Regula Stämpfli Vita Activa: Mit Hannah Arendt durch den Alltag

„Es zeigt sich nämlich, dass die *Wahrheiten* des modernen wissenschaftlichen Weltbilds, die mathematisch beweisbar und technisch demonstrierbar sind, sich auf keine Weise mehr sprachlich oder gedanklich darstellen lassen.“

Im Zentrum der öffentlichen Vorlesung von Dr.phil/Dipl. Coach Regula Stämpfli steht nicht die Philosophin Hannah Arendt, die dies für sich auch nie beansprucht hätte, sondern die Aktualität des politischen Denkens dieser urteilsstarken und mutigen „Denkerin ohne Geländer“. Am 2.5. ist die Vorlesung mit „Über das Böse“ betitelt und anders als die meisten Vorlesungen zu Hannah Arendt steht am 2. Mai 2019 noch nicht „Eichmann in Jerusalem“ im Zentrum, sondern der Verlust der Unendlichkeit als Weltentfremdung und die Reduktion aller Menschen auf Null und Eins, auf ein Jahrgangs-, Kilo- und Zentimeterverhältnis. Das Böse manifestiert sich im politischen Denken zunächst in festgefahrenen Menschenbildern. Hörsaal HSG 01-014, Universität St. Gallen, 18.15 – 19.45. images