Clubhouse, Design der Woche #5: René Spitz, Sascha Swiercz, Regula Stämpfli zu den Gestaltungsthemen : Erstens Facebook in Australien: Die Gestaltung des politischen Aschermittwochs & Werbespots für die Landtagswahlen in Baden-Württemberg.22.2.2021

Clubhouse: Design der Woche #5: 22.2.2021 René Spitz, Sascha Swiercz, Regula Stämpfli zu den Gestaltungsthemen : Erstens Facebook in Australien: Die Gestaltung des politischen Aschermittwochs & Werbespots für die Landtagswahlen in Baden-Württemberg. Notizen zu den Gesprächsfetzen: Die Grünen klingen wie irgendwelche Unternehmen,die sich öko geben. Es ist alles gestalterisch uninspiriert und wird niemanden vom Hocker reissen: Am meisten nervt die Elevatormusik. Die Weigerung der Parteien, sich auch nur einen Millimeter für gute demokratische, vielseitige Gestaltung zu bemühenDie AfD Wahlwerbung ist mit der Familie wie ein Pixiebuch aufgebaut, erschreckend gut: Dunkeldeutschland.: Wir fallen immer drauf rein. #Codes füttern #Algorithmen, die #Autokratien stärken, womit wir bei #Facebook und #Erpressung #Australien wären. Hier nur der Hinweis auf Regula Stämpfli: No Data without representation. Es ist höchste Zeit, dass Amazon, Facebook, Google, Apple endlich #digitaltaxes zahlen & #openinfrastructure anbieten. 

SYDNEY, AUSTRALIA - FEBRUARY 18: In this photo illustration ABC News reports on Facebook's news ban on Australian and International content on February 18, 2021 in Sydney, Australia. Facebook has banned publishers an users in Australia from posting it sharing news content as the Australian government prepares to pass laws that will require social media companies to pay news publishers for sharing using content on their platforms. (Photo by Brendon Thorne/Getty Images)

 

#DiePodcastin erheitert, spielt, vergnügt: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über grandiose Entertainerinnen.

#DiePodcastin erheitert, spielt, vergnügt: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über grandiose Entertainerinnen.

Im feministischen Wochenrückblick ist laStaempfli wütend: Seit Jahren schreiben Ingrid Brodnig, Shoshanna Zuboff, Amy Webb, Cathy O Neil und sie selber die Tasten heiss, dass ALGORITHMEN NIE NEUTRAL, sondern extrem VOREINGENOMMEN sind. Die Medienmenschen tun indessen so als hätten sie das Thema erst für sich entdeckt und geben sich sehr überrascht. Kein Wunder kommt die Welt nicht weiter. Zudem verweist laStaempfli auf die feministische Debatte um den Burka-Ban in der Schweiz: Es gibt ganz viele linke, progressive, wissenschaftliche, weibliche Organisationen, die sich DAFÜR aussprechen. Der Link der klugen Elham Manea ist unten angefügt.Dann wird es heftig. Der Karneval: Die Rohnerin legt sich mit der mächtigsten Truppe in Köln anDie Kölner Rote Funken als reiner Männerverein, der gemeinnützig ist: das bedeutet für die Frauen wiederum kein Zugang zu Hierarchie, Netzwerk und Elitepositionen. Der Kölner Ober-Bürgermeister ist immer automatisch Mitglied in der geheimen Satzung: Henriette Reker ist die einzige Frau, die in diesem Geheimclub aufgenommen wurde: SYSTEMISCHE DISKRIMINIERUNGBis diese Vereine keine Frauen aufnehmen, dürfen sie keine öffentlich-rechtlichen Gelder mehr kriegen.#diepodcastin schreibt wieder mal einen Brief. Es folgt ein Exkurs über Medien-Einheitsbrei, die ständig dieselben Themen bringen statt sich den WIRKLICH WICHTIGEN Themen zu widmen. DANN DIE ROHNERIN WEITER IN TOPFORM: “Eher wird eine Frau Bundespräsidentin als dass sie Moderatorin einer grossen Spielshow wird.” laStaempfli ist baff. Dank der Rohnerin wird uns allen bewusst, wie ÜBERWÄLTIGEND DIE MÄNNERBASTION ENTERTAINMENT am öffentlich-rechtlichen und als auch in den privaten Medien ist.entertainerinnen

