{"id":10823,"date":"2024-08-29T14:46:28","date_gmt":"2024-08-29T12:46:28","guid":{"rendered":"https:\/\/regulastaempfli.eu\/?p=10823"},"modified":"2024-08-29T14:46:29","modified_gmt":"2024-08-29T12:46:29","slug":"frauen-archaeologie-by-lastaempfli-muetter-europas-die-letzten-43-000-jahre-von-karin-bojs-es-geht-um-europas-muetter-migrationspatriarchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/regulastaempfli.eu\/?p=10823","title":{"rendered":"Frauen &#038; Arch\u00e4ologie by laStaempfli: &#8220;M\u00fctter Europas. Die letzten 43.000 Jahre von Karin Bojs&#8221;. Es geht um &#8220;Europas M\u00fctter&#8221; &#038; Migrationspatriarchen."},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>Von den \u201eM\u00fcttern Europas\u201c und den indogermanischen Migrations-Patriarchen<\/em> erz\u00e4hlt <em>Regula St\u00e4mpfli<\/em> in ihrem Essay zum umwerfend guten Buch von Karin Bojs.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><em>Arch\u00e4ologie ist ein h\u00f6chst ideologisches Fach. Dank DNA, Isotopen und Artefakten wird gerade die Geschichte neu geschrieben. Karin Bojs hat ein umwerfendes Buch \u00fcber die \u201eM\u00fctter Europas\u201c geschrieben u.a. dar\u00fcber, wie diese ihre feministische Macht an die Migrations-Patriarchen verloren.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_3625-rotated.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"480\" height=\"640\" src=\"https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_3625-rotated.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10825\" srcset=\"https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_3625-rotated.jpg 480w, https:\/\/regulastaempfli.eu\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/IMG_3625-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><figcaption>Ein Essay \u00fcber die neuen Erkenntnisse der Steinzeitforschung: Ja. Europa war matrilinear. Ja. Die Patriarchen aus dem Osten, wilde nomadische M\u00e4nnerhorden, brachten das Ende der matrilinearen Epoche. Dies zeigen die neusten biometrischen, biochemischen und genetischen Forschungen. Foto aus der Weltwoche mit dem Essay von Regula St\u00e4mpfli. Ein Essay, der leider nicht vom Das Magazin \u00fcbernommen wurde. Ebenso fehlen die grossen, spannenden und \u00f6ffentlichen Diskussionen rund um die neuen Befunde, wohl weil es sich um FRAUENGESCHICHTE ALS MENSCHHEITSGESCHICHTE handelt. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8220;Stellen wir uns vor, eine, nur aus M\u00e4nnern bestehende Gruppe unternimmt eine lange Wanderbewegung durch verschiedene geografische Regionen und trifft auf ihrem Migrationszug auf sesshafte V\u00f6lker, in denen Frauen das Sagen haben. Die Variante, dass die M\u00e4nnerhorden die M\u00e4nnchen ermorden, den Nachwuchs t\u00f6ten, die Frauen vergewaltigen, unterwerfen und selber mit ihnen sesshaft werden, liegt ziemlich nahe. Willkommen in der neueren Steinzeitforschung! Es beginnt \u2013 wie immer \u2013 bei einer Frau. Die \u201eVenus von Willendorf\u201c ist ein R\u00e4tsel, eine umwerfend sch\u00f6n geformte Figur, angenehm fett und f\u00fcr ihre \u00fcber 30.000 Jahre sehr gut erhalten. Sie wohnt in Wien, im Naturhistorischen Museum, ist viel kleiner als erwartet und hat mittlerweile viele Schwestern der europ\u00e4ischen Eiszeit. Sie war lange DIE Ikone der Kunstgeschichte und Arch\u00e4ologie. Sie wurde mal als pornografisches Objekt, mal als Mutterg\u00f6ttin, mal als Meisterin des Textilhandwerks gedeutet. Gebaut ist sie aus Sandstein vom Gardasee, entdeckt wurde sie 1908 von einem Bauarbeiter beim Bau der Donau-Uferbahn in der Wachau. Sie ist Ausgangspunkt neuer Geschichtsschreibung, die von Karin Bojs \u201eM\u00fctter Europas. Die letzten 43000 Jahre\u201c sowie Lluis Quintana-Murci \u201eDie grosse Odysee. Wie sich die Menschheit \u00fcber die Erde verbreitet hat\u201c, neu verhandelt wird. Beide erz\u00e4hlen davon, wie sich die Migration der Urzeit bei M\u00e4nnern und Frauen v\u00f6llig anders manifestiert und auswirkt. Ein Befund, den die Sprachwissenschaftlerin und Arch\u00e4ologin Marija Gimbutas (1921-1994) schon in den 1940er Jahren festhielt. Sie belegte mit den Artefakten und Sprachentwicklungen der Urzeit, ein \u201eAlteuropa\u201c mit matrilinearer Kultur und indogermanischen Migrationswellen, die eine stark patriarchale Kultur mit sich trugen. 2018, auf einer Tagung in Uppsala, entschuldigte sich der legend\u00e4re Colin Renfrew, Arch\u00e4ologe aus Cambridge \u2013 er war damals schon \u00fcber achtzig Jahre alt \u2013 bei seinen Kollegen und leistete Marija Gimbutas Abbitte. \u201eCertainly I was wrong\u201c, meinte er bedauernd, aber in einer Gr\u00f6\u00dfe, die den meisten Wissenschaftlern heutzutage leider abgeht. (&#8230;)&#8221; LESEN SIE WEITER IN: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/weltwoche.ch\/story\/europas-muetter-und-die-migrations-patriarchen\/\" target=\"_blank\">https:\/\/weltwoche.ch\/story\/europas-muetter-und-die-migrations-patriarchen\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von den \u201eM\u00fcttern Europas\u201c und den indogermanischen Migrations-Patriarchen erz\u00e4hlt Regula St\u00e4mpfli in ihrem Essay zum umwerfend guten Buch von Karin Bojs. Arch\u00e4ologie ist ein h\u00f6chst ideologisches Fach. Dank DNA, Isotopen und Artefakten wird gerade die Geschichte neu geschrieben. 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