laStaempflis Kulturjahr 2020: Die Liebe in Zeiten von Corona in ensuite: Magazin für Kunst & Kultur

Januar by laStaempflis Kulturjahr: Worldly statt Selfie. Entwurf einer digitalen (Frauen)Demokratie für #50JahreFrauenstimmrecht Zum Auftakt des Jahres ein Glücksfall. Isabel Rohner, die fabelhafte Krimiautorin von „Schöner Morden“ und „Taugenixen“ gibt mit der ebenso eindrucksvollen Irène Maria Schäppi, Lifestyle-Chefin von 20 Minuten, das wichtigste Buch für das Jahr 2021 heraus: 50 Jahre Frauenstimmrecht im Limmat-Verlag. Heute ist es schon in der zweiten Auflage und ich hab ja darauf gewettet, dass es #Bestseller2021 wird. Ich bin eine der 25 Frauen, die über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung im Band mit einem Aufsatz vertreten ist.august-die-swangoettin-maja-plissezkaja-338x450

Natürlich dreht sich bei mir alles um Korsette: Daten, Kilos, Fiktionen und die G-Mafia. Ich breche das algorithmische Storytelling und sehe mich in bester Denkerinnen-Gesellschaft: Alle im Buch versammelten Artikel und Interviews sind einfach DER HAMMER. Hier erwähne ich den Jänner 2020, weil Isabel Rohner und Regula Stämpfli sich über diesem Projekt via Twitter näher kamen. Eine digitale Liebe auf ersten Tweet sozusagen, daraus entstand das unvergleichliche Projekt: „DiePodcastin. Isabel Rohner und Regula Stämpfli erklären die Welt“, zu hören auf www.diepodcastin.de seit Juni 2020. Literatur: 50 Jahre Frauenstimmrecht. 25 Frauen über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung von Isabel Rohner und Irène Schäppi (Hg), Limmat 2019.

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Juli by laStaempflis Kulturjahr: James Bond ist noch das kleinste Problem

Abgesagt: Die Festivalveranstaltenden sind „Les Misérables“ im 2020. James Bond wird vertagt. Doch dies ist definitiv nicht wichtig: Es hagelt überall virusbedingte Absagen. Bach-Festivals, Kleinkunsttage, Tanztage, Jugend musiziert, Technoclubs, Jazz-Festival, das beste aller Festivals überhaupt, das ORANGE BLOSSOM IN BEVERUNGEN, mein heissgeliebtes OBS (siehe Bild): ABGESAGT. Noch am 5. März 2020 meldete das Openair Frauenfeld, dass das Festival zu „100 Prozent“ stattfinde. Es kam anders. Die Festivalbetreibenden wurden von den Behörden, pardon der Ausdruck, teils wie Scheisse behandelt: Es gab keine Eintscheidungssicherheit, keine soliden rechtlichen Grundlagen, keinen Plan – das ganze Jahre wurde hin- und herlaviert. Dabei war klar: Eigentlich herrscht mit dem Virus Krieg gegen alles, was unser normales Leben ausgemacht hat. Doch statt den Kriegszustand, wie in Frankreich deklariert, schwafelten die Statusquo-Manager vom „neuen normal“. Die grössten Profiteure des Krieges sind und bleiben die Onlinedienste. Statt von Heimarbeit reden Medien von „Homeoffice“, statt von „privatisierte Heimschulung“ puschen die Narrative „Homeschooling“: Das Banksprech, dieses Schwafeln statt Benennen, feiert Höchststand. 15-20 Prozent der weltweiten Kinos werden andersweitig genutzt werden oder zumachen. Netflix und CO. müssten zu milliardenschweren Steuern verdonnert werden.Literatur: Shoshanna Zuboff, Das Zeitalter des digitalen Überwachungskapitalismus, Campus Verlag 2018. Mittlerweile auch im Taschenbuch erhältlich.

Wer mehr wissen will, klicke auf die Bilder oder hier: 

laStaempflis Kulturjahr 2020: Die Liebe in Zeiten von Corona

#DiePodcastin über #Merzsexismus #GrandPrixLiteratur21 & Architektur. Isabel Rohner & Regula Stämpfli FORMidabel zu Blanchard, Frommer, Rahm, Hadid, Scott Brown u.a.