“Wer wird Millionär” – ist weltweit die wichtigste Spielsendung und wird ausschliesslich von Männern moderiert. Ausnahme gab es EINMAL in der Türkei, of all places, als eine Moderatorin für einen schwer erkrankten Moderatoren einspringen musste. Spiel, Sport sind Männerbastionen, die viel weiter wirken als der erste Augenschein dies vermuten lässt. Es ist also keine Nebensache, dass nur Männer die grossen Kisten leiten: Wir brauchen SPIELRINNEN: ÜBERALL; PRÄSENT; TANZEND; BERAUSCHEND; BEWEGEND. Grosse Entertainerinnen haben das Potential, die Welt zu verändern. Dann Hymnen auf die phänomenale Feministin Björk und ein grosses Gedenken an Françoise Cactus, die als tolle WOOMER (Wortschöpfung laStaempfli Wikipedia), die weibliche Generation der Boomer, feministisch zum Singen, Tanzen und Lieben gebracht hat. Sie ist mit nur 57 Jahren verstorben, sie fehlt: #DiePodcastin feiert sie, viele Links, schaut und geniesst die grosse Entertainerin. Sie hat uns allen witzige, tolle Rock-Pop-Elektrosongs beschert, Radiosendungen gestaltet, sie war die beste DJ, konsequent französisch und mit der Häkelpuppe Wollita uns alle bezaubert: Die Liebe zu Dritt, zu VIELT für uns alle: Françoise Cactus.

IdenTitti im Gespräch. Der rasante Roman des Jahres 2021 von Mithu Sanyal im Literaturhaus Basel, 25.2.2021. Moderation by laStaempfli

IdenTitti im Gespräch. Der rasante Roman des Jahres 2021 von Mithu Sanyal im Literaturhaus Basel, 25.2.2021. Moderation by laStaempfli

Mithu M. Sanyal, DIGITAL:, Regula Stämpfli

«Mithu M. Sanyal, Identitti»

Bildschirmfoto 2021-02-18 um 06.38.28Donnerstag, 25. Feb. 21, 19:00 Uhr Die Veranstaltung findet digital statt. Über den Link unten können Sie sich ein Ticket für das Onlineformat kaufen. Die Zugangsdaten für die Onlinelesung erhalten sie am Tag der Veranstaltung per Mail zugeschickt. 

Moderation: Regula Stämpfli

Mithu Sanyal schreibt in ihrem Debütroman rasant, witzig und ironisch über die grossen Fragen von Identitätspolitik. Im Zentrum stehen Nivedita und ihre Professorin Saraswati, die einen Lehrstuhl für Postcolonial Studies innehat. Doch plötzlich stellt sich heraus, dass Saraswati, die Übergöttin in allen Debatten über Identität, die sich selbst als Person of Colour beschreibt, weiss ist. Während das Netz gegen Saraswati hetzt und Demos ihre Entlassung fordern, stellt Nivedita ihr intimste Fragen darüber, was Identität und Zugehörigkeit wirklich bedeuten. «Ein so kluger, lustiger, ambitionierter, schneller, frischer, wilder, von Liebe erfüllter, hochpolitischer Roman – mit ihm beginnt meine Liste der mich prägenden und verändernden Romane der 20er-Jahre.» (Florian Kessler, Lektor). 

Deutschland ist ENDLICH im Jahr 2021 angekommen. 

Das Design der Woche #4 auf #Clubhouse mit René Spitz, Birgitta Homburger, erik spiekermann, Sascha Swiercz und Regula Stämpfli zu Rosenmontag, Impeachment-Video #CapitalRiots und #FFP2 Die Maske als Bag. 15.2.2021 17.30 Uhr

Das Design der Woche #4 auf #Clubhouse mit René Spitz, Birgitta Homburger, erik spiekermann, Sascha Swiercz und Regula Stämpfli zu Rosenmontag, Impeachment-Video #CapitalRiots und #FFP2 Die Maske als Bag. 

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laStaempfli: “Wir werden alle zu Puppen oder ist es umgekehrt? Die Puppen ersetzen real uns Menschen #postcorona” als Kommentar zum abgesagten Rosenmontag, der aber im Kölner Karnevalsmuseum liebvoll als Minizug von 32 Metern und unzähligen Puppen mit Livekommentar im WDR gesendet wurde. 

erikspiekermann: “Die Polarisierung verunmöglicht Politik. Das Video war gut gemeint, doch erreicht keine Pluralisierung der Parteien, die wir uns alle erhoffen. Es braucht ein diverses, mindestens Vierparteien-System; denn sowohl die Demokraten als auch die Republikaner sind in Flügeln gespalten. 

