#DiePodcastin (ver)mütterlich(t): Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Mamans, Mütter,Mommy, Mama, grosse Mütter, Mutterschaft als soziales Konstrukt. Folge 52

 #DiePodcastin (ver)mütterlich(t): Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Mamans, Mütter,Mommy, Mama, grosse Mütter, Mutterschaft als soziales Konstrukt und weshalb Johanna Schopenhauer nie mehr mit ihrem Sohn redete. Zum Schluss Kurzlesung Hedwig Dohm. Das Bild ist von der grossen Louise Bourgeois “Maman”.
 
laStaempfli bringt Camille Kouchner in den Wochenrückblick & deren grossen Roman, der den Hashtag #MeTooInceste Frankreich erschüttert, die Rohnerin die neue Direktorin der WTO, Ngozi Okonjo-Iweala, von der die CH-Media-Group nichts Besseres weiss als von “Diese Grossmutter wird neue WTO-Chefin” zu schreiben und dank Intervention der klugen Isabel Rohner auf TWITTER auch einen Shitstorm kassiert, siehe Link unten.bourgeois-maman-1999-480x500
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Et puis: Les mères… laStaempfli schwärmt von ihrer Mutter und ihrer Mutterschaft als “Die Welt als Beziehung”, macht gleichzeitig klar, dass die Regelungen zur Reproduktion immer Machtinstrumente sind, redet sich jedoch den Mund fusselig, um ihre Position gegen die Leihmutterschaft klarzustellen. Denn selbst wenn Mutterschaft ein soziales Konstrukt ist, bedeutet dies nicht, dass Gebärmütter einfach verkauft, gemietet und global verschachert werden können. Auch dazu einen Link auf französisch. Die Rohnerin erzählt über die Gewalt, die vielen Müttern angetan wurde, weil sie keine Mitsprache hatten und darüber, wie in der deutschen Frauenbewegung die einen gerade wegen Mutterschaft, die anderen gerade nicht wegen der Mutterschaft, fürs Frauenstimmrecht waren, sehr spannend und wie immer zum Schluss eine wunderbare Hedwig Dohm-Lesung von Isabel Rohner. Dazwischen kommt noch der Hinweis auf Johanna Schopenhauer von laStaempfli und et bien: Wenn Frauen Kinder möchten, dann sollten sie dies nur in Ländern tun, die über Krippen, Tagesschulen verfügen und das Wort “Rabenmutter” nicht kennen.
 
Ein Vortrag beim Hearing zu Mutterschaft und Leihmutterschaft von Regula Stämpfli vor dem französischen Parlament in Paris 2016, sie ist die dritte Speakerin, zum Nachgucken: https://www.youtube.com/watch?v=0_rKLx9L424
 
Bildquelle: Bilbao, Guggenheim Museum, Louise Bourgeois, Mamaman 1999.

#DiePodcastin über #Heldinnen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über den brutalen Kampf ums Frauenstimmrecht, Unsichtbarkeiten und die grössten Heldinnen Europas, bspw. Theresia Rohner

#DiePodcastin über #Heldinnen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über den brutalen Kampf ums Frauenstimmrecht, Unsichtbarkeiten und die grössten Heldinnen Europas, bspw. Theresia Rohner.theresiarohner-642x500 