#DiePodcastin über #Merzsexismus #GrandPrixLiteratur21 & Architektur. Isabel Rohner & Regula Stämpfli FORMidabel zu Blanchard, Frommer, Rahm, Hadid, Scott Brown u.a.
 Der feministische Wochenrückblick ernüchtert wie üblich: GEO EPOCHE veröffentlicht ein Magazin zum Thema “Die Deutschen” und es kommen KEINE FRAUEN VOR.
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Doch der wirkliche Aufreger ist Friedrich Merz, der seinen Sexismus damit entkräften will, dass er schliesslich mit einer Frau vereheiratet sei und Töchter habe. Well: Ganz böse Stimmen meinen “nicht mehr lange”. Dann der Schweizerische Literaturpreis, dotiert mit über 40.000 Schweizer Franken. Der geht an einen Mann, der über Männer schreibt, zudem über einen der übelsten Rassentheoretiker der Geschichte. Wieder einmal eine riesige Chance zur Würdigung wirklich inspirierender Frauen der Gegenwart vertan.
 
Isabel Rohner und Regula Stämpfli in Form: Sie diskutieren kontrovers darüber, welche Rolle Architektur in unserer Gesellschaft spielt und darüber, wie diese Rolle Frauen & Geschlechtersetting gestaltet. Darüber hinaus werden munter Städteplanung, Architektur, Design gemischt. Architektur, so laStaempfli ist nicht einfach Baumeisterei, sondern durch  und durch mit Macht durchwirkt. Selbst der Begriff ARCHITEKTUR verweist auf die sprichwörtliche Kunst des Herrscherbaus. laStaempfli erzählt davon, wie Stadtplanung, Design und Gebäude als Hieroglyphen, Zeichen, Symbole  Erfahren und Erleben der Stadt prägen. laStaempfli hat dafür den Begriff PHAENOMENOMICS (TM)  erfunden. Die Rohnerin übersetzt dies in Alltagserfahrungen, die durch und durch  patriarchal geformt sind. Die Rohnerin widerspricht der eindimensional phallischen Deutung, will die klitoralen Schwünge feiern, doch leider unterbricht laStaempfli den Schwung mit dem Hammerzitat: “Nein. Die gebauten Orte sind nur gestreckte männliche Mittelfinger gegen alles Lebendige”. Well, die Diskussion wird weitergeführt: Vielleicht finden wir ja sprichwörtlich Wege und Bauten, die weiblich umgedeutet werden können.
zaha-hadid-800x500Bild: Zaha Hadid, Foto aus Dokumentation über ihr Leben.
Architektur, phallisch oder nicht teilt die Rohnerin und laStaempfli, es ist ein Ringen darum, wie Gebäude gelesen werden können: sehr spannend. Die Rohnerin berichtet vom tragischen Wirken der grossen Berta Rahm, laStaempfli unterbricht wieder, weil sie von tragischen Lebensgeschichten nicht mehr hören mag. So ergibt sich aus der Architektur-Diskussion das Gespräch zum (selbst) gestalteten Leben.
#DiePodcastin einigt sich, das Thema in einer nächsten Folge zu besprechen.

Isabel Rohner & Regula Stämpfli in #DiePodcastin zu Frauen, Macht, Medien: Katharine Graham, Louise Otto-Peters, Mathilde Franziska Anneke, Lex Otto, DACHelles, Edition F, EMMA, Ulrike Helmer, Frauenoffensive.
Freude frauscht im Neujahr 2021: Die Rohnerin kann endlich ihre Hauszeitung, den Tagesspiegel, rühmen: 12 von 21 Menschen sind Frauen unter den Stars von 2020. Ein Schritt vor und zwei zurück: Die Werbekampagne zu Ferdinand von Schirach auf allen öffentlichen und privaten Kanälen ist auf mehreren Ebenen ärgerlich, frauenfeindlich, männermächtig. Dies führt #DiePodcastin direkt ins Thema: laStaempfli zu Relevanz, Sichtbarkeit und Cash im Thema: Frauen fehlen auf allen Ebenen der Medien und werden SYSTEMATISCH benachteiligt. Die Rohnerin erzählt die packende Geschichte der ersten Frauenzeitung und der Lex Otto: #DiePodcastin realisiert im Gespräch, dass die Position von Frauen in den Medien auch durch expliziten Ausschluss, Segregation und Unsichtbarkeitsmachung geprägt ist.
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Dies lässt sich auch an den “zwei Leben der Katharine Graham” aufzeigen: Graham (1917-2001) war die wichtigste Verlegerin des 20. Jahrhunderts, Tochter der bekannten Reporterin und Feministin Agnes E. Meyer und dem Unternehmer Eugene Meyer. Sie machte durch ihren mutigen Kurs von 1969-1979 die Washington Post ein leading Newspaper. Eine Zeitung, die von Amazon-Autokrat Jeff Bezos für 250 Millionen US-Dollar, ein Betrag aus seiner Portokasse,im Jahr 2013 übernommen werden konnte. Medien nehmen eine herausragende Rolle ein: Einfluss, Multiplikation, Macht, Vorbilder, Meinungen sind durch Medien geprägt.“Männer handeln – Frauen kommen vor” hielt laStaempfli schon 2007 in ihrer Studie zu Frauen und Medien fest (in neuer Auflage in Bearbeitung): Nicht einmal den realen Prozentsatz von Frauen im Geschäftsleben entsprechen die Medienberichte. Hier hinken öffentliche und private Medien mindestens 20 Jahre hinter der Entwicklung hinterher.

