Regula Stämpfli an der “Langen Nacht der Philosophie” in Wien 2021

Hannah Arendt revisited: Elemente & Ursprünge digitaler Punktesysteme.

Dr. phil Regula Stämpfli, Politphilosophin & Bestsellerautorin München/Wien

Die zeitgenössische Welt im Dialog mit Hannah Arendts
Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. 18.9.2021

“Einige erinnern sich vielleicht an Platos berühmten Kampf gegen die Sophisten. Er warf ihnen vor, ihre Kunst bestünde darin, «den Verstand mit Argumenten zu bezaubern», die nicht der Wahrheit dienten, sondern darauf abzielten, Meinungen zu erzeugen. Solange diese plausibel erscheinen, «liege ihnen die Kraft der Überzeugung inne». Hannah Arendt nennt dies den «temporären Sieg der Argumente auf Kosten der Wahrheit». In meinem Buch «Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt» zeichne ich nach, wie postmoderne Narrative, die sich «datengestützt» als Wahrheiten inszenieren – beispielsweise Meinungsumfragen, aber auch die omnipotente INZIDENZ zielen letztlich darauf hin, die vielfältige Wirklichkeit auf EIN THEMA, EINE BETRACHTUNGSWEISE, EINE INTERPRETATION zu reduzieren. Die neuen digitalen Daten-Herren inklusive ihrer Instrumente «Plattformkapitalismus»im Westen sowie «Digitaler Überwachungsstaat» im Osten, zerstören mittels einer umfassenden «Algorithmisierung der Welt» empirische Realitäten mit derart präzise berechneter Schlüssigkeit, dass der Unterschied zwischen Fiktion und Realität für die meisten von uns nicht mehr erkennbar ist. Gerade die Pandemie hat mit dem Zusammenfallen zwischen Datenherrschaft und politischer Herrschaft Ausschluss und Meinungsphänomene hervorgebracht, die mithilfe Hannah Arendts Denken untersucht und eingeordnet werden.”
Zitat aus dem Buch zu Hannah Arendt revisited von Regula Stämpfli. Vorbereitende Lektüre siehe: Das grosse Demokratie Datenloch, Link http://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf sowie www.ta-swiss-futurepodcast.online

18.11. 21, 20 h, Das Dorf
Obere Viaduktgasse 2, 1030 Wien

WIKIPEDIA & FRAUENTROLLING: REGULA STÄMPFLIS CV, das im deutschsprachigen Wikipedia von einem Schweizer Journalisten als Fake & Datenmissbrauch weitergeführt wird, korrigiert & korrekt.

Die Wikipedia-Story ist ein Krimi. 2012 hackte ein Schweizer Journalist eines sehr bekannten linken Magazins der Schweiz – so sind die Indizien – die Webseite von Regula Staempfli und veränderte den Wikipedia-Eintrag der renommierten Forscherin mit Hilfe eines Datenklaus bei der Universität Bern. Trotz mehrerer Eingaben, trotz Engagement der Studierenden von Regula Stämpfli gelingt es nicht, die falschen Eingaben sowie den Datenklau, den Missbrauch persönlicher Angaben bei #WIKIPEDIA zu unterbinden. Der Troll-Eintrag zu Regula Staempfli hat der Wissenschaftlerin/Expertin geschadet: Umso beachtlicher, dass die Politphilosophin – trotz Diffamierung auf WIKIPEDIA als “Tochter von”, als “Mutter von”, als “kleine Historikerin”, als “verheiratet mit”, als “kleine Uniassistentin” etc., “als Frau ohne Preise”, obwohl sie unzählige Auszeichnungen erhalten, als “Frau ohne Expertenmandate”, obwohl deren zahlreiche, u.a. bei der Europäischen Kommission, vorhanden sind, trotz alledem, trotz WIKIPEDIA, gilt Regula Stämpfli als eine der wichtigsten Intellektuellen Europas.

Deshalb statt Wikipedia zum freien Gebrauch hier ein Kurz-CV – für alle Medienschaffenden, inklusive Porträt, gezeichnet von Eugen Fleckenstein:

Regula Stämpfli gezeichnet von Eugen Fleckenstein zum freien Pressegebrauch mit Angabe des Illustratoren und der dargestellten laStaempfli.