Die Menschenrechtserklärung der Französischen Revolution war ein Versprechen auf die Anerkennung der Ebenbürtigkeit aller Menschen. In Realität war sie das Verbot der Ebenbürtigkeit der Frauen: Die Macht der Geschichtserzählung bleibt indessen ungebrochen. Die Vorstellung, Demokratie sei nur revolutionär, progressiv, gut für die Menschheit trägt zur Unsichtbarkeit von Frauen bei (Hedwig Richter). Es gibt eine Scham, eine Unfähigkeit der Männerstaaten, sich dafür zu entschuldigen, wie lange und hartnäckig sich wieder und wieder gegen das Recht von Frauen brutal wehren, gesehen, gehört zu werden und politische, ökonomische und kulturelle Teilhabe einzufordern. Der Kampf ums Frauenwahl- und -stimmrecht war ein brutaler und bleibt nur ein vorläufiges Happy End, da der Kampf um Sichtbarkeit weitergeht, so laStaempfli. Vom Kampf zu den Heldinnen: Die Rohnerin erzählt spannend die Geschichten all der vergessenen Heldinnen, erklärt, was es mit den Helden so an sich hat und weshalb die wahren Heldinnen sterben, vergessen und kaum gefeiert werden. Isabel Rohner entwirft, wie es ihr so entspricht, grad eine geniale Theorie zu Helden & Heldinnen: grossartig. Und wir hören über Theresia Rohner und verneigen uns nochmals an dieser Stelle vor ihr.
 Brandaktuell:
Isabel Rohner und Irène Schäppi, “50 Jahre Frauenstimmrecht. 25 Frauen über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung”, hg. beim Limmat Verlag, November 2020 Bookseite siehe https://www.limmatverlag.ch/programm/titel/889-50-jahre-frauenstimmrecht.html
 Hedwig Richter über Demokratie, Sichtbarkeit, Gewalt, Frauen in https://www.bpb.de/apuz/277329/demokratiegeschichte-ohne-frauen-ein-problemaufriss?p=all
 Demokratie, Eine deutsche Affäre, auch von Hedwig Richter 2020, Beck Verlag siehe https://www.chbeck.de/richter-demokratie/product/30917915
 Schon alt, aber immer noch gut: Regula Stämpfli, Vom Stummbürger zum Stimmbürger, Das ABC der Schweizer Politik, Zürich 2003, siehe Interview dazu auf www.regulastaempfli.eu
 Weitere Links
 – https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/frauenstimmrecht-eine-frau-gegen-den-kanton-wie-eine-appenzellerin-dem-frauenstimmrecht-in-innerrhoden-vor-30-jahren-zum-durchbruch-verhilft-ld.2067094?reduced=true (zwar hinter Paywall, aber trotzdem)
– https://www.helvetia-rennt.ch/
– Denken muss manchmal auch wehtun siehe laStaempfli im Interview: http://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2013/06/Interview-Schaffhauser-Nachrichten-30.5.2013.pdf
 Nicht vergessen:
 Maja Göpel, Unsere Welt neu denken. Eine Einladung, Buch kaufen und die Sendung, wie frau über Ökologie selbst gegenüber einem Vollhonk-Macho ruhig, besonnen und klar reden kann, siehe https://www.ardmediathek.de/rbb/video/talk-aus-berlin-oder-maja-goepel-politoekonomin/rbb-fernsehen und Rezension ensuite siehe https://www.ensuite.ch/fortschritt-welcher-denn-global-justice-now/
 

laStaempfli, Biopolitik: Vorlesung HSG VI. Vita activa: Vom tätigen & biologischen Leben. Links zum #Podcast

laStaempfli, Biopolitik: Vorlesung HSG VI. Vita activa: Vom tätigen & biologischen Leben. Links zum #Podcast (Online für die ZuhörerInnen der öffentlichen Vorlesung).

wienkolumnenbuch

 

 

 

 

 

 

 

 

Zunächst, was laStaempfli alles vergessen hat, zu erwähnen: Begriff des Anthropozän siehe dazu https://www.sueddeutsche.de/thema/Anthropoz%C3%A4n Wikipedia: „Der Ausdruck Anthropozän (zu altgriechisch ἄνθρωπος ánthropos, deutsch ‚Mensch‘ und καινός ‚neu‘) ist ein Vorschlag zur Benennung einer neuen geochronologischen Epoche: nämlich des Zeitalters, in dem der Mensch zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf die biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden ist.

