Isabel Rohner& Regula Stämpfli über „Schröder & Somuncu“ von radioeins Berlin, #Somuncu. In #DiePodcastin wird die Verletzung spürbar

Isabel Rohner& Regula Stämpfli über „Schröder & Somuncu“ von radioeins Berlin, #Somuncu. In #DiePodcastin wird die Verletzung spürbar

Am 7.9.2020 sendete der öffentlich-rechtliche Sender radioeins (RBB) den Podcast, erste Folge, mit Serdar Somuncu & Florian Schröder. Unter dem Titel „Zwei Titanen des gesprochenen Wortes haben sich zusammengeschlossen“ wird ausgerechnet der Begriff der „Cancel Culture“, hinter dem eigentlich das Bemühen steht, Frauen, Diverse, PoCs und andere sogenannte Minderheiten sichtbar zu machen und Antidemokraten in ihren einflussreichen Positionen zu entlarven, dazu benutzt, um Rassismus, Frauenhass und Homophobie zu zelebrieren. Unter Schenkelklopfergelächter von Seiten von Florian Schröder explodiert Serdar Somuncu völlig unironisch und in Fäkalsprache. Es gibt keine Ironie, keinen Kontext, keine Satire der Aussagen „Das ist mir scheissegal, das ist mir sowas von scheissegal“, ob „das Zigeunerschnitzel heisst oder Mohrenwirt“ und „die Leute sollen sich ficken“ und „Stunden und Tage darüber diskutieren, ob das berechtigt ist oder nicht“. Solange es nicht unter Strafe stehe, sage Somuncu wörtlich „Neger“. Florian Schröder antwortet: „Ok, sehr gut. War das das Verletzende daran?“ (!) Darauf meinte Somuncu, dass die „Leute die ihre Kultur in sozialen Netzwerken ausleben, durchwegs „Pisser“ seien. Dann folgt aus Somuncus Antworten zum Stichwort eine Hate Speech gegen bekannte Feministinnen, die er nicht namentlich nennen will, aber als „schlecht gebumste, miese, hässliche Schabracken“ bezeichnet. „Das Einzige, was ihnen geblieben ist, dass sie keine Schwänze lutschen können, sondern meinen, Kolumnen schreiben zu können. Und jeder weiss: Die Alte, die die Kolumne schreibt, würdest Du noch nicht mal mit einer Pinzette anfassen. Und die schreibt über Sexismus, und Du weißt genau, die hat noch nicht einmal in ihrem Leben einen Pimmel gesehen.“ Schenkelklopferlacher von Florian Schröder. Dann unterhalten sich die zwei Männer über eine Stunde lang darüber, dass „jede Frau Kinder haben will“ und dass evolutionsgeschichtlich der Mann als Fremdgänger und die Frau als Mutter festgelegt seien und noch viel mehr.

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