Regula Stämpfli über das „Digitale Selbst“ in den „Mittwochsgesprächen“ mit Rainer Danzinger. Moderation: Florian Fossel im Café Korb in Wien.

Der Mittwochssalon: Ausschreibung. 

Unser Gast, Regula Stämpfli – im Gespräch mit Rainer Danzinger – befasst sich seit vielen Jahren mit der neoliberalen Verwertbarkeit alles Lebendigen und dem Hype um Hashtags, Social Media und politischer Polarisierung und fasst ihre Beobachtungen unter dem Begriff „Trumpism“ zusammen. Zu diesem schreibt sie:
„TRUMPISMUS ist framing & hurting, ist Datenklau »as business as usual«, ist Vergoldung durch das Amt, ist Herrschaft des Selbst, ist Corporate Branding, ist Fake Science, ist die Algorithmisierung der Welt, ist Leben als Konsum, ist Markenprotest, ist Pornografisierung des Alltags, ist Klickraten-Demokratie, produziert Blindspiralen, ist »scripted reality«, ist Banksprech, ist Identitäts- und Genderpolitik, rechnet echte Körper völlig falsch, ist Nomadentum der Vorurteile, ist Exekutivkommunikation, ist Börsenkurs, ist Rating-Demokratie, macht aus Menschen lebende Münzen, […] ist die Eroberung der Welt als Zahl, ist der Siegeszug von Big Data, codiert nach Vorurteilen, skandalisiert den Hyperlink, führt Selbstgespräche, operiert im Sefile-Modus, teilt die Welt in Likes und Dislikes, ist laut, führt Listen, macht aus Medien und Menschen eine (sich) )(an)schreiende Zunft.“

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