Birgitta Homburger: “Erfolgreich ist, was kommunizieren will, aber wenig informiert” mit anderen genialen Sätzen, die laStaempfli nicht notieren konnte und die Eigenschaft von #Clubhouse ist, dass normalerweise die Programme nicht aufgezeichnet werden. 

Sascha Swiercz: “Die FFP2 Bag hätte als Schuhe, Kopfbedeckung, Kleid, Tasche als High Fashion mit high Design Transformation durchaus eine Chance” laStaempfli applaudiert, René Spitz ist entsetzt und alle äusserst vergnüglich. Es war eine wichtige Gestaltungsrund, langsam grooven sich die #Clubhouse DesignerInnen zusammen unter der exzellenten, äusserst intelligenten und inspirierenden Leitung von René Spitz. Hören Sie rein, jeden Montag um 17.30 Uhr wenn es heisst: Das Design der Woche#4. 

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#DiePodcastin (ver)mütterlich(t): Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Mamans, Mütter,Mommy, Mama, grosse Mütter, Mutterschaft als soziales Konstrukt. Folge 52

 #DiePodcastin (ver)mütterlich(t): Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Mamans, Mütter,Mommy, Mama, grosse Mütter, Mutterschaft als soziales Konstrukt und weshalb Johanna Schopenhauer nie mehr mit ihrem Sohn redete. Zum Schluss Kurzlesung Hedwig Dohm. Das Bild ist von der grossen Louise Bourgeois “Maman”.
 
laStaempfli bringt Camille Kouchner in den Wochenrückblick & deren grossen Roman, der den Hashtag #MeTooInceste Frankreich erschüttert, die Rohnerin die neue Direktorin der WTO, Ngozi Okonjo-Iweala, von der die CH-Media-Group nichts Besseres weiss als von “Diese Grossmutter wird neue WTO-Chefin” zu schreiben und dank Intervention der klugen Isabel Rohner auf TWITTER auch einen Shitstorm kassiert, siehe Link unten.bourgeois-maman-1999-480x500
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Et puis: Les mères… laStaempfli schwärmt von ihrer Mutter und ihrer Mutterschaft als “Die Welt als Beziehung”, macht gleichzeitig klar, dass die Regelungen zur Reproduktion immer Machtinstrumente sind, redet sich jedoch den Mund fusselig, um ihre Position gegen die Leihmutterschaft klarzustellen. Denn selbst wenn Mutterschaft ein soziales Konstrukt ist, bedeutet dies nicht, dass Gebärmütter einfach verkauft, gemietet und global verschachert werden können. Auch dazu einen Link auf französisch. Die Rohnerin erzählt über die Gewalt, die vielen Müttern angetan wurde, weil sie keine Mitsprache hatten und darüber, wie in der deutschen Frauenbewegung die einen gerade wegen Mutterschaft, die anderen gerade nicht wegen der Mutterschaft, fürs Frauenstimmrecht waren, sehr spannend und wie immer zum Schluss eine wunderbare Hedwig Dohm-Lesung von Isabel Rohner. Dazwischen kommt noch der Hinweis auf Johanna Schopenhauer von laStaempfli und et bien: Wenn Frauen Kinder möchten, dann sollten sie dies nur in Ländern tun, die über Krippen, Tagesschulen verfügen und das Wort “Rabenmutter” nicht kennen.
 
Ein Vortrag beim Hearing zu Mutterschaft und Leihmutterschaft von Regula Stämpfli vor dem französischen Parlament in Paris 2016, sie ist die dritte Speakerin, zum Nachgucken: https://www.youtube.com/watch?v=0_rKLx9L424
 
Bildquelle: Bilbao, Guggenheim Museum, Louise Bourgeois, Mamaman 1999.

René Spitz, Christoph Niemann, Birgitta Homburger, Sascha Swiercz & Regula Stämpfli in Das Design der Woche #3 auf Clubhouse , 8.2.2021: The Great Green Wall, Die russische Staatsgewalt im konkreten Erscheinungsbild von Uniformen & Demonstrationen, Das neue Cover im New Yorker von Christoph Niemann, der sich der Designkritik stellt.