#DiePodcastin in einem spannenden Gespräch zu einem Thema, das weitergeführt wird und nur so nebenbei: Isabel Rohner und Regula Stämpfli sind als neuer Typ der Verlegerinnen im 21. Jahrhundert einzuordnen und diesmal versprechen sie sich: Kein Gesetz wird ihnen mehr verbieten, über Frauen zu reden, Frauen sichtbar zu machen, Frauen grosse Leben zu ermöglichen…

Bei #DiePodcastin weihnächtelt´s (“ze den wihen nahten”): Regula Stämpfli & Isabel Rohner über misogyne 400.000 Euro-Förderung, feministische Theologie & Matriarchat.

Bei #DiePodcastin weihnächtelt´s (“ze den wihen nahten”): Regula Stämpfli & Isabel Rohner über misogyne 400.000 Euro-Förderung, feministische Theologie & Matriarchat.
Die Bundesregierung fördert einen antifeministischen Verein mit Euro 400.000: Isabel Rohner erzählt von der seltsamen & hinterhältigen Strategie. laStaempfli wütet in dem Rahmen über die “Herrschaft des Niemands”, da keiner, selbst bei gröbster Veruntreuung von öffentlichen Geldern, Filz und Missmanagement wie bei Wirecard, auch zurücktreten muss. Die Weihnachtsstimmung ist im Keller und erholt sich nicht wirklich, da laStaempfli mit der Prähistorie weiterfährt, die nur so heisst weil die patriarchalen Werkzeugkisten, Geschichte erst dann als “richtige” interpretiert, wenn sich jene Muster etabliert haben, die wir als sexistische erkennen. So kommt es, dass alle matriarchalen Gesellschaften als Nicht-Kulturen mit dem “prä” entsorgt werden. Dabei ist es sonnenklar: Alle Rituale weltweit sind von matriarchalen, sog. heidnischen Strukturen geprägt.
 Luce Irigaray (*1930), für deren Erwähnung der Podcast nicht mehr reichte, meinte dazu: “Der Frau fehlt ein Spiegel, um Frau zu werden. Wir brauchen eine Ahnung von Vollkommenheit, um vollkommen zu werden. Es fehlen die Göttinnen. Göttinnen inspirieren Frauen, sich selber als geweiht, als heilig als mächtig zu empfinden, Frauen brechen so aus den einengenden Rollen aus.” 
weihnachtskerze-800x500Die kluge Rohnerin ist schockiert über den Kanon, von dem selbst sie, als geborene Feministin, nie gehört hatte. Deshalb unten ein paar Namen mit einer wichtigen Ergänzung: In den 1980er Jahren gab es grosse Auseinandersetzungen innerhalb der Feministinnen. Die Matriarchatsforscherinnen wurden dabei verschüttet wie schon im 19. Jahrhundert. Die Autorinnen selber machten sich das Leben auch ziemlich schwer, da sich aus der Matriarchatsforschung radikale, kultische, ideologische Deutungen ergaben und bis heute jedes Sprechen über das Thema vergiften. Feministische Theologie bedeutet auch, feministische Geschichte zu haben. Matriarchale Forschung ermöglicht weiblichen Individuen, sich selbst in rituellen Dimensionen zu positionieren. Fehlen alle kollektiven Deutungsmuster grosser Göttinnen, dominieren Evolutionschauvinismen eines Richard Dawkins ebenso wie die patriarchalen Kopf- und Missbrauchgeburten der Monotheismen. Erst wenn Frauen Geschichte haben, können sie auch Geschichte machen.

