crowd<\/em><em>s\u201c meint DeLillo schon 1998. Die Crowds sind keine politischen Gemeinschaften, es ist diese aufgel\u00f6ste Masse, getrieben von Codes, nicht mehr von Unterscheidungs- und Urteilskraft.<\/em><em>&nbsp;<\/em><strong>Hannah Arendt h\u00e4tte diesen Zustand&nbsp;<\/strong><strong>den radikalen \u201e<\/strong><strong>Weltverlust<\/strong><strong>\u201c<\/strong><strong>&nbsp;genannt.<\/strong>&nbsp;Politik wird dadurch vernichtet, denn nach Hannah Arendt kann es nur Politik geben, wenn sie im gemeinsamen Raum erscheinen und verhandelt werden darf. Bei Victor Davis Hanson wird dieser Raum durch Gewalt, bei DeLillo durch Medien vernichtet. Beides f\u00fchrt dazu, Erfahrung zu neutralisieren, l\u00f6schen und eliminieren.&nbsp;<strong>Und im digitalen Jetzt \u2013 in unserer Zeit \u2013 geschieht beides zugleich.<\/strong><br><strong>Krieg findet statt. Und ist trotzdem nur noch Frame, Kommentar, Hashtag, \u201eEilmeldung \u2013 jetzt liken!\u201c<\/strong><strong>&nbsp;So verwandeln sich im Roman bei DeLillo alle Stories in ein Bilderrauschen. Deshalb lese ich diese zwei Werke zusammen, eines nur auf englisch, das andere auf deutsch \u00fcbersetzt. Denn nur zusammen ergeben sie die eigentliche Diagnose unserer Epoche: Die Vernichtung und Simulation durch die algorithmische Welt. Deshalb nenne ich die Neuauflage meines Bestsellers von 2018 auch \u201eTrumpism. The Algorithmic Age\u201c \u2013 weil in dieser englischen Version die ungeheure Macht der Codes philosophisch und politisch weitergedacht wird, bis hin zur Annihilation.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Karthago wurde vernichtet.&nbsp;<strong>Die Azteken wurden real ausgel\u00f6scht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heute aber gen\u00fcgt oft schon digitale Ausl\u00f6schung.<\/strong>&nbsp;Keine Bomben \u2013 nur&nbsp;<strong>De-Priorisierung im Algorithmus<\/strong>, Entzug von Sichtbarkeit, Etikettierung durch Codes:&nbsp;<strong>Wer nicht in die Sprachmaske der digitalen Ideologien passt,&nbsp;<\/strong><strong>geht als Leerstelle verloren, wird unsichtbar.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und jetzt kommt der Satz, der&nbsp;<\/strong><strong>weder bei Hanson noch DeLillo auftaucht<\/strong><strong>:<\/strong><strong>&nbsp;<\/strong><strong>Die erste Gruppe, die&nbsp;<\/strong><strong>im Krieg, in der Ausl\u00f6schung, in der Simulation verloren geht, sind die Frauen.&nbsp;Frauen spielen auch in den gegenw\u00e4rtigen Diskursen rund um Krieg und Politik wirklich keine Rolle mehr, es sei denn, MANN macht mit den Bildern von ihnen Propaganda. Im Zeitalter digitaler Reproduktion ist es \u00e4hnlich bitter wie im Krieg. Auch da spielen Frauen, ausser als Objekte des Hass oder in Pornowelten als Bilder des m\u00e4nnlichen Begehrens, keine Rolle mehr.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frauen werden ausgel\u00f6scht \u2013 damals und heute.&nbsp;<\/strong><strong>Heute&nbsp;<\/strong>geschieht nicht mehr durch die Gesetze, sondern durch codierte Pornobilder, Sprachfilter,&nbsp;<strong>Ideologie-Interfaces und digitale Moral<\/strong><strong>vorschriften von links und rechts<\/strong><strong>.<\/strong><strong>&nbsp;Die Linken l\u00f6schen Frauen aus ihren biologischen Realit\u00e4ten, denaturalisieren sie mit Menstruator-Maschinen oder \u201ePerson mit Uterus.\u201c Die Rechten entmenschlichen sie durch \u201eTradwives\u201c; Frauen als dekorative&nbsp;<\/strong>Ressource der Nation. Was wir also erleben ist eine Ausl\u00f6schung und digitale Refeudalisierung durch Bilder sondergleichen. Hanson und DeLillo kennen in ihren B\u00fcchern keine Frauen, weil sie in der Zerst\u00f6rungsgeschichte vergessen geht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und heute? Heute sind Frauen codierte Repr\u00e4sentationen. Und wir lernen in den B\u00fcchern von Hanson und DeLillo: wer vernichtet wird, h\u00f6rt auf, Geschichte zu schreiben. Wer nur noch als Bild, Kategorie, als Code vorkommt, h\u00f6rt auf real zu existieren. Das Leben besteht f\u00fcr solche Menschen in einer Adaption zum Code.&#8221;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dar\u00fcber sollten Romane geschrieben werden. Das Anfangskapitel habe ich hier wenigstens mal versucht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Victor Davis Hanson, The End of Everything. How Wars descend into Annihilation. 2023.<\/strong> siehe Rezension : <a href=\"https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/hanson-und-ddelillo.pdf\">https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/hanson-und-ddelillo.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Don DeLillo, Unterwelt, Roman 1998.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Regula St\u00e4mpfli: &#8220;Es ist eine eigent\u00fcmliche und zugleich ersch\u00fctternde Erfahrung, zwei B\u00fccher gleichzeitig zu lesen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, doch bei doppelter Brennweite Klarheit bringen. 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