Regula Stämpfli, Dr.phil. ist Politphilosophin und preisgekrönte Bestsellerautorin („Die Vermessung der Frau“, „Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt“). Die Hannah-Arendt Expertin doziert u.a. an der HSG St. Gallen, publiziert wissenschaftlich zu den Themen Digitale Transformation, Gender, Design und Demokratie und ist Kult-Kolumnistin der Schweiz. Sie wurde 2016 unter die einflussreichsten 100 Businessfrauen gelistet, 2021 unter die wichtigsten zehn Intellektuellen der Schweiz. laStaempfli – so ihr TWITTERName bespricht mit Dr. Isabel Rohner jede Woche das politische Geschehen in www.diepodcastin.de In Wien leitet Dr. Regula Stämpfli den Podcast www.artisapieceofcake und für die Schweizerische Akademie der Geisteswissenschaften SAGW den Zukunftspodcast www.ta-swissfuture-podcast.online. Sie gehört zum Netzwerk Design & Politik in Deutschland, ist im Vorstand der Vereinigung für Zukunftsforschung Schweiz und Mitglied der deutschen, österreichischen und schweizerischen Medienfrauen.

Zur Pandemie hat Regula Stämpfli einen der wichtigsten Artikel punkto Kommunikation in der Neuen Zürcher Zeitung, unter dem damaligen Feuilletonchef René Scheu, der jetzt an der Universität Luzern tätig ist, verfasst. siehe auch Link: https://www.nzz.ch/feuilleton/covid-der-virus-stuerzt-westliche-demokratien-in-den-abgrund-ld.1554390

Regula Stämpfli Keynote “50 Jahre Neue Frauenbewegung” Live am 11./12. September 2021 in Köln.

Regula Stämpfli mit Zitaten zur Biopolitik: “Menschen sind radikal soziale Wesen. Als solche sind sie zu großer Anpassung fähig. Es ist diese Fähigkeit, die über alle Handlungsalternativen entscheiden. Frauen sind seit Jahrhunderten, ja Jahrtausenden, zusammen mit den Sklaven, das beherrschte Geschlecht, was zu brutalster, unmenschlichster und weiblicher Anpassung führt. Bis ins 20. Jahrhundert beispielsweise brachen ältere Frauen in China kleinen Mädchen aus sogenannten «guten Familien» die Knochen, banden anschließend die Füße gewaltsam ab und nannten diese Tortur zauberhaft «Lotos- oder Lilienfuss». In über zwei Dutzend Ländern schneiden Matronen kleinen Mädchen – ohne Betäubung – mit Flaschenscherben, Rasierklingen oder Messern weitflächig den Genitalbereich ab, die Wunde wird mit Pferdehaar oder Akaziendornen vernäht. Diese Folterpraxis wird gerne hinter Großbuchstaben wie FGM/FGC, «Entfernung der Klitorisvorhaut» oder mit «Beschneidung», oder gar als „Kultur“ verharmlost. In Europa drückten stocksteife Mieder die Brüste flach und schnürte die Taille mit zwei Stahlfedern an der Seite auf wenige Zentimeter zu.
Die erkämpften Freiheiten der Frauen im Westen drückten sich auch in der freieren Kleiderwahl aus. Doch gleichzeitig schneiderte die westliche Konsumgesellschaft die Frauenkörper wieder als Warenkörper zurecht: Barbie wurde nicht nur zum Nutten-Spielzeug in den Kinderzimmer der Mädchen, sondern zum Leitideal, dem sich westliche Frauen bis ins hohe Alter unterwerfen.
Diese Zurichtung des weiblichen Leibes durch das Korsett erlebte eine Neuauflage in den 1950er- und 1960er-Jahren; Hüfthalter und Corsagen waren Madonnas (Ikone der Popmusik der 1980er) liebste Busen-, Leib- und Magenmode. Dazwischen unterliefen und unterlaufen Frauenkörper immer radikalere Zurechtschnippelungen: War es früher das Korsett, sind es jetzt die Blanchierung dunklerer Haut und Normierung der Schamlippen. Der Verlust der Öffentlichkeit, der Welt von Frauen im Leben als Konsum lässt grüssen. Das Korsett, das unsere Grossmütter ablegen konnten, ist in unseren Stammhirnen gespeichert.So ist auch die unsinnige Debatte der Gleichstellung von Burka und Perlenkette zu verstehen: Im Zeitalter digitaler Zeichen ist alles beliebig geworden. Nur etwas hat sich nicht verändert und ist noch stärker geworden: Die völlige Ausbeutung, Normierung, Ausschlachtung des weiblichen Körpers -auch durch Kräfte, die sich ausgerechnet modern und feministisch nennen.”

