Biopolitik-Links zur Vorlesung III vom 29. Oktober 2020: laStaempfli über die Geschichte der Gefühle

Antonio R. Damasio: Descartes Irrtum: Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn. Er war einer der ersten, der die Idee, dass die grundlegende Rolle von Emotionen in der kartesianischen Weltordnung ständig vergessen, verdrängt, unterschätzt und wenig erforscht wird. laStaempfli: Gefühl ist ohne Politik auch nicht zu haben…Neid, Hass, Wut, Autoritätsglaube, Geltungssucht, Filz, Rivalität, ständiger Wettbewerb sind demokratiefeindlich, siehe https://www.bpb.de/apuz/30887/demokratie-und-die-macht-der-gefuehle?p=all

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Zur Symbolik des Geldes und Georg Simmel siehe https://epub.ub.uni-muenchen.de/12588/1/Vortrag_DGPhil_Schlitte.pdf Geld und Geist von Jeremias Gotthelf Shoshana Zuboff: Essay zum Überwachungskapitalismus https://www.bpb.de/apuz/292337/surveillance-capitalism-ueberwachungskapitalismus

Zum Menschenfleischverkauf & Daten, die Menschen mitprogrammieren siehe Literaturblog von Regula Stämpfli auf www.ensuite.ch/literaturblog und zu den Datenlöcher laStaempflis Text zur Zukunftsforschung http://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/09/datenloch-swissfuture-methodenderzukunft.pdf

 

 

 

Unter der Rubrik laStaempfli & der #LockDown: Das waren noch Zeiten.

Unter der Rubrik laStaempfli & der #LockDown: Das waren noch Zeiten. 20 ähnliche Auftritte wurden 2020 abgesagt. #Sichtbarmachen«Trumpism: Wie Selfies und Fakes die Demokratie abschaffen» – DenkBar von und mit Regula Stämpfli

 Die in Österreich und Deutschland für ihr neues Buch «Trumpism. Ein Phänomen verändert die Welt» gefeierte Politphilosophin Regula Stämpfli besucht die DenkBar. Die prominente Schweizerin ist im Rahmen einer besonderen «Sternstunde Philosophie» am 10. April, von 18 bis 20 Uhr 2019 in St. Gallen zu Gast. 
 
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Regula Stämpfli, die von ihren journalistischen Landsleuten gerne geschmäht und von ihren Studierenden als «Lara Croft der Politologie» verehrt wird, legt in ihrer neuen Schrift sämtliche aktuellen Themen vor und wie üblich kriegen alle dabei ihr Fett ab. Nicht zuletzt auch die Feministinnen, deren politischer Aktionismus für Stämpfli nichts anderes darstellt als das seit Jahrhunderten bekannte Karrieremuster von jungen Frauen, die dank alten, weissen Männern gerne gesehen werden.Regula Stämpfli schaut aber auch hinter die Kulissen der antidemokratischen Umfrageindustrie, der dystopischen GAFA (Google, Apple, Facebook und Amazon), der apolitischen Medienunterhaltung und erklärt so nebenbei, wie die Gegenwart politphilosophisch in die letzten 500 Jahre passt. Besuchen Sie die DenkBar für eine besondere «Sternstunde Philosophie» mit laStaempfli – so ihr Twittername!

laStaempfli: Biopolitik, Vorlesung 29. Oktober HSG findet statt (dann per Podcast)

Donnerstag 18.15 bis 19.45 Uhr, Raum HSG 01-012 Anmeldung erforderlich, Kontaktdaten. 

laStaempfli: Biopolitik, Vorlesung 29. Oktober HSG findet statt (dann per Podcast) Männlicher Staat – weibliches Opfer (heute: Schönheitshandeln) : Es wird eine der spannensten Ausführungen zum Thema: „Biologie ist nie ohne Politik zu haben.“ Es geht um die Natur des Geldes und den Geldwert der Natur, also eigentlich um das weibliche Geschlecht und damit UM ALLES:-)

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Regula Stämpfli: Lange Nacht der Philosophie Wien 17.11.2020: Fakten und Fakes. Wahrheit und Lüge im öffentlichen Diskurs

Online – vor Ort? Alles ist noch offen. In diesem seltsamen Jahr. Regula Stämpfli: Lange Nacht der Philosophie Wien 17.11.2020: Fakten und Fakes. Wahrheit und Lüge im öffentlichen Diskurs.

