Regula Stämpfli über Boris Johnson, die BBC und digitale Revolutionen im Klein Report, Mediendienst der Schweizer Kommunikationsbranche

Seit der Wahl von Boris Johnson steht die BBC unter massivem Druck. Die Politologin Regula Stämpfli analysiert in ihrem Kommentar für den Klein Report die Rolle der Medien im Diskurs über die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Grossbritanniens und untersucht Parallelen zu den Entwicklungen in der Schweiz.Bildschirmfoto 2020-01-08 um 17.24.54

Regula Stämpfli „laStaempfli“ über „Designing Politics – the Politics of Design“. Ein Gespräch mit René Spitz

Schon vor fünfzehn Jahren habe ich über den Zusammenhang von Formen, Räumen und Kleidung geforscht. Mich hat insbesondere die Frage interessiert, was Mode und Raum mit Philosophie zu tun haben. In diesem Kontext wurde ich auf Ruedi Baur aufmerksam, weil er sich mit den Verbindungen zwischen Demokratie und Formen beschäftigt. Er lud mich ein, 2004 auf einem Kongress über Demokratie und Design einen Vortrag zum Thema »Wie demokratisch ist Design?« zu halten. Die Zusage gab ich ihm sofort, im Überschwang meines jugendlichen Leichtsinns, nicht ahnend, dass mich die Vorbereitung vier Monate lang von morgens bis abends beschäftigen würde. Aber es gab mir die Gelegenheit, die vielen Facetten des Themas auszuloten: vom Waren-Fetischismus über Aristoteles’ Raum-Zeit-Verständnis und die Quantenphysik bis zu Judith Butler. Es war wahnsinnig spannend, darüber nachzudenken, ob Design nur eine Geschichte der Wahrnehmungsinstrumente ist, ob Design auch Politik macht oder ob es nur die Attribute sind, die Politik machen und die Form gestalten.

Auszüge aus dem Buch: HFG-IUP-IFG 1968-2008. Link aktuell beim Klick auf die Bilder. 

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Regula Stämpfli über Shoshana Zuboffs „Überwachungskapitalismus“ in ensuite, Magazin für Kunst und Kultur

Von Dr. Regula Stämpfli – Seit Jahren analysiere ich den «Verlust der Wirklichkeit» und die «Algorithmisierung der Welt». Seit über fünfzehn Jahren sehe ich mich deshalb Diffamierungskampagnen ausgesetzt, die übrigens typisch sind für einen Männermob (mit seinen schrillen Tussi-Unterstützerinnen), der sich im Netz rumtreibt. Misogyne Täter, deren technische Innovationen in erster Linie Macht, Rache und Frauenvernichtung verfolgen, sind «business as usual». Erinnern wir uns: Facebook wurde zum Zweck gegründet, Frauen auf der Skala 0 bis 10 zu bewerten. Aus dem sexistischen Netzmarkt gegen Frauen wurde ein Menschenmarkt, der unter dem Brand «Freundschaft» zirkuliert. Bei #MeToo spielen Einzelschicksale eine Rolle, im Netz geht es um die Gewaltstrukturen gegen Menschen mit Menstruationshintergrund. (Fürs Weiterlesen auf Bild clicken….) 

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