#DiePodcastin liest: Weshalb ein Leben ohne (Frauen)Bücher sinnlos ist: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Frauenwerke

#DiePodcastin liest: Weshalb ein Leben ohne (Frauen)Bücher sinnlos ist. Isabel Rohner & Regula Stämpfli über Nasrin Sotudeh, MediaToo, Männerkabinett ARTE & wunderbare Schriftstellerinnen, Autorinnen, Wissende.new-daughters-of-africa-by-margaret-busby-429x500

“Warum ist ein Leben ohne Bücher sinnlos? Weil frau Bücher lesen, hegen, pflegen, bekritzeln, auswendig lernen, mit ihnen schlafen und essen und mit den Liebhabern allerlei Geschlechts teilen kann.” Die Rohnerin ist indessen top in Form, berichtet vom Alternativen Nobelpreis für Nasrin Sotudeh und erzählt feurig und spannend über “Unsichtbare Frauen”. Darüber hinaus vernehmen wir einmal mehr, wie anstrengend das feministisch aktive Leben ist: Isabel Rohner musste viele Briefe verfassen u.a. an Chefredaktionen, die “keine feministische Abteilung haben” als ob Frauenthemen keine Politik wären… Gemeinsam müssen laStaempfli und die Rohnerin ARTE thematisieren: die europäische Sendeanstalt mit 100prozentiger #Männerquote. laStaempfli schwächelt etwas bei den Namen, aber das sind wir uns ja schon gewohnt. 

#DiePodcastin im Bild: Isabel Rohner& Regula Stämpfli über Fotografinnen.

#DiePodcastin im Bild: Isabel Rohner& Regula Stämpfli über Fotografinnen wie Abbot, Atkins, Käsebier, Taro, Cameron, Baker, Lange, Freund, Wearing, Simpson, Bourke-White, Cunnigham uva

Willkommen im Pantheon der Unkonventionalität. Die Welt der Fotografie wäre nichts ohne die Frauen. Als das Medium 1839 erfunden wurde, hatte es noch nichts vom akademischen und pornografischen Glamour, der die Kamera zum Männerobjekt gemacht hat. Es war die Technik der Demokratisierung und der Frauen. Je progressiver ein Medium, umso mehr Frauen: Dies war bei der Kamera, beim Auto und beim Computer so. Sobald sich die Männer die Technik aneigneten, wurden die Frauen verdrängt. Ruhm, Macht, Geld und Einfluss machte die Fotografie zu einem Männerberuf. Die grosse Rohnerin steigt ein mit einer der ikonografischsten Bildbeschreibungen der Frauenbewegung: Das berühmte Gruppenbild von fünf Akteurinnen der Frauenbewegung (Anita Augspurg, Marie Stritt, Lily von Gyzycki/Lily Braun, Minna Cauer, Sophia Goudstikker) vom Atelier Elvira.

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Es waren die Frauen, die das Auge, den Ausschnitt, das Bild, die Inszenierung, die Reflektion als  Sozialreportage, als Reisetagebücher, als Streetfotography erfanden und entwickelten. Damit veränderten sie nicht nur die Technik, sondern machten aus der Fotografie Kunst und gestalteten Politik. Ohne Dorothea Lange (1895-1965)  ist die Beliebtheit des New Deals von 1936 undenkbar: Sie wurde schon 1940 im Museum of Modern Art MoMA ausgestellt. Ihre “Migration Mother” gehört zu den ganz grossen, ikonographischen Bildern der grossen Depression.dorothea lange migration mother

FotografINNEN gestalteten die Geschichte, indem sie der Weltöffentlichkeit Bilder lieferten, die Politik begründeten.1936 war es Gerda Taro(1910-1937), auch sie, wie Lange, eine jüdische Deutsche, die die Bilder zum Spanischen Bürgerkrieg für die Welt und die sozialistischen Bewegungen, dokumentierte. Sie wurde 1937 auf der Flucht getötet, respektive geriet unter den Lastwagen. Zu ihrer Beerdigung kamen Göttin und die Welt, Alberto Giacometti fertigte für sie ein Grabmal an. Robert Capa, der Taro alles verdankt, veröffentlichte unzählige der Bilder von Taro unter seinem Namen und wurde der bekannteste Kriegsfotograf seiner Zeit. Helen Levitt (1913-2009), die mit über 50 Jahren von Peggy Guggenheim ein Stipendium erhielt, nahm hochbetagt an der Documenta 1997, teil. Sie bleibt bis heute die Chronistin des New Yorkers Strassenlebens und der urbanen Welt von Gestern.