laStaempfli: Hier zeigt sich das gängige #Banksprech der Epoche. Denn die Zeitgeschichte ist nicht vom „Mensch“, d.h. einer „Herrschaft des Niemands“, allgemein, gestaltet, sondern von Anreizsystemen, die die Datenherrschaft zum Alleinherrscher des gesamten Globus machen. Wir müssen uns den DATAZÄN (meine Wortschöpfung) wie die Religion des Christentums seit der Einführung als Staatsreligion 380 bis zur Französischen Revolution 1789 vorstellen, nämlich als „natürlich“, „normal“, logische, sachdienliche Narration, die allen politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entscheiden vorangeht. Es ist weit mehr als „das Opium für das Volk“ nach Karl Marx, sondern es ist das, was Michel Foucault den herrschenden Diskurs, dieses System der äusseren und inneren Kontrolle, verknüpft mit Zugangsbeschränkungen stellt. Wir besprachen dies in den letzten sechs Wochen der Auseinandersetzung zur Biopolitik, dieser „Eroberung der Welt als Datensystem“. Dies habe ich meinen Ausführungen zum tätigen und biologischen Leben vergessen, voranzustellen. Die Verbindung zum „Hexenhammer“, dem Grundlagendokument der Moderne, dem viel zu wenig Beachtung geschenkt wird, habe ich während der Vorlesung zu wenig expliziert: Hier ein Link https://www.planet-wissen.de/geschichte/neuzeit/hexenverfolgung/pwiederhexenhammer100.html

Bildschirmfoto-2017-06-19-um-19.08.16

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dies wird im Frühjahr weitergeführt und/oder ich schreibe einen Artikel darüber, den ich hier auch verlinken werde. Nun noch wichtige Hinweise zur Literatur: Ein grosser Roman „Ökotopie“ von Ernst Callenbach (sollte aber unbedingt updated werden), Maja Göpel, Die Welt anders denken, habe ich schon erwähnt, Rutger Bregman, Im Grunde Gut. Eine neue Geschichte der Menschheit. Dystopien zum Verständnis meiner Datenanalyse: Zygmunt Bauman, Leben als Konsum und Christina von Braun, Blutsbande. Dann als Grundlagendenken, sehr komplex, aber sehr lohnend: Hannah Arendt, Vita activa oder Vom tätigen Leben. Zu den Datenvorschlägen, die ich unbedingt publizieren müsste, verweise ich auf das letzte Kapitel bei Amy Webb, Die grossen Neun, wo sie die globalen Massnahmen zur Demokratie der Daten bespricht. Ich werde mich bemühen, meine Datenverfassung so schnell als möglich als Bookondemand zu publizieren. Hier eine Powerpointpräsentation, http://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2017/07/slides-vortrag-syndicom.pdfwo ich schon vor drei Jahren wichtige Massnahmen skizziert habe. Ansonsten freue ich mich über mehr Links und Hinweise, hier noch ein Song, den mir eine Teilnehmerin für die Utopie denkend und singend, geschickt hat, VIELEN DANK!: https://www.youtube.com/watch?v=RBT9F5NqsS0&feature=youtu.be

 

Die Podcastin ist in Fahrt: Isabelle Rohner & Regula Stämpfli unterhalten sich über Autos, Abenteuerinnen & die Werkzeugkiste der Sichtbarkeit #Podcast #Podcasters #Art #Women #PodcastRecommendations

#DiePodcastin in Fahrt: Rohnerin&laStaempfli on Kamalaweiss, WollstonecraftMonument, Autos&Abenteuerinnen. Der Wochenrückblick bringt Medienmechanismen und grosse Frauen hervor, die ständig nackt, jung und bei Simone de Beauvoir sogar von hinten, ikonografisiert werden. laStaempfli verwechselt die tragische Künstlerin des missglückten Wollstonecraftmonumentes (Maggi Humbling hat Jahrgang 1945, ist also alles andere als eine junge Frau, die vielleicht von einem fehlgeleiteten Kunstausschuss instrumentalisiert wurde…), die Rohnerin dagegen Klasse mit eindrücklichen Vergleichen: Stellen Sie sich vor, Nelson Mandela wäre als junger schwarzer Mann in Ketten dargestellt worden, nackt, mit Sixpack. #femaleHeritage : der neue Hashtag, um Frauen zu feiern.