Die Politphilosophin laStaempfli fährt weiter fort: “Beim Thema: Schlachtfeld Körper geht es darum zu verstehen, wie Frauenkörper in allen Gesellschaften der Geschichte und der Gegenwart zurechtgeschneidert werden: sei es, um sie sichtbar zur Reproduktion zu verdammen, sei es, um sie als Menschen mit Rechten unsichtbar zu machen. Auflösung gibt es nur durch die Freiheit, frei zu sein: Nur eine Welt freier Frauen in stark partizipativen Demokratien verfügt über wirklich freie Fashion.”Sie trägt was ER WILL” #colonge #emma #frauenmediaturm #aliceschwarzer #keynote #laStaempfli #diepodcastin

Regula Stämpfli zur Leihmutterschaft – laStaempfli on Surrogacy

Regula Staempfli on #Twitter: Same Sex Couples should have the rights to have kids. But on no account when this means buying women. Wikipedia is clear on that: “Slavery and enslavement are both the state and the condition of being a slave, who is someone forbidden to quit their service for another person (a slaver), while treated as property”. Surrogate mothers CANNOT leave the “owner” of her womb and she is treated as property. Somehow some parts of the LGBT comunity has SEVERE VOIDS & BLANKS when it comes to buying women. And no: Surrogate mothers ARE NOT LIKE ANY OTHER WOMEN WHO USE THEIR BODIES when working. #HannahArendt and watch:

Zum Thema “Frauen als Handelsware” zum nachhören #Podcast :

Regula Stämpfli: Von Menschen & Daten. HSG – Universität St. Gallen

Am 8. April beginnt die öffentliche Vorlesung von Regula Stämpfli zu “Menschen und Daten” an der HSG – Universität St. Gallen. Aufgrund Covid19 ist alles online: Sie/Ihr können sich einschreiben: Aufs Bild drücken und anmelden. 

Philosophie Dozentin / Dr. Regula Stämpfli, Dipl. Coach, Politologin, Politik-Dozentin, München und Diepoldsau Die Vorlesungen beschäftigen sich mit der Macht der Computer und der Ohnmacht der Lebewesen. Es gibt viele nicht-erzählte Geschichten rund um Datenlöcher und Automatisation. So reden viele gerne von «digitaler Demokratie»: Ein Unsinn. Denn «digital» ist künstlich, «Demokratie» hingegen weltlich. Solche methodisch angelegten Lückenwerke sind für das Zeitalter digitaler Reproduktionen (Zitat Regula Stämpfli) strukturell und bleiben unentdeckt. Die codierte Voreingenommenheit konstruiert methodische, kommunikative, politische sowie kulturelle Lückenwerke, welche die Demokratie wie einen Emmentaler löchern. So wird die reale Welt auf zahlenbasierte ideologische Krücken gestellt. Höchste Zeit, die Datenlöcher, die religiösen Elemente der Datenherrschaft, die neuen Zahlmasters und mit ihnen die 4.0-Eroberung der Welt philosophisch neu zu denken. ONLINE VORLESUNG Donnerstag, 18.15 bis 19.45 Uhr 8. April 2021 Einführung: Von Menschenbildern & Daten 15. April 2021 Das Denkvermögen und das vermessene Weltbild 22. April 2021 Wie Datenlöcher die Welt verändern: Über den Verlust an Vielfalt und Mehrdeutigkeit 29. April 2021 Männliche Daten, weibliche Körper 6. Mai 2021 Geopolitik & Daten: Die grossen Neun 20. Mai 2021 Von der Daten-Blindspirale zur Alphabetisierung des Blicks

Truth in the Age of digital reproduction: On Codes, Bias, Bank speak, Conspiracy and the Iconography of Power by Regula Stämpfli. CAS LUCERNE 16.3.2021

intro-1584020485Truth in the Age of digital reproduction:
On Codes, Bias, Bank speak, Conspiracy and the Iconography of Power by Regula Stämpfli, Online CA Position,Tuesday 16.03.21, 16.30 – 18.00
Lecture in English, BA Visual Communication – Camera Arts
Lucerne University of Applied Sciences and Arts – School of Art and Design.