helenlevittDie grossen Kriegsreporterinnen Constance Stuart Larrabee (1914-2000), die aus Südafrika Fotoreportagen brachte und selbstverständlich Lee Miller (1900-1977), von ihr stammt unser Folgenbild, das von Vielen völlig falsch als “Inszenierung der eigenen Person” gedeutet wird. Dabei erzählt dieses Bild einen Teil der bitteren, mörderischen, kleinbürgerlich entstammenden Geschichte des Zweiten Weltkrieges. Margaret Bourke-White (1904-1971), die mit “The living dead of Buchenwald” ein  erschütterndes Dokument schuf, das in den 1950er und 1960er Jahren der jungen Bundesrepublik verdrängt, verleumdet und vergessen werden sollte. Lee Miller (1907-1977) schuf das ikonografische „In Hitlers Badewanne): Eine grossartige Fotografin mit bewegenden Leben. leemiller2-800x500

Die entscheidenden theoretischen Werke sollen hier auch angeführt werden: Lucia Moholy (1884-1989), die “100 Jahre Fotografie im Jahre 1939” veröffentlichte, dann Gisèle Freund (1908-2000) deren “Fotografie und Gesellschaft” bis heute wichtig ist und laStaempfli, die zur Ikonografie in der “Die Macht des richtigen Friseurs” eine eigene Theorie zur “Eroberung der Welt als Bild” formuliert hat und diese separat wieder auflegen müsste, nämlich die “Theorie der Blindspirale” TM.

#DiePodcastin über #Heldinnen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über den brutalen Kampf ums Frauenstimmrecht, Unsichtbarkeiten und die grössten Heldinnen Europas, bspw. Theresia Rohner

#DiePodcastin über #Heldinnen: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über den brutalen Kampf ums Frauenstimmrecht, Unsichtbarkeiten und die grössten Heldinnen Europas, bspw. Theresia Rohner.theresiarohner-642x500 

Die Menschenrechtserklärung der Französischen Revolution war ein Versprechen auf die Anerkennung der Ebenbürtigkeit aller Menschen. In Realität war sie das Verbot der Ebenbürtigkeit der Frauen: Die Macht der Geschichtserzählung bleibt indessen ungebrochen. Die Vorstellung, Demokratie sei nur revolutionär, progressiv, gut für die Menschheit trägt zur Unsichtbarkeit von Frauen bei (Hedwig Richter). Es gibt eine Scham, eine Unfähigkeit der Männerstaaten, sich dafür zu entschuldigen, wie lange und hartnäckig sich wieder und wieder gegen das Recht von Frauen brutal wehren, gesehen, gehört zu werden und politische, ökonomische und kulturelle Teilhabe einzufordern. Der Kampf ums Frauenwahl- und -stimmrecht war ein brutaler und bleibt nur ein vorläufiges Happy End, da der Kampf um Sichtbarkeit weitergeht, so laStaempfli. Vom Kampf zu den Heldinnen: Die Rohnerin erzählt spannend die Geschichten all der vergessenen Heldinnen, erklärt, was es mit den Helden so an sich hat und weshalb die wahren Heldinnen sterben, vergessen und kaum gefeiert werden. Isabel Rohner entwirft, wie es ihr so entspricht, grad eine geniale Theorie zu Helden & Heldinnen: grossartig. Und wir hören über Theresia Rohner und verneigen uns nochmals an dieser Stelle vor ihr.
 Brandaktuell:
Isabel Rohner und Irène Schäppi, “50 Jahre Frauenstimmrecht. 25 Frauen über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung”, hg. beim Limmat Verlag, November 2020 Bookseite siehe https://www.limmatverlag.ch/programm/titel/889-50-jahre-frauenstimmrecht.html
 Hedwig Richter über Demokratie, Sichtbarkeit, Gewalt, Frauen in https://www.bpb.de/apuz/277329/demokratiegeschichte-ohne-frauen-ein-problemaufriss?p=all
 Demokratie, Eine deutsche Affäre, auch von Hedwig Richter 2020, Beck Verlag siehe https://www.chbeck.de/richter-demokratie/product/30917915
 Schon alt, aber immer noch gut: Regula Stämpfli, Vom Stummbürger zum Stimmbürger, Das ABC der Schweizer Politik, Zürich 2003, siehe Interview dazu auf www.regulastaempfli.eu
 Weitere Links
 – https://www.tagblatt.ch/ostschweiz/frauenstimmrecht-eine-frau-gegen-den-kanton-wie-eine-appenzellerin-dem-frauenstimmrecht-in-innerrhoden-vor-30-jahren-zum-durchbruch-verhilft-ld.2067094?reduced=true (zwar hinter Paywall, aber trotzdem)
– https://www.helvetia-rennt.ch/
– Denken muss manchmal auch wehtun siehe laStaempfli im Interview: http://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2013/06/Interview-Schaffhauser-Nachrichten-30.5.2013.pdf
 Nicht vergessen:
 Maja Göpel, Unsere Welt neu denken. Eine Einladung, Buch kaufen und die Sendung, wie frau über Ökologie selbst gegenüber einem Vollhonk-Macho ruhig, besonnen und klar reden kann, siehe https://www.ardmediathek.de/rbb/video/talk-aus-berlin-oder-maja-goepel-politoekonomin/rbb-fernsehen und Rezension ensuite siehe https://www.ensuite.ch/fortschritt-welcher-denn-global-justice-now/
 