Programm http://regulastaempfli.eu/wp-content/uploads/2020/10/NdPh2020_A5-Flyer_RZ-Online.pdfPhilosophie2020_A2-Plakat_RZ-Online

Die Podcastin redet über Kopfgeburten, starke Göttinnen, Archtypen, Naturverbundenheit, Peggy, die kluge IT-Veränderin.Die neue #DiePodcastin Folge

Rohnerin & laStaempfli in der Folge: Frau Holle reloaded.

Die Podcastin redet über Kopfgeburten, starke Göttinnen, Archtypen, Naturverbundenheit, Peggy, die kluge IT-Veränderin.

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laStaempfli: “Die Weltgeschichte weiblicher Macht wird in Mythen & Märchen in Ohnmacht transformiert: Aktuell im Spiegelinterview mit Prof.Dr. Ciesek”. “Ihnen ist klar, dass Sie Quotenfrau sind?” “Sie sind die Neue an Drostens Seite” & “Ihr Podcast klingt ein wenig nach Volkshochschule” . Auf solche Fragen kann frau nicht antworten. Wehrt frau sich, wird sie fertiggemacht, wehrt sich frau nicht, bleibt der Sexismus bestehen. Zudem: Die Selbstüberschätzung der Medienfrauen, die die Professorin als “Frau an der Seite” eines Beraterpodcasts zu Corona bezeichnen. Die Rohnerin bringt es auf den Punkt: “Dies ist eine reaktionäre, diffamierende Propaganda gegen erfolgreiche Frauen unter dem Deckmäntelchen eines kritischen Journalismus. Bäm!” #Quotenfrau läuft. laStaempfli twittert gegen Technik-Redakteur:”Olaf Stampf: Sie sind sich schon bewusst, dass Sie ihren Job nur gekriegt haben, weil Sie ein Mann sind?”

Und aufgepasst: Die Rohnerin und laStaempfli streiten sich. Archetyp oder Sexismus pur? Wir räumen auf oder ab. Mit Mythen, Märchen und negativen Frauenfiguren. Die Rohnerin hat die These des “Putzfimmel-Märchens”, laStaempfli die der “Heldinnenreise”. Beide finden, trotz Unterschiedlichkeiten: Update aller Märchen und Mythen: Now!

Hier weiterführende Literatur zu Märchen, Mythen von tollen Frauen:

Mineke Schipper, Mythos Geschlecht. Eine Weltgeschichte weiblicher Macht & Ohnmacht.

Carola Meier-Seethaler, Ursprünge und Befreiungen.

Luise Pusch, Feminismus. Inspektion der Herrenkultur.

Elisabeth Badinter: Der Infant von Parma oder die Ohnmacht der Erziehung.

Heide Göttner-Abendroht, Matriarchale Landschaftsmythologie.

Ein alter Mythos neu erzählt: Kassandra von Christa Wolf.

Mary Beard: Frauen und Macht.

Biopolitik: Kolumne von laStaempfli mit dem Prosit für Darwin und Freud

laStaempfli: Ein Prosit für Freud und Darwin

Meine Oma war eine beeindruckende Frau voller lustiger, ernster und kluger Geschichten. Während des Krieges wurde eine Gehilfin auf ihrem Bauernhof von einem Polen, der es in die Schweiz geschafft hatte, schwanger. Grossmutter entdeckte sie kurz darauf bitterlich weinend hinter dem Stall. Auf die Frage, was sie denn so betrübe, meinte das Berner Meitschi: «Jetzt hab ich doch ein Kind mit einem Polen. Wie werde ich mich je mit meinem Baby unterhalten können? Ich sprech doch kein einziges Wort Polnisch!»