“Reality is something that still exists when the codes stop.” (laStaempfli with inspiration of Philip K. Dick)  

“Truth is common, plural and established by people.” laStaempfli

Humans serve industries that produce rather totalitarian information awareness. Every day we are flooded with impressive data that – as Hannah Arendt Explanations of the works by Hannah Arendt can be found at the Stanford Encyclopedia of Philosophy. would put it bluntly, consists of “Clichés, stock phrases, adherence to conventional, standardized codes of expression and conduct, which have the socially recognized function of protecting us against reality.” “The life of algorithms” as a “concept of narratives, ideologies and images in codes” is not yet widely understood. Most media still refer to coding in terms of mathematical and logic analogies: the “hidden” is much more powerful than the “visible”. In coding, the realm between fiction and materiality is lost and therefore TRUTH is lost as well. Because truth can only be established in public, on common ground among humans in their form of zoon politikon as Hannah Arendt again would add: “Wherever the relevance of speech is at stake, matters become political by definition, for speech is what makes man a political being.” laStaempfli would say: “Wherever the relevance of codes is at stake, matters become political by definition, for codes are what make humans political beings nowadays.” The Platforms or the “Big Nines” as Amy Webb would put it, deprive us of alternatives. In our daily lives we all have to undergo old feudal practices of entry codes: Instead of customs at the bridge, we pay data into privately owned machines. The state is filled with the same channels that feed the supply chains of “surveillance capitalism” (Shoshana Zuboff). Article published by The Guardian on 04.10.19: Shoshana Zuboff: ‘Surveillance capitalism is an assault on human autonomy’What images, judgments are built into codes and conquer the world through repetition? How do conspiracy theories fit into “autocomplete”? How can we code to sustain public spheres rather than closing down to the “tyranny of intimacy”, a term which Richard Sennett The concept of “tyranny of intimacy” is discussed in the book “The Fall of Public Man” by sociologist Richard Sennett in 1977. Read the book review published by The New York Times on 23.01.77. drew from Hannah Arendt? How can we disrupt ruling algorithms which constitute a global grammar to replace the existing world? How to defeat Trends, Hashtags, Hyperlinks, Autocompletes, Black Boxes and their fictitious logic? What does “reporting” in the digital age mean? Regula Staempfli invites you on a rather extraordinary tour on ambivalence, diversity and Truth in the age of digital reproduction. Join the political philosopher in webbing the data texture differently while she draws on an update of Hannah Arendt and her own work (“Die Vermessung der Frau” 2013, “Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt” 2018.).

Links: Shoshana Zuboff: https://www.youtube.com/watch?v=hIXhnWUmMvw and laStaempfli: https://www.youtube.com/watch?v=zWTtCfvntUU

René Spitz, Christoph Niemann, Birgitta Homburger, Sascha Swiercz & Regula Stämpfli in Das Design der Woche #3 auf Clubhouse , 8.2.2021: The Great Green Wall, Die russische Staatsgewalt im konkreten Erscheinungsbild von Uniformen & Demonstrationen, Das neue Cover im New Yorker von Christoph Niemann, der sich der Designkritik stellt.

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René Spitz, Christoph Niemann, Birgitta Homburger, Sascha Swiercz & Regula Stämpfli in Das Design der Woche #3 auf Clubhouse , 8.2.2021: The Great Green Wall, Die russische Staatsgewalt im konkreten Erscheinungsbild von Uniformen & Demonstrationen, Das neue Cover im New Yorker von Christoph Niemann, der sich der Designkritik stellt

laStaempfli zu den Uniformen: Kleider machen Leute und Uniformen Soldaten. Auf österreichisch heisst die Uniform ja Montur und das trifft es viel besser: Uniformen machen gleichförmig, die Monturen stellen auf, fügen zusammen, demonstrieren Gewalt: Monturen montieren Maschinen. Früher waren die Montierten die Reiter gegen die Demonstranten. Uniformen sind notwendige Bedingungen für den Kombattantenstatus: Wenn es keine Uniformen gibt, weiss mann ja nicht, wer verhauen werden soll.Es gab in Deutschland bis 1933 ein Uniformverbot: Hugo Boss unterlief dies 1932, indem er für die NSDAP schon den schwarzen Dienstanzug für die SS schneiden liess. Es gibt übrigens immer noch ein Uniformverbot: Die Rechten oder die Scharia-Idioten versuchen es ja immer wieder, einheitliche Kleidung durchzusetzen, um sich für einen eigenen Staat aufzurüsten. Birgitta Homburger verweist auf die Fragilität in der Ikonografie: Beide, laStaempfli und Homburger beschreiben anhand der Bilder die Installation von Avataren, überdimensionierten Maschinen-Menschenkörpern gegen zerbrechliche Lebewesen als staatliche Macht-& Gestaltungselemente. 