#DiePodcastin komponiert: Isabel Rohner &laStaempfli über die grossen Komponistinnen und die tollen Musik-Archivfrauen

#DiePodcastin komponiert: Isabel Rohner &laStaempfli über die grossen Komponistinnen und die tollen Musik-Archivfrauen
Es gab und gibt sie: Zu Tausenden. Grosse Komponstinnen, wunderbare Werke von Frauen, stilbildende und inspirierende Tongestalterinnen. Isabel Rohner und Regula Stämpfli leben in diesem Podcast auf. Sie stehen, einmal mehr, auf den Schultern von Gigantinnen: Susanne Wosnitzka und Luise Pusch und viele andere tolle Frauen, leisten Enormes, die verschütteten, verdrängten, verleumdeten, zu ihrer Zeit gefeierten und immer wieder vergessen gemachten Komponistinnen. Grossen Dank! Hier unser Podcast: http://diepodcastin.de/2020/11/07/und-sie-komponierten-doch-die-rohnerin-lastaempfli-ueber-komponistinnen/
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Die Geschichte der Komponistinnen zeigt brutale frauenverachtende Dynamiken: Das Maskulinum hat immer Vorrang vor dem Femininum: Generationen von Frauen wurde (und wird) das Genie abgesprochen, vergewaltigt, unterdrückt: Ni vues ni connues – weder gesehen noch bekannt. Ganze 4.5 Prozent Komponistinnen werden von Orchestern und Rundfunkanstalten gespielt. Vierkommafünf!!!! Die Podcastin feiert Komponistinnen und verweist auf viele Links von wunderbaren Frauen, die enorm viel Wissen, Werke, Musik und Welt gerettet haben. Die Werke der Komponistinnen sind erschütternd gut: höchste Zeit sie zu spielen.
 
Martina Bick/Susanne Wosnitzka (2019): Und sie spielten, sangen, komponierten und dirigierten doch: Die lange verschwiegenen Frauen in der Musik!, in: Digitales Deutsches Frauenarchiv
URL: https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/themen/und-sie-spielten-sangen-komponierten-und-dirigierten siehe https://www.digitales-deutsches-frauenarchiv.de/themen/und-sie-spielten-sangen-komponierten-und-dirigierten.
Hier die Geschichte zum Podcast der #DiePodcastin noch ein Blogeintrag der wunderbaren Susanne Wosnitzka https://susanne-wosnitzka.de/die-podcastin-die-rohnerin-und-lastaempfli-ueber-komponistinnen
 FEMBIO Special: Berühmte Komponistinnen
Wichtige Links: Ergänzt am 9.11.2020 dank Hinweise von Susanne Wosnitzka, vielen Dank!
 – https://www.archiv-frau-musik.de/
– https://www.fembio.org/biographie.php/frau/specials/beruehmte-komponistinnen/
– https://www.youtube.com/results?search_query=kaija+saariaho
-https://www.youtube.com/watch?v=KfzoFt2oabg (Oscars 2020)
– https://mugi.hfmt-hamburg.de/
-https://www.sophie-drinker-institut.de/lexikon
– https://www.archiv-frau-musik.de/online-quellen-links
-https://www.archiv-frau-musik.de/repertoire-listen
-https://de.juliaschwartz.ch/
-https://www.youtube.com/watch?v=57ifMZotkh4
Und zu guter Letzt: PINK & Beyoncé, Gianna Nannini – had to be….