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René Spitz, Christoph Niemann, Birgitta Homburger, Sascha Swiercz & Regula Stämpfli in Das Design der Woche #3 auf Clubhouse , 8.2.2021: The Great Green Wall, Die russische Staatsgewalt im konkreten Erscheinungsbild von Uniformen & Demonstrationen, Das neue Cover im New Yorker von Christoph Niemann, der sich der Designkritik stellt

laStaempfli zu den Uniformen: Kleider machen Leute und Uniformen Soldaten. Auf österreichisch heisst die Uniform ja Montur und das trifft es viel besser: Uniformen machen gleichförmig, die Monturen stellen auf, fügen zusammen, demonstrieren Gewalt: Monturen montieren Maschinen. Früher waren die Montierten die Reiter gegen die Demonstranten. Uniformen sind notwendige Bedingungen für den Kombattantenstatus: Wenn es keine Uniformen gibt, weiss mann ja nicht, wer verhauen werden soll.Es gab in Deutschland bis 1933 ein Uniformverbot: Hugo Boss unterlief dies 1932, indem er für die NSDAP schon den schwarzen Dienstanzug für die SS schneiden liess. Es gibt übrigens immer noch ein Uniformverbot: Die Rechten oder die Scharia-Idioten versuchen es ja immer wieder, einheitliche Kleidung durchzusetzen, um sich für einen eigenen Staat aufzurüsten. Birgitta Homburger verweist auf die Fragilität in der Ikonografie: Beide, laStaempfli und Homburger beschreiben anhand der Bilder die Installation von Avataren, überdimensionierten Maschinen-Menschenkörpern gegen zerbrechliche Lebewesen als staatliche Macht-& Gestaltungselemente. 

Great Green Wall: Sascha Swiercz fragt nach bei der Diskussion zum “Mauer”-begriff als ursprünglich männliche Gestaltungskonnotation. Es geht, so laStaempfli hier, um die Abgrenzung, die Machtsymbolik, die Autorität der Höhe der Mauern, die Schutz- wie Einsperrkonnotation, Gefängnismauern, die Klagemauer in Jerusalem, die nur Männern vorbehalten war etc. René Spitz verweist auf die Schutzfunktion von Mauern gegen Anschläge anhand des Beispiels Jerusalem. Fazit: Mauer als Great Green Wall verweist auf das Gestaltungsversagen der gut gemeinten 8000 Kilometer langen grünen Bepflanzung, die jedoch zu wenig nachhaltig ist: Nicht das Neupflanzen von Bäumen ist entscheidend, sondern die Verjüngungsschnitte, die Transformation von alten in Zukunft. laStaempfli sieht da den Konflikt im Design: Gestaltung sollte nachhaltig sein, das bedeutet oft die Verzweigung von Vorhandenem und Neuen: Das wäre nach ihr dann weiblich. Und nicht einfach immer noch mehr und noch neuer…niemann_wooster_newyork102_signature_012521-810x1106

Regula Stämpfli zum New Yorker Cover von Christoph Niemann: “Mit Stift, Pinsel, Papier, Farbe versteht der Künstler, der Gestalter, der Denker Niemann digital und analog so zu verbinden, dass daraus gestaltete Poesie und einleuchtende Erzählungen werden.” Webseite : https://www.christophniemann.com/

Regula Stämpfli: Von Menschen und Daten. Vorlesung #HSG St. Gallen 2021

Von Menschen und Daten

Philosophie

Dozentin / Dr. Regula Stämpfli, Dipl. Coach, Politische Philosophin siehe www.regulastaempfli.eu & www.diepodcastin.devorlesung st gallen frühjahr 2021 menschen&daten 

Die Vorlesungen beschäftigen sich mit der Macht der Computer und der Ohnmacht der Lebewesen. Es gibt viele nicht-erzählte Geschichten rund um Datenlöcher und Automatisation. So reden viele gerne von «digitaler Demokratie»: Ein Unsinn. Denn «digital» ist künstlich, «Demokratie» hingegen weltlich. Solche methodisch angelegten Lückenwerke sind für das Zeitalter digitaler Reproduktionen (Zitat Regula Stämpfli) strukturell und bleiben unentdeckt. Die codierte Voreingenommenheit konstruiert methodische, kommunikative, politische sowie kulturelle Lückenwerke, welche die Demokratie wie einen Emmentaler löchern. So wird die reale Welt auf zahlenbasierte ideologische Krücken gestellt. Höchste Zeit, die Datenlöcher, die religiösen Elemente der Datenherrschaft, die neuen Zahlmasters und mit ihnen die 4.0-Eroberung der Welt philosophisch neu zu denken.