Los geht’s: Auch bei der Geschichte des Automobils gibt es mehr Geschlecht als Recht. Frauen sind keine Mütter, Ehefrauen, Schwestern, Töchter, auch keine Monster, sondern in erster Linie und immer: Abenteuerinnen. Dies zeigt sich bei der Geschichte der Automobilistinnen, die die Rohnerin und laStaempfli begeistert feiern: Bei den Links findet Ihr die Frauen und Hinweise, das Bild ist natürlich Erika Mann, das Universalgenie.

diepodcastin-in-fahrt-rohnerinlastaempfli-on-kamalaweiss-wollstonecraftmonument-autosabenteuerinnen

Die Rohnerin weist darauf hin, das Frauen den Führerschein bis – Atem anhalten – 1958 !!!!! nur mit Bewilligung der Männer durften, selbst Autos kaufen, das hat die unwissende Stämpfli dann nachgeguckt, durften sie auch nur mit Bewilligung irgendwelcher männlicher Vorgesetzter. Erinnert alles an Saudiarabien und den wunderbaren Film über das Mädchen, das Velo fahren wollte: Das Mädchen Wadjda (dieser Tipp ist Bonusmaterial zur Podcastin). Die Uniform- und Bekleidungsgeschichte der Automobilistinnen ist auch ganz spannend: Es gab, festhalten, ein Lippenstift- und Rauchverbot für die Schweizerinnen, die im Zweiten Weltkrieg für die Armee ihre Autos und ihr Können zur Verfügung stellten.

Frauen haben Autos zuhauf erfunden, designed: Der Rückspiegel, wahrlich nicht unwichtiges Accessoire stammt von Dorothy Levitt, die übrigens auch ein “little handbook on the woman and the car” verfasst hat. Die Rennen Paris-Nizza 1898 von Madam Laumaille gewonnen, 1900 Anna Marie Lutzmann als Werksrennfahrerin, Bertha Benz war der erste autofahrende Mensch überhaupt, selbst wenn ihr Gatte dies gerne verheimlicht hätte.

Viele Geschichten, hört rein/hören Sie rein! Zudem gibt es spannende Links von spannenden, wunderbaren, inspirierenden Frauen!

Regula Stämpfli über eine Zukunft, die wie ein Emmentaler Käse codiert wird: DAS GROSSE DATENLOCH: DEMOCRACY DATA GAP: 9/2020

Regula Stämpfli über eine Zukunft, die wie ein Emmentaler Käse codiert wird: DAS GROSSE DATENLOCH: DEMOCRACY DATA GAP: 9/2020

«Digitale Demokratie» ist eigentlich ein Oxymoron: «Digital» ist künstlich, «Demokratie» hingegen weltlich. Aber die virtuelle Welt ist punkto Demokratie so löchrig wie ein Emmentaler-Käse. Was bisher «data bias» genannt wird, ist nicht nur eine codierte Voreingenommenheit, sondern ein methodisches Lücken- werk, das die wirkliche Welt auf ideologische Krücken stellt. Die politische Philosophin Regula Stämpfli fordert in ihrem Artikel, dass nicht die Demokratie digitalisiert, sondern die Digitalisierung endlich demokratisiert wird.

In: swissfuture, 50 jahre, die zukunft der zukunft, die methoden der zukunft. Heft bestellen bei swissfuture@swissfuture.ch oder pdf auf Bild klicken. 

copyrightlaStaempfli

laStaempfli, swissfuture, TA-Swiss: Demokratisierung der Digitalisierung

#–§– 0/1 Digital. Macht. Demokratie.
Zukunftskonferenz

„Der Mensch ist frei geboren, doch heute liegt er schon vor der Geburt in eng geschnürten Datenpaketen“ (laStaempfli)ensuite_213_September_2020-Anzeige.

Alle reden von „Digitaler Demokratie“, wir DEMOKRATISIEREN DIE DIGITALISIERUNG. Wer? Swissfuture & TA SWISS. Wo? Im Museum für Kommunikation Bern, Schweiz. Wann? 23.9.2020, 12.30-19.30 Uhr. Abendessen inklusive. Anmeldung? future@swissfuture.ch Tel: 041 240 63 33.

Regula Stämpfli über Umfragewerte: Wie Demokratien scheitern in Persönlich – Onlinemagazin für Entscheider&Meinungsführer

schlagende zeilen

Regula Stämpfli im TeleBasel über „Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt“

Bildschirmfoto 2018-11-22 um 10.21.36