Die Podcastin ist in Fahrt: Isabelle Rohner & Regula Stämpfli unterhalten sich über Autos, Abenteuerinnen & die Werkzeugkiste der Sichtbarkeit #Podcast #Podcasters #Art #Women #PodcastRecommendations

#DiePodcastin in Fahrt: Rohnerin&laStaempfli on Kamalaweiss, WollstonecraftMonument, Autos&Abenteuerinnen. Der Wochenrückblick bringt Medienmechanismen und grosse Frauen hervor, die ständig nackt, jung und bei Simone de Beauvoir sogar von hinten, ikonografisiert werden. laStaempfli verwechselt die tragische Künstlerin des missglückten Wollstonecraftmonumentes (Maggi Humbling hat Jahrgang 1945, ist also alles andere als eine junge Frau, die vielleicht von einem fehlgeleiteten Kunstausschuss instrumentalisiert wurde…), die Rohnerin dagegen Klasse mit eindrücklichen Vergleichen: Stellen Sie sich vor, Nelson Mandela wäre als junger schwarzer Mann in Ketten dargestellt worden, nackt, mit Sixpack. #femaleHeritage : der neue Hashtag, um Frauen zu feiern.

Los geht’s: Auch bei der Geschichte des Automobils gibt es mehr Geschlecht als Recht. Frauen sind keine Mütter, Ehefrauen, Schwestern, Töchter, auch keine Monster, sondern in erster Linie und immer: Abenteuerinnen. Dies zeigt sich bei der Geschichte der Automobilistinnen, die die Rohnerin und laStaempfli begeistert feiern: Bei den Links findet Ihr die Frauen und Hinweise, das Bild ist natürlich Erika Mann, das Universalgenie.

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Die Rohnerin weist darauf hin, das Frauen den Führerschein bis – Atem anhalten – 1958 !!!!! nur mit Bewilligung der Männer durften, selbst Autos kaufen, das hat die unwissende Stämpfli dann nachgeguckt, durften sie auch nur mit Bewilligung irgendwelcher männlicher Vorgesetzter. Erinnert alles an Saudiarabien und den wunderbaren Film über das Mädchen, das Velo fahren wollte: Das Mädchen Wadjda (dieser Tipp ist Bonusmaterial zur Podcastin). Die Uniform- und Bekleidungsgeschichte der Automobilistinnen ist auch ganz spannend: Es gab, festhalten, ein Lippenstift- und Rauchverbot für die Schweizerinnen, die im Zweiten Weltkrieg für die Armee ihre Autos und ihr Können zur Verfügung stellten.

Frauen haben Autos zuhauf erfunden, designed: Der Rückspiegel, wahrlich nicht unwichtiges Accessoire stammt von Dorothy Levitt, die übrigens auch ein “little handbook on the woman and the car” verfasst hat. Die Rennen Paris-Nizza 1898 von Madam Laumaille gewonnen, 1900 Anna Marie Lutzmann als Werksrennfahrerin, Bertha Benz war der erste autofahrende Mensch überhaupt, selbst wenn ihr Gatte dies gerne verheimlicht hätte.

Viele Geschichten, hört rein/hören Sie rein! Zudem gibt es spannende Links von spannenden, wunderbaren, inspirierenden Frauen!

#DiePodcastin goes musical: Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Musicals&feministischer Rückblick und weshalb die ECI, die Europäische Bürgerinitiative eine laStaempfli Erfindung ist.

#DiePodcastin goes musical: Isabel Rohner und Regula Stämpfli über Musicals&feministischer Rückblick und weshalb die ECI, die Europäische Bürgerinitiative eine laStaempfli Erfindung ist.Bildschirmfoto 2020-11-05 um 12.15.58