Regula Stämpfli und Isabel Rohner: Wie erzählen wir Frauenleben, Frauengeschichte, Frauenphilosophie, Frauenzukunft? #DiePodcastin über die Schwierigkeit Mensch zu sein

#DiePodcastin entwirft, erzählt, färbt, gestaltet, formt Frauenleben: Isabel Rohner& Regula Stämpfli über die Schwierigkeit, vergangenen, eigenen, wichtigen, anderen, vielfältigen Frauenstimmen Gehör zu verschaffen.

Die Rohnerin beginnt mit dem grossen Zitat von Simone de Beauvoir: “Ich erschaffe mich selbst. Ich erschaffe MEINE Geschichte”. Darum dreht sich die heutige Folge: Wie erzählt frau Leben aus der Vergangenheit, Gegenwart, für eine Zukunft, die dank der Sichtbarkeit von Frauen, Humor, Leichtigkeit, politische Teilhabe, sinnliche und erortische Erfüllung verspricht statt in vergangener Misere und automatischer Dystopie zu landen? Die Gegenwart schlägt indessen zu: Schlagzeilen, misogyne Twittergeschichten, blamable Banalisierungen zum 50-Jahre Frauenstimmrecht müssen von der Rohnerin und laStaempfli diskutiert werden. #DiePodcastin ist stark in der Medienkritik und freut sich natürlich, wenn sich fortan alles ändert, statt einige mediale Revanchisten hinter den Bänken hervorzulocken. Daneben gibt es eine grosse Freude: Kathrin Passig kriegt den Heinrich Mann-Preis. #DiePodcastin gratuliert. Dann geht es um die Theorie weiblicher Lebensentwürfe, das Scheitern, weibliche Moral, weibliche Weltansätze, die, je länger die Entwertung alles Lebendigen u.a. auch durch die Beschriftung, die Codierung, die Warenwerdung voran schreitet, der ewigen Vergessenheit anheim zu fallen drohen.diepodcastin-entwirft-erzaehlt-faerbt-gestaltet-formt-frauenleben-isabel-rohner-regula-staempfli-ueber-die-schwierigkeit-vergangenen-eigenen-wichtigen-anderen-vielfaeltigen-frauenstimm_500x375 Die Rohnerin und laStaempfli erkunden die Schweigespiralen rund um Frauenleben und die Frage, ob Frauen, die an den mächtigen Männerstrukturen zugrunde gingen die Lust an Emanzipation, Freiheit und Feminismus eher befördern oder abschrecken. laStaempfli plädiert vehement für Unterscheidungskraft; die kluge Rohnerin verweist auf Hedwig Dohms Geschichte, die in den 1970er Jahren eins zu eins als Romanidentität mit der Autorin gedeutet wurde: Isabel Rohner hat damit in ihrem wunderbaren Buch aufgeräumt. Carol Gilligans “Andere Stimme” kommt zu Wort: Sie hat gezeigt, dass die noch heute gültigen Moralismus-Skalen von Lawrence Kohlberg um explizit hierarchische Männerprinzipien geht, die, ohne auch nur einen einzigen Datensatz zu Frauen, universalistisch gewertet werden. Gilligan zeigte schon in den 1980er Jahren auf, wie alle Definitionen von Moral männlich-abstrakte Denkweisen etabliert und extrem beliebt in allen geltenden Geistes- und Sozialwissenschaften, besonders auch in der analytischen Philosophie, die Runde machen. Die Rohnerin fragt nach Lösungen, laStaempfli verweist auf laute Stimmen, voller Sinnlichkeit, das Wagnis der Öffentlichkeit und die Freude, Freiheit zu tanzen: Alle Frauen, alle Stimmen, alle Wirklichkeiten. Zitat von Michelle Obama: “If there is one thing I have learned in life, it is the power of using your voice.” laStaempfli hat übrigens mal ein Buch geschrieben, das sie “Vom Stummbürger zur Stimmbürgerin” nennen wollte. Der Verlag hat daraus männliche Formen gemacht, nicht zuletzt, weil die Politologiekollegen meinten: “Sonst wird es ja ´nur´ ein Frauenbuch.”