Bildschirmfoto 2020-10-23 um 14.14.33Lange klangen Berichte der Wissenschaftsjournalisten wie die rührende Magd meiner Grossmutter. Allen Ernstes wurden Studien von «Brünftigen Männchen, welche aus Weibchen Zicken machen» oder «Männer wollen nur Sex, Frauen geile Schuhe» mit dem intellek­tuellen Arsenal der Steinzeitjäger verbreitet und geglaubt. Darwin schaffte es deshalb in Fächer, in denen er eigentlich nichts zu suchen hat – in die Politologie oder die Ökonomie, während sich Freud nur noch in der Werbung tummeln durfte. Einer meiner Lieblingswitze zu Freud und Darwin geht so: «Freud und Darwin kommen in eine Bar. Zwei Alkoholiker – Mäusemama, Mäusesohn – lecken aus zwei Fingerhüten gierig Gin. Die Mäusemama fragt Freud und Darwin: ‹Hey, ihr Intelligenzbestien. Wie konnte mein Sohn nur Alkoholiker werden?› – ‹Schlechtes Erbgut›, meint Darwin sofort. ‹Schlechte Mutter›, antwortet Freud.» – Die Frage nach «angeboren» oder «erworben» ist ähnlich beschränkt wie die Behauptung, ein Rechteck werde nur durch seine Längsseite definiert, weil die Querseite «weniger wichtig» sei. Dabei ist die Sache klar: Es ist nicht ein Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch. Oder in den Worten von Eckart von Hirschhausen: «Sieht ein Kind seinem Vater ähnlich, ist es genetisch. Sieht ein Kind seinem Nachbarn ähnlich, ist es Umwelteinfluss.»Seit 2014 wissen wir: Genetik ist immer kontextuell. Ein ETH-Team um Isabelle Mansuy stellte schon vor sechs Jahren fest: Leid vererbt sich bis in die Gene. «Schlechte Erfahrungen hinterlassen Spuren im Gehirn, in den Organen und Keimzellen. Über diese werden die schlechten Erfahrungen dann weitervererbt». Was wurde ich 2007 bei meiner «Macht des richtigen Friseurs» oder auch bei meiner 2013 erschienenen «Vermessung der Frau» teilweise durch den Kakao gezogen, weil ich mithilfe der Poesie (Kafkas «Strafkolonie») und mit der Philosophie von Hannah Arendt und vielen anderen mehr argumentierte, dass der menschliche Körper – medial vor allem der ­weibliche – nicht als biologisches, sondern als gesellschaftliches Zeichen der herrschenden Machtverteilung funktioniert!«Der Körper ist die Übersetzung der Seele ins Sichtbare», meint auch Christian Morgenstern und meine Grossmutter pflegte Bauchschmerzen mit Hühnersuppe und Kopfweh mit einem Streicheln zu heilen. Beziehungen können durchaus gesund und leider auch krank machen, wie die Studie von Isabelle Mansuy meint: Leid, Kummer, Not, Ungleichheit, Ungerechtigkeit formen nicht nur direkt betroffene Menschen, sondern auch die kommende Generationen. Es ist also höchste Zeit, hier nicht nur pharmakologisch, biologisch oder medizinisch etwas zu tun, sondern vor allem politisch. Nur Holzköpfe verweigern sich diesen Einsichten und derer gibt es immer noch viel zu viele. 

Einige Sachbüchertipps zu „Biologie ist nicht ohne Politik zu haben“ :Michel Foucault: Überwachen und Strafen. Michel Foucault: Die Ordnung der Dinge. Norbert Elias, Geschichte der Zivilisation, Regula Stämpfli, Die Macht des richtigen Friseurs (Hannah Arendt Buch) & Die Vermessung der Frau. Hans Belting: Bild und Kult. Die Geschichte des Bildes, Marcel Mauss, Die Gabe, Christina von Braun, Blutsbande, Yval Noah Harari: Eine kurze Geschichte der Menschheit, Hannah Arendt: Vita activa, Sivlia Bovenschen: Die imaginierte Weiblichkeit. Romane: Franz Kafka: Die Strafkolonie, Chimamanda N gozi Adichie: Americanah, Daborah Feldmann: Unorthodox. 