Great Green Wall: Sascha Swiercz fragt nach bei der Diskussion zum “Mauer”-begriff als ursprünglich männliche Gestaltungskonnotation. Es geht, so laStaempfli hier, um die Abgrenzung, die Machtsymbolik, die Autorität der Höhe der Mauern, die Schutz- wie Einsperrkonnotation, Gefängnismauern, die Klagemauer in Jerusalem, die nur Männern vorbehalten war etc. René Spitz verweist auf die Schutzfunktion von Mauern gegen Anschläge anhand des Beispiels Jerusalem. Fazit: Mauer als Great Green Wall verweist auf das Gestaltungsversagen der gut gemeinten 8000 Kilometer langen grünen Bepflanzung, die jedoch zu wenig nachhaltig ist: Nicht das Neupflanzen von Bäumen ist entscheidend, sondern die Verjüngungsschnitte, die Transformation von alten in Zukunft. laStaempfli sieht da den Konflikt im Design: Gestaltung sollte nachhaltig sein, das bedeutet oft die Verzweigung von Vorhandenem und Neuen: Das wäre nach ihr dann weiblich. Und nicht einfach immer noch mehr und noch neuer…niemann_wooster_newyork102_signature_012521-810x1106

Regula Stämpfli zum New Yorker Cover von Christoph Niemann: “Mit Stift, Pinsel, Papier, Farbe versteht der Künstler, der Gestalter, der Denker Niemann digital und analog so zu verbinden, dass daraus gestaltete Poesie und einleuchtende Erzählungen werden.” Webseite : https://www.christophniemann.com/

Regula Stämpfli: Von Menschen und Daten. Vorlesung #HSG St. Gallen 2021

Von Menschen und Daten

Philosophie

Dozentin / Dr. Regula Stämpfli, Dipl. Coach, Politische Philosophin siehe www.regulastaempfli.eu & www.diepodcastin.devorlesung st gallen frühjahr 2021 menschen&daten 

Die Vorlesungen beschäftigen sich mit der Macht der Computer und der Ohnmacht der Lebewesen. Es gibt viele nicht-erzählte Geschichten rund um Datenlöcher und Automatisation. So reden viele gerne von «digitaler Demokratie»: Ein Unsinn. Denn «digital» ist künstlich, «Demokratie» hingegen weltlich. Solche methodisch angelegten Lückenwerke sind für das Zeitalter digitaler Reproduktionen (Zitat Regula Stämpfli) strukturell und bleiben unentdeckt. Die codierte Voreingenommenheit konstruiert methodische, kommunikative, politische sowie kulturelle Lückenwerke, welche die Demokratie wie einen Emmentaler löchern. So wird die reale Welt auf zahlenbasierte ideologische Krücken gestellt. Höchste Zeit, die Datenlöcher, die religiösen Elemente der Datenherrschaft, die neuen Zahlmasters und mit ihnen die 4.0-Eroberung der Welt philosophisch neu zu denken.

laStaempflis Kulturjahr 2020: Die Liebe in Zeiten von Corona in ensuite: Magazin für Kunst & Kultur

Januar by laStaempflis Kulturjahr: Worldly statt Selfie. Entwurf einer digitalen (Frauen)Demokratie für #50JahreFrauenstimmrecht Zum Auftakt des Jahres ein Glücksfall. Isabel Rohner, die fabelhafte Krimiautorin von „Schöner Morden“ und „Taugenixen“ gibt mit der ebenso eindrucksvollen Irène Maria Schäppi, Lifestyle-Chefin von 20 Minuten, das wichtigste Buch für das Jahr 2021 heraus: 50 Jahre Frauenstimmrecht im Limmat-Verlag. Heute ist es schon in der zweiten Auflage und ich hab ja darauf gewettet, dass es #Bestseller2021 wird. Ich bin eine der 25 Frauen, die über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung im Band mit einem Aufsatz vertreten ist.august-die-swangoettin-maja-plissezkaja-338x450