#DiePodcastin jubiläumsorientiert: 50Jahre Frauenstimmrecht mit Links, Dokus, Hinweisen . Regula Stämpfli mit den schönsten Links zu dieser ganz speziellen Woche

#DiePodcastin jubiläumsorientiert: 50Jahre Frauenstimmrecht mit Links, Dokus, Hinweisen . Regula Stämpfli mit einigen Links zu dieser ganz speziellen Woche: Wenn der Feminismus Ton und Takt angibt, Geschichte der Gewalt, Literatur:www.ensuite.ch

Eingängige Hymne, abstrakte Töne: Feministische Musik zieht sich in der Schweiz durch alle Szenen und Generationen. Wo steht sie heute – von Theresa Beyer. Kurz, aber sehr schöner Beitrag. Viele blinde Flecken: Etwa zeitgleich hat die Postpunk-Band Kleenex für Furore gesorgt. Sie hat viele Frauen ermutigt einfach zum Instrument zu greifen, auf die Bühne zu steigen und loszuspielen.Irène Schweizer und Kleenex sind Pionierinnen der feministischen Musik und bis heute wichtige Referenzpunkte. Doch so lebendig und vielfältig die gegenwärtige Szene ist, umso mehr überrascht es, wie schlecht recherchiert und dokumentiert die feministische Musikgeschichte der Schweiz ist.Bildschirmfoto 2021-02-03 um 14.22.57

Zum Jubiläum: Isabel Rohner und Regula Stämpfli über die wichtigsten Stränge in der Frauenrechtsdiskussionhttp://diepodcastin.de/2021/01/09/diepodcastin-ueber-rechtsgewalt-isabel-rohner-regula-staempfli-zur-ikonographie-des-grauens-in-washington-weshalb-ausgerechnet-die-patriarchale-schweiz-ihre-universitaeten-fuer-frauen-oeffnete-w/ jahresrückblick-e1608807569625-480x500

und http://diepodcastin.de/2020/11/28/diepodcastin-ueber-heldinnen-isabel-rohner-regula-staempfli-ueber-den-brutalen-kampf-ums-frauenstimmrecht-unsichtbarkeiten-und-die-groessten-heldinnen-europas-bspw-theresia-rohner/

Clubhouse: Unter der Leitung von René Spitz treffen sich Erik Spiekermann, Birgitta Homburger, Sascha Swiercz und Regula Stämpfli zum “Design der Woche”. Diesmal #2

Clubhouse: Unter der Leitung von René Spitz treffen sich Erik Spiekermann, Birgitta Homburger, Sascha Swiercz und Regula Stämpfli zum “Design der Woche”. Diesmal #2 zu folgenden Themen: Shoa: Die Gestaltung der Gedanktage zu Auschwitz in den sozialen Medien; WEF: Digital gestaltet in die Unsichtbarkeit verschoben? ;Joe Bidens erste Design-Entscheidung zum Entwurf der neuen Dollarnote

FILE PHOTO: Capitol Hill staff member places signs before a news conference by House Majority Leader Steny Hoyer (D-MD) on Treasury Secretary Steve Mnuchin's decision to indefinitely delay putting famous abolitionist Harriet Tubman on the new $20 bill, on the steps of the Treasury Department in Washington, U.S., June 27, 2019. REUTERS/Yuri Gripas/File Photo

FILE PHOTO: Capitol Hill staff member places signs before a news conference by House Majority Leader Steny Hoyer (D-MD) on Treasury Secretary Steve Mnuchin’s decision to indefinitely delay putting famous abolitionist Harriet Tubman on the new $20 bill, on the steps of the Treasury Department in Washington, U.S., June 27, 2019. REUTERS/Yuri Gripas/File Photo

Die Diskussion war höchst spannend mit vielen Zuhörenden: Einigkeit bestand in der grundsätzlichen Hässlichkeit der US-$ Noten, Freude darüber, endlich Harriet Tubman(1822-1913) statt einem Sklavenhalter sichtbar gemacht zu haben. Literatur dazu: Underground Railroad by Colson Whitehead. Geld als Design und Politik führte zur nachhaltigen Diskussion über verschiedene Entwürfe im digitalen und analogen Raum; die Frage nach Bargeld ja oder nein blieb unentschieden. Zum WEF war das Fazit: Das einzig Positive an der Pandemie. Der Club der Milliardäre, die von trumpistischen Medien hoffiert werden, ist unsichtbar und irrelevant geworden. Das WEF braucht kein Mensch mehr, zumal die weiblichen: Es war eine reine Männerselbstbeweihräucherungsveranstaltung. Designmässig ist klar: Digital als Event stellt extrem viele Gestaltungsaufgaben.Les lieu de mémoires: Ihr hättet alle dabei sein müssen. Eine berührend klare Diskussion und der Verweis auf Individualität sowie den grossen Twitteraccount von @AuschwitzMuseumBildschirmfoto 2021-02-02 um 13.43.49