FÜR MEHR BÜCHER SIEHE LASTAEMPFLIS LITERTURBLOG AUF www.ensuite.ch 

Regula Stämpfli an der HSG St.Gallen/University of St.Gallen: Biopolitik

Regula Stämpfli an der HSG St.Gallen/University of St.Gallen: Biopolitik

II Von Hobbes bis Huxley: Leviathan und Schöne neue Welt

Philosophie

Die Vorlesung beschäftigt sich mit der Biopolitik der Moderne. Schon Thomas Hobbes (1588–1679) stellte fest, dass dem Souverän das Gewaltmonopol zustehe, nicht zuletzt durch die Kontrolle über alle Lebewesen. Machtverhältnisse schreiben sich seit jeher buchstäblich in den menschlichen Körper ein. Nie wurde dies so bewusst wie in Zeiten der Pandemie von 2020. Die philosophische Auseinandersetzung mit der «Biopolitik der Moderne» befähigt zur kritischen Haltung gegenüber den «Fakten der Natur», zur Unterscheidungskraft und führt zu einem besseren Verständnis der Herausforderungen der Staatsräson in Zeiten von Pandemie und Globalisierung.

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laStaempfli &Rohnerin #DiePodcastin über Heimat.

laStaempfli &Rohnerin #DiePodcastin über Heimat.

Heimat ist kein Gefühl, sie ist Demokratie: Isabel Rohner & Regula Stämpfli über den Nobelpreis, die correctiv-Recherche zu den Rechten & was Heimat für die Beiden bedeutet.

lBücherempfehlungen, wie mit Heimat umgehen: Francesca Melandri, Alle ausser mir: ein Wunderwerk, wie frau Geschichte, Staatsbürgerschaft und Zeitgeschichte miteinander verknüpft. https://www.ensuite.ch/das-rechte-blut-francesca-melandri/

Bildquelle: Cecil Beaton by Lillian Gish.

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Regula Stämpfli: Von der Siegerkunst zum Siegerfeminismus. Essay im Magazin für Kunst und Kultur 10/2020

Regula Stämpfli: Von der Siegerkunst zum Siegerfeminismus. Essay. Wie die «Siegerkunst» den Fortschritt der Moderne für die Kunst rückgängig macht, verkehrt der «Siegerfeminismus» emanzipatorische Forderungen der Frauenbewegungen seit der Aufklärung in ihr Gegenteil.

Die Abstraktion via Diskurs in der Siegerkunst wiederholt sich im «Siegerfeminismus» (copyright Regula Stämpfli) . Der Zweck des «Siegerfeminismus» der Gegenwart liegt in der reinen Repräsentation. «Siegerfeminismus» ist seit «Sex» der Sängerin Madonna im Jahre 1992 zum Event, Happening, repräsentativen Klamauk, zum allen Ernst imitierenden Universitätsdiskurs mutiert; nicht um die soziale, kulturelle, ökonomische und politische Stellung aller Frauen zu fördern, sondern um sich mit dem Etikett «Frau» gleichzeitig den Gestus des Opfers und damit der Kritik und sozialen Anerkennung unter Progressiven anzueignen: Kritik wird durch Glamour und Bullshit erstickt.

siegerfeminismus muglerAvantgardistische Konzepte finden sich diskursiv und digital in den unzähligen Hyperlinks, deren Funktionen auf algorithmischen Mehrheitsgeschmack programmiert sind. Judith Butlers Hegemonie des abstrakten expressionistischen «Unbehagens der Geschlechter» entspricht eins zu eins der Auflösung der emanzipatorischen Moderne und formuliert bis heute das Programm des 21. Jahrhunderts: der digital vorangetriebene Revanchismus an der gesamten Moderne, der uns im Westen den Plattformkapitalismus und im Osten die Überwachungsdiktaturen gebracht hat. Die Auflösung der Geschlechter nach Judith Butler verfolgt den Zweck, nicht mehr zwischen Wirklichkeit und repräsentativer Funktion der Menschen unterscheiden zu wollen. Der Kampf gegen Sexismus und Diskriminierung findet nicht in der Wirklichkeit, sondern im Diskurs, auf Twitter, in Foren, an den Universitäten statt. Siegerkunst und Siegerfeminismus machen die Fortschritte von moderner Kunst und Frauenbewegung rückgängig mittels Radikalisierung repräsentativer Zustände, den «Orten des Sprechens». Waren moderne Kunst und Frauenbewegung bis zum «Gender Trouble» Befreiungsbewegungen, entkernen Siegerkunst und Siegerfeminismus Kunst und Gleichstellung von ihrer Befreiungskomponente. Deshalb mutiert im Siegerfeminismus bspw. Prostitution zur «Sexarbeit», deshalb wird der Hijab von SiegerfeministInnen als «selbst gewählte Mode» zelebriert.