Natürlich dreht sich bei mir alles um Korsette: Daten, Kilos, Fiktionen und die G-Mafia. Ich breche das algorithmische Storytelling und sehe mich in bester Denkerinnen-Gesellschaft: Alle im Buch versammelten Artikel und Interviews sind einfach DER HAMMER. Hier erwähne ich den Jänner 2020, weil Isabel Rohner und Regula Stämpfli sich über diesem Projekt via Twitter näher kamen. Eine digitale Liebe auf ersten Tweet sozusagen, daraus entstand das unvergleichliche Projekt: „DiePodcastin. Isabel Rohner und Regula Stämpfli erklären die Welt“, zu hören auf www.diepodcastin.de seit Juni 2020. Literatur: 50 Jahre Frauenstimmrecht. 25 Frauen über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung von Isabel Rohner und Irène Schäppi (Hg), Limmat 2019.

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Juli by laStaempflis Kulturjahr: James Bond ist noch das kleinste Problem

Abgesagt: Die Festivalveranstaltenden sind „Les Misérables“ im 2020. James Bond wird vertagt. Doch dies ist definitiv nicht wichtig: Es hagelt überall virusbedingte Absagen. Bach-Festivals, Kleinkunsttage, Tanztage, Jugend musiziert, Technoclubs, Jazz-Festival, das beste aller Festivals überhaupt, das ORANGE BLOSSOM IN BEVERUNGEN, mein heissgeliebtes OBS (siehe Bild): ABGESAGT. Noch am 5. März 2020 meldete das Openair Frauenfeld, dass das Festival zu „100 Prozent“ stattfinde. Es kam anders. Die Festivalbetreibenden wurden von den Behörden, pardon der Ausdruck, teils wie Scheisse behandelt: Es gab keine Eintscheidungssicherheit, keine soliden rechtlichen Grundlagen, keinen Plan – das ganze Jahre wurde hin- und herlaviert. Dabei war klar: Eigentlich herrscht mit dem Virus Krieg gegen alles, was unser normales Leben ausgemacht hat. Doch statt den Kriegszustand, wie in Frankreich deklariert, schwafelten die Statusquo-Manager vom „neuen normal“. Die grössten Profiteure des Krieges sind und bleiben die Onlinedienste. Statt von Heimarbeit reden Medien von „Homeoffice“, statt von „privatisierte Heimschulung“ puschen die Narrative „Homeschooling“: Das Banksprech, dieses Schwafeln statt Benennen, feiert Höchststand. 15-20 Prozent der weltweiten Kinos werden andersweitig genutzt werden oder zumachen. Netflix und CO. müssten zu milliardenschweren Steuern verdonnert werden.Literatur: Shoshanna Zuboff, Das Zeitalter des digitalen Überwachungskapitalismus, Campus Verlag 2018. Mittlerweile auch im Taschenbuch erhältlich.

Wer mehr wissen will, klicke auf die Bilder oder hier: 

laStaempflis Kulturjahr 2020: Die Liebe in Zeiten von Corona

“Trumpism” von Regula Stämpfli als Hörspiel in “Philosophie Pur”, gestaltet vom fabelhaften Alexander Tschernek fürs ORF

“Trumpism” von Regula Stämpfli als Hörspiel in “Philosophie Pur”, gestaltet vom fabelhaften Alexander Tschernek fürs ORF. Passt zur Unwilligkeit des abgewählten Präsidenten Donald Trump, Institution wie Amt seinem Nachfolger zu übergeben. In seiner diesjährigen Sendung zum Nationalfeiertag beschäftigt sich unser passionierter Vermittler von Erkenntnisfreuden, Alexander Tschernek, mit den Gefahren, die Selfie-Politik, Fake-News und Umfragekultur für unsere westlichen Demokratien bergen. Basierend auf Texten aus dem Buch “Trumpism – Ein Phänomen verändert die Welt” der Polit-Philosophin und Hannah Arendt-Expertin Regula Stämpfli wird der Hörer auf einen Gedankenexkurs entführt, der das Wesen gegenwärtiger Politikkultur ergründet und mögliche Antworten liefert auf die Frage, wie es so weit kommen konnte. Tongestaltung: Friedrich Trondl
Buch und Regie: Manuel